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Edward Snowden: Verräter oder Superheld?

Posted by krisenfrei - 16/06/2014

Roman Mamonow (Stimme Russlands)

Edward Snowden: Verräter oder Superheld?

STIMME RUSSLANDS Um Edward Snowden reißt man sich. Der Enthüller der Tätigkeit der US-Geheimdienste soll zum Helden von mindestens zwei Filmen werden. Einen von ihnen dreht die Filmgesellschaft Sony Pictures auf der Grundlage des Buches „No Place to Hide“ des Journalisten Glenn Greenawld. Auf die Arbeit am zweiten Streifen bereitet sich der US-amerikanische Regisseur und Drehbuchautor Oliver Stone vor. Er hat bereits die Rechte auf die Verfilmung von zwei Büchern, einer Dokumentation des Briten Luke Harding, und des Romans des russischen Rechtsanwalts – flüchtigen Computerfachmanns, Anatoli Kutscherena, erworben. Der Letztere arbeitet jetzt an einer Trilogie über das Leben von Snowden.

Edward Snowden, der Hauptgrund für die Kopfschmerzen für die Führung der US-Geheimdienste im letzten Jahr, wird sich bald aus einem Haupthelden der Nachrichten in den wichtigsten Filmhelden verwandeln. Natürlich nicht persönlich. Der Bloßsteller der Nationalen Sicherheitsagentur hat keine Absicht, sich in einem „abendfüllenden Streifen“ mitzuwirken. Dafür haben seine Handlungen Hollywood dazu veranlasst, Spionagesagen in Angriff zu nehmen. Vor einigen Wochen hat eines der größten Filmunternehmen der USA, Sony Pictures, bekannt gegeben, dass es einen Film über Snowden drehen wird. Sony Pictures beabsichtigt, das Buch des Journalisten Glenn Greenwald dem Streifen zugrunde zu legen. Eben ihm hatte Snowden das Archiv von Geheimunterlagen anvertraut, und er ist ja zum Autor der meisten Bloßstellungen geworden, die in der britischen „The Guardian“ veröffentlicht wurden. Bis jetzt steht noch nicht fest, wann mit den Aufnahmearbeiten begonnen wird und wer die Regie führen soll.

Dafür ist ganz genau bekannt, wer der Drehbuchautor und der Regisseur des zweiten Filmes über den flüchtigen Mitarbeiter der amerikanischen Geheimdienste sein wird. Das ist der für seine Streifen „Platoon“, „Geboren am 4. Juli“ und „Midnight Express“ dreimal mit einem Oscar ausgezeichnete Oliver Stone. Er hat die Rechte auf die Verfilmung des Romans „Krakenzeit“ erworben. Sein Autor ist Anatoli Kutscherena, russischer Jurist, der Snowdens Interessen vertritt. Nachstehend, was Kutscherena selbst erzählt hat:

„Das Buch beruht zum Teil auf realen Ereignissen. Es ist in Form eines schöngeistigen Romans verfasst worden. Der Film, den Oliver Stone drehen wird, wird nach meiner Ansicht hochwertig sein. Die Geschichte, die sich mit meinem Mandanten zugetragen hat, ist für jede Generation unbedingt interessant. Oliver Stone hat Snowden von Anfang an, in den schwierigsten Augenblicken unterstützt, ab dem Zeitpunkt, da es diesen in die Transitzone von Schreremetjewo verschlagen hatte, und ich bin ihm sehr dankbar dafür. Er hat schon das Verfassen des Drehbuches in Angriff genommen und soll demnächst mit den Dreharbeiten beginnen.“

Außer diesem Buch soll dem Film von Stone auch das Buch „Snowdens Dateien. Persönliche Geschichte eines Menschen, nach dem am meisten gefahndet wird“ des Journalisten Luke Harding zugrunde gelegt werden. Doch wenn es sich beim Buch des Briten um eine dokumentarische Schilderung handelt, so ist der Roman (in der Perspektive eine Trilogie) von Anatoli Kutscherena dennoch ein Thriller, in dem Erdachtes mit realen Ereignissen vermengt worden ist. Sein Held ist der amerikanische Informator Joshua Colda, der von der Regierung verfolgt wird.

Was Oliver Stone anbelangt, so ist der Hollywoodregisseur durch seine regierungsfeindlichen Ansichten bekannt. Nachstehend, was er zu den Journalisten im August des vorigen Jahres, einige wenige Monate nach dem Skandal, der ausgebrochen war, ausführte:

„Snowden ist für mich ein Held. Edward Snowden ist ein Held. Denn das, was er gemacht hat, hat er nicht um des eigenen Vorteils willen oder wegen eines Tausches getan. Er hat keine Geheimnisse preisgegeben, die seinem Land hätten schaden können. Ich habe bis jetzt keine Beweise gesehen, die vom Gegenteil zeugen würden. Er hat es in Übereinstimmung mit seinem Gewissen getan. Seine hohen moralischen Überzeugungen haben das gefordert. Er hat sein Leben dafür geopfert. Der ‚Große Bruder’ besteht in einem Maßstab, den sich nicht einmal Orwell vorstellen konnte. Obama sagte: ‚Na gut, wir hören niemanden ab.’ Doch Sie können das tun. Und das wird jemand in Zukunft tun können, ein gewissen George-Bush der Dritte oder beispielsweise Frau Clinton.“

Die Dreharbeiten zum Film von Oliver Stone sollen bis zum Jahresende beginnen. Jetzt arbeiten der Regisseur und dessen Team am Drehbuch. Nun lautet die wichtigste Intrige: Wen wird der Amerikaner mit der Hauptrolle betrauen?

 

 

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