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Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

Archive for 19. Mai 2014

GEZ-Zwangsgebühren: wer davon profitiert

Posted by krisenfrei - 19/05/2014

Die Macht der Politik in den Medien – Wieviel Einfluss hat die Politik wirklich?

Wie groß ist der Einfluss der Politik auf die Massenmedien wirklich? Nikolaus Brender kann ein Lied davon singen. 10 Jahre lang leitete er als Chefredakteur die Berichterstattung des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF). Doch seine Karriere fand ein jähes Ende, trotz großer Beliebtheit bei den Zuschauern und der Unterstützung des ZDF Intendanten. Der Grund: Die von CDU/CSU dominierten Aufsichtsgremien des ZDF verlängerten seinen Vertrag nicht, Brender musste gehen. Beim Medientreffpunkt Mitteldeutschland packte Brender nun aus über den wahren Einfluss der Politik auf die Medien – und geriet prompt mit dem CDU-Minister und Mitglied des ZDF-Fernsehrates Jürgen Gnauck aneinander…

So so, das Bundesverfassungsgericht stellte fest, dass der ZDF-Staatsvertrag in Teilen verfassungswidrig ist. Der Grund ist einfach nur lächerlich. Schaut selbst:

 

Und hier die Profiteure der GEZ-Zwangsgebühren:

 

ZDF-Fernsehrat

Mitglieder des Fernsehrates der XIV. Amtsperiode

Vertreter des Bundes und der Länder

Vertreter der Parteien

Vertreter der Religionsgemeinschaften

Weitere Vertreter

Sonstiges

Nikolaus Brender (von 2000 bis 2010 ZDF-Chefredakteur) sagte 2012 in einem zeit.de-Interview, zu Beginn seiner Amtszeit sei es üblich gewesen, dass Politiker bei einfachen Redakteuren anriefen, um Druck auf die Berichterstattung auszuüben. „Ich habe damals zum Beispiel zufällig erfahren, dass der damalige CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer durch einen Anruf in der Redaktion versucht hat, einen ihm unliebsamen Bericht zu verhindern. […] Ich habe daraufhin in den bekannterweise mit zahlreichen Politikern besetzten ZDF-Aufsichtsgremien gedroht, weitere Anrufe zu veröffentlichen. Danach war Ruhe.“ Eine Verlängerung von Brenders Vertrag wurde vom – überwiegend mit Unions-Politikern besetzten – ZDF-Verwaltungsrat abgelehnt; dies führte im Jahr 2010 zu Debatten über die politische Beeinflussbarkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.[1]

Brender berichtete von obigem, nachdem im Oktober 2012 bekannt geworden war, dass der (kurz darauf zurückgetretene) CSU-Pressesprecher Hans Michael Strepp Kontakt mit ARD- und ZDF-Redakteuren aufgenommen hatte, was einige der Kontaktierten sowie ZDF-Chefredakteur Peter Frey als Versuche von Einflussnahme durch die CSU empfunden hatten.

Quelle: wikipedia

 

Und hier noch etliche mehr, die von unseren Zwangsgebühren profitieren.

Mitglieder des Rundfunkrats (ARD) der einzelnen Landesrundfunkanstalten:

Mitglieder des Rundfunkrats der Bundesrundfunkanstalten:

 

Dieser Selbstbedienungsladen muss endlich ein Ende haben! Wenn sich niemand dagegen wehrt, wird alles so weitergehen.

 

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“Die Abgabe verletze keine Grundrechte und sei auch keine Steuer”

Posted by krisenfrei - 19/05/2014

Öffentlich Rechtliche Lügenmedien und Gerichte machen gemeinsame Sache

 

Öffentlich Rechtliche Lügenmedien und Gerichte machen gemeinsame Sache

 

Wieder einmal mehr hat sich bestätigt, dass Gerichte mit Politkriminellen, Wirtschaftsverbrechern und Medienkonzernen unter einer Decke stecken.

So hat der Bayerische Verfassungsgerichtshof den Rundfunkbeitrag am 15.05.2014 für verfassungsgemäß erklärt.

In der “Begründung” der Richter heißt es: “Die Abgabe verletze keine Grundrechte und sei auch keine Steuer”.

Die Richter haben sich noch nicht einmal die Mühe gemacht, auch nur ansatzweise auf die Klage einzugehen und zu den vielen Ungereimtheiten Stellung zu nehmen. Geht auch schlecht, da die Richter genau wussten, dass der Kläger im Recht ist.

Von Vornherein war klar, dass die Richter dieses Gesetz nicht kippen wollen, komme was da kommen wolle. Mit diesem “Gesetz” wird jeglicher Willkür Tür und Tor geöffnet.

Das ist skandalös und einem Verfassungsgericht in einem Rechtsstaat eigentlich unwürdig, aber irgendwie ist es auch lachhaft, weil so durchschaubar und plump zugleich, weil mal wieder zugunsten von politischen Interessen entschieden wurde.

Dass solch realitätsferne, politisch beeinflusste Urteile möglich sind, ist eine Schande für den Freistaat Bayern, denn natürlich ist die “Rundfunkgebühr” eine Steuer.

Wenn völlig undifferenziert, egal ob jemand überhaupt ein Angebot nutzt oder nicht nutzt, eine “Gebühr” erhoben wird, dann ist das eine Steuer, und überhaupt nichts anderes.

Die Erhebung der Rundfunkgebühr verletzt zudem eine Vielzahl weiterer Gesetze, wie zum Beispiel das Vertragsrecht und das Persönlichkeitsrecht.

Die Informationsfreiheit kann man ebenfalls als nicht gegeben sehen. Die Menschen werden einfach dazu verdonnert für etwas zu bezahlen, was sie weder wollen noch nutzen.

Man weiß schon gar nicht mehr, ob man über Sätze wie “im Namen des Volkes” noch lachen oder schon wieder weinen soll, da sich das Volk von solchen Urteilen distanzieren dürfte.

Bei dem miesen Propagandaprogramm, wie es ARD und ZDF abliefern, ist es die Pflicht von Unternehmern und Bürgern, den Rundfunkbeitrag zu boykottieren, indem man diesen einfach nicht mehr bezahlt.

Die Menschen zu zwingen, für Propagandalügen und Kriegshetze zu zahlen, obwohl sie sich diesen Mist weder anschauen, noch anhören, ist wieder einmal ein Justizskandal allererster Garnitur.

Das Wettbewerbsrecht dürfte ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen sein, von Gerechtigkeit ganz zu schweigen, denn was ist mit den privaten Rundfunkanstalten?

Die finanzieren sich über Werbe- und sonstige Einnahmen, was auch mehr als prima funktioniert.

Warum müssen Propagandasendeanstalten wie ARD, ZDF und Deutschlandradio zusätzlich von der Allgemeinheit zwangsfinanziert werden, obwohl diese mit Werbeverträgen ebenfalls Unmegen Geld scheffeln?

Warum erhalten ARD, ZDF und Deutschlandradio zusätzlich Rundfunkgebühren? Wo ist da die Gerechtigkeit gegenüber anderen Mitbewerbern?!

Warum machen es ARD, ZDF und Deutschlandradio nicht so wie etwaige pay-TV-Sender, die ihr Programm verschlüsseln? Wer das Programm nutzen möchte zahlt – wer es nicht nutzen möchte, zahlt nicht. So einfach wäre das – und das ist auch problemlos machbar, wie die Alltagserfahrung es zeigt.

Zahlen für etwas, was man weder nutzt, noch in Auftrag gegeben oder bestellt hat??? Wo sind wir hier eigentlich?!!

Kann ein Tankstellenpächter von jemanden 80 Euro für Benzin verlangen, obwohl dieser jemand gar nicht getankt hat – Maßgabe: der Herr Jemand hätte ja tanken können.

Das ist wohl kaum möglich.

Muss jemand in einem Restaurant mindestens ein Essen bezahlen, obwohl er nur hereinkam, um die Toilette zu benutzen? Maßgabe: “der Herr Jemand hätte ja etwas essen können.

Auch dafür gibt es keine gesetzliche Grundlage.

Genausogut könnte man pro Kopf eine Pauschalabgabe für die öffentlichen Verkehrsunternehmen eintreiben, denn man könnte die “Öffis” ja nutzen, auch wenn man es nicht tut.

Auf welcher gesetzlichen Grundlage soll dann also bitteschön eine Zwangsabgabe für Propaganda- und Schwachsinnsrundfunk fußen, obwohl man das Angebot der Öffentlich Rechtlichen weder nutzt, noch wünscht und schon gar nicht bestellt oder in Auftrag gegeben hat?!

Kurzum: Wenn die Zwangserhebung von Rundfunkgebühren rechtens sein soll, dann muss Diebstahl neuerdings wohl auch rechtens sein.

Die Firma Rossmann hatte die Klage gegen die Rundfunkzwangsgebühr erhoben und kündigte an, nun vor das Bundesverfassungsgericht zu ziehen.

Unterstützen Sie Rossmann dabei. Hören Sie auf damit, für vorsätzliche Desinformation, gefälschte Berichte, Propagandalügen und Kriegshetze Rundfunkgebühren zu bezahlen.

Andere Länder kommen auch ohne Rundfunkbeitrag aus. Es ist eindeutig, dass hier Korruption und Betrug stattfindet – gedeckt und gebilligt von Verfassungsrichtern.

Was haben Verfassungsrichter überhaupt zu melden?!!

Deutschland hat keine Verfassung, sondern nur ein Grundgesetz. In Deutschland gilt nach wie vor Besatzungsrecht, bis sich das Deutsche Volk eigenständig eine Verfassung gegeben hat.

Wir sollten nicht vergessen, dass unser schönes Land nach wie vor von den alliierten Besatzungsmächten beherrscht wird.

§133 GG: “Der Bund tritt in die Rechte und Pflichten der Verwaltung des Vereinigten Wirtschaftsgebietes ein.”

Damit ist klar: Wir sind weder Deutschland noch die BRD, sondern das “Vereinigte Wirtschaftsgebiet”.

Die Medienhoheit liegt ebenso bei den sogenannten “Siegermächten” wie die Ernennung und Kontrollierung der Richter, die eine Funktion innerhalb der Verwaltung ausüben.

Kein Richter wird da gegen seine Vorgaben urteilen, außer: “er hat Eier in der Hose”. Leider funktionieren die meisten dieser Leute lieber, statt “Eier in der Hose” zu entwickeln.

Der Rundfunkbeitrag ist nicht nur überholt – er war auch noch nie rechtskonform und ist daher reine, rechtswidrige Abzockerei.

Wir freuen uns über die Änderung der Rundfunkgebühr ab 01.01.2013 von kündbar zu lebenslang unkündbar – einhergehend mit der Lüge in den Schwindelmedien: “für die meisten ändert sich nichts”.

Das hat nämlich viele Bürgerinnen und Bürger ermutigt, die Zahlungen ganz einzustellen.

Alle Drohbriefe und Erpressungsversuche werden von diesen Bürgern ganz einfach ignoriert.

Es weigern sich auch immer mehr Gerichtsvollzieher für den ARD, ZDF und D-Radio-”Beitragsservice” tätig zu werden, da es sowieso nie zum Abschluss eines solchen Falles kommt.

Auch die Stadtkassen schicken die “Amtshilfeersuchen” dieser Nichtbehörde immer öfter wieder an die Ex-GEZ zurück.

Wir wiederholen daher nochmal: Zahlen Sie bitte nur für das, was Sie auch nutzen, bestellt oder in Auftrag gegeben haben.

Zahlen Sie bitte nicht für Propagandalügen, Kriegshetze und ein Programm, welches selbst Minderintelligenz beleidigt.

Quelle: newstopaktuell

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Hierzu weitere Links:

>>> GEZ: Ich zahle nicht für Eure Lügen !

>>> GEZ – Ich zahle nicht für Kriegshetze!

 

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Voodoo-Ökonomie mal andersherum: „Silber 136.604 $/oz“

Posted by krisenfrei - 19/05/2014

von Peter Boehringer (Edelmetallgesellschaft)

Der niedrige Silberpreis polarisiert die Schreiber jeder Couleur sogar noch mehr als der stagnierende Goldpreis. In aller Regel müssen rationale EM-Analysten dabei gegen den Mainstream argumentieren, der jegliche Behauptung einer Manipulation der Preise trotz Hunderter Indizien in den Bereich der VT verweist. Oder auch gegen andere besonders Schlaue, die eine relativierende Definition von „Manipulation“ verwenden i.S.v. „Alles ganz normaaaaaal – alles schon immer dagewesen – alles easy gibt´s in allen Märkten – habt euch nicht so – nichts zu sehen geht weiter – Marktregeln sind dazu da gebrochen zu werden – wer manipulieren kann der tut es eben – in vier Mrd Jahren ist das Universum im energetischen Einheitsnirwana und keinen Menschen interessiert mehr der POS…“.

=> Doch leider gibt es auch die andere Seite: die übereifrigen oder Aufmerksamkeit heischenden Pusher, welche die realen Anzeichen von preisdrückender Manipulation absurd überhöhen, pseudo-mathematisieren und in geradezu lächerlicher Weise zu grotesken Preiszielen kommen (wie eben wieder mal Bix Weir in „Where The Price of Silver Is Going and Why“ mit 136.604 Dollar/Unze).

Normalerweise ignoriere ich beide Seiten – die Relativierer ebenso wie die Pusher. Aber dieses besonders „kreative“ und aktuelle Artikel-Beispiel von Bix Weir soll zur allgemeinen Belustigung nicht vorenthalten werden. Die 20 Punkte im genannten englischen Originallink sind zT für sich haltbar (nicht alle!); aber ihre schlichte sequentiell-multiplikative Verknüpfung natürlich nicht! Wie bei den keynesianischen Modelljunkies (auch „moderne Ökonomen“ genannt) wird hier eine völlig einseitige und schon methodisch unzulässige exakte Quantifizierung qualitativer Argumente vorgenommen, über die die realen Märkte nicht einmal ein Lächeln übrig hätten! An diesen realen Märkten käme es im Extremfall ab 200 $/oz zu einer weitgehenden Substitution des dann etwa ggü. Kupfer völlig überteuerten Silbers in der Industrie – ab 2000 $/oz vermutlich zu einer weltweiten Silberbesteck-Knappheit – und ab 20.000 $/oz zu einer Ausfilterung der Weltmeere um jedes gelöste Silbergrain!). Voodoo-Ökonomie – hier mal andersrum. Für schnelle Leser sind die 20 im Artikel ausgeführten Punkte des englischen Originallinks unten auf deutsch zusammengefasst.

Fazit 1: Wir brauchen weder die Leugner und Apologeten der sehr realen POS-/POG-Manipulation. Noch die Dummpusher à la Roadtoroota! Autor Bix Weir sollte sich in Bix WEIRD umtaufen lassen! Wenn er so weitermacht (und er macht das schon ziemlich lange), dann unterstützt er immer stärker ungewollt den Job der manipulierenden Elite, denn über solche absurden Schreiberlinge mit grotesken Preiszielen wird die ganze Szene rationaler und realistischer Analysten diskreditiert!

Fazit 2: Der physische, industrielle Silbermarkt ist derzeit ausreichend versorgt. Vor diesem Hintergrund alleine (!) und ceteris paribus wäre darum der aktuelle Silberpreis bei 19 Dollar und damit knapp über den Durchschnittskosten der im realen Industriemarkt gerade noch nachfragegerecht lieferfähigen Minenbetreiber soweit in Ordnung.

Was nicht in Ordnung ist, sind die diversen Papiersilber-Spieler, die in hoch konzentrierter, abgestimmter Weise, mit Insidervorteilen und mit unendlicher Margin (da nahe an der Fed sitzend) jede aufkeimende monetäre Phantasie im Auch-Geld-Metall Silber sofort, dauerhaft und für sie immer verlustrisikofrei im Keim ersticken! Notfalls mehrfach am Tag, an allen Papiersilber-Börsen und auch nicht immer nur zu Fixing-Zeitpunkten – wenn auch da besonders gerne.

Nur bei einer Wieder-Einpreisung dieser (natürlichen, menschengewollten – aber seit mehr als 100 Jahren unterdrückten) monetären Preisphantasie beim Auch-Geld-Metall Silber werden wir kurz- bis mittelfristig (d.h. vor Einsetzen der geologisch dann irreversiblen Silberknappheit in einigen Jahrzehnten) neue Preisniveaus erreichen. Wie inzwischen bekannt ist, wurde der Silberpreis bis April 2011 einige Monate lang nicht „gemanagt“ – mit dem bekannten Ergebnis 49$/oz per Ende April 2011. Nur ahistorisch denkende Preisanalysten, die Silber auf einen reinen Industriecharakter reduzieren, konnten damals schon bei 35 Dollar von einer klassischen Blase sprechen (der nachfolgende Spike von 35 auf 49 in nur vier Wochen bis zum 28. April 2011 war eine technische Übertreibung). Nun – der Preis kam damals zwar auch von 35 Dollar bis heute signifikant herunter runter – aber das war kein Platzen einer weiteren der vielen Blasen wie sie heute in allen Märkten durch künstlich erschaffenes Papiergeld aufgeblasen werden (bei den Bondmärkten zuallererst). Sondern es war damals das Wieder-Auspreisen der im Zuge der seit 2008 (Lehman) offenen und anhaltenden Fiatkrise aufgekeimten monetären Silber- und Goldpreis-Phantasie. Eine Phantasie, die jederzeit erneut aufkommen kann, sobald die absurde Dauerrettung des weltweiten Kunst- und Zwangsgelds auch nur einmal wieder gefährdet erscheint. Allerdings eine Phantasie, die erst dann dauerhaft im Markt bleiben kann, wenn den manipulierten Papiersilbermärkten die Deutungshoheit über den „richtigen“ Preis entzogen wird.

Die eben nun per August 2014 beschlossene Abschaffung des Londoner Silberfixings nach 117 Jahren geht dabei durchaus in die richtige Richtung. Allerdings ist der Kampf gegen die Papiermarktspieler damit noch nicht gewonnen – denn zunächst erfährt das verbleibende Silberfixing ausgerechnet an der hoch verdächtigen Comex durch den Ausfall Londons sogar noch eine Aufwertung! Nur eine massenhafte Bewegung hin zu physischer Auslieferung, „Heimholung“ und seriöser Allokierung von Gold und Silber kann die Preisfindungs-Hoheit der Papiermärkte brechen. Dies ist und bleibt das uralte und oberste Ziel nicht nur der GoldSilber-Bugs, sondern aller Freunde freier Märkte bzw. aller Gegner unserer heutigen Vollpolitisierten Ökonomie. 1980 hatten die Hunts es ja schon beinahe geschafft – und wurden nur mit unfairen Regeländerungen mitten im Spiel ausgebremst. Im superengen Anlagemarkt für Silber (je nach Definition ca. 200m Unzen p.a. oder derzeit lächerliche 4 Mrd Dollar!) bräuchte es heute ebenso wie 1980 im Prinzip nur einen einzigen Milliardär, der wirklich physisch „sehen“ will. Oder eben ein paar Hundert Millionäre weltweit. Oder eben einige Zehntausend echte GoldSilberbugs aus einer aufstrebenden indischen, chinesischen, russischen, arabischen oder auch westlichen Mittelschicht. Die Papiersilber-Märkte hätten dann über Nacht keine Preisfindungs-Macht mehr unter 50-100 Dollar. Die monetäre Phantasie wäre bei Edelmetallen und anderen Sachwerten dann stärker als alle Manipulateure und Druckerpressen. Die Fiat-Welt wandelt also nicht nur wegen des ständigen explosiven Wachstums ihrer selbstverschuldeten umgekehrten Kreditpyramide latent auf extrem dünnen Eis – sondern auch wegen der jederzeit möglichen Erosion der Pyramiden“basis“ aus seriös und physisch allokiertem und am Markt verfügbaren GoldSilber-Geld.

=> Wenn wir in diesem Sinne je zu Bix Weirs Punkten 18-20 unten kommen sollten, dann (erst dann!) kann man darum Weir sogar grundsätzlich zustimmen: In der Hyperinflation und/oder bei signifikanter Remonetisierung von Silber während der Fiat-Crashphase kann der Preis nicht „nur“ auf 136.000 Dollar laufen – dann wird er sogar gegen unendlich gehen. Allerdings auch dann nicht ewig – dies gilt nur für die Phase dieser Währungsreform, in der jeder ganz verzweifelt zu (speziell monetären) Sachwerten strebt! Langfristig müssten je nach Ausgestaltung eines wieder (teil)gedeckten Geldsystems die Gold- und Silbermengen der Welt vielleicht 20% der Welt-Zentralbank-Geldmengen decken – nicht mehr aber auch nicht weniger. 19 $/Unze von heute sind in jedem Fall eine Untergrenze, die langfristig nur in der besten aller Fiat-Welten und nur mit anhaltenden konsequenten Dauereingriffen gegen die niemals ganz abzutötende monetäre Phantasie bei Silberanlegern zu halten ist! Der ganz reale tägliche Manipulations-Wahnsinn eben; wie es der Zufall will, kam eben diese Meldung der SNB, der EZB, der EUR-ZBs und anderer Zentralbanken zum „Vierten Goldabkommen“ rein! Explizites Ziel: Koordinierung der Marktaktivitäten zur Vermeidung von Marktturbulenzen bei Gold“…  Schön wäre es, wenn die Börsenbrief-Pusher à la Weir diesen höchst realen und täglichen manipulativen Hintergrund auch mal ohne lächerlichen Preis-Alarmismus darstellen würden.

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Where The Price of Silver Is Going and Why
Original Bix Weir / unten eine deutsche Kurzzusammenfassung

Roadtoroota mit einem Artikel, in dem 20 Einflußfaktoren bzgl. ihres Einflusses auf das Kauf-/Verkaufsverhalten von Silber analysiert werden. 20 Einflußfaktoren, die noch den Silberpreis unterdrücken, und wie sich der Silberpreis bei deren Wegfall verändern wird:

1. Wegfall der gigantischen Shortpositionen an der Comex.
– Versechsfachung des Silberpreises auf $ 120

2. CFTC macht einfach nur ihren Job, US-Kartellbanken werden wegen EM-Preismanipulation bestraft und diese Manipulation endet.
– Verdreifachung des Silberpreises auf $ 360
[Anm. PB: Im Originalartikel steckt hier in Schritt 2. sogar noch ein Rechenfehler, denn Weir will eigentlich „nur“ verdoppeln – schon dadurch ergäbe sich ohne Folgefehler in der weiteren Rechnung am Ende ein Preisziel von „nur“ gut 90.000 $ statt der genannten 136.604 $ 😉 ]

3. Halter von Silber-ETF’s wollen physische Lieferung ihrer vermeintlichen Bestände, weil sie den Papierversprechen nicht mehr trauen.
– Verdoppelung des Silberpreises auf $ 720

4. kürzlich eingeführte Positionsobergrenzen an der Comex fallen wieder weg.
– Silberpreis + 10 % auf $ 792

5. Auflösen von gigantischen Derivatepositionen auf Silber, Größenordnung geschätzt 120 Mrd $
– Silberpreis + 20 % auf $ 950

6. Auflösung sonstiger Papierversprechen auf Silber wegen physischem Auslieferungswunsch
– Silberpreis + 50 % auf $ 1425

7. Die Welt realisiert die historische Unterbewertung gegenüber Gold im historischen Kontext und den enormen industriellen Verbrauch der letzten Jahrzehnte. Daraufhin scheint eine eins-zu-eins Bewertung zu Gold angemessen.
– Silberpreis gleich Goldpreis, unverändert $ 1425

8. Die Welt realisiert außerdem die nur noch sehr begrenzten Silberreserven, darauf hin greifen kleine und große Investoren verstärkt zu, um Vorräte anzulegen(was viele clevere Kleininvestoren schon seit Jahren machen und so mancher Industriebetrieb auch, siehe Berichte über Tonnen an Silbergranulat eines schwäbischen Autobauers im Schweizer Fort Knox)
– Silberpreis + 50 % auf $ 2138

9. Industrie nimmt Silber anders wahr, die Unersetzbarkeit aufgrund der einzigartigen Eigenschaften wird wirklich bewußt und die eigene Abhängigkeit
– Silberpreis + 10 % auf $ 2352

10. Breitere Kreise der Öffentlichkeit begreifen den wahren Wert von Echtgeld, den Betrug um und die Wertlosigkeit von Fiatgeld und handeln entsprechend.
– Silberpreisverdoppelung auf $ 4704

11. US-Regierung und mit involvierte Kreise beenden öffentlich die EM-Preismanipulation, bekennen sich zu den Umständen rund um Dollarweltleitwährung und den Abgesang derselben und leiten die globale Rückkehr zu Echtgeld ein
– Silberpreisverdoppelung auf $ 9408

12. Statistikbehörden und ähnliches korrigieren ihre historischen Aussagen der letzten über 50 Jahre rund um Silber und berichten endlich wahrheitsgemäß um die brisante globale Lage um physisches Silber
– Silberpreisverdoppelung auf $ 18816

13. USGS erklärt, daß bei der jährlichen intensiven industriellen Nutzung der Welt kaum mehr 10 Jahre bleiben, bis Silber ausgeht
– Silberpreisverdoppelung auf $ 37632

14. Selbst bei derart explodiertem Silberpreis muß die Industrie konstatieren, daß die Abhängigkeit von Silber wegen Nichtsubstituierbarkeit weiterbesteht, was industrielle Bevorratung noch verstärkt neben den ständig neuen Anwendungsgebieten
– Silberpreis + 50 % auf $ 56448

15. Mainstreammedien bemerken nun auch, daß Gold noch fast komplett da ist, während Silber fast komplett weg ist
– Silberpreisverdoppelung auf $ 112896

16. US Mint kommt wieder ihrem gesetzlichen Auftrag nach, Silver Eagles in für die Nachfrage ausreichender Stückzahl herzustellen und nicht zu rationieren. Von der Vorgabe aus heimischer Produktion will man ja schon seit Jahren nichts mehr wissen, spielt eh keine Rolle mehr
– Silberpreis + 10 % auf $ 124186

17. Bei superbilligen Silberpreisen war immer wieder das schwachsinnige „Argument“ der hohen Lagerkosten von physischem Silber zu hören. Dies fällt bei sechsstelligen Silberpreisen dann weg. Es fällt plötzlich jedem auf, daß eine Silberunze genauso viel wiegt wie eine Goldunze, nämlich eine Unze, auch wenn die aus Silber größer ist
– Silberpreis + 10 & auf $ 136604

18. Regierungen und Notenbanken schütten weiterhin alle Problemlöcher mit neuem Fiatgeld zu. Die Löcher werden immer größer, die Schüttmengen auch
– Silberpreis gegen unendlich

19. US Regierung erinnert sich an die eigene Verfassung und daß da doch einstmals die Lösung aller Probleme geschrieben stand. Nämlich wieviel Grains of Silver ein Dollar ist.
– Silberpreis unverändert gegen unendlich

20. 100 Jahre Silberpreismanipulation sind vorbei, ebenso über 100 Jahre Demonetarisierung von Silber. Gold und Silber sind wieder das, was sie schon immer seit Menschengedenken waren: echtes Geld. Die historische Leistung von Persönlichkeiten wie Jefferson und J. F. Kennedy wird entsprechend gewürdigt.
– Silberpreis ist unerheblich, weil es kein Fiatgeld mehr gibt.

 

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Was ist TISA?

Posted by krisenfrei - 19/05/2014

Ihr dachtet TTIP war ein dicker Hund? Wartet, bis ihr TISA kennenlernt!

http://www.facebook.com/ohraykanders
http://www.twitter.com/raykanders


Merkel zu TTIP: Geheim-Verhandlungen bringen besseres Ergebnis
Die Bürger kann Frau Lobby-Merkel dabei sicher nicht meinen! Diese Frau arbeitet alternativlos am Europäischen Untergang (EU).

 

 

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»Russland in die Knie zwingen«

Posted by krisenfrei - 19/05/2014

d.a. Washington, schreibt Paul Craig Roberts, hat keine Absicht, eine Lösung der Krise in der Ukraine zuzulassen. Nachdem es Obamas Weisses Haus nicht geschafft hat, das Land zu vereinnahmen und Russland aus seiner Marinebasis am Schwarzen Meer zu vertreiben, sieht die USA jetzt neue Möglichkeiten. Eine davon besteht darin, den Kalten Krieg erneut zu beginnen, indem die russische Regierung dazu gezwungen wird, die russisch sprechenden Gebiete der Ukraine, in denen sich die Demonstranten der durch den amerikanischen Staatsstreich in Kiew installierten Handlangerregierung widersetzen, zu besetzen. Laut Washington und seiner Medien werden die Proteste von der russischen Regierung orchestriert und haben keine echte Basis.

Gesetzt den Fall, Russland schickt Militäreinheiten, um die russischen Bürger in den ehemals russischen Territorien zu schützen, wird diese Vorgehensweise von Washington dazu benützt werden, um Washingtons Propaganda, laut der eine russische Invasion droht, zu bestätigen, so dass Russland noch mehr dämonisiert wird.

Wie auch Russlands Aussenminister Sergej Lawrow Ende April darlegte, hatte Kiews sogenannte Anti-Terror-Operation in der Ostukraine unmittelbar nach dem Besuch von CIA-Chef John Brennan in Kiew begonnen. Nach der kurzen Unterbrechung im Zusammenhang mit den Genfer Verhandlungen setzte die Regierung, als sich US-Vizepräsident Joe Biden in Kiew befand, den Militäreinsatz fort. »Ich habe also keinen Grund, daran zu zweifeln, dass die Amerikaner das Geschehen unmittelbar bestimmen«, so Lawrow. Victoria Nuland hatte ihrerseits behauptet, die Entwaffnung beträfe nur die Separatisten in der Ostukraine, nicht aber die Okkupanten in Kiew, weil diese inzwischen eine Genehmigung erhalten hätten und deshalb nicht mehr illegal seien. Wie wir schon so oft vermerkt haben, könnte man die eigenen Regierungen durchaus abschaffen und sie durch US-Autoritäten vom Schlage Nuland, CIA und ihrer NGOs ersetzen, da sie es sich so einfach zu machen verstehen, wie es das Beispiel der Genehmigung belegt ……

Bekanntlich hat Didier Burkhalter, derzeit Vorsitzender der OSZE, der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, dem russischen Präsidenten Putin am 8. 5. 14 bei seinem Besuch in Moskau einen 4-Punkte-Plan zur Lösung der Krise in der Ukraine präsentiert. Dieser sieht Beratungen sowohl mit dem Lager der EU-Befürworter als auch mit den pro-russischen Kräften vor und war bereits am 1. 5. Gegenstand von Beratungen zwischen Burkhalter und Steinmeier in Basel gewesen. Bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Putin betonte Burkhalter: »Es gibt keinen Grund für einen Konflikt zwischen Ost und West«. Der Plan umfasst 4 Schritte: Waffenstillstand, Entwaffnung, Dialog und Wahlen; die Durchführung soll mit einer von der OSZE beaufsichtigten Entwaffnung aller illegal bewaffneten Gruppen beginnen. Wie es heisst, wies das Regime in Kiew die Initiative allerdings praktisch schon zurück und verkündete die Fortsetzung der bewaffneten Intervention gegen die Bevölkerung der Ostukraine. Obwohl die USA zu den Unterzeichnerstaaten des OSZE-Vertrags gehört, nahm die US-Regierung Burkhalters Initiative lediglich zur Kenntnis.

Auch deuten zwei prominente Stellungnahmen der NATO darauf hin, dass die westliche Allianz ihre Eskalationsstrategie gegen Russland fortzusetzen gedenkt. Am 4. 5. hatte NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen erklärt, die Allianz sei auf alle Szenarien vorbereitet, auch auf einen militärischen Angriff Russlands auf Estland, wo im Moment laut BBC online vom 17. 5. 14 die grösste NATO-Militärübung, die jemals in dem Land abgehalten wurde, stattfindet. Zwei Tage später erklärte NATO-Oberbefehlshaber General Philip Breedlove, das russische Vorgehen in der Ukraine hätte ein neues Paradigma geschaffen, auf das der Westen mit einer Neuaufstellung in Europa antworten müsse; letzteres schliesst die Stationierung von Truppen längs der Grenze der NATO zu Russland ein. In Deutschland war Rasmussens Äusserungen vehement widersprochen worden. Peter Gauweiler, führender Bundestagsabgeordneter der CSU, war am 6. 5. mit den Worten zu vernehmen, Rasmussen sei einer der Feuerwehrleute, die offensichtlich gern mit Benzin löschen. Ich halte den Mann für eine absolute Katastrophe.Am 7. 5. sagte Egon Bahr, die graue Eminenz der Bonner Ostpolitik der 70er Jahre, in der Talkshow von Maybrit Illner über Rasmussen: »Der Generalsekretär tut gern so, als sei er General. In Wahrheit ist er nur Sekretär.« Und am 8. 5. warnte der stellvertretende Vorsitzende der FDP, Wolfgang Kubicki, Rasmussens Politik führe direkt in einen Konflikt mit Russland. »Das kann niemand wollen. Denn Rußland ist eine Nuklearmacht.« Es passe »zur unerträglichen Arroganz von US-Präsident Obama, Rußland als Regionalmachtzu bezeichnen. So gehe man mit einer Nuklearmacht nicht um. Die OSZE-Initiative hat die volle Unterstützung von Kubicki, Bahr und Gauweiler als derzeit einzig verfügbare Möglichkeit, den Konflikt zu entschärfen. Matthias Platzeck, ehemals Chef des Bundeskanzleramts und neuer Vorsitzender des Deutsch-Russischen Forums, berichtete von einer Veranstaltung, bei der die Bemerkung fiel: »Noch drei Reden von Rasmussen und wir haben einen Krieg.« Platzeck empfahl, die Wahlen in der Ukraine zu verschieben, da der Osten des Landes sich in der gegenwärtigen aufgeheizten Lage nicht daran beteiligen würde.

Zuvor hatte Alexander Vershbow, der frühere US-Botschafter in Russland und gegenwärtig der zweite Mann in der Befehlskette der NATO – als Amerikaner hat er das Sagen – schon am 1. Mai kundgetan, dass Russland kein Partner mehr sei, sondern ein Feind. Journalisten liess er wissen, dass es die NATO aufgegeben habe, Moskau näher an sich zu ziehen, und diese bald eine grosse Zahl von Kampftruppen in Osteuropa einsetzen werde. Vershbow bezeichnete diese aggressive Politik als Einsatz von defensiven Aktivposten in der Region. Anders gesagt, führt Roberts aus, haben wir hier wieder die Lüge, dass die russische Regierung Angriffe gegen Polen, die Baltischen Staaten, Rumänien, Moldawien sowie gegen Georgien, Armenien und Aserbaidschan unternehmen wolle. Indessen möchte der Heuchler Vershbow das Militär dieser Staaten modernisieren und so die Gelegenheit ergreifen, um Tatsachen den Boden zu bereiten, die es ermöglichen, die Aufnahme von Bewerberländern, die eine Mitgliedschaft in der NATO anstreben, zu akzeptieren.Gleichzeitig hatte er der russischen Regierung signalisiert, sie möge sich weiterhin auf den guten Willen und die Vernunft des Westens verlassen, ein Rat, der dem Westen Zeit lässt, eine genügend grosse Anzahl militärischer Kräfte in Stellung zu bringen, um Russland davon abzuhalten, seinen unterdrückten Bürgern in der Ukraine zu Hilfe zu kommen. Die russische Regierung, so Roberts, hat versucht, die Ukraine intakt zu halten, indem sie darauf gesetzt hat, dass die ins Auge gefassten Wahlen realistischere Anführer ins Amt bringen werden als die von Washington installierten Handlanger. Indessen will Washington gar keine Wahl, die diese ersetzen könnte, und so die Rückkehr zu einer Zusammenarbeit mit Russland gegeben wäre, damit es zu einer Lösung kommt. Es kann leicht sein, dass Washington seine Handlanger in Kiew anweist, zu erklären, dass die von Russland (!) über die Ukraine gebrachte Krise einer Wahl im Wege stehe, eine Behauptung, die Washingtons NATO-Hampelstaaten natürlich stützen würden.

Der Zeitpunkt naht, an dem Russland entweder handelt, um die Krise zu beenden, oder eine andauernde Krise in seinem Hinterhof akzeptieren muss. Die von Kiew gegen die Demonstranten in Slavyansk unternommenen Luftangriffe hatten den Sprecher der russischen Regierung, Dmitry Peskov, am 2. Mai zu der Aussage veranlasst, Kiews gewaltsames Vorgehen habe die Hoffnung auf Deeskalierung der Krise durch das Genfer Abkommen zerstört. Peskov hatte aber dennoch zum Ausdruck gebracht, dass er hoffe, die europäischen Regierungen und Washington würden die Regierung in Kiew unter Druck setzen und den Demonstranten auf eine Weise entgegenkommen, dass die Ukraine zusammengehalten und die Beziehungen zu Russland wieder hergestellt werden könnten. Das, so Roberts, ist eine trügerische Hoffnung, die davon ausgeht, »dass die WolfowitzDoktrin nur so dahergeredet ist; aber dem ist nicht so. Die Wolfowitz-Doktrin ist die Grundlage der Politik der Vereinigten Staaten gegenüber Russland (und China). Diese Doktrin betrachtet jede Macht, die stark genug ist, um unabhängig von Washingtons Einfluss zu bleiben, als feindlich und stipuliert: Unser an erster Stelle stehendes Ziel ist es, das Wiedererstarken eines neuen Rivalen, sei es auf dem Territorium der ehemaligen Sowjetunion oder anderswo, der eine Drohung in dem Ausmass darstellt, wie es die Sowjetunion war, zu verhindern. Das ist die dominierende Überlegung, auf der die neue Strategie der regionalen Verteidigung beruht, und diese verlangt, dass wir bestrebt sind, jede feindliche Macht davon abzuhalten, eine Region zu beherrschen, deren Ressourcen unter einer konsolidierten Kontrolle ausreichend wären, um eine globale Macht zu erzeugen. Die Wolfowitz-Doktrin rechtfertigt Washingtons Beherrschung aller Regionen. Sie geht Hand in Hand mit der neokonservativen Ideologie der Vereinigten Staaten als einem unentbehrlichen und aussergewöhnlichen Land, das dazu berufen ist, die Welt zu beherrschen.

Wie Willy Wimmer, Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung der OSZE, ehemaliger Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium und Experte für globale Sicherheitspolitik, festhält, »hat auch US-Außenminister Kerry bei einer Rede vor dem Atlantic Council laut Medienberichten deutlich gemacht, daß jede enge Kooperation wirtschaftlicher Art zwischen der EU und der Russischen Föderation die Vormachtstellung des globalen und von der USA geführten Blocks gefährde. Damit wird die Politik der bedingungslosen Kapitulation gegen Überlegungen zu einem gemeinsamen Haus Europa und der friedlichen Koexistenz gestellt.« [1] Was letztere betrifft, so scheint sie eher weiterhin in die Ferne gerückt, macht man sich die von Herman Van Rompuy, dem demokratisch nicht legitimierten Präsidenten des Europarats am 2. Mai ausgesprochene Zielrichtung bewusst: »Die globalistische Europäische Union werde letztendlich jedes Land an der russischen Westgrenze kontrollieren.«Dies sei, so die flämische Tageszeitung De Standaard, Rompuys Vision; dieser halte es für einen inspirierenden Gedanken, dass sich alle Balkanstaaten, die früher einmal zum sowjetischen Machtbereich gehörten, sowie das gesamte europäische Gebiet ausserhalb Russlands mit der Europäischen Union verbinden würden. Rompuy erklärte ferner, auch wenn die Unterstützung für derartige Bemühungen in der Öffentlichkeit sehr gering sei, »werden wir es dennoch machen.« Damit, heisst es, warf er auch ein Licht auf den wahren Charakter eines ernannten, aber nicht gewählten hochrangigen globalistischen Bürokraten. Ron Paul schrieb diesen März, die amerikanische Bevölkerung lehne mit überwältigender Mehrheit die Einmischung der USA in die Ukrainekrise ab. Aber, führt hierzu Kurt Nimmo aus, dies ist für die herrschende Elite und ihre Propaganda-Medien natürlich kein Anlass, ihre Politik zu ändern. Trotz des deutlichen Mehrheitswillens der Bevölkerung werden die Vereinigten Staaten zusammen mit der EU ihre Politik der Provokation fortsetzen und darauf hinarbeiten, den Konflikt in der Ukraine und entlang der russischen Westgrenze noch zu verschärfen. Van Rompuy und die amerikanische Führung, darunter auch viele Mitglieder des Kongresses, stimmen in dieser Hinsicht völlig überein. Bereits am 5. Februar hatte Rompuy mit Entschiedenheit erklärt: »Die Zukunft der Ukraine gehört der EU. ……. Die Zugehörigkeit zur EUwürde die Demokratie garantieren.« Es ist geradezu unglaublich, mit welcher Unbeschwertheit Rompuy hier eine Behauptung zur EU-Demokratie ausspricht, deren Form inzwischen von einer nicht zu unterschätzenden Anzahl von Bürgern mehr als infrage gestellt wird. Denn wie demokratisch ist die EU, bedenkt man, dass zahlreiche Entscheidungen hinter verschlossenen Türen erfolgen, nationale Verfassungen wiederholt verletzt wurden, und Vertreter ihrer Institutionen mit Rechtsimmunität ausgestattet sind.

Im übrigen hatte auch Sarkozy anlässlich des Besuchs von Juschtschenko im September 2008 im Elysée erklärt, die Ukraine habe eine europäische Bestimmung, obwohl die Ukraine auf Grund ihrer Lage viel eher als Partner Russlands zu sehen ist. Indessen war sie bereits im April 2000 von der Financial Times als strategischer Schlüsselpartner der USA bezeichnet worden und Washington sah sie schon in der NATO und in der EU. Am 24. Oktober 2002 liess dann die Financial Times Deutschland ihre Leser wissen, dass die vollständige Integration des Balkans und der Ukraine in die euroatlantischen Institutionen gemäss den Wünschen Washingtons im Jahr 2010 abgeschlossen sein sollte. Am 13. Februar dieses Jahres sprach sodann Henry Kissinger in einem CNN-Interview offen aus, dass die USA die Fäden in der Ukraine zieht. Auf die an ihn gestellte Frage, ob er glaube, dass Putin die Entwicklungen in der Ukraine genau beobachte und annehme, dass der Westen und die USA so vorgingen, um Russland zu umzingeln, antwortete er: »Ich glaube, er denkt, dass dies eine Generalprobe für das ist, was wir in Moskau machen wollen: ein regime change. Und die Tatsache, dass dies so kurz vor den Spielen in Sotschi geschieht, wird ihm das Ganze umso verdächtiger vorkommen lassen. Putin ist der Meinung, dass der Zerfall der Sowjetunion ein grosses historisches Desaster war.« Im Juni 2008 schrieb Hauke Ritz: »Nun geht es nur noch darum, nach den Ölfeldern im Irak auch die im Iran zu sichern und Arabien, Georgien, Aserbaidschan, Tadschikistan, Kirgisien, Südasien und Kasachstan verläßlich an die USA zu binden. Dann würde nämlich Amerika mit der Hochfinanz im Rücken 70 % der Öl- und Erdgasreserven kontrollieren, um die amerikanische Vormachtstellung auf lange Zeit zu sichern. Mit Obama als Marionette der Trilateralen Kommission sehen Zbigniew Brzezinski und David Rockefeller dieses Ziel in greifbarer Nähe. Daß Obama jemals politische Identität annehmen wird oder zu einem unabhängigen politischen Urteil gelangen wird, ist in höchstem Maße unwahrscheinlich, denn er ist seinen trilateralen Förderern alles schuldig und diese kontrollieren ihn von Kopf bis Fuß.« [2] Anfang Mai hat Zbigniew Brzezinski mit einem Vorschlag aufgewartet, der allerdings niemanden erstaunen sollte, der mit den Strategien des vormaligen Sicherheitsberaters Jimmy Carters hinlänglich vertraut ist: Er hat Obama dazu geraten, sich vorzubehalten, die Ukrainer zu bewaffnen, was auf die Bildung von ukrainischen Paramilitärs hinausliefe; diese sollten die pro-russischen Verbände in einen Häuserkampf ziehen. So lasse sich Rußland in die Knie zwingen. Die Deutschen Wirtschafts Nachrichtenzitieren Brzezinski hierzu wie folgt:

»Möglicherweise könnte sich die USA auf einen lang andauernden bewaffneten Konflikt in der Ukraine einstellen. Im offenen Feld hätten die Ukrainer keine Chance. Doch eine erfolgreiche Stadtverteidigung sei möglich, wenn die Ukrainer über Panzerfäuste, Anti-Panzer-Waffen und einige Verbände verfügen würden. Diese Waffen müßten sie vom Westen erhalten. Ohne diese Unterstützung sei ein bewaffnetes Vorgehen nicht möglich. Obama müsse zeigen, daß die Aggression der Russen zu einem langfristigen Konflikt führen könnte. Das wäre dann mit enormen finanziellen Kosten für Rußland verbunden; und die wiederum könnte der Kreml auf lange Sicht nicht aufbringen«, so der US-Stratege in einem Artikel für das Politico Magazine.«»Offenbar, führen die DWN aus, weiß Brzezinski, daß Rußland in der konventionellen Kriegsführung der Ukraine überlegen ist. Deshalb möchte er die pro-russischen Verbände in der Ukraine in einen massiven Häuser- und Straßenkampf drängen. Doch der Kreml-Gegner Brzezinski äußert auch Kritik an Obama. Dieser müsse die amerikanische Bevölkerung über die internationale Tragweite des Ukraine-Konflikts informieren. Für die weiteren Schritte sei Überzeugungs-Arbeit unabdingbar. Vielen Amerikanern sei nicht bewußt, daß die Welt vor einer internationalen Krise steht.« Wie nicht anders zu erwarten, unterschlägt Brzezenski in aller Seelenruhe, wie Washington und die EU mit vereinten Kräften dafür gesorgt haben, dass die Krise ins Rollen kam; und was das Überzeugen der US-Bürger angeht, so kann dieses angesichts der verfolgten Einkreisung Russlands lediglich in Form einer gründlichen Gehirnwäsche geschehen.

In Europa gibt es inzwischen massiven Widerstand sowohl gegen die Russland einengenden Sanktionen als auch gegen eine Osterweiterung der NATO, dies auch in Ländern, deren Regierungen der harten Linie Washingtons folgen. Der ehemalige Inspekteur der Bundeswehr, General Harald Kujat, hatte Ende April erklärt, Sanktionen wären eine Bankrotterklärung der Politik und würden Deutschland mehr schaden als Russland. Wimmer, der über Jahrzehnte hinweg auf höchster staatlicher Ebene Gespräche geführt hat, liess seine Stellungnahme am 5. Mai auf Cashkursveröffentlichen:

Frau Bundeskanzlerin, es ist eine Schande! Statt eines Briefes!

Da verbrennen vor wenigen Stunden in Odessa zahllose Menschen in einem Gebäude, das von einem entfesselten Mob mit Brandbomben angezündet worden ist. Da werden vor einigen Wochen auf dem Maidan-Platz Massaker verübt. Wo ist der Aufschrei westeuropäischer Regierungen? Wo sind die Beschlüsse der internationalen Organisationen, die ansonsten nicht müde werden, Untersuchungskommissionen in opportune Länder entsenden zu wollen?

Wo sind die Sondersitzungen, die Deutschland und damit die von Ihnen, Frau Dr. Merkel geführte Bundesregierung in diesen Organisationen beantragt? Sie können und wollen sich offensichtlich darauf verlassen, von einer Presse gedeckt zu werden, die dieses Spiel jetzt in der Ukraine nicht zum ersten Male mitmacht: Ignorieren, verharmlosen, herunterspielen, wegsehen.

Anders kann niemand das Verhalten der Bundesregierung und von Ihnen persönlich, Frau Dr. Merkel, bezeichnen. Widerlich und gegen jede humanitäre Regung, die auch bei einem Mitglied der Junta in Kiew vorhanden sein sollte, sind die in der internationalen Presse zitierten Äußerungen führender Repräsentanten der neuen Machthaber in der Ukraine. Allein diese Äußerungen müßten Anlaß genug sein, diesen Kräften die Aufklärung der Verbrechen aus der Hand zu nehmen.

Anderenfalls müßten Sie den deutschen Botschafter in Kiew solange nach Berlin zurückberufen, bis die Ergebnisse internationaler und neutraler Beobachter für die Massaker in Kiew und Odessa vorliegen. Seit wann werden durch eine Bundesregierung Massaker dieser Art durch Unterlassung gebotener nationaler und internationaler Schritte billigend in Kauf genommen?

Durch das feige Vorgehen, die Hände in den Schoß zu legen, fördern Sie nichts anderes als die offenbar bei führenden Vertretern der neuen Kiewer Ordnung vorhandenen Killerinstinkte gegenüber denen, die als ihre Bürger gleichzeitig ihre Schutzbefohlenen sind.

Die Ereignisse überall dort in der Ostukraine, wo Panzer und Kampfflugzeuge gegen die Menschen vorgehen, machen nach den Berichten westlicher Medien klar, daß – zusammen mit regulären Streitkräften – rechte Schutzstaffeln in gleicher Zielrichtung vorgehen, wie dies durch die regulären Streitkräfte geschieht. Sind das die berühmten europäischen Standards, gemäß denen Panzer und Artillerie gegen demonstrierende Menschen eingesetzt werden?

Seit wann koordinieren im Amt befindliche Machthaber ihre Aktivitäten mit Kräften, die der Bundesrat in Deutschland vom Bundesverfassungsgericht verboten sehen will? Ist der National-Sozialistische Obergrund in der NATO, in der EU und in der OSZE hoffähig? Wir können uns noch gut daran erinnern, mit welcher Verve das europäische Beil über eine österreichische Regierung niedersauste, weil Herr Haider aus Kärnten ihr angehört hat.

Die Bundesregierung und vor allem die USA berufen sich doch so gerne auf Präzedenzfälle, wenn es ihnen paßt. Und der Rechte Sektor, wie der braune Mob in Kiew verharmlosend genannt wird, ist kein Grund dafür, der Junta in Kiew die Karten zu legen? Was soll vor diesem Hintergrund Ihre Ankündigung im Rosengarten in Washington, nach der der 25. Mai 2014 und die Wahlfarce im Bürgerkriegsgebiet Ukraine eine Deadline für weitere Sanktionen auf der Kriegsspur gegen Rußland sein werden und sollen?

Sie und Präsident Obama haben sich doch schon längst zur Partei auf Seiten der Kiewer Junta gemacht. Es ist offensichtlich, daß jede Verhandlung mit der Russischen Föderation nur dazu benutzt wird, die Junta in Kiew anschließend von der Leine zu lassen, um die gerade getroffene Vereinbarung in der Luft zu zerfetzen. So ist man vor dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Jugoslawien schon mittels der kosovo-albanischen UCK vorgegangen. Verhandlungen als diplomatische Waffe zwecks Erreichen des Kriegszieles: Damit führen Sie Verhandlungen, die diesen Namen verdienen, ad absurdum.

Das sind Geschehnisse, die nicht nur in der benachbarten Ukraine ablaufen. Wie anders sind Überlegungen aus dem Amtsbereich des Bundesinnenministeriums zu verstehen, nach denen die ohnehin handzahme deutsche Mainstream-Presse staatliche Geheimnisse besser und wirksamer achten sollte. Haben Sie das Ihrem Gastgeber in Washington zugesagt oder ist es nur eine Weisung der NSA oder einer amerikanischen Anwaltskanzlei? Wir wissen doch, wie geheimhaltungsbedürftige Sachverhalte bei einer deutschen Regierung behandelt werden.

Der Stempel geheim soll die Kontrolle darüber gewährleisten, daß der Richtige die darin geschützte Information an die Vorzugspresse durchsticht. Deutschland schützt sogar Geheimnisse, die zu politischen Zwecken erfunden werden. Das konnte jeder an dem angeblichen Abkommen zwischen Brandt und Nixon über die ehemals vorhandenen Standorte für chemische Waffen in Deutschland feststellen. Ein Abkommen dieser Art hat es zu keinem Zeitpunkt gegeben, obwohl die Führungsspitze der Bundeswehr etwas anderes immer und immer wieder behauptet hat.

Soll das jetzt wieder die Norm werden, oder planen Sie gar, das Niveau eines totalitären Überwachungsstaates, wie es Großbritannien nach einer ausführlichen Berichterstattung in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 3. Mai 2014 darstellt, zwecks Kompatibilität von Verfahren bei NATO-Staaten zur Geheimhaltung unliebsamer Sachverhalte auch bei uns einzuführen? Wenn das zutrifft, was die FAZ schreibt, müßte das Auswärtige Amt in Berlin eigentlich eine Reisewarnung für Deutsche, die nach Großbritannien reisen wollen, herausgeben.

Oder man läßt Schottland in der Europäischen Union und England muß einen Aufnahmeantrag stellen, der natürlich nicht angenommen werden kann? Dann braucht man in London keine Referenden über den Verbleib in der EU mehr zu stellen. Frau Bundeskanzlerin, der 25. Mai darf nicht die Deadline für den Krieg sein. Es ist schlimm genug, dass Ihnen mit Ihrer Vorgehensweise unser Europa zwischen den Fingern zerrinnt. [3]

Präsident Putin, legt Wimmer dar, wird wohl noch wissen, wie ihn die Bundeskanzlerin bei Präsident Obama mit der Bemerkung angeschwärzt hat, er, Präsident Putin, lebe gleichsam auf einem anderen Stern. Man kann den Russen – wie übrigens uns Deutschen – eine Menge nachsagen. Man sollte dennoch einige Grundwahrheiten kennen:

– Selbst in den miesesten Zeiten waren die Russen im Kernbereich der Beziehungen, den wirtschaftlichen Verbindungen, stets penibel vertragstreu.

– Die USA hat zweimal Weltkriege mitgeführt, weil sie die Gegenküste, was ihren Einfluss anbelangte, an zwei Ozeanen in Gefahr sah.

– Da wir in diesem Jahr an den Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges besonders denken, wird jeder, der das heutige Vorgehen der USA anderen Staaten gegenüber betrachtet, nicht mehr daran glauben, was der Versailler Vertrag noch glaubte, Wilhelm II. in die Schuhe schieben zu können.

Noch ist es Zeit, schreibt Karl Müller, etwas zu tun. Man muss dem Monster die Maske abziehen. Die Belege dafür, dass die USA kein Interesse daran hat, eine diplomatische Lösung des Konflikts im Osten Europas zu finden, liegen vor. Das eine Chance für eine friedliche Lösung bietende Genfer Abkommen wurde von vornherein torpediert. US-Vizepräsident Biden reiste wenige Tage nach der Unterzeichnung des Abkommens nach Kiew und tat nichts dafür, die politischen Scharfmacher in Kiew zu mässigen; im Gegenteil. Europa muss sich von dieser US-Politik freimachen. Als US-Vasall in den Untergang gehen, ist das eine verlockende Perspektive? [4]

 

Quellen – auszugsweise:

http://www.paulcraigroberts.org/2014/05/02/washington-intends-russias-demise-paul-craig-roberts/ May 2, 2014 Washington Intends Russia’s Demise – by Paul Craig Roberts
veröffentlicht durch www.antikrieg.com   
Stragegic Alert Jahrgang 27, Nr. 18 vom 30. April 2014
Stragegic Alert Jahrgang 27, Nr. 19 vom 20. 14 Mai 2014
Ukraine: OSZE schlägt Friedensplan vor, NATO antwortet mit Eskalation

[1] http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=1788 Nr. 10 vom 6. 5. 14
Aggressor – für weiteres Vorgehen verzweifelt gesucht – von Willy Wimmer
[2] http://www.jungewelt.de/2008/06-28/026.php 28.6.08   Die Welt als Schachbrett – Der neue Kalte Krieg des Obama-Beraters Zbigniew Brzezinski(Teil I)Von Hauke Ritz
[3] http://www.cashkurs.com/kategorie/wirtschaftsfacts/beitrag/frau-bundeskanzlerin-es-ist-eine-schande-statt-eines-briefes/ 5. 5. 14 Frau Bundeskanzlerin, es ist eine Schande! Statt eines Briefes! Von Willy Wimmer
[4] http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=1789 Nr. 10 vom 6. 5. 14  Der «Westen» und Russland Arbeiten die Nato-Staaten bereits an der Kriegsschuldfrage? – von Karl Müller

Siehe hierzu auch
http://www.politonline.ch/index.cfm?content=news&newsid=1989
Alle Macht an Brüssel – Von Russland keine Rede 23.08.2012

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Quelle: politonline

 

 

 

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Die Presse – einseitig

Posted by krisenfrei - 19/05/2014

Die Art der Berichterstattung über die Vorgänge in der Ukraine hat zahlreiche Einwände

zur Folge gehabt. In dem nachfolgend von uns veröffentlichten offenen Brief an den Chefredakteur der ›Augsburger Allgemeinen‹ äussert der Autor, Peter Vonnahme, Richter am Bayerischen Verwaltungsgerichtshof i.R. und ehemaliges Mitglied im Bundesvorstand der Neuen Richtervereinigung, sein Unverständnis über dessen hetzerische Kommentare zum Ukraine-Konflikt. Wie Vonnahme darlegt, prägt dieser Stil auch die diesbezügliche einschlägige Berichterstattung der Zeitung: »Da dieser tendenziöse Journalismus für den Großteil der deutschen Leitmedien [von ARD, ZDF, über Bild, FAZ, Focus, Spiegel, Süddeutsche Zeitung, taz, Die Welt, bis hin zur Zeit] stilprägend ist, habe ich mich entschlossen, meinen Brief auch anderen Medien sowie einem ausgewählten privaten Empfängerkreis zur Kenntnis zu geben.«

Betr.: »Mein Unverständnis über hetzerische Medienkommentare zum Ukraine-Konflikt«

Sehr geehrter Herr Chefredakteur Roller,
Sie haben mir [kürzlich] in Ihrem Schreiben versichert, daß Sie und die Redaktion ›sowohl in Kommentaren und Berichten als auch in den Leserbriefspalten der kritischen Auseinandersetzung hinreichend Raum geben – das war so und das wird auch so bleiben.‹ Ob es jemals so war oder so bleiben wird, sei dahingestellt. Jedenfalls ist es gegenwärtig unter Ihrer Verantwortung nicht so. Weder Sie persönlich noch Ihre Politikredaktion werden in der Ukraine-Krise dem erhobenen Anspruch auch nur ansatzweise gerecht. Ihre beiden Kommentare [›Putin ist ein gefährlicher Mann‹ und ›Am Rande eines Krieges‹] sind von einer beklemmenden Doppelmoral und einer unübersehbaren Gehässigkeit gegenüber Putin geprägt. O-Ton Roller: Rußland/Putin zündelt, schürt Unruhen, setzt seine auf die Macht der Bajonette gestützte Großmannspolitik fort, hat kein Interesse an einer Entschärfung der Krise, droht mit Einmarsch, exerziert eine neoimperiale Politik usw. Das könnte ich zur Not verstehen, wenn Sie oder Ihre Zeitung die zahlreichen neoimperialen und völkerrechtswidrigen Kriege der USA und der NATO ab den 90er Jahren [teilweise unter Beteiligung Deutschlands!] nur halbwegs so leidenschaftlich gegeißelt hätten. Doch all diese zivilisatorischen Verbrechen wurden unter Hinweis auf Demokratie, Menschenrechte und Friedenssicherung schöngeredet und gerechtfertigt. Der Preis hierfür sind Millionen tote, verstümmelte, heimatlose und ihrer Würde beraubte Menschen.

Angesichts der von Ihnen zur Schau gestellten journalistischen Einseitigkeit, ja bisweilen Verblendung, wundern Sie sich nun, daß Putin ›in Deutschland auf erstaunlich viel Verständnis‹ stößt?! Offensichtlich durchschauen die meisten Menschen die von Ihresgleichen angelegten ›double standards‹ als das, was sie sind: scheinheilig und gefährlich. Ihr Schlußappell am Ende eines Kommentars, die EU möge ›den Worten …endlich Taten folgen‹ lassen, ist schlicht und einfach bellizistisch und verantwortungslos. Entwaffnend für das auch von Ihnen zu vertretende Redaktionsklima ist ein kürzlicher Kommentar ihres Kollegen S. K., der seine berechtigte Anklage gegen den türkischen Premier Erdogan beflissen, aber völlig beziehungslos mit der Überschrift ›Auf Putins Spuren‹ überschrieben hat. Wenn Hitler nicht geht, muß es zumindest Putin sein. ….. Üble Stimmungsmache ist es auch, wenn in der heutigen Ausgabe mehrfach von gefangenen OSZE-Beobachtern die Rede ist und erst ganz am Ende des Berichts kleinlaut eingeräumt wird, daß es sich nach Angabe der OSZE nicht um Mitglieder einer OSZE-Mission handelt, sondern um eine Mission unter Leitung der Bundeswehr – und zwar auf Anforderung der [illegitimen] Regierung in Kiew.

Sehr geehrter Herr Roller, besinnen Sie sich bitte wieder darauf, daß Sie nicht der Pressesprecher des Nato-Generalsekretärs, des amerikanischen Präsidenten oder einer servilen Kanzlerin sind, sondern Chefredakteur einer Zeitung, die den Anspruch erhebt, überparteilich zu sein.

Zur Einstimmung in den Nachdenkprozeß empfehle ich Ihnen das NDR-Interview mit der erfahrenen und redlichen Journalistin Dr. Gabriele Krone-Schmalz über die einseitige Medienberichterstattung im Ukraine-Konflikt. Vielleicht erleichtert es Ihnen die überfällige Neuausrichtung Ihres Gerechtigkeitskompasses. [1]  Da Sie mich jetzt vermutlich ohnehin schon als Putin-Versteher oder gar als verbohrten Altkommunisten geortet haben, erlaube ich mir, einen Aufsatz zum Thema beizufügen, den ich kürzlich u.a. in TELEPOLIS und auf den Nachdenkseiten veröffentlicht habe.  [2]  In Mainstream-Medien (wie der Augsburger Allgemeinen) ist die Publikation eines solchen Textes leider in mehrfacher Hinsicht ausgeschlossen.

Bitte sehen Sie mir meinen ungehaltenen Ton nach, er ist ehrlicher Ausdruck meiner gewachsenen Empörung. Ich beabsichtige, diesen Brief nächste Woche einem größeren Leserkreis zugänglich zu machen. Das hier kritisierte Verhalten ist nämlich symptomatisch für viele andere Leitmedien in Deutschland. Ich gehe davon aus, daß eine Veröffentlichung in Ihrer Zeitung nicht in Betracht kommt.

Mit freundlichen Grüßen
Peter Vonnahme, 86916 Kaufering

In der Folge hatte Chefredakteur Roller auf die Kritik von Peter Vonnahme an seiner parteiischen Berichterstattung bzw. Kommentierung im Ukrainekonflikt ziemlich ungehalten reagiert, so daß sich der Autor mit Rollers Vorwürfen und der insgesamt kläglichen Rolle der aktuellen deutschen Mainstream-Publizistik nochmals auseinandersetzte. »Im Interesse einer größtmöglichen Objektivität«, so Vonnahme, »wollte ich ursprünglich auch Herrn Rollers Antwort an mich anfügen, so daß sich jeder Leser eine eigene Meinung bilden kann. Dem hat Herr Roller jedoch heute widersprochen. Ich respektiere seine Bitte, seinen Brief nicht weiterzuleiten, habe aber Herrn Roller Folgendes zu bedenken gegeben: … Ihre Auffassung, es handle sich um einen persönlichen Brief, kann ich nicht teilen. Wenn ein Chefredakteur seine wiederholt öffentlich vorgetragenen Auffassungen zur Ukraine und zu Putin gegenüber einem Kritiker verteidigt, hat das inhaltlich keinen privaten Charakter. Abgesehen von Ihrem reichlich überflüssigen Hinweis auf meinen früheren Beruf und Ihrer Vermutung über meine parteipolitischen Präferenzen [warum eigentlich die Linkspartei??] enthält Ihr Brief keine persönlichen Bezüge. Alles andere ist öffentlich und deshalb nicht schutzbedürftig: Ihr geradezu zwanghaftes Feindbild Putin, die Geringschätzung russischer Sicherheitsinteressen und Ihre unübersehbare Sympathie für die westliche Expansionspolitik sind den Lesern Ihrer Zeitung hinlänglich bekannt. Man fragt sich deshalb schon, weshalb Sie sich nun der Weiterverbreitung von Altbekanntem so vehement widersetzen. Könnte es sein, daß Sie eine rationale Durchleuchtung Ihrer Einschätzungen scheuen? Es ist schon verwunderlich, daß ein Publizist, der die öffentliche Meinung tagtäglich hunderttausendfach einseitig beeinflussen kann, auf die vergleichsweise geringen Einflußmöglichkeiten eines Privatmannes so empfindlich reagiert. Noch verwunderlicher ist Ihr Hinweis, daß Sie in Ihrem Brief nur einige Aspekte der Ukraine-Krise beleuchten konnten. Sie und Ihre Zeitung haben seit Monaten Ihre Sichtweise umfassend öffentlich gemacht – ein Privileg, das ich nicht habe. Da mir aber daran liegt, unser Verhältnis nicht zusätzlich zu belasten, werde ich Ihren Wunsch respektieren. Sie können davon ausgehen, daß ich Ihr Schreiben nicht verbreiten werde.«   

Wir fügen hier also lediglich Vonnahmes zweites, offen an Roller gerichtetes Schreiben an, wozu der Autor vermerkt: »Ich bin aber zuversichtlich, daß der Text auch ohne Rollers vorausgehenden Brief verständlich ist. Mir liegt viel daran, daß die Leser den Vorgang nicht nur als Privatfehde zwischen dem einflußreichen Chefredakteur einer Regionalzeitung und einem verärgerten, aber weitgehend machtlosen Zeitungsleser begreifen. Die aufgezeigten Meinungsunterschiede sind vielmehr exemplarisch für die sich vertiefende Kluft zwischen dem Machtkartell aus Politik und Medien einerseits und dem Rechtsempfinden vieler Medienkonsumenten andererseits.«

Sehr geehrter Herr Roller,
zuerst möchte ich Ihnen aufrichtig danken, daß Sie sich die Zeit genommen haben, auf meinen geharnischten Brief ausführlich [und ehrlich] zu antworten. Nur so besteht eine Chance des gegenseitigen Verstehens und – im günstigsten Fall – auch der schrittweisen Annäherung. Ich habe meinen Brief, wie Sie wissen, nicht als ehemaliger hoher Richter geschrieben. Sie haben jedoch insofern Recht, als meine Empörung über Ihre journalistische Arbeit durch mein Berufsverständnis wesentlich gespeist wird. Was Ich Ihnen vorwerfe ist nicht, daß Sie eine andere Meinung haben als ich, sondern daß Sie mit zweierlei Maß messen, mit der Folge, daß Ihre Einschätzungen zwangsläufig fehlerhaft sein müssen. Da ich Ihnen Unkenntnis in der Sache nicht unterstellen will, drängt sich der Verdacht der bewußten Diskriminierung des politischen Gegners oder gar der Hetze auf; letzteres wäre für den leitenden Redakteur einer auflagenstarken Zeitung allerdings ungut. Selbstverständlich darf ein Journalist in einem Kommentar seine persönliche Auffassung darlegen. Allerdings rechtfertigt das nach meinem Verständnis nicht die Anlegung von zweierlei Maßstäben und genau das tun Sie bzw. Ihre Redaktion:

– Wer die Verletzung des Völkerrechts durch Rußland rügt, der darf die ungleich zahlreicheren und folgenschwereren Völkerrechtsverstöße des Westens unter der Führung der USA und der NATO im letzten Vierteljahrhundert nicht stillschweigend übergehen. Tut er es dennoch, macht er sich unglaubwürdig.

– Wer die Abspaltung der Krim kritisiert, sollte die völkerrechtswidrige Abspaltung des Kosovos mit westlicher Förderung zumindest nicht unerwähnt lassen. Natürlich rechtfertigt ein Rechtsbruch der einen Seite nicht einen solchen der anderen Seite. Aber es relativiert die Beurteilung.

– Wer die Aktivisten auf dem Maidan zu Freiheitshelden und Kämpfern für Demokratie hochstilisiert, darf die Aufständischen in der Ostukraine nicht als ferngesteuerte Gewalttäter diskriminieren. In beiden Fällen spielen dunkle Elemente und Interessen von außen eine große Rolle.

– Wer Putin einen Lügner, Täuscher oder Rechtsbrecher schilt, darf nicht müde werden, Obamas alltägliche Drohnenmorde, Guantánamo und die diversen Ausspähprogramme anzuprangern, und zwar gerade dann, wenn man sich selbst der westlichen Wertegemeinschaft zugehörig fühlt.

– Wer sich so vehement zum Fürsprecher des Völkerrechts aufschwingt, wie Sie es in Ihren Kommentaren tun, kann – nebenbei bemerkt – auch den jahrzehntelangen massiven Völkerrechtsverletzungen der Besatzungsmacht Israel nicht mit Stillschweigen begegnen. Auch da wäre ein vergleichbar vehementes Wort am Platze.

Noch ärgerlicher als die erwähnten Kommentare empfinde ich die unzulängliche Berichterstattung Ihrer Zeitung aus dem Krisengebiet. Ich frage mich, ob die Ursache hierfür miserable Recherche vor Ort, Bequemlichkeit [unkritische Übernahme parteiischer Agenturmeldungen] oder politische Einäugigkeit ist. Durch solche Pressearbeit wird die Kritikfähigkeit der Leser nicht gestärkt, sondern der Vertuschung oder Meinungsmanipulation der Weg bereitet. Ich nenne nur stichwortartig: Brandanschlag in Odessa [wer war Täter, wer Opfer?], die fragwürdige Rolle der sogenannten OSZE-Beobachter, Funktion Putins bei deren Freilassung, Rolle der Rechtsextremisten und der Oligarchen auf dem Maidan und in der Regierung, Werdegang und Verhalten von Jazenjuk, Rolle westlicher Geheimdienste bei der Destabilisierung der Ukraine, etc.

Ihr berechtigter Hinweis, daß auch andere Journalisten und große Zeitungen mit gleicher Tendenz berichten, ist kein überzeugendes Argument gegen meine Kritik. Ein Blick in internationale Blätter und in die neuen Medien [Internet-Zeitungen, Blogs] zeigt, daß jenseits des deutschen   publizistischen Mainstreams eine große Unzufriedenheit mit Printmedien, Funk und TV herrscht.   Dies wird durch die überaus zahlreichen zustimmenden Mails und Anrufe, die ich als Reaktion auf meinen Brief an Sie erhalten habe, bestätigt. Die obengenannten Leitmedien sind im Begriff, ihre Glaubwürdigkeit zu verspielen. Wenn nicht die Lokalberichterstattung wäre, hätte ich Ihre Zeitung schon längst abbestellt. Sie haben Recht, ich hätte meinen Brief auch an Joffe und Kornelius adressieren können, mein Vorwurf trifft sie mindestens in gleicher Weise [ich hatte allerdings ihre Mailadressen nicht]. Aber Sie sind der Chefredakteur der Zeitung, die ich seit Jahrzehnten abonniert habe und lese. Und deshalb müssen Sie meinen Leserunmut aushalten. Nein, ich glaube nicht, daß sich zahlreiche große Blätter und renommierte Journalisten gegen Rußland verschworen haben. Aber ich glaube sehr wohl, daß sie [und Sie!] Teil einer transatlantischen Gesinnungsgemeinschaft sind, deren erklärtes Ziel es ist, die Interessen der USA und des Westens einseitig zu fördern [mehr dazu in der Ihnen als Anlage zugehende Dokumentation Atlantikbrücke.  [3] Daß auch der Spiegel die von Ihnen verwendeten und von mir gerügten Bewertungen gebraucht hat, entschuldigt Ihre Mißgriffe nicht. Zum einen kann man eigene Fehler nicht mit dem Hinweis auf das Fehlverhalten eines anderen rechtfertigen. Entscheidend ist allein, daß Sie sich die Abwertungen zu eigen gemacht haben. Zum anderen hat der Spiegel längst nicht mehr die publizistische Orientierungskraft wie einst unter Augsteins Verantwortung [Indiz: Die Spiegel-Affäre, ARD].

Herr Roller, seien Sie versichert: Sobald Sie zu einer gerechten Beurteilung vergleichbarer Sachverhalte finden, werde ich der erste sein, der Sie dafür genauso leidenschaftlich lobt [und zwar öffentlich], wie ich Ihr Verhalten jetzt [halböffentlich] kritisiert habe. Die einseitige Pressearbeit ist dem Weltfrieden abträglich. Im konkreten Zusammenhang wirkt sie sich zulasten Rußlands aus, dem gerade unser Land mehr Sensibilität und auch mehr Dankbarkeit schuldet [Zweiter  Weltkrieg, Wiedervereinigung]. Im Übrigen hat die Ukraine-Krise nicht Putin/Rußland ausgelöst, sondern los ging es mit dem unüberlegten EU-Assoziierungsvertrag. Es folgte die Unterstützung des Maidan durch Minister Westerwelle und die Kanzlerin sowie die rechtlich hochproblematische Unterstützung einer durch Verfassungsbruch installierten Regierung. Begleitet wurde all das seit den 90er Jahren durch die von NATO/EU orchestrierte und von westlichen Staaten finanzierte planmäßige Einkreisung Rußlands. Daß hierbei legitime russische Interessen nicht ausreichend berücksichtigt worden sind, leuchtet inzwischen auch altgedienten Atlantikern ein [Kissinger, Schmidt, Eppler, Teltschik, Ischinger, Gauweiler, Schröder, u.a.].

Ein großes Mißverständnis liegt darin, daß Sie offensichtlich meinen, ich mache mich zum Fürsprecher Putins. Nein, ich verteidige nur einen [in mancherlei Hinsicht fragwürdigen] Menschen gegen unangemessene Anwürfe. Im Grunde nehme ich auch nicht Putin in Schutz, sondern das hinter ihm stehende Land. Und ja, an dieser Stelle melden sich Gewissen und Berufserfahrung des ehemaligen Richters! Ich vermag im Gegensatz zu Ihnen nicht zu beurteilen, ob Putin durch Schmerz über das Ende der Sowjetunion getrieben wird. Genauso gut kann ich mir vorstellen, daß ihn seine Verantwortung als russischer Präsident zu Reaktionen auf die massive westliche Expansions- und Einkreisungspolitik antreibt. Aber vielleicht haben Sie einen besseren Einblick in Putins Seelenleben. Wenn Sie mir, dem Putinversteher, auch noch die Rolle von Gysis Pressesprecher zutrauen, dann ehrt mich das. Ich bekenne, daß mich diese Funktion intellektuell weniger überfordern würde als der Versuch, der Welt die Ukraine-Politik Merkels, Obamas oder Rasmussens zu erklären. Nebenbei: Ich habe Sie nicht als Pressesprecher dieses Dreigestirns bezeichnet. Vielmehr habe ich Sie gebeten, Sie möchten sich besinnen, daß Sie genau das nicht sind. Das ist, mit Verlaub, ein großer Unterschied. Und als Kriegstreiber habe ich Sie auch nicht bezeichnet, das sind Sie sicher nicht. Aber Leuten wie Ihnen liegt erkennbar viel daran, die Vormachtstellung des freien Westens auszubauen, auch zum Preis einer Doppelzüngigkeit und einer globalen Ungerechtigkeit.

Sehr geehrter Herr Roller, ich bemerke gerade, daß meine Antwort viel zu lang geraten ist. Betrachten Sie das bitte als Wertschätzung Ihrer offenen Äußerung. Ich bin mir im übrigen auch dessen bewußt, daß ich Sie vermutlich durch noch so viele Worte nicht von Ihren Grundüberzeugungen abbringen kann. Denn wir ticken offensichtlich zu unterschiedlich.

Deswegen grüße ich Sie aber nicht minder freundlich.
Peter Vonnahme

p.s.
Ich beabsichtige, auch diesen Brief wieder demselben ausgewählten Empfängerkreis zugänglich zu machen. Eine Weiterverbreitung über Webportale und Mailaustausch ist zu erwarten.

Quelle: http://seniora.org/index.php?option=com_content&view=article&id=472&catid=27&Itemid=175 
Empfänger der obigen Schreiben:
SZ-Redaktion; SZ Dr. Heribert Prantl; andreas.zielcke@sueddeutsche.de; spiegel; redaktion faz; redaktion focus; presse@stern.de; welt-red.; NachDenkSeiten; Florian Rötzer; NRhZ; phoenix; Tagesschau; WDR; ZDF; zdf-auslandsjournal; dradio; Günther Jauch; Deutsche Welle DW; Tagesspiegel Online; taz Tageszeitung; Maybritt Illner; Theo Koll; WAZ Tageszeitung

[1] http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/media/zapp7411.html

[2] Ukraine: ein Musterfall von double standards… …und ein Totalausfall staatsmännischer Kunst

[3] http://spiegelkabinett-blog.blogspot.de/2013/03/journalisten-der-atlantikbrucke-in.html

19. 3. 2013 Journalisten, der Atlantikbrücke in Treue verbunden

http://www.zeitgeist-online.de/exklusivonline/dossiers-und-analysen/230-das-guttenberg-dossier-teil-1.html   7. 4. 2009 Friedericke Beck

Siehe hierzu insbesondere
http://www.politonline.ch/index.cfm?content=news&newsid=1989   23. 8. 12
Alle Macht an Brüssel – Von Russland keine Rede 23. 8. 2012

Alle Hervorhebungen durch politonline

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Quelle: politonline

 

 

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Und dort verbrennt man auch Menschen

Posted by krisenfrei - 19/05/2014

Otto Köhler (sopos)

Während der Herr der Morddrohnen seiner »lieben Angela« den Gemüsegarten zeigte, während der Merkel-Versteher Putin seinen »Menschenrechtsbeauftragten« losschickte, um die Bundeswehr-Spione des drittelfaschistischen und selbsternannten Kiewer Regimes wieder in Freiheit zu setzen, ereignete sich in Odessa die Gegenleistung.

Zur Erinnerung: Es ist alter deutscher Brauch, Männer, Frauen und Kinder, die sich als Zivilisten verdächtig gemacht haben, in Gebäude, früher vorzugsweise Kirchen, einzusperren, und dann alles in Brand geraten zu lassen – wer sich seiner Verbrennung entziehen will, wird abgeschossen. Das machten die Wehrmacht und ihre SS routiniert in der Sowjetunion ebenso wie auch, wenn nötig, in Europa, in Oradour oder in Marzabotto.

Damals verfügte der Volksaufklärungsminister noch nicht über eine ARD und ein ZDF. Er war darum nicht in der Lage, über solche Vorkommnisse berichten zu lassen. Heute weiß man, wie man mit solchen Ereignissen zweckmäßig umgeht, heute meldet – einen Tag danach – am 3. Mai die ARD-Tagesschau um 20 Uhr, was am Abend zuvor in Odessa geschah: »[…] geriet ein Gebäude der Gewerkschaft in Brand«.

Für Kai Gniffke, den Chef des »journalistischen Stahlmantelgeschosses«, wie er gern seine »Tagesschau« nennt, war es ein großes Glück: Er konnte rechtzeitig vor diesem unwichtigen Ereignis ein neues Tagesschau-Studio für 24 Millionen Euro in Betrieb nehmen – von dessen 17 Meter langen Panoramawand läßt es sich großzügiger und weiträumiger desinformieren. Jedenfalls wußte man über nähere Umstände nichts, vielleicht hätten Unbekannte »ein Feuer« gelegt.

Es war wie damals, in dem kleinen Ort Dory in der Region Woloshin. Die Frauen und Kinder des Dorfes wurden in die alte Holzkirche getrieben und diese dann angezündet. Mit der Kirche verbrannten 257 Menschen.

Ganz so viele waren es am 2. Mai in Odessa nicht. Als »Fußballfans« getarnte Faschisten waren mit Bussen vom Maidan angereist, jagten Teilnehmer eines Anti-Maidan-Camps für regionale Autonomie. Die flohen in das Gewerkschaftshaus, das deshalb mit Molotow-Cocktails angezündet werden mußte, um – versteht sich – die pro-russische Bande zu vernichten. Trotzdem gelang es einigen Terroristen, ihrer Verbrennung zu entkommen. Sie wurden zusammengeschlagen und dann von der Polizei festgenommen.

Und so meldete die Tagesschau dann auch am Sonntag nach bestmöglichem Wissen, in Odessa sei am Freitagabend »die Gewalt eskaliert«. Mit Angriffen auf ukrainische Fußballfans hätten das pro-russische Kräfte provoziert.

Genaues über die »Unruhen in Odessa« verriet dann tagesschau.de: »Bei einem Besuch in Odessa machte der ukrainische Übergangsregierungschef Arseni Jazenjuk Rußland für die tödlichen Unruhen vom Freitag verantwortlich und bezeichnete sie als Teil eines russischen ›Plans zur Zerstörung der Ukraine‹.« Rußland habe Leute hierher geschickt, um für Chaos zu sorgen, sagte Jazenjuk und rief seine Landsleute dazu auf, sich zu vereinen und zu versöhnen, um »die von Moskau unterstützten Terroristen« an der Spaltung der Ukraine zu hindern.

Und dann konnte die ARD mit Hilfe fremder Reporter – von den 24 Millionen fürs neue Studio war für eigene nichts übriggeblieben – so berichten, wie es ihrer Berufung auf westliche Werte entsprach: »In der südukrainischen Hafenstadt Odessa haben pro-russische Kräfte die Zentrale der Polizei attackiert. Die rund 3000 Demonstranten riefen ›Faschisten, Faschisten‹, als sie das Gebäude stürmten, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Die mit Knüppeln bewaffnete Menge habe ein Tor durchbrochen und die Freilassung von Gesinnungsgenossen gefordert, hieß es nach Angaben von dpa. Spezialeinheiten hätten die Menschen zunächst zurückdrängen können. Anschließend ließ die Polizei einen Teil der inhaftierten Separatisten frei. In der Hafenmetropole hatten sich bereits am Freitag Anhänger und Gegner der Übergangsregierung in Kiew schwere Straßenschlachten geliefert. Dabei wurde das zentrale Gewerkschaftshaus in Brand gesetzt, wo insgesamt 46 Menschen starben und 214 verletzt wurden.«

So berichtet man objektiv, warum Menschen verbrannt wurden. Und der CDU-Rußlandexperte und stellvertretende CDU-Fraktionschef Andreas Schockenhoff vermochte auf die Frage des Deutschlandfunks nach Odessa endlich einmal zu erklären: »Es ist eine innerukrainische Angelegenheit«. Und festzustellen, daß die »Menschen auf dem Maidan für europäische Werte auf die Straße gegangen sind«.

ZDF-Reporterin Katrin Eigendorf fand in ihrem »Ukrainischen Tagebuch« auf heute.de am Tag der Menschenverbrennung von Odessa unter der Überschrift »Sternstunde der Wutbürger und Kriminellen« heraus, was uns alle vor den Ostukrainern hervorhebt: »Es ist für uns Europäer manchmal schwierig, in dieser unsicheren Lage, die ja auch uns bedrohlich wird, mit dieser Wut, die sich auch auf uns richtet, umzugehen.« Ja, es sind keine Europäer. Und wie brutal diese asiatischen Banden wüten, hatte sie zwei Tage vorher in ihrem ZDF-Tagebuch enthüllt: »Einer der Separatisten kommt auf uns zu und erklärt uns auf Nachfrage, daß sie dafür sorgen wollen, daß die russischen Fernsehkanäle wieder freigeschaltet werden, die von der ukrainischen Regierung abgeschaltet wurden. Ganz so, als handele es sich dabei um eine ganz normale technische Prozedur. Es herrscht Terror in Teilen der Ostukraine, und niemand scheint da, das zu stoppen.«

Hier in Europa dagegen ist es wirklich eine ganz normale technische Prozedur, ARD und ZDF hören und sehen zu müssen.

Erschienen in Ossietzky 11/2014

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Und für diesen Lügendreck (ARD/ZDF) müssen wir auch noch zahlen. Wann wehren sich die Deutschen endlich gegen diese Zwangsgebühr? Wenn keiner mehr zahlt, haben ARD und ZDF auch kein Geld mehr um Zahlungsaufforderungen zu verschicken. Einzugsermächtigungen widerrufen, auf die Strasse gehen und dagegen protestieren. Je früher, desto besser. Wir werden sowieso bald ausgeplündert. Wenn es soweit ist, könnte es allerdings zu spät sein. Verlasst euch drauf, dass uns das Schlimmste noch bevor steht. Unsere verlogenen Polit-Darsteller werden schon dafür sorgen, dass der Wohlstand in Deutschland zerfallen wird. Viele Anzeichen deuten bereits darauf hin. 

 

 

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