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Der Größenwahn der USA als ein geopolitischer Faktor

Posted by krisenfrei - 29/05/2014

von Sergej Dus (german.ruvr)

STIMME RUSSLANDS Der US-amerikanische Präsident Barack Obama gab vor den Hörern der Militärakademie West Point bekannt, dass die führende Rolle der USA es erlaubt hat, einen globalen Boykott Russlands zu organisieren. Größenwahn – das ist die Schlussfolgerung von Experten.

Barack Obama zweifelt nicht daran, dass sein Staat noch lange die Last der Weltherrschaft tragen wird. Wie will er das machen – das ist die Frage. Nach Ansicht des Präsidenten unter anderem mit Hilfe der dynamischen Wirtschaft und des Innovationsbusiness. Außerdem durch die Reduzierung der energetischen Abhängigkeit von Europa und Asien. Aber Amerika ist bereit, auch seine Militärmacht zu verwenden, wenn seine nationalen Interessen gefährdet werden. Die können sich, wenn man der geopolitischen Logik von Obama folgt, in jedem beliebigen Teil der Welt finden. Der Chefredakteur der Zeitschrift „Nazionalnaja oborona“, Igor Kortschenko, sagte:

„Die amerikanischen Präsidenten liebten es immer zu unterstreichen, dass Amerika von Gott erwählt wurde und dass gerade Amerika über das Schicksal der Welt entscheiden wird. Man muss aber die Ansprache von Obama in praktischer Hinsicht im Kontext jener Tatsache betrachten, dass das vor der künftigen Militärelite des Staates gesagt wurde.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass der militärisch-industrielle Komplex Amerikas sich sehr schnell entwickelt. Dort werden gigantische Geldmittel investiert. Dort sind die modernsten Technologien, die man in der Welt finden kann, konzentriert. Indem die Amerikaner neue Waffensysteme konstruieren, beabsichtigen sie einen solchen unumkehrbaren Vorsprung zu erreichen, dass niemand in der Welt an der Militärmacht der USA zweifelt.“

Amerika wird sich unter den Umständen, die keine direkte militärische Einmischung brauchen, bemühen, mit diplomatischen Mitteln und der Zusammenarbeit mit seinen Verbündeten auszukommen. Obama bezeichnete die Handlungen der USA gegenüber Russland im Zusammenhang mit der Situation in der Ukraine als eines der Beispiele für eine solche Zusammenarbeit. Moskau geriet seiner Meinung nach in die internationale Isolation, obwohl die Fakten nach Ansicht von Experten vom Gegenteil zeugen. Der wissenschaftliche Mitarbeiter des Instituts für internationale Forschungen des Moskauer Staatlichen Instituts für internationale Beziehungen des Außenministeriums Russlands, Leonid Gussew, sagte:

„Was bedeutet Isolation? Russland hat mit China Abkommen geschlossen, es gibt Beziehungen mit vielen europäischen Staaten, die nicht verschwanden: unter anderem mit Deutschland, Italien, Frankreich. Es gibt den Handel, den Studentenaustausch, andere Zusammenarbeit. Deshalb sind die Erklärungen über die Isolation Russlands eine Art Rhetorik, insbesondere, wenn man die Institution, in der das gesagt wurde, im Auge hat.“

„Die Erklärungen von Obama vor der künftigen Militärelite der Nation sind zweifellos für den inneren Gebrauch bestimmt“, meint der Politologe und Stellvertreter des Redakteurs der Zeitung „Iswestija“, Boris Meschujew.

„Die Rede war in erster Linie an die Amerikaner gerichtet. Weil niemand außer den Amerikanern glaubt, dass Barack Obama die Isolation Russlands erreicht hat. Alle verstehen sehr gut, dass man von keiner ernsten Isolierung Moskaus sprechen kann – aus wirtschaftlichen und umso mehr aus politischen Gründen. Ganz zu schweigen davon, dass die Unterzeichnung des Vertrages über die Eurasische Wirtschaftsunion zwischen Russland, Weißrussland und Kasachstan beweist, dass die Integrationsprozesse im postsowjetischen Raum ebenfalls nicht zu Ende gegangen sind.“

Der Direktor des Eurasischen Kommunikationszentrums, Alexej Pilko, meint, dass der Größenwahn der Amerikaner der Hauptfaktor ist, der sie hindert, auf neue Herausforderungen und Gefahren adäquat zu reagieren.

„Die USA, die kein absoluter globaler Spitzenreiter mehr sind (wie das vor zehn bis 15 Jahren der Fall war), spielen nach wie vor hartnäckig die Rolle des globalen Spitzenreiters, obwohl diese Rolle weder ihren Interessen noch ihrem Potential entspricht. Die Ursache der Unmöglichkeit, den Kurs zu korrigieren, besteht darin, dass in das Massenbewusstsein die These vom Sieg im kalten Krieg und die ewige amerikanische globale Führung eingehämmert wurde.“

Als ein indirektes Zeichen der kommenden Änderungen kann eine folgende Äußerung von Obama dienen: „Wenn man den besten Hammer in der Hand hat, dann bedeutet das durchaus nicht, dass jedes Problem sich in einen Nagel verwandelt.“ Der US-Präsident gab damit allem Anschein nach die Beschränktheit der gewaltsamen Maßnahmen des geopolitischen Einflusses und die Notwendigkeit der friedlichen Koexistenz der Zivilisationen zu.

 

 

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