krisenfrei

Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

Ein Buch über den Kapitalismus?

Posted by krisenfrei - 25/05/2014

von Susanne Kablitz (cafeliberte)

Thomas Piketty hat ein Buch geschrieben; ein Buch, das sich wie verrückt verkauft. Ein Buch über den Kapitalismus. Also den Kapitalismus, den er dafür hält. Den Kapitalismus, der eben genau das nicht ist, der aber in dieser falsch darstellten Form in weiten Teilen der Bevölkerung zutiefst verachtet wird, obwohl alle – ausnahmslose alle – selbst nur von diesem übrig gebliebenen Gerippe profitieren. Klar kommt Piketty sehr gut damit an. Einkommenssteuer von nahezu 80 Prozent und Vermögenssteuern für „die Reichen“ – wunderbar – alle Neidkomplexe werden hier bestens bedient.

Pikettys Antrieb basiert auf der gleichen Motivation der Kameraden namens John Maynard Keynes mit seiner General Theory oder Karl Marx mit dem Kapitalismusfrustrationsbuch Das Kapital, obwohl beide von dem Kapitalismus bestens lebten. Der eine als Sohn sehr wohlhabender Eltern (die diesen Wohlstand hoffentlich nicht gestohlen haben!) und Karl Marx, der zeitlebens nicht nur auf Kosten aller möglichen Kapitalisten lebte sondern auftragsgemäß als Gallionsfigur in den Kapitalismuskrieg zog, um den gutgläubigen Werteschöpfern das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Thomas Piketty ist 42 Jahre alt und gilt als Starökonom. Das an sich ist nichts besonders. Heutzutage gilt man schnell als Star. Um diesen Status zu erreichen, ist es ungemein hilfreich, wenn man dem „Ich hasse alle Reichen“-Trend folgt und genau die von jeglicher Verantwortung freistellt, die für das, was passiert eben diese Verantwortung zu tragen hätten. Thomas Piketty ist ein Diener des Systems und gilt als der Mann, der „die fatale Schwäche des Kapitalismus aufgedeckt hat“, der „neue Karl Marx“, sozusagen.

Gleichungen und mathematische Erkenntnisse fliegen dem geneigten Leser um die Ohren, die Verfechter der „sozialen Gerechtigkeit“ sind aufs Höchste verzückt. Und nicht nur die Soziale-Gerechtigkeits-Jünger sind fasziniert, den größten Gefallen tut er denjenigen, die von hohen Steuern gleich welcher Art besonders profitieren. Obama und Co. sind hin und weg, der Anwärter auf den Friedensnobelpreis steht zweifelsfrei fest.

Piketty behauptet, dass im Kapitalismus die Reichen immer reicher werden und die Ungleichheit in dramatischer Weise zunimmt. Untermauert wird dies mit allerlei beeindruckenden Zahlen, die seine These stützen sollen. Vor allem eine Grafik hat es in sich; eine Grafik in der abzulesen ist, dass der Anteil des Einkommens der amerikanischen Bevölkerung, der auf die reichsten 10 Prozent entfällt, bei 40 Prozent im Jahr 1910 beginnt und dann bis vor dem Börsencrash von 1929 auf 50 Prozent steigt, danach deutlich fällt und im Jahr 1995 wieder auf 40 Prozent zu ansteigt. Wie in der guten alten Zeit wächst der Anteil bis 2008 wieder auf 50 Prozent an, um schließlich wieder leicht zu fallen.
Abzulesen ist auch, dass der Anteil der Reichen nicht kontinuierlich gestiegen ist, sondern Spitzen hatte und eben zwei Höchstständen – 1929 und 2008. So! Kapitalismus bewiesen, die Reichen sind Verbrecher!

Was eigentlich aus dieser Grafik hervorgeht, ist die Tatsache, dass kurz vor Finanzkrisen in Phasen wirtschaftlicher Blasenbildung die Einkommensungleichheit dramatisch ausfällt. Ja, das stimmt. Aber warum ist das so? Und was hat der Kapitalismus damit zu tun? Nichts – liebe Kapitalismuspeiniger – gar nichts. Das, was hier seine Niederschläge findet, sind die Boom- und-Bust-Phasen, die durch Zentralbanken mit Hilfe der Schaffung unglaublicher Mengen nicht gedeckter Papierzettel ausgelöst werden. So etwas nennt man Staatskapitalismus, bei dem nur diejenigen profitieren, die beste Verbindung zu Regierungen und der Finanzwirtschaft haben.

Im Gegensatz zu den Büchern, die von Regierungen und den Umverteilungsorgienbefürwortern so gehuldigt werden, gibt es Bücher, die wirklich gelesen werden sollten. Und nicht nur gelesen – sondern verinnerlicht. Dazu gehören vor allem die Roland-Baader-Schriften, die einem nicht nur die Augen öffnen sondern die Worthygiene wieder herstellen. Der Kapitalismus ist eine privatrechtliche Wirtschaftsordnung mit Eigentum an Körper, Leben und Eigentum und absoluter Vertragsfreiheit und hat nix – nullkommanix – mit dem staatsverseuchten und politikverstümmelten Quacksalbertum zu tun, der überall zu finden ist.

Raubtiersozialismus (Pirincci) und Turbo-Etatismus (Baader), das sind die sakrosankten Beglückungen der modernen Welt. Und dabei redet man den Menschen ein, dass es Kapitalismus sei, wenn das dritte Handy auf Kosten der Menschen in der dritten Welt konsumiert wird. Oder wenn reiche Menschen immer reicher werden. Oder arme Menschen immer ärmer.
Staatskapitalismus hat mit dem eigentlichen Kapitalismus nichts, aber auch wirklich, wirklich! gar nichts zu tun – hatte es nie, wird es auch nie. Aber das bekommt man nicht zu hören, selbstverständlich nicht.

Die moderne Aristokratie setzt sich aus gierigen Politkern und Finanzkonzernprofiteuren zusammen, die in absoluter Eintracht den Menschen Bären aufbindet, die diese mit erstaunlicher Bereitschaft vollkommener Demut durch die Welt tragen. Soziale-Gerechtigkeits-Fanatiker vom Schlage eines Martin Schulz sahnen ab, dass es nur so kracht. Kein Wunder, dass diese Herrschaften einen Herrn Piketty lieben. Noch mehr Steuern für die Prominenz, die in ungehöriger Weise verprasst werden können, keine Aufklärungsnotwendigkeit über unser Falschgeldsystem, die der wahre Grund für die Exzesse der Mega-Reichen sind.

Pikettys Buch ist nur dann – wenn überhaupt – lesenswert, wenn man die Fehler erkennt. Wenn man erkennt, dass der Autor die kurzsichtige und gefährliche Politik verfolgt, wie dies Keynes bereits getan hat. Pikettys Buch bedient die Klischees, die immer dann besonders gut ankommen, wenn die jahrelangen Gelddruckorgien an ihr zwangsläufiges Ende kommen. Dann verdienen die Kapitalismus-Kritiker richtig Geld. Weil sie den Kapitalismus nicht verstehen. Würden sie dies tun, käme ein Buch über die wahren Verursacher der enormen Einkommensunterschiede dabei heraus. Aber dann stünde Thomas Piketty nicht mehr auf der Favoritenliste von Obama und Co.

 

 

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