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Warum der Amerikanische Traum nicht in Erfüllung geht

Posted by krisenfrei - 03/06/2014

STIMME RUSSLANDS Trotz ihres überwältigenden Militärpotenzials verlieren die USA allmählich ihre geopolitische Dominanz, stellt ein russischer Experte fest und klärt über die Ursachen auf.

Der Militärexperte Konstantin Siwkow schreibt in einem Gastbeitrag für die russische Wochenzeitung „WPK“: „Den Zerfall der Sowjetunion hielt die US-Elite für ihren eigenen Erfolg. Sie bekam offenbar den Eindruck, dass der globale Kampf zu Ende sei, und sah keine Hürden mehr für ihre Großprojekte. Diese Elite glaubte, sie könne nun ohne Rücksicht auf die Besonderheiten der realen Situation in verschiedenen Regionen der Welt handeln, denn niemand könne sich ihr entgegensetzen.“

Der Artikel heißt „Der gescheiterte Amerikanische Traum“. Laut Siwkow basierte die US-Politik in den 1990er Jahren auf drei Grundsätzen. Erstens seien die USA davon ausgegangen, dass die Welt nun einheitlich sei und folglich ein gemeinsames Wirtschaftssystem brauche, d.h. mit einer internationalen Arbeitsteilung und einer freien Kapital- und Warenbewegung ungeachtet nationaler Grenzen. Zweitens habe Amerika das liberale Gesellschaftsmodell für einzig möglich weltweit gehalten – ohne Rücksicht auf nationale Kulturen. Drittens habe sich Amerika die Rolle eines globalen intellektuellen Zentrums vorbehalten, wobei der Rest der Welt Rohstoffe gewinnen und Waren herstellen müsse.

Der Experte schreibt weiter, im Rahmen dieser Denkweise seien Industriekapazitäten aus den Westen in Länder mit billigen Arbeitskräften massiv gedriftet. Daraus sei eine De-Industrialisierung Nordamerikas und Europas resultiert. Die einst rückständigen China und Indien seien dagegen zu neuen Großmächten aufgestiegen, die den USA nun wirtschaftlich und militärisch Konkurrenz leisten.

Die Seifenblase der virtuellen Wirtschaft in Amerika habe gigantische Finanzressourcen akkumuliert, die größer seien als die Realwirtschaft. Das gefährde den US-Dollar. Die US-Staatsschuld wachse und sei mittlerweile mit dem Bruttoinlandsprodukt vergleichbar. All diese Vorgänge seien auf eine Wirtschaftskrise hinausgelaufen.

Die nationalen Eliten der einstigen US-Verbündeten hätten damit begonnen, sich auf eine Befreiung von der US-Kontrolle hinzuarbeiten. Nach dem Zerfall der Sowjetunion hätten diese Länder keinen amerikanischen Schutz mehr gebraucht. Auch die wirtschaftliche US-Obhut sei ihnen lästig geworden. Dies habe Amerikas Zugriff auf billige Rohstoffe gefährdet und seinen Einfluss auf die globale Situation geschwächt.

Siwkow stellt fest: „Vor diesem Hintergrund blieb der US-Elite nichts anderes übrig, als dringende Maßnahmen zu treffen, um diese Vorgänge zu neutralisieren. Dabei wurde die aufwendigste und ineffizienteste Methode gewählt, und zwar militärisches Vorgehen. Das ging wahrscheinlich zum Teil darauf zurück, dass sich die USA bereits als Sieger und Herr der Welt fühlten. Auch die Konsequenzen aus dem Jugoslawien-Einsatz erwiesen den Vereinigten Staaten einen schlechten Dienst: Amerika fühlte sich nun in der Lage, politische Aufgaben durch kontaktlose Kriege zu lösen.“

Amerika habe die 9/11-Anschläge als moralische und psychologische Grundlage für eine groß angelegte Anwendung von Gewalt instrumentalisiert, um die Länder zu zerschlagen, die sich den USA demonstrativ widersetzten. Zunächst seien Afghanistan und der Irak mit ihrer günstigen geopolitischen Lage ins Visier genommen worden. Amerika habe Aufmarschgebiete gebraucht, um eine Expansion in Zentralasien zu starten sowie Russland und China unter Druck zu setzen.

Doch Mitte der 2000er Jahre sei es klar geworden, dass der Nato-Einsatz im Irak und in Afghanistan seine ziele offenbar verfehle. Die US-Elite habe sich für andere Methoden entschieden. Nach Barack Obamas Amtsantritt setze sie mehr auf die Soft Power. Der Arabische Frühling habe darauf abgezielt, die außer Kontrolle geratenden Regimes im Nahen Osten und in Nordafrika zu wechseln. Aber auch diesmal habe Amerika eine Niederlage erlitten. In manchen Ländern hätten radikale Islamisten die Macht ergriffen. Syrien wehre sich nach wie vor dem aggressiven US-Druck. Und in Ägypten seien infolge der Gegenrevolution Kräfte an die Macht gekommen, die sich nun auf andere geopolitische Zentren umstellen, darunter auf Russland, so Siwkow.

 

 

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