krisenfrei

Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

Wall Street Kapital kämpft mit allen Mitteln um …

Posted by krisenfrei - 26/04/2014

… den Erhalt seiner globalen Finanzhoheit

von Mowitz (gegenmeinung)

Vor wenigen Wochen kam aus Moskau die Meldung russisches Gas und Öl zukünftig gegen Rubel und/oder gegen die jeweilige nationale Währung des Käuferlandes und nicht gegen US-Dollar zu verkaufen. Die Durchführung, sollte Russland diese Ankündigung in die Tat umsezen, wird nicht von heute auf morgen geschehen, sondern einige Jahre in Anspruch nehmen. Etliche Staaten vor Russland hatten auch schon mal den ehrenwerten und längst überfälligen Versuch unternommen, sich vom Dollar unabhängig zu machen um sich so aus der tödlichen Umarmung des international vorherrschenden Finanzkapitals, das an der Wall Street beheimatet ist, zu befreien.

Gelungen ist es bislang noch keinem. Saddam Hussein bezahlte seinen Versuch irakisches Öl gegen Euros auf den Markt zu werfen mit dem Leben, wie von einigen angenommen wird, andere wiederum meinen, der Irak sei aus anderen ökonomischen Gründen angegriffen worden. Nämlich, damit die Verfügungsgewalt über das irakische Öl dem irakischen Staat aus den Händen gerissen werden konnte, um sie in die Hände von Gangstern der internationalen Öl- und Finanzwirtschaft zu legen.

Antonia Juhasz, die Ölkonzerne analysiert, stellte fest: „ExxonMobil, BP und Shell gehören zu den Ölfirmen, die von den westlichen Regierungen ziemlich aggressiv gefordert haben, ihnen mit einer Invasion des Iraks den Zugang zu dessen Ölquellen zu öffnen. Sie waren erfolgreich und fördern jetzt alle Öl im Irak.“ Frau Juhasz, die auch die beiden Bücher „The Tyranny of Oil“ (Die Tyrannei des Öls) und „The Bush Agenda“ (Der Bush-Plan) verfasst hat, erklärte außerdem, die Ölkonzerne aus den USA und aus anderen westlichen Staaten hätten „Produktionsverträge für einige der größten noch ergiebigen Ölfelder der Welt zu den lukrativsten Bedingungen der Welt abgeschlossen„.

Vertreter der Bush-Regierung haben zugegeben, dass die Invasion des Iraks nur wegen des irakischen Öls erfolgte. Die Entscheidung, den Irak zu überfallen, wurde nur einen Monat nach Bushs Amtsantritt im Februar 2001 getroffen.

Bereits im Januar 2001 planten Bushs Berater, wie sie den Irak überfallen und seinen Ölreichtum unter ihre Kontrolle bringen könnten. Auf der ersten Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates fand eine Diskussion über die Invasion des Iraks statt, weil Bush wissen wollte, wie dies schnellstmöglich geschehen könnte. Es gab sogar schon eine Karte für die Besetzung des Iraks nach Saddams Sturz, aus der auch zu ersehen war, wie die Ölfelder aufgeteilt werden sollten.

Jede Wall Street Regierung der USA hat zusammen mit ihrem vor Ort agierendem Appendix Israel ein grundlegendes Interesse daran den Mittleren Osten zu kontrollieren, um so die Wirtschaft anderen Staaten, einfach abwürgen zu können wenn sie nicht länger im Gleichschritt den Vorgaben des internationalen Finanzkapitals Folge leisten. Wobei die Marterwerkzeuge IWF und Weltbank, zusammen mit der, auf Grund der Stellung des Dollars als Weltreservewährung, vom Rest der Welt bezahlten militärische Überlegenheit der Vereinigten Staaten, dafür Sorge tragen, dass die globalen Machtverhältnisse so bleiben wie sie sind. Das heutige Russland ist ein potenter Gegenspieler der globalen Wall Street Herrschaft und hat das Format, zusammen mit China, Indien und anderen, ihnen Paroli zu bieten und gefährlich werden zu können.

Auch ist der Gedanke nicht sonderlich abwegig, dass sich Westeuropa aus dem Joch und Vasallenstatus gegenüber den USA und der sie tragenden Finanzmarodeure lösen wird und zusammen mit Russland anfängt europäische Interessen zu vertreten.

Herresbach Politische Cartoons

Das hätte vor allen Dingen den Vorteil, Europa nicht per se zum nächsten atomaren Schlachtfeld us-amerikanischer Weltherrschaftspolitik zu machen und die USA höflich, aber bestimmt, aus allen militärischen US-Basen in Europa zu verabschieden. Ein echter Gewinn für Europas Sicherheit und Selbstbestimmung, und ein enormer Schritt auf dem Weg zu einer mulitpolaren Weltordnung, in der nicht nur der Hegemon und sein neoliberales Globalisierungskonzept das alleinige Sagen haben, sondern das auch Platz für andere Denkansätze lässt als kapitalistische; ohne deswegen gleich militärischen Angriffen und wirtschaftlichen Aggressionen und Destabilisierungen ausgesetzt zu werden, was heute zur Normalität us-amerikanischer „Friedenspolitik“ zählt. Bereits im November 2010 schrieb Diana Johnstone, us-amerikanische Schriftstellerin und Journalistin:

„Das unerbittliche Beharren der Vereinigten Staaten von Amerika auf die Einverleibung der Ukraine geht weiter ungeachtet der Tatsache, dass das die Vertreibung der russischen Schwarzmeerflotte von ihrer Basis auf der Halbinsel Krim bedeuten würde, wo die örtliche Bevölkerung überwiegend russisch spricht und pro-russisch eingestellt ist. Das ist ein Rezept für Krieg gegen Russland, wenn es je ein solches gegeben hat.“Russland einkreisen, China ins Visier nehmen

Wie die Waffen der internationalen Finanzmafia eingesetzt werden um wirtschaftliche Unruhe, wegen, aus ihrer Sicht, unbotmäßigen Verhaltens gegen die Interessen des Wall Street Kapitals, zu verbreiten, sieht man am Verhalten der US-Rating-Agentur Standard & Poor’s, die vor einem Absturz der Kreditwürdigkeit Russlands auf Ramschniveau warnt. Donnerwetter auch! Ein Russland, dessen Ressourcen-Reichtum schon lange zur Begierde ausländischen Kapitals geworden ist und der ausreicht um russische Schulden auch dann noch zu bezahlen, wenn die USA bei einem Verlust ihrer Weltwährungsreservestellung schon lange aufgehört haben ihre Schulden bezahlen zu können.

Immerhin hat die russische Irritation über die Blockierung von MasterCard und Visa Operationen mit ihren von einigen russischen Banken ausgegebenen Karten, schon Wirkung gezeigt. Die russische Staatsduma hat vorigen Freitag bereits den Gesetzentwurf über die Schaffung eines eigenen nationalen Bankenkartensystems gleich in zweiter und dritter Lesung angenommen, was für die Geschäfte von Visa und MasterCard gar nicht so erbaulich ist. „Russland ist für MasterCard ein strategisch wichtiger Markt“, hieß es.

Noch helfen Goldpreis-Manipulaionen an den Terminmärkten um den „Wert“ des Dollars gegen die Auswirkungen der endlosen „Dollardruckerei“ durch die Fed hochzuhalten, wie der Ökonom und ehemalige Mitherausgeber und Kolumnist des Wall Street Journals, Dr. Paul Craig Roberts, so treffend schrieb. Aber was kommt danach? Wie lange will die Welt noch für kriminelle Finanzgeschäfte gerade stehen müssen? Der einzige „Reichtum“ dieser sich selbst als Elite betrachtenden Außenseiter der menschlichen Gesellschaft, besteht aus einem Stück Papier auf dem eine Zahl und statt Blümchen wie auf Klopapier der Name Dollar steht. Das Ganze wird getragen vom „Vertrauen“ der Menschheit in dieses Stück Klopapier-Ersatz. Mehr als so ist unser Geldsystem nicht, nie gewesen und wird es auch niemals sein. Ob mit oder ohne funktionierende Terminmärkte. Denn auch das Gold erhält nur durch das menschliche „Vertrauen“ auf seinen magischen Wert, ein Gewicht, das ihm nicht zusteht. Warum nicht gleich den Blümchen auf dem Klopapier das gleiche Vertrauen schenken?

Übrigens, sind die USA nicht schon längst ein Drittes-Welt-Land geworden?

FH

 

Advertisements

Eine Antwort to “Wall Street Kapital kämpft mit allen Mitteln um …”

  1. Hat dies auf deutsch769 rebloggt und kommentierte:
    Das grüne Klopapier ist USrael heilig!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: