Unter dem Vorwand, es gäbe keinen Plan B, wird
die Republik dem Finanzsystem preisgegeben.
– Ein Appell an die Medien –
von Andreas Popp
Mit unglaublichem Eifer arbeiten die Darsteller auf der politischen Bühne, wenn es darum geht, eine der gravierendsten politischen Veränderungen in der deutschen Nachkriegsgeschichte, Fiskalpakt und ESM, schnellstmöglich ungeprüft durchzuwinken.
Die meisten als „Volksvertreter“ bezeichneten Personen erkennen hierin offenbar eine sehr wichtige Aufgabe, die sie gerne wahrnehmen. Aber offensichtlich wissen sie nicht, was sie da abnicken. Selbst die größten Experten müssen noch größere Experten fragen, um die vorgelegten Papierberge einigermaßen beurteilen zu können. Eines ist jedoch von Beginn an klar. Damit Guthaben und Schulden noch ein wenig länger exponentiell wachsen können, müssen Rechtsstaatlichkeit und „Demokratie“ (was auch immer man darunter verstehen mag) immer weiter beseitigt werden.
Diese grundlegenden Zusammenhänge kann im Prinzip jeder verstehen und leicht nachvollziehen, der sich einmal mit den mathematischen Grundlagen des Finanzsystems auseinandergesetzt hat. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass einen die erforderlichen Informationen erst einmal erreichen, um darüber nachdenken zu können. Wer jedoch stattdessen auf Lobbyisten hört und vertraut, um den eigenen Mangel an Wissen zu verbergen, der läuft natürlich Gefahr, daraus die aus seiner verfälschten Sicht richtigen aber objektiv falschen Schlussfolgerungen abzuleiten.
Es gibt nur eine Möglichkeit, den parlamentarischen Durchwinkern die notwendigen Informationen (an ihren „Beratern“ vorbei) zukommen zu lassen und somit ihre offensichtliche Instrumentalisierung möglicherweise zu stoppen. Hierfür benötigen wir jedoch die Medien, also die zweithöchste Macht in der Hierarchie – nach dem Kapital. Doch leider ist auch dieses Instrument abhängig vom Kapital und somit nicht leicht aus seiner Kontrolle zu entreißen.
Interview mit krisenfrei: “Je früher der Crash desto besser!”
In diesem Interview äussert sich Dieter Sordon zur aktuellen Lage. Der Mann, der sich seit Jahrzehnten intensiv mit den Finanzmärkten beschäftigt und auch durch seine viel frequentierten Seiten krisenfrei.de und krisenfrei.wordpress.com immer auf dem neuesten Stand der Dinge ist, schwimmt bewusst gegen den Strom, will sich von keiner Seite vereinahmen lassen.
Es ist eine wahrhaftige „Wall of text“ geworden, die unsere Leser hoffentlich trotzdem so interessant finden wie wir selbst.
uhupardo:
Dieter, Sie machen mit ihrer täglich aktualisierten Link-Liste krisenfrei.de und Ihrem Blog krisenfrei.wordpress.com einen hervorragenden Job, der mit Sicherheit viel Zeit kostet. Viele der Uhupardo-Leser werden das wissen. Heute haben Sie sich freundlicherweise für ein Interview zur Verfügung gestellt. Die wirtschaftliche Situation ist komplett verfahren, der Euro droht in die Luft zu fliegen, die schlechten Nachrichten geben sich die Klinke in die Hand. Jeder kennt die Lage mehr oder weniger gut, deswegen müssen wir jetzt nicht anfangen aufzuarbeiten, was falsch gelaufen ist und wer Schuld hat an dem Schlamassel. Deswegen lautet die direkte Frage: Was jetzt? Wo liegen die Lösungen? Was müsste ab heute geschehen?
krisenfrei:
Ich nehme an, Sie wollen eine ehrliche Antwort von mir und kein Drumherumgerede. In den nächsten Wochen soll der ESM und Fiskalpakt für die Euro-Zone verabschiedet werden. Dieses Monster darf unter gar keinen Umständen kommen, weil 1.) die EU-Staaten damit ihre finanzpolitische Souveränität verlieren und 2.) die gigantische Schuldenmacherei erst so richtig beginnt.
Der Euro ist definitiv nicht mehr zu retten. Er war von Anfang eine Fehlkonstruktion. Alles was hochdotierte Ökonomen in den Mainstream-Medien, ob Geuro-, Süd- oder Nordeuro, von sich geben, ist Unsinn und nichts anderes als Schönfärberei. Unsere Volkszertreter, bis auf ganz wenige, haben keine Ahnung oder haben irgendwelche merkwürdigen Drogen eingeworfen, die ihr Gehirn komplett vernebeln.
Was ab heute geschehen müsste? Nicht Griechenland oder sonstige hochverschuldete Euro-Länder müssten zur alten Währung zurückkehren, sondern Deutschland. Je länger der Euro aufrecht erhalten wird, desto gewaltiger der Aufprall gegen die Wand. Natürlich würde die D-Mark sofort 30 – 40 Prozent aufwerten. Eine Gegenfrage: Was meinen Sie, was dann mit dem US-Dollar passieren würde? Würde das den Amerikanern gefallen?
Das häufig genannte Argument bei einer Rückkehr zur D-Mark, das die Politiker uns einreden, sei ein Anstieg der Arbeitslosigkeit, ist pure Angstmacherei. Dieses Problem hatte Deutschland zu Zeiten der D-Mark häufiger. Man darf dabei nicht vergessen, dass eine starke D-Mark die Einfuhren entsprechend verbilligt. Dieser Vorteil wird aber gerne verschwiegen.
uhupardo:
Deutschland tritt aus und sagt “So, wir sind weg, nun macht mal ohne uns weiter”? Damit ist dann alles geregelt? Und was glauben Sie, passiert zuerst: Der Euro-Austritt Deutschlands oder dass der Papst sein Doppelbett bei Ikea kauft? Spielen wir jetzt Science-Fiktion-Wunschkonzert?
krisenfrei:
Nein, natürlich hätte der Euro ohne Deutschland keine Überlebenschance. Er hat sie aber auch nicht mit Deutschland. Bisher war Deutschland der Zahlmeister der EU. Das kann sowohl für Deutschland und für die anderen EU-Länder auf Dauer nicht von Vorteil sein. Deutschland hat weit mehr Schulden, inklusive Garantien für EFSF, ESM … usw. als offiziell angegeben. In meinem letzten Artikel, „Europa scheitert am Euro“, finden Sie auf Seite 9 eine entsprechende Auflistung hierzu.
Nicht nur Deutschland sollte den Euro verlassen, sondern alle Euro-Länder. Jedes dieser Länder sollte zu seiner alten Währung zurückkehren. Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Ein Land muss halt den Anfang machen.
Schauen Sie sich doch nur Spanien an. Rajoy wollte niemals unter den Rettungsschirm. Jetzt hat auch Spanien die Troika im Nacken. Soll das so weitergehen?
Bis zum Freitagabend habe ich etwa zwei Dutzend ernst zu nehmende Versionen zur Kenntnis genommen, was nach der Griechenland-Wahl vom Sonntag mit dem Euro und mit Ihrem Geld geschehen könnte. Am Ende erscheint mir die von Friedrich Merz, Vorstand des Vereins Atlantik-Brücke und im Nebenberuf unter anderem Aufsichtsrat von Borussia Dortmund, besonders plausibel: Griechenland sei unter den jetzigen Bedingungen wirtschaftlich „nicht überlebensfähig“, doch wie der Austritt des Landes aus der Eurozone vonstatten gehen solle, bleibe offen. „Ich glaube nicht, dass der Euro in der heutigen Konstellation noch in einem Jahr bestehen wird“, gab Merz am Freitag den Teilnehmern eines Mittelstandsforums von GE Capital in Frankfurt mit auf den Weg.
Zur Erinnerung: Merz war vor zehn Jahren in der CDU der ärgste Rivale von Angela Merkel. Durch sein Wirken in der Atlantik-Brücke verfügt er über eine ganze Reihe von exklusiven Informationen zum transatlantischen Verhältnis und als Partner der internationalen Anwaltskanzlei Mayer Brown LLP sowie durch einige weitere Aufsichtsratsmandate auch über intime Kenntnisse der europäischen Unternehmenslandschaft.
Nun werden Sie sich als Beobachter der Finanzmärkte sicher fragen, warum der Euro ausgerechnet in den vergangenen Tagen gegenüber dem Dollar stark geworden ist. Hat ihn die Hoffnung nach oben getrieben, Griechenland werde sich nach der Wahl vom Euro trennen und dadurch eine Last von ihm nehmen? Unwahrscheinlich, denn zum einen machen die Griechen nur einen Mini-Bruchteil im Eurosystem aus, und zum anderen ist ja immer noch nicht ausgeschlossen, dass ihr Abschied vom Euro eine neue Spekulationswelle gegen ihn auslösen könnte.
„Frau Merkels Mantra gilt umgekehrt: „Europa scheitert am Euro„. Wann gab es jemals soviel Spannungen, Missgunst und Unfrieden unter den Europäer nach 1945 wie jetzt? Der Euro ist kein Friedens-projekt für Europa; er polarisiert und weckt den schäbigsten nationalen Eigenutz: Deutschland soll für alle zahlen. Dabei tut es das seit der Euro-Einführung. Ohne Deutschlands Leistungsbilanzüber-schüsse schreibt die Euro-Zone (mit Ausnahme der Niederlande, Luxemburgs,Österreichs und Finnlands) tiefrote Zahlen und der Euro wäre längst am Ende. Deutschland profitiert nicht vom Euro, es zahlt für ihn. Jetzt soll aus der privaten Transferunion eine aus Steuermitteln finanzierte werden. Nur eine Rückkehr zu nationalen Währungen kann diese – inzwischen vom Bundesverfassungs-gericht untersagte – „Automatik“ stoppen. Doch Frau Merkel scheint das nicht zu kümmern.“(Prof. Dr. W. Hankel)
Das Euro-Abenteuer muss beendet werden – sofort! Der Euro hat den Bürgern in der Euro-Zone schon viel zu viel Schmerzen bereitet. Die Schulden in den Euro-Ländern haben sich in den letzten Jahren dermaßen aufgetürmt, dass dieses Schuldenproblem in naher Zukunft zu mehrfachen Staatsbankrotten in Europa führen wird.
Griechenland ist definitiv pleite, denn die Staatsschulden können nie und nimmer zurückgezahlt werden. Alle Rettungsversuche aus Brüssel sind gescheitert, weil die vielen Mrd.-Rettungsgelder nicht beim griechischen Volk angekommen sind, sondern bei den europäischen Banken und deren Großkunden (Superreiche), die hochverzinsliche griechische Anleihen in ihren Büchern hatten. Die Griechen, besonders die Reichen haben mittlerweile ihr Vermögen ins Ausland transferiert. Ein ähnliches Problem hat jetzt Spanien mit seiner Bankenkrise.
Allein im März verschwanden von den spanischen Bankkonten 66,2 Mrd. Euro. Das meiste davon (ca. 26 Mrd.) haben die spanischen Bürger abgezogen. Internationale Anleger waren mit ca. 20 Mrd. dabei. Hinsichtlich Aktien u.a. Wertpapieren waren es über 22 Mrd. (Quelle: uhupardo)
Wohlgemerkt, nur in einem Monat. Seit Juli 2011 waren es satte 200 Mrd. Euro, wie folgende Grafik zeigt:
Die irische Bevölkerung hat Ende Mai mit 60,3 Prozent dem Fiskalpakt zugestimmt. Einhellige Meinungen der Mainstream-Medien: Investoren und der Finanzmarkt begrüßten diese Entscheidung. Unter’m Strich bedeutet dies nichts anderes, dass Irland von den Finanzhaien jetzt ein weiteres Mal ausgeplündert wird. So werden sie halt weiter unter dem Brüssel-Diktat leiden (müssen). Ein Austritt aus dem Euro wäre mittelfristig leichter zu ertragen gewesen.
Verlässt Griechenland den Euro ?
In wenigen Tagen steht eine erneute Parlamentswahl in Griechenland an. Neueste Umfragen deuten auf eine Mehrheit der Partei Syriza hin. Alexis Tsipras, der Chef der Linkspartei Syriza sagte sinngemäß: Dann lasst uns doch pleite gehen, wenn ihr euch traut …
Es wird damit gedroht, dass dann Griechenland vom Kapitalmarkt abgeschnitten wird. Hat nicht gerade u.a. dieser Kapitalmarkt mit hohen Zinsen und mit „Pleite-Wetten“ Griechenland in den Ruin getrieben? Gut, die Griechen haben mit ihrem gewaltigen Staatsapparat (Pünktlichkeitsprämien, 14. Monatsgehalt …) weit über ihre Verhältnisse gelebt. Finanziert wurden derartige Geschenke auf Pump. Der Euro und der niedrige Zins, machten es den unverantwortlichen Politikern leicht, derartige Geschenke auf Kosten explodierender Staatsschulden zu verteilen – bis hin in den Staatsbankrott, der schon längst Fakt ist.
Wer aber ist bei einem Euro-Austritt oder einem Staatsbankrott Griechenlands wirklich der Gelackmeierte? Je pleiter Griechenland wird, desto schmerzhafter für die EZB (die im unternehmerischen Sinne auch pleite ist), den europäischen Banken und den Superreichen, die Griechenland-Anleihen halten. Daher wird von der Troika mit aller Macht versucht, die Griechen im Euro zu halten.
Den kompletten Artikel mit einem Abschlusskommentar von Peter Boehringer finden Sie hier.
Vieles was wir glauben zu wissen, wird uns durch die Medien suggeriert. Dies geschieht über eine manipulierte Informationsflut, die uns gezielt vermittelt wird. Wir sollten realisieren, dass diese Dinge grundsätzlich von Menschen verbreitet werden, die ein Interesse an der Verbreitung solcher Informationen haben. Vieles, was uns die Medien glaubhaft machen wollen, wird mit System, mit Absicht und mit hohem Geldeinsatz gestreut.
Bereits die reisserische Headline dieses Pseudo-Kunstwerkes ist darauf angelegt, Ängste zu schüren. In der Einleitung wird dargelegt, „55 Prozent der Bundesbürger halten laut dem neuesten Deutschlandtrend die Einführung des Euro für einen Fehler, das sind neun Prozentpunkte mehr als noch vor einem halben Jahr“.
Wer sich nicht erst seit gestern mit dem gesamten Themenkomplex beschäftigt, über ein Mindestmaß an ökonomischem Grundverständnis verfügt und/oder nahezu täglich die Stimmung im Volk beobachtet, wird diese Aussage mit einem dicken Fragezeichen versehen und den Prozentsatz der EURO-Gegner weitaus höher einschätzen.
Die Autoren gehen dann der Frage nach, ob es überhaupt möglich wäre, die Euro-Zone zu verlassen und welche Folgen dieser Schritt nach sich ziehen würde. Richtigerweise folgt danach der Hinweis, dass sich unsere Politik bei diesem Thema wegduckt und ausschweigt.
Es folgt die Behauptung, der politische Schaden für Deutschland sei gigantisch und ein solcher Schritt sei wirtschaftlich höchst rikant!
Man versucht diese These mit einem Zitat des Bundesbank-Präsidenten, Herrn Weidmann „Ein Zerfall der Währungsunion wäre mit extrem hohen Kosten und Risiken verbunden, die niemand wirklich vorhersehen kann. Aus diesem Grund kann ein solches Szenario nicht das Ziel des Handelns der politisch Verantwortlichen sein.“ zu unterfüttern und ergänzt diesen Argumentationsstrang mit einem weiteren Weidmann-Zitat: „Das darf andererseits nicht heißen, dass Deutschland erpressbar wird und Haftung ohne Kontrolle verspricht. Denn das würde die Stabilitätsgrundlagen der Währungsunion aushöhlen.“
Es ist immer wieder spannend, zu beobachten, wie bestimmte Anlegerkreise auf Entscheidungen der Zentralbanken oder auch nur auf deren Wortakrobatik reagieren. Zwei besonders bezeichnende Beispiele dafür gab es in der abgelaufenen Woche: die erste Zinssenkung durch Chinas Zentralbank seit 2008 und die zum Teil mysteriösen Andeutungen von US-Notenbankchef Ben Bernanke. Beide Ereignisse standen zwar nicht in unmittelbarem Zusammenhang, aber in beiden Fällen ging es um die Konjunktur.
Ein Großteil der Anleger, in erster Linie Börsenspieler, interpretierte die chinesische Zinssenkung vor allem als Eingeständnis einer schwachen Konjunktur. Das war ein Mal um die Ecke gedacht, gilt doch jede Zinssenkung zunächst als positives Signal, als Stimulus für die Wirtschaft und damit vorab auch für die Börse. Doch unter Börsenspielern kommt es in letzter Zeit spontan immer mehr zu gegenteiligen Interpretationen, die kurzfristig das sprichwörtliche Herdenverhalten auslösen. Nach wenigen Tagen ist der Spuk dann wieder vorbei, und der gesunde Menschenverstand setzt sich gegen die Herde durch.
Im Fall China kommt hinzu, dass das Land nach wie vor ein starkes Wirtschaftswachstum hat und es auch beibehalten wird. Dazu gehört eine vermeintliche Marginalie, die jedoch für alle Goldfans von größtem Interesse sein dürfte: Chinesen kaufen für private Zwecke immer mehr Gold. Das wäre normalerweise kaum erwähnenswert, hätte der Goldpreis nicht ausgerechnet im Gefolge der chinesischen Zinssenkung abwärts reagiert. Warum das? Weil die Börsenspieler sich mit der folgenden Fehlinterpretation für einen Tag durchgesetzt haben: China senkt den Zins, also tendiert die chinesische Wirtschaft schwach, folglich werden die Chinesen weniger Gold kaufen. Das ist selbstverständlich Unsinn, was der Goldpreis denn auch bis Freitagabend bestätigt hat, weil er wieder gestiegen ist.
Gestern bei „heute nacht“ (23:40 Uhr) im ZDF. Ein kurzer Bericht über das Bilderberg-Treffen vom letzten Wochenende.
Von einem Propagandavideo ist die Rede. Und so etwas nennt das ZDF objektive Berichterstattung?
Für so einen Müll werden wir auch noch abGEZockt!
Schaut’s euch an – einfach nur lächerlich.
Der nächste Krieg wird herbeigelogen: Das Beweisfoto von Al Houla stammt von 2003
Niki Vogt
Der italienische Fotograph Marco di Lauro sagte, er sei fast vom Stuhl gefallen, als er sein Bild aus dem Irak 2003 als Beweisfoto zur Schlagzeile des Massakers in Al Houla in der Zeitung sah. Er konnte kaum glauben, daß sein altes Foto irrtümlich in diesem Zusammenhang gebracht wurde. Da hat der Mann wahrscheinlich recht. Es wird wohl kein Irrtum gewesen sein.
Das besagte Foto zeigt eine Ansammlung von weißen Leichensäcken, die Skelette enthalten. Sie wurden im März 2003 in der Wüste in Al Mussayyib südlich von Bagdad gefunden worden waren. Ein irakischer Junge springt über die Reihen der aufgereihten Leichen. Das Foto nahm Di Lauro am 27. März 2003 im Irak auf.
Hier die Facebookseite von Marco die Lauro: http://www.facebook.com/photo.php?fbid=10150999096543125&set=a.10150999096533125.482292.632908124&type=1&theater
„Die Bürger wurden also schon in früheren Jahrhunderten mittels Gewalt und Tricks der jeweiligen Herrscher um die Kaufkraft ihres Geldes gebracht. Aus Sicht von Reinhart und Rogoff sind «die modernen Notenpressen lediglich eine technisch fortschrittlichere und effizientere Methode zur Erreichung desselben Ziels» – der Umgehung von Schuldenrückzahlungen. Wie ihre Statistiken zeigen, ist die Inflation im 20. Jahrhundert tatsächlich sehr stark angestiegen. In vielen Industrieländern galt das Phänomen Inflation in den vergangenen Jahrzehnten als besiegt, angesichts der immensen Verschuldung zahlreicher Staaten könnte sich dies nun allerdings wieder ändern.
Murray Rothbard, US-amerikanischer Ökonom und Vordenker der Libertarian Party, sah die Wurzel des Papiergeld-Übels im Federal Reserve System, das 1913 durch die Unterzeichnung der Federal Reserve Act unter dem US-Präsidenten Woodrow Wilson geschaffen wurde. Die amerikanische Wirtschaft leide unter chronischer Inflation, die von der Fed geschaffen werde, schrieb Rothbard. Es sei die Aufgabe der Fed, private Geschäftsbanken bei der Inflationierung zu unterstützen, ihnen Reserven zukommen zu lassen und sie, wenn nötig, zu retten. So hat der Dollar seit der Gründung der Fed im Jahr 1913 ungefähr 95% seines Werts verloren. Im Jahrhundert davor war die Kaufkraft des Dollars hingegen weitgehend stabil geblieben.
Die Verwendung von durch nichts gedecktem Papiergeld sorgt aus Sicht mancher Ökonomen nicht nur für Inflation, sondern auch für eine Aufblähung des Finanzsektors sowie für rasante Auf- und Abschwungs-Zyklen. Historisch gesehen haben Staaten besonders von Inflation Gebrauch gemacht, wenn sie in den Krieg gezogen sind. Dies zeigte sich in den USA etwa im Vietnamkrieg. Im Jahr 1971 erklärte Präsident Richard Nixon, dass der Dollar nicht mehr länger in Gold konvertierbar sei, und brachte so das Bretton-Woods-System und den Goldstandard zu Fall. Da Gold als «Anker» für das Geld fehlte, hätten die Zentralbanker in der Folge stärker darauf achten müssen, eine übermässige Geldmengenausweitung zu verhindern. Wie die derzeitige Entwicklung zeigt, hat dies nicht funktioniert.“
Wer sich etwas eingehender mit den tieferliegenden Ursachen und Zusammenhängen des uns als „Euro-Krise“ entgegentretenden Desasters des geldsozialistischen Papiergeldystems beschäftigen möchte, sei besonders auf drei Publikationen von mir besonders geschätzter Austrians hingewiesen, die hierbei wertvolle Einsichten vermitteln: „Die Tragödie des EURO“ von Philipp Bagus, „Die Euro-Misere“ von Michael von Prollius und „Der Fluch des Papiergeldes“ von Thorsten Polleit, der im oben zitierten NZZ-Artikel ebenfalls ausführlich zu Wort kommt.