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Bürgerkrieg für 17 Milliarden Dollar

Posted by krisenfrei - 04/05/2014

von Wolfgang Arnold (saarbruecker)

Der Kredit des IWF an die Ukraine über 17 Milliarden wird nur ausgezahlt, wenn die Regierung in Kiew die pro-russischen Separatisten aus der Ost-Ukraine vertreibt. Noch keine drei Tage nach diesem IWF-Ultimatum hat der Präsident der Ukraine zwei wichtige Entscheidungen getroffen.

1. Die Leitung der Operation gegen die pro-russischen Kräfte in der Ost-Ukraine wurde dem Interimsinnenminister Arsen Awakow entzogen. An dessen Stelle wurde dem Chef des ukrainischen Sicherheitsdienstes Valentin Naliwaitschenko die heikle Spezialaufgabe übertragen.
2. Der Präsident der Übergangsregierung wird im Parlament über die Wiedereinführung der Wehrpflicht abstimmen lassen.

Die Aktion unter Leitung des Valentin Naliwaitschenko ist offenbar angelaufen. Aus dem Gebiet um Slavjansk werden heftige Kämpfe gemeldet. Zwei Hubschrauber der ukrainischen Armee seien bereits abgeschossen. Bericht in TheGuardian: Ukraine clashes: dozens dead after Odessa building fire.

Inzwischen eskaliert der Konflikt in Odessa. Straßenkämpfe mit Toten und Verletzten. Kämpfe auch in Donezk. Noch hält sich Putin zurück. Wann sagt er seiner Truppe „Dawai!“?

(Karte bei zerohedge gefunden. Zum Artikel bei zerohedge bitte auf die Karte klicken)

Das russische Außenamt erklärt, die Kiewer Regierung werde die volle Verantwortung dafür zu tragen haben, wenn die Situation eskaliert.

Ein Anführer der Separatisten behauptet, es wurden sogar vier ukrainische Hubschrauber abgeschossen. Der Staatssicherheitsdienst der Ukraine bestätigt dagegen nur den Abschuss eines Mi-24 Hubschraubers. Es gab Tote und Verletzte auf beiden Seiten. Es dürfte das Vorspiel gewesen sein. Sobald am Freitagnachmittag die Märkte der 120.000 Einwohner-Stadt schließen, dürfte der Angriff erfolgen. Die russische Regierung bezeichnet das Vorgehen des ukrainischen Militärs als Strafoperation und kriminelle Handlung. Die Ukraine entgegnet, der Einsatz von Flugabwehr-Raketen belege, dass unter den Separatisten nicht nur zivile Kräfte am Werke sind. (Dabei muss im Auge behalten werden, dass in den letzten Tagen viele Soldaten der ukrainischen Armee zu den Separatisten übergelaufen sind. Sie dürften auch Waffen mitgenommen haben.)

Jedenfalls darf das Genfer Abkommen vom 17. April als gescheitert betrachtet werden.

Die Ost-Ukraine dürfte für die Interessen und Ziele der westlichen Drahtzieher verloren sein. Was steckt hinter dem Ultimatum, mit dem der IWF der Regierung in Kiew eine Pistole auf die Brust setzte? Es darf davon ausgegangen werden, dass niemand beim IWF an einen Erfolg der Strafoperation glaubt. Es muss eher davon ausgegangen werden, dass man nicht nur die Eskalation zum Bürgerkrieg wünscht, sondern das Eingreifen Russlands provozieren will. Wie schon an früherer Stelle vermutet, wird der russische Präsident dieser Provokation nicht ausweichen können. Da die Sanktionen an Grenzen stoßen und gegen ihre Verursacher stärker zu wirken drohen als gegen Russland, wird jetzt ein anderer Weg gesucht, um ans Ziel zu gelangen, nämlich eine eurasische Allianz endgültig zu verhindern. Die Ukraine gilt als der Schlüssel für diese Aufgabe. Wenn sich in Westeuropa eine neue Angst vor einem russischen Aggressor breit macht, wird es für die nahe Zukunft keine eurasische Allianz geben. Nur eine eurasische Allianz könnte die Vormachtstellung der USA in der Welt gefährden.

Die 17 Milliarden Dollar des IWF, die zum großen Teil auch von den Westeuropäern aufzubringen sind, dürften damit im Sinne der Vereinigten Staaten gut angelegt sein. Dabei wird man es nicht unbedingt bis zum Krieg zwischen Russland und Nato kommen lassen. Die kommende Auseinandersetzung reicht aus, um Russland langfristig zu diskreditieren und einen Buhmann zu haben, der Schuld trägt, wenn demnächst Banken und Staaten unter ihrer Schuldenlast zusammenbrechen.

In Frankreich muss man vor der Verschlechterung der Lage am meisten zittern. Französische Banken sind lt. der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Russland am stärksten engagiert.

Derweil eskaliert nach neuesten Berichten die Situation in Odessa, wo es zu heftigen Zusammenstößen zwischen ukrainischen und pro-russischen Kräften kommt. Bilder hier.

Die Kämpfe zwischen Regierungskräften und pro-russischen Protestieren escalieren bedrohlich. Wo verläuft die rote Linie für Wladimir Putin? 

Es kann durchaus sein, dass der IWF am kommenden Montag schon seine Hilfszusage für die Ukraine zurückzieht. In diesem Fall kann die Ukraine die Gazprom-Rechnungen nicht bezahlen. Russland wird den Gashahn zudrehen und auch in Westeuropa wird vermutlich der Druck in den Gaspipelines sinken.

In Paris und Rom fliegen Steine und Feuerwerkskörper als Protest gegen Sparmaßnahmen und Einschränkungen bei den Sozialetats. Die Beamten wollen ihre warmen Sessel nicht aufgeben und die Kappung von Privilegien öffentlich-(un)rechtlich Bediensteter ist höchst unpopulär.

Aus Angst vor der Reaktion ihrer Bevölkerungen greift man lieber tiefer in die Geldtöpfe der EZB. Was auf die Deutschen beim Zusammenbruch dieser Strategie zukommt, steht in diesem Buch.

 

 

Richtig vorsorgen, clever tauschen – darauf könnten wir unter Umständen schon bald angewiesen sein. 

Höchste Zeit, sich mental und physisch vorzubereiten.

 

(Klick auf jedes Cover führt zu Infos u. Bestelladresse)

 

 

 

Eine Vision der kommenden Ereignisse.
Wie Menschen lernen durch festen Zusammenhalt und energisches Zupacken in Gemeinschaft die Krisenjahre halbwegs zu überstehen.

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Eine Antwort to “Bürgerkrieg für 17 Milliarden Dollar”

  1. Hat dies auf deutsch769 rebloggt und kommentierte:
    So sieht es aus!

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