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Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

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Archive for the ‘Silvio Gesell’ Category

Warum gibt es so viel Armut auf der Welt?

Posted by krisenfrei - 27/07/2012

Lieber Enkel Christopher,

eigentlich hatte ich dir ja weitere von mir geschriebene Kurzgeschichten versprochen, aber ich habe nichts richtig Passendes gefunden. Stattdessen schreibe ich nun eine „Geschichte“ speziell für dich. Sie handelt von Recht und Unrecht auf dieser Welt. Ich freue mich, dass dieses Thema dich interessiert, beispielsweise das Dritte Reich, während dessen ich ja noch geboren wurde. Es ist wichtig, dass wir die Augen in alle Richtungen offen halten, beispielsweise um zu verhindern, dass Neonazis oder andere wieder Terror, Not und Leid über die Menschen bringen. Aber auch vor anderem Unrecht und anderem Elend dieser Welt dürfen wir unsere Augen nicht verschließen.

In wenigen Monaten wirst du konfirmiert. Höchste Zeit, ein Vermächtnis deines Urgroßvaters und Ururgroßvaters, eben diese „Geschichte“ an dich weiterzugeben – ein Gelübde meinen Enkeln gegenüber, das ich längst getan habe, bevor der erste von euch auch nur geplant war.

Der Titel meiner „Geschichte“ lautet:

Warum gibt es so viel Armut auf der Welt?

Wusstest du, Christopher, dass jeder fünfte deutsche Haushalt unterhalb der Armutsgrenze leben muss? Wusstest du, dass jährlich 30 Millionen Menschen verhungern und Hunderte von Millionen an den Folgen von Krankheiten, Epidemien und Mangelerscheinungen sterben? Wer das weiß, der dürfte eigentlich nicht mehr schlafen können angesichts der Frage: Was kann man dagegen tun?

Man kann spenden, Christopher, und es gibt großartige Organisationen wie das Rote Kreuz, Brot für die Welt, Misereor, UNICEF und wie sie alle heißen. Sie lindern viel Not. Wenn man sie aber nach dem Erfolg ihrer Arbeit fragt, bekommt man oft die Antwort: Es sind Tropfen auf heiße Steine.

Symptom- und Ursachenbekämpfung

Stell dir einen schrecklichen Brand vor. In einem Industriegelände steht alles lichterloh in Flammen. Die Feuerwehr ist da und löscht aus allen verfügbaren Rohren. An manchen Stellen werden die Flammen auch geringer, aber dafür brennt es an anderer Stelle umso mehr, und was gelöscht schien, entzündet sich bald von neuem. Einer geht hinter das Industriegelände und stellt fest: Hier verläuft eine geborstene Ölpipeline, aus der sich immer neuer Brennstoff in das Flammeninferno ergießt. Was lernen wir daraus? Es genügt nicht, die Symptome zu bekämpfen, man muss die Ursachen erkennen und abstellen.

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Mit Silvio Gesell (negativer Zins) raus aus der €urokrise ?

Posted by krisenfrei - 10/07/2012

Die Lösung der Eurokrise in Europa

von Artur Schmidt 10.07.2012
Negativer Zins für gehortetes Geld

„Die aktuelle Krise in der europäischen Gemeinschaft ist eine Vertrauenskrise. Wenn keiner dem anderen mehr vertraut, wird Geld dem Umlauf entzogen und dann nützen Zinssenkungen wie zuletzt von der EZB auf ein historisches bisheriges Tief auf 0,75 Prozentpunkte nur bedingt.

Der von Silvio Gesell geforderte negative Zins für gehortetes Geld kann sehr schnell einen großen Wachstumsimpuls auslösen, der eine Reduzierung des Geldmengenanstieges und steigende Zinsen herbeiführt, was zu einem gesunden Wirtschaftswachstum dazugehört. Ein steigendes Wirtschaftswachstum sorgt für mehr Liquidität für die angeschlagenen Staaten und im Rahmen von Eurobonds zu einem Solidaritätsbeitrag der stärksten für die schwächeren Länder. Die Krise in Europa ist lösbar, es braucht jedoch auch den Willen der Politiker, wirklich etwas verändern zu wollen.“


Den kompletten Artikel und Lösungsansätze für die Eurokrise finden Sie hier: heise

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Infos zur „Freigeld-Zinstheorie nach Silvio Gesell“ hier.

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Regionalgeld: Abkehr vom Schuldgeld ?

Posted by krisenfrei - 20/04/2012

Regionales Freigeld statt globaler Sklaverei!

Verfasst von Niki Vogt

„Als Kinder spielten wir Kaufladen, wir hatten leere Kaffeemilchdöschen, die wir mit selbstgemalten Etiketten als Konservendosen beklebten und richtige kleine Maggiflaschen-Miniaturen … und es gab kleines Spielgeld, mit richtigen Münzen und Scheinchen. Zuerst verwendeten wir sie nur zum Einkauf in dem kleinen Spielladen. Da Sie aber selten und begehrt waren und nur zwei Nachbarskinder sie besaßen, bekamen sie bald echten Wert unter uns Kindern in der Lessingstraße. Man konnte einander damit wirklich Dinge abkaufen oder bei Tauschabkommen eine „Wertdifferenz“ ausgleichen. Eine Zeitlang war es so etwas wie ein Regionalgeld unter Grundschulkindern in unserem Viertel. Dann wünschte sich jeder zum Geburtstag so eine Packung Spielgeld aus dem Spielzeugladen und schnell war die zehnfache Menge davon unterwegs. Wir erlebten eine Art Hyperinflation in Kinderland.

Regionalgeld ist von einem Odeur selbstgestrickt-grüner Bürgerinitiativenromantik umgeben – zu Unrecht, denn schon während der Wirtschaftskrise in den 1930er Jahren tauchten regionale Währungen in Deutschland und Österreich auf. Das bekannteste Beispiel ist das „Wörgler Währungsexperiment“ von 1932 bis 1933. Wörgl im Tiroler Unterinntal zählt 1931 gut 4000 Einwohner. In dieser Zeit, zwischen 1929 und 1933 klettert in Österreich die Zahl der Arbeitslosen von 192.000 auf 557.000. Damit war ein Viertel der Arbeiterschaft einkommenslos – auch im Ort Wörgl. Die Politiker in Deutschland und Österreich standen ratlos vor dem Problem, Wörgls neuer Bürgermeister Unterguggenberger hatte sich aber bereits eingehend mit den Ideen des Gesells beschäftigt und fand in dessen Schrift „Die natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld“ die Blaupause für eine Lösung für seine Region.

Im Oktober 1929 wurde in dem kleinen bayerischen 500-Seelen-Dörfchen Schwanenkirchen die Wära-Tauschgesellschaft gegründet. Man strebte einen zweiten Geldkreislauf mit fließendem Geld an, um sich regional von der deflationären Deutschen Goldmark etwas abkoppeln zu können. Der so eingeführte „Wära“ konnte sich gut etablieren. Bis zu 2000 Unternehmen nahmen dieses regionale Geld an, großzügige Kredite wurden in Wära vergeben, die regionale Wirtschaft blühte auf, Arbeitsplätze wurden geschaffen, das Komplementärgeld war in regem Umlauf – ganz im Gegensatz zur Reichsmark, die in großem Stil gehortet wurde, da ihre Kaufkraft ständig stieg. Das bewirkte natürlich eine weitere Verknappung des Geldes und würgte den Geldumlauf und damit die Wirtschaft ab. Unterguggenberger besuchte Schwanenkirchen 1931 und war begeistert.

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Alarmierende Reichtumsentwicklung

Posted by krisenfrei - 28/03/2012

Beitrag von Andreas Bangemann, vom 28. März, 2012

Steven Rattner kommentiert in der New York Times eine aktuelle Studie der Ökonomen Thomas Piketty und Emmanuel Saez, wonach die aktuelle Entwicklung von Reichtum in den USA alarmierend sei.
Demnach landet der Zuwachs der Einkommen 2010 in Höhe von 288 Milliarden US-Dollar zu 93% bei den 1% Topverdienern des Landes. Selbst innerhalb dieser 1% Topverdiener gibt es eklatante Unterschiede, denn die obersten 0,1 vereinen alleine 37% dieses Zuwachses auf sich. Die danach folgenden 0,9% erzielen 56% des Zuwachses und die 99% am unteren Ende die verbleibenden 7%.
In dem Kommentar geht Rattner leider nur in Bezug auf die Steuersätze auf die unterschiedlichen Quellen der Einkommenszunahme ein, denn es darf davon ausgegangen werden, dass im Bereich der oberen 1% der Zuwachs hauptsächlich auf Einkommen aus Geldvermögen zurückzuführen ist. Rattner vermatscht die Einkommen aus Leistung mit jenen aus Vermögen und kann deshalb auch nur zu dem Schluss kommen, dass eine Erhöhung der Steuern für Superreiche die Lösung sein könnte, die dieser Entwicklung Einhalt gebieten würde.

Doch wenn selbst Superreiche wie Warren Buffet derlei Forderungen an die Politik stellen (ebenfalls in der New York Times), dann sollte doch Skepsis und Nachdenken angesagt sein.
Geldvermögenseinkommen können nur über Zinsen und Zinseszinsen erzielt werden. Zinsen stecken in allen Preisen und allen Steuern und werden somit von allen Konsumenten, Arbeitern und Angestellten gleich welchen Einkommens bezahlt. Wächst das Einkommen der Reichsten übermäßig, geht das über den Zinsmechanismus auf Kosten der weniger Reichen und Armen. Letzteren wird von ihrer Leistung mehr genommen, als in der Zeit davor. Das auf Zins und Zinseszins beruhende Geldsystem verleibt sich die Leistung der Ärmeren zugunsten der Reicheren in einem Maß ein, das zwangsläufig zu einer immer schneller werdenden Verschiebung von den Ergebnissen der Leistung hinzu zu den Reichen führt.
Weder Reich noch Arm kann sich gegen diesen Automatismus wehren.

Die Reaktion, die auch der Kommentator Steven Rattner vorschlägt, nämlich den Reichen über Steuern mehr wegzunehmen ist bestenfalls eine Abschwächung des trotzdem weiter laufenden Verteilungsprozesses, aber keine Lösung auf dem Weg in eine gerechtere Gesellschaft.
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Staatsverschuldung

Posted by krisenfrei - 05/01/2012

Ein, wie ich finde, interessanter und lesenswerter Aufsatz von Ferdinand Wenzlaff zur Staatsverschuldung, sowie ein Lösungsansatz zur Rückführung der Staatsverschuldung. Vorab zur Information einige Auszüge aus dem Aufsatz, die dem Leser einen kurzen Einblick vermitteln.

„Bezugnehmend auf einen Meilenstein-Aufsatz von Evsay Domar von 1944 hält Helmedag die Staatsschuld für unbedenklich, wenn wir eine Wachstumsrate über der Zinsrate erzeugen können, was er sich über eine Steigerung der effektiven Nachfrage durch Umverteilung und Beibehaltung (oder auch Ausdehnung) der Staatsverschuldung erhofft.

Das Paradigma der Freiwirtschaft fußt zu großen Teilen noch auf dem tauschtheoretischen Fundament des Mainstreams (eingehender vgl. Wenzlaff, 2010a). Doch hat sie die bahnbrechende Idee der Besteuerung liquider Vermögen zur Schließung des Kreislaufs. Mit einer Geldhaltesteuer könnte der Ertrag von Staatstiteln sinken.

Der traditionelle fiskalische Keynesianismus (Konjunkturbelebung durch Staatsverschuldung) ist nicht nur daher bedenklich, weil riesige Staatsdefizite aufgetürmt werden, sondern in seiner Wirkung überhaupt fragwürdig. Wir wissen aus der japanischen Erfahrung, dass so nur liquide Geldvermögen aufgebaut werden, diese aber keinen Grund zur weiteren kreislaufwirksam Verwendung haben.

Niemals wird der Staat konsolidieren oder gar tilgen können, solange die Zinsrate über der Wachstumsrate liegt.“

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Staatsverschuldung

Volkswirtschaftliche Fragestellungen können nicht betriebswirtschaftlich gelöst werden!

Von Ferdinand Wenzlaff

Zu bedauern ist, dass sich in der Politik oft keine rationalen Debatten führen lassen und Einzelinteressen einen korrupten Weg der Durchsetzung zum Schaden des Gemeinwesens finden. Der noch größere Skandal besteht darin, dass sich die Wirtschaftswissenschaft in den Dienst privater Interessen stellen lässt und Ideologien statt volkswirtschaftlichen Theorien den Diskurs dominieren, die zur Grundlage einer verfehlten Wirtschafts- und Sozialpolitik werden. Die Debatte um die Staatsschulden zeigt ganz besonders, wie unzureichend ein volkswirtschaftlicher Gegenstand betrachtet werden kann. Wenn Volkswirte den kreislaufwirksamen Impuls einer Kürzung der Staatsausgaben mit dem Ziel des Budgetausgleichs (keine neuen Schulden) oder gar Konsolidierung (Schuldentilgung) wegdenken, wird der Anspruch eines eigenen Gegenstandes der Volkswirtschaftslehre negiert und Staatsverschuldung als betriebswirtschaftlich zu lösendes Problem aufgefasst.

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Gerechtes Geld – Gerechte Welt

Posted by krisenfrei - 10/10/2011

Im folgenden Video erklärt Helmut Creutz sehr gut unser Schuld- und Zinsgeldsystem.
Lassen Sie sich nicht von den Nebengeräuschen zu Beginn des Videos irritieren.
Er sagt das, was wir jetzt schon haben und noch kommen wird.

Stetiges Wachstum wird zu niedrigeren Löhnen und zur Armut führen.
Dadurch wird es zu Unruhen kommen (haben wir auch schon).
Eine gerechte Welt kann es nur mit einem gerechten Geld geben.
Dieses Video ist ein absolutes MUSS für die, die unser Geldsystem verstehen wollen.

Hätten doch die ahnungslosen Bundestagsabgeordneten, die am 29. September 2011 für den EFSF gestimmt haben, sich dieses Video vor der Abstimmung angesehen. Wahrscheinlich aber hätte sich bei der Abstimmung nichts geändert, denn fast alle Politiker sind Marionetten, die ihr Gewissen bereits am Wahlabend an der Garderobe abgegeben  haben. Politiker haben kein Gewissen gegenüber ihren Wählern, und schon gar kein Wissen.

Was soll’s, es ist Zeitverschwendung, auf unsere gewissens- und wissenslose Politiker hinzuweisen.
Es ist aber keine Zeitverschwendung, sich dieses Video anzuschauen.
Und garantiert informativer als jede dämliche Talkshow, die eh nur verblödet.

 

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Was Helmut Creutz zum Thema „Zins“ meint

Posted by krisenfrei - 05/09/2011

Der „Zins“ wurde in letzter Zeit heiß diskutiert und unterschiedlich kritisiert. Viele Meinungen wurden dazu abgegeben. Befürworter und Gegner des „Zinses“ kamen zu Wort. Ist der „Zins“ für eine gesunde Volkswirtschaft zwingend notwendig, oder kann Wachstum auch ohne „Zinsen“ stattfinden?  Lesen Sie, was Helmut Creutz bereits 1994 dazu geschrieben hat:

Helmut Creutz: Die Schatten des Zinses sind nicht nur unmoralisch

Von Helmut Creutz

Einige Ergänzungen und weiterführende Gedanken zu dem Aufsatz von Otmar Issing in der FAZ vom 20. November 1993

Zins, Preis des Kredits?

Von Preisen redet man, wenn man eine Sache erwirbt, nicht aber wenn man sie für einen befristeten Zeitraum ausleiht. Der Zins ist darum sowenig ‚Preis des Kredits‘ wie die Leihgebühr in einer Bibliothek ‚Preis des Buches‘. Allenfalls könnte man beim Zins vom ‚Mietpreis des Geldes‘ reden. Aber auch das wäre nicht zutreffend, da Mietpreise vor allem die anteiligen Abschreibungskosten bzw. Wertminderungsverluste einer auf Zeit ausgeliehenen Sache abgelten. Wer jedoch Geld übrig hat und verleihen kann, hat weder Kosten für dessen Produktion aufbringen müssen, noch muß er – zumindest bei stabilem Geld – eine Wertminderung in Kauf nehmen.

Vergleichen kann man also zeitlich begrenzte Geldüberlassungen nur mit jenen Gütern, die man in gleichem Zustand, gleicher Menge und gleicher Wertigkeit zurückerhält. Das ist z. B. der Fall, wenn ein Bauer einem anderen überschüssiges Saatgut überläßt. In solchen Fällen ist jedoch weder ein Mietpreis noch eine Verleihgebühr üblich, da beide Seiten davon einen Vorteil haben: Der Leiher kann über ein Gut verfügen, auf das er sonst hätte verzichten müssen. Der Verleiher erhält nach Ablauf der vereinbarten Zeit sein im Augenblick überschüssiges Gut in gleicher Menge, Qualität und Frische zurück. Ohne den Verleihvorgang wäre ihm das überschüssige Saatgut möglicherweise verdorben oder durch andere Einflüsse reduziert worden. Zumindest aber hat der Verleiher, durch die Überlassung des Gutes an einen anderen, die sonst angefallenen Lager- und Wartungskosten eingespart.

Gilt Gegenseitigkeit auch für das Verleihen von Geld?

Sieht man vom Schutz gegen Feuer und Diebstahl ab, sind die Lagerkosten für Geld unerheblich. Trotzdem leisten sich auch beim Geldverleihen die Beteiligten gegenseitig einen Dienst: Der Kreditnehmer hat den Vorteil, vorzeitig über Kaufkraft und damit Marktansprüche zu verfügen. Der Kreditgeber erhält die Garantie, daß seine eingebrachte Überleistung, aus der das überschüssige Einkommen normalerweise resultiert, auf dem Markt nachgefragt werden und er somit auch weiterhin Überleistungen einbringen und Marktansprüche ansparen kann. Außerdem sorgen Kreditnehmer und -geber gemeinsam dafür, daß der Geldkreislauf geschlossen und damit das Wirtschaftsgeschehen stabil bleibt. Das aber ist gerade für den Geldverleiher von großem Nutzen, wenn er, nach dem Rückerhalt des Ausgeliehenen, die ersparte Kaufkraft für sich selber einsetzen will.

Allenfalls bei einer Knappheit von Kapital ist eine Belohnung für das Verleihen von Geld zu akzeptieren. Die Einstufung des Zinses als eine gerechte Dauerbelohnung ist darum genauso fragwürdig, wie seine Verdammung.

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Zur Kritik an der Zinskritik

Posted by krisenfrei - 30/08/2011

Das  Thema, Zins, Zinseszins, Zinskritik … möchte ich, nachdem in letzter Zeit einiges dazu auf verschiedenen Seiten geschrieben wurde, erneut aufgreifen.

Dazu eine sehr gute Stellungnahme von Gert Flegelskamp. Seine Aussagen, die meine Zustimmung finden, habe ich rot gekennzeichnet. —————————————————————————————————————————————

Nachdenkseiten und Zinsen

Durch einen Leser wurde ich auf einen Beitrag auf den Nachdenkseiten aufmerksam gemacht. Dieser Beitrag macht die Leser darauf aufmerksam, dass die so oft als Ursache für die Krisen in den alternativen Medien genannte Zinspolitik so nicht richtig ist. Zins ist gut, das lese ich aus dem Artikel heraus. Weil dieser Artikel auf den Nachdenkseiten steht, muss er richtig sein, denn die Nachdenkseiten gehören ja zu den Guten. Auch wenn es mit schwerfällt, ich muss mich nun wohl davon verabschieden, die Zins- und Zinseszins-Politik verantwortlich zu machen.

Zwei Tage habe ich das durchgehalten. Aber wer ist dieser Jens Berger, dass er mir meine seit Jahrzehnten gepflegten und gehätschelten Vorurteile nehmen will? Schließlich sind sie mein einziger Besitz und den wirft man nicht so einfach über Bord. Aber natürlich müsste ich den Gegenbeweis antreten, wenn ich die logisch nachvollziehbaren Gedanken von Jens Berger nicht übernehmen will, weil das meinen „Besitzstand“ (nämlich meine Vorurteile) in Gefahr bringt. Aber wo fange ich da an? Na, hier:

Auszug aus dem Beitrag auf den Nachdenkseiten:
Um die Kritik am Zins einordnen zu können, muss man sich zunächst vergegenwärtigen, was Zins überhaupt ist. Hierbei muss man auf Seiten der Kreditnehmer zwei Gruppen unterscheiden. Unternehmen nutzen Kredite meist dazu, Investitionen vorzunehmen, mit deren Hilfe sie bessere wirtschaftliche Ergebnisse erzielen. Der Zins ist aus Sicht dieser Kreditnehmer eine Prämie dafür, mit Hilfe von Fremdkapital Investitionen vorzunehmen, um die eigene Ertragssituation zu steigern. Privatleute ziehen mit Hilfe von Krediten meist Ausgaben vor, die ihnen einen wie auch immer gearteten Nutzen versprechen – sei es das neue Auto, für das man momentan noch nicht genug Geld hat oder das Eigenheim. Die Alternative zum Kredit ist das klassische Sparen.

Fangen wir bei der ersten Gruppe an, dem Unternehmer. Seine Kreditaufnahme als Prämie zu bezeichnen, ist für mich ein wenig irritierend. In meinen Augen macht er Schulden und Schulden sind ja der arme eineiige Zwilling der Zinsen. Gäbe es die Schulden nicht, gäbe es keine Zinsen. Aber das ist ja nicht alles. Die Bank, die einem Unternehmen einen Kredit gewährt, prüft nicht nur seine Bonität, sondern will auch für die Gewährung des Kredites in der Regel Sicherheiten und der Wert der Sicherheiten liegt in der Regel bei ca. 2:1. Natürlich müssen nicht immer gegenständliche Sicherheiten geboten werden. Weist ein Unternehmen eine erfolgreiche Produktkette nach und will, wegen hoher Nachfrage, mit dem Kredit die Produktion steigern, wird es diesen Kredit auch bekommen, weil die regelmäßigen Einnahmen aus dem Vertrieb ein pfändbares Einkommen sind, womit der Kredit abgesichert zu sein scheint. Noch besser und kreditwürdiger ist es, wenn der Unternehmer nachweist, dass die vom Kredit beschafften Maschinen den Produktionsprozess stark automatisieren und damit einen Teil der Belegschaft überflüssig machen. Alleine dieses Argument ist für viele Banken schon ein Grund für die Kreditbewilligung.

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Der Zins und sein moralischer Schatten

Posted by krisenfrei - 15/07/2011

Bis heute ist der Preis des Kredits mit dem Stigma des Anstößigen behaftet

Zur Rolle des Zinses in der modernen Wirtschaft

Von Otmar Issing (Der Autor war damals Chefvolkswirt und Mitglied des Direktoriums der Deutschen Bundesbank)

In der Frankfurter Chronik zur Judenverfolgung im Mittelalter heißt es: „Propter usuras vexabantur“ – Wegen des Wuchers wurden sie gequält. Wucher, das war das Synonym für die Geldleihe gegen Zins, ein Geschäft, das den Christen nach dem kanonischen Zinsverbot untersagt war.

Verbietet die Obrigkeit eine wirtschaftliche Aktivität, für die es in einer Gesellschaft jedoch Bedarf gibt und ohne die, wie beim Kredit, nur eine beschränkte Existenz und kaum Spielraum zur Entwicklung gegeben ist, dann werden die Menschen Mittel und Wege finden, das Verbot zu umgehen. Eine naheliegende Möglichkeit besteht darin, dieses Geschäft Außenseitern zu überlassen. Genau dies geschah im Mittelalter. So wurde der „Geldhandel“ ab etwa der Mitte des zwölften Jahrhunderts der Hauptberuf der Juden, zumal man sie im Laufe der Zeit immer mehr aus anderen Gewerben herausgedrängt hatte.

Damit war eine Minderheit wirtschaftlich ausgegrenzt und auf eine Tätigkeit verwiesen, die durch weitere politische Eingriffe, wie extreme Steuern und Schuldenerlasse, belastet wurde. Das dadurch erhöhte Risiko der Kreditvergabe spiegelte sich in teilweise horrenden Zinsen wider, ein Ergebnis, das den Gläubiger speziell bei den Schuldnern, aber auch in der Bevölkerung ganz allgemein nicht gerade beliebter machte. Wenngleich hier sicher nicht die einzige Ursache liegt, so muß man doch dem Haß auf die „Wucherer“ eine wesentliche Rolle bei der Auslösung der schrecklichen Pogrome dieser Zeit beimessen.

Das Zinsnehmen stand lange Zeit auf einer Stufe mit den Kapitalverbrechen, der Wucherer wurde in die Gesellschaft von Brandstiftern, Räubern, Blutschändern und Huren eingereiht. Hinter dieser moralischen Verdammung steht zum einen die damalige Haltung der Kirche zum Zins und Zinsnehmen. Diese Aversion blieb aber keineswegs auf das Christentum beschränkt. So enthält etwa die Thora ein ausdrückliches Verbot des Darlehnszinses, freilich nur für Darlehen unter den Israeliten, und die Schwierigkeiten der Akzeptanz des Phänomens Zins im Islam reichen bekanntlich bis in unsere Zeit.

Die Sehnsucht noch der zinslosen Wirtschaft

In der Scholastik diente zum anderen neben der Bibel die Autorität des Aristoteles für die Stigmatisierung des Zinses. Nach der Lehre „des“ Philosophen in seiner „Politik“ war das Gewerbe des „Wucherers mit vollstem Recht eigentlich verhaßt, weil es aus dem Gelde selbst Gewinn zieht und nicht aus dem, wofür das Geld doch allein erfunden ist“. Der Zins stammt „als Geld vom Gelde. Daher widerstreitet auch diese Erwerbsweise unter allen am meisten dem Naturrecht“. Nach Edgar Salin sind von da an die Geldleihe und der Geldhandel überhaupt mit dem schwersten Fluch belegt, den die Philosophie und später auch die Theologie zu schleudern vermögen. Sie sind wider die Natur.

Das aristotelische Verdikt wird heute schwerlich noch jemanden beeindrucken, und mit einer Doktrin aus dem gemeinhin als „finster“ apostrophierten Mittelalter wird sich ansonsten kaum ein Bürger unserer so aufgeklärten Zeit identifizieren. Ob aber nun die Meinungen der Vergangenheit das Bewußtsein der heute Lebenden stärker beeinflussen, als dies für möglich gehalten wird, oder ob dies nicht zutrifft, so bleiben doch berechtigte Zweifel, ob der Zins – um mit dem bekannten österreichischen Kapitaltheoretiker Eugen von Böhm-Bawerk zu sprechen – jemals seinen „moralischen Schatten“ vollständig losgeworden ist. In der innerlichen Ablehnung, der die moralische Ächtung leicht folgt, liegt wohl auch die Wurzel dafür, daß die Sehnsucht nach der zinslosen Wirtschaft zum Beispiel am Rande von Kirchentagen immer wieder ihre Anhänger versammelt.

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Gelddeckung und Gold

Posted by krisenfrei - 14/07/2011

Liebe Krisenfrei-Leser,

 als aufmerksame Leser meiner Web-Seite, sowie meiner Artikel und Blog-Einträge werden Sie sicherlich festgestellt haben, dass ich mich mit unserem Geldsystem, mit Edelmetallen und ähnlichen Themen seit einiger Zeit intensiv beschäftige. Ich bin ein großer Anhänger der Neuen Weltordnung (NWO) – aber nicht im Sinne von Woodrow Wilson (28. US-Präsident), der den Völkerbund als Weltregierung zu etablieren versuchte und auch nicht im Sinne von George Herbert Walker Bush (41. US-Präsident), der nach dem Zusammenbruch der kommunistischen Diktaturen in Osteuropa auf ein friedlicheres Zeitalter für die Menschheit unter amerikanischer Führung hoffte. Nein, eine „Neue Weltordnung“ unter der Herrschaft einer kriminellen und menschenverachtenden USA wünscht sich wohl niemand!

 Unter einer „Neuen Weltordnung“ verstehe ich eine „Natürliche WirtschaftsOrdnung“ im Sinne von Silvio Gesell, in der die Menschen nicht durch unser verdorbenes Zinsgeldsystem, das nur den Reichen dient, ausgebeutet werden. Das soweit nur als Einleitung.

Vielmehr möchte ich hier auf einen höchst interessanten Artikel von Prof. Dr. Eberhard Hamer (s. Bild) vom 02.12.2004 hinweisen. Vielleicht mag der eine oder andere Leser diesen Artikel bereits kennen, aber ich bin leider erst heute darauf aufmerksam geworden. Auch wenn dieser Artikel  fast 7 Jahre alt ist, so hat er doch, gerade in dieser Zeit, einen aktuellen Stellenwert. Ich kann allen kritischen Lesern den folgenden Artikel nur empfehlen: 

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Der Welt-Geldbetrug

Der grösste und weitreichendste Wirtschaftsskandal unserer Tage findet zurzeit durch die Manipulationen an den Geld- und Währungssystemen statt. Der Geldbetrug hat erstmalig eine globale Dimension, weil er sich weltumspannend abspielt, von keiner nationalen Regierung deshalb mehr kontrolliert, gestoppt oder verhindert werden kann, und weil er sogar nach den veralteten nationalen Gesetzen formell legal stattfindet. Sicher ist aber, dass der Geldbetrug wie jeder andere Betrug auch nicht langfristig zur Bereicherung der Täter durch Entreicherung der Opfer führen kann, weil kein freies Geldsystem auf Dauer missbraucht werden kann.

Nach der Finanztheorie ist Geld ein legalisiertes Tauschmittel, welches auch zur Wertaufbewahrung dienen soll. Die Ausgabe von Geld war deshalb früher staatliches Privileg (Münzhoheit). Die als Geld umlaufenden Gold-, Silber- und Kupfermünzen hatten staatliche Prägung. Der Staat garantierte also die Reinheit des Metalls und das Gewicht der Münzen, so dass man nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland jederzeit wusste, wieviel jedes Geldstück wert war. So waren die Metallmünzen zugleich Tauschmittel und Dauerwert.

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