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Was uns Obama in West Point sagte

Posted by krisenfrei - 03/06/2014

Paul Craig Roberts (antikrieg)

In West Point sagte uns Obama unter dem Applaus der West Point-Kadetten, dass der „Amerikanische Exzeptionalismus” eine Doktrin ist, welche rechtfertigt, was immer Washington macht. Wenn Washington inländisches und Internationales Recht verletzt, indem es „Angehaltene“ foltert, oder gegen den Nürnberger Standard verstößt, indem es in Länder einmarschiert, die keinerlei feindliche Aktivitäten gegen die Vereinigten Staaten von Amerika oder deren Alliierte gesetzt haben, ist der „Exzeptionalismus“ der Segen, der Washington von den Sünden gegen Recht und internationale Normen freispricht. Washingtons Verbrechen werden transformiert zu Washingtons Bekräftigung des Rechtsstaats. Hier Obama in seinen eigenen Worten:

„Ich glaube an den amerikanischen Exzeptionalismus mit jeder Faser meines Seins. Was uns jedoch exzeptionell macht, ist nicht unsere Fähigkeit, uns über internationale Normen und den Rechtsstaat hinwegzusetzen, es ist unsere Bereitschaft, diese durch unsere Handlungen zu bekräftigen.

Ja Handlungen. Im 21. Jahrhundert hat der “amerikanische Exzeptionalismus” sieben Länder völlig oder teilweise zerstört. Millionen Menschen sind tot, verstümmelt und vertrieben, und alle diese verbrecherische Zerstörung bildet den Beweis für Washingtons Bekräftigung internationaler Normen und des Rechtsstaats. Zerstörung und Mord sind nur Kollateralschaden von Washingtons Bekräftigung der internationalen Normen.

„Amerikanischer Exzeptionalismus“ heißt auch, dass Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika nach Strich und Faden lügen und diejenigen falsch darstellen, die sie dämonisieren wollen. Hören Sie, wie Obama die Regierungen Putins und Assads falsch darstellt:

„Russlands Aggression gegen ehemalige Sowjetstaaten bringt Hauptstädte in Europa aus der Fassung … in der Ukraine erinnern Russlands neuliche Aktionen an die Zeiten, in denen sowjetische Panzer nach Osteuropa rollten.“ Obama stellt Assad fälschlich hin als „einen Diktator, der seine eigenen Bürger bombardiert und hungern lässt.“

Hat sich einer der Kadetten von Obamas West Point-Zuhörerschaft gefragt, warum die Menschen in Syrien Assad unterstützen, wo dieser doch ein brutaler Diktator ist, der seine eigenen Bürger bombardiert und hungern lässt, und nicht die von Amerika unterstützten „Befreiungskräfte,” diese Mischung aus importierten Jihadisten und al-Qaeda-Kämpfern, die Assads Regierung bekämpfen, weil sie säkular ist? Das Militär der Vereinigten Staaten von Amerika ist dazu erzogen, seinen zivilen Oberbefehlshaber zu respektieren, aber wenn die Kadetten in West Point tatsächlich eine Ausbildung bekommen, dann ist bemerkenswert, dass Obamas Publikum nicht in Gelächter ausgebrochen ist.

Die Erwähnung der sowjetischen Panzer, die nach Osteuropa rollen, bezieht sich auf die ungarische (1956) und tschechische (1988) „Revolutionen,“ als die ungarischen und tschechoslowakischen kommunistischen Anführer versuchten, Unabhängigkeit von Moskau zu erlangen. Es ist zu bezweifeln, dass sich Washingtons Antwort auf Länder, die versuchen, aus der NATO auszutreten, irgendwie davon unterscheiden würde. Vor ein paar Monaten reagierte Washington auf politische Gespräche in Deutschland und England über einen Austritt aus der EU, indem es beide Regierungen informierte, dass es nicht in Washingtons Interesse sei, wenn sie die Europäische Union verlassen.

Obama benutzte das Bild der sowjetischen Panzer, um Russland mit der sowjetischen Bedrohung anzupatzen, um Russlands Reaktion auf den Einmarsch Georgiens in Südossetien falsch zu charakterisieren, und um die Abstimmung auf der Krim zugunsten der Wiedervereinigung mit Russland fälschlich als „Russlands Invasion und Annektierung der Krim“ darzustellen. Diese Lügen sind immer noch eine Hauptstütze der Propaganda in den Medien der Vereinigten Staaten von Amerika und in Washingtons offizieller Propaganda.

Obamas Rede ist wahrscheinlich die verschlagenste, die ein Politiker des Westens je gehalten hat. Wir könnten uns stundenlang unterhalten mit all den Verbrechen, die Washington begeht, aber in Rhetorik begräbt, die gegen andere gerichtet ist. Vielleicht meine liebste Stelle ist, wo Obama eine Welt beschwört, in der „Individuen nicht wegen ihrer politischen Überzeugung umgebracht werden.“ Ich bin mir sicher, dass Obama an diese gerechte Welt gedacht hat, als er ohne rechtsstaatliches Verfahren vier amerikanische Bürger „außerhalb von Zonen feindlicher Aktivitäten“ ermordete.

Eine weitere ist die Art und Weise, wie Obama die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika ihrer Bedeutung entleerte. Obama sagte in Bezug auf die Verbringung der Gefangenen in Guantánamo in die Vereinigten Staaten von Amerika, dass „amerikanische Werte und gesetzliche Traditionen die unbefristete Anhaltung von Menschen jenseits unserer Grenzen nicht erlauben.“ Nein, Obama, die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika verbietet die unbefristete Anhaltung von Bürgern der Vereinigten Staaten von Amerika durch die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika überall auf der Erde, besonders innerhalb unserer Grenzen.

Durch die Anhaltung und Ermordung von Bürgern der Vereinigten Staaten von Amerika ohne rechtsstaatliches Verfahren hat Obama gegen seinen Amtseid verstoßen und sollte angeklagt werden. Es ist nicht lange her, dass Präsident Bill Clinton vom Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten von Amerika angeklagt wurde (der Senat rettete ihn von der Verurteilung), weil er über seine Sexaffäre mit einer Praktikantin im Weißen Haus gelogen hatte. Wie sich die Zeiten ändern. Heute bekommt ein Präsident, der gegen seinen Amtseid verstößt, die Verfassung gegen Feinde von außen wie von innen zu schützen, einen Freischein. Die Verfassung hat ihre Macht verloren, Bürger vor der willkürlichen Macht der Regierung zu schützen. Die Vereinigten Staaten von Amerika sind die Verfassung. Ohne die Verfassung hören die Vereinigten Staaten von Amerika auf zu existieren, und das Land wird zu einer Tyrannei, sowohl im In- als auch im Ausland. Heute sind die Vereinigten Staaten von Amerika eine Gewaltherrschaft, gehüllt in das Gewand von „Freiheit und Demokratie.“

Anstatt uns durch Obamas lächerliche Ansprache vor einer offenbar verblödeten West Point-Abschlussklasse zu lachen, hören wir uns Obamas Schlusszeile an: „Amerika muss immer führen auf der Weltbühne … das Militär ist, und wird immer das Rückgrat dieser Führung sein.“

In anderen Worten, Washington benutzt keine Diplomatie. Washington benutzt Zwang. Die bevorzugte Drohung ist: „Tut wie gesagt oder wir werden euch in die Steinzeit bomben.“ Obamas Rede ist eine Rechtfertigung der verbrecherischen Handlungen Washingtons auf der Basis, dass Washington für die exzeptionellen Amerikaner handelt, deren Exzeptionalismus sie und damit ihre Regierung über Recht und internationale Normen stellt. In dieser Welt des Denkens ist nur das Scheitern bei der Durchsetzung ein Fehler.

Amerikaner sind die neuen Übermenschen, die neue Herrenrasse. Minderwertige Menschen können bombardiert, überfallen und sanktioniert werden. Die Rede Obamas in West Point bestätigt die amerikanische Überlegenheit über alle anderen und Washingtons Entschlossenheit, diese Überlegenheit weiterzuführen, indem die Entstehung anderer Mächte verhindert wird. Diese arrogante Überheblichkeit war der Redaktion der Washington Post noch zuwenig. Der Leitartikel des Blattes verurteilte Obama für die Einschränkung der Macht der Vereinigten Staaten von Amerika und Beschränkung ihres Einsatzes auf „einen engen Bereich von Kerninteressen,“ wie etwa direkte Bedrohungen Amerikas.

Die amerikanischen „liberalen Medien” halten dagegen, dass Obamas Beanspruchung des Exeptionalismus nicht weit genug geht für Washingtons Zwecke. Obamas Rede, schrieb die Washington Post, schränkte die „Macht der Vereinigten Staaten von Amerika ein“ und konnte die Militaristen, die Syrien, den Iran, Russland und China stürzen wollen, „wenig aufmuntern.“

Die Welt sollte zur Kenntnis nehmen, dass der militärisch aggressivste amerikanische Präsident der Geschichte von den neokonservativ beherrschten amerikanischen Medien als Schlappschwanz betrachtet wird. Die Medien treiben zu Kriegen, und die amerikanischen Medien, fest verbandelt mit dem Militär-/Sicherheitskomplex, treiben die Welt in den finalen Krieg.

 

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2 Antworten to “Was uns Obama in West Point sagte”

  1. Cato said

    Die Blase des US Größenwahns ist bereits geplatzt. Obama erzeugt Nebel um die
    Sicht darauf zu verhindern. Was droht ist dann in direkter Konsequenz ein Weltkrieg.
    2014 = 1914!

  2. Hat dies auf deutsch769 rebloggt und kommentierte:
    Man merkt, daß der massenmordende Nobelpreisneger wahnsinnig sein muss!

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