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Archive for 9. Mai 2014

Wahlwerbung: Lügen auf Kosten der Steuerzahler

Posted by krisenfrei - 09/05/2014

 

Für Menschlichkeit und Nächstenliebe? Grünes Lügenpack. Für Ausbeutung und Bevormundung wäre zutreffender!

 

Martin Schulz steht für ein besseres, ein sozialeres Europa! Sozialeres Europa? Zwangs-EU, Zwangs-Euro, Zwangs-GEZ! Und das nennt die verlogene SPD sozial. Vor der Bundestagswahl 2013 wollte sich der verlogene Gabriel für ein Bürgerentscheid einsetzen.

 

Vernünftige Politik mit gesundem Menschenverstand. Jetzt wollen viele wieder Schulden machen. Herr Lambsdorff, schon vergessen? Die letzte schwarz/gelbe Regierung hat so viel Schulden angehäuft wie keine andere Regierung zuvor. Die FDP hat bis auf wenige Ausnahmen dem ESM zugestimmt. Und das nennen Sie vernünftige Politik mit gesundem Menschenverstand? Zutreffender wäre: Lobby-Politik mit dem Ziel der Ausbeutung der Menschen!

 

Und nun der Wahlwerbespot von „DIE LINKE“, der am ehesten der Wahrheit entspricht. Leider aber ist auch „DIE LINKE“ nicht wählbar, da sie für die EU, den Euro und der Mitgliedsschaft in der NATO ist.

 

Sie vermissen den Wahlwerbespot der CDU? Das mag ich Ihnen beim besten Willen nicht antun.

 

Keine Wahlwerbung auf Kosten der Steuerzahler!

 

 

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Prominente US-Journalisten warnen vor Weltkrieg

Posted by krisenfrei - 09/05/2014

Prominente US-Journalisten warnen vor Weltkrieg wegen Konfrontation gegen Russland

In der International Herald Tribune warnte der bekannte US-Journalist William Pfaff am 7. Mai unter der Überschrift „Eine reale Nuklearkriegsgefahr?“ vor der Konfrontation gegen Russland. In seinem Artikel weist er auf den Gegensatz hin zwischen der „außerordentlichen Brutalität“ von Beschimpfungen des US-Außenministers John Kerry (so kürzlich im Wall Street Journal) gegen Präsident Putin und Russland und dem „fast völligen Schweigen des Pentagon, von Verteidigungsminister Chuck Hagel und führenden Kommandeuren, einschließlich Generalstabschef Martin Dempsey“. Kerry führe die Sprache des Krieges, wenn er die Russen als „Gangster“ und den russischen Außenminister als „Lügner“ bezeichnet. Kerry tue dies, obwohl er wisse, so Pfaff, daß „die US-Regierung und Administration ’sich voll darüber bewußt‘ sind, daß diese Konfrontation gegen Russland zu einem Nuklearkrieg führen könnte.“

Die Tatsache, daß die Militärführung hingegen „fast vollständig schweigt“, deutet laut Pfaff auf die „Besonnenheit der Militärs“ hin, die wissen, daß der Preis ein Krieg wäre, von dem zivile Amtsträger so tun, als werde nur mit Worten gekämpft. Pfaff wiederholt eine Warnung von Henry Kissinger und George Kennan, wonach die bewußte und gezielte Ausweitung der NATO-Mitgliedschaft bis zur früheren Grenze der Sowjetunion Russland geradezu dazu einlade, auf diese Demütigung mit Gewalt zu reagieren.

Ebenfalls am 7. Mai erschien auf der mainstream-Webseite NationalInterest.org ein Beitrag des Harvard Professors Gaham Allison. Er ist ein langjähriger Analytiker für Verteidigungsfragen und diplomatische Angelegenheiten, sowie ein anerkannter Experte der Kubakrise. Unter dem Titel „Könnte die Ukrainekrise einen Weltkrieg entzünden?“ zieht er die Analogie der jetzigen Lage zu 1914 und dem Beginn des 1. Weltkrieges. „Das rapide Abgleiten von Rechtslosigkeit zu Gewalt, das in der letzten Woche das Leben von mehr als 60 Menschen in den ukrainischen Städten Donetsk, Slawyansk und Odessa gefordert hat, läßt Alarmglocken schrillen, die man in westlichen Hauptstädten deutlicher zur Kenntnis nehmen sollte.“ „Können wir ein Echo von vor einem Jahrhundert hören, als der Mord an einem österreichischen Erzherzog einen großen europäischen Krieg auslöste?“

Allison warnt seine Leserdavor, diese Einschätzung als „abstrus“ abzutun. „Wir sollten nicht vergessen: im Mai 1914 konnte sich fast niemand vorstellen, daß die Ermordung eines Erzherzogs einen Weltkrieg hervorbringen könnte. Die Geschichte lehrt uns, daß unwahrscheinliche, selbst unvorstellbare Ereignisse geschehen.“ Vor dem Hintergrund dieser unmittelbaren Kriegsgefahr ruft Allison dann dazu auf, „präventive Initiativen“ zu ergreifen.

Quelle: bueso

 

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In der Krise verschwinden die Illusionen

Posted by krisenfrei - 09/05/2014

von Michael Obergfell (fortunanetz)

In Bezug auf die Ukraine-Krise, die in Wahrheit auch eine Krise im Verhältnis USA zu Russland ist, wird manchmal die Behauptung aufgestellt: Staaten handeln nicht moralisch und deshalb ist eine „moralische“ Beurteilung des ganzen Vorgangs nicht zielführend, weil es Moral dort nicht gilt.

Dieses Argument zielt auf die angeblich nur moralische Empörung der Menschen in Deutschland (und vor allem im Netz) über die deutsche und US-amerikanische Politik. Im Extremfall bedeutet dies aber: Der Überfall auf den Irak ist nicht zu kritisieren, denn Lügen ist für einen Staat ja in Ordnung. Die Invasion in Afghanistan, basierend auf der bis heute unbewiesenen Behauptung, Osama bin Laden sei der Initiator am 11. September 2001, und basierend auf der Behauptung, dass allein der Wohnort dieses Mannes das Recht hergibt ein ganzes Land in Schutt und Asche zu legen, wäre dann auch in Ordnung gewesen. Schließlich handeln Staaten ja nicht nach moralischen Prinzipien…. Auch der Vietnamkrieg, der auf einer weiteren Lüge basiert, wäre nicht zu beanstanden, weil Moral ja kein Aspekt staatlichen Handelns ist. Dass der Vorfall im Golf von Tonkin gar nicht stattgefunden hat ist ebenfalls in Ordnung und die über 3 Millionen vietnamesischen Toten ebenfalls. Wir können dann auch noch den Ersten und Zweiten Weltkrieg, die Kolonialkriege und alles Andere auch mitnehmen und einfach richtig finden, wenn man diesem Argument folgt.

Es steht zu befürchten, dass die sogenannten „Eliten“ in den USA, Frankreich, Großbritannien und Deutschland aber genau so denken: Für sie spielt Moral keine Rolle weil staatliches Handeln Moral ausschließt.

Betrachtet man aber den Ukraine-Konflikt und die Argumente vieler empörter Deutscher zu diesem Fall, dann stellt man fest, dass die Kritik nicht ausschließlich aus moralischen Gründen erfolgt, sondern viel tiefer reicht.

Der Vorwurf der Lüge steht tatsächlich in weiten Bereichen im Vordergrund:

So ist es schlicht und einfach gelogen, dass die deutschen Soldaten in der Ukraine „OSZE-Beobachter“ waren, auch wenn dies die Leitmedien wider besseres Wissen unverdrossen weiterhin behaupten. Auch gelogen sind die angeblichen Truppen Putins nahe der Ukraine.

Dass es Putin sei, der den Konflikt in der Ukraine schürt, ist eine glatte Unterstellung für die bisher in den Leitmedien kein einziger Beweis aufgetaucht ist. Dafür sind aber viele Beweise und Hinweise aufgetaucht, dass es allen voran die USA und gleich dahinter Deutschland und die sogenannte „EU“ sind, die den Konflikt schon lange anheizen und zwar mit Geld und direkter Unterstützung vor Ort.

Dass die Schüsse auf dem Maidan von Yanukowitsch angeordnet worden seien ist eine reine Behauptung. In diesem Fall ist noch lange nichts objektiv geklärt und wird wohl auch nie etwas letztendlich geklärt werden.

In allen diesen Einzelargumenten steckt nicht nur ein moralischer Vorwurf, sondern es ist der Vorwurf der Propaganda. Es ist der Vorwurf, dass die Leitmedien im Auftrag der Politik die Leser in die Irre führen. Und dass man dafür nicht unbedingt Geld bezahlen will, dass man irre geführt wird, ist kein moralisches Argument, sondern betrifft schlicht und einfach das Preis-Leistungs-Verhältnis für unsere Leitmedien. Sollen wir für Lügen bezahlen?

Der zweite Vorwurf an die Politik ist der der doppelten Standards.

Auf der Krim hat die Mehrheit der Bevölkerung dafür gestimmt, dass sie als Russen zu Russland gehören wollen. Dabei kann man sich im Völkerrecht durchaus auf das „Selbstbestimmungsrecht der Völker“ berufen, wenn man eine solche Abstimmung macht.

Im Kosovo stimmte lediglich das Parlament ab und beschloss, dass sich der Kosovo von Serbien trennt. Dabei berief man sich auf das „Selbstbestimmungsrecht der Völker“.

Die Vereinigung der Krim mit Russland ist aus der Sicht der Merkel-Regierung völkerrechtswidrig, Die Abtrennung des Kosovo von Serbien hingegen nicht.

Die Nato warnt seit Wochen davor, dass Putin keine Truppen in die Ukraine schicken soll, aber sie selbst hält vom 14. bis zum 25. Mai dort Truppenübungen ab. Frage: Gehört die Ukraine zur Nato? Hat die Nato dort Gebietsansprüche?

In allen diesen Fällen zeigen sich doppelte Standards, die eben die Argumentation des „Westens“ entkräften, und zwar in zentralen Punkten.

Das hat nichts mit Moral zu tun, es ist schlicht und einfach unglaubwürdig, was hier in den Leitmedien vorgetragen wird.

Das Signal, dass Propaganda, und zwar völlig durchsichtige Propaganda, in Deutschland wieder an der Tagesordnung ist, ist in höchstem Maße irritierend. Das Signal, dass doppelte Standards in der Politik ganz offen gepflegt werden, macht viele einfach nur noch sprachlos und wütend. Das alles sind eigentlich Verhaltensweisen, die man von klassischen Diktaturen und antidemokratisch-autoritären Regimes kennt.

Leider scheint es aber zudem mittlerweile so zu sein, dass sowohl die deutsche Politik wie auch die deutschen Leitmedien eine Kritik an ihrem Verhalten schon nicht mehr zulassen, sondern darauf setzt, mit großer Sturheit auch gänzlich gegen den Willen der Bevölkerung an einem propagandistischen, unwahren und von doppelten Standards geprägten Kurs festzuhalten.

Das sieht man beispielsweise sehr gut an dem Verhalten der ARD gegenüber den Kritikern ihrer Artikel. So brillierte die ARD mit einem Artikel voller Unterstellungen gegenüber Russland, wonach angeblich alles nach Putins Plan verlaufen würde. Daraufhin kamen von den Zuschauern fast nur kritische Kommentare, weil sie den propagandistischen Charakter dieses Beitrags unseres „zwangsbezahlten“ Staatsfernsehens beklagten. Schaut man dann bis zum Ende der Kommentare, stellt man überrascht fest, dass die Kommentarfunktion geschlossen wurde mit dem Argument, die Kritiker könnten ja an anderer Stelle weiter schreiben. So könne man die Kommentare dann besser „sammeln“. In einem weiteren propagandistischen Artikel durften die Kritiker dann noch eine Weile schreiben, bis dann auch dort die Kommentarfunktion „vorübergehend“ geschlossen wurde. „Vorübergehend“ ist jetzt ein Tag lang gewesen. Ich bin gespannt, was die ARD unter „vorübergehend“ versteht… Natürlich beklagt sich die ARD auch über die Kommentatoren auf ihren Seiten. Schließlich ist man einfach bass erstaunt über die hohe Emotionalität, die sich da zeigt. Der Grund für den „rauen Ton“ sieht die Redaktion aber nicht in ihren unsachlichen, einseitigen und propagandistisch gefärbten Beiträgen, sondern einfach nur in der Technik „Internet“, die jetzt an allem Schuld sein soll.

Am Ende stellen sich die Damen und Herren ARD-Journalisten hin und behaupten wortwörtlich: „Nicht erwünscht sind bei uns Rassismus, Hasspropaganda, Beleidigungen oder Verunglimpfungen.“ Ja genau, liebe Redaktion, nehmt euch an eurer eigenen Nase: Wer verunglimpft denn einfache Bürger die auf Montagsdemonstrationen gehen mit Begriffen wie „Faschisten“? Wer schürt denn Hass gegen Putin und gegen Russland, indem einfach behauptet wird, Putin wäre schuld daran, dass in der Ukraine derartige Zustände herrschen? Wer macht denn Propaganda und behauptet, der Wunsch der großen Mehrheit der Krim-Bewohner nach Russland zu kommen sei völkerrechtswidrig? Wer tut denn dieses alles?

Da braucht man sich am Ende wirklich nicht zu wundern, wenn einem dann eben der geistige Müll, den man über Wochen absondert irgendwann wieder zurück kommt und dann eben vor der eigenen Haustüre liegt. Da gehört er nämlich hin!

In den nächsten Monaten rechne ich damit, dass es immer deutlicher werden wird: Diese Regierung und ihre Leitmedien sind an Kritik aus dem Volk nicht interessiert. Sie sind gänzlich beratungsresistent. Mehr noch: wie schon bei der Sparerenteignung und bei der Transferunion werden wir auch im Zuge des Ukraine-Konfliktes immer stärker bemerken, dass diese Regierung das Volk und seine berechtigten Interessen nicht vertritt. Sie werden unverdrossen zu unser aller Nachteil weiter machen und einen gigantischen Schaden innerhalb und außerhalb Deutschlands anrichten. Das alles wird dann aber nicht unter dem Kapitel „Moral“ abzuhandeln sein. Spätestens wenn auch SIE ein „Faschist“ sind oder ein „Populist“ oder ein „Hetzer“, oder was auch immer sind, spätestens dann werden sie bemerken wie wenig das Verhalten dieser Regierung und der Kräfte dahinter etwas mit Moral zu tun hat und wie gnadenlos der Mechanismus der Stigmatisierung Andersdenkender zuschlagen wird.

Karl Eduard von Schnitzler lässt schon einmal grüßen!

Und so werden wir alle Stück für Stück unsere Illusionen darüber verlieren, von wem wir regiert werden….

meint
Michael Obergfell

 

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Offener Brief an Oliver Welke, ZDF – « heute-show »

Posted by krisenfrei - 09/05/2014

von Helmut-1 (gegenfrage)

Entwickelt sich das ZDF immer mehr zum Sprachrohr der Regierung? Klare Tendenzen lassen sich gerade in Bezug auf die Berichterstattung über die Montagsdemos feststellen, zuletzt in der ansonsten sehr satirisch-kritischen ZDF – « heute-show ». Ein offener Brief von Leser Helmut an Moderator Oliver Welke. Betreff: Die Ausstrahlung am 02.05.2014, zu finden hier.

Sehr geehrter Herr Welke,

seit längerem amüsiere ich mich in Ihrer Sendung “heute-show”, die ich generell spritzig und witzig finde. Allerdings fällt mir in letzter Zeit eine bestimmte Tendenz auf. Anfangs dachte ich, daß es Zufall wäre, aber die Häufigkeit kann kein Zufall mehr sein.

Worum geht es mir: Als Kabarettist, als Satiriker, als Moderator von komi-kritischen Politshows orientiert man sich an der Aktualität. Man nimmt das aufs Korn, was gerade “in” ist. Das ist auch richtig und gut so. Die Frage bleibt, ob man generell alles aufs Korn nimmt, oder sich bestimmten Themen besonders widmet, wobei man andere Themen ausklammert. Letzteres wäre kein Polit-Kabarett mehr, sondern unterschwellige Meinungsmache.

>>> Unbedingt weiterlesen: hier

 

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Arbeiten die Nato-Staaten bereits an der Kriegsschuldfrage?

Posted by krisenfrei - 09/05/2014

Der «Westen» und Russland

von Karl Müller (zeit-fragen)

Die Deutschen lehnen mehrheitlich die Hetze gegen Russland ab. Das scheint jedoch die Macher der deutschen Leitmedien nicht zu kümmern. Im Gegenteil, die unerträgliche Medienhatz gegen Russland und die Politik seiner Regierung geht unvermindert weiter und wird von Tag zu Tag verschärft.
Was wird damit bezweckt? Offensichtlich glauben die Medienmacher immer noch, die penetrante Wiederholung von Lügen würde dazu führen, dass diese irgendwann doch noch geglaubt würden. Die «Experten» der «Massen»beeinflussung halten an diesem Mantra seit fast 100 Jahren fest und dokumentieren damit, was sie von ihren Mitbürgern halten – nämlich gar nichts. Und denen sollen wir folgen?
Ganz offensichtlich gibt es Kräfte, die eine weitere Eskalation der Situation in der Ukraine und in Osteuropa wollen und die dazu die Leitmedien eingespannt haben. Man muss nicht lange darüber nachdenken, woher diese Kräfte kommen. Ganz sicher sitzen sie in Washington D.C.
Die Staaten der Nato und vor allem die USA, das hat Kishore Mahbubani1, der ehemalige Botschafter Singapurs bei den Vereinten Nationen, betont, befinden sich im Niedergang. Vieles weist aber darauf hin, dass der «Westen» einen friedlichen Weg des Wandels in der Welt noch nicht akzeptiert, sondern den Weg der Aggression gewählt hat.

Nur für die USA macht ein grosser Krieg einen «Sinn» – man mag dieses Wort kaum benutzen, weil es Wahn«sinn» ist. Die US-Amerikaner glauben: Wir haben uns zweimal mit einem Weltkrieg wirtschaftlich «gesund» gestossen. Aber auch dieses Wort gehört in Anführungszeichen gesetzt, weil der Weg so furchtbar krank und die Frage interessant ist, wer wirklich das «Wir» ist.
Die USA, vor dem Ersten Weltkrieg noch eine eher unbedeutende Macht mit imperialen Ambitionen in Lateinamerika und im Pazifik, wurden nach dem Ersten Weltkrieg eine Weltmacht, deren Finanz- und Wirtschafts­interessen nach der ganzen Welt griffen. Der Zweite Weltkrieg und dessen Ergebnis potenzierten dies.
Und heute? Die USA stehen vor dem wirtschaftlichen Abgrund. Das einzige, was sie noch zur Verfügung haben, ist ihre geheimdienstliche und militärische Macht. Noch immer geben die USA fast soviel für ihr Militär aus wie der ganze Rest der Welt zusammen. Das Militärpotential der USA ist nach wie vor verheerend vernichtend und wartet auf seinen Einsatz.

Umso besser also, so die zynische und menschenverachtende Denkweise, wenn der Kriegsschauplatz weit weg ist. Und was macht es schon, wenn Europa danach ein Trümmerfeld ist? Das war auch 1918 und 1945 so. Die USA haben daran sehr gut verdienen können. Und bis heute fordern die US-Strategen von ihrer Regierung, dafür zu sorgen, dass die Staaten Eurasiens so mit sich selbst und ihren Konflikten beschäftigt sind, dass sie die Weltmacht der USA nicht gefährden können.2
Wie sieht es mit Russland aus? Russland befindet sich in einer schwierigen innenpolitischen Situation. Die Regierung Putin ist seit fast 15 Jahren bemüht, das nach 1991 und vor allem durch die USA stark geschwächte, geplünderte und destabilisierte Land wieder aufzubauen und zusammenzuhalten. Das ist nicht einfach. Aber genau darauf konzentriert die russische Politik ihre Kräfte. Ein grosser Krieg könnte das Erreichte zunichte machen. Russland hat diese geschichtliche Erfahrung machen müssen.
Russlands Regierung hat sich entschieden, nicht den Fehler der Sowjetunion zu wiederholen und im Wettrüsten mit den USA mithalten zu wollen. Russlands militärische Anstrengungen gelten der Abschreckung. Der Preis für einen Angreifer soll so hoch sein, dass er ihn nicht riskiert. Am besten lässt man die Zahlen sprechen: Laut dem Institut SIPRI gaben die USA im Jahr 2013 offiziell 640 Milliarden Dollar für die Rüstung aus, bei Russland waren es 87,8 Milliarden US-Dollar.3 Russland kann kein Interesse daran haben, einen Krieg gegen die USA zu führen.

Wer aber einen Krieg will, der denkt auch darüber nach, wer danach bezahlen soll. Seit dem Ersten Weltkrieg spielt die Kriegsschuldfrage dabei die entscheidende Rolle. Alle Kriegsparteien waren bemüht, dem Kriegsgegner die Schuld am Krieg zuzuschieben.
Heute wissen wir, dass die wissenschaftliche Forschung, die alle Dokumente zur Hand hat, zu anderen Ergebnissen gekommen ist als die Kriegsparteien und deren mediale Sprachrohre. Das wird auch in der Gegenwart nicht anders sein. Trotzdem arbeitet der Westen bereits an der Kriegsschuldfrage, und zwar äusserst heftig. Im Eiltempo sollen mentale Fakten geschaffen werden. Fragen nach dem tatsächlichen Geschehen, zum Beispiel in Kiew in den entscheidenden Tagen vom 20. bis 22. Februar, sollen nicht gestellt und nicht beantwortet werden.4 Da könnte ja ein Kartenhaus zusammenbrechen. So wie nun Stück für Stück im Hinblick auf den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der Nato gegen Jugoslawien im Jahr 1999, dessen Rechtswidrigkeit 15 Jahre geleugnet wurde. Gerhard Schröder, der damalige deutsche Bundeskanzler, hat jetzt den ersten Schritt getan und diese Völkerrechtswidrigkeit eingestanden5.
Dass die Völker Europas auch dieses Mal keinen Krieg wollen, ist offensichtlich. Warum sollten sie auch. Sie wissen genau, dass sie es sind, die den hohen Preis zu zahlen haben, dass sie diejenigen sind, die ge­opfert werden.

Auch die Medienhetze der letzten Wochen und Monate hat die Völker nicht umstimmen können. Das hat die Medien sehr aufgebracht. Sie verhöhnen ihre Leser, bezeichnen sie von oben herab als «Russland-Versteher». Und nun wird auch ganz offen die Kriegsschuldfrage angesprochen. Die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» titelte am 26. April auf der ersten Seite: «Russland will den Dritten Weltkrieg anzetteln». Die Zeitung zitiert den ukrainischen Politiker Jazenjuk, der sich anmasst, Ministerpräsident des Landes sein zu wollen. Warum tut die Zeitung das? Warum schreibt sie nicht, dass Jazenjuk offensichtlich jedes Mass verloren hat? Folgt sie lieber der ­Europa-Beauftragten der US-Regierung, Victoria Nuland, deren Favorit genau dieser Jazenjuk war – gegen die Pläne aus der EU? Warum plaziert die Zeitung am selben Tag und auf derselben Seite einen Kommentar, der dem «Westen» Schläfrigkeit vorwirft – sinngemäss: «Ihr macht heute denselben Fehler wie die Westmächte vor dem Zweiten Weltkrieg». Die Botschaft: Seid nicht so zurückhaltend in der Konfrontation mit ­Russland! Langt endlich richtig zu! Das sind mediale Kriegstrommeln. Kenner der Medienlandschaft wissen, dass diese deutsche Zeitung gerne Direktiven aus Wa­shington D.C. entgegennimmt.

Noch ist es Zeit, etwas zu tun. Man muss dem Monster die Maske abziehen. Die Belege dafür, dass die USA kein Interesse daran haben, eine diplomatische Lösung des Konfliktes im Osten Europas zu finden, liegen vor. Das «Genfer Abkommen», das eine Chance für eine friedliche Lösung bietet, wurde von vornherein torpediert. US-Vizepräsident Biden reiste wenige Tage nach der Unterzeichnung des Abkommens nach Kiew und tat nichts dafür, die politischen Scharfmacher in Kiew zu mässigen – im Gegenteil. Der Militäreinsatz der Kiewer Machthaber im Osten der Ukraine und in Odessa ist ein deutlicher Hinweis darauf.
Europa muss sich von dieser US-Politik freimachen. Als US-Vasall in den Untergang gehen – ist das eine verlockende Perspektive? Sanktionen sind der erste Schritt in den Krieg. Schon damit wird das Völkerrecht gebrochen; denn der Weltsicherheitsrat hat sie nicht beschlossen. Niemand weiss, wie ein Krieg verlaufen und enden wird, wenn erst einmal die Waffen sprechen. Das haben zwei Weltkriege Europa gelehrt. Im Sommer 1914 wollten die Soldaten an Weihnachten wieder zu Hause sein. Am Ende dauerte der Krieg mehr als 4 Jahre – und kostete 16 Millionen Menschen das Leben.

Wie kann den Kriegstreibern Einhalt geboten werden? Sicher nicht mit Fatalismus! Jeder Bürger ist gefordert. Denen «da oben» die Sache zu überlassen oder auf ein «macht»volles Stopp zu hoffen, wird nicht helfen. Der Kreativität der Vernunft, der Sittlichkeit und der Menschlichkeit sind keine Grenzen gesetzt.    •

1    vgl. Kishore Mahbubani: Ein Blick auf China lehrt Klugheit im Umgang mit Russland. Zeit-Fragen, Nr. 9, vom 22.4.2014
2    So zum Beispiel ganz aktuell George Friedman von STRATFOR in seinem Artikel vom 8. April 2014: «U.S. Defense Policy in the Wake of the Ukrainian Affair» (www.stratfor.com/weekly/us-defense-policy-wake-ukrainian-affair)
3    Sam Perlo-Freeman, Carina Solmirano: Trends in World Military Expenditure 2013, SIPRI Fact Sheet April 2014
4    Das ARD-Magazin Monitor hatte am 10. April 2014 (www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2014/0410/maidan.php5) die Behauptung der Regierung in Kiew, die Scharfschützen, die auf Demonstanten und Polizisten geschossen haben, hätten im Auftrag des Präsidenten Janukowitsch geschossen, in Frage gestellt.
5    So berichtet das St. Galler Tagblatt vom 1. Mai 2014

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Vielen Dank an den Autor Karl Müller, Redaktion Zeit-Fragen

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Der Weltkrieg der Information: Interview von Giulietto Chiesa

Posted by krisenfrei - 09/05/2014

Dieses Interview ist bei tlaxcala erschienen und hier im Original abgebildet. Nicht nur ganz wenige, sondern die breite Masse sollte es unbedingt lesen, da es in den verseuchten System-Medien wohl kaum Verbreitung findet. Solche Journalisten wie Giulietto Chiesa haben heutzutage Seltenheitswert. Man findet sie genauso wenig wie etwa ein kariertes Maiglöckchen.

Unbedingt lesen und weiterverbreiten!

Der Weltkrieg der Information: Interview von Giulietto Chiesa

 

Rusnod Руснод
Übersetzt von  Irina Snatschok Ирина Значок

 

Ein Mitarbeiter der NOD-Redaktion, Anatolij, diskutiert mit dem italienischen Journalisten und Politiker Giulietto Chiesa über die jüngsten Entwicklungen in den Beziehungen zwischen Russland und dem Westen.

Ist die aktuelle Verschlechterung der Beziehungen zwischen Russlands und dem Westen eine vorübergehende Erscheinung oder wird sie für eine lange Zeit anhalten? Mit welchen Methoden versucht man uns zur Gehorsamkeit zu bringen? Sind wir ausreichend  entschlossen und flexibel genug, dem zu widerstehen? Die Antworten auf diese Fragen suchen wir zusammen mit  Giulietto Chiesa, zu finden.

Rußlandfeindliche Haltung auf Bestellung

– Vor kurzem las ich ein Material, in dem die Autorin bemerkte, dass sich bei ihr die

Giulietto Chiesa
Italienischer Journalist und Europaabgeordneter, der in den 70er Jahren eine wichtige Rolle innerhalb der KPI (wurde 1991 aufgelöst)spielte. Danach arbeitete er als Korrespondent für L’Unità und La Stampa in Moskau. Er hat zahlreiche Bücher über diese Zeit geschrieben. Seine Tätigkeit in Moskau endete im Jahre 2000. 2004 wurde er Mitglied des Europaparlamentes, zunächst als Abgeordneter der Allianz der Liberalen und Demokraten, später dann der Sozialdemokratischen Partei Europas. Er schreibt für Zeitungen und Magazine in Italien, Europa, Russland und US-Amerika.

 

Empfindung herausbildet, dass die US-amerikanischen Journalisten,  Kommentatoren und die Politiker speziell mit Wörterbüchern und Nachschlagewerken auf der Suche sind, immer ausgefallenere Vokabeln auszugraben, um speziell Putin zu beleidigen. Und wie ist das in Italien?   

– Wir sind ein Kolonialland. Bei uns wiederholt hauptsächlich all jenes, was man auf  Englisch schreibt und sagt. Das begann nicht  gestern.

Aber ich muss sagen, dass ich in meiner Karriere als Journalist niemals so etwas sah, wie es jetzt zu erleben ist. Die Betrachtungsweise der ukrainischen Ereignisse hat alle vorigen Grenzen überschritten. Sogar bei der Sowjetunion  gab es ein solches Niveau der Verfälschung, der Entstellung der Information nicht. Bis zu einer solchen Niederträchtigkeit  kam es niemals.

Ausnahmslos alle Kanäle des Fernsehens, alle Funkstationen, alle Zeitschriften und die Zeitungen schreiben einmütig: Russland  ist der Aggressor. Wladimir Putin persönlich ist in den Reihen « der gefährlichen Diktatoren »: Slobodan Milosevic, Saddam Hussein, Gaddafi, Baschar al-Аssad, schon aufgeführt Das heißt, er ist schon der Feind. Nicht der einfach der politische Gegner, sondern der persönliche Feind. Der Diktator. Freilich, verwendet man noch nicht das Attribut „blutig“, jedoch in einigen Monaten wird man das ergänzen. Es ist  ein Chor, ein einmütiger Chor, der sich sogar für mich als Überraschung herausgestellt hat.

– Dmitry dе Koschko, ein Veteran der französischen Journalistik russischer Herkunft, hat mir erzählt, dass er die Missgunst gegenüber Russland  auch persönlich beginnt zu spüren. Und wie fühlen Siesich?

 

– Ich habe das Web-Fernsehen, « Pandora TV » gegründet, auf dem ich laut Vereinbarung mit dem Kanal Russia Today, dessen englischsprachigen Materialien verwende. Das war in den letzten zwei Monaten der einzige TV-Kanal, ich betone – der einzige von den Massenmedien, der eine objektive Einschätzung der Information gab. Und vor etwa zwei  Tagen erfolgte der erste persönliche Angriff auf mich, der durch die unabhängige Oppositionszeitung      « Il Fatto Quotidiano » erfolgte: Chiesa arbeitet für Putin, er entstellt  die Realität und bekommt Geld dafür. Das ist schon keine Kritik meiner Worte mehr, sondern  die Anschuldigung besteht darin, dass ich « ein Feind des italienischen Volkes » sei. Was die Bevölkerung betrifft, so habe ich den Eindruck, dass die Stimmung viel weniger Russenfeindlichkeit aufweist, als nach den Massenmedien zu erwarten wäre. Kurz vor unserem Gespräch trat ich im Norden Italiens, in Bergamo auf, wo mir etwa 400 Menschen zuhörten. Die Leute waren verwundert, als sie meine Beschreibung der Situation hörten. Hören und wundern sich. Aber niemand sprach mit mir in feindseligem Ton. Aber wenn Du die Zeitungen liest, den Fernseher einschaltest, ist es völlig anders. Es ist einfach ein Schüren von Russenangst.
– Ich stellte mehrmals fest, dass wenn in Russland oder in Zusammenhang mit Russland in der Welt irgendwelche wichtigen Ereignisse geschehen – sei es die Vertreibung der Jelzingetreuen aus dem Parlament im Oktober 1993, oder die georgischen Ereignisse im August 2008, oder jetzt in der Ukraine – wird der Pluralismus in den westlichen Medien beendet und   amerikanischen, englischen, französischen und, deutschen Medien   beginnen  einträchtig, einen und den selben Satz der Thesen, in der Regel sogar mit Tatsachen, die  nicht bewiesen sind, zu wiederholen. Welche Mechanismen liegen einer solchen Koordination zugrunde?

– Das Wesentliche ist, dass im Westen unter dem Deckmantel die Journalistik die Armee der Propagandisten geschaffen worden ist. Es sind die Millionen von Menschen, die ein Gehalt bekommen, von dem sie die leben. Dort sind viele Leute wissend, aber wenn das Problem ernst wird, entschlüsseln sie sofort, was man sagen muss. Die Journalisten verstehen, dass die Situation gefährlich ist – vor allem für ihre eigenen Taschen – und die Freiheit wird in bestimmten Themen beendet. Dafür sind die Weisungen  von oben garnicht notwendig. Wenn über das nicht formale „Zentrum“ gesprochen wird, so besteht es aus den Zeitungen « New York Times», « Washington Post », dem Fernsehsender CNN, der britischen Nachrichtenagentur „Reuters“ und der US-amerikanischen « Associated Press ». Das sind diese fünf „Zentren“, die den Ton für die ganze Weltpresse angeben. Alle anderen Versionen werden marginal. Hier hat Russland in alle diesen Jahren einen großen strategischen Fehler gemacht. Ihre Führer haben nicht verstanden, dass im Westen keine Stimme existiert, die den Standpunkt Russlands nahe bringen könnte. Das fehlt vollständig. Wir haben keine alternative Version der Ereignisse aus der Sicht Russlands.

Es gibt kein Fernsehen, es gibt keine Zeitungen, es gibt kein solches Instrumentarium. Oder sie sind unbedeutend. Da ergibt es sich eben, dass alle 60 Millionen Italiener im Laufe von zwei Monaten der Entwicklung der ukrainischen Krise nur eine Stimme hörten.
Gefährlich wird es, wenn die Politiker beginnen, der eigenen Propaganda zu glauben.

– Die Bürger verschiedener Länder vermuten nicht selten, dass ihre Führer  Unsinn daherreden, aber dabei scheint es ihnen, dass die staatlichen Personen über irgendwelches höchstes, den einfachen Sterblichen unzugängliches Wissen verfügen, weshalb sie geneigt sind, ihnen zu vertrauen. Gibt es ein solches « sakrales Wissen »?
– Nein. Ich kenne viele Abgeordneten des italienischen Parlamentes, kluge und gebildete Leute. Das ist nicht die Mehrheit, sondern die Minderheit. So etwas gibt es bei ihnen nicht. Und bei den übrigen fehlt sogar das elementare Verständnis vollständig. Sie wissen, zum Beispiel nicht, dass in der Ukraine 10 Millionen Russisch Sprechende, fast 20 % der Bevölkerung, leben. Wie können sie richtige Beschlüsse annehmen? Sie lesen dieselben Zeitungen und sehen dieselben Fernsehkanäle, die der Mensch von der Straße sieht, und bekommen von dort die Information. Zwei Tage vor dem Sturz von Janukowitsch traf ich mich im Cafe mit 3 Abgeordneten und 2 Senatoren von der oppositionellen Bewegung « Fünf Sterne » , eine ganz neue Partei, die im letzen  Jahr 25 Prozente der Wählerstimmen erhielt und 173 neue Senatoren und Abgeordnete in das Parlament gebracht hat. Das bedeutet, es sind Leute von der Straße, die   sich plötzlich als Gesetzgeber eingefunden haben. Als  ich auf  deren Fragen über die Ukraine antwortete, sahen sie mich an,  als ob ich vom Mars käme. Ihr habt die Zusammenstöße auf dem Maidan gesehen, aber das italienische Publikum sah diese größtenteils nicht.
Wie viele Abgeordnete des italienischen Parlamentes wissen, dass 53 % des russischen Gases durch die Rohrleitungen über die Ukraine geht? Fast niemand. Als ich begann, diese der Sache zu erzählen, waren sie verwundert. Und wenn ich gesagt habe, dass die US-Amerikaner jetzt die Ukraine ergreifen und dadurch die Kontrolle über das Gasventil bekommen, wusste dort aber niemand von ihnen etwas darüber, dass der Beintritt der Ukraine zur NATO nahe liegt. Einer von ihnen hat  gesagt, wenn die Situation so ist, möchten wir dich zum Zuhören in die Kommission des Senates für Auswärtige Angelegenheiten einladen. Auf diese Einladung warte ich bis jetzt. Ich war Abgeordneter des Europäischen Parlamentes im Jahre 2008, als der Krieg Georgiens gegen Südossetien stattfand. Die Mehrheit von meinen Kollegen wusste nicht, wo sich Georgien befindet. Sie kannten die Existenz Südossetiens, Abchasiens nicht. Wie sie können entscheiden, wie können sie Maßnahmen ergreifen, wenn sie die elementaren Dinge nicht wissen.
Doch nehmen wir Obama. Ich will nicht beleidigend sein, aber das intellektuelle Niveau jener Leute, die Obama Ratschlage erteilen,  ist so niedrig, dass sie überhaupt nicht bewerten können, was Putin bewegt, oder die reale politische Situation in Russland richtig verstehen, geschweige denn jene in der Ukraine.  Frau Nuland (Stv. Staatssekretärin für Europäische und Euroasiatische Angelegenheiten– Red.) ist ein unbedeutender Mensch. Sie weiß nichts, sie sagt vollkommen sinnlose Sachen. Vor 20 Jahren hätte sich eine solche Persönlichkeit auf der Ebene eines stellvertretenden Ministers für auswärtige Angelegenheiten US-Amerikas niemals durchgesetzt. Ich bin überzeugt, dass auch die Hälfte der US-amerikanischen Senatoren nur mit Mühe weiß, wo sich die Krim befindet.

– Obama, ist allgemein gesprochen, kein böser oder dummer Mensch. Kann es sein, wenn   er einen intensiven Kontakt mit Putin pflegen würde, dass es letzterem gelingen könnte, ihm alles zu erklären und der US-amerikanische Präsident  seine Politik in  Übereinstimmung mit der Realität bringen würde?

 

– Erstens, wird es ihnen an der Zeit fehlen. Es ist ein 7-Tages-Seminar hier nötig. Aber auch danach, was würde Obama tun? Er würde zu seinen Leuten zurückkehren und  dorthin gehen, wo ihm diktiert wird. Obama steuert die Situation nicht. Er hat eine riesige Vollmacht, aber ich denke, dass die Mehrheit der Ereignisse an ihm vorbeigeht. Somit ist es naiv damit zu rechnen, dass Putin ihn überzeugen kann. Da sind die verschiedenen Ebenen der intellektuellen Fähigkeiten der Politiker.
Je US-Amerika schwächer ist, desto böswilliger wird es.

– Bei uns wird besonders über die Sanktionen, die der Westen uns wegen Ukraine auferlegt, diskutiert. Viele rechnen damit, dass die Welt zum          « kalten Krieg » zurückkehrt. Andere sagen, dass « der kalte Krieg » nur eine Episode im Kampf Westens gegen Russland war. Und, nachdem die UdSSR aufgegeben wurde, begann hier bereits ein noch härterer  « warmer Krieg » gegen Russland an. Jetzt ist er in eine neue Phase getreten. Ist das auch Ihre Meinung?

 

– Ich denke, dass es eine neue Phase ist. Der Vergleich mit dem « kalten Krieg » ist falsch. Der Unterschied  liegt nicht nur darin, dass die Sowjetunion der reale politische Gegner war. Damals war US-Amerika stark. Jetzt geschieht etwas vollkommen anderes. Die US-amerikanische Vorherrschaft wurde beendet. Der Kaiser gibt immer noch Befehle aus,  aber die Empfänger – in erster Linie Russland und China – lehnen es ab, diese zu erfüllen. Es ist das Ende des Imperiums eben. US-Amerika ist heute schwach, befindet sich in der Gefahr, dass es seine Schulden nicht  bezahlen kann. Und Russland  ist unbegrenzter Spielraum, es ist Energie, es sind die Naturschätze für dreihundert Jahre Zukunft. Dabei denken die US-Amerikaner – beim gegenwärtigen intellektuellen Niveau – dass sie die Bedingungen immer noch diktieren können. Deshalb gehe ich davon aus, dass US-Amerika jetzt viel gefährlicher ist.
 Sie attackieren euch in der Ukraine. Putin  befindet sich in einer  schwierigen Situation und ich denke,  dass er eine solche Entwicklung der Ereignisse nicht erwartet hatte. Aber gleichzeitig gibt Putin offenbar schon das deutliche Signal – wir werden nicht zurückweichen. Und die US-Amerikaner reagieren darauf so: Das bedeutet, wir werden Euch zerbrechen. Es schon nicht mehr « der kalte Krieg », der erste Schritt zum « heißen Krieg » ist getan. Ich denke, eine solche Situation zu unterschätzen wäre sehr gefährlich. Die Rückkehr zu den früheren ruhigen Beziehungen mit US-Amerika wird es nicht geben. Dies ist der Anfang einer gigantischen globalen Krise.

–  Ende 1990 haben Sie das Buch geschrieben « Lebe wohl,  Russland! ». Es war Ihre Ablehnung des neuen Landes, das, wie Sie sagen, anerkannte, sich selbst besiegt zu haben, um kolonisiert zu werden. Jetzt hoffe ich, Sie verabschieden sich nicht mehr von Russland?

 

– Jetzt gibt es mir eine bestimmte Hoffnung, weil ich sehe, dass Russland versteht und das Staatsoberhaupt Russlands versteht, mehr  darf man nicht zurückweichen, sonst hat man keinen Platz. Denn wenn ihr zurückweicht, so werdet ihr zerstört, persönlich und physisch. Deshalb zum ersten Mal in den letzten 30 Jahren gibt es Widerstand, den realen Widerstand. Ich gehe davon aus, dass es sehr wichtig ist, weil es in drei – vier Jahren  zu spät sein wird.
Ich hoffe, dass Russland in diesem Widerstand nicht einsam bleiben wird. Wenn China auf der Szene erscheint, wird der Widerstand noch stärker sein. Die übrigen Riesen können die schwergewichtige Rolle noch nicht spielen – ich meine Indien, Brasilien, obwohl sie schon geneigt sind, gegen US-Amerika aufzustehen, es fehlt ihnen aber noch an Stärke, ihre Kräfte reichen noch nicht aus. Aber die Zeit spielt jetzt für Russland, erstens, und zweitens für China. Deshalb eine solche Frage: Ist Europa schon endgültig verloren?

Vor wem fürchtet sich Europa? Und wie würden Sie selbst diese Frage beantworten?

 

– In Europa ist jetzt eine antieuropäische Bündnisbewegung auf der rechten Flanke erschienen. Marine Le Pen   in Frankreich, die Euroskeptiker in anderen Ländern. Ich werde etwas widersprüchlich  sagen, dass dies negative Erscheinungen sind. Nehmen wir an, morgen gewinnt Frau Le Pen die Wahlen und Frankreich tritt aus der EU aus. Ich gehe davon aus, dass diese Abschwächung Europas aber zugunsten US-Amerikas erfolgt. Ein zerstückeltes Europa  wird nichts selbständig machen. Und ich denke, dass es im Gegenteil für Russland und für Europa außerordentlich wichtig wäre, Europa nicht zu zerbrechen, sondern die Voraussetzungen für die große strategische Allianz zu schaffen. Und ich rechne, dass der Angriff auf die Ukraine gleichzeitig ein Schlag gegen Russland und gegen Europa ist. Um Europa zu schwächen und unter die Protektion US-Amerikas zurückzubekommen. Deshalb hätte ich vorgezogen, ein Europa zu sehen, das aus dieser Krise erscheint und zum ersten Mal in der modernen Geschichte beginnt, selbständig zu denken. Aber jetzt befindet sich Europa in einer solchen Situation, in der die rechten Kräfte Europa zerbrechen wollen, und andere Kräfte, die  ein demokratisches Europa schaffen wollten, sehr zersplittert und getrennt sind. Deshalb wird im Europarlament, das im Mai gewählt werden wird, die sehr kleine Gruppe der Leute, die fähig sind, in dieser Richtung zu überlegen, nicht mehr 10 % betragen.

– Das europäische Bündnis heute – der mächtige Block, im Prinzip, sowohl ökonomisch als auch politisch fähig mit den Vereinigten Staaten zu wetteifern. Was fürchtet es? Doch nicht etwa die russische Bedrohung …

 

– Praktisch hängt ganze Finanzstruktur Europas von den Vereinigten Staaten Amerikas ab. Die City (das weltumfassende Finanzzentrum in London – Red.) ist eine Stütze US-Amerikas in Europa. Die Wallstreet und die City haben alle europäischen Finanzriesen Amerika untergeordnet. Das erklärt, warum die Kanzlerin Frau Merkel so offensichtlich für US-Amerika arbeitet, trotz der Unzufriedenheit aller großen deutschen Warenproduzenten. Der Kapitalismus in Westen wurde hundertprozentig in den Finanzkapitalismus umgewandelt. Diejenigen, die Maschinen herstellen, sei es sogar «Mercedes» und «Volkswagen», bestimmen die Situation nicht mehr. Die Situation bestimmen die Finanzstrukturen.
Europa – was kann es entscheiden? Das europäische Parlament ist im Wesentlichen nicht bevollmächtigt, Beschlüsse  anzunehmen. Und die „Triade“, oder die „Drei“ – der Internationale Währungsfonds, die Europäische Zentralbank und die Eurokommission – drei Strukturen, die niemand wählte. Eine dieser Strukturen ist sogar nicht europäisch. Der Internationale Währungsfonds ist Amerika, im Wesentlichen. Die Zentralbank Europas ist ein US-amerikanisches Konglomerat von Goldman Sachs, J. P. Morgan, Bank оf Amerika, Deutsche Bank, Paribas, und Union Crédit Suisse. Das ist die Macht. Europa in den Händen der großen Finanzkreise. Das erklärt alles, was vor sich geht.

 

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Syrische Halsabschneider zur Verstärkung ukrainischer Regierungstruppen

Posted by krisenfrei - 09/05/2014

Syrische Freiheitskaempfer Kopfgalerie Islamisten Demokraten Syrien Ukraine Frieden Freiheit Demokratie Kopf in Kochtopf abkochen

von WiKa (qpress)

Mord & Totschlag: Wir alle hier in Europa haben scheinbar noch immer nicht korrekt verstanden wie Demokratie und Freiheit wirklich funktionieren, vor allem aber, auf welch seltsame Art und Weise sich dieses Doppelpack seinen Weg bahnt. Man könnte auch sagen, wir haben es nach den 30er Jahren einfach nur wieder verlernt, verdrängt oder gar abtrainiert bekommen. Aber jetzt stehen sie brutal ehrlich und blutig wieder vor der Haustür Europas, Demokratie und Freiheit und verlangen nach Einlass. Nach dem Willen hochkarätiger Strategen sollen sie endgültig ihren Durchbruch auch innerhalb der EU feiern. Die Ukraine wird die Wiege / Gebrutsstätte dieser neuen, wunderbaren braunen Demokratie werden.

 

Aber nehmen wir gleich des Pudels Kern in Angriff, den Anlass unserer heutigen Betrachtung zur bösonderen Redemokratisierung Europas. Dazu müssen wir uns nur klarmachen wer unsere wirklichen Freunde in dieser bös…artigen Welt sind. Ganz weit vorne rangieren da auch die Saudis. Bei denen handelt es sich um ausgewiesene Demokratiekenner und sie tun wirklich sehr viel für die Demokratisierung dieser Welt. Auch wenn dieses Engagement nicht gänzlich frei von religiösem Eifer ist, wie derzeit in Syrien, wo es sich zum guten Brauch entwickelt den missliebigen, undemokratischen, ggf. andersgläubigen Menschen den Kopf abzuschneiden. Das muss tatsächlich etwas mit verkürzter Ehre und verkapptem Glauben zu tun haben, soll aber unbedingt dem Frieden und der Freiheit in Syrien dienlich sein, wenigstens wenn man die Köpfe hernach „halal“[Wikipedia] abkocht. So müssen gerade wir hier in Deutschland das Engagement der Saudis in dieser Sache besonders würdigen, schließlich sind sie potente und willige Abnehmer der edelsten in Deutschland hergestellten Friedenstechnik.

Ohne weiter auf die bisherige, segensreiche Zusammenarbeit von USA und Saudi-Arabiens in Syrien einzugehen, scheint es konkrete Bemühungen zu geben, nun auch der ukrainischen Demokratie mit derlei befruchtenden Einflüssen auf die Beine zu helfen. Noch immer tun sich die Ukrainer sehr schwer damit ihre vormaligen Nachbarn, die Russen, anständig zu massakrieren. Man hat viel zu lange Tür an Tür gelebt, so etwas hinterlässt soziale Spuren, die bei hemmungslosen Gewaltorgien kontraproduktiv wirken.Syrische Freiheitskaempfer Kopfgalerie Islamisten Demokraten Syrien Ukraine Frieden Freiheit Demokratie

Hier werden die syrischen Freiheitskämpfer und kampferprobten Bürgerkriegsteilnehmer (aus nicht weniger als knapp 40 Nationen) ein wenig aushelfen und für die nötigte wie eskalierende Stimmung in der Ost-Ukraine sorgen, wie hier berichtet wird: S. Arabia Relocating Takfiri Fighters from Syria to Ukraine[FarsNews]. Rechts so ein Bewerbungsbild, welches die handwerklichen Fähigkeiten dieser Spezies eindrucksvoll unter Beweis stellt. Immerhin haben die Saudis und auch die USA eine UN-Menge an Geld in diese Typen investiert, wäre doch einfach zu schade wenn das keine entsprechende Wirkung entfalten könnte, bzw. derlei Potential ungenutzt bliebe.

Syrien ist im Moment nicht wirklich angesagt, sodass diese edlen Freiheitskämpfer, die sich speziell auf die syrische Freiheit konzentriert haben, auch leihweise in der Ukraine den Grundwerten von Demokratie und Freiheit auf die Sprünge helfen können. Aus Sicht der USA und der EU ist auch das zu begrüßen, würde man sonst soviel Steuergeld für diese multinationalen syrischen Bürgerkriegsteilnehmer aufwenden? Selbst in Saudi-Arabien zum Tode verurteile Mörder können sich durch derlei soziales Engagement wieder rehabilitieren und Gutes vor Allah bewirken.

Nun, wir wissen wie gehemmt die Europäer sein können, wenn es um knallharte Fakten und ums korrekte Schächten UN-Gläubiger Typen geht, die einfach nicht nach den angesagten Regeln spielen wollen. Die Faschisten in der Ukraine kennen die Regeln bereits und machen alles ziemlich korrekt auch für die soufflierenden Geheimdienste aus den Gutmenschenländern, aber mit den Massakern kommen sie einfach nicht so recht voran. Hier schlägt nun die große Stunde der syrischen Freiheitskämpfer, die im jetzigen Bedarfsfall ebenso gute und waschechte ukrainische Patrioten abgeben, sofern der Sold stimmt.Syrische Freiheitskaempfer schneiden eigenem Kaempfer den Kopf ab Islamisten Demokraten Syrin Ukraine Frieden Freiheit Demokratie Da ist es auch nicht so schlimm wenn man mal einem Typen aus den eigenen Reihen versehentlich den Kopf abschneidet, wie es in Syrien mit dem rechts gezeigten Kopf der Fall war. Analog kursierte schon ein nicht zu verifizierendes Video, wonach vom rechten Sektor in der Ukraine tatsächlich schon das Kopfabschneiden an Russen geübt wird.

Aber mit der fachlichen Unterstützung der nun importierten Spezialisten aus Syrien könnte die ganze Geschichte doch noch die gewünschte gewünschte Dynamik entfalten. Wichtig ist nur, dass die Russen Schuld an dem Desaster sind. Wenn also lange und intensiv genug gereizt wird, Russen in vermehrtem Umfang auf diese gottesfürchtige Art massakriert werden, könnte man vielleicht doch noch den russischen Bären aus seiner Höhle locken und zu einem Einmarsch in die Ost-Ukraine bewegen. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass exakt dieses Spiel genau in diese Richtung getrieben werden soll. Immerhin kennen wir doch die unendliche Demokratieverliebtheit der Saudis und der Amis nur zu genau, gelle!

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