Rede vor der Generalversammlung der UNO am 1. Oktober 2009
Muammar Gaddafi
Im Namen der Afrikanischen Union möchte ich die Mitglieder der Generalversammlung der UNO grüssen und ich hoffe, dass dieses Treffen als das bemerkenswerteste in die Geschichte der Menschheit eingehen wird.
Im Namen der Generalversammlung in ihrer 64. Sitzung, die unter dem Vorsitz Libyens, einem Staat der Afrikanischen Union, die aus tausend traditionellen, afrikanischen Königtümern besteht, stattfindet, möchte ich als deren Präsident die Gelegenheit nutzen und unseren Sohn Obama begrüssen, da sein Land der Gastgeber dieses Treffens ist.
Diese Sitzung findet in einem Moment grosser Herausforderungen statt und die Welt sollte sich verbünden, um zusammen diese Herausforderungen, die unseren grössten, gemeinsamen Feind darstellen, wie Klimawandel, die internationale Krisen des Zerfalls des kapitalistischen Wirtschaftssystems, oder die Versorgung mit Wasser und Lebensmitteln, die Verwüstung, Terrorismus, Einwanderung, Piraterie, künstliche und natürliche Epidemien und Atomproliferation, zu überwinden. Vielleicht ist die H1N1 Grippe ein ausser Kontrolle geratener Virus, der in Militärlabors ursprünglich für Kriegszwecke entwickelt wurde. Diese Herausforderungen sind von Heuchelei, Armut, Angst, Materialismus und Ruchlosigkeit umgeben.
Die UNO wurde von drei bis vier Ländern zur Bekämpfung des deutsche Reichs gegründet. Es waren die Länder, die sich im zweiten Weltkrieg gegen das Dritte Reich verbündeten. Diese Länder formten den Sicherheitsrat und wurden permanente Mitglieder mit Vetorecht. Keiner von uns war damals dabei. Die UNO wurde im Sinn dieser drei Länder gegründet, um gegen Deutschland anzugehen. Aus diesem Grund wurde vor 60 Jahren die UNO gegründet.
Dies geschah in der Abwesenheit von 165 Ländern, ein Verhältnis von eins zu acht, beziehungsweise, einer war anwesend, acht waren abwesend. Hier ist eine Kopie dieser Gründungsurkunde. Wenn man diese Urkunde liest, stellt man fest, dass die Einführung sehr unterschiedlich zu den Artikeln ist. Wie kamen sie zustande? Alle Anwesenden der San Francisco Konferenz im Jahr 1945 schrieben die Einführung. Die Verfassung der Artikel und internen Regeln wurden den Experten, Spezialisten aus den Ländern des Sicherheitsrates überlassen. Dies waren dieselben Länder, die sich gegen Deutschland verbündet hatten.
In Tunesien führt die Protestbewegung, die sich nach dem Tod eines jugendlichen Gemüsehändlers radikalisiert, zum Rücktritt von Präsident Ben Ali. Auslöser ist die Finanzkrise, die 2008 eine massive Erhöhung der Lebensmittelpreise in Tunesien auslöste.
Der Erfolg in Tunesien macht der Opposition in Ägypten Mut, worauf es zu wochenlangen Protesten kommt. Seit Ende 2008 finanziert die US-Botschaft in Kairo Aktivisten gegen Mubarak und fliegt diese an Demokratie-Kongresse in die USA. Der Sturz Mubaraks wird auf 2011 geplant. Nachdem Mubarak seinen Sohn Gamal als Nachfolger installieren wollte, plant auch das ägyptische Militär seinen Sturz. Gamal diente nie im Militär und ist mit neoliberalen Geschäftszirkeln verbandelt, die immer grössere Teil der Wirtschaft kontrolliert und damit in Konkurrenz zu Militär steht, das zwischen einem Viertel und der Hälfte der Wirtschaft beherrscht. In den ersten Tagen treffen die protestierenden Jungen, Linken und Mittelklasseangehörigen auf immense Gewalt, de über tausend Tote fordert. Angesichts der trotzdem anhaltenden Proteste setzt Diktator Hosni Mubarak, der 1981 den ermordeten Sadat ersetzt und seine proamerikanische Politik weitergeführt hat, seinen Geheimdienstchef und ehemaligen CIA-Agenten Omar Suleiman als Vizepräsident ein. Auch die Stiftung von Chaos mit Ermordungen führt nicht zur Wiedererlangung der politischen Kontrolle. Mubarak tritt am 11.2.11 zurück. Er hat in den 30 Jahren mindestens $60 Mia. von den USA erhalten, ein Teil privat, den Grossteil in Form von Waffen. Die USA haben zudem die ägyptischen Offiziere, den zentralen Faktor von Mubaraks Diktatur, ausgebildet. Ein wesentlicher Faktor für die Revolte gegen Mubarak ist die Mangelernährung. Ägypten braucht ein Grossteil seines Geldes für Weizenimporte, weil die arme Bevölkerung, rund die Hälfte der 80 Mio. Einwohner, sich nur subventioniertes Brot leisten kann. Die Weizenabhängigkeit begann in den 70er Jahren, als die USA kostenlos Weizen lieferten, um das Land in die Abhängigkeit zu führen. In den 90er Jahren übernahmen die fünf grossen Handelsgesellschaften, die 90% der US-Nahrungsexporte kontrollieren, die Lieferungen gegen Bezahlung, was unter anderem die Verschuldung massiv fördert. Da sich Ägypten der Koalition gegen den Irak anschloss, erliessen die USA ein Teil der Schulden, und der IWF unterstützte die Privatisierungen mit grosszügigen Krediten. Trotzdem führte die massive Preissteigerung der Nahrungsmittel auf dem Weltmarkt zur Vearmung der Bevölkerung. Nachdem Rücktritt Mubaraks übernehmen die Militärs die Macht, womit die Unterdrückung wie bisher weitergeht. Die USA unterstützen auch die Muslimbrüder, die in der Wirtschaft stark verankert sind und als Unternehmer Kontinuität garantieren.
Man sollte nicht vergessen, so Norman Paech, emeritierter Professor für Völkerrecht, was Zbigniew Brzezinski, aussenpolitischer Berater von Carter bis Obama, Ende der 90er Jahre als geostrategisches Ziel Washingtons mit dem Begriff »The Greater Middle East« verkündete: die Ausrichtung aller Länder von der Türkei bis Pakistan auf die Interessen der USA – mit allen notwendigen Mitteln, was beim Iran bisher allerdings nicht gelungen ist. Die CIA, so Paech ferner, die keineswegs den Ruf einer seriösen Behörde geniesst, gelange indessen in dem einen oder anderen Fall durchaus zu richtigen Erkenntnissen. Dies könnte auf eine Studie zutreffen, die die CIA am 12. 2. 2009 veröffentlichte und in der »der Untergang des zionistischen Israels innerhalb von zwanzig Jahren« vorausgesagt wurde, »wenn sich die allgemeinen Trends fortsetzen«. Diese Trends sah die CIA nicht in den nuklearen Ambitionen Teherans. Nein, die Prognose basiert auf der Einschätzung, »daß es unwahrscheinlich ist, daß die israelische Führung auch nur zu minimalen Konzessionen bereit ist, um zu einer Verständigung mit ihren Nachbarn und deren zunehmend desillusionierten und rasch wachsenden, Würde und Gerechtigkeit verlangenden Bevölkerungen zu gelangen«. Zu jenem Zeitpunkt war Leon Panetta Direktor der CIA und hatte die Studie offensichtlich abgesegnet. Als Panetta im Oktober 2011 nach Israel aufbrach, war er US-Verteidigungsminister und hatte die Studie in der Tasche. Die israelische Führung reagierte verärgert, nicht so sehr auf die Mahnung, dass die Zukunft nicht mit militärischen Mitteln zu sichern sei, sondern auf die Warnung, dass sich Israel nicht unbegrenzt auf die finanzielle Unterstützung der USA verlassen könne. Entweder mache es Frieden mit den Palästinensern, oder es werde untergehen. [1]
Als Panetta Anfang Dezember 2011 davor warnte, dass ein militärisches Eingreifen die Nahost-Region in eine Konfrontation ziehen könne, die Washington bereuen würde, bestand die Reaktion Israels laut dem politischen Online-Magazin ›Daily Beast‹ darin, dass Botschafter Michael Oren [in New York unter dem Namen Bornstein geboren] in Washington eine formelle Protestnote überreichte. Das Weisse Haus ruderte zurück: Man habe ›rote Linien‹, die der Iran bei seinen atomaren Ambitionen nicht überschreiten dürfe, ein Alleingang Israels sei deshalb nicht erforderlich. Panetta selbst sah sich danach zu einer neuen Stellungnahme gedrängt: »Man schließe weiterhin keinerlei Maßnahmen gegen Teheran aus«. Laut Matthew Kroenig, bis letzten Juli Sonderberater für den Iran im Pentagon, würde schon die Installation neuer Zentrifugen in der Atomfabrik Qom reichen, um den Konflikt auf eine militärische Stufe zu heben. Das Ziel erscheint klar: Die Hürden gegen den Krieg – nicht gegen den Frieden – senken. Kroenigs Artikel in der ›Foreign Affairs ‹ liest sich programmatisch: ›Time to Attack Iran‹. [2]
Der US-Ökonom Daniel Ellsberg, der in den 70er Jahren den Pentagon-Skandal aufdeckte, wusste schon 2006 von Angriffsplänen: »US-Präsident George W. Bush und Vizepräsident Richard Cheney hegen solche Gedanken seit mindestens 18 Monaten. Sie haben ihre Militärstäbe insgeheim angewiesen, mögliche Atomangriffe auf unterirdische Atomenergieanlagen im Iran zu planen, ebenso umfassende konventionelle Luftangriffe auf überirdische militärische Energieanlagen und Kommandoposten. Philip Giraldi, ein ehemaliger CIA-Mitarbeiter, berichtete 2005 im ›American Conservative‹, dass das Büro von Vizepräsident Cheney Kontingenzpläne für einen ›Luftangriff in großem Maßstab auf den Iran – sowohl mit konventionellen Waffen als auch mit taktischen Nuklearwaffen‹ – in Auftrag gegeben habe. ›Mehrere hochrangige Offiziere der Air Force‹, die an der Planung beteiligt seien, wären ›über die Implikationen ihrer Arbeit, daß nämlich ein nicht provozierter Angriff mit Atomwaffen auf den Iran in Planung ist, erschüttert, doch niemand wolle seine Karriere durch Widerspruch gefährden‹.« [Frankfurter Rundschau, 13. Dezember 2006] [3] Am 21. Dezember 2011 erklärte General Martin Dempsey als Vorsitzender der ›Joint Chiefs of Staff‹, dass die US-Streitkräfte an einem Punkt angelangt seien, an welchem ein militärischer Einsatz im Iran absolut realistisch sei; gleichzeitig bestätigte er, dass die Armee einen möglichen Angriff auf den Iran und dessen Atomprogramm plane. Sollte Präsident Barack Obama diesen befehlen, werde man bereit sein.
Irankrieg: offener Brief an die Bundesregierung von Christoph R. Hörstel
Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, sehr geehrter Herr Außenminister,
jetzt ist die Situation (1)(2) da, in der die Welt nur noch einen hauchdünnen Schritt von einem großen offenen und symmetrischen Krieg entfernt ist, den die Nato unter Druck durch die USA bereits seit mehr als zehn Jahren verdeckt oder asymmetrisch führt.
Die von Ihnen repräsentierte Bundesregierung führt unser Land in die jetzige, völlig unnötig aggressive, Position, trotz vieltausendfacher Warnungen aus dem In- und Ausland, nicht zuletzt von unseren russischen Nachbarn, (3) deren berechtigte Sicherheitsinteressen wir im Nato-Verbund ohnehin permanent verletzen.
Besorgt blickt die Welt auf zwei hoch provokative Schritte westlicher Führungsmächte, die den Iran berechtigen – wenn denn das Recht noch Geltung hätte, auf unserem durch den US-Verbündeten fehlgeleiteten Planeten – sofort auf die US-Flugzeugträger im Persischen Golf und die französischen und britischen Begleitschiffe zu schießen. Lassen Sie mich bitte klarstellen, dass ich die hundertfachen Menschenrechtsverletzungen, Rechtsbeugungen und Korruption im Iran weder gutheiße noch vergesse. Doch sind es unsere amerikanischen Verbündeten, deren Justizminister in der Bush-Ära Folter rechtfertigte, die das Folterlager Guantánamo gründeten und bis heute betreiben und die in den letzten 20 Jahren zum Tod von rund drei Millionen Muslimen direkt oder indirekt beigetragen haben. (4) Zum Glück hat jedoch der Iran eine mehrhundertjährige Friedenstradition, von der Deutschland, die USA und die Nato insgesamt allerdings nur träumen können. Ich werde dies wie folgt erläutern:
Die Europäische Union, am Montag früh klar angekündigt durch Sie, Herr Minister Westerwelle, beschließt scharfe Sanktionen gegen den Iran, Sanktionen, die die Menschen in diesem ebenso kultivierten wie ursprünglich deutsch-freundlichen Land noch härter treffen müssen als unsere unkluge Politik bis gestern ohnedies. Derartige Sanktionen, die ein Land daran hindern sollen, geordnete internationale Handelsbeziehungen aufrechtzuerhalten, die sein wirtschaftliches, politisches und soziales Funktionieren fundamental beeinträchtigen. Diese Sanktionen sind nur noch vergleichbar mit der aggressiven US-Seeblockade vor dem seinerseits regional hoch aggressiven und unterdrückerischen Japan, die das absolut Import-abhängige Land zum Gegenangriff zwang: mit der japanischen Luftwaffe auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941. Der Krieg endete bekanntlich mit dem schrecklichen amerikanischen Terror-Verbrechen des Abwurfs zweier Atombomben über den Großstädten Hiroshima und Nagasaki. Jetzt bringen die USA mit dem Iran erneut ein Land in diese Lage, in der es zuletzt nur noch zu den Waffen greifen kann, die einzelne Natoländer bereits jetzt schon einsetzen. Die Politik der USA macht einen großen Krieg immer schwerer vermeidbar. Und Deutschland ist stets dabei, als ob es kein gestern und kein morgen gäbe.
Europa hat gerade ein Öl-Embargo gegen den Iran ausgesprochen. Wie lange will Europa noch USrael in den Hintern kriechen? Deutschland verweigert deutsche Firmen Geschäfte mit dem Iran und US-Firmen profitieren mehrfach davon und machen fette Gewinne. Ja, Herr Seehofer, es stimmt, was Sie gesagt haben:
„Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden“ (Horst Seehofer, CSU)
Mit anderen Worten: Deutschland wird von USrael regiert! Und warum wählen die Deutschen nicht gleich den Kriegsnobelpreisträger Obama? Der aufgeklärte Deutsche würde, wenn schon amerikanisch wählen, Ron Paul seine Stimme geben. Jede Stimme für CDU/CSU/FDP/SPD/GRÜNE ist ein Bekenntnis für das kriegslüsternde und korrupte USrael.
Das folgende Video sagt eigentlich alles.Vorab noch eine kurze Inhaltsbeschreibung dazu:
Wenn es um Mittel und Wege geht, den Iran von seinem Atomprogramm abzubringen, dann fällt Deutschland und den westlichen Verbündeten immer eines ein: Die Wirtschaftssanktionen weiter verschärfen! Gebetsmühlenartig preisen Berlin und Washington Einmütigkeit in dieser Frage.
Aber wie sehen diese Sanktionen wirklich aus? Während Deutschland zunehmend Exporte in den Iran verbietet, lässt ausgerechnet die US-Regierung amerikanische Unternehmen und ihre internationalen Tochtergesellschaften munter Waren und Dienstleistungen in das Land des Erzfeindes liefern. Industriegüter wie Caterpillar-Maschinen, Ausrüstung für die iranische Öl- und Gaswirtschaft. Konsumgüter wie Coca Cola werden sogar mit amerikanischer Lizenz im Iran selbst hergestellt. Das hat Panorama bei einer Recherchereise durch den Iran herausgefunden.
Dabei ist es die US-Regierung, die öffentlich am nachdrücklichsten schärfere Sanktionen fordert und selbst ein Totalembargo verhängt hat. Deutsche Unternehmer fühlen sich ausgetrickst und wittern einen hinterlistigen Verdrängungskampf auf dem wichtigsten Markt des Mittleren Ostens.
Hören Sie auf den Ökonomen, der die Krise richtig vorhergesagt hat – Lyndon LaRouche!
Von Helga Zepp-LaRouche
Die Welt bewegt sich trotz zahlreicher diplomatischer Anstrengungen zur Kriegsvermeidung im Kontext der Situation um den Iran und Syrien immer noch mit rasantem Tempo auf einen dritten, thermonuklearen Weltkrieg zu. Das transatlantische Finanzsystem befindet sich erneut in einer Krise, die alle Symptome der Lage vor dem Kollaps von Lehman Brothers aufweist – nur daß diesmal die Regierungen und Zentralbanken alle Instrumente, die damals zur kurzfristigen Intervention benutzt worden, bereits aufgebraucht haben. Der Euro kann innerhalb von Tagen oder Wochen auseinanderbrechen, die EZB ist zur „Gelddruckmaschine“ (Handelsblatt) geworden, und in fast allen Mitgliedsstaaten wächst der Widerstand in der Bevölkerung gegen die brutale Sparpolitik der EU, die ganz Europa in die Depression zu stürzen droht.
Wenn man diese Kurzzusammenfassung der strategischen Lage bedenkt, sollte man eigentlich annehmen, daß die Regierungen fieberhaft daran arbeiten sollten, für alle diese existentiellen Probleme Lösungen zu finden. Stattdessen halten Sie an derselben fehlerhaften Axiomatik des Denkens fest, die schon für das Zu-Stande-Kommen der Systemkrise verantwortlich war.
Die Weltbank warnt in ihrem ersten Halbjahresbericht 2012 in einer Untertreibung des Jahrhunderts, das Weltfinanzsystem könne in diesem Jahr in eine ebenso große oder noch größere Krise als 2008-09 gestürzt werden und die Kapitalmärkte könnten einfrieren. Genau dies ist schon geschehen: Die Kreditvergabe zwischen den Banken ist praktisch zum Stillstand gekommen. Die europäischen Banken haben in den vergangenen Tagen mehr als eine halbe Billion Euro über Nacht in der EZB „geparkt“, also mehr als die 500 Milliarden, die die EZB den Banken für die nächsten drei Jahre zur Verfügung gestellt hat.
Die Chefin des IWF, Christine Lagarde, forderte gleichzeitig weitere 500-600 Milliarden Euro von solchen Ländern wie die USA, China und Japan für weitere Rettungsaktionen der Eurozone. Die USA haben dies aufgrund des starken Widerstands im Kongreß bereits abgelehnt. Insider vermuteten aber, daß das Swap-Abkommen zwischen der Fed und der EZB inoffiziell genutzt wird, um notleidenden Finanzinstitutionen, die etwa durch die Herabstufungen von Standard & Poor’s von einem „deleveraging“-Problem betroffen sind – einer „Umkehrung der Hebelwirkung“, bei der eben jene Mechanismen, die zur Verstärkung der Spekulationen eingesetzt wurden, nun den Zusammenbruch der Spekulationen verstärken – die nötige Liquidität zur Verfügung zu stellen. Die Summen, die hier in immer kürzeren Abständen in das Finanzsystem gepumpt werden, akkumulieren sich an den Kapitalmärkten in der Form einer „Werteinflation“, die das wahre Ausmaß der zur Hyperinflation gehenden Entwicklung noch versteckt. Trotzdem hat die Inflation bereits begonnen, das Realeinkommen der Bevölkerung aufzufressen.
Jahreswechsel werden bei vielen Menschen oft mit Erwartungen und Vorsätzen verknüpft. Nicht wenige hoffen, dass sie endlich eine Festanstellung in einem gesunden Unternehmen bekommen, andere hingegen wünschen sich endlich wieder eine Politik, die das Wohlergehen der Menschen/Bürger und nicht der Banken und der Elite in den Vordergrund stellt … und ein Auskommen mit dem Einkommen haben. Ja, die Wünsche und Erwartungen für 2012 sind bei vielen Menschen hoch gesteckt. Doch werden sie auch bei den meisten Menschen erfüllt? Wohl kaum, denn von dieser stümperhaften Bundesregierung einschließlich eines oberpeinlichen Bundespräsidenten ist nichts zu erwarten.
Die Schuldenberge steigen weiter
Was wird im neuen Jahr 2012 auf uns zukommen? Vermutlich nichts gutes. Das letzte Jahr war ein Jahr der Rekorde. Nein, hier sind keine sportlichen Rekorde, wenn es um höher, weiter oder schneller geht, gemeint. Es war vielmehr das Jahr der Rekorde von Staatsverschuldungen. Die USA haben es fertig gebracht, einen Schuldenberg von über 15 Billionen Dollar (15.000.000.000.000) anzuhäufen. Während der Clinton-Regierung hatte die USA noch einen positiven Staatshaushalt. Nach nur 11 Jahren hat die US-Regierung unter G.W. Bush (8 Jahre Amtszeit) und Barak Obama (3 Jahre Amtszeit) es geschafft, die Staatsverschuldung der USA auf über 100 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) hochzuschrauben. Yes, we can!
Ja, dieser “Yes, we can” und sein Vorgänger haben es geschafft, dass inzwischen in den USA über 50 Millionen Menschen von Lebensmittelmarken abhängig sind. Das sind in etwa ein sechstel der Gesamtbevölkerung. Die Kehrseite: Weniger als ein Prozent sind Dagobert Ducks, die täglich im Geld schwimmen und nicht mehr wissen, wohin damit.
Japan ist der Schuldenrekordler schlechthin. Der Schuldenberg der Japaner hat sich mittlerweile auf 200 Prozent zum BIP aufgetürmt.
In Europa sieht es nicht viel besser aus. Griechenland über 140 Prozent, Italien 120 Prozent … usw. Die folgende Grafik zeigt die Verschuldung einzelner EU-Staaten an. Für 2011/2012/2013 … dürfte es aller Voraussicht nach nicht besser aussehen.
Die Bundesvorsitzende der Bürgerrechtsbewegung Solidarität, Helga Zepp-LaRouche, wandte sich zum neuen Jahr mit der folgenden Botschaft an alle Mitbürger.
Liebe Mitbürger,
ich richte mich an Sie mit dieser Botschaft zum neuen Jahr, weil Sie in den übrigen Botschaften, die Sie von unserer Regierung hören, nichts über die wirklich essentiellen Themen zu hören bekommen.
Wir haben für das kommende Jahr 2012 zwei fundamentale Probleme, die wir lösen müssen. Erstens: Der Euro ist gescheitert und das transatlantische Finanzsystem steht vor der unmittelbaren Desintegration. Zweitens: Wir haben eine akute Kriegsgefahr, in der Militäroperationen gegen Syrien und den Iran zu einem globalen thermonuklearen Krieg führen können. Für beide Probleme gibt es Lösungen, aber sie erfordern einen dramatischen Kurswechsel.
Die meisten von Ihnen wissen oder ahnen, daß der Euro gescheitert ist. Selbst der Chefökonom der Deutschen Bank, Thomas Mayer, gibt dem Euro nicht viel mehr als bis zum Mai, aber auch das ist vielleicht zu lange, weil Italien unter dem Spardiktat der EU die Bedingungen gar nicht erfüllen kann, die ihm auferlegt worden sind. Der Kollaps kann aber auch sehr viel früher kommen, z.B. im Januar. Die größte Gefahr ist ein chaotischer Zusammenbruch, der politisches und soziales Chaos auslösen kann, was dann niemand mehr unter Kontrolle bringen könnte.
Das Problem ist, daß die EU sich zwar als Superstaat aufspielt, aber nicht die Funktion eines Staates wahrnimmt, d.h. sich nicht um das Gemeinwohl der Bürger kümmert. Der Staat muß aber in einer Krise wie dieser den Menschen das Vertrauen geben, daß es eine Lösung gibt. Wiederholte Berichte, wie sie von der britischen Regierung kommen, daß sie im Fall eines Euro-Kollapses die britischen Bürger vom Kontinent evakuieren wird, sind absurd und zynisch.
Die Europäische Union ist nur einer von 4 Blöcken, auf dem Weg zur Weltregierung. Die Globalisierung der Eliten und Bänker hat nur ein Ziel: Die totale Kontrolle über die Menschen. Sie bezeichnen es als Neue Weltordnung, doch in Wahrheit ist es eine Welt(un)ordnung.
Das klingt unwahrscheinlich, aber man muss schliesslich seinen Augen glauben: Als der Iran behauptete, er habe eine US-Drohne, die über dem Iran in Spionage-Auftrag unterwegs war, elektronisch übernommen und gelandet, war das Gelächter gross. Der Iran? Hahahaha. Eine US-Drohne???? Hahahaha. Wieder mal eine von den Lügen des Iran. Nun hat der Iran die Drohne, ein Nurflügel-Flugzeug mit glatten 15 Metern Spannweite, vorgeführt: Sie ist intakt. Man kann das Video im Internet ansehen.
Damit fällt die Möglichkeit aus, dass sie abgeschossen wurde. Bleibt nur: Man hat sie elektronisch übernommen und gelandet. Das Lachen blieb im Halse stecken. Die Drohne war bereits 225 km innerhalb iranischen Gebiet, als sie übernommen wurde. Die Drohne war mit „stealth“-Technik ausgerüstet, also für Radar unsichtbar. Schon allein, dass der Iran sie überhaupt entdeckt hat, ist fast unglaublich.
Die Vorstellung, in allen Länder des Nahen und Mittleren Ostens sind die Leute schlicht und einfach rückständig und bestenfalls in der Lage, Ziegen zu melken, hat sich durch das Trommelfeuer der Medien so in unseren Hirnen festgesetzt, dass wir es für unmöglich halten, ein scheinbar rückständiges Land wie der Iran könne Fähigkeiten in der Elektronik so weit entwickelt haben, dass man eine mit Sicherheit durch vielfache Technik „unübernehmbar“ gemachte Drohne eben doch übernehmen konnte.
Oder sollten die Amis vergessen haben, die üblichen Sperren gegen eine Übernahme einzubauen?