krisenfrei

Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

Archive for 29. April 2014

Renten-Rubel

Posted by krisenfrei - 29/04/2014

von Michael Winkler (479. Pranger)

Betrachten wir als erstes eine Minimal-Gesellschaft aus zwei Steinzeitmenschen. Fragen der Fortpflanzung klammern wir aus, es geht nur ums Geld. Ritschie soll alles Geld der Welt besitzen, 100 Zahlungseinheiten. Das können Goldstücke, Glasperlen, Kaurimuscheln oder die Panzer von Schmuck-Kakerlaken sein. Dies sind die Ersparnisse seines Lebens, denn Ritschie ist schon ein wenig angejahrt. Sein Geschäftspartner, der junge und kräftige Fleissi, handelt sehr zivilisiert, denn er benutzt nicht die Keule, sondern schließt einen Vertrag. Er bekommt die 100 Zahlungseinheiten als Kredit, und muß viermal 30 Zahlungseinheiten zurückgeben.

Da es eine sehr kleine Welt ist, kauft Fleissi mit den 100 Zahlungseinheiten Ritschie dessen Steinbeil ab. Damit steigt Fleissi zum Unternehmer und Produzenten von Bauholz auf. Da er der einzige Anbieter ist, kauft Ritschie ihm immer wieder Holz ab. Fleissi spart und zahlt termingerecht zurück. Am Ende des Zyklus hat Fleissi seine Schulden bezahlt, mit 20% Zinsen, und es sind immer noch genau 100 Zahlungseinheiten. Die Zinsen haben also die verfügbare Geldmenge nicht erhöht, es gab keine Inflation.

Dies ist eine Folge der nicht vermehrbaren Geldmenge. Die Zahlungseinheiten sind ausschließlich physisch vorhanden, greifbar, transportierbar und lokalisierbar. Dies war der Stand einer frühzeitlichen Entwicklung. Wenn Sie als Münchner bei einem Hamburger Versandhaus etwas bestellen, schicken Sie die Bezahlung als ein Säckchen voller Münzen zurück.

Die moderneren Zeiten wurden durch zwei Berufe eingeführt, dem Geldwechsler und dem Goldschmied. Der Geldwechsler hatte ursprünglich die Funktion, fremde Münze in einheimische umzutauschen. Wenn alle Händler der Stadt nur die Kölnische Mark kennen, mußten Kaufleute aus Florenz oder Venedig ihre Münzen umtauschen. Goldschmiede hingegen besaßen notgedrungen Geldschränke, um ihren Werkstoff aufzubewahren.

Geldwechsler haben mit der Zeit eine besondere Dienstleistung angeboten, das Giralgeld. Ein Kaufmann zahlte bei einem Geldwechsler in Köln seine Silbermark ein, erhielt eine Quittung und zog mit leichtem Gepäck gen Süden. Gegen diese Quittung erhielt er in Florenz den Gegenwert in Florin oder in Venedig Zechinen. Auch die Goldschmiede haben eine neue Dienstleistung angeboten, die Aufbewahrung der Ersparnisse für Personen, die sich keine Geldschränke leisten konnten. Der Goldschmied stellte für das hinterlegte Münzgeld eine Quittung aus.

Diese Quittungen erfüllten die Funktion der heutigen Banknoten. Wenn es sich ein Kölner Handelsreisender in Augsburg anders überlegte und dort ein Haus oder andere Liegenschaften erwerben wollte, brauchte er nur einen Händler zu finden, der nach Venedig wollte und ihm seine Kölner Quittung auszahlte. Und wer am Ort einem Dritten Geld schuldete, konnte dieses Geld beim Goldschmied abholen oder eben die Quittung übergeben, wodurch sein Gläubiger berechtigt war, sich dieses Geld zu holen. Damit war der bargeldlose Zahlungsverkehr erfunden.

Bisher geht alles ehrlich zu, aber da der Ehrliche der Dumme ist, haben findige Geldwechsler und Goldschmiede bald neue Erwerbsquellen entdeckt: das Kreditwesen. Das Mittelalter liegt hinter uns, die christliche Moral ist eine andere geworden. Nun durften auch ehrbare Christenmenschen das jüdische Gewerbe des Geldverleihens ausüben. Die Geldwechsler und Goldschmiede wurden zu Bankhäusern, welche die Einlagen ihrer Kunden an andere Kunden ausliehen. Die Erkenntnis, daß nur wenige Kunden ihr Geld abholten, erlaubte es diesen Bankiers, einen größeren Teil dieses Geldes gegen Zins zu verleihen.

Wir stehen hier noch vor der Schwelle. Der Goldschmied hat 10.000 Dukaten in seinem Tresor, er verleiht 7.000 Dukaten, die tatsächlich physisch vorhanden sind und schließlich physisch zu ihm zurückkehren, mit 500 neuen Geschwistern als Zinsen. Betrogen werden nur die Anleger, die für das Geld, das verliehen worden ist, Aufbewahrungsgebühren bezahlen. Anders als bei Ritschie und Fleissi kehrt das gehandelte Geld selbst nicht mehr in den Zahlungskreislauf zurück, denn das liegt fest. Nur die Zinsen kann der Bankier in den Geldumlauf zurückgeben.

Dank des Giralgelds können wir nun die Schwelle überschreiten. Der Bankier kann seinen Geldbestand mehrfach verleihen, indem er ihn nicht physisch verleiht, sondern in Form seiner „Banknoten“, also der umlaufenden Schuldscheine. Die 10.000 Dukaten bleiben im Tresor, dafür laufen 50.000 Dukaten als Papiergeld um. Bei einem normalen Geschäftsgang erhält der Verleiher schließlich die vollen 50.000 Dukaten zurück und darauf sogar noch Zinsen!

Der Bankier steht mit einem Bein im Schuldturm, er riskiert sogar die noch härteren Strafen der damaligen Zeit. Er spielt um höchsten Einsatz, aber auch um höchste Gewinne. Er verleiht sein Geld nach sorgfältiger Prüfung und gegen Sicherheiten, das heißt, im Fall der Insolvenz seines Schuldners kann er dieses Geld eintreiben. Sein Risiko ist jedoch der „Bank-Run“, der Sturm auf sein Kontor, bei dem alle Halter seiner Banknoten gleichzeitig ihr Geld zurückhaben wollen. Ein solcher „Bank-Run“ findet jedoch nur selten statt.

Ich muß an dieser Stelle eines anmerken: Der „ehrliche“ Schuldschein unterscheidet sich nicht im geringsten von einem „betrügerischen“ Schuldschein. Der Einzahler bekommt ein Papier, das ihn berechtigt, zehn Dukaten in bar ausbezahlt zu bekommen, genau wie der Kreditnehmer. Im gezeigten Fall laufen 10.000 „ehrliche“ Papierdukaten und 50.000 „erschwindelte“ Papierdukaten um. Betrachten Sie das als hoch? Banken arbeiten heutzutage mit der zehnfachen Kreditsumme! Mindestreserve und Basel-Kriterien erlauben dies.

Bei normalem Geschäftsgang wird der Bankier unverschämt reich, da das aus dem Nichts geschaffene Kapital tatsächlich erarbeitet und bei ihm eingezahlt wird. Sein Gewinn sind allerdings nicht die 50.000 neu erschaffenen Dukaten, denn die gehören jenen Leuten, die seine Banknoten besitzen. Sein Gewinn sind die Zinsen, die diese Banknoten erwirtschaften, bis die Kredite getilgt sind.

Der Bankier und seine Kollegen müssen jedoch Maß halten, wenn sie schneller neues Geld ausgeben, als der Gegenwert erarbeitet werden kann, entsteht ein Geldüberhang und schließlich Inflation. Bis 1914 gab es einen weltweiten Goldstandard, bei dem jede Banknote gegen Gold im aufgedruckten Wert eingelöst werden konnte. Der Erste Weltkrieg ließ sich jedoch nur über die Notenpresse finanzieren, das heißt, die Einlösbarkeit wurde aufgehoben und hemmungslos Geld gedruckt. Kriegsanleihen und „Gold gab ich für Eisen“ dienten ebenso wie die Warenbewirtschaftung mittels Lebensmittelkarten und Bezugsscheinen dazu, das Geld abzuschöpfen und den inflationären Druck abzumildern.

In normalen Zeiten ist die Betrugsgeldschöpfung nichts Verwerfliches. Sie als Kreditnehmer bekommen eine 100.000 Euro Hypothek. Dieses Geld wird aus dem Nichts geschaffen, 30.000 Euro erhält der Grundstückseigentümer, 30.000 Euro der Baustoffhandel, 30.000 Euro die Bauarbeiter und 10.000 Euro der Staat für seine diversen Gebühren. Das Geld fließt als Löhne und sonstige Entgelte in den Wirtschaftskreislauf. Und Sie erhalten dafür ein Haus, das Sie „abstottern“ müssen, also ebenfalls einen realen Gegenwert. Sie tilgen Ihre Schulden, und die Bank verdient sich an den Zinsen dumm und dämlich.

Obwohl die Zinsen in einem gewissen Umfang durchaus gerechtfertigt sind, denn da nicht alle Kreditnehmer ihre Darlehen zurückzahlen können, müssen die Zinsen die Kreditausfälle abdecken. Erst wenn die Gier einsetzt, entstehen Probleme. „Subprime“-Hypotheken sind Hypotheken, die an Personen vergeben worden sind, die sich diese Hypotheken nicht leisten können. Für diese Hypotheken werden hohe Zinsen verlangt, da das Ausfallrisiko ebenfalls hoch ist. Anders ausgedrückt: die wirtschaftlich Schwächsten werden gnadenlos ausgebeutet. Im Finanzkasino kann man Versicherungen für diese „Subprime“-Kredite erwerben, um das Ausfallrisiko zu minimieren. Damit wird ein Schacht abgestützt und an anderer Stelle eine Mine gelegt.

Die Gier der Banken, ihrer Aktionäre und ihrer Angestellten haben das komplette Finanzsystem in ein Kartenhaus verwandelt, das jederzeit einstürzen kann. Risiken wurden eingegangen, ohne Maß und Ziel. Eine derartige Entartung wird immer korrigiert, und die Korrektur verläuft äußerst schmerzhaft. Im heutigen Geldsystem sind Kredite der Einen die Guthaben der Anderen, und wenn die Kredite wegbrechen, weil die Schuldner nicht mehr bezahlen können, wird das Geld der Gläubiger vernichtet.

Eine radikale, höchst schmerzhafte Korrektur gab es in Deutschland 1923. Damals wurde hemmungslos neues Geld geschaffen, indem es einfach gedruckt wurde. Dieser Schwall neuen Geldes entwertete das vorhandene Geld fortwährend, es kam zur Hyperinflation. Die Menschen bezahlten mit Millionen und schließlich mit Milliarden, am Ende wurden eine Billion Inflationsmark zu einer einzigen neuen Rentenmark.

Die Kriegsgewinner haben ihr Geldproblem anderweitig gelöst, nicht weniger schmerzhaft. Im Rahmen der Weltwirtschaftskrise, in den Jahren 1929 bis 1939, wurde das Geld brutal abgeschöpft, mittels wirtschaftlicher Depression und Massenarbeitslosigkeit. Erst der Zweite Weltkrieg beendete diesen Niedergang. In der Weltwirtschaftskrise wurde die Rückkehr zum Goldstandard eingeleitet, also die Rückkehr zu den Zuständen des Jahres 1913. Das Deutsche Reich konnte diesen Weg nicht mitgehen, da es im Versailler Vertrag weitgehend ausgeplündert worden war.

Der Zweite Weltkrieg führte zum Vertrag von Bretton Woods, der eine neue Form des Goldstandards einführte: Der US-Dollar wurde ans Gold gebunden, alle anderen Währungen am Dollar bemessen. Die geliebte D-Mark definierte ihren Wert über den US-Dollar, der seinen Wert wiederum übers Gold definierte. Dieses System hielt sich bis 1971. Die USA hatten sich selbst demontiert, zu viele Ausgaben für ihr Imperium getätigt, um ihre Währung weiterhin mit Gold unterlegen zu können. Aus der Weltleitwährung wurde eine Weltreservewährung, was dem Dollar immer noch zahlreiche Privilegien verleiht, ihn aber trotzdem vom Thron des Weltherrschers geholt hat.

Bei der Leitwährung verkauft ein italienischer Autobauer seine Waren gegen einen Lire-Preis, schaut in die Tabelle, wie viel das in der Leitwährung Dollar ist, und rechnet anhand einer anderen Spalte aus, wie viel D-Mark der Käufer zu zahlen hat. Bei einer Reservewährung kann der Handel in Lire, D-Mark oder Dollar abgewickelt werden, falls sich die Geschäftspartner auf keine andere Währung einigen können. Die Leitwährung verpflichtet, die Reservewährung bietet den Kompromiß.

Seit 1971 sind die wichtigsten Währungen der Welt nur noch durch Treu und Glauben gedeckt. Wobei dies bei dem Dollar der Glaube an die Schlagkraft der US-Marines ist. Das Geld entsteht durch eine Buchung, bei der gleichzeitig Schulden und Guthaben entstehen, wobei die Schulden auch noch zinspflichtig sind.

1923 waren die Währungen zumindest nominal noch gedeckt, es wurde also so getan, als gäbe es in den Tresoren der Nationalbank genug Gold, um jede Banknote auszahlen zu können. Im Deutschen Reich war das jedoch nicht der Fall, deshalb wurde die Rentenmark durch eine neue Idee gedeckt: Durch das Vermögen des Reiches an Grund und Boden und die Arbeitskraft des Deutschen Volkes. Die Banknote wurde damit von einem Anteilsschein auf das Gold der Notenbank zu einem Anteilsschein auf die Wirtschaftskraft des Reiches.

Die alte Banknote war gewissermaßen ein Pfandbrief, ein Recht auf Gold, die neue eine Aktie, eine Beteiligung an der Wirtschaft. Die umlaufenden „Bargeld-Aktien“ erweckten genügend Vertrauen, um die Inflation schlagartig zu beenden. In den Geschichtsbüchern wird vom „Wunder der Rentenmark“ gesprochen.

Jede Bank kann Geld aus dem Nichts schaffen, doch wenn sie dies nach Lust und Laune tut, wird sie untergehen. Es gibt deshalb hohe Hürden, um eine Banklizenz zu erhalten. Wenn die Kreissparkasse Mittelmietraching Geld überweist, muß sich die empfangende Bank darauf verlassen, daß dieses Geld keine Luftbuchung darstellt, sondern konkret durch eine Kreditvergabe erzeugt worden ist. Ob die Bank nun in Kissameene, Illinois steht oder Quanimiso, Gambia – wenn sie am internationalen Zahlungsverkehr teilnimmt, ist sie berechtigt, dies zu tun.

Die Überweisung ist die Gegenleistung einer geschäftlichen Transaktion. Eine Firma in Kissameene oder Quanimiso hat etwas gekauft und schickt nun Geld. Der Verkäufer muß vorher abwägen, ob er das Risiko dieses Handels eingeht.

Wenn Sie bis jetzt Rußland vermißt haben – jetzt sind wir da angelangt. Die Tschernitschew-Werke in Tomsk brauchen Kapital. Sie nehmen einen Kredit in Rubel auf, das geht problemlos bei einer lokalen Bank. Siemens hingegen will keine Rubel, sondern Dollar oder noch lieber gleich Euro. Wenn die Tschernitschew-Werke ihre Rubel in Euro tauschen können, kommt das Geschäft zustande.

Die Russen haben das Problem, daß sie weder Euro noch Dollar drucken dürfen. Sie wickeln ihren Außenhandel in fremden Währungen ab, niemand braucht Rubel, um in Rußland einzukaufen. Der Rubel ist eine Binnenwährung, die ihren Wert aus dem Vertrauen bezieht, das seine Benutzer in den russischen Staat setzen. Wobei dieses Vertrauen in aller Regel gerechtfertigt ist, da Simbabwe gezeigt hat, daß hemmungsloses Gelddrucken sogar im 21. Jahrhundert die Wirtschaft ruiniert.

Die Situation Rußlands ähnelt jener des Deutschen Reiches zwischen den Weltkriegen. Im Rahmen der von den USA inszenierten Ukraine-Krise hat Rußland in den westlichen Propaganda-Medien an Ansehen verloren und es wurde in seiner Kreditwürdigkeit herabgestuft. Eines der reichsten Länder mit einer sehr geringen Staatsverschuldung wird als nahezu Ramsch bewertet, während die Bankrotte Republik Merkeldeutschland die höchste Bonität genießt.

Falls Sie meinen, es ginge uns in Vierzonesien doch gut: Unsere offizielle Staatsverschuldung ist neunmal höher als die Rußlands, wir werden nur deshalb nicht abgestuft, damit wir weiterhin die EU, den Euro, Israel und die USA finanzieren können. Deutschlands einziger bedeutender Rohstoff ist die Qualität seiner Bewohner, trotzdem haben wir das Schulsystem zur Idiotologie verkommen lassen, trotzdem lassen wir massenweise unqualifizierte Zuwanderer ins Land und vergraulen Jahr für Jahr 175.000 bestens ausgebildete Deutsche. Unsere Infrastruktur wird auf Verschleiß gefahren, und das Einzige, was uns von der ehemaligen DDR noch unterscheidet, ist, daß heute die Republikflucht erwünscht ist und gefördert wird.

Rußland ist ein reiches Land, reich an Rohstoffen, reich an Energie, reich an Grund und Boden und reich an Wasser. Rußland kann jederzeit einen Renten-Rubel einführen, eine durch Werte gedeckte Währung. Mit einer solchen Währung kann Rußland seiner eigenen Wirtschaft jedwedes Kapital zur Verfügung stellen, das diese Wirtschaft benötigt. Und es benötigt nur wenige Handelspartner, die diesen Renten-Rubel anerkennen. Wenn Siemens nicht liefern will, chinesische Firmen werden liefern. Und wenn Rußland seine Rohstoffe, sein Erdgas und sein Erdöl nur noch gegen Renten-Rubel verkauft, haben seine Kunden keine Wahl, sie müssen sich diese Währung besorgen oder auf die Lieferungen verzichten.

Etwas Vergleichbares hat es schon einmal gegeben, den Transfer-Rubel, die alte Leit- und Handelswährung des Ostblocks. Die neue Währung könnte ein Gold-Rubel sein, ein goldgedeckter Rubel. Aktuell beträgt der Goldkurs übrigens 46.270 Rubel für eine Unze Gold. Ein Zehn-Rubel-Goldstück aus Sowjet-Zeiten („Tscherwonez“) kostet aktuell 11.520 Rubel. Damit ergibt sich ein Kurs von etwa 31 Dollar für einen Goldrubel auf der Basis dieser Münze. Damit genug der Zahlenspielereien.

Rußland und China haben zusammen genug Wirtschaftspotential, um alleine oder gemeinsam eine neue Goldwährung auf die Beine zu stellen, die härteste Währung der Welt. Wer dann noch US-Dollar oder gar Euro akzeptiert, ist selbst schuld. Rußland bräuchte dann nur noch eines: deutsche Fachkräfte. Da trifft es sich gut, daß die Merkel-Regierung diese gerade massenweise aus dem Land treibt.

Das Wunder der Rentenmark ließe sich mit dem Renten-Rubel wiederholen. Und Länder, die kein Geld haben, um damit einzukaufen, könnten mit der neuen Weltwirtschaftsmacht Rußland in Tauschhandel treten. Für das Land der nur noch sehr begrenzten Möglichkeiten, den USA, ist das Spiel längst verloren. Nach 70 Jahren Reeducation haben wir genug vom American Way of Bad Life. Deutschland und Rußland haben immer dann am meisten voneinander profitiert, wenn sie eng zusammengearbeitet haben. Es ist an der Zeit, sich neu zu orientieren.

© Michael Winkler

 

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Währungssystem: Die Euro-Krise ist noch lange nicht vorüber

Posted by krisenfrei - 29/04/2014

Michael von Prollius (ef-magazin)

Vor Zugriff des Staates niemals gefeit

Die Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Euro-Krise sind eine Illusion. Wird die bisher praktizierte Rettungspolitik fortgeführt, ist es wahrscheinlich, dass die Krise noch Jahre währt. Zudem ist ein glimpflicher Ausgang nicht in Sicht. Die Große Depression in Amerika dauerte von 1929 bis 1945. Die Stagnation Japans währt seit 1990. Alle drei Krisen verbindet eine verfehlte Geld- und Rettungspolitik. Aus Furcht vor der erforderlichen scharfen Bereinigungskrise wird diese verschleppt und endemisch.

Zwar zeichnet sich jede Wirtschaftskrise durch Eigenheiten aus, dennoch lässt sich bei Finanzkrisen regelmäßig ein Muster erkennen, das die Österreichische Schule der Ökonomie (insbesondere Ludwig von Mises und Friedrich August von Hayek) treffend analysiert und erklärt hat. Demnach führt eine Politik des billigen Geldes der Zentralbank und der Absenkung des Zinses zu einem künstlichen, rein monetär bedingten Boom. Kapital wird fehlgeleitet, unwirtschaftliche Investitionen werden getätigt, insbesondere Vermögenspreise klettern in ungerechtfertigte Höhen. Diese Entwicklung kann nicht endlos dauern. Sobald die Zentralbank respektive die Geschäftsbanken aufhören immer noch mehr Kredit zur Verfügung zu stellen, bricht die Kreditpyramide in sich zusammen. Eine Bereinigungskrise sorgt dafür, dass die unrealistischen, unrentablen Projekte verschwinden, während die wirtschaftlich tragfähigen fortbestehen. Alle Versuche die erforderliche Bereinigungskrise zu vermeiden, sind zum Scheitern verurteilt: noch mehr billiges Geld, künstlich abgesenkte Zinsen, Konjunkturpakete und Ersatzregulierungen an Stelle des staatlich ausgehebelten marktwirtschaftlichen Sanktionsmechanismus von Gewinn und Verlust erhalten lediglich nicht tragfähige wirtschaftliche Strukturen. Die kurze, scharfe Bereinigungskrise wird zur langwierigen Strukturkrise.

Inmitten dieser langwierigen Strukturkrise steckt Europa, darüber hinaus leiden beispielsweise Japan und die USA unter dem gleichen Phänomen. Zugleich haben sich die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen verschlechtert aufgrund ökonomischer und politischer Krisen in den BRICS-Staaten und Schwellenländern wie Ägypten, Thailand und Türkei.

Warum ist ein Ende der Euro-Krise nicht absehbar? Die Krisenursachen bestehen fort und die Rettungspolitik hat nicht zuletzt die strukturelle Krise verschärft. Das lässt sich beispielhaft an folgenden Krisenfaktoren aufzeigen: Die exzessive Geldpolitik hält an und wurde sogar mit unkonventionellen Maßnahmen verschärft. Zu viel billiges Geld war bereits der Brennstoff für die verheerenden Finanzderivate und die Vermögenspreisinflation insbesondere im Immobiliensektor, aber auch bei Rohstoffen. Aktuell liebäugelt die EZB mit Anleihekäufen in Höhe von einer Billion Euro, was einer Erhöhung der Geldmenge M1 um 18 Prozent entspricht. Schattenbanken verwalten in Europa ein Vermögen von 21 Billionen Euro, weltweit sind es 51 Billionen Euro und damit doppelt so viel wie noch vor zehn Jahren.

Die Niedrig- und Nullzinspolitik der Zentralbanken hält nicht nur an, sondern hat historische Tiefstände erreicht. Längst ist der Zins als Koordinationsmechanismus für Investitionen, Sparen und Konsum sowie als Risikoanzeiger für den Zahlungsausfall von Banken und Staaten durch das künstliche Niederhalten ausgeschaltet. Der faktische Zusammenbruch der Geldmärkte und die unbegrenzte Liquiditätszufuhr durch die EZB bedingen einander. Leider diskriminiert diese Politik kleine und mittelständische Unternehmen, während sie Großunternehmen und Staaten begünstigt.

Die Bankenregulierung soll zwar künftig fast alle Probleme lösen. Man muss allerdings kein Prophet sein, um vorherzusagen was passiert, wenn die kommende Regulierung so erfolgreich wird wie die bisherige. Eine Vergemeinschaftung von Risiken als Lösung? Bereits Basel I hat die Krise verschärft. Und die zuständigen Aufsichtsbehörden beidseits des Atlantik mit ihren tausenden Mitarbeitern haben kläglich versagt. Künftig entscheidet in Europa eine Behörde, die EZB, über die Finanzierung und Schließung von Banken, neben der Geldpolitik. Die Kreditinstitute haben ihre Bilanzen nicht substantiell saniert. Der Bestand notleidender Kredite hat sich seit 2009 auf über 800 Milliarden Euro verdoppelt.

Zugleich bestehen die überkommenen Strukturprobleme unverändert fort. Einerseits sind die überalterten Wohlfahrtsstaaten seit Jahrzehnten sanierungsbedürftig. Die sozialen Systeme sind nicht tragfähig, wirtschaftliches Handeln wird erschwert. Nicht nur das Regulierungsdickicht und die Steuer- und Abgabenlast stellen seit Anfang der 1980er Jahre deutsche Reformbaustellen dar. Für Investitionsunsicherheit und Abwanderungspläne von Industriebetrieben sorgen bekanntlich auch ausufernde Energiekosten. Zugleich wurden mit Subventionen, darunter auch Abwrackprämien, unrentable Strukturen erhalten. Frankreich steht vor einem dirigistischen Scherbenhaufen. Globale Wettbewerbsfähigkeit sieht anders aus, wie Singapur, Neuseeland, Schweiz und Kanada zeigen. Andererseits bestehen die ordnungspolitischen Probleme der Euro-Tektonik fort. Ungelöst bleibt die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit der Peripheriestaaten in Verbindung mit den unterschiedlichen Wirtschaftsweisen in einem Währungsraum ohne Ersatz für die zuvor praktizierte Währungsabwertung. Die fortgesetzten Transfers verstetigen lediglich die Strukturprobleme und schüren zunehmend Spannungen. Substantielle Reformfortschritte wurden nicht erreicht. Die Masse der Staaten leidet an Überschuldung. Der Schuldenstand im Euroraum ist auf 96 Prozent der Wirtschaftsleistung geklettert – die Maastricht-Obergrenze liegt bekanntlich bei 60 Prozent. Schuldenabbau findet nicht statt.

Was tun als normaler Bürger? Was Geldanlagen betrifft, gibt es vermutlich nichts zu sagen, was gleichzeitig neu und zutreffend ist. In Krisen haben sich erfolgreiche Unternehmen nicht zuletzt in Branchen, die Grundbedürfnisse befriedigen, als geeignete Anlage erwiesen. Indes hat der Dow Jones 25 Jahre gebraucht um die Boomhöchststände von 1929 zu erreichen. Gold gilt als Risikoanlage, die in einem Vermögensanteil gehalten werden soll, der nach individueller Einschätzung dem wahrscheinlichen Vermögensverlust durch einen Crash entspricht. Wer aufmerksam die Politik des billigen Geldes beobachtet, kann kurzfristig erfolgreich spekulieren. Immobilien sind zur Eigennutzung geeignet wie überhaupt Investitionen in die alltägliche Lebensumwelt die Lebensqualität verbessern. Kenntnisreiche Anleger können kostengünstig Anbieter wie die Fondsvermittlung24.de nutzen, die Fonds ohne Ausgabeaufschlag, den Finanzinstitute regelmäßig verlangen, direkt vermittelt. Während sich Fondsvermittler auf dem Markt bewähren müssen, ist vor dem Zugriff des Staates über Steuern hinaus durch Vermögensabgaben und einen Euro-Soli niemand gefeit.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Forum Ordnungspolitik.

 

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10/17 Prof. A. Fekete: Die wahre Ursache der Arbeitslosikeit

Posted by krisenfrei - 29/04/2014

 

 

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Die Ukraine und die Kriegsgefahr

Posted by krisenfrei - 29/04/2014

Ein Video von Conrebbi, das einen sehr guten geschichtlichen Hintergrund liefert. Wenn die USA, die NATO, die EU und insbesondere die Merkel-Junta den russischen Bären zu sehr in die Enge treiben sollte, könnte halb Europa binnen weniger Stunden in Trümmern liegen. Wollen die das wirklich? Um eine NWO zu installieren, sind diese ausführenden Organe zu allem fähig.

Ich habe hier im Blog schon oft darauf hingewiesen, dass nach der EU-Wahl einschneidende Maßnahmen auf die Bürger von Europa zukommen werden. Der bevorstehende Finanzkollaps braucht schließlich einen Schuldigen. Und da bietet sich kein besserer an als der in den westlichen System-Medien verhasste Russe.

Der US-Dollar ist am Ende und deshalb braucht die US-Finanzmafia einen großen Feind, gegen den ein Krieg geführt werden muss. Nur so kann der Untergang des Falschgeldsystems an die Masse verkauft werden.

„Nie haben die Massen nach Wahrheit gedürstet. Von den Tatsachen, die ihnen missfallen, wenden sie sich ab und ziehen es vor, den Irrtum zu vergöttern, wenn er sie zu verführen vermag. Wer sie zu täuschen versteht, wird leicht ihr Herr, wer sie aufzuklären sucht, stets ihr Opfer.“ (Gustave Le Bon)

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Die Vorgänge in der Ukraine im Frühjahr 2014 sind geeignet einen größeren Krieg zu provozieren, der möglicherweise auch uns betrifft.

 

 

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ARD und Ukraine: Manipulierte Meinung

Posted by krisenfrei - 29/04/2014

Wenn gebührenfinanzierte deutsche Medien aus der Ukraine berichten, so sind das keine Lügen, aber auch meistens nicht die ganze Wahrheit. russland.RU zeigt an einer simplen Meldung der Tagesschau über ein „großzügiges“ Angebot der Euromaidan-Regierung wie das funktioniert und anhand des ZDF, woher öffentlich-rechtliche Meinungsmacher so ihre Informationen beziehen. Wir nutzen dafür auch Originalmaterial aus Charkow des dortigen Amateufilmers Wish Maker, dessen Channel Ihr hier findet und wo es viele unkommentierte Originalaufnahmen aus der Ostukraine gibt – ohne öffentlich-rechtlichen Filter.

Mehr Videos von Wish Maker http://www.youtube.com/channel/UCZf_k
Mehr Videos und aktuelle News online unter http://www.russland.ru

Übernommenes Video vom Kanal: russland.RU

 

 

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