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Archive for 26. Mai 2014

Die Kritiker der EU und des Euro werden immer stärker

Posted by krisenfrei - 26/05/2014

von Michael Obergfell (fortunanetz)

Die Bürger der Europäischen Gemeinschaft, die sich fälschlicherweise Europäische Union nennt, haben gewählt. Diese Gemeinschaft der europäischen Staaten umfasst 28 Staaten und dies war auch das Wahlgebiet.

Üblicherweise wird von Brüssel aus alles „harmonisiert“, damit auch alles in dieser Gemeinschaft irgendwie gemeinschaftlich gemacht wird, oder zumindest irgendwie gemeinschaftlich aussieht. Nur mit den Wahlen zum Europaparlament klappt es noch nicht so richtig mit der „Harmonisierung“. Großbritannien und die Niederlande haben schon am Samstag ihre Wahlergebnisse vorgelegt. Die meisten Staaten haben am Sonntag gewählt, aber Estland und Belgien haben bis heute noch keine endgültigen Ergebnisse vorgelegt. Daher kann im jetzigen Stadium noch keine wirklich vollständige Analyse erfolgen, wenn auch davon ausgegangen werden kann, dass der große Trend bis auf ganz geringe Abweichungen schon fest steht. Wirkliche Überraschungen wird es beim „Trend“ zur Europawahl nicht mehr geben.

Generell kann man sagen: In allen Ländern der „EU“ sind Parteien an der Macht, die den aktuellen Kurs der Eurorettung und das Streben nach einem zentralstaatlichen Bundesstaat begrüßen oder einer solchen Haltung zumindest positiv gegenüber stehen. So weit, so schlecht, muss man da als Eurokritiker und Gegner eines europäischen Bundesstaates sagen.

Dennoch zeigt sich bei näherem Hinsehen, dass die schlechte Eurorettung sowie die völlig verunglückte Politik eine europäische Union zu etablieren in den Köpfen von erstaunlich vielen Europäern angekommen ist – und das trotz der zum Teil massiven Propaganda für beide Politikkonzepte. So hat dies auch Holger Steltzner von der FAZ erkannt, wenn er schreibt, das Wahlergebnis sei ein Warnschuss an die europäischen „Eliten“. Wie so oft hebt sich diese Zeitung dadurch ab, dass sie keine rosarote Brille aufsetzt, wie dies die Euroretter und „Unionsbefürworter“ gerne tun. Ein Fünftel aller Sitze im Parlament gehen nach Steltzners Meinung an die EU-Kritiker und Euroskeptiker. Hier zeigt er in wohltuender Weise einen ehrlichen Klarblick.

Schauen wir einmal die Liste der Euro- und Unionskritischen Parteien in den einzelnen Ländern an:

Großbritannien: UKIP 27 Prozent
Griechenland: Goldene Morgenröte 9,4 Prozent, Syriza 26,4 Prozent
Niederlande: PVV 12,9 Prozent
Finnland: Wahre Finnen 12,9 Prozent
Frankreich: Front National 26 Prozent
Italien: H5S 25,5 Prozent
Österreich: FPÖ 20,5 Prozent
Polen: KNP 7,2 Prozent
Deutschland: AfD 7,1 Prozent

Die hier wiedergegebene Liste von Parteien, die sich mehr oder weniger skeptisch zur Eurorettung oder zu Europapolitik geäußert haben, soll keine Gleichheit oder Ähnlichkeit dieser Parteien unterstellen. Vielmehr kommen alle diese Parteien aus unterschiedlichen politischen Richtungen. Sie haben oft auch gänzlich unterschiedliche Motive und Traditionen, aus denen heraus sie zu einer Euro- oder Europa-kritischen Haltung gelangten. Weiterhin hat diese Auflistung keinen Anspruch auf Vollständigkeit, denn in manchen Ländern, wie z. B. in Großbritannien, haben auch die regierenden Konservativen große Vorbehalte gegen das „Projekt Europa“. Die hier aufgeführte Liste bestätigt lediglich, dass die Liste der Kritiker wächst und auch immer länger wird. Die Entwicklung in Deutschland kann und soll daher nicht isoliert gesehen werden. Die Unzufriedenheit mit der Europapolitik ist generellerer Natur.

Die „Alternative für Deutschland“ hatte zur Bundestagswahl 2 Millionen Wähler. Jetzt bei der Europawahl ist der Zuspruch zu dieser Partei wieder nahe daran. Ein Zuwachs an Prozentpunkten kommt zustande durch die wesentlich geringere Wahlbeteiligung, nicht aber durch Stimmenzuwachs. Die Meinung, dass bei einer höheren Wahlbeteiligung (z. B. wie bei der Bundestagswahl) mehr Stimmen für die AfD abgegeben worden wären, ist spekulativ. Schließlich argumentieren die Euroretter und Europabefürworter mit gleichen Recht ebenso: Wären mehr Wähler zur Wahlurne gegangen, wäre deren Sieg noch deutlicher gewesen. Man wird es also nie erfahren wer mit welcher Spekulation Recht gehabt hätte.

Trotzdem ist die Botschaft einer AfD mit 7 Prozent Stimmanteil bedeutsam! In zwei Wahlen hintereinander hat die AfD jetzt einen gleich bleibenden Zuspruch von ca. 2 Millionen Wählern dokumentiert. Damit beweist sie, dass sie eine konstante Kraft in der deutschen Parteienlandschaft darstellt. Weiterhin hat sich die AfD jetzt wohl endgültig als die führende Kraft unter den kleinen Parteien etabliert. Sie steht jetzt vor dem Freien Wählern, Tierschutzpartei, Piraten, ÖDP, PBC, NPD, Familienpartei, FDP und CSU(!). Sie zieht im Europaparlament mit der deutschen Linken gleich, und liegt noch etwas hinter den Grünen. So gesehen ist diese Wahl ein sehr großer Erfolg. Aber die Stagnation bei ca. 2 Millionen Wählern seit der Bundestagswahl zeigt an, dass das AfD-bashing der Leitmedien doch insofern erfolgreich war, dass dies ein weiteres starkes Wachstum dieser euroskeptischen und EU-kritischen Partei verhindert hat.

Der Weg zu einer „Volkspartei“ ist noch lang und steinig und angesichts der immer noch geringen Mitgliederzahlen und der personellen Unterbesetzung in manchen Gebieten vermutlich auch noch sehr kraftraubend und anstrengend.

Eine letzte und ebenfalls bedeutende Botschaft dieser Wahl sei hier ebenfalls noch genannt: Die FDP, die „Freiwillig Drei Prozent“ Partei, hat es wohl endgültig geschafft. Schon nach der Bundestagswahl war abzusehen, dass die FDP versuchen würde, ihren abgestürzten Flieger ohne Sprit, also ohne wirkliche Inhalte, wieder starten zu wollen. Sie hat diesen Versuch nun tatsächlich gewagt und außer einem lauten Knall war nichts weiter zu hören… Und nun bleibt dieses FDP-Flugzeug vorerst am Boden und so lange deren Mitglieder sich nicht bequemen, neue Inhalte als Sprit zu liefern wird dieses Flugzeug dauerhaft am Boden bleiben und eines Tages im Museum zu bewundern sein. Es bleibt spannend zu sehen, was wohl Frank Schäffler machen wird…,

meint
Michael Obergfell

 

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Europawahl-Desaster, EU plant umfassendes Verbot kleiner Parteien

Posted by krisenfrei - 26/05/2014

von WiKa (qpress)

European Undead zombie EU Party LeichenEUR-OPA: Die Katastrophenmeldungen wollen gar nicht mehr abreißen. Die sogenannten „Bürgerleichen Parteien“ (ugs. Vertretungen der nachweislich hirntoten Wähler) kommen weiter unter Druck. Zwar gibt es immer noch ausreichend unbedarfte Menschen, Hinterwäldler, Volldeppen, Nichtdurchblicker und die sogenannten Stamm(hirn)wähler, die aus kaum nachvollziehbaren (traditionellen) Gründen stets das wiederkehrende Elend wählen, aber bei kontinuierlich s†inkender Wahlbeteiligung lässt sich der Geruch der politischen Verwesung auf EU-Ebene kaum mehr wegparfümieren.

Immer mehr radikale Parteien drängen da jetzt ins EU-Parlament. Erdrutschsieg für die Rechten in Frankreich und vielen anderen Ländern. Die normalen Lobby-Parteien sehen sich mit drastischem Liebesentzug konfrontiert und wollen hart reagieren, solange es sie noch gibt. Diese radikalen Parteien können einfach nicht gut sein für das Europa welches den Konzernen vorschwebt … weil man doch gar nicht so recht weiß wie man diese neue Klientel jetzt bestechen einkaufen soll. Bei den abgehalfterten Volksparteien läuft das alles ja schon seit Jahrzehnten wie geschmiert. Der größte Haken an der Sache ist aber, dass diese kleinen Parteien das offen wollen könnten, was die großen im Verborgenen längst machen, nämlich den Faschismus durch die Hintertür hereinzuwinken.

Noch peinlicher wird es, geht es darum, im Fernsehen eine Partei zu erwähnen die bei der neuerlichen EU-Wahl sieben Prozent erhascht hat. Nein das geht ja gar nicht. Auch wenn diese Partei tatsächlich nur ein Angebot für Dumme war, wohl wissend aus welchem Stall kommend, redet man doch lieber über eine Partei die noch weniger Prozente bekommen hat, die es eigentlich gar nicht mehr gibt, die aber jederzeit gut zu kaufen war. Also so eine Art AnusAfter-Wahl-Werbung für die Freundliche Dumpfbacken Partei, auf dass sie alsbald wieder auf der Bühne erscheinen möge, damit die Investitionen der Lobbys nicht verloren sind.

Aber sehen wir doch mal nach warum da soviel untote Parteien auf der EU-Bühne herumgeistern? Gibt es tatsächlich eine erkennbare Notwendigkeit dafür? Wer ist jetzt überhaupt Schuld an diesem maßlosen Dilemma? Sind es tatsächlich die Bilderberger, die Konzerne und ihre Lobbyisten nebst all den gekauften Politikern in allen Parlamenten? Irgendwen müssen wir doch jetzt dafür mal zur Rechenschaft ziehen können, oder?

Ja, jetzt wird es schon wieder richtig schräg aber der Hagen Rether, der hat da eine ganz plausible Erklärung für dieses Phänomen gefunden: „Der Wähler ist dümmer als er glaubt“ … wie man im beigefügten Video anschaulich nachvollziehen kann. Nur die Politik(er) ist/sind grenzüberschreitend davon überzeugt, dass das Maß an Dummheit bei den Wählern noch lange nicht vollständig ausgeschöpft ist, da geht noch was, sonst hätten wir doch längst eine andere Politik.

Europawahl 2014 Wahlbeteiligung Sieger eindeutig die Nichtwaehler mit ueber 50 ProzentUmso schneller können wir natürlich die Bedrohungslage für die etablierten Parteien erkennen und in welchem Maße man sich nun den kritischen Werten nähert. Betrachtet man sich nur gröblich die Ergebnisse der aktuellen Europawahl, so fällt sofort ins Auge, dass die eigentlichen Gewinner einmal mehr völlig schamlos totgeschwiegen werden … die Nichtwähler, die wie immer, auf Anhieb eine absolute Mehrheit holen konnten … aber auch sonst ausnahmslos stärkste Kraft sind. Aufgrund der zunehmenden Irrungen der Wähler, sofern diese schon zur Wahl gehen und nicht die gekauften Parteien wählen, müssen wir in den kommenden Jahren unbedingt mit massenhaften Parteiverboten rechnen. Ein Verbot der Nichtwähler scheint aktuell nicht auf dem Programm zu stehen, jedenfalls solange nicht, wie sich diese Mehrheit aktiv aus der Politik heraushält und die Lobbys fröhlich und ungehindert werkeln lässt.

Neben den dominanten Nichtwählern muss unbedingt eine Partei Erwähnung finden, die jetzt erstmalig den Durchbruch auf EU-Ebene schaffte und eine noch ernsthaftere Bedrohung für den gesamten Europäischen Unions Filz darstellt als alle bisher erwähnten Spaß-Parteien. Eine Gruppierung die es bitter ernst meint: Die PARTEI[Die Partei], eine bislang völlig unterschätzte Kraft im Lande die der Politik wieder die nötige Ehrfurcht einflößen könnte, sofern weltweit die Aufwertung aller Parlamente zu echten „Staatskabaretts” durchgesetzt und proklamiert würde. Aber vor diesem Schritt schrecken bislang alle gekauften Politiker zurück. Hier noch eine weitere unabhängige Schilderung dieser gefährlichen Polit-Bande: Die PARTEI[Wikipedia].

Wir sehen, die Europäische Union (nicht Europa) ist ziemlich fertig, regungslos tot, da helfen jetzt nur noch Verbote, Verordnungen und neue EU-Normen, damit die Gräber ja dicht und die UN-Toten unter Verschluss bleiben. Wie war das noch gleich? Würden Wahlen etwas bewirken, wären sie längst verboten (Sprich†Wort)! Jetzt muss wieder jeder für sich selbst überlegen, was wohl die letzten EU-Wahlen zu bewirken vermochten. Ja richtig … nicht etwas zu entscheiden, sondern nur die Verantwortung für das zu übernehmen, was einem zu entscheiden verwehrt bleibt! Dafür braucht es die EU-Placebo-Wahlen, bis zu ihrem gänzlichen Verbot.

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Warum Krieg unabwendbar ist

Posted by krisenfrei - 26/05/2014

Paul Craig Roberts (antikrieg)

Memorial Day ist der Tag, an dem wir unserer Kriegstoten gedenken. Wie der 4. Juli wurde Memorial Day zu einem Fest des Kriegs umprogrammiert.

Wer Familienangehörige und liebe Freunde im Krieg verloren hat, will nicht, dass deren Tod vergeblich war. Folgerichtig werden Kriege zu glorreichen Unterfangen, betrieben von edlen Soldaten, die für Wahrheit, Gerechtigkeit und den American Way kämpfen. Patriotische Ansprachen sagen uns, wieviel wir denen schulden, die ihr Leben hingegeben haben, damit Amerika frei bleiben konnte.

Die Ansprachen sind gut gemeint, aber sie schaffen eine falsche Realität, die immer mehr Kriege fördert. Keiner von Amerikas Kriegen hatte etwas zu tun mit der Bewahrung der Freiheit Amerikas. Im Gegenteil, die Kriege wischten unsere bürgerlichen Freiheiten beiseite und machten uns unfrei.

Präsident Lincoln erließ eine Verordnung für die Verhaftung und Inhaftierung von Zeitungsreportern und –redakteuren des Nordens. Er ließ 300 Zeitungen im Norden schließen und hielt 14.000 politische Gefangene eingesperrt. Lincoln ließ den Kriegskritiker Abgeordneten zum Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten von Amerika Clement Vallandigham aus Ohio verhaften und schob ihn ab zu den Konföderierten. Präsident Woodrow Wilson nützte den Ersten Weltkrieg, um die Meinungsfreiheit zu unterdrücken, und Präsident Franklin D. Roosevelt benutzte den Zweiten Weltkrieg, um 120.000 Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika japanischer Herkunft mit der Begründung zu internieren, dass die Rassenzugehörigkeit sie verdächtig machte. Professor Samuel Walker folgerte, dass Präsident George W. Bush den „Krieg gegen den Terror“ für einen Rundumschlag gegen die Freiheit in den Vereinigten Staaten von Amerika nutzte, was Bush zur größten Gefahr machte, mit der die amerikanische Freiheit je konfrontiert war.

Lincoln hob für immer Rechte der (Bundes-)Staaten auf, aber die Aufhebung von Habeas Corpus und Meinungsfreiheit, die Hand in Hand gingen mit den drei größten Kriegen Amerikas, wurde jeweils mit Ende des Krieges beendet. Wie auch immer, die Außerkraftsetzung der Verfassung durch Präsident George W. Bush wurde von Präsident Obama ausgeweitet und mittels Kongress und Verordnungen zu Recht kodifiziert. Weit davon entfernt, unsere Freiheit zu verteidigen, starben unsere Soldaten im „Krieg gegen den Terror,“ damit der Präsident Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika ohne rechtsstaatliches Verfahren unbefristet einsperren und Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika allein auf Verdacht hin umbringen kann, ohne nach Gesetz oder Verfassung Rechenschaft ablegen zu müssen.

Die Schlussfolgerung ist unvermeidlich, dass Amerikas Kriege unsere Freiheit nicht beschützt, sondern stattdessen zerstört haben. Wie Alexander Solschenizyn sagte: „Ein Zustand des Kriegs dient nur als Vorwand für Tyrannei im Inland.“

Die Sezession der Südstaaten bildete eine Gefahr für Washingtons Imperium, aber nicht für die Menschen Amerikas. Weder die Deutschen im Ersten Weltkrieg noch die Deutschen und Japaner im Zweiten Weltkrieg bildeten irgendeine Gefahr für die Vereinigten Staaten von Amerika. Deutschland hat den Ersten Weltkrieg nicht zum Zweck territorialer Expansion begonnen und geführt. Japans Ambitionen drehten sich um Asien. Hitler wollte keinen Krieg mit England und Frankreich, seine territorialen Ambitionen betrafen in erster Linie die Wiedereingliederung der deutschen Provinzen, die Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg entgegen Präsident Wilsons Garantien weggenommen worden waren. Alle weiteren deutschen Bestrebungen waren nach Osten gerichtet. Keines der beiden Länder hatte irgendwelche Pläne, in die Vereinigten Staaten von Amerika einzumarschieren. Japan griff die Flotte der Vereinigten Staaten von Amerika an, um ein Hindernis für seine Aktivitäten in Asien zu beseitigen, nicht als Vorbereitung für eine Invasion Amerikas.

Mit Sicherheit stellten die vom Bush und Obama im 21. Jahrhundert verwüsteten Länder – Irak, Afghanistan, Libyen, Somalia, Syrien, Pakistan und Jemen für die Vereinigten Staaten von Amerika keine militärische Bedrohung dar. In der Tat wurden diese Kriege von einer tyrannischen Exekutive benutzt, um die Grundlage für den Stasistaat zu legen, der jetzt in der Vereinigten Staaten von Amerika besteht.

Die Wahrheit ist schwer zu ertragen, aber die Tatsachen sind eindeutig. Amerikas Kriege wurden gekämpft, um Washingtons Macht zu vergrößern, die Profite der Banker und Rüstungskonzerne und die Vermögen der Gesellschaften der Vereinigten Staaten von Amerika. Der Marinegeneral Smedley Butler sagte: „Ich diente in allen Rängen vom Unterleutnant bis zum Generalmajor. In dieser Zeit war ich die meiste Zeit ein hochklassiger Muskelmann für Big Business, für Wall Street und für die Banker. Kurz gesagt, ich war ein Gangster für den Kapitalismus.“

Es ist mehr oder weniger unmöglich, der Kriegstoten zu gedenken, ohne sie zu glorifizieren, und es ist unmöglich, sie zu glorifizieren, ohne ihre Kriege zu glorifizieren.

Im gesamten Zeitraum des 21. Jahrhunderts haben die Vereinigten Staaten von Amerika Krieg geführt, nicht einen Krieg gegen Armeen oder Bedrohungen von Amerikas Freiheit, sondern gegen Zivilisten, gegen Frauen, Kinder und Dorfälteste, und Kriege gegen unsere eigene Freiheit. Eliten mit einem begründeten Interesse an diesen Kriegen sagen uns, dass die Kriege für weitere 20 bis 30 Jahre weitergehen müssen, ehe wir die „terroristische Gefahr“ besiegen.

Das ist natürlich Unsinn. Es gab keine terroristische Bedrohung, bis Washington anfing, Terroristen zu schaffen durch militärische Angriffe gegen muslimische Bevölkerungen auf der Grundlage von Lügen.

Mit seinen Kriegslügen hatte Washington so viel Erfolg, dass Washingtons Dreistigkeit und Überheblichkeit weit über Washingtons Urteilsvermögen hinausgehen.

Durch den Sturz der rechtmäßig gewählten Regierung der Ukraine hat Washington die Vereinigten Staaten von Amerika in die Konfrontation mit Russland getrieben. Diese Konfrontation könnte schlimm enden, vielleicht für Washington und vielleicht für die ganze Welt.

Wenn Gaddafi und Assad sich Washington nicht beugten, warum glaubt Washington, dass Russland das tun wird? Russland ist nicht Libyen oder Syrien. Washington ist der Rüpel, der das Kindergartenkind verprügelt hat und jetzt glaubt, es mit dem Verteidiger der Collegemannschaft aufnehmen zu können.

Die Regimes Bush und Obama haben Amerikas Ruf zerstört mit ihren unablässigen Lügen und Gewalt gegen andere Völker. Die Welt betrachtet Washington als die hauptsächliche Bedrohung.

Umfragen in aller Welt zeigen durchweg, dass Völker in der ganzen Welt die Vereinigten Staaten von Amerika und Israel als die zwei Länder sehen, die die größte Gefahr für den Frieden darstellen.

Die Länder, die Washingtons Propaganda zu „Schurkenstaaten” und zur „Achse des Bösen” erklärt, wie zum Beispiel den Iran und Nordkorea, sind viel weiter unten auf der Liste zu finden, wenn die Menschen in aller Welt gefragt werden. Klarer kann nicht gezeigt werden, dass die Welt nicht an Washingtons eigennützige Propaganda glaubt. Die Welt sieht die Vereinigten Staaten von Amerika und Israel als die Schurkenstaaten.

Die Vereinigten Staaten von Amerika und Israel sind die einzigen beiden Länder auf der Welt, die sich im Griff von Ideologien befinden. Die Vereinigten Staaten von Amerika befinden sich im Griff der neokonservativen Ideologie, welche die Vereinigten Staaten von Amerika zum „exzeptionellen, unentbehrlichen Land“ erklärt hat, welches die Geschichte auserkoren hat, um über alle anderen zu herrschen. Diese Ideologie wird gestützt von der Brzezinski- und von der Wolfowitz-Doktrin, die die Basis der Außenpolitik der Vereinigten Staaten von Amerika bilden.

Die israelische Regierung steckt im Griff der zionistischen Ideologie, die ein „Größeres Israel” vom Nil bis zum Euphrat fordert. Viele Israelis selbst akzeptieren diese Ideologie nicht, aber es ist die Ideologie der „Siedler“ und derjenigen, die die israelische Regierung kontrollieren.

Ideologien sind bedeutende Ursachen für Krieg. Gerade wie sich die Hitlerideologie von der Überlegenheit der Deutschen in der neokonservativen Ideologie von der Überlegenheit der Vereinigten Staaten von Amerika spiegelt, spiegelt sich die kommunistische Ideologie von der Überlegenheit der Arbeiterklasse über die Kapitalistenklasse in der zionistischen Ideologie, nach der die Israelis den Palästinensern überlegen sind. Zionisten haben nie etwas von Siedlerrechten gehört und behaupten, dass vor kurzem nach Palästina eingewanderte Juden – in Wirklichkeit Eindringlinge – das Recht auf Land haben, das andere seit Jahrtausenden bewohnen.

Washingtons und Israels Doktrinen der Überlegenheit über andere kommen bei den “anderen” nicht gut an. Als Obama in einer Ansprache erklärte, dass die Amerikaner das exzeptionelle Volk sind, antwortete Russlands Präsident Putin: „Gott hat uns alle gleich geschaffen.“

Zum Schaden seiner Bevölkerung hat sich die israelische Regierung endlos Feinde gemacht. Israel hat sich effektiv selbst auf der Welt isoliert. Israels fortwährende Existenz hängt zur Gänze ab von der Bereitschaft und Fähigkeit Washingtons, Israel zu beschützen. Das bedeutet, das die Macht Israels abgeleitet ist von der Macht Washingtons.

Die Macht Washingtons ist eine andere Geschichte. Nachdem die Wirtschaft der Vereinigten Staaten von Amerika als einzige Wirtschaft nach dem Zweiten Weltkrieg intakt war, wurde der US-Dollar zum Geld der Welt. Diese Rolle des Dollars gab Washington finanzielle Vorherrschaft über die Welt, die Hauptquelle von Washingtons Macht. Wenn andere Länder sich erheben, ist Washingtons Vorherrschaft gefährdet.

Um zu verhindern, dass andere Länder sich erheben, beruft sich Washington auf die Brzezinski- und Wolfowitz-Doktrinen. Kurz gesagt lautet die Brzezinski-Doktrin, dass Washington, um die einige herrschende Macht zu bleiben, die eurasische Landmasse kontrollieren muss. Um das mit friedlichen Mitteln zu erreichen, ist Brzezinski bereit, die russische Regierung in Washingtons Imperium einzuführen. „Ein locker konföderiertes Russland … ein dezentralisiertes Russland wäre weniger anfällig für imperiale Mobilisierung.“ In anderen Worten, Russland soll in halbautonome Staaten aufgeteilt werden, deren Politiker mit Washingtons Geld gekauft werden können.

Brzezinsko schlug eine „Geostrategie für Eurasien” vor. Laut Brzezinskis Strategie sind China und „ein konföderiertes Russland“ ein Teil eines „transkontinentalen Sicherheitssystems,“ das von Washington gemanagt wird, um die Rolle der Vereinigten Staaten von Amerika als einzige Supermacht für alle Zeiten sicherzustellen.

Ich fragte einmal meinen Kollegen Brzezinski, gegen wen wir organisiert sein sollten, wenn alle mit uns verbündet sind? Meine Frage überraschte ihn, denn ich glaube, dass Brzezinski sogar nach dem Niedergang der Sowjetunion gefangen bleibt in der Strategie des Kalten Krieges. Im Denken des Kalten Kriegs war es wichtig, die Oberhand zu haben oder andernfalls als Mitspieler eliminiert zu werden. Die Wichtigkeit des die Oberhand Gewinnens stand über allem, und das überlebte auch den Zusammenbruch der Sowjetunion. Die Oberhand über andere zu haben ist die einzige Außenpolitik, die Washington kennt.

Die Einstellung, dass Amerika die Oberhand haben muss, bereitete die Bühne für die Neokonservativen und ihre Kriege im 21. Jahrhundert, was mit dem Sturz der demokratisch gewählten Regierung der Ukraine durch Washington eine Krise hervorgerufen hat, die Washington in einen direkten Konflikt mit Russland gebracht hat.

Ich kenne die strategischen Institute, die Washington dienen. Dort herscht die Meinung, dass Washington in der Ukraine die Oberhand über Russland gewinnen muss oder dass Washington sein Prestige und seinen Status als einzige Supermacht verlieren wird.

Die Einstellung, sich durchsetzen zu müssen, führt immer zum Krieg, sobald eine Macht denkt, dass sie die Oberhand gewonnen hat.

Der Weg in den Krieg wird verstärkt durch die Wolfowitz-Doktrin. Paul Wolfowitz, der neokonservative Intellektuelle, der die Militär- und außenpolitische Doktrin der Vereinigten Staaten von Amerika formulierte, schrieb unter vielen ähnlichen Passagen:

„Unser erstes Ziel ist es, das Wiederaufkommen eines neuen Rivalen zu verhindern, sei es auf dem Territorium der ehemaligen Sowjetunion oder anderswo (China), der eine Bedrohung bildet in der Größenordnung, wie sie früher die Sowjetunion darstellte. Das ist eine wichtige Überlegung hinter der neuen regionalen Verteidigungsstrategie und erfordert, dass wir uns bemühen, jede feindliche Macht daran zu hindern, eine Region zu beherrschen, deren Ressourcen unter konsolidierter Kontrolle ausreichen würden, um zu globaler Macht zu kommen.“

In der Wolfowitz-Doktrin wird jedes andere starke Land als Drohung für die Vereinigten Staaten von Amerika definiert, egal wie bereit dieses Land ist, mit den Vereinigten Staaten von Amerika zum gegenseitigen Vorteil zusammenzuarbeiten.

Der Unterschied zwischen Brzezinski und den Neokonservativen ist, dass Brzezinski Russland und China gefügig machen will, indem er sie in das Imperium eingliedert als wichtige Elemente, deren Stimmen gehört würden, während die Neokonservativen sich darauf einstellen, sich auf militärische Gewalt kombiniert mit Subversion von innen zu stützen, die von durch die Vereinigten Staaten von Amerika finanzierte NGOs und sogar terroristische Organisationen orchestriert wird.

Weder die Vereinigten Staaten von Amerika noch Israel schämen sich ob ihrer weltweiten Reputation als die beiden Länder, die die größte Gefahr bilden. Tatsächlich sind beide Länder stolz darauf, als die größten Bedrohungen gesehen zu werden. Die Außenpolitik beider Länder ist frei von jeglicher Diplomatie. Die Außenpolitik der Vereinigten Staaten von Amerika und Israels beruht ausschließlich auf Gewalt. Washington sagt Ländern, zu tun, was Washington haben will, oder „sie werden in die Steinzeit gebombt.“ Israel erklärt alle Palästinenser, sogar Frauen und Kinder zu „Terroristen,“ und knallt sie weiterhin auf den Straßen ab und behauptet, dass Israel sich nur gegen Terroristen verteidigt. Israel, das die Existenz Palästinas als Land nicht anerkennt, redet sich bezüglich seiner Verbrechen darauf hinaus, dass die Palästinenser die Existenz Israels nicht akzeptieren.

„Wir brauchen keine stinkige Diplomatie. Wir haben Macht.“

Das ist die Einstellung, die Krieg garantiert, und dieser ist es, in den die Vereinigten Staaten von Amerika die Welt führen. Der Premierminister des Vereinigten Königreichs, die deutsche Bundeskanzlerin und der Präsident Frankreichs sind Washingtons Wegbereiter. Sie stellen die Fassade für Washington zur Verfügung. Anstelle von Kriegsverbrechen begeht Washington „Koalitionen der Willigen“ und militärische Invasionen, die ungehorsamen Ländern „Demokratie und Frauenrechte“ bringen.

Auch China bekommt die gleiche Behandlung. Als Land mit einer vier Mal so großen Einwohnerzahl als die Vereinigten Staaten von Amerika, aber einer kleineren Zahl von Menschen im Gefängnis, wird China ständig von Washington als „autoritärer Staat“ abgekanzelt. China wird beschuldigt, die Menschenrechte zu missachten, während die Polizei der Vereinigten Staaten von Amerika die Bevölkerung der Vereinigten Staaten von Amerika brutalisiert.

Diese beiden Länder besitzen strategische Atomwaffen. Ihre Länder sind um ein Vielfaches größer als die Vereinigten Staaten von Amerika. Die Vereinigten Staaten von Amerika, welche nicht imstande waren, Bagdad oder Afghanistan erfolgreich zu besetzen, haben keine Chance, gegen Russland und China in einem konventionell geführten Krieg die Oberhand zu gewinnen. Washington wird auf den atomaren Knopf drücken. Was sonst können wir erwarten von einer Regierung, der jegliche Moral abgeht?

Die Welt hat noch nie Schurkenstaaten erlebt, die vergleichbar wären mit Washington und Israel. Nehmen wir die Krise, die Washington in der Ukraine herbeigeführt hat, und die Gefahren, die daraus entstehen. Am 23. Mai 2014 sprach Russlands Präsident Putin zum Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg, einer dreitägigen Konferenz mit Delegationen aus 62 Ländern und CEOs von 146 der größten westlichen Unternehmen.

Putin redete nicht über die Abschlüsse in Höhe von Milliarden Dollar. Stattdessen sprach Putin über die Krise, die Washington über Russland gebracht hat, und er kritisierte Europa, Washingtons Lakaien, die Washingtons Propaganda gegen Russland und Washingtons Einmischung in wesentliche russische Interessen unterstützt haben.

Putin war diplomatisch in seiner Rede, aber die Botschaft, die mächtige wirtschaftliche Interessen aus den Vereinigten Staaten von Amerika und Europa mitbekamen, ist dass es Probleme geben wird, wenn Washington und europäische Regierungen weiterhin Russlands Bedenken ignorieren und weiterhin so tun, als könnten sie sich in Russlands lebenswichtige Interessen einmischen, als wäre Russland nicht der Rede wert.

Die Chefs dieser großen Unternehmen werden diese Botschaft zurück nach Washington und in die europäischen Hauptstädte tragen. Putin machte klar, dass der fehlende Dialog mit Russland dazu führen konnte, dass der Westen den Fehler machte, die Ukraine in die NATO integrieren und Raketenstellungen an der russischen Grenze errichten zu wollen. Putin hat gelernt, dass Russland sich nicht auf den guten Willen des Westens verlassen kann, und Putin machte deutlich, gerade noch nicht mit drohendem Unterton, dass Militärbasen des Westens in der Ukraine inakzeptabel sind.

Washington wird weiterhin Russland ignorieren. Die europäischen Hauptstädte werden sich allerdings entscheiden müssen, ob sie sich von Washington in einen Konflikt mit Russland hineintheatern lassen, der gegen die Interessen Europas ist. Putin testet daher die europäischen Politiker, um herauszufinden, ob es in Europa ausreichend Intelligenz und Unabhängigkeit für eine Wiederannäherung gibt.

Wenn Washington in seiner anmaßenden Arroganz und Überheblichkeit Putin zwingt, den Westen abzuschreiben, wird die russisch-chinesische strategische Allianz, die sich formt, um Washingtons feindseliger Politik der Einkreisung beider Länder mit Militärbasen entgegenzutreten, sich verfestigen in der Vorbereitung auf den unvermeidlichen Krieg.

Falls es Überlebende gibt, können sie sich bei den Neokonservativen, der Wolfowitz-Doktrin und der Brzezinski-Strategie für die Vernichtung des Lebens auf der Erde bedanken.

In der amerikanischen Öffentlichkeit gibt es eine große Anzahl von falsch informierten Menschen, die glauben, dass sie alles wissen. Diese Menschen sind von der Propaganda der Vereinigten Staaten von Amerika und Israels programmiert worden, den Islam mit politischer Ideologie gleichzusetzen. Sie glauben, dass der Islam, eine Religion, eigentlich eine militaristische Doktrin ist, die den Sturz der westlichen Zivilisation fordert, oder was von dieser noch übrig ist.

Viele glauben diese Propaganda sogar angesichts eindeutiger Beweise, dass Sunniten und Schiiten sich gegenseitig viel mehr hassen, als sie ihre westlichen Unterdrücker und Besatzer hassen. Die Vereinigten Staaten von Amerika sind aus dem Irak abgezogen, aber das Gemetzel in diesem Land ist heute gleich oder ärger als während des Einmarsches oder der Okkupation durch die Vereinigten Staaten von Amerika. Die täglichen Todesquoten in dem Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten sind außergewöhnlich. Eine Religion, die dermaßen gespalten ist, stellt für niemanden eine Bedrohung dar außer für Islamisten selbst. Washington nutzte erfolgreich die islamistische Uneinigkeit aus, um Gaddafi zu stürzen, und benützt zur Zeit islamistische Uneinigkeit bei ihrem Bemühen, die syrische Regierung zu stürzen. Die Islamisten können sich nicht einmal zusammentun, um sich selbst gegen die Aggression des Westens zu verteidigen. Es besteht keine Aussicht darauf, dass sich die Islamisten vereinigen, um den Westen zu besiegen.

Sogar wenn er dazu imstande wäre, hätte es keinen Sinn für den Islam, den Westen zu stürzen. Der Westen hat sich selbst gestürzt. In den Vereinigten Staaten von Amerika wurde die Verfassung gemordet von den Bush- und Obama-Regimes. Nichts bleibt übrig. Nachdem die Vereinigten Staaten von Amerika die Verfassung sind, existiert nicht mehr, was früher die Vereinigten Staaten von Amerika waren. An ihre Stelle ist ein anderes Wesen getreten.

Europa starb mit der Europäischen Union, welche die Aufgabe der Souveränität aller Mitgliedsländer verlangt. Ein paar wenige, niemandem Rechenschaft schuldige Bürokraten in Brüssel haben mehr zu sagen als die Völker Frankreichs, Deutschlands, des Vereinigten Königreichs, Italiens, der Niederlande, Spaniens, Griechenlands, Portugals usw.

Die westliche Zivilisation ist ein Skelett, das gerade noch steht, aber kein Leben in sich hat. Das Blut der Freiheit ist verschwunden. Die Völker des Westens schauen ihre Regierungen an und sehen nichts als Feinde. Aus welchem Grund verfügt Washington über militarisierte lokale Polizeikräfte und rüstet sie auf, als wären es Okkupationsarmeen? Warum haben Heimatlandsicherheit, Landwirtschaftsministerium und sogar Post und Sozialverwaltung Milliarden Patronen und sogar Maschinenpistolen bestellt? Wozu dient dieses vom Steuerzahler finanzierte Arsenal, wenn nicht zur Unterdrückung der Steuerzahler?

Wie der prominente Trendforscher Gerlad Celente es im neuen Trends Journal ausdrückt, “umfassen Aufstände vier Ecken des Erdballs.“ In ganz Europa demonstrieren wütende, verzweifelte und empörte Menschen gegen die Finanzpolitik der EU, die die Völker in den Graben fährt. Trotz aller Bemühungen Washingtons mit seinen gut finanzierten Fünften Kolonnen vulgo NGOs, Russland und China zu destabilisieren, genießen sowohl die russische als auch die chinesische Regierung viel größere Zustimmung seitens ihrer Völker als die Vereinigten Staaten von Amerika und Europa.

Im 20. Jahrhundert lernten Russland und China die Tyrannei kennen, und sie haben sie abgelehnt. In den Vereinigten Staaten von Amerika ist die Tyrannei unter dem Deckmantel des „Kriegs gegen den Terror“ aufgetaucht, einem Schmäh, der benutzt wird, um die Schafe zu schrecken, damit sie ihre bürgerlichen Freiheiten aufgeben und dadurch Washington von der Verantwortung gegenüber dem Recht freisprechen und Washington einen militaristischen Polizeistaat aufbauen lassen. Seit dem Zweiten Weltkrieg hat Washington seine finanzielle Vormacht und die „sowjetische Bedrohung,“ jetzt geändert in die „russische Bedrohung,“ benutzt, um Europa in Washingtons Imperium einzuverleiben.

Putin hofft, dass die Interessen der europäischen Länder die Oberhand gewinnen werden über die Unterwürfigkeit gegenüber Washington. Darauf setzt Putin zur Zeit. Aus diesem Grund lässt sich Putin durch Washingtons Provokationen in der Ukraine nicht aus der Ruhe bringen.

Wenn Europa Russland hängen lässt, werden sich Putin und China auf den Krieg vorbereiten, den Washingtons Streben nach Vorherrschaft unabwendbar macht.

 

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GEZ: Vorsätzliche Bandenkriminalität

Posted by krisenfrei - 26/05/2014

Michael von Bentivegni (ef-magazin)

Baggerführer fahren mit dem Zweiten schlechter

Freiheit und vor allem Gleichheit, wie sie der Staat versteht, erweisen sich an der Propaganda-Steuer für die Staatsglotze, auch öffentlich rechtlicher Rundfunk oder kurz ARD und ZDF genannt. Aus erfindlichen Gründen soll von Steuer nicht gesprochen werden. Unterstellt man irrigerweise keine vorsätzliche Bandenkriminalität, so haben geisteskranke Einheitsparteiblock-Politiker und ebensolche Verfassungsrichter fern jeder Logik folgende, um eine fortschrittliche 68er Ausdrucksweise zu konzentrieren, scheißlegalen Prämissen ihres Banditentums erfunden, beschlossen, angewendet und bestätigt: Mögen die Leute verschlüsselte Privatsender auch einzeln kaufen wie Zeitschriften, und mögen auch schlimmstenfalls verarmte jugendliche Hacker auf einem Computer fernsehen, so sind doch alle Computer ihrer Staatsnatur nach Fernseher und Radios, und wenn der Staat die verschlüsseln müsste um seinen Schafswähler-Unterricht ordnungsgemäß an Entschlüsselungswillige zu verkaufen, dann würde ja keiner ihn haben wollen – und wo kämen wir dann hin?

Weil folglich niemand mehr informiert und kultiviert wäre, wie es sich in einer Demokratur gehört, muss eine von allen zu bezahlende Steuer eingeführt werden weil dieses Gesetz ja auch von jedem, der lesen kann, ausgenommen also nur Einheitsparteipolitiker und Verfassungsrichter, gelesen werden könnte. Die Drogerie-Kette Rossmann musste vor Einführung der Staats-Glotzen-Steuer 39.000 Euro und muss jetzt 280.000 Euro zahlen, weil sie ihre Angestellten zum Fernsehen angestellt hat, und weil auch die Kunden zu diesem Zweck in ihre Läden kommen. Das Straßenbauunternehmen Volkmann und Rossbach muss ebenfalls für seine Bagger Glotzensteuer bezahlen, allerdings würden deren Fahrer sich durch den Konsum von ARD und ZDF wegen gemeingefährlicher Verhaltens strafbar machen. – Auswege aus dem freien deutschen Empfang von Daseinsvorsorge des Staates sind Auswandern, obdachlos werden oder in den Wald gehen, abgemeldet versteht sich. Obwohl diese Zeilen gefährdet sind, von der Staatsglotze als Raubzitat weiter verbreitet zu werden, sind sie eigentümlich frei, ergo bezahlt.

 

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Es lebe die alte Weltordnung

Posted by krisenfrei - 26/05/2014

von Susanne Kablitz (cafeliberte)

Nichts in der Welt bleibt konstant. Alles ist einem evolutionären Wandel unterworfen. Dennoch muss daraus nicht etwa etwas Besseres hervorgehen. Die Geschichte ist geprägt von Lebensformen und Herrschaftssystemen, von denen in der heutigen Zeit, bis auf ein paar bleicher Knochen, Ruinen und schemenhafter Erinnerungen, nichts mehr übrig geblieben ist. Das römische Reich ist untergegangen, dem osmanischen erging es nicht besser. Vom britischen Empire, Jugoslawien und der Sowjetunion ist auch nicht mehr allzu viel übrig. Dabei wurden sie nicht mal wirklich von äußeren Gegnern besiegt. Vielmehr haben sie sich aus schierem Größenwahn selbst zu Grunde gerichtet, um von inneren Unruhen der gewaltsam annektierten Regionen zerrissen zu werden und letztendlich genügt ein Windstoß, damit die stabil wirkende Fassade zerbirst.

Auffallend dabei ist aber doch, dass frühere Abwandlungen unseres Geldsystems früher oder später doch immer irgendeine Rolle gespielt haben. Um neue Eroberungsfeldzüge zu finanzieren, kann man doch der Versuchung nie widerstehen, den Edelmetallgehalt der Münzen zu verwässern, mehr Quittungen aus Papier für Gold herauszugeben, die nicht existieren oder gleich jegliche lästige Gelddeckung aufzugeben.
Die Politiker, Kaiser oder Genossen – kurzum die herrschende Klasse vergangener Tage – führte sich auf wie die allmächtigen Götter in Person, fernab jeglicher realen Verhältnisse und ohne Interaktion mit ihren nicht ganz so privilegierten Mitmenschen. Diese jedoch durften bzw. mussten jedem noch so sinnlosen Unterfangen ihre Zeit, ihr Geld, ihre Arbeitskraft und schließlich noch ihr Leben zur Verfügung stellen.

Manche fanden sich mit ihrer Rolle ab, kannten nie etwas Besseres und verteidigten die bestehende Ordnung, solang man ihnen die Brotkrumen und Knochen eines Festmahls der Mächtigen überließ. Glückliche Sklaven waren schon damals die größten Feinde der Freiheit.
Andere rebellierten gegen ihre Unterdrückung, gleich ob Sklave oder Steuerzahler genannt. Leider überlebten die meisten der Mutigen die Vergeltungsmaßnahmen ihrer Herren nicht. Wahlweise wurden sie gekreuzigt, ausgehungert erhängt oder erschossen. Wahrhaftig war diese direkte Konfrontation nur selten erfolgreich. Ein übermächtiger Gegner kann nur durch Zermürbung und asymmetrischer Kriegsführung soweit geschwächt werden, dass er unter seinem eigenen Gewicht zusammenbricht. Gandhis Salzmarsch mag im Großen gesehen noch erfolgreich gewesen sein, da England seine Kolonie aufgeben musste, aber zu welchem Preis denn? Wäre ich einer derjenigen, die dafür mit dem Leben hätten zahlen müssen, sähe ich das etwas anders.

Ein Sprichwort sagt, dass die Vergangenheit sich vielleicht nicht wiederholt, aber sie sich auf die Zukunft reimt. In der Tat scheint es leider doch wirklich so, dass wir mit der EU bald ähnliches erleben werden. Der Begriff der EUDSSR ist auch nicht erst seit gestern in der Welt, genauso das Ausmaß, mit denen diese Herren Genossen mittlerweile in unser Leben eingreifen. Es geht dabei nicht mal mehr um diese teils noch irrwitzigen Methoden aus dem EU-Parlament, dass die Krümmung der Einheitsgurke nur noch so viel Grad zu betragen hat. Vielmehr dreht es sich heute um die Frage, ob jedes der europäischen Völker fortan nunmehr auf ein Protektorat reduziert wird oder noch Herr über sich selbst ist. In südlichen Ländern der Eurozone kommen ständig neue Protestwellen aufgrund des eingeschlagenen Sparkurses ihrer Regierungen auf. Auch wenn das nicht jedem klar sein mag, setzen sie sich damit in letzter Konsequenz für ihre damaligen nationalen Währungen ein. Lehnen sie die Rettungsgelder mit den damit verbundenen Auflagen ab, wird das nach der längst überfälligen Staatspleite die unabdingbare Konsequenz sein.

In nördlichen Ländern hingegen schwindet die Zahlungsmoral mit jeder weiteren Hilfstranche. Beides werden Anlässe gewesen sein, fortan die EZB unbegrenzt Staatsanleihen aufzukaufen zu lassen und
als Sicherheit für Kredite zu akzeptieren. Fürs Erste funktioniert es, wenn man sich die Zinsen für eben jene Anleihen im Laufe der Zeit ansieht. Da diese Herrschaften die Verantwortung dafür wahrscheinlich auch nicht tragen wollen, wird die Einführung von Eurobonds der nächste logische Schritt sein. Solange die Zinsen niedrig bleiben, wird das Spiel funktionieren. Vorgegebene Negativzinsen seitens der EZB wären immerhin auch noch eine Option.

Leider wird an den grundlegenden Konstruktionsfehlern des Euro nicht Hand angelegt. Die Folge wird sein, dass alle dann gleich verarmen. Es folgt der nächste Sklavenaufstand im Reich der Papiergeldkönige. Dieser wird sich jedoch mit dubiosen Finanzprodukten nicht länger niederschlagen lassen, wenn die Munition einfach schon verschossen ist. Dann wird eine bis dato geschaffene europäische Armee gezwungen zu sein, das einzige zu tun, wovon sie was verstehen.

Aber – gerade waren Europawahlen. Wahlen für ein Parlament, das kein Volk repräsentiert, nichts zu entscheiden hat, höchst ungleich gewählt wird, aber wo man sehr viel Geld abgreifen kann, sollte man sich dort unterbringen können. Gewisse Prallelen zu anderen Großreichen sind in der EU natürlich rein zufällig, gar nicht gewollt oder die Vorwürfe kommen von Personen, die wahlweise als „rechts“ bezeichnet werden und daher absolut unwürdig sind, überhaupt beachtet zu werden. Es ist also alles wunderbar.

Noch können wir uns einer vergleichsweise recht komfortablen Lebensqualität vergewissern. Vermutlich muss jedoch gerade diese wirklich ernsthaft in Gefahr sein, um deren Vorzüge überhaupt wert schätzen zu können. Jedem Leser dieses Blogs wird jedoch klar sein, dass diese schöne Welt aus den verschiedensten Gründen keinen dauerhaften Bestand haben wird. Manche sehnen sich geradezu herbei, den Niedergang aus der ersten Reihe mitzuerleben. In Zeiten des relativen Wohlstandes hält man sich nur oft für unverletzlich, glaubt, dass das alles schon irgendwie an einem vorbeizieht. Wohl eher nicht. Nur weil man sich vielleicht mal einige Edelmetalle, Vorräte und Waffen angeschafft hat, wird das doch kein Spaß. Man ist vielleicht ein Einäugiger unter Blinden, aber mehr dann auch nicht. Profitieren würde man selbst von der Situation ebenso wenig. Lediglich wird der Verlust im Vergleich zu seinen Mitmenschen minimiert, was nicht ganz meiner Auffassung eines Mehrwertes entspricht. Manche mögen der Auffassung sein, dass ein schrittweiser Zusammenbruch einer wohlhabenden zivilisierten Welt, den Liberalismus wieder aufleben lässt.

Ich will nicht dagegen wetten, nur scheint es realistischer, dass man den Leuten dann eher alles Mögliche anbieten kann, nicht nur mal zur Abwechslung die freiheitlichen Gedanken. Die Fraktion, welche als erstes aus ihrem Dornröschenschlaf entflieht und eine grobe Ordnung wiederherstellen kann, wird die Weichen stellen. Es scheint mehr als wahrscheinlich, dass in den Ministerien der EU schon Pläne und Strategien für den selbst herbeigeführten Zusammenbruch bereit liegen. Bereit, aus dem Chaos eine neue Ordnung entstehen zu lassen.
Ich weiß nicht, was aus mir und allem anderen wird. Ich weiß nicht, ob es eine Zukunft gibt – und wenn es sie geben sollte, ob ich in ihr leben wollen würde. Die Welt, die ich kannte und geliebt habe, geht zugrunde. Hammer und Sichel verdunkeln den Horizont: eine lange Nacht beginnt. Es wird kalt werden und dunkel. Sehr dunkel. Ob es ein Morgen gibt? Ich weiß es nicht.

Ich sehe die alte Welt.

 

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Ich wähle euch immer noch nicht

Posted by krisenfrei - 26/05/2014

Liebe Nichtwählerinnen und Nichtwähler,

bald ist es wieder so weit und wir können unser kleines aber nicht unwichtiges Zeichen setzen. 43% Wahlbeteiligung fuhren wir 2009 ein. Seit 1979 ist sie stets gesunken. Der Trend und damit die Legitimität kennen nur eine Richtung: Abwärts. Helfen Sie mit, das fortzusetzen. Lassen Sie uns die 40% unterbieten, dann die 35. Und später die 30. Wenden wir uns alle gemeinsam ab. Spielen wir nicht mehr mit.

Ich weiß, wovon ich rede. Ich fühle mich wohler, seit ich nicht mehr wähle. Ich kann mir jetzt das Schauspiel der vereinigten Dilettanten ganz in Ruhe anschauen und weiß: Ich war nicht beteiligt. Ich habe sie nicht auf ihre Pöstchen gehoben. Und das ist ein überraschend schönes Gefühl.

Denn es ist ja auch zu gruselig wie sie jetzt schon wieder hilflos aufgesetzt grinsend an den bemitleidenswerten Straßenlaternen herum hängen. Wir sollen sie wählen. Denn sie wollen das haben, was die haben, die derzeit im Elfenbeinturm sitzen oder einfach nur das behalten, was sie seit Jahren genießen: Flüge in der Business-Class quer durch Europa, Grundpauschalen, Sitzungsgelder, Tagegelder, Reisezuschüsse und weiß der Henker was noch alles mit einer Summe, die ihnen ein Einkommen verschafft, das dem Neunfachen vom Verdienst eines Durchschnittsbürgers entspricht, für den sie vorgeblich dort sitzen. Und ich weiß nicht einmal, wofür eigentlich. Ehrlich, wofür eigentlich? Was machen die da? Wissen Sie das? Ich weiß das nicht, aber so viel kann ein Mensch gar nicht arbeiten, um außerhalb von Banken und Versicherungen vernünftigerweise auf solche Summen zu kommen. 17.827 Euro pro Kopf Grundgehalt im Monat. Grundgehalt. Für was? Was machen die dafür?

Ja, ich weiß, ich kann es auch nicht mehr hören. Abzocke hier, Abzocke da. Ich habe auch keine Lust mehr, noch mehr Sauereien auszugraben, ich will nicht, ich bin müde, diesen ganzen Dreck zusammen zu suchen, den die, die ums Verrecken keine ehrbare Arbeit annehmen wollen, so alles am Stecken haben. Ich bin raus. Suchen Sie selbst. Steht überall. Das Internet ist ein Fluch. Man findet jetzt alles. Man kann mit ein paar Klicks herausfinden, was und wie viel sie sich so alles in die Taschen stecken und wie wenig sie dafür tun müssen. Nein, bitte, ich will das alles gar nicht mehr wissen, es ekelt mich schon jetzt genug an. Ich will nicht mehr wissen, wer welche Dienstfahrzeuge zweckentfremdet, wer für eine lumpige Unterschrift welche Sitzungsgelder einstreicht, wer wo Vergünstigungen einsteckt, wer von welchen Lobbyisten ausgehalten wird, welcher Konzern welche Richtlinien in welche Feder diktiert, ich will das alles nicht mehr wissen, ich bin satt, ich bin angewidert, ich kann sie nicht mehr sehen. Sie verderben mir den Tag, wenn ich durch meinen Kiez laufe und sie mich von den Laternen herunter angrinsen.

Dabei sehen diese Gesichter in den Straßen so harmlos aus. Kein Wässerchen. Trüben. Und so weiter. Gephotoshoppt bis zur Unkenntlichkeit, Parolen aus der Phrasenmühle, Nichtigkeiten, Unsinn, hohles Geseier, Buzzworte ohne Inhalt und immer wieder die gekaufte Presse, die mit immer absurderen Statistiken versucht, einen Hauch von Spannung in diese dröge Veranstaltung zu bringen. Alle hängen sie da, auch Stefan Liebich von der Linkspartei hängt schon wieder in den Straßen Prenzlauer Bergs rum. Der hing dort schon letzten Sommer. Für ein anderes Parlament. Bald hat er alle durch. Herrlich, ein neuer Sport ist geboren: Parlaments-Hopping. Heute in den einen Sessel furzen, morgen in den anderen. Huhu Urnenpöbel, wähl mich, vielleicht mache ich das ein halbes Jahr, bis ich was finde, das mir noch mehr Geld für noch weniger Arbeit einbringt. Berlin. Brüssel. Ist doch egal wo ich sitze.

Alternativen wählen? Ja klar, wen denn? Gibt es nur einen, dem ich es abnehme, nach der Wahl keine eigene Agenda zu verfolgen, einen, dem ich zutraue, uns die Last unserer Bürden etwas zu erleichtern, das Leben ein wenig erträglicher machen, sich nicht kaufen zu lassen? Einen? Natürlich nicht. Keinen. Von rechts bis links. Im Zweifel winkt der Schampus. Und der rote Teppich. Ein Pöstchen hier, ein Pöstchen da, darf’s noch ein Rundfunkratsessel sein? Oder ein Aufsichtsratsmandat? Der Bankenverband zahlt 10.000 für einen lumpigen Vortrag. Überlegen Sie es sich. Denken Sie an Ihre Familie, an später, der Wähler stellt Ihnen keinen BMW vor die Tür. Ich schon und ich habe da noch diesen Job als Aufsichtsratsvorsitzende zu vergeben. Tochterfirma. Übersee. Wär‘ das nicht was für Ihre Frau?

Gulp. Ich bin satt. Ich will schon lange nicht mehr. Wissen Sie was? Ich gehe saufen am Wahltag. Die Frage, ob es ein Single Malt oder doch wetterbedingt ein Bourbon mit Ginger Ale auf Eis sein wird, ist viel spannender als die Frage, wer diese sinnlose Wahl gewinnen und wer mit wie vielen Cyborgs in die Brüsseler Beletage einziehen wird. Wenn dann noch das Wetter mitspielt, liege ich im Mauerpark und lasse mich volllaufen, was immer noch besser ist, als den Statisten zu mimen bei dieser Farce, die so sinnlos ist wie ein dritter Hoden und bei der es völlig egal ist, was Sie wählen, weil es überhaupt keinen Unterschied macht, wer da in persona in Brüssel sitzt und Maulaffen feil hält. Dort sitzen über 700 Menschen aus ganz Europa in einer Art groteskem Obersten Sowjet herum und keiner weiß, was die dort eigentlich machen und was der Popanz soll. Wählen die eine Regierung? Haben die irgendwas zu melden? Was machen die da? Keine Ahnung.

Ab und zu hört man ja was aus Brüssel, doch so richtig positiv ist das nie. Glühbirnen. Heizpilze. Duschköpfe. Kein Olivenöl aus Karaffen mehr. Kampagnen gegen Rohmilchkäse. Dafür Genmais. Autolobbywunschzettel. Wasserprivatisierung. Freihandel mit irgendwelchen Überwachungsstaaten. Oder gleich irgendwelche Interventionen in irgendwelche strategisch wichtigen Staaten, in die ich nie reisen werde, weil ich nicht weiß was ich da soll.

Das Ganze findet im Übrigen völlig abgekoppelt von denen statt, die wir dorthin wählen sollen. Ich frage mich, warum sie nicht gleich ein paar Automaten dort hinstellen, die je nach Fraktionszugehörigkeit ihren Metallarm heben. Und die Anzahl der Mandate pro Fraktion würfeln sie einfach alle vier Jahre aus. Oder spielen eine Runde Scrabble. Tabu. Das Nilpferd in der Achterbahn. Wer gewinnt, stellt den Kommissionschef. Und warum? Weil es völlig nebensächlich ist, welche wirtschaftshörige Sprechmaschine dem ganzen korrupten Moloch vorsitzt, spielt keine Rolle, denn die Politik ist seit Dekaden dieselbe, unabhängig von dem Suppenkasper, den man an die Spitze setzt: Im Zweifel für die Konzerne nebst den ewig gierigen Banken und meistens gegen den armen Idioten von Normalbürger, der die ganze Party bezahlen darf. Obwohl, hey, zugegeben, man muss ja schon froh sein, dass Wahlen sind, denn dann müssen sie ab und zu etwas für die breite Masse beschließen, die Netzneutralität kürzlich zum Beispiel, meine Hochachtung, wie konnte das passieren, hat Bertelsmann Angst, dass sein RTL bald langsamer durch die Leitungen gestreamt wird und gedroht, die Schnittchenlieferungen von Feinkost Käfer für euer Pausenbuffet einzustellen? Was war da los?

Nein, aus, weg, Ende, ich wähle euch immer noch nicht. Ihr seid abgehoben. Ihr seid Glaspalast. Ihr seid Elfenbein. Ihr seid Schnittchen. Schampus. Lobby. Mit mir habt ihr nichts zu tun, was – und das kommt jetzt bestimmt nicht so ganz überraschend – auf unbedingte Gegenseitigkeit beruht, und ob euch meine Wahlenthaltung interessiert oder nicht, interessiert mich wiederum nicht. Ihr denkt an euch und ich denk‘ an mich. So einfach ist das. Toller Deal. Ich bin glücklich damit. Und fertig mit euch.

Doch jetzt verrate ich euch was, was euch doch vielleicht ein wenig ankotzen wird: Ich bin eigentlich eure ultimative Zielgruppe. Ja, wirklich. Ich bin die personifizierte Mittelschicht, ich bewohne eine der letzten Mittelschichtwohnungen dieses Oberschichtenbezirks, verdiene für dieses traurige Stück Minijobber-Hauptstadt gar nicht mal so schlecht, habe Nachwuchs gezeugt und treibe Unmengen Sport, um diesen steuerzahlenden Drecksack von Körper noch eine Weile am Leben zu erhalten. Ich habe Hobbies, trinke nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig, melde mich nicht zu häufig krank, fahre ein geleastes Mittelschichtenauto und hole mir gerne Sushi nach Hause. Ich bin der Normalbürger, ich bin die Mitte. Ihr wollt meine Stimme. Ich bin genau einer von denen, die ihr ansprechen wollt. Von denen ihr immer redet. Ich bin solider Mittelstand, ich gehöre nicht zu den Abgehängten aus dem von euch vorsätzlich zementierten Prekariat, die Ihr mit RTL2, billigem Alkohol und ein paar Erdnüssen im Teigmantel ruhigstellt und die euch sowieso nicht wählen, nein, Ihr wollt die Mitte und da sitze ich, doch ich kann euch nicht mehr sehen, ich habe euch so satt. Es gibt niemanden mehr in eurem lobbyverseuchten Elfenbeinturm, dem ich auch nur einen Meter über den Weg traue. Ich wähle euch nicht. Und das Beste an der Sache ist: Ich bin nicht so allein wie ich mal dachte. Wir sind ganz schön viele inzwischen.

Früher war ich nur enttäuscht, traurig auch, weil sie immer ganz schnell jeglichen Anstand ablegten, sobald sie unter anderem von mir in ihre warmen Sessel gewählt wurden. Jetzt nicht mehr. Ich bin zornig geworden. Ich verweigere meine Mitwirkung. Wenn ich sie von den Plakaten in meiner Straße fett und feist auf mich herunter grinsen sehe, fühle ich mich verhöhnt. Sie lassen mich abdrücken. Für ihre Pauschalen, Vergütungen, Zulagen. Ich zahle ihren Popanz. Jeden Tag. Woche für Woche. Jahr für Jahr. Nein, bitte, ich kann nicht, ich will nicht, ich wähle sie nicht. Ignoranz ist das Wenigste, das ich mir gönne und sie tut so gut.

Und nein, mit mir verweigern sich nicht nur die Dummen, Abgehängten, Kaputten, die nicht mehr hingehen, weil sie die Wahlbenachrichtigung nicht lesen können oder ihnen im Erdbeerlikörrausch alles egal geworden ist, nein, der Widerwille kommt aus der Mitte der Gesellschaft und genau deshalb zünden sie jetzt wohl wieder eine dieser schmierigen Kampagnen, die das Nichtwählen diffamieren und bieten all die superklugen Leute wie Mario Barth und Philipp Lahm auf, die das Nichtwählen auf eine Stufe mit Nazis stellen. Egal. Alles egal. Redet. Propagandiert. Hetzt. Ist mir egal und nicht nur mir. Ihr kriegt mich nicht mehr.

Es liegt was in der Luft. Abneigung. Fast greifbar. Deshalb diese hochgejazzten inszenierten Rededuelle zweier inhaltlich vollkommen identischer Spitzenkandidaten, deshalb die Kampagnen. Hier hängen schon wieder überall Plakate: Geh wählen, Bürger. Mach dein Kreuz. Tu deine Pflicht. Ja, ich glaube, sie ahnen was, sie spüren es vielleicht doch, dass etwas nicht stimmt, es besteht so ein diffuses Unbehagen, fast als hätten sie ein schlechtes Gewissen, weil sie es zu dreist getrieben haben und jetzt irgendwas im Busch ist.

Und sie haben Recht, da ist was im Busch. Eine niedrige Wahlbeteiligung. Vielleicht die niedrigste aller Zeiten. Die Verweigerung ganzer Schichten quer durch die Bevölkerung. Weil es eben nicht mehr nur die frustrierten Weltverbesserer sind, die seit fünfzig Jahren erleiden müssen, dass ihnen die Landbevölkerung immer wieder die CDU oder eine noch schlimmere SPD vor die Nase wählt, nein, es ist die Mitte, Familienväter, Abiturienten, Angestellte, Studenten, stinknormale Nischenblogger, die sich fragen, was das alles noch soll. Ihr glaubt, dass ich alleine bin? Bin ich nicht, bei weitem nicht. Ich bin nicht alleine. Ich bin wie viele. Ich kann euch nicht mehr sehen.

Und nein, auch dieses Spielchen mit dieser blöden Sperrklausel, die sie jetzt abgeschafft haben, wird mich nicht mehr dazu bringen, wieder auf das Spielfeld zurück zu kommen und ihnen meinen Tribut zu zollen. Denn auch die fehlende Sperrklausel ist egal. Sitzen eben ein paar Piraten da drin. Oder Tierrechtler. Oder Bibeltreue. Und werden reich. Ist mir doch egal, wer das Geld einstreicht. Neunmal mehr als der Durchschnittsbürger. Ihr habt sie wohl nicht alle. Und ich soll dazu beitragen, dass ihr dort hinkommt? Ich? Nein, ich wähle euch nicht.

Und was ist mit dem Volksentscheid zu Tempelhof? Wenn du nicht hingehst, kannst du nicht mitentscheiden, ob sie dort künftig Wohnungen bauen oder sich die Hedonisten weiter selbst verwirklichen, sagen sie. Ja, weiß ich, aber das ist mir inzwischen auch egal so wie mir alles, was irgendwer irgendwo durchdrückt oder nicht durchdrückt, immer egaler wird. Steckt euch eure Volksinitiativen für und gegen irgendwas aufs Klo. Macht was ihr wollt. Baut Tempelhof zu. Oder baut nicht. Holt euch einen runter. Mir egal. Hier in Prenzlauer Berg drückt mir andauernd irgendwer für oder gegen irgendwas einen Zettel zum Unterschreiben in die Hand. Die neueste Initiative beschäftigt sich mit dem Erhalt der maroden Gehwegplatten, gegründet von irregeleiteten Wutbürgern, die sich für verdammte Denkmalschützer halten. Ich will nicht mehr, es interessiert mich nicht mehr, ich bin satt. Wo ist der nächste Spielplatz? Ich möchte lieber Förmchen in den Sand drücken, solange man den noch nicht privatisiert hat.

Aber du musst die NPD verhindern, sagen sie jetzt auch, jene, die von Bürgerpflicht faseln, aber ganz ruhig werden, wenn man ihnen die absurden Einkünfte dieser Brüsseler Sesselfurzer auflistet. Die NPD verhindern. Ja, das ist ihr letztes Argument, wenn ihnen gar nichts mehr einfällt. Die NPD. Die darf keine 1% bekommen, weil sonst irgendein Heini, der im Zweifel weniger Deutsch kann als ich, ganz offiziell in ein Saalmikrofon plappern kann, dass einer wie ich kein echter Deutscher ist. Haha, wisst ihr was? Auch das ist mir inzwischen egal. Ehrlich, mir doch egal, ob der da sitzt. Soll er doch. Ich habe schon Brandenburger Nazis nachts an Autobahntankstellen erlebt, die mein Auto umstellt haben, weil ihnen mein FC St.Pauli-Wimpelchen am Rückspiegel nicht gefallen hat. Was soll da noch kommen? Ein brauner Sesselfurzer, der Geld kostet? Bitch please.

Früher zog das mal. Früher habe ich mich mal zu Wahlen geschleppt, um die NPD zu verhindern. Und dann saß sie doch drin. Oder nicht. Was auch egal war. Sitzen die da halt. Oder nicht. Die Schwachköpfe zerlegen sich sowieso immer gegenseitig vor Ende einer Legislaturperiode. Egal. Absolut egal. Das zieht nicht mehr. Ich habe keinen Bock mehr. Wenn ein trauriger Haufen NPD das letzte ultimative Argument sein soll, meinen Arsch in eine heruntergekommene Grundschule zu schleppen, von der der fleckige Putz auf den rissigen Asphalt bröckelt, und im Angesicht von demotivierten Beamten, die man zwangsweise aus ihren muffigen Bezirksamtskabuffs in diese schäbigen Wahllokale kommandiert hat, einen sinnlosen Fetzen Papier in einen Behälter zu werden, was nicht die geringste Auswirkung auf irgendwas hat, dann lehne ich das ab. Mit voller Überzeugung. In vollem Wissen, was ich da tue. Ich spiele nicht mit. Ihr dürft alleine spielen. Verballert die Kohle, pimpt euer Konto mit allem was das Sitzungsgeldbudget hergibt, mir egal. Ich spiele nicht mit und ich helfe euch nicht mehr dabei, dort hin zu kommen wo ihr so penetrant hin wollt.

Unter 40 % Wahlbeteiligung. Über 60% Stinkefinger. Die 3 muss stehen, denn das können sie nicht mehr ignorieren, das vernichtet jegliche Legitimität, und dann müssen sie etwas tun: Ihren irrwitzigen Moloch demokratisieren, Verzicht üben, sich weniger in die Taschen stecken, diese absurden Subventionen für irgendwelche Großgrundbesitzer, Konzerne und Mogule drastisch kürzen und zuletzt endlich diesen stinkenden Haufen Lobbyisten rausschmeißen, der diesen Kontinent in seinem bleiernen Griff hat. Ich bin raus. Gehen Sie mit. Die 3 muss stehen. Das wäre ein Etappensieg auf dem Weg, dieser traurigen Veranstaltung und ihren Nutznießern die schon lange gebotene Nichtachtung entgegen zu bringen. Ziehen Sie die Konsequenzen. Ich tue es auch.

Schließen möchte ich die Suada mit einem Zitat des großen Georg Schramm: „Die eigentliche, zukunftsweisende Politik wird von den Interessenverbänden gemacht. Hinter verschlossenen Türen. Da werden die Fäden gezogen, an denen die politischen Hampelmänner hängen, die uns in der Berliner Puppenkiste Demokratie vorspielen.“

So ist das. So läuft das.

Ich danke Ihnen.

Quelle: kiezneurotiker

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Ja, so einfach ist das. Wer gegen die EU-Lobby-Diktatur und gegen das Falschgeld EURO ist, kann und darf unmöglich an der EU-Wahl teilnehmen. Alles andere wäre Selbstbetrug. Mir ist völlig egal, wer im EU-Parlament sitzt. Die Bürokratten in Brüssel bereichern sich auf unsere Kosten und verschlingen Mrd., die an anderen Stellen sinnvoller angebracht wären. In der EU findet eine Insolvenzverschleppung sondergleichen statt. Beispiel Deutschland. Im Jahr 2011 lag die explizite und implizite Staatsverschuldung bei 288 Prozent zum BIP. „Die implizite Schuldenlast umfasst das zweieinhalbfache der expliziten Staatsschuld.“ Weitere Infos hierzu und zu anderen EU-Staaten sind in dem Buch, „Steht uns das Schlimmste noch bevor?„, zu finden.

Die EU-Wahl ist jetzt vorbei. In den nächsten Monaten werden die Wähler erkennen, dass sie erneut belogen und betrogen wurden. Bereiten Sie sich schon mal auf das Schlimmste vor. Die nächsten Jahre werden weitaus schlimmer werden als bisher. 

 

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Die neue Bedrohung

Posted by krisenfrei - 26/05/2014

d.a. NATO-Chef Anders Fogh Rasmussen hat sich am 19. 5. in Brüssel offenbar das Recht

herausgenommen, Russland zur ständigen Bedrohung zu erklären, was nicht wenige erschreckt haben dürfte. Indessen war von der Kommission selbst keine Stellungnahme hierzu in Erfahrung zu bringen. Während also darauf abgezielt wird, nach Möglichkeit eine Aufrüstung in den NATO-Staaten in die Wege zu leiten und eine neue Doktrin für das Bündnis auszuarbeiten, hat Putin seine Kooperation mit China längst vertieft. Nach fast zehnjährigen Verhandlungen, schreibt die BüSo,die Bürgerrechtsbewegung Solidarität, haben Russland und China im Rahmen des Staatsbesuchs von Putin in Shanghai ein historisches, auf 30 Jahre angelegtes Erdgasgeschäft abgeschlossen. Die russischen Gaslieferungen an China sollen 2018 anlaufen und jährlich 38 Mrd. m3 umfassen. Es wird geschätzt, dass sich das Geschäftsvolumen über 400 Mrd. $ beläuft. Beide Seiten haben vereinbart, für die notwendige Infrastrukturinvestitionen im jeweils eigenen Land aufzukommen. Darüber hinaus hat sich China bereit erklärt, einen Vorschuss von 25 Mrd. $ an Russland zu zahlen, um das Projekt zügig voranzubringen. Wie Putin in einem Fernsehinterview erklärte, betrifft die erste Stufe des Vertrags die Erschliessung des Gasfelds Kowytka in der Region Irkutsk in Sibirien, in der Nähe des Nordendes des Baikalsees, sowie des Tschajanda-Feldes in der weiter im Nordosten gelegenen Republik Sacha (Jakutien). Ohne Übertreibung werde dies in den nächsten Jahren das grösste Bauvorhaben der Welt sein. Putin betonte, die neu zu erschliessenden Felder könnten die Versorgung für die nächsten 50 Jahre nicht nur für den Export, sondern auch für den inländischen Verbrauch sichern. Es handelt sich darüber hinaus um ein starkes Verteidigungsmittel gegen die gegenwärtigen wirtschaftlichen Sanktionsdrohungen aus dem Westen. [1]

Der chinesische Präsident Xi Jinping hat das Konzept der Neuen Seidenstrasse zur offiziellen Politik seines Landes erklärt, ein Vorhaben, für das Putin bei seinem Besuch jetzt auch offiziell die Unterstützung Russlands zusagte; dieses ist seit Anfang der 90er Jahre von Vertretern der BüSoals Idee der Weltlandbrücke in Deutschland und international in Umlauf gebracht worden. Konkret geht es um den von Jinping vorangetriebenen Bau von wirtschaftlichen Entwicklungskorridoren entlang der Neuen Seidenstrasse. Einer gemeinsamen Erklärung vom 20. Mai ist folgendes zu entnehmen: »Russland erkennt die enorme Bedeutung der chinesischen Initiative für den Bau des Seidenstrassen-Wirtschaftsgürtelsan und weiss die Bereitschaft der chinesischen Seite, die russischen Interessen bei dessen Entwicklung und Realisierung zu berücksichtigen, besonders zu schätzen. Beide Seiten suchen weiter nach Möglichkeiten, die Perspektive des Seidenstrassen-Wirtschaftsgürtelsmit der Konzeption der Eurasischen Wirtschaftsunion zu verbinden. Zu diesem Zweck beabsichtigen sie, die Zusammenarbeit der relevanten Behörden bei der Realisierung beider Projekte zu vertiefen, insbesondere beim Ausbau von Verkehrswegen und der Infrastruktur.«Putin betonte in seinen Ausführungen die Bedeutung der wachsenden Zusammenarbeit beider Länder sowohl im wirtschaftlichen als auch militärischen Bereich. Diese schaffe ein Geflecht der Stabilität für den asiatisch-pazifischen Raum. Die Beziehungen der beiden Länder befänden sich gegenwärtig auf einem historischen Höchststand. Xi Jinping und Putin nahmen ausserdem gemeinsam an der Eröffnungszeremonie für die gegenwärtig stattfindenden chinesisch-russischen Seemanöver im Ostchinesischen Meer teil. [2]

Zu dieser sogenannten Seidenstrasse schrieb F. William Engdahl unter dem Titel Chinesische Wirtschaftsdiplomatie gegenüber Deutschland durchkreuzt das Kalte-Kriegs-Fieber im April: »Mit einer Meisterleistung in Wirtschaftsdiplomatie durchkreuzte Chinas Präsident Xi Jinping bei seinem Besuch in Duisburg die Pläne der Washingtoner Neokonservativen, die eine neue Konfrontation zwischen der NATO und Rußland anstreben. In Duisburg, der Stadt mit dem größten Binnenhafen der Welt und einem historischen Transport-Drehkreuz für die europäische und deutsche Stahlindustrie (mit Zentrum Ruhrgebiet), präsentierte er den Vorschlag für den Aufbau einer neuen »Wirtschaftlichen Seidenstraße« zwischen China und Europa. Für das wirtschaftliche Wachstum in ganz Europa eröffnen sich damit atemberaubende Aussichten. Flankiert von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und örtlichen Politikern betonte Xi Jinping, Deutschland und   China seien die beiden wirtschaftlichen Lokomotiven am jeweiligen Ende dieser Straße. Durch die Kooperation an der gemeinsamen Vision einer Eisenbahnverbindung und sonstiger Infrastruktur könnten entlang der Route völlig neue wirtschaftliche Bereiche entstehen. Der Begriff der   Seidenstraße ist die bewußte Wiederbelebung der Bezeichnung für die alten Handels- und Kulturwege zwischen China, Zentral- und Südasien, Europa und dem Nahen Osten, die in der Zeit der Han-Dynastie ungefähr 200 n.Chr. geschaffen wurden. Von der Wirtschaftlichen Seidenstraße und einer gesonderten Maritimen Seidenstraße hatte Jinping erstmals im November 2013 bei einer Rede während der dritten Plenarsitzung des 18. Zentralkomitees der Kommunistischen Partei gesprochen. Jinpings jüngste diplomatische Offerte zeigt, daß die Idee kein Hirngespinst ist, sondern strategische Realität. China braucht neue Exportmärkte beziehungsweise muß die bestehenden sichern, um die Gräben in der Entwicklung zwischen den hochentwickelten Küstenregionen wie Schanghai und den weniger entwickelten Regionen im Landesinneren zu schließen und darüber hinaus die Stabilität in China selbst und in den Nachbarländern zu wahren. Die Provinz Xinjiang liegt an der Seidenstraße, sie ist die Basis einer radikalislamischen Strömung unter der heimischen moslemischen uigurischen Bevölkerung. Jinping sagte es zwar nicht, es ist aber eindeutig, daß der Vorschlag zu einem extrem kritischen Zeitpunkt unterbreitet wird, an dem die Frage von Krieg oder Frieden durch Fehlkalkulation über Washingtons Manipulation der Ereignisse in der Ukraine und ihrem Umfeld wieder aktuell ist. Der neue Infrastrukturkorridor führt durch Rußland. Eine wirtschaftliche Alternative gibt es nicht. Deshalb dient sie gleichzeitig dazu, die wirtschaftliche Zukunft und die Aussichten für eine friedliche Zusammenarbeit besonders zwischen Rußland und Deutschland miteinander zu verknüpfen. Jinping unterbreitete seinen Duisburger Vorschlag im Rahmen eines chinesischen Wirtschaftsplans von höchster Priorität. Eine Woche vor seinem Abflug nach Deutschland war er in Peking mit dem saudiarabischen Kronprinzen Salman ibn Abd al-Aziz Al Saud zusammengetroffen und hatte Saudi-Arabien eingeladen, sich am Aufbau des Wirtschaftsgürtels Seidenstraße und der Maritimen Seidenstraße zu beteiligen, um die Vernetzung des Transports und den kulturellen Austausch zu fördern. Zwei Tage später weilte der Außenminister von Kasachstan, ebenfalls ein wichtiges Land an der Seidenstraße, zu Gesprächen über eine Mitarbeit an dem riesigen Projekt in Peking. Dieser signalisierte die Bereitschaft seines Landes zur Kooperation, genauso wie der Präsident Afghanistans. Das Projekt steht eindeutig im Zentrum der chinesischen Strategie, die westlichen Landesteile zu entwickeln und in den Nachbarländern eine wirtschaftliche Stabilität zu fördern, die sowohl den Nachschub von Rohstoffen sichert als auch neue Handelsmärkte schafft. Seit seinem Amtsantritt im März 2013 haben Xi Jinping und sein Premierminister Rußland, Turkmenistan, Kasachstan, Usbekistan und Kirgistan besucht, die alle entlang der vorgeschlagenen Route des Seidenstraßen-Projekts liegen. Gegenwärtig sind China und Deutschland durch die internationale Eisenbahnstrecke Chongqing-Xinjiang-Europa miteinander verbunden. 2011 hatte China die Eisenbahnverbindung Chongqing-Xinjiang-Duisburg eröffnet. 2013 begann der Verkehr auf der direkten Eisenbahn-Transportroute Chengdu-Lodz (Polen), die über Kasachstan, Rußland und Weißrußland führt. Der wirtschaftliche Nutzen von Eisenbahnverbindungen gegenüber dem Seetransport von chinesischen Häfen nach Europa oder gegenüber der Luftfracht ist enorm. Eine Reise über die Strecke Chongqing-Xinjiang-Duisburg dauert nur 16 Tage, über die Strecke Chengdu-Lodz 12 Tage. Der chinesisch-europäische Eisenbahntransport ist wesentlich schneller als der Seetransport, der 40 bis 50 Tage braucht, zudem ist er deutlich billiger als der Luftweg. Darüber hinaus ermöglicht die Eisenbahn ein bequemeres Umladen und einen schnelleren Transport zum Zielbahnhof.

Bei Chinas Entscheidung, sich jetzt »nach Westen« zu orientieren, ist auch eine wesentliche Sicherheitskomponente im Spiel. Peking muß Exportmärkte sichern und das Transportnetz diversifizieren: Xi Jinpings wichtigstes Thema bei seiner Zentralasienreise, insbesondere angesichts der zunehmend instabilen Seewege in Süd- und Südostasien. China ist sehr anfällig für Attacken auf dem Seeweg durch die Straße von Malakka, wo es immer häufiger zu Angriffen von Piraten, zu illegalem Handel und zu Streit über den Seeverkehr kommt. Fast 85 % der Importe nach China verlaufen über diese Route, darunter 80 % der Energie-Importe. Peking ist sich indessen bewußt, daß es kein Problem wäre, die Straße von Malakka zu blockieren, wenn sich Washington zu einer Konfrontation mit China entschiede.« [3]

Quellen:
[1] http://www.bueso.de/node/7371 22. 5. 2014
[2] http://www.bueso.de/node/7364 21. 5. 14
[3] http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/f-william-engdahl/chinesische-wirtschaftsdiplomatie-gegenueber-deutschland-durchkreuzt-das-kalte-kriegs-fieber.html 
1. 4. 14   Chinesische Wirtschaftsdiplomatie gegenüber Deutschland durchkreuzt das Kalte-Kriegs-Fieber – Von F. William Engdahl – auszugsweise –

Siehe hierzu auch
http://www.politonline.ch/index.cfm?content=news&newsid=2212   19. 1. 14
Europa am Scheideweg: Aufbau mit Eurasien oder Untergang mit dem Europa der Troika? – Von  Alexander Hartmann

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Quelle: politonline

 

 

 

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Unsere Kinder – die Verlierer dieser Gesellschaft

Posted by krisenfrei - 26/05/2014

 von Julia Sauren (freigeist)

Die Verzweiflung der Eltern ist groß. Die Anzahl derer, die sich immer häufiger die Frage stellen; ob mein Kind denn die Schule schafft, steigt.  Diese Frage ruft bei sehr vielen von ihnen das Gefühl der Angst hervor.

Die Palette an unternommenen Handlungen dieser Angst entgegenzuwirken ist breit. Neben den herkömmlichen Maßnahmen wie Aufklärungs-, Belehrungsgesprächen, dem berühmten Hausverbot, den Erpressungsversuchen durch Wegnahme von, für die Kids in ihrem Alltag wichtigen, Gegenständen wie z.B. dem Handy u.v.m. sind in den letzen Jahren weitere vermeintliche Möglichkeiten zur Hilfe hinzugekommen – auch in die Mode gekommen. Da wären die vielen oft teureren Nachhilfestunden, die noch teureren therapheutische Maßnahme wie, um nur eine davon zu nennen – das psychologische Gutachten, bis hin zur Ruhigstellung durch das Verabreichen von Medikamenten, die für die sowohl körperliche als auch geistige Gesundheit alles andere als unbedenklich sind. Ein ganzer Industriezweig von Pharmaindustrien, Lernhilfezentren, Psychologen und anderen fragwürdigen Spezialisten bedient uns und bereichert sich auf Kosten verzweifelter Eltern.

Doch sind es denn wirklich unsere Kinder, die diese Angst bei uns schüren?
Sind es denn die Kinder, denen auf diese sehr bedenkliche Weise geholfen werden muss?
Bereits im Kindergarten beginnt der Prozess der Vereinheitlichung und in der Schule wird dieser zusätzlich perfektioniert. Bloß nicht selbständig denken, oft noch nicht mal verstehen. Lernen und ausführen, stets bemüht den Anforderungen der Gesellschaft gerecht zu werden, um bald schon als vollwertiger Teilnehmer auf dem Arbeitsmarkt zu sein. Es sind die Prämissen der Schule von heute.
Wer von der Norm abweicht, fällt auf und wird nun mit allen erdenklichen Mitteln an die Norm angepasst, nach dem Motto: was nicht passt, wird passend gemacht. Zunehmend immer mehr Kindergärtner/innen, Lehrer, Ärzte und Mitarbeiter des Jugendamts bilden oft eine unheilvolle Allianz.

Warum dürfen unsere Kinder nicht mehr Kinder sein?

Sind sie es denn, die es zu verantworten haben, dass auch das Schulsystem versagt?
Warum müssen gerade sie – unsere Kinder die Folgen dieser Fehlentwicklung tragen, ohne jemals selbst an dem Zustandekommen dieser beteiligt gewesen zu sein. Wir – die Erwachsenen wälzen die Verantwortung mal auf die ´resignierten Lehrer´, mal auf unsere faulen, nichtsnutzigen Kinder. In unseren emotionalen Entgleisungen schimpfen wir sie Dummköpfe oder gar Versager und merken dabei oft nicht mehr, dass wir ihnen Unrecht tun.
Denn unsere Kinder haben sich dieses System nicht ausgesucht, sie sind da lediglich hineingeboren. Nicht sie waren es, die bestimmt haben, dass Ehrgeiz, Wohlstand und Erfolg durch fleißige und viele Arbeit zu erreichen sind, und auch erstrebenswert und vermeintlich gut seien, angeblich uns zu besseren Menschen machten.
Doch ist es wirklich so?
Bezahlen wir denn selbst nicht einen oft viel zu hohen Preis für diese Ideale?
Aus dem Gefühl heraus wollen wir, dass unsere Kinder es eines Tages besser haben und doch übersehen allzu oft dabei, dass wir im Grunde selbst dazu beitragen, unsere Kinder zu dem zu machen, was man einen genormten Einheitsmenschen nennt – einen unpersönlichen Massenmenschen, ein Arbeitstier – der Mensch als Ausbeutungswesen.

Dieses menschenunwürdige, ja gar menschenverachtende System beruht auf den zeitgenössischen Werten; Profitdenken, Konsum als Quelle des Glückes, der Mensch als Träger von Bedürfnissen, welche durch viele Arbeit und Gelderwerb befriedigt werden müssen, um Teil dieser Gesellschft sein zu können und ihre Anerkennug zu erlangen, oder doch eher zu erkaufen.
Ja, das System beraubt uns alle unseres Rechts auf eine persönliche Entfaltung, des Rechts zur Selbstbestimmung und vieler andere Rechte mehr und unsere Kinder werden auch noch zusätzlich ihrer Kindheit beraubt.
Ja,dieses System verstößt alltäglich gegen unsere Grundrechte. Und was tun wir? – Schauen weg, lassen es über uns ergehen und unsere Kinder.

Warum lassen wir das alles zu?

Wir selbst und auch unsere Kinder leiden doch unter dem Leistungsdruck und an den, von der Gesellschaft und ihren Wirtschaftsbossen gefordeten Ansprüchen: stets konform zu sein und mit dem Strom zu schwimmen.
Wer will schon heute unruhige, den Unterricht störende, sozialunverträgliche – der Norm abweichende Kinder. Jeder hat seinen Teil dazu beigetragen und die meisten tun es weiterhin, dass wir unsere Individualität gegen die Konformität eintauschten.

Doch die natürliche Evolution kennt keinen Einheitsmenschen!

Wären denn dann so viele Exemplare unserer Art da? Sie – die Natur will Vielfalt und Individualität, keine Norm.
Wir sollten endlich damit aufhören, die Entscheidungen über unser Leben, unsere uns innewohnende Bedürfnisse und unsere Entfaltung den anderen zu überlassen – vor allem nicht den jetzigen Politekern, Ministern und allen Vertretern der Wirtschafts- und Geldeliten, deren Interessen an uns die Ausbeutung unserer Arbeitskraft und Kaufkraft sind.
Lasst uns nicht länger in dem Glauben verharren, dass sie – die anderen es besser wüssten, was für uns und unsere Kinder gut und richtig sei. Lasst uns diesen Kampf nicht länger auf den Rücken unserer Kinder austragen, sie sollen nicht die Leidtragenden sein. Es gibt auch noch andere Werte, auf die wir uns besinnen können, wo jeder selbst entscheiden darf, was gut und richtig für einen selbst ist.
Mischt euch ein in das Geschehen, redet, dabattiert, setzt euch für eure Kinder ein. Schenkt ihren Bedürfnissen mehr Beachtung als denen des ´Main-streams´. Lasst euren Unmut nicht an Kindern aus, richtet diesen gegen die wahren Verursacher dessen – jene, die uns glauben machen, dass dieses System das Beste und auch noch alternativlos sei.
Lasst uns unsere Kinder schützen vor diesem brutalen und menschenverachtenden System – dem Kapitalismus.

Julia Sauren

 

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