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Wozu braucht Amerika Majdan?

Posted by krisenfrei - 09/07/2014

Mit freundlicher Genehmigung von Niki Vogt (quer-denken)

09. Juli 2014  (Bild: Wikimedia Commons/A. Savin) von Sergej Glasjew. Prof. Dr. Sergej Glasjew ist seit 2012 ein enger Berater von Putin. Er ist Ökonom und Kybernetiker, Autor von mehr als 150 wissenschaftlichen Arbeiten, Mitglied der Russischen Akademie für Wissenschaften, er bekleidete hohe staatlicher Ämter, u.a. war er Minister für außenwirtschaftliche Beziehungen, und Duma-Abgeordneter. Er war zweimal als „Mensch des Jahrzehnts“ für seine herausragende Tätigkeit als Politiker und Ökonom ausgezeichnet. Dieser Aufsatz wird erstmalig in deutscher Sprache hier auf Quer-Denken veröffentlicht und zeigt die russische Sicht der Dinge auf.

Wozu braucht Amerika Majdan?

Der sich im Donbass verschärfende Krieg bringt beachtliche Gefahren für Rußland, Europa und die ganze Welt mit sich. Das mangelnde Verständnis dieser Risiken kann automatisch in einen lokal begrenzten und dann in einen Weltkrieg umschlagen. Die Darstellung dieses Krieges in den internationalen Massenmedien als Kampf der ukrainischen Macht für die Integrität des Landes ist genauso weit von den wahren Hintergründen entfernt, wie die Propaganda unter Hitler zur Rechtmäßigkeit des Angriffs auf Polen zum angeblichen Schutz Deutschlands gegen die polnische Aggression. Ebenfalls nicht wesentlich tiefgehend wird dieser Krieg in den russischen Massenmedien als Widerstand der Bevölkerung von Donbass gegen die nazistische Junta, die die Macht in Kiew rechtswidrig ergriffen hat, gedeutet.

Es ist jedoch unmöglich, diesen Krieg ohne ein Verständnis der Ursachen und der federführenden Kräfte, die zu der Eskalation des militärischen Konfliktes führten, beizulegen. Davon zeugen die bisher ergebnislosen Verhandlungen über die Beendigung der Gewalt und Überwindung der Krise in der Ukraine. Wären nicht alle Beteiligten daran interessiert, die Kriegshandlungen im Donbass einzustellen? Sie schaden doch der Ukraine, Rußland und Donbass selbst – und sie stellen eine Gefahr für Europa dar. Allerdings ist die westliche Seite ihren Verpflichtungen kein einziges Mal nachgegangen. Das stets gleiche Ergebnis aller Verhandlungen ist ein direkter Betrug seitens der USA und ihren Protegés in Kiew, die die Verhandlungen zur Täuschung und Desorientierung der Verhandlungspartner nutzen.

Verhandlungen als Täuschung
Zunächst haben die hochrangigen amerikanischen und europäischen Amtsinhaber die Wachsamkeit von Janukowitsch mit Zureden zur Nichtanwendung der Gewalt eingeschläfert und die Nationalisten dazu verleitetet, Janukowitsch gewaltsam zu stürzen und dann ihre Marionettenregierung an die Macht zu bringen. Anschließend begannen die westlichen Vertreter auf Putin einzureden, keine Gewalt anzuwenden –  gleichzeitig hetzten sie die unter ihrer Kontrolle befindliche Kiewer Junta auf, mit Repressionen auf die russische Bevölkerung in der Ukraine loszugehen.

Unmittelbar nach dem erreichten Übereinkommen über die Abrüstung der nicht legitimen Einheiten und den Beginn des nationalen Dialoges, traf der Vizepräsident der USA, Biden, in Kiew ein, wo er die Handlungen der Junta zu unterstützte. Daraufhin startete eine Vergeltungsoperation der ukrainischen Armee gegen den Widerstand von Donbass.

Während die Regierungen der USA und der EU dem russischen Präsidenten ununterbrochen ihre Treue zum Frieden beteuerten und zur Beendigung der Gewalt aufriefen, unterstützen sie in Wirklichkeit konsequent die Verstärkung des Terrors des ukrainischen Militärs gegen die Bevölkerung vom Donbass. Sobald Rußland die Vereinbarungen über die Entschärfung des Konfliktes erfüllte und seine Truppen von der ukrainischen Grenze abzog, verstärkte die nationalistische Junta ihre Militärkräfte in der Konfliktzone drastisch: Es erfolgtem Luftangriffe und der Einsatz von Panzertechnik gegen die Bevölkerung des Donbass.

Die Fakten sprechen dafür, daß die Amerikaner die Verhandlungen ausschließlich zur Irreführung ihrer Verhandlungspartner genutzt haben. Indem sie sich als Friedenstifter und Menschenrechtler ausgaben, ebneten sie für sich in Wirklichkeit den Weg zu einer gewaltsamen Machtübernahme durch Nationalisten. Im Anschluß wurden deren bewaffneten Kämpfer unterstützt und legalisiert – und zum Einsatz in der Armee gegen die russische Bevölkerung verleitet. Gleichzeitig wird Rußland in den durch Amerika und ihren Protegés kontrollierten Massenmedien für alles und jedes die Schuld zugeschoben. So wird das Bild Rußlands als Feind der Ukraine sowie als Vogelscheuche für Europa fleißig geformt.

Die hasserfüllte Verlogenheit sowie die historisch bedingte Russophobie der ukrainischen und internationalen TV-Kanäle lassen keinen Zweifel daran, daß wir es mit einer militärisch-propagandistischen Maschine zu tun haben, die repressiv gegen sämtliche objektiv berichtende Journalisten vorgeht und die Bevölkerung in den Zustand einer antirussischen Psychose versetzt.

Daraus folgt, daß die USA von Beginn der ukrainischen Krise an, konsequent eine Strategie verfolgt, den Konflikt zu einem ukrainisch-russischen Krieg zu schüren, indem sie alle begangenen Verbrechen der nationalistischen Junta rechtfertigt, sie finanziert und aufrüstet, alles diplomatisch abdeckt und ihre europäischen Alliierten dazu zwingt, dasselbe zu tun. Das wirft die Frage auf, wozu sie das tun?

Sicher nicht um der Ukraine Willen, die durch diesen Krieg zur Spaltung und einer humanitären und wirtschaftlichen Katastrophe verurteilt wird. Sicherlich auch nicht um den Willen abstrakter Absichten für den Schutz demokratischer Rechte und Freiheiten, die tagtäglich durch die nationalistische Junta skrupellos mit Füßen getreten werden, indem sie Massenmorde an eigenen Landesleuten begehen.

An der Rhetorik und den Handlungen der amerikanischen Politiker und Machtvertreter läßt sich gut erkennen, daß dieser Krieg von Seiten der USA gegen Rußland gerichtet ist, wobei die nationalistische Junta ausschließlich als Werkzeug in Händen der amerikanischen Führung agiert, während das ukrainische Volk als „Kanonenfutter“ benutzt –  und dabei zugleich als Opfer der russischen „Aggression“ dargestellt wird.

Dieser Krieg zielt unmittelbar darauf ab, die Ukraine von Rußland zu trennen, was vormals noch von Bismarck als das wichtigste geopolitische Ziel gesetzt wurde und gegenwärtig von Brzeziński verfochten wird. Seine russophobische Formel, daß Rußland ohne Ukraine keine Macht mehr sein kann, wurde zum Leitmotiv der gesamten amerikanischen Politik im postsowjetischen Raum. Auf dieses Ziel haben die USA in den letzten zwei Jahrzehnten nach dem Zerfall der UdSSR zugesteuert und nach den Informationen von Nuland, Assistant State Secretary der USA, wurden über 5 Mrd. Dollar in das Heranwachsen der anti-russischen politischen Elite in Kiew investiert.

Nach den Plänen der NATO-Strategen muß die Abtrennung der Ukraine von Rußland so gestaltet werden, daß die Ukraine der Europäischen Union als Assoziation untergeordnet wird, wodurch Kiew seine Souveränität im Bereich der außenwirtschaftlichen Tätigkeit, der Außen- und Verteidigungspolitik an Brüssel übergibt. Als Janukowitsch verweigerte, das Abkommen über die Assoziation zu unterschreiben, hat die USA das so aufgefaßt, daß die Ukraine dieser geplanten Unterordnung [unter westliche Vorherschaft] entgleitet und die Gefahr besteht, daß sich der natürliche Prozeß der Wiederherstellung des einheitlichen Wirtschaftsraumes mit Rußland fortsetzt.
Um den Beitritt der Ukraine in die Zollunion mit Rußland, Weißrußland und Kasachstan zu verhindern und die Ukraine auf den Weg zur europäischen Integration zurückzuholen, wurde ein Staatsstreich organisiert, nach dem die führenden EU-Politiker eilig ein Abkommen mit der nicht legitimen, nazistischen Junta über die Assoziation unterzeichneten. Dieses Abkommen widerspricht in seinem politischen Teil der ukrainischen Verfassung.

Nachdem Poroschenko zum Präsidenten ausgerufen wurde, erklärte er sich bereit, das Abkommen in vollem Umfang zu unterzeichnen, trotz dessen Unvereinbarkeit sowohl mit der Verfassung als auch mit den nationalen Interessen der Ukraine.

Wie allerdings das heutige Vorgehen der USA zeigt, genügt ihnen der Übergang der Ukraine unter die Jurisdiktion der EU im Rahmen des Kiew aufgezwungenen Abkommens über die Assoziation allein nicht. Sie wollen die Ukraine und Rußland in einem Militärkonflikt aufeinanderprallen lassen und die Europäische Union in diesen Konflikt hineinziehen. Die USA nötigen die ihnen unterworfene, nationalistische Junta, einen groß angelegten Krieg im Donbass zu führen. So lassen sie im Zentrum von Europa einen sich ausdehnenden Krater des Chaos entstehen, der darauf abzielt, zunächst Rußland in den Bruderkrieg – und dann die nahe liegenden europäischen Länder in den Konflikt hineinzuziehen. Das wird gemacht, um nicht nur Rußland zu schwächen, sondern auch die Situationder EU zu verschärfen.

Krieg als Quelle des Aufstiegs der USA
Die historische Erfahrung zeigt, daß Kriege in Europa eine wichtige Quelle für den wirtschaftlichen Aufstieg und das Wachstum der politischen Macht der USA waren. Die USA stieg nach dem ersten und zweiten Weltkrieg zu einer Supermacht auf. Die Kriege zogen einen gigantischen Abfluß des Kapitals und kluger Köpfe aus den unter einander bekriegten europäischen Ländern nach Amerika nach sich.

Der Dritte Weltkrieg, der ein kalter Krieg blieb, endete mit dem Zerfall des internationalen, sozialistischen Systems, was der USA einen Zustrom von über einer Billion Dollar, Hunderttausende Fachleute, Tonnen von Plutonium und anderer Wertstoffe zahlreicher, einzigartiger Technologien bescherte. All diese Kriege wurden unter einer aktiven Beteiligung der amerikanischen „fünften Kolonne“ provoziert, vertreten durch kontrollierte, finanzierte und von den amerikanischen Geheimdiensten unterstützte Spione, Oligarchen, Diplomaten, staatliche Beamte, Geschäftsleute, Experten und Vertreter des öffentlichen Lebens. Heute ist die USA mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten konfrontiert und versucht in Europa einen erneuten Krieg zu entfesseln, um die im Folgenden beschriebenen Ziele zu erreichen.

  • Rußland der Aggression zu beschuldigen ermöglicht, finanzielle Sanktionen zur Einfrierung (Abschreibung) der amerikanischen Verpflichtungen gegenüber russischen Strukturen vorzunehmen. Dier handelt es sich um Summen von mehreren Hundert Milliarden Dollar – was die überdimensionalen Schuldlast der USA erleichtert.
  • Die Einfrierung der russischen Aktiva in Dollar und Euro führt dazu, daß die Eigentümer der Guthaben ihren Verpflichtungen bei hauptsächlich europäischen Banken nachkommen konnen – was für diese Banken immense Schwierigkeiten bishin zum Bankrott mancher bedeutet. Eine Destabilisierung des europäischen Bankensystems wird den Kapitalabfluß in die USA zur Aufrechterhaltung der Dollar-Pyramide ihrer Schuldverschreibungen fördern.
  • Die Sanktionen gegen Rußland werden den EU-Ländern einen Schaden in der Höhe von ca. einer Billion Euro bescheren, was den ohnehin schlechten Zustand der europäischen Wirtschaft noch weiter verschlechtern und ihre Lage im Wettbewerb mit den USA schwächen wird.
  • Die Sanktionen gegen Rußland erleichtern die Verdrängung des russischen Gases aus dem europäischen Markt, um es durch amerikanisches Schiefergas zu ersetzen. Dasselbe betrifft den multi-milliarden-schweren osteuropäischen Markt für AKW-Kernelemente, welcher technologisch an den Lieferungen aus Rußand orientiert ist.
  • Das Hineinziehen der europäischen Länder in den Krieg mit Rußland wird ihre politische Abhängigkeit von den USA verstärken, was es diesen leichter macht, der EU die Zone des Freien Handels unter für die USA günstige Bedingungen aufzuzwingen.
  • Der Krieg in Europa gibt Anlaß, die MIlitärausgaben im Interesse des Rüstungsindustrie-Komplexes der USA zu erhöhen.
  • Die USA selbst verlieren bei einem neuen Krieg, den sie in Europa auslösen, nahezu nichts. Im Unterschied zu europäischen Ländern handeln sie wenig mit Rußland, ihre Märkte sind kaum an Lieferungen aus Rußland gebunden. Wie bei den anderen europäischen Kriegen werden sie reine Gewinner.
  • Folglich riskieren die USA gar nichts und gewinnen todsicher, wenn sie die nationalistische Junta gegen Rußland aufhetzen. Die amerikanischen Berater reden ihren Protegés in Kiew die Nutzung der brutalsten Waffen gegen die Bevölkerung ein: Sprenggranaten, Kassetten-Fliegerbomben und Minen. Das Kalkül ist: Je mehr Opfer es werden, desto höher die Erwartung, daß Rußland militärisch zum Schutz der russischen Bevölkerung eingreifen wird, desto höher Möglichkeit für einen neuen Krieg in Europa und somit desto höher der Gewinn von Amerika.
  • Dieser Gewinn läßt sich nicht nur in Geld messen. Der Hauptgewinn, weshalb die USA einen neuen Weltkrieg provozieren, besteht in der Erhaltung ihrer weltweiten Vorherrschaft unter der Bedingung globaler Strukturveränderungen, welche aus dem Wechsel der technologischen Ordnungen hervorgehen.

Wie Forschungen zeigen, ist es für die fortgeschrittenen Länder schwierig, in den Perioden eines solchen globalen, technologischen Wandels ihre Führungsposition zu behalten. Auf der Welle eines neuen, technologischen Aufschwungs stoßen die Entwicklungsländer nach vorne, die die Voraussetzungen dafür erfolgreich geschafft haben. Im Unterschied zu den fortgeschrittenen Ländern, die durch Überkapitalisierung und veralteten Produktionen mit der Weltwirtschaftsrrise konfrontiert sind, haben sie die Möglichkeit, einer Massenentwertung des Kapitals zu entgehen und es in vorstoßende Wachstumsrichtungen zu investieren.

Um ihre Führungsposition aufrechtzuerhalten, sind die fortgeschrittenen Länder gezwungen, zu Machtmethoden in der Innen- und Außenpolitik zu greifen. In diesen Perioden steigt die militärisch-politische Spannung sowie das Risiko internationaler Konflikte drastisch an. Davon zeugt die tragische Erfahrung der beiden vorherigen strukturellen Krisen der Weltwirtschaft.

So wurde die große Depression der 30er Jahre, die durch das Erreichen der Wachstumsspitze der im Anfang dieses Jahrhunderts dominierten technologischen Ordnung, „der Kohle und des Stahls“, bedingt wurde, durch die Militarisierung der Wirtschaft überwunden. Doch das mündete in die Katastrophe des Zweiten Weltkriegs.

Der Zweite Weltkrieg hat nicht nur den strukturellen Umbau der Wirtschaft mit breiter Anwendung der Verbrennungsmotoren und der organischen Chemie angespornt, er löste auch eine grundlegende Veränderung der Weltordnung aus: eine Zerstörung des damaligen Kerns des wirtschaftlichen Systems (europäischer kolonialer Imperien) sowie die Bildung der zwei globalen, zueinander in Konfikt stehenden politisch-ökonomischen Systeme. Die führende Position des amerikanischen Kapitalismus mit dem Eintreten/Austreten in die neue lange Welle des Wirtschaftswachstums war durch eine enorme Zunahme von Rüstungsaufträgen mit der damit einhergehenden Erschließung neuer Technologien gesichert. Diese Entwicklung beförderte den Zustrom des Weltkapitals in die USA – während es gleichzeitig zur Zerstörung des Produktionspotenzials und der Entwertung des Kapitals der wichtigsten Konkurrenten führte. 

Die Depression Mitte der 70-er bis Anfang der 80-er Jahre löste ein Wettrüsten bei Raketen- und Weltalltechnik aus. Die damit verbundene, breite Entwicklung und Anwendung von Informations- und Kommunikationstechniken bildete den Kern einer neuen technologischen Ordnung. Der darauf folgende Kollaps des internationalen sozialistischen Systems, welches es nicht schaffte, rechtzeitig die Wirtschaft auf die neue technologische Ordnung umzustellen, ermöglichte es den führenden kapitalistischen Ländern, die Ressourcen der früheren sozialistischen Länder für das „weiche Umsteigen“ auf die neue lange Welle des Wirtschaftswachstums zu nutzen. Die Kapitalausfuhr und Abwanderung der Intelligenz aus den vormaligen sozialistischen Ländern und die Kolonisation ihrer Wirtschaft erleichterte den strukturellen Umbau der Volkswirtschaften in den Ländern, die den Kern des weltweiten kapitalistischen Systems darstellten. Es waren diese Länder, die zuvor die Etablierung der neuen technologischen Ordnung durch das Wettrüsten im Kosmos stimuliert hatten. Auf derselben Wachstumswelle der neuen technologischen Ordnung stiegen aber auch neue Industrie-Länder empor, die es schafften, die Schlüsselproduktionen rechtzeitig auszubauen und die Voraussetzungen für deren schnelles Wachstum in globalem Ausmaß anzulegen.
Politisches Ergebnis war die liberale Globalisierung unter der Vorherrschaft der USA als Emittent der Hauptreservewährung.


Teile und herrsche!
Die Ausschöpfung des Wachstumspotenzials der dominierenden technologischen Ordnung erwies sich später als Ursache der globalen Krise und Depression, welche
weltweit die führenden Länder in den letzten Jahren erfaßt. Die Überwindung der Krise wird auf der Aufschwungswelle einer neuen technologischen Ordnung stattfinden, die auf Nano- und Biotechnologien basiert.

Selbst wenn der Schwerpunkt der Anwendung dieser Technologien nicht mit der Produktion der Militärtechnik verbunden ist, wird das Wettrüsten und die Zunahme der Ausgaben im Rüstungsbereich normalerweise zum wichtigsten Faktor der schnellen Etablierung einer neuen technologischen Ordnung.

Es ist so, daß die liberale Ideologie, die in den regierenden Kreisen der USA und deren NATO-Alliierten dominiert, dem Staat keinen weiteren Anlaß für eine Ausdehnung der Einmischung in die Wirtschaft gibt, außer wenn dies für die Rüstung erforderlich ist. Ergibt sich die Notwendigkeit, durch staatliche Nachfrage die neue technologischen Ordnung anzukurbeln, greift die [Rüstungs]-Industrie bevorzugt zu einer Verschärfung der militärisch-politischen Spannung, um den Staat dazu zu bringen, die modernste Technik verstärkt zu kaufen. Gerade vor diesem Hintergrund sollte gesehen werden, warum Waschington eine Verschärfung des Kriegs in der Ukraine antreibt: als Instrument zur Umsetzung der globalen Aufgabe, ihren dominierenden Einfluß weltweit aufrechzuerhalten.

Neben der durch den Wechsel vorherrschender technologischer Ordnungen bedingten strukturellen Krise der Weltwirtschaft, findet gegenwärtig ein Übergang zum neuen säkularen Zyklus der Kapitalanhäufung statt, was die Risiken zur Entfesselung eines Weltkriegs noch verschärft. Der vorangegangene Übergang von kolonialen Imperien der europäischen Länder zu globalen Konzernen als führende Organisationsform der Weltwirtschaft ging durch die Entfesselung der drei Weltkriege vonstatten. Der Ausgang dieser drei Weltkriege ging mit grundlegendsten Veränderungen in politischen Systemen weltweit einher.

Der erste Weltkrieg führte zum Einsturz der monarchistischen Staatsform, welche die Expansion des nationalen Kapitals zügelte. Infolge des zweiten Weltkriegs brachen die kolonialen Imperien zusammen, welche den länderübergreifenden Kapitalfluß bremsten. Nach dem Zerfall der UdSSR infolge des dritten, kalten Weltkrieges ergriff der Kapitalfluß die ganze Welt undden transnationalen Konzernen stand nun die Weltwirtschaft zur Verfügung.

Damit ist die Geschichte noch nicht zu Ende.
Die Entwicklung der Menschheit erfordert neue Organisationsformen der globalen Wirtschaft, die eine nachhaltige Entwicklung sowie eine Abwendung planetarischer, einschließlich ökologischer und kosmischer Gefahren ermöglichen. Unter den Bedingungen der liberalen Globalisierung, die nach den Interessen der transnationalen, haupsächlich anglo-amerikanischen Konzernen ausgerichtet sind, bleiben diese Herausforderungen für die Existenz der Menschheit ohne Antwort.

Eine objektive Notwendigkeit für die Bändigung der weltweiten Oligarchie und eine Regelung des länderübergreifenden Kapitalflusses wird im ostasiatischen Modell der modernen Wirtschaftsorganisation erreicht. Nach dem Aufstieg von China, Indien und Vietnam im Anschluß an Japan und Korea fingen die scharfsinnigsten Forscher an, über den Übergang vom Anglo-Amerikanischen zum Asiatischen Säkularzyklus der Kapitalanhäufung zu reden.

Im Lichte der oben dargestellten globalen Veränderungen ist es einleuchtend, daß sich ein Kampf um die weltweit führende Rolle zwischen den USA und China entfaltet. Die USA gehen dabei zur Erhaltung ihrer Vorherrschaft nach dem bereits vertrauten Szenario der Entfesselung eines Weltkriegs in Europa vor. Sie versuchen, ihre Position erneut auf Kosten des Alten Europas zu festigen. Hierfür bedienen sie sich eines alten englischen, geopolitischen Prinzips „teile und herrsche“, schwören im Unterbewußtsein der politischen Elite die Russophobie  der europäischen Länder herauf und setzen auf ihren üblichen „Drang nach Osten“. Den Vermächtnissen von Bismarck und Ratschlägen von Brzeziński folgend, nutzen sie die Ukraine als Hauptlinie der Aufspaltung, wobei sie einerseits auf die Schwächung der Ukraine und eine aggressive Reaktion Rußlands bauen, sowie andererseits auf eine Konsolidierung der europäischen Länder mit ihrem gewöhnlichen Streben nach Kolonisierung der ukrainischen Gebiete.

Die Pläne der amerikanischen Geopolitiker scheinen exakt und die Aktionen fehlerfrei zu sein. Innerhalb eines halben Jahres haben sie einen Blitzkrieg durchgeführt, indem sie die Ukraine de facto okkupiert und die EU einer antirussischen Hysterie unterworfen haben. Die für die Organisation des Staatsstreiches ausgegebenen anderthalb Milliarden Dollar – infolge dessen sie eine Marionetten-Regierung an die Macht bringen und ihren eigenen Agenten als Präsident der Ukraine installieren und relativ legitimieren konnten – wurden bereits wettgemacht, indem sich die USA einen Teils der ukrainischen Aktiva [das Staatshold usw.] aneignete.

Russland hat es lediglich geschafft, die Krim vor der Besetzung durch das amerikanisch-nationalistische Regime zu retten. Der verblutende Donbass wird zu einer chronischen Zone des Militärkonfliktes zwischen der Ukraine und Rußland. Rußland wurde nach Meinung der amerikanischen Drahtzieher in eine politische Falle gelockt. Der Einsatz der russischen Armee für die Befreiung von Donbass würde ein Hineinziehen der EU und NATO in einen Krieg gegen Rußland garantieren.

Die Nicht-Anwendung von Gewalt, um die nazistische Junta zum Frieden zu nötigen, wird die Entstehung eines sich ausweitenden Kraters des Chaos mitten in Europa nach sich ziehen, der sich internationalisiert und zum Herd der Destabilisierung von Rußland wird.

Die Entwicklung eines regionalen und womöglich eines Weltkrieges – unter für die USA vorteilhaften Verhältnissen – scheint unvermeidlich zu sein. Rußland dagegen scheint zu einer schweren Niederlage verdammt zu sein: Zum einen wegen des bereits stattgefundenen Verlustes der Ukraine und zum zweiten wegen der Konsolidierung aller Industrienationen der Welt, einschließlich der NATO-Alliierten, auch Japan und Korea. Nach dem Plan der amerikanischen Geopolitiker soll die Niederlage Rußlands dazu führen, daß es wieder unter amerikanische Kontrolle zurückgebracht würde, wie es unter Jelzin der Fall war. Die damit einhergehende Schwächung Europas zöge seine wirtschaftliche Unterwerfung durch die Bildung der transatlantischen Freihandelzone unter amerikanischen Bedingungen nach sich. Somit erhofft sich Washington, seine Position zu stärken und die weltweite Vorherrschaft in Konkurrenz zum aufsteigenden China zu stärken.

In dieser „eisernen“ und zynischen Logik gibt es allerdings einen Haken.  Von den Archetypen der europäischen, zweihundertjahrealten Geopolitik ausgehend, haben Amerikaner mit ihrer Vorgehensweise die Leichen des europäischen Faschismus wiedererweckt und einen politischen Frankenstein in Kiew errichtet, der bereits beginnt, seine Eltern zu verschlingen. Das erste geplante Opfer wurde Janukowitsch und seine nahe Umgebung, die die ukrainische Nazisten zu Sparringspartnern herangezogen haben. Die nächsten Opfer waren die europäischen Politiker, die den Staatsstreich unterstützt – dann allerdings die Wahlen zum Europäischen Parlament verloren haben. Der Kiewer Frankenstein schleicht sich nun dicht an seine Mama, Ashton, heran und wird vielleicht bald auch seinen Vater drankriegen, nämlich Obama. Man sollte ihm lediglich helfen, den Weg zu finden.

Um den Krieg zu stoppen, müssen die ihn tragenden Kräfte gestoppt werden. Im jetzigen Stadium entwickelt sich der Krieg vorwiegend auf der wirtschaftlichen, Informations- und politischen Ebene. Bei aller Macht der USA –  ihre wirtschaftliche Überlegenheit basiert auf der Finanzpyramide der Schuldverschreibungen, die längst über ihre Stabilität hinaus gewachsen ist. Um sie zu stürzen würde es den wichtigsten Gläubigern der USA genügen, ihre gesammelten amerikanische Dollar und Schatzanweisungen auf den Markt zu werfen. Ein Zusammenbruch des Finanzsystems der USA würde natürlich große Verluste aller Besitzer amerikanischer Währung und Schatzpapiere nach sich ziehen. Diese Verluste wären aber zum einen kleiner für Rußland, Europa und China, als ein Schaden infolge eines neuen, von amerikanischen Geopolitikern entfesselnden Weltkriegs. Zum Zweiten: Je früher man aus der Finanzpyramide der amerikanischen Schuldverschreibungen aussteigt, desto weniger werden diese Verluste anfallen. Zum Dritten: Ein Crash der dollarbasierten Finanzpyramide würde es schließlich ermöglichen, eine Reform des weltweiten Finanzsystems auf dem Prinzip der Fairneß und des gegenseitigen Vorteils zu verwirklichen.

Die Beherrschung der Informationssphäre durch die USA ist ein Schlüsselfaktor für eine Zombierung der Europäer, womit die politische Führung europäischer Länder unter ihren Einfluß gestellt wird. Wie Alexander Newski allerdings einmal sagte, ist Gott nicht die Macht, sondern die Wahrheit. Man sollte dem Fluß von Lügen und Falsifikationen, der von den USA kontrollierten Massenmedien in die Welt ausgestrahlt wird, einen objektiven Informationsfluß über die sozialen Netze, das regionale und nationale Fernsehen entgegensetzen. Selbsverständlich wird das Bemühungen erfordern. Bei einer kreativen Angehensweise wird sich die Wahrheit ihren Weg bahnen, da die Gefahr eines neuen Weltkriegs jeden Menschen erschreckt und im letztlich motoviert, nach dessen Auslösern zu suchen. Das Unterbewußtsein der Öffentlichkeit der europäischen Völker, ganz besonders des ukrainischen Volkes, wird  –   bei richtiger Betrachtung der Folge von gegenwärtigen und vormaligen Faschisten und deren Komplizen  –  schnell die Greuel des letzten Krieges in Erinnerung rufen. Der von amerikanischen Geopolitikern großgezogene Frankenstein schneidet nicht besser als ein Jagdbomber unter Hitler ab. Eine objektive Wiedergabe der Information über die ukrainischen Nazisten würde schnell das Gefühl des Abscheus und Erschreckens bei den Menschen in Europa erwecken.

Die Vorherrschaft der USA in der Weltpolitik basiert letztendlich mehr auf der Gewohnheit ihrer Alliierten, Washington zu folgen, als auf realer Abhängigkeit europäischer und japanischer Politiker von der amerikanischen Residentur. Sobald die Dollar-Finanzpyramide beginnt auseinanderzufallen, werden Amerika die Geldmittel ausgehen, um ihre Militärbasen und globale Massenmedien zu finanzieren. Deutschland und Japan würden sich vom belastenden Gefühl besetzter Territorien befreien.

Selbsverständlich sollte die USA nicht als „Koloß auf tönernen Füßen“ dargestellt werden. Die amerikanischen Geopolitiker haben Massenvernichtungswaffen in ihren Händen, die in der Lage sind, die ganze Menschheit auszulöschen. Wenn daher Damen aus dem Weißen Haus ukrainische Nazisten für die „moderate“ Gewaltanwendung preisen, wird die Welt von Entsetzen über die verantwortungslose Dummheit und Großtuerei der Herrscher des Weisen Hauses gepackt. Diese Absichten wurden bereits unter den Präsidenten Eisenhower, Truman, die Korea mit Atombomben bewerfen wollten, unter Kennedy, der beinahe einen Atomkrieg gegen die UdSSR begann und unter Reagan, der mit Starwars drohte, demonstriert.

Die gegenwärtige Situation unterscheidet sich jedoch dadurch von der Epoche des kalten Krieges, daß die amerikanische Administration Rußland nicht als einen gleichwertigen Gegenspieler betrachtet und versucht, uns in einen Verliererzustand wie es bei Jelzin war, zurückzuversetzen. Amerikanische Berater der jetzigen wie auch der vorherigen Führung haben unermüdlich die Letztere von ihrer absoluten Überlegenheit gegenüber Rußland überzeugt, das als amerikanisches Dominion dargestellt wurde. Vom Zerfall der UdSSR berauscht, halten amerikanische Geopolitiker Rußland für die eigene, rebellierende Kolonie, die für immer gezähmt, als unabdingbarer Teil ihres Imperiums, ihnen gehört. Sie gehen davon aus, daß Rußland unter Bedingungen einer globalen Isolierung nicht lebensfähig wäre, wobei sie das Ausmaß ihres Einflusses sichtlich überschätzen. Diese Überschätzung der eigenen Fähigkeiten führt amerikanische Geopolitiker in die Irre. Einerseits erweckt es bei ihnen ein Gefühl, sie können sehr weit gehen, ohne dafür bestraft zu werden, wodurch das Risiko einer globalen Katastrophe entsteht. Andererseits stellt diese Überschätzung auch ihre Schwachstelle bei der Konfrontation mit einem realen Widerstand dar, zu dem sie moralisch und politisch gar nicht bereit sind. Die entschlossenen Handlungen der russischen Führung bei der Abweisung der amerikanisch-georgischen Aggression in Südossetien sowie bei der Rettung der Bevölkerung auf der Krim vor dem Völkermord durch die in den USA aufgepäppelten ukrainischen Nazisten, lassen ihnen keine Chancen auf den Sieg. Nachdem die USA und ihre europäischen Alliierten mit dem Widerstand von Assad konfrontiert wurden, schafften sie es nicht, Syrien zu besetzen. Sie konnten nur dort gewinnen, wo das Opfer wegen Demoralisierung oder des Verrates der herrschenden Elite keinen realen Widerstand leisten konnte, wie es im Irak oder in Jugoslawien der Fall war – oder aufgrund einer totalen Überlegenheit der Stärke des Aggressors, wie es in Libyen war.

Der Instinkt der nationalen Selbsterhaltung setzt jeglicher Einmischung die russische Politik aus dem Ausland resolut Schranken. Die Versuche, mit Sanktionen, internationaler Isolierung oder Unterstützung der Opposition zu drohen, werden daher scheitern. Dasselbe trifft wegen der globalen Bedeutung Rußlands sowie der vielseitigen Ausrichtung seiner Außenpolitik  –  auf die Sanktionen oder Isolation seitens des Westens zu. Leider versteht das der Nobelpreisträger für Frieden, Obama, nicht. Er läßt sich von reaktionären Kräften, die mit einer leichten Neokolonisierung Rußlands rechnen und naiv von der ewigen Herrschaft Amerikas überzeugt sind, am Gängelband führen.

Ausgehend davon, daß der militärische Konflikt in der Ukraine ein Prolog zum erneuten Weltkrieg darstellt, den die USA gegen Rußland zur Erhaltung der weltweiten Herrschaft entfesselt, muß ein richtiges Koordinatensystem aufgebaut werden und die Handlungen aller Beteiligten exakt definiert werden, um sie zu einzudämmen und zu besiegen. Das Gefechtsfeld hat folgende Konfiguration:

 

  • Die USA ist ein Land-Aggressor, der einen Weltkrieg provoziert, um die weltweite Herrschaft aufrechtzuerhalten;
  • Die Provokation des Weltkriegs ist gegen Rußland gerichtet und die USA versucht, Rußland als Aggressor darzustellen, um den Westen zu konsolidieren und um amerikanische Interessen zu behaupten;
  • Amerikanische Geopolitiker haben auf ein Aufpäppeln des mit Russophobie erfüllten ukrainischen Nazismus gesetzt;
  • Die Ukraine ist praktisch von den USA besetzt, mittels des von ihnen organisierten Staatsstreichs und der Etablierung der unter Kontrolle stehenden nazistischen Diktatur;
  • Die europäischen Länder werden ungeachtet der nationalen Interessen zur Beteiligung am Krieg gegen Rußland genötigt.

Davon ausgehend, müssen wir den Widerstand von Donbass als eine Bewegung zum Schutz nicht nur der lokalen Bevölkerung vor der nazistischen Junta, sondern auch zum Schutz Rußlands vor der amerikanischen Aggression, sowie der ganzen Welt vor dem vierten Weltkrieg ansehen. Die Kämpfer der Volkswehr von Donbass sind die Verteidiger des Friedens in Rußland, die gegen ihren Willen an die vorderste Linie des neuen Weltkriegs gelangten. Die Stadt mit dem symbolischen Namen, Slawjansk, wurde bereits zum Symbol dieser heroischen Verteidigung. Wie die Brester Festung widersteht diese kleine Stadt den vielfach überlegenen Kräften der europäischen Faschisten aus der Ukraine und bezahlt mit dem Leben ihrer Bürger. Sie sterben nicht nur für Donbass, sie sterben für alle Menschen der russischen Welt und der ganzen Menschheit, indem sie uns vor dem erneuten Weltkrieg retten. Dabei schonen sie das Leben der ukrainischen Militärleute, lassen Gefangene, die als Opfer durch die militärische Junta zum Krieg geschickt werden, frei.

Trotz des Heldentums der Kämpfer der Volksarmee von Donbas können sie den Weltkrieg alleine nicht aufhalten. Ein militärischer Eingriff Rußlands könnte die Situation grundlegend ändern und der Aggression der nazistischen Junta ein Ende setzen. Dies würde allerdings die NATO in den Konflikt hineinziehen und seine internationale Ausdehnung bedeuten, was ein nächster Schritt zur Entfesselung des Weltkriegs sein würde. Um ihn zu beenden, sollte eine große Internationale Koalition der Länder gebildet werden, die durch koordinierte Handlungen imstande ist, der amerikanischen Aggression ein Ende zu setzen. Diese Handlungen müssen auf die Untergrabung der amerikanischen militärischen und wirtschaftlichen Macht gerichtet werden, die auf der Emission des Dollars als Weltwährung basiert. Sie müssen vor allem einen Verzicht auf den Dollar im gegenseitigen Handel umfassen, sowie auf Dollar-nominierte Schatzpapiere zur Platzierung der Valutareserven. Die Dollar-Instrumente sollen als höchst riskant eingeschätzt werden und bei deren Gebrauch eine maximale Reservierung erfordern.

Neben den Maßnahmen zur Beschneidung der Möglichkeiten der USA, einen Anstieg der Militärausgaben zu finanzieren, sind politische Bemühungen für die Bildung einer umfassenden Anti-Kriegskoalition erforderlich, um die amerikanische Aggression zu verurteilen und ihre Organisatoren in Washington und Brüssel aufzudecken. Von außerordentlicher Bedeutung erscheint eine politische Aktivierung des europäischen Business, dem die Entfesselung des neuen Kriegs in Europa nichts Gutes verspricht.

Und schließlich besteht die wichtigste Aufgabe in der Befreiung der Ukraine von dem durch die USA etablierten nazistischen Regime. Die Bildung von Noworossija auf dem von amerikanisch-nazistischer Besetzung befreiten Territorium ist lediglich ein Teil dieser Arbeit. Sie kann nur dann als vollendet gelten, wenn Kiew von seinem Volk, welches aus dem nazistischen Alptraum geweckt werden muß, selbst befreit wird und welches in seinem Kampf für die Rückkehr in den leiblichen Schoß der russischen Welt unterstützt wird. Hierfür ist eine ausgedehnte Arbeit in der Aufklärung der wahren Absichten der proamerikanischen nazistischen Junta erforderlich, welche die von der faschistischen Junta verdummten Bürger der Ukraine als Opfer an den Gott des Weltkriegs ausnutzen.

Hier ein Welt-Artikel über Sergej Glasjew und ein Interview mit ihm.


Sergej Jurewitsch Glasjew ist der Ukraine-Berater des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Sein Name steht auf der US-amerikanischen Liste der Personen, gegen die Washington – nicht aber die Europäische Union – Einreiseverbote verhängt und Konten gesperrt hat. (Bild: Wikimedia Commons/A. Savin)

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Der Fall des Dollar – die Zeichen verdichten sich

Posted by krisenfrei - 09/07/2014

von Niki Vogt (quer-denken)

Die Weltleitwährung Dollar steht unter massivem Beschuß. Es scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Nicht nur China und Rußland tun sich zusammen, flankiert von Indien, Pakistan und Iran. Jetzt schert auch enger Verbündeter der USA im asiatischen Raum aus: Südkorea will seine Handelsgeschäften mit  China nicht mehr in Dollar tätigen. Für die USA ein Schlag ins Gesicht, daß ein treuer Verbündeter und wirtschaftliches Schwergewicht in Asien von der Fahne geht. Es wird eng.

Iran German Radio meldete am gestrigen Sonntag, China und Südkorea seien übereingekommen, zur Aufstockung des bilateralen Handelsvolumens und zur Vermeidung der Folgen von Devisen-Schwankungengegenüber dem Dollar vereinbart, ihre Nationalwährung einzusetzen.
Auch laut Russia Today setzen Peking und Seoul nun für ihre Geschäfte ihre Nationalwährungen Yuan und den Won ein, um ihren Handel untereinander auszubauen ohne durch Dollarschwankungen Einbußen zu erleiden. Die Vereinbarung wurde durch die Zentralbanken beider Länder getroffen zu der Zeit, als der chinesischen Präsidenten zum Staatsbesuch in Südkorea weilte. Bis Jahresende soll diese Vereinbarung umgesetzt werden. Der Präsident Südkoreas sagte hierzu: Mit diesem Schritt werde man die Geschäftsbeziehungen zwischen Bürgern und Unternehmen beider Länder erleichtern. Mam möchte mit dieser Entscheidung weiterhin noch den Aktien- und Devisenhandel ermöglichen und andere Finanzmittel in Umlauf bringen. China ist seit 2004 der größte Handelspartner Südkoreas.  Beide Länder können mit dieser Entscheidung den Druck durch den instabilen Dollar ausschalten und ihre Finanz- und Handelsgeschäfte deutlich ausweiten.
Die USA steht damit außen vor und profitiert nicht mehr vom blühenden Handel zwischen den beiden Staaten. Die Abwicklung in den Nationalwährungen führt auch dazu, daß der Dollar weniger nachgefragt wird, weil die beiden großen Volkswirtschaften keine Dollardevisen mehr für ihren bilateralen Handel vorrätig halten müssen. Damit wird der Dollar wieder ein Stück schwächer.
Gleichzeitig und sicher nicht zufällig schlägt Nordkorea sanfte Töne gegenüber Südkorea an:

„Die nordkoreanischen Behörden haben die Regierung Südkoreas zu einer Verringerung der Feindseligkeit und zu einer Normalisierung der bilateralen Beziehungen aufgerufen, meldet AFP unter Hinweis auf nordkoreanische Quellen.

In einer offiziellen Erklärung des nordkoreanischen Staatschefs Kim Jong Un, die die Zentrale Telegraphenagentur Nordkoreas veröffentlicht hat, heißt es, dass die Zeit gekommen ist, der „unvernünftigen Feindseligkeit und Konfrontation“ ein Ende zu setzen. „Es ist an der Zeit, dass der Norden und der Süden der unvernünftigen Feindseligkeit und Konfrontation Einhalt gebieten und den Weg zu einer friedlichen Lösung der Probleme und zu einer Wiedervereinigung öffnen“, so Kim Jong Un. In der Erklärung wird betont, dass „der Norden und der Süden sich der Abhängigkeit von ausländischen Kräften widersetzen und alle Probleme mit den Kräften des koreanischen Volkes lösen müssen“. Kim Jong Un schlug insbesondere Seoul vor, auf die Praxis der Durchführung gemeinsamer Militärübungen mit den USA zu verzichten. Früher war mitgeteilt worden, dass die nordkoreanischen Behörden Südkorea angeboten haben, die gegenseitigen feindseligen Handlungen sowohl im Militärbereich als auch bei der aggressiven Rhetorik auszusetzen.“ (Iran German Radio)
Sollte sich Südkorea überlegen, daß es sicherer ist, mit den ungezogenen und schwierigen Verwandten im Norden – und damit auch mit dem Riesen China – gut auszukommen und wieder in Frieden leben zu können als an der Seite des schwierigen und mit China im Clinch liegenden „Verbündeten“ USA dauernden, lebensgefährlichen Spannungen ausgesetzt zu sein, dann verliert die USA in dieser Region auch bald massiv an Boden. Das liegt ganz besonders im Interesse Chinas, denn dann ist diese offene Flanke elegant geschlossen. Wenn es den Unruheherd Nordkorea/Südkorea nicht mehr gibt, haben die USA keine akute Schutzfunktion für Südkorea mehr. Und auch keinen Grund (und keine Berechtigung), massive militärische Präsenz dort zu zeigen.
Daher darf man vermuten, daß die neu entflammende Geschwisterliebe zwischen Nord- und Südkorea wahrscheinlich auch durch chinesische Vermittlung befeuert wurde. Das wird einer der Hauptgründe gewesen sein, warum der chinesische Staatspräsident nach Südkorea kam. Den USA entgleitet so einiges zur Zeit.
Und weiter im Westen braut sich weiteres Ungemach zusammen: Die Chefin der russischen Zentralbank, Elvira Nabiullina, hat den Medien erste Details der Anti-Dollar-Allianz vorgestellt. Die BRICS-Staaten planen nun ganz offen und unverblümt ein gemeinsames Währungs-System, um den Handel miteinander künftig ganz ohne Dollar abzuwickeln. Die russische Zentralbank gibt sogar technische Details zur Anti-Dollar-Allianz bekannt. Bisher hieß es aus Kreisen der Finanzexperten, so einfach werde das aber nicht gehen, doch nun skizzierte Frau Nabiullina einen Lösungsweg: „Wir verhandeln mit China und unseren BRICS-Partnern über die Errichtung eines Systems multilateraler Swaps, die einem Land Ressourcen bereitstellen, wenn nötig. Und ein Teil der internationalen Währungsreserven könnten dazu verwendet werden.

Und wenn man schon dabei ist, macht man besser keine halben Sachen. Rußland und China samt der BRICS-Staaten wollen nicht nur den Dollar loswerden. Man plant auch, eigene Institutionen als Alternative zu IWF und Weltbank zu errichten. Eine bereits im Umrissen geplante Entwicklungsbank soll Projekte finanzieren. Die Länder haben es satt, bei der US-amerikanisch dominierten Weltbank um Darlehen betteln zu gehen, und wenn sie Gelder tatsächlich bewiligt bekommen, sind damit fast immer massive Einmischungen in die Souveränität und Infrastruktur des Landes verbunden.

In Bolivien, zum Beispiel, mußte im Gegenzug zu solchen Krediten die Wasserwirtschaft privatisiert werden. Die Wahl war brutal: Privatisierung oder kein Geld. Der IWF drückte es durch, daß die gesamte Wasserversorgung an den milliardenschweren Wasserkonzern Bechtel übergeben wurde. Bechtel konfiszierte einfach von den Bolivianern gemeinschaftlich gebaute Brunnen und enteignete Wasserwerke, zog sofort massiv die Preise an und belegte sogar Regentonnenwasser mit Zahlungspflicht. Bis zu 150 % verteuerte sich das unverzichtbare Wasser, für die Bevölkerung ein massives Problem. Die Bolivianer machten schließlich einen Aufstand und fegten Bechtel aus dem Land – trotz Polizeigewalt und Toten. Wer’s anschaun will, hier noch einmal eine kurze Zusammenfassung:

 

Das ist nicht das einzige Land, das via IWF-Kredite zu ruinösen Zugeständnissen gezwungen wurde, ausländische „Investoren“ ins Land lassen mußte und letztlich ausgeplündert und destabilisiert wurde. Es ist also nicht grundlos so, daß sich die BRICS-Staaten eigene Institutionen schaffen wollen. Daher wollen die fünf Staaten einen Teil ihrer Dollar-Reserven als Startkapital dafür  verwenden.

Die Politik der USA und der von ihr geführten, internationalen Institutionen treibt Länder in der ganzen Welt aus dem Dollar. Die USA waren noch nie rücksichtsvoll und besonders fair, doch nun, da ihnen die Schulden bis zur Oberkante Unterlippe stehen und  sie fast überall mit bezahlten Terrortruppen ganze Länder in Schutt und Asche legen, zweimal die Woche Killerdrohnen in jede Ecke der Welt schicken, um unliebsame  Gegner abzuknallen, schamlos alles und jeden ausspionieren oder mal gleich mit Atombomben drohen, ergreift jeder die Flucht, der das kann.

Vor Kurzem haben die USA drakonische Strafzahlungen gegen die französische Bank BNP Paribas verhängt, weil Frankreich seine Verträge mit Rußland  über Rüstungsgeschäfte nicht auf Wunsch WAshingtons stornieren wollte.  Da griff die USA zu und holte sich mal unverdrossen in bewährter Cowboy-Postkutschenraubmanier 9 Milliarden Dollar der französischen Bank als „Strafe“. Ein gefundenes Fressen für Putin, der sich den Auftritt nicht nehmen ließ, und  den Amerikanern vorwarf, die Franzosen schlichtweg zum Vertragsbruch erpressen zu wollen. Nun haben die stolzen Franzosen offenbar genug. Frankreichs Zentralbanchef Patrick Noyer ließ wissen, er beabsichtige, in Zukunft den Handel mit China in Yuan und Euro abzuwickeln. Und er sagte ganz offen, das sei die Quittung für die „Strafe“ gegen BNP Paribas.

Nicht nur Brasilien, das „B“ in den BRICS-Ländern, hat genug von den amerikanischen Brutalinskis. Das Schicksal Argentiniens ruft eine geschlossene Front der mittel- und südamerikanischen Staaten gegen die USA hervor.

Der Versuch der USA, die unverschämte Forderung des Investmentfonds „NML Capital“ gegenüber Argentinien einzutreiben, ist der Tropfen, der das Faß des Zorns der Lateinamerikaner zum Überlaufen bringt. Das ist zwar beileibe nicht das erste Mal, daß skrupellose Spekulanten und „Geierfonds“ ein Land ruinieren und Hunderttausende Hungertote ungerührt in Kauf nehmen. Doch diesmal ist die US-Administration, genauer gesagt der amerikanische Oberste Gerichtshof zu weit gegangen, als er „NML Capital“  einen Anspruch gegen das Land Argentinien von 833 Millionen zusprach. Der Fond hatte vor Jahren argentinische Staatsanleihen mit einem Nominalwert von 833 Millionen für 48 Millionen Dollar gekauft, als das Land insolvent war. Argentinien hat sich aus dem Tal der Tränen herausgearbeitet, mit allen Gläubigern Arrangements getroffen und war auf einem guten Weg. „NML Capital“ machte nun seinen Anspruch geltend, den Nominalwert der Staatsanleihen ausbezahlt zu bekommen, ohne jede Rücksicht darauf, daß dies das Land wieder in den Bankrott treiben und alle anderen Gläubiger ruinieren würde. Diese Auszahlung würde für den Fonds eine Profitrate von ca. 1600 Prozent in nur sechs Jahren bedeuten, und eine Hungersnot, Unruhen, Hungeraufstände und Tausende Tote für die Argentinier.

Doch das mit dem Segen des amerikanischen Gerichtes geplante Ausplünderungsvorhaben ist auf entschlossenen Widerstand gestoßen. Ganz Zentral- und Südamerika steht geschlossen hinter Argentinien und sagt „Nein!“. Sämtliche lateinamerikanischen Außenminister trafen sich in dieser Sache zu einem kurzfristig einberufenen Sondergipfel der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS). Sie stellten sich solidarisch hinter Argentinien. Mittel- und Südamerika war immer der Vorhof der USA gewesen, in dem sie schalten und walten konnten und sich nehmen, was sie wollten. Doch nun scheint es, daß sie auch dort ihr Spiel ausgespielt haben.

Aus der neuen Alternativ-Weltbank und den neuen Handelsabkommen, der Solidarität unter den Ländern und möglicherweise einem Netz an fairen Handelsabkommen könnte sich viel schneller als erwartet eine neue Weltwirtschaftsordnung mit neuen Finanzinstitutionen und Entscheidungsgremien entwickeln.

Wie ich schon oft gesagt habe: Können die USA irgendwann einmal die wachsende Zahl der Zornigen nicht mehr alle gleichzeitig niederhalten, geht es ganz schnell. Schließen sich die ersten Ernstzunehmenden zusammen und die USA zeigt Schwäche, verliert sie die Position des globalen Klassenbullys. Die Macht der USA steht auf zwei Säulen: Dem Dollar als Weltleitwährung, damit sie an jedem Geschäft anderer mitverdienen und für die nach Belieben gedruckten, grünen Zettelchen alles an echten Waren bekommen, was sie wollen. Und auf dem Knüppel US-Army, der auf jeden herniederdrischt, der das zu unterlaufen wagt. Nur: das werden täglich mehr. Und Uncle Sam kann sie nicht mehr alle zusammenkartätschen.

Machen wir uns nichts vor: Der angeschossene Bär ist am gefährlichsten. Er beißt gerade direkt vor unserer Haustür um sich. Seien wir wachsam.

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Übrigens, von Niki Vogt gibt es in dem Buch „Steht uns das Schlimmste noch bevor?“ ab Seite 78 auch einen interessanten Beitrag zu TARGET2.
Auf den kommenden Zerfall des US-Dollar wird in dem Buch auch näher eingegangen. Hier ein Auszug:

„Den US-Dollar als Weltleitwährung abzulösen ist von heute auf morgen sicherlich nicht möglich. Dieser Prozess wird schleichend erfolgen, zumal die wichtigen Dollar-Gläubiger versuchen werden, ihre Dollarreserven in Sachwerte, z.B. in Gold, Silber, Immobilien, Unternehmensanteile, Rohstoffe … usw. umzuwandeln. Dieser Wandel findet bereits statt. Es scheint nur noch eine Frage von Zeit zu sein, bis der US-Dollar als Weltleitwährung nicht mehr akzeptiert wird. Beste Chancen hätten bei einem Dollar-Crash die Währungen, die mit einem hohen Goldanteil abgedeckt sind. Der japanische Yen und der Euro gehört bei einem Dollar-Crash sicherlich nicht dazu, den US-Dollar als Weltleitwährung abzulösen.“

 

 

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Europa, ein einziges Blendwerk!

Posted by krisenfrei - 09/07/2014

von Heiner Hannappel (fortunanetz)

Wir leben schon in einer seltsamen Realität, in welcher unser Blick, abgelenkt von künstlich aufgeblasenen Marginalien, die wirklich wichtigen Entscheidungen nicht sehen soll. Fußball allerorten, zu allen Sendezeiten, schön, dass es ihn gibt. In diese Zeit werden, wie auch schon früher, bei Fußballhochzeiten wichtige Entscheidungen, welche den Bürger direkt betreffen, da diese ihm an sein Gespartes gehen, blitzschnell im Bundestag durchgeschleust. Widerworte gibt es nicht, da alle höchst interessiert auf die Mattscheibe starren und so nicht merken sollen, dass ihre Interessen gerade mal schnell mattgesetzt werden wie am Freitag den 4.7.2014 beim Viertelfinalspiel Frankreich-Deutschland geschehen. Denn der Bundestag billigte das Reformgesetz für Lebensversicherungen! Reform hört sich ja eigentlich gut an, nur besitzen die Reformen seit einigen Jahrzehnten nur noch die Eigenschaft von Kürzungen für die Bürger. Aber man nennt diese Kürzung von angesparter Lebensleistung unverdrossen wegen des besseren Klangs Reformgesetz! Ja, ja, man musste das tun, um die Versicherer über Wasser halten zu können. Mein Gott, wie fürsorglich man doch ist! Nur, wer jetzt noch an eine Versicherung fürs Alter glaubt, muss schon alle Synapsen im Gehirn ausgeschaltet haben.

Selbstverständlich erwähnt unsere über alle Zweifel erhabene Regierung Merkel nicht, dass sie selbst mit dem Bruch der Maastricht-kriterien, besonders der Zerstörung der NO BAIL OUT Klausel den Grundstein für unsere in Europa explodierenden Staatsschulden, besonders der deutschen Staatsschulden, gelegt hat. Nun werden zur Rettung der Refinanzierungen aller Eurostaaten die Zinsen durch „den König ohne Land“, den EZB Chef Draghi dauerhaft auf fast Null gesetzt. Mein Gott, was bin i ch doch kleinlich, dieses ist doch schon soooo lange her und man hat sich doch nachträglich diesen Vertragsbruch von den Nehmerländern mit der Änderung des Artikels 136 genehmigen lassen.

Fassung aufgrund des  Beschlusses des Europäischen Rates vom 25. März 2011 zur Änderung des Artikels 136 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union hinsichtlich eines Stabilitätsmechanismus für die Mitgliedstaaten. Die Mitgliedstaaten, deren Währung der Euro ist, können einen Stabilitätsmechanismus einrichten, der aktiviert wird, wenn dies unabdingbar ist, um die Stabilität des Euro-Währungsgebiets insgesamt zu wahren. Die Gewährung aller erforderlichen Finanzhilfen im Rahmen des Mechanismus wird strengen Auflagen unterliegen.

Aber selbstverständlich doch, macht man doch gerne, damit die dämlichen, über den Tisch gezogenen deutschen Regierungsmitglieder in Talkshows, in denen die parlamentarisch eigentlich notwendigen Debatten seit einiger Zeit bequemerweise ausgelagert werden, sich rechtfertigen können. Nur lassen unsere Medien solcherlei kritische Diskussionen gar nicht zu, um nur der Regierung Merkel nicht von der Fahne gehen zu müssen! Also weiß der Bürger wieder nix, oder hat dieser jemals von einer Änderung von Artikel 136 gehört? Nix hat er gehört und glaubt allen Schalmeiengesängen unserer Opernsängerin Merkel im Regierungskleid. Nun steht zum dritten Mal unsere Operndiva auf der Berliner Bühne mit dem sattsam bekannten Stück “Der Ausverkauf deutscher Interessen“ mit angesagtem (Tabu) Stimmbruch. Trotzdem hört jeder hin, besonders bei den Höhepunkten der Oper, den Neujahransprachen.

Ich bin einmal gespannt, wie man in Europa einen immer möglicher werdenden Rundumschlag gegen die Spar- und Anlagegelder der Bürger bezeichnet, da man in den Regierungszentralen Europas trotz Flutung des Geldmarktes durch die EZB nicht mehr ein noch aus weiß.

Der Gegensatz zwischen Cameron und ,Junkers wird auch so richtig von den Medien aufgebauscht, um die wirklichen Differenzen in der EU-Gemeinschaft zu verstecken. Natürlich spielt Cameron seine nationale Karte, wie schon alle britischen Premiers vor ihm und ich möchte hier gar nicht auf die inneren Probleme Groß(?)Britanniens eingehen und bei einer Beurteilung der europäischen Situation des Premiers Cameron bleiben. Doch dieses Mal kann man durchaus seine Ansichten wenigstens verstehen, weil ihm die Richtung Junkers in einen europäischen Gemeinschaftsstaat unter Führung Brüssels wie in eine noch zügigere Schuldenvergemeinschaftung in der Eurozone nicht passt. Auch wenn mir die britischen Extrawürste in den vergangenen Jahrzehnten auf die Nerven gingen, haben diese zwar aus anderen Motiven eine bessere Vorstellung von Europa gehabt. Hier in diesem Punkt war auch Charles de Gaulle realistischer, der ein Europa der Vaterländer als Gegengewicht zu den alles beherrschenden USA haben wollte und so eine europäische Großmacht anstrebte, natürlich unter französischer Führung. Ein Pferdefuß ist doch immer in Europa dabei.

Wer hat denn recht gehabt, indem man der Eurozone fern blieb? England!Wer kann nach wie vor sein Pfund auf und abwerten, was alle Staaten der Eurozone nun nicht mehr können, um ihre Wirtschaft auszutarieren und zu viele Staaten nun erdrosselt? England! Wer lässt sich nicht zum Spielball einer vertragsbrüchigen Politik, die nun zum Wesen der Eurozone gehört und diese prägt, machen? England! Wer verlangt einer Verschlankung des Molochs EU in Brüssel und Straßburg? England! Wer hatte denn recht, dass ein ökonomisch falscher, aber politisch gewollter Währungsverbund niemals ohne gravierende Verwerfungen in den Ökonomien seiner Mitglieder funktionieren kann? England!

Schon wieder wird ein Vertrag, der Fiskalpakt gebrochen, relativiert heißt dies nun, wie immer, wenn er für die Mehrheit der Pleitestaaten unbequem wird. Man nennt das jetzt Flexibilisierung! Auf Deutsch, es dürfen weitere Schulden gemacht und die Konsolidierung der Staatshaushalte wieder einmal auf die lange Bank geschoben werden. Fast alle europäischen Staaten, auch England sind letztlich pleite! Die Politik weiß nicht mehr weiter und überlässt „König Draghi ohne Land“ politische Brachen und das Zepter fiskalischer Entscheidungen mitsamt einer hemmungslosen Geldvermehrung, welche uns in Zukunft um die Ohren fliegen wird.

Aber man tut auf dem EU Parkett weiter so, als wäre alles in Butter, als ging alles unentrinnbar in eine Richtung, nämlich hin zu den Vereinigten Staaten von Europa! Dazu braucht man auch dringend eine europäische Staatsanwaltschaft. Ja wunderbar, ist doch großartig, die fehlte doch noch in dem Konglomerat europäischer Scheingemeinsamkeiten. Im Schuldenmachen und maroder Währung, maroden Staatshaushalten nebst maroden Banken sind wir doch schon einheitlich, wie auch die Wege in den Bankrott mit der CAC Klausel, welche seit dem 8.1.2013 in jeder Staatsanleihe steckt, schon vorsorglich vereinheitlicht werden. Da ist doch eine EU-Staatsanwaltschaft ein Geschenk des Himmels, da man mit dieser den Politikern, die uns diesen ganzen Schlamassel eingebrockt haben auf die Finger klopfen kann. Ach wie schön, ich bin so ein richtiger Naivling und möchte mich gerne freuen, wenigstens einmal in dieser nicht enden wollenden europäischen Misere.

Aber da gibt es doch ein klitzekleines Problemchen! Wo ist der Staat für eine solche Institution?
Zu einer Staatsanwaltschaft gehört ein Staat. Aber die EU ist kein Staat.
Zu einer Staatsanwaltschaft gehört ein einheitliches Rechtssystem. Da aber kein einheitlicher Staat vorhanden ist, existiert auch kein einheitliches, harmonisiertes Rechtssystem!Woraus will man bei den EU-Schauspielern die Grundlagen für eine Staatsanwaltschaft aus dem Hut ziehen, wenn das EU-Parlament noch nicht einmal das Initiativrecht für Gesetzesvorlagen besitzt? Also will man unbedingt so tun, als hätte man etwas zu sagen und vergisst geflissentlich, dass eine einheitliche Verfassung gar nicht existiert, da diese vom französischen und niederländischen Parlament seinerzeit abgelehnt wurde und somit einer EU-Staatsanwaltschaft die Rechtsgrundlage fehlt. So bleibt mir notorischen Spaßverderber nur ein klares „Nein“ zu einer EU-Staatsanwaltschaft!
So sehr man sich in Brüssel auch bemüht, Europa einheitlich zu sehen und auch so zu handeln, so stoßen die Brüsseler Möchtegern Politiker immer wieder an die nationalen Egoismen mit ihren Interessen. In dieser Konstellation wird es nie etwas mit einer europäischen Großmacht, welche sich im Konzert der Kraftpole behaupten kann. Denn eine Großmacht Europa müsste den USA und den Russen klar die grenzen ihrer Macht aufzeigen können.

Dass dem nicht so ist, erkennen wir mit Schrecken an den Verhandlungen zu dem Freihandelsabkommen TTIP und TISA, welche Sargnägel für unsere Soziale Marktwirtschaft in Europa bedeuten.

Dass dem nicht so ist, erkennen wir daran, dass wir auf Druck der USA unseren natürlichen Nachbar in Europa, Russland verprellen sollen, der seit Jahrzehnten ein zuverlässiger Energielieferant war und es auch im Eigeninteresse bleiben will. Schon heute bricht aber der Handel mit unserem Energielieferanten deutlich ein und belastet zunehmend unsere Arbeitsplätze. Die USA machen Druck auf Banken und Staaten Europas wie Frankreich und jetzt auch auf Deutschlands teilweise verstaatlichte Commerzbank, weil diese mit Staaten handelten, welche von den USA mit Sanktionen belegt wurden. Milliardenstrafen werden ungerührt von den „Freunden aus Übersee“ ausgesprochen, welche letztlich in dieser fragilen, finanziellen Situation zur Bezahlung wieder beim Bürger landen werden. Welches Recht nehmen sich die USA da heraus? Warum wehren wir uns nicht dagegen und unterbrechen die Verhandlungen zur Freihandelszone. Das wäre ein Signal, denn mit dieser Freihandelszone wollen sich die fiskalisch schwindsüchtigen USA vorsorglich ungehemmten Einfluss in „old Europe“ sichern, bevor der Dollar und Petrodollar als Machtinstrument von den Chinesen und Russland ausgeschaltet wird.

Dass dem nicht so ist, erkennen wir daran, dass wir uns in Europa, besonders in Deutschland uns nicht trauen, gegen diese ungehemmte digitale Spioniererei der NSA konsequent zur Wehr setzen! Es ist an der Zeit, dieses Duckmäusertum zu beenden und den Amerikanern aufzuzeigen, was auch sie aufs Spiel setzen, wenn sie anscheinend vergessen, wie sehr auch sie uns brauchen.

Dieses europäische Haus ist nur Blendwerk, denn wenn man hinter die schön angestrichene Fassade blickt, entdeckt man unschwer, dass hier mit zu vielen Architekten und Statikern gearbeitet wurde, welche völlig unterschiedliche Vorstellungen hatten und diese auch anwendeten. So war das viel zu schwere Eurodach von Anfang an eine zu große Belastung für eine Bauweise, welche auf der einen Seite aus Beton, an anderer Stelle aus Holz und Steinen, wieder an anderer Seite aus Spanplatten, Dachlatten und Rigipsplatten bestand. So treten immer schneller nicht zu übersehende Risse in der Außenwand auf und die Schindeln fallen schon vom Dach. Murks hatte zu allen Zeiten noch nie Bestand! – Europa so auch nicht.

Ich habe hier nur einen Bruchteil dessen, was zu kritisieren ist herausgegriffen, doch schon alleine daran erkennt man das Blendwerk Europa.

Die Verwirklichung der europäischen Vision muss anders angegangen werden! Denn die bedrückenden Folgen dieser missratenen Politik immer mehr den Bürgern aufzubürden und in die Zukunft anderer Generationen zu verschieben, ist unverantwortlich. Doch habe ich hier keinerlei Illusionen. Es wird weiterhin gewurstelt und getrickst, bis nichts mehr zum Tricksen da ist und dann kommt für uns die Rechnung. Von den Vorboten konnte man schon oben lesen.

Heiner Hannappel
Koblenz
heiner.hannappel(at)gmx.de

 

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Schöne neue Welt

Posted by krisenfrei - 09/07/2014

von Michael Winkler (489. Pranger)

Ich möchte mit der guten Nachricht beginnen: Merkeldeutschland, so wie wir es kennen und überhaupt nicht lieben, wird nicht mehr lange existieren. Die Volldemokraten haben die Besatzer-Republik heruntergewirtschaftet, die sich ausweitende Dekadenz der Political Correctness, des Gutmenschentums und der politischen Kaste allgemein strebt einem Höhepunkt zu, dem nur noch der Absturz folgen kann. Das jüdisch-christliche Abendland mit seiner Profitgier, dem allseits angebeteten Götzen des Geldes, seiner Ruchlosigkeit, seiner Verdrehung der Tatsachen, seiner Propaganda, wird untergehen. Das ist keine Prophezeiung, das ist ein Naturgesetz. Widernatürliche Zustände lassen sich nur mittels ständiger Energiezufuhr aufrechterhalten, und diese Energie geht zu Ende, da diese jüdisch-christlichen Machenschaften alle Völker ausgelaugt haben, die ihnen unterworfen sind.

Die weniger gute Nachricht ist, daß das jüdisch-christliche Abendland sich nicht durch die Vernunft weiterentwickeln wird. Das war im 18. Jahrhundert möglich, als es noch ein christliches Abendland gegeben hatte, in voramerikanischer Zeit, als die Welt noch nicht unter einem obersten Kriegsherrn in Washington zu leiden hatte. Was mit Gewalt, Blut und Tod errichtet wurde, wird auch nur durch Gewalt, Blut und Tod vernichtet werden. Wer zum Schwert greift, wird durch das Schwert gerichtet werden – steht im Neuen Testament, das die alttestamentarischen zionistischen Christen Amerikas weniger interessiert. Friedensbotschaften stören bei der Welteroberung.

So ein bißchen Revolution sehnen wir uns durchaus herbei. Merkel baumelt aufgehängt an einer Laterne vor dem Kanzleramt, Gauck wird an eine islamische Foltersekte verschenkt und Schäuble tritt in einem Panoptikum als Papageien-Imitator auf, das wäre es doch? Leider nein, der Umbruch wird weitaus umfassender werden. Es geht um eine Zeitenwende, um einen Zusammenbruch des Bestehenden, einer völligen Neuorientierung. Wir bekommen das Ende aller Werte, wie es 1918 geschehen ist, mit dem Währungszusammenbruch von 1923, der totalen Zerstörung des Jahres 1945 und dem Ende der DDR 1989 auf einmal. Unser festgefügtes ideologisches Weltbild wird derart zusammenbrechen, daß kein Stein auf dem anderen bleiben wird. Nicht umsonst berichten die Schauungen über Menschen, die den Verstand verloren haben.

Danach erwartet uns eine schöne neue Welt, die sich an dem orientiert, was sich seit Jahrtausenden bewährt hat. Das Heilige Reich wird nach Deutschland kommen, ein neues Deutsches Reich unter einem Kaiser, in dem alles Unrecht keinen Platz mehr hat. Das Reich des Heiligen Geistes, frei, mächtig und in der ganzen Welt geachtet. Die Kinder werden wieder ihre Eltern und ihre Vorfahren achten, ein friedliches, gottgefälliges Leben führen. Das Papiergeld, das den Finanzschwindel erst ermöglicht hat, wird durch Gold und Silber ersetzt. Statt des ständigen Konsumzwangs wird das Reich in innerem, geistigem und äußerem, materiellem Wohlstand leben. Nicht Luxus, nicht jene Dekadenz, die heute mit Reichtum verbunden wird, sondern die gesicherte Existenz wird der Maßstab für diesen Wohlstand sein, die Gewißheit, von seiner Hände Arbeit auskömmlich und frei zu leben.

Die heutige Gegenwart, die korrupten Kleptokraten, wird nur noch eine verblassende Erinnerung an eine Zeit der Not sein, symbolisiert durch den schwarzen Streifen am unteren Ende unserer Flagge. Das neue Reich selbst ist der goldene Streifen, oben an der Flagge, die strahlende Zukunft, die dann die neue Gegenwart geworden ist. Dazwischen liegt der rote Streifen, liegt eine blutige Zeit, in der jene Zukunft erkämpft und erkauft wird.

Diese Zeit des Blutes und der Befreiung liegt vor uns, vielleicht haben wir nur noch eine Woche bis dahin, vielleicht auch noch zehn Jahre. Heute kann jederzeit alles passieren. Vor sechs Monaten gab es in der Ukraine ein paar Proteste auf einem Platz in Kiew, jetzt herrscht dort Bürgerkrieg. Vom Westen gestützte Putschisten kämpfen mit schweren Waffen gegen Freischärler im Osten, die lieber zu Rußland gehören möchten, anstatt der westlichen Dekadenz anheim zu fallen. Vor drei Monaten war ISIS eine ägyptische Gottheit, heute ist das eine Macht, die Teile des Irak, Syriens und womöglich auch Jordaniens kontrolliert. Deren Chef hat sich zum Kalifen ausgerufen, zum Beherrscher der Gläubigen. In Israel wurden drei Talmud-Schüler entführt. Inzwischen sind ihre Leichen gefunden worden und ein neuer, brutaler Krieg kündigt sich an. China und Japan, Nord- und Südkorea – es stehen genügend Pulverfässer herum, die jederzeit zünden könnten.

In Deutschland selbst ist ein gefährliches Bevölkerungsgemisch entstanden. Mit der einseitigen Bevorzugung der Zuwanderer heizen Politik und Justiz einen Konflikt an, der unser Land in den Bürgerkrieg stürzen kann. Machen wir uns nichts vor: Bis auf ein paar wenige Schlaue, die schwer mit den Schätzen des Okzidents beladen rechtzeitig in ihre Heimat zurückkehren, wird die Ausreise nicht freiwillig stattfinden. Und es wird nicht so ablaufen, daß der NPD-Ortsverein den geschätzten Rückwanderern beim Packen hilft und einen Fahrdienst zum nächsten Bahnhof organisiert.

Wie eine Krise in Europa aussieht, können wir in Griechenland oder Portugal beobachten. Hohe Arbeitslosigkeit, gekürzte Renten, Wegfall vieler Sozialleistungen, ständiger Sparzwang. Merkeldeutschland scheint nur eine Insel der Seligen zu sein, bei unserer Staatsverschuldung balancieren wir längst am Abgrund entlang. Bis jetzt finden die Rentenkürzungen nur verdeckt statt, als „Rentenerhöhungen“, die noch nicht einmal die offizielle Inflation ausgleichen, mithin einen Schwund an Kaufkraft darstellen. Noch sind die Gehälter und Pensionen der Beamten sicher, nur, wie lange wird das noch so sein?

Die schöne neue Welt muß bezahlt werden – und im Folgenden werde ich den Preis nennen. Derzeit leben 82 Millionen in der Bunten Republik Deutschland – davon haben offiziell 16 Millionen den „Migrationshintergrund“, sind also in irgendeiner Form zugewandert. Selbst die Verleihung des BRD-Passes aus der Hand des Bundespräsidenten macht sie nicht zu Deutschen. Damit verbleiben 67 Millionen Menschen, welche die Kriterien der „Reichsbürgerschaft“ erfüllen. Jede Stufe der Eskalation erhöht die Schäden und die Verluste.

Der Zusammenbruch des Euro bildet dabei den Einstieg. Das wird ein schwerer Schlag für die Volkswirtschaften in Frankreich, Portugal, Spanien, Italien und Griechenland. Dort müssen viele Leute auf liebgewordene Besitzstände verzichten, allerdings ist die Rückkehr zu nationalen Währungen die Voraussetzung zur Gesundung. Griechenland ist bereits jetzt auf der Kippe, ohne den Euro und die Hilfe von außen bleibt nur der Staatsbankrott. Frankreich hat am meisten zu verlieren, da wurden zu viele Luftschlösser gebaut. Die Wahrscheinlichkeit für Ausschreitungen bis hin zum Volksaufstand ist in allen genannten Ländern hoch.

In Deutschland führt dies zur Rezession und zu Massenentlassungen. Der Sozialstaat muß zusammengestrichen werden, was bei unseren ausländischen Mitbürgern zu Protesten führen wird. Die Schlaueren unter ihnen werden die Zeichen erkennen und beutebeladen nach Hause zurückkehren, die anderen werden vertrieben. Natürlich werden Gutmenschen protestieren, doch wenn diese unter dem Beifall der Polizei verprügelt werden, dürften sie sich in Zukunft zurückhalten. Die Situation in Deutschland wird sich verschlimmern, da die Ölimporte teurer werden. Wir können die Rechnung noch bezahlen, doch es wird Rationierungen und Versorgungsschwierigkeiten geben. Das alles ist erst der Auftakt.

 

Stufe 1: Das Ende des Dollars / Weltfrieden

Die USA sind finanziell am Ende. Der Staat und vor allem seine Regierung sind Zinsknechte der Wall Street, der zufällig jüdischen Eigentümer der Federal Reserve Bank. Der Dollar ist die Welt-Reserve-Währung, also jene Währung, in der ein Handel abgewickelt wird, wenn sich die Parteien auf keine andere Basis einigen können. Der Dollar ist die Währung, in der noch immer das meiste Öl bezahlt wird. In dem Augenblick, in dem der Dollar wertlos wird, bricht der Welthandel zusammen. Deutschland bezieht Öl aus Rußland, dieser Handel läuft nicht auf Dollar-Basis. Trotzdem wird die Ölversorgung stark eingeschränkt werden.

In den USA bricht das Chaos aus. Bisher latente Spannungen brechen auf, heute latent austrittswillige Staaten verlassen die Union. Die Zentralregierung versucht, diese in einem neuen Sezessionskrieg zurückzuholen. Der Yankee-Dollar, der im ersten Sezessionskrieg die Truppen der Nordstaaten finanziert hat, existiert jedoch nicht mehr. In diesem leichtesten aller Szenarios richtet sich die Aggression der USA nicht nach außen. Im Inneren werden sich die Truppen auflösen, da es keine Einheiten gibt, die nach Herkunft organisiert sind. Der Bürgerkrieg dort wird Opfer kosten, doch er wird nicht mit schweren Waffen geführt. Allerdings bricht die Ölversorgung der USA zusammen. Zwischen den nahrungserzeugenden und den nahrungsverbrauchenden Gebieten liegen tausende Kilometer, was zu schweren Hungersnöten führt.

Der Begriff „Weltfrieden“ in der Abschnittsüberschrift ist ein Euphemismus. Nach dem Wegfall der USA werden in mehreren Weltgegenden die angestauten Probleme gelöst. Amerikafreundliche Regime werden hinweggefegt. Die größte Gefahr geht von Israel aus, das sich verhalten wird wie ein tollwütiger Hund (laut Ankündigung Moshe Dajan und Martin van Crefeld). Ohne Nachschub aus den USA wird Israel nicht lange durchhalten und sich gezwungen sehen, Atomwaffen einzusetzen. Dort unten wird es folglich knallen, und das richtig.

In Deutschland findet keine ausländische Intervention statt, der Russeneinmarsch entfällt. Öl bedeutet jedoch auch in Deutschland Transport. Jede Kartoffel, jedes Stück Würfelzucker wird gleichsam per Erdöl in die Supermärkte geschwemmt. Erdöl treibt die landwirtschaftlichen Maschinen, die Transport-Lkw und große Teile der Wirtschaft. Teures Erdöl bedeutet teure Lebensmittel. Es wird in Deutschland zu Ausschreitungen und Unruhen kommen, aufgestauter Haß wird sich entladen. Aus dem gastlichen, ausplünderungsbereiten Land wird eine Todeszone. Die Regierung hat nur die Möglichkeit, die Stimmung anzuheizen, wenn sie ihr nicht zum Opfer fallen will.

Selbst in diesem besten aller Szenarien werden wir viele Menschen verlieren. Die Krise wird mit einer heißen Phase beginnen und in einer langen, depressiven Phase auslaufen. In der heißen Phase werden die Zuwanderer totgeschlagen oder vertrieben, an deren Ende werden bestenfalls 60 Millionen Deutsche überlebt haben, allesamt Reichsbürger. Das Aussterben wird in der depressiven Phase weitergehen. Teure lebenserhaltende Medikamente werden nicht mehr von den Krankenkassen bezahlt, die Versorgung pflegebedürftiger Patienten wird nicht mehr gewährleistet. Die Alten sterben weg, da die Intensivmedizin nicht mehr funktioniert. Diese Phase wird schließlich zur „schönen neuen Welt“ führen, in einem befreienden Schlag. Der deutsche Kaiser wird zunächst über 50 Millionen Untertanen herrschen.

 

Stufe 2: Weltkrieg / Russenfeldzug

Der Dollar als Welt-Reserve-Währung erleichtert das Kriegführen, er ist dazu allerdings nicht zwingend erforderlich. Die USA haben seit ihrer Gründung Kriege geführt, deshalb ist es mehr als unwahrscheinlich, daß sie friedlich abtreten werden. Solange die Truppen einen neuen „Blueback“ oder einen „Amero“ als Bezahlung akzeptieren, bleiben sie mangels Alternative bei der Fahne, schon allein, um ihre Familien zu ernähren. Die USA werden als erstes versuchen, sich die Ölregionen zu sichern. Sie treten damit in direkte Konfrontation zu Rußland und China, wobei der Erstschlag ebenso gut durch China geführt werden könnte; ein Erstschlag auf wirtschaftlichem Gebiet, ein Abverkauf der US-Staatsanleihen, der zum Zerfall des Dollars führt.

Der Krieg im Nahen Osten findet ähnlich statt wie im obigen Szenario, allerdings unter Beteiligung der USA. Das ist die beste Voraussetzung für die biblische Schlacht von Armageddon, welche die fundamentalen alttestamentarischen zionistischen Christen der USA so sehr herbeisehnen, daß sie diese herbeiführen wollen. China und Rußland werden mitspielen, es kommt zum militärischen Schlagabtausch. Allerdings zerfallen die USA in dieser Zeit von innen. Die kämpfenden Truppen verlieren ihre Heimat…
Durch Deutschland geht die russische Front, sie marschieren Richtung Atlantik. Wenn die Bundeswehr sich nicht rührt, werden die Russen sie nicht finden. Die Zerstörungen sind gering, nach den Schauungen bricht der Vormarsch zusammen, weil die Amerikaner eine chemische Todeszone durch Osteuropa ziehen. Hier in Deutschland gibt es ein paar mehr Tote als im anderen Szenario. Der Kaiser bekommt allenfalls 40 Millionen Untertanen, aber dafür beginnt seine Herrschaft gleich nach dem Krieg, mit dem Wiederaufbau.

 

Stufe 3: Irlmaier-Szenario

Anmerkung: dieses Szenario liegt meinen Romanen „Das neue Reich“ zugrunde.
Es geht uns in Europa erst mal so richtig schlecht, die Politik wirtschaftet das Land selbst nach der Währungsreform noch zugrunde. Der dritte Weltkrieg beginnt nach Irlmaier auf dem Balkan, die Schlacht bei Megiddo / Armageddon findet natürlich statt. Die USA lösen sich auf, hier in Deutschland kommt es zu „bürgerkriegsähnlichen Zuständen“, also keinem richtigen flächendeckenden Bürgerkrieg, sondern nur begrenzte Abschlachtereien. Die Amerikaner brechen zusammen, sie halten ihren Krieg nicht lange durch. Die Russen kommen nach Deutschland, allerdings als Ordnungsmacht, in Form einer Polizeiaktion. Allerdings tötet eine Polizeikugel ebenso effektiv wie eine Militärkugel. Die Amerikaner ziehen noch ihre chemische Todeszone vom Schwarzen Meer bis zur Ostsee.

Das ist aber nur der erste Teil. Der zweite Teil besteht aus Naturkatastrophen, einer Flutwelle von der Nordsee bis nach Mainz und als Krönung einer dreitätigen Finsternis, bei der giftiger Staub alles tötet, was sich im Freien aufhält. Eine kleine Polverschiebung gibt es auch noch, mit Erdbeben und vermutlich einer Umkehr des Erdmagnetfelds. Danach ist das Land zwar nicht wüst und leer, aber weitflächig verwüstet und von seiner Bevölkerung befreit.

In meinen Romanen gibt es 15 Millionen Überlebende Deutsche, da sich Österreich, die Deutsch-Schweiz, Elsaß-Lothringen und Lombardo-Venetien dem Reich anschließen, leben dort im Jahr 2028 etwa 24 Millionen Menschen. Dafür beginnt die „schöne neue Welt“ auch hier bald nach den Katastrophen mit dem Wiederaufbau.

 

Stufe 4: Brutales Irlmaier-Szenario

Im Wesentlichen unterscheidet sich dieses nicht von seinem Vorgänger, allerdings überleben nördlich der Alpen allenfalls ein bis zwei Millionen Menschen. Diese fallen technologisch ins 17. Jahrhundert zurück. Bis eine Gesellschaft auf heutigem Niveau wieder entsteht, dauert es Jahrhunderte. Aber die „schöne neue Welt“ mit einem Monarchen an der Spitze bekommen wir trotzdem.

 

Fazit

Genießen Sie die heutige Zeit, solange es noch möglich ist. Der Zusammenbruch kommt, und ich halte Szenario 3 für das Wahrscheinlichste. Die Ausländer sind draußen, Deutschland ist unabhängig und souverän, zum ersten Mal seit 1945, bzw. seit 1918 richtig frei. Der Preis dafür ist eine Todesrate von 80%. Nehmen Sie einen Würfel, bei einer „Sechs“ haben Sie gewonnen. Bei einer „Eins“ dürfen Sie noch einmal würfeln, in allen anderen Fällen sind Sie tot. So ungefähr stehen Ihre Chancen, um in die „schöne neue Welt“ zu gelangen.

Sie können sich vorbereiten. Je besser Sie mit Vorräten, Schutzräumen usw. ausgestattet sind, desto höher sind Ihre Überlebenschancen. Dann dürfen Sie öfter würfeln – aber selbst bei einhundert Würfen muß keine „Sechs“ fallen. Das ist das Risiko, das Sie und wir alle tragen.

Es gibt einen zweiten Weg, um in die „schöne neue Welt“ zu gelangen: die Wiedergeburt. Seien Sie also nicht traurig, wenn es nicht auf direktem Weg klappt. Sie haben die Chance, in einer besseren Welt ein neues Leben anzufangen. Wenn Sie gut genug sind – aber das ist Ihre Entscheidung. Anhänger des Baal Mammon werden sich lange, sehr lange im Jenseits aufhalten müssen, denn in diese neue, in diese bessere Welt und das Heilige Reich passen sie nicht mehr.

© Michael Winkler

 

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Buchrezension(en): „Steht uns das Schlimmste noch bevor?“

Posted by krisenfrei - 09/07/2014

Update

08.07. 2014

Rezension für das Buch von Dieter Sordon: „Steht und das Schlimmste noch bevor?

Viel zu wenige machen sich die Mühe, das publizierte Geschriebene und das auf den Bildschirmen präsentierte Weltgeschehen zu hinterfragen und infrage zu stellen, denn dazu müsste man ja als kritischer Bürger um die Ecke schauen. Wir betrachten uns als die informierteste Gesellschaft aller Zeiten, was ja auch so stimmen könnte, jedoch nutzen wir nur die falschen, weil bequemsten Informationsquellen. Da das Hinterfragen und Recherchieren aber zu mühselig ist, schaut der Bürger einfach nur geradeaus auf das, was ihm als schöner Schein unserer verwöhnten Gesellschaft im Interesse der Regierenden und der diese wiederum regierenden Interessengruppen vorgegaukelt wird um die Party, welche längst zu Ende ist, für alle noch in einem Status quo zu strecken. Zu diesem Ziel werden sogar die Demokratien lästig und deren Institutionen nebst störenden parlamentarischen Rechten geschliffen.

Doch es gibt die Bürger, die ihrer Pflicht nachkommen, die Menschen auf das kommende Desaster vorzubereiten wie Dieter Sordon mit seinem Buch „Steht und das Schlimmste noch bevor “ und schon lange mit seiner Internetseite „Krisenfrei“. Auch Dieter Sordon macht sich mit seinen publizierten unbequemen Gedanken angreifbar, da man mit dem Geschriebenen für die Politiker und unkritische Zeitgenossen zu oft einfach nur lästig ist und sich überdies von Menschen kritisieren lassen muss, deren Erkenntnishorizont am Flachbildschirm endet.

Doch Dieder Sordon ficht das nicht an.
Sein Buch beschreibt detailliert die europäische Misere, welche durch den ökonomisch widersinnigen, aber politisch erwünschten Euro entstanden ist. Auch die auf wildes, ungesteuertes exponentielles Wachstum durch Zinseszins beruhende Fehlkonstruktion unseres weltweiten Geldsystems mit den immer deutlicher erkennbaren Verwerfungen durch die US Zentralbank FED, welche eigentlich nur eine Vertreterin der US Banken und der dahinterstehenden Finanzeliten ist, wird ausführlich beschrieben, wie auch die letztlich hilflose, irre Flutung der Märkte durch ungedecktes Buchgeld der FED und EZB wie auch der japanischen Zentralbank mit allen negativen Folgen.

Konsequent wird das Verbrechen an der Menschheit durch die Instrumentarien einer außer Kontrolle geratenen Giergesellschaft an den Finanzmärkten geschildert und mit den dann für uns alle entstehenden Folgen beim Namen genannt! Viele anschauliche Statistiken und Erläuterungen im Buch belegen Dieter Sordons Argumentationen und zeigen auf, auf welchem schmalen Grat wir uns alle aufgrund der Manipulationen der Staaten und den mit ihnen schon mafiös verbundenen Banken und der dahinter stehenden Finanzeliten bewegen. Dieter Sordon lenkt den Blick des Lesers auf Geschehnisse unter der politisch gepflegten Oberfläche unseres gesellschaftlichen Geschehens und weiß, dass er den Leser damit aufschreckt, da viele gar nicht wussten und ahnten, für was sie künftig gerade zustehen haben.

Dieses Buch „Steht uns das Schlimmste noch bevor“ soll aufrütteln und den Blick für das schärfen, was hinter der permanenten Verneblungstaktik der Regierenden steckt. Denn um die Fallhöhe des kommenden Desasters zu verschleiern, werden regierungsseitig die absurdesten Debatten mit absurdesten Argumenten geführt und das alles nur um den Status quo auf Kosten der Bevölkerung im eigenen Interesse und einer kleinen, sich elitär wähnenden Gruppe unter allen Umständen aufrechtzuerhalten. Deutlich ist auch an der Wortwahl Dieter Sordons die tiefe Enttäuschung über das Verhalten unserer Politiker und Medien zu erkennen, da die einen keinerlei Lösungskompetenz erkennen lassen und die anderen, also die Medien dies nicht anprangern!

Dieses Buch ist lesens- wie empfehlenswert, da mit deutlichen Worten und Fakten versehen, der Leser es nicht eher aus der Hand legt, bis auch noch die letzte Zeile ihm klar gemacht hat, wie es um seine/unsere Zukunft wirklich steht.

Heiner Hannappel
Koblenz am Rhein

Vielen Dank Herr Hannappel für Ihre Bewertung  zu meinem Buch „Steht uns das Schlimmste noch bevor?“ 

 

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Von: C. H. Niehus

2014-06-20 09:34:00

Alle geldpolitischen Missstände kompakt in einem Buch

Endlich einmal ein Buch, welches die vielen geldpolitischen Missstände kompakt in einem Buch aufführt und ein m.E. ein logisches Fazit zieht. Manchmal etwas zu polemisch aber insgesamt sehr kurzweilig geschrieben, was das Lesen sehr angenehm macht. Toll finde ich die Linklisten mit Internetquellen. So kann jeder Leser nochmal Details nachlesen und es wird klar, dass die behandelten Themen nicht einfach aus der Luft gegriffen sind.

Quelle:  Vielen Dank Frau/Herr Niehus für Ihre Bewertung  zu meinem Buch „Steht uns das Schlimmste noch bevor?“ 

 

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2014-05-21 13:19:21
Von: Liselotte Braun

Ein absolutes „MUSS“

Dieter Sordon beschäftigt sich mit wirtschaftlichen und politischen „Schattenthemen“ unserer westlichen Gesellschaft. Sein Buch ist meiner Meinung nach eine hervorragende und ausführliche Beschreibung des Geldsystems dieser Welt („Fiat Money“) und die daraus resultierenden zwangsläufigen und vorherbestimmten Probleme damit. Im Buch findet der interessierte Leser jede Menge Daten und Fakten und eine große Liste an Quellen im Internet. Man findet sich wieder in der einen oder anderen geistigen Erschütterung bei Themen, die weder in der Schule unterrichtet noch im Abendprogramm des Fernsehers auftauchen!
Vielen Dank für das Buch – ich werde es mit Freude weiterempfehlen.

Quelle

Liebe Liselotte Braun, Ihre Bewertung zu meinem Buch, „Steht uns das Schlimmste noch bevor?“ habe ich mit Freude gelesen.
Schön, dass Ihnen mein Buch gefällt und „es mit Freude weiterempfehlen“.

 

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14.05. 2014

Auch bei Michael Obergfell möchte ich mich für die ebenfalls erfreuliche Rezension zu meinem Buch recht herzlich bedanken.

Rezension: 14. 05. 2014: Michael Obergfell,
Dieter Sordon: Steht uns das Schlimmste noch bevor?

von Michael Obergfell (fortunanetz)

Was geschieht, wenn ein Psychologe über Ökonomie schreibt? Richtig: Er holt die Themen hervor, die man sich sonst lieber nicht so gerne anschaut!

Wir alle haben unseren „Schatten“. Damit sind alle jene Themen gemeint, die man lieber vergessen möchte wie z. B. persönliche Enttäuschungen und Kränkungen, Ängste und eigene Fehlleistungen. Und daher schauen die meisten Menschen lieber eine Fußball Weltmeisterschaft an oder einen schönen Heimatfilm, oder sie berauschen sich an einem tollen Buch oder auch an ihrer Briefmarkensammlung. Es ist ja nichts zu sagen gegen Fußball Weltmeisterschaften, tolle Boxsportkämpfe, schöne Cabrios oder Briefmarkensammlungen, sofern man es dabei nicht unterlässt, die eigenen Schattenthemen auch anzuschauen.

Es ist wie mit einem Schrank: werfen sie dort Müll hinein und räumen nie auf, machen sie lieber eines Tages die Türe nicht mehr auf, bzw. bekommen auch noch Angst davor, die Türe eines Tages zu öffnen. Schattenthemen summieren sich auf und ballen sich zusammen zu einer oft lebensbedrohlichen dunklen Seite, die wie eine vielköpfige Hydra irgendwann auch nach dem schnappt, was es an Gutem im Leben gibt.

Das Buch des Diplom-Psychologen Dieter Sordon beschäftigt sich mit wirtschaftlichen und politischen Schattenthemen unserer westlichen Gesellschaft. Er beginnt sein 210 Seiten starkes Buch mit der Gründung der US-amerikanischen Federal Reserve Bank (FED) im Jahr 1913. Schon diese Gründung ist seiner Meinung nach gleich mehrfach mit Schattenthemen überfrachtet. Einerseits ist den wenigsten bekannt, dass die FED eine Bank in Privatbesitz ist, die aber vortäuscht eine staatliche Bank zu sein. Sind Zentralbanken in privater Hand, so agiert die Zentralbank nicht mehr im Interesse der Allgemeinheit, sondern hauptsächlich im eigenen Interesse. Und deshalb wird diese Tatsache zu einem echten Schattenthema. Ebenso wird aus dem staatlich garantierten Tauschmittel Geld unter der Führung einer privaten Zentralbank zu reinem Schuldgeld. Und wie im richtigen Leben produziert jeder Schatten neue Schatten, so wie jede Lüge weitere Lügen geradezu erzwingt. Dies versucht Dieter Sordon in vielen Einzelbeispielen aufzuzeigen. Hierzu gehören für ihn Themen wie die Große Depression von 1929, die Inflation, die derzeitige Bankenkrise die durch unseriöse Geschäfte mit Derivaten hervorgerufen wurde, die Staatsschuldenproblematik, die Eurokrise, die Dollarhegemonie und die Kämpfe mancher Staaten, sich gegen diese Dollarhegemonie zu wehren, die Rolle der Politik in diesem Spiel, etc. Der Autor zeigt noch viele weitere Schattenthemen unserer westlichen Welt auf, die hier alle zu nennen zu weit führen würde.

Leser, die sich gerne mit Zahlen, Daten und Fakten beschäftigen, kommen in diesem Werk sicher voll auf ihre Kosten. Das Buch bietet auch eine große Liste an Quellen im Internet an. Dort kann man sich ebenso wie bei den im Buch zitierten Autoren in einzelne Aspekte all jener Themen vertiefen, die wir lieber in „den Schrank“ geworfen haben und die dort seit fast 100 Jahren schlummern. Bei der Beschäftigung damit ist die eine oder andere geistige Erschütterung garantiert, weil sich bisher doch sehr vieles angesammelt hat, was nicht in der Schule unterrichtet wurde und was nicht im Abendprogramm des Fernsehers auftauchte.

Beim Lesen des Buches hat sich bei mir eine weitere Erkenntnis aufgetan: Ganz sicher kann die derzeitige Gesellschaft eines oder mehrere Themen für längere Zeit im Schrank verschlossen halten, doch mittlerweile sind es schon so viele Schattenthemen, dass die Schranktür irgendwann von alleine aufgrund des inneren Drucks aufspringt und dann nicht mehr geschlossen werden kann. Und spätestens in diesem Augenblick sieht jeder die über 100 Jahre gesammelten Schattenthemen offen daliegen. Ab diesem Moment hilft vermutlich kein Polizeistaat und kein Überwachungsapparat mehr, die daraus folgenden Wahrheiten zu unterdrücken…

Danach kann es aber vielleicht auch sehr schnell gehen, so wie damals bei Erich Honecker, der noch kurz zuvor tönte: „Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.“ Und schon kurze Zeit später stimmten die Ostdeutschen in Massen mit den Füßen ab und der damalige Staat „DDR“ ging unter. Honecker saß dann in einem Flugzeug nach Chile und plärrte mit erhobener und geballter Faust in revolutionärer Manier auf dem Flug in die Kamera: „Venceremos!“… Wer dieses Buch liest, kann sich auf den einen oder anderen Schock vorbereiten, wenn die Schranktüre aufgeht. Niemand muss enden wie Honecker,

meint

Michael Obergfell

Die Daten zum Buch:

Dieter Sordon: Steht uns das Schlimmste noch bevor?
Der Zerfall unseres Wohlstands

Die Neugier, die das eigenwillige Format des Covers hervorruft, wird im Innenteil nicht enttäuscht.

Taschenbuch
Edition Octopus
ISBN 978-3-95645-200-0
Preis 15,10 Euro

Bestellung hier möglich. 

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06.05.14

Alles hat ein Ende…

geschrieben von Heiner (saarbruecker)

Menetekel

Menetekel Rembrandt van Rijn

… nicht nur Weltreiche der Vergangenheit. Auch die gewaltigste Finanzmacht der Gegenwart, die US-Notenbank Federal Reserve. Der Tag könnte bald kommen, an dem die Menschheit aufatmet, wenn dieses Ungetüm seinen letzten Atemzug tut. Gewiss, wenn ein Gigant stirbt, geht das nicht ab ohne Nebenwirkung. Die USA-Bürger selbst und die Menschen im Rest der Welt werden den Orkan spüren, der ihre Ersparnisse, ihren größeren oder viel häufiger kleineren Wohlstand schlagartig hinweg fegt. Nichts wird bleiben wie es war bei diesem Groß-Reinemachen. Danach aber wird es hoffentlich besser werden – sofern die Menschen rund um den Globus begreifen, wer ihre Misere verursacht hat und wie sie das künftig verhindern können.

Ein soeben erschienenes Buch klärt auf.

Steht uns das Schlimmste noch bevor? – fragt Dieter Sordon in seinem leicht verständlich geschriebenen Buch und geht den Gründen für den Zerfall unseres Wohlstands auf die Spur. Nachdem die Staatsschulden ins Unermessliche gestiegen sind, längst nicht nur in Griechenland oder Spanien, nein weltweit von Japan bis Paris und New York, stehen wir am Rand einer totalen Transformation von Staatlichkeiten, Wirtschaftsblöcken und des seit 1971 ungezügelten Finanzsystems. Als Präsident Nixon in jenem Jahr den US-Dollar von seiner Goldbindung befreite, versank die Welt erst langsam, dann immer schneller und zuletzt mit exponentieller Geschwindigkeit in einem Papiergeld-Schuldensumpf. Noch so viele neue Schulden, die gegenwärtig von den Notenbanken erzeugt werden, können den Tag der Wahrheit nicht mehr lange hinauszögern. Die Menschen werden erkennen: Der Kaiser ist nackt.

Dieter Sordon erklärt an vielen Beispielen und mit Beiträgen unverdächtiger Experten wie Niki Vogt, Peter Boehringer oder Andreas Popp warum unser Geldsystem von Grund auf krank ist und warum es beendet werden muss. Der Abbruch wird gezielt geschehen, ausgelöst von denselben Leuten, die das System geschaffen haben, um ungeheuren Reichtum dabei anzuhäufen. Niemand wird den Systemabbruch verhindern können, aber jeder Einzelne kann sich vor den Folgen schützen – auch das ist Gegenstand von Sordons nüchterner Betrachtung.

Dieter Sordon: Steht uns das Schlimmste noch bevor?
Der Zerfall unseres Wohlstands

Die Neugier, die das eigenwillige Format des Covers hervorruft, wird im Innenteil nicht enttäuscht.

Taschenbuch

Edition Octopus

ISBN 978-3-95645-200-0
Preis 15,10 Euro

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Vielen Dank an Wolfgang Arnold für die erfreuliche Rezension meines Buches.
Über weitere Beiträge zu dem Buch würde ich mich in diesem Blogeintrag freuen. 

 

 

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Holt unser Gold heim!

Posted by krisenfrei - 09/07/2014

von Bolle Selke (Stimme Russlands)

STIMME RUSSLANDS Die deutschen Goldreserven sind die Zweitgrößten der Welt. Jedoch nur ein Drittel der 3.391 Tonnen liegt in den Tresoren der Bundesbank. Fast die Hälfte wird in New York gelagert. Bei dem Versuch, Teile davon nach Frankfurt zu transportieren scheint es Probleme gegeben zu haben. Die Bundesbank sagt es sei alles in Ordnung. Peter Boehringer von der Initiative „Holt unser Gold Heim!“ Ist sich dem nicht so sicher. Ein Beitrag von Bolle Selke.

1.500 Tonnen des deutschen Goldes liegen bei der US-Notenbank, kurz FED, in New York. Über den Standort des Goldes im Ausland ist sich die deutsche Politik keinesfalls einig. Jürgen Hardt, der Beauftragte der Bundesregierung für deutsch-amerikanische Beziehungen, ist der Meinung alles Gold sollte bleiben wo es ist. Sein Vorgänger, Philipp Mißfelder von der CDU, war der Meinung alles Gold sei besser daheim aufgehoben.

Das Gold lagert im Ausland, weil es dort auch in den 50ern und 60ern angekauft worden ist. Im Falle einer Währungskrise könnte es dort, auch schneller wieder in Devisen umgetauscht werden, so die offizielle Begründung der Bundesbank. Peter Boehringer, Mitglied im Vorstand der Deutschen Edelmetall Gesellschaft und Sprecher der Initiative „Holt unser Gold Heim!“, teilt diese Meinung nicht:

„Aus unserer Sicht, der der Aktion Holt unser Gold Heim!,ist das gerade falsch herum gedacht, denn gerade im Falle eines Währungskollapses, wenn es Schwierigkeiten im Eurosystem gibt, will man ja eher Gold haben und keine ausländischen Devisen, die ja auch nur Papier sind.“

Doch erste zaghafte Schritte der Bundesregierung in Richtung einer Heimholung des Edelmetalls aus den USA werden bereits unternommen. Bundesbank Vorstand Carl-Ludwig Thiele hat angekündigt bis 2020 insgesamt 300 Tonnen nach Frankfurt transportieren zu lassen. Aber hier scheint es Probleme zu geben, wie Peter Boehringer erläutert:

„…und schon im Jahr 2013 gab es offizielle Aussagen der deutschen Bundesbank. Es kamen zum Beispiel gerade mal fünf Tonnen aus New York zurück, wobei immerhin 300 Tonnen bis 2020 kommen sollten, und aus Frankreich nochmal 30, was natürlich viel zu wenig ist. Auch wenn man das hoch rechnet bis 2020. Es müsste schneller gehen! Und selbst innerhalb dieser Tonnagen gibt es weiterhin keinerlei Belege welche Barren nach Deutschland gebracht wurden…“
Die angelieferten Barren wurden eingeschmolzen und laut Peter Boehringer fehlen Barrenlisten für die eingeschmolzenen, sowie für die neu gegossenen Barren.

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann sagt, dass sich nach Untersuchung des eingeschmolzenen Goldes ergeben hat, dass alles zu 100 Prozent in Ordnung ist und Carl-Ludwig Thiele, vom Vorstand der Bundesbank, bekräftigt, dass er persönlich das Gold in New-York in Augenschein genommen hat. Das ist jedoch Peter Boehringer und der Initiative „Holt unser Gold heim!“ nicht genug:

„Es gibt keine genauen Berichte wo ganz genau er war. Es gibt keinen Beleg, dass Herr Thiele in irgendeiner Form in diesem Tresorraum war. Wenn er es denn war, gibt es dafür keinen Beleg – kein Foto, kein Video, noch nicht einmal eine in dieser Form bezeugten Unterschrift von Herr Thiele selbst. Es gibt auch keine Beweise, dass er es gezählt oder auditiert hat. Er ist auch kein Wirtschaftsprüfer. Er hätte in Begleitung eines Wirtschaftsprüfers sein müssen und gemeinsam die Barren physisch nachzählen müssen. Und bei mehreren 10.000 Barren ist das kein ganz kurzer Prozess. Das kann kein sauberer Audit gewesen sein.“

Dass die Bundesbank nun doch versucht zumindest Teile des deutschen Goldes in die Bundesrepublik zu holen, führt Peter Boehringer auch nicht zuletzt auf die Arbeit der Bürgerinitiative „Holt unser Gold Heim!“ zurück. Immerhin ist es der Initiative gelungen 15.000 namentliche Unterschriften für ihr Anliegen zu sammeln und prominente Unterstützung aus Wirtschaft, Politik und Bildung zu bekommen. Nach öffentlichem Druck hat sich auch der Bundesrechnungshof eingeschaltet und Anfang 2013 wurde von der Bundesbank ein neues Lagerstellenkonzept erstellt.

Neu ist die Idee das Gold zuhause zu lagern ist aber nicht. Unter dem französischen Präsidenten Charles de Gaulle war die Währungspolitik der Dritten Republik stark auf Gold ausgerichtet. Im Unterschied zu allen anderen Ländern, auch Deutschland, beließ Frankreich das Gold nicht bei der FED sondern bestand darauf, dass die Goldbarren nach Frankreich verschifft wurden. De Gaulle wollte sein Gold nicht dem Zugriff einer fremden Macht preisgegeben.

 

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