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Archive for 25. April 2014

Funktionärsprinzipien und Machtpolitik

Posted by krisenfrei - 25/04/2014

Angst bei Russlands Nachbarn

Von Ulrich Schlüer, Chefredaktor «Schweizerzeit»

Als die Sowjetunion zu Beginn der Neunzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts zusammenbrach, leitete der Westen die Ausdehnung seiner Machtsphäre in Richtung Osten betont zurückhaltend ein.

Es dominierte damals das zweifellos kluge Bestreben, einerseits das aus den Trümmern der Sowjetunion sich emporrappelnde neue Russland nicht vor den Kopf zu stossen, andererseits die Voraussetzungen zu schaffen für dereinst ertragreiche Wirtschaftsbeziehungen mit dem sich in neues Gewand kleidenden Koloss im Osten.

Beispiel Lettland

Diese Politik der Vorsicht liess indessen gewisse Opfer seinerzeit brutaler Sowjetpolitik ohne politische Unterstützung zurück. Das Beispiel des baltischen Kleinstaats Lettland soll die Folgen solch vorsichtiger «Politik der Erneuerung» illustrieren.

Lettland, der mittlere der drei baltischen Staaten, war zur Zeit der Sowjetunion ein Opfer besonders brutaler Sowjetisierung geworden. Mittels zahlenmässig massiver Zwangsumsiedlung von Russen wollte das kommunistische Regime in Moskau die lettische Bevölkerung in ihrem eigenen Land zu einer Minderheit degradieren.

Moskau hat sein Ziel weitgehend erreicht. Als das Sowjetreich zusammenbrach und Lettland unabhängig wurde, lag der Anteil der Russen an der Gesamtbevölkerung Lettlands nahe bei fünfzig Prozent. In der Hauptstadt Riga waren die Russen gar in der Mehrheit.

Ehemalige Soldaten der Roten Armee

Besondere, langanhaltende Angst weckte im unabhängigen Lettland vor allem die Tatsache, dass im Moment des Zusammenbruchs der Sowjetunion noch immer bedeutende Kräfte der Roten Armee in Lettland standen. Der junge lettische Staat pochte auf deren Abrüstung und Rückkehr nach Russland. Abgerüstet wurden die Soldaten – aber Russland widersetzte sich ihrer Rückführung nach Russland vehement. Die meisten dieser jungen ehemaligen Soldaten wurden schliesslich zu «Veteranen» erklärt, die nach ihrer Entlassung aus der Roten Armee aber in Lettland verbleiben sollten. Viele dieser «Veteranen» waren noch nicht einmal dreissig Jahre alt.

Die heutigen Ereignisse in der Ukraine illustrieren überdeutlich, weshalb in Lettland seit Durchsetzung dieser «Veteranisierung» ehemaliger Rotarmisten nachhaltige Angst erwacht ist. Angst gegenüber tausendenden eigentlich fremdländischen «Jung-Veteranen», die als politischer Unsicherheitsfaktor in Lettland verblieben.

Korrekturen verunmöglicht

Die Letten, unabhängig geworden, konzentrierten in den Neunzigerjahren ihre politischen Anstrengungen vor allem darauf, die ihnen in den Jahren der Sowjetunterdrückung aufgezwungene Ansiedlung hunderttausender Russen rückgängig zu machen.

Aber diese Anstrengungen blieben fruchtlos. Die russische Regierung, die sich nach dem Zusammenbruch des Sowjetsystems allein schon aus damaliger Unfähigkeit, das eigene Volk ausreichend zu ernähren, gegen die Rücknahme aller in Lettland wohnhaften Russen vehement wehrte, konnte, als das Problem der Uno zur Lösung übertragen wurde, ihre Macht ausspielen. Die nach Lettland entsandten Uno-Funktionäre verordneten den Letten das papierene Prinzip «zeitgemässer Multikulturalität» in der nach Zerfall der Sowjetunion vermeintlich anbrechenden «neuen Friedensordnung in Europa».

Selbstbestimmungsrecht abgeblockt

Die Letten schufen – sich im Besitz des Selbstbestimmungsrechts wähnend – eine neue Verfassung. Diese reservierte die politischen Rechte allein der ursprünglichen, also lettischen Bevölkerung. Die Uno geisselte diese Verfassung als «engstirnig nationalistisch». Der Kleinstaat Lettland, von den Funktionären der «Internationalen Gemeinschaft» ganz ins Abseits gedrängt, schlug als Kompromiss eine Sprachprüfung vor: Jene Russen, die der lettischen Sprache mächtig seien, hätten danach in Lettland bleiben können. Das wären allerdings nicht sehr viele gewesen: Warum hätte das «russische Herrenvolk» zur Zeit der Sowjetunion auch die Sprache der Unterdrückten, der zum Verschwinden verurteilten Letten lernen sollen…

So verbot die Uno den Letten auch diese Kompromisslösung – unter Androhung von internationalem Wirtschaftsboykott, wenn die Letten ihrem «unzeitgemässen Nationalismus» nicht abschwören würden.

Was hätten die allseits im Stich gelassenen Letten in ihrem von der Sowjetunion zuvor wirtschaftlich zugrunde gerichteten Land den Forderungen dieser Funktionäre mit ihren papierenen Prinzipien entgegenhalten sollen? Wäre das Völkerrecht, wären Menschenrechte von den im Namen der «Völkergemeinschaft» auftretenden Funktionären des Multikulturalismus auch nur halbwegs ernstgenommen worden, hätte das Anliegen der Letten zweifellos als legitim und legal anerkannt werden müssen. Lettland war ein Opfer von Zwangsumsiedlungen geworden, angeordnet von einer sozialistischen Diktatur in Moskau mit dem Ziel, die Letten in ihrem eigenen Land zu einem Dasein als Minderheit zu verurteilen.

Macht vor Recht

Aber Völkerrecht und Menschenrechte galten den damaligen Funktionären, die ihr Handeln als jenes der Völkergemeinschaft rechtfertigten, nichts. Mittels angedrohter Wirtschaftssanktionen – also unter Anwendung der Hungerwaffe – wurde Lettland gezwungen, die zwecks langfristiger Eliminierung der Letten unter Zwang nach Lettland verbrachten Russen als vollberechtigte Mitbürger anzunehmen. Die Macht diktierte – das Recht hatte zurückzustehen.

So ist die Bevölkerungssituation in Lettland heute bedrohlich ähnlich jener, die im Osten der Ukraine für gefährliche Unruhen sorgt. Wer könnte die Beklemmung, mit welcher die Letten das dortige Geschehen verfolgen, nicht nachvollziehen – nachdem ihnen die Durchsetzung offensichtlichen Rechts durch Funktionäre der «Internationalen Gemeinschaft» verboten worden ist. Jetzt regiert in Osteuropa die Macht – eine Macht, der die Letten nichts Handfestes entgegensetzen könnten, würde sie gegen Lettland zum Einsatz gebracht.

Mourir pour Riga?

Zugegeben: Die Nato hat einige Kampfflugzeuge nach Lettland verlegt. Ob diese eher symbolische Geste die in Osteuropa zutiefst verwurzelte «Lektion der Geschichte» zu entschärfen vermag? Die Lektion beruht auf Erfahrungen mit der Aggression Hitlers. Als dieser seine «Raum-Eroberung» entfesselte, entzogen sich die Westmächte dem damals möglichen und zweifellos erforderlichen unmissverständlichen Halt-Gebieten mit der achselzuckend vorgebrachten Frage: «Mourir pour Danzig?».

Und viele Letten fragen sich, ob, falls sich die Situation im Baltikum verschärfen sollte, vom Westen heute mehr zu erwarten sei als achselzuckendes «Mourir pour Riga?»…

Ulrich Schlüer 

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MONTAGSDEMO – Jetzt erst recht!

Posted by krisenfrei - 25/04/2014

Ein Film von Frank Höfer & Jan Gaertig

„Wir haben eine Idee. Eine Idee von Frieden, Einigkeit und Freiheit. Darum stehen wir auf der Straße und bekunden unsere Solidarität mit jedem Menschen, jeder politischen Richtung, jeder Kultur jeder Religion und jeder Weltanschauung, die für Frieden und Freiheit steht.“ Mit diesen Worten eröffnete der Initiator der neuen Montagsdemos Lars Mährholz am Potsdamer Platz die Ostermontags-Mahnwache.

Seit Mährholz erkannt hat, dass etwas mit der Welt nicht stimmt – genauer gesagt, dem Weltfinanzsystem, mobilisiert er Gleichgesinnte jeden Montag auf die Straße zu gehen. Ihm machen es seitdem bundesweit viele nach und so kommen immer mehr Menschen in vielen deutschen Großstädte immer wieder montags zusammen.

Ganz zum Ärger des Establishment, welches routiniert zur Nazikeule grieft und Ex-Grünenchefin Jutta Ditfurth in den Ring schickt. Mit reflexauslösenden Parolen lässt sie der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk jeden diffamieren, der die Systemfrage stellt. Doch die „veröffentliche Meinung“ bildet die „Öffentliche Meinung“ nicht ab. Diese macht sich mit schnell wachsender Tendenz auf den Montagsdemos bemerkbar, wo die Teilnehmer sich nicht länger in rechts und links spalten lassen. Denn sie haben erkannt, dass es einen Kampf zwischen dem 1% oben und den 99% unten gibt.

Wer diesen Film via facebook, und Blogs verbreiten möchte, nutzt bitte diesen Link: http://youtu.be/dJomjXMwcfE

„MONTAGSDEMO – Jetzt erst recht!“ Ein Film von Frank Höfer und Jan Gaertig.

MIT: Andreas Popp, Lars Mährholz, Jürgen Elsässer, Rico Albrecht, Marcel Wojnarowicz und Ken Jebsen (KenFM)

(C) NuoViso Filmproduktion 2014

 

>>> Mehr hier

 

 

 

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Montagsdämonisierung gescheitert, Konstantin macht den Wecker

Posted by krisenfrei - 25/04/2014

Wecker, Konstantin Protest Menschenrechte Songs Songwriter Aktivist Anarchist Montagsdemo Debattevon WiKa (qpress)

BRDigung: Da ist so allerhand faul im Staate und wer die Vorgänge aufmerksam verfolgt hat, dem kriecht diese stinkende mediale Luft rund um die Montagsdemos geradezu in die Nase. Man kann relativ schnell darauf kommen, dass allerhand Anstrengungen unternommen werden, die Montagsdemos zu zerlegen, die Menschen auseinander zu dividieren, sie in die altbekannten Lager „Links, Rechts, radikal, gewaltbereit” oder was auch immer zu spalten. Und sollte dies nicht in der gewünschten Form gelingen, darf auch noch damit gerechnet werden, dass der ein oder andere unerkannte „Agent Provocateur“ ins Rennen geschickt wird, nur um das Ziel zu erreichen, diese Bewegung, so schnell es eben geht, verschwinden zu machen.

Historisch wissen wir sehr genau woher die Montagsdemos kommen. Sie gelten als verklärtes Relikt der Wiedervereinigung. Nur damals gab es keinerlei Interessen diese Veranstaltung tatsächlich zu unterwandern und auszubremsen. Das ist heute bedeutend anders, denn jetzt bedroht diese Veranstaltung jenes System, welches die damaligen Montagsdemos gern sah, von Herzen unterstützte und den Freiheitsdrang der Menschen über den Klee lobte. Heute marschiert man nicht gegen die Mauer, sondern gegen die neuen Betonköpfe in Kanzleramt, Reichstag, Brüssel und überall wo sich Entrechtung und Entdemokratisierung der Menschen immer offener zeigt. Die heutigen Montagsdemos haben keine verdeckten Sponsoren mehr, sondern nur noch verdeckte Gegner, die sich mühen die neu aufflammende Solidarität zwischen den Menschen im Keim zu ersticken.

Aus diesem Anlass geben wir hier eine Facebook-Mitteilung von Konstantin Wecker wieder, die sich mit einigen Aspekten rund um diese Diskussion und die Dämonisierung besagter Veranstaltung befasst. Er kommt dabei nicht zu einer völlig eindeutigen Meinung, was aber auch nicht Ziel der Betrachtung sein muss. Wichtiger ist, dass die interessierten Menschen erkennen was sich tatsächlich in diesem Drama abspielt und auf welche Details sie für sich selbst zu achten haben, um nicht den falschen Propheten zu folgen und in jedem Falle den friedlichen Charakter zu wahren.

Liebe Freunde,

Manchmal kann es notwendig werden, dem eigenen Verstand ein reset zu verpassen. Ich bin in den letzten Tagen nachdenklich geworden. Sehr nachdenklich. Eigentlich wollte ich die Tage in Asien in Ruhe am Strand verbringen und Körper und Seele die notwendige Auszeit verpassen. Nun aber brechen Ereignisse auf mich ein, die mich nicht zur Ruhe kommen lassen. Einmal die schreckliche Zuspitzung des Ukrainekonflikts – und zum Anderen der Riss, der durch die Friedensbewegung geht oder gezogen wird.

Ich habe mich eindeutig positioniert. Mit Antisemitismus will und werde ich mich nicht gemein machen. Und in den Kommentaren, die wir hier und anderswo gelesen haben, gab es leider eine ganze Menge offen oder verkappt antisemitischer Ausfälle. Jutta Ditfurths Vorgehen wiederum mag man bewerten, wie man möchte, aber die massenhaften Mord- und Vergewaltigungsdrohungen, die sie abbekommen hat, sprechen eine deutliche Sprache, was für ein mieser Pöbel im Umfeld dieser Montagsdemos zumindest auch unterwegs ist. Und dafür habe ich überhaupt kein Verständnis.

Allerdings haben mich einige andere Kommentare geradezu angerührt. Meistens ging es dabei um die Hoffnung der Menschen, dass die Friedensbewegung sich nicht kaputt dividieren lassen solle, gepaart mit dem völlig richtigen Impuls, jetzt auf die Strasse zu gehen, aktiv zu werden, die Veränderung nicht nur zu fordern, sondern zu sein. Das alles ist mir sehr sympathisch.

Bis vor wenigen Tagen kannte ich übrigens auch einen Herrn Jebsen gar nicht. Und einige Kommentatoren, die ihn auf meiner Seite aggressiv in Schutz nahmen, ohne dass ich ihn überhaupt angegriffen hätte, haben mich – nun ja – verwundert. Andere klangen sehr vernünftig. Alles in allem schwankte der Tonfall der Jebsen-Verteidiger von unverschämt und beleidigend bis zu ehrlich um Verständnis nachsuchend und Aufklärung erhoffend.

Vor einigen Tagen schrieb mir Jebsen selbst. Freundlich, fast freundschaftlich, und er lud mich ein zu einem Interview für seine Seite. Ich gehöre nun definitiv nicht zu den Menschen, die eine dargebotene Hand blind wütend ausschlagen. Aber ich möchte auch wissen, mit wem ich es zu tun habe und meinen guten Namen nicht missbrauchen lassen (und auch selbst entscheiden, für wen ich „Gastbeiträge“ schreibe…).

Sicherlich, ich frage mich seit einigen Tagen auch, ob es da vielleicht nicht eine berechtigte Müdigkeit der jüngeren Generation gibt, was die ewigen Grabenkämpfe der Ideologen betrifft. Und ob ich selbst nicht vielleicht schon zu alt, zu unflexibel bin, um mich dieser neuen Herausforderung zu stellen. Und das, obwohl ich mich immer für einen sehr unideologischen Menschen gehalten habe.

Andererseits – hat nicht gerade das Alter vielleicht manchmal wenigstens den Vorteil, etwas weitblickender zu sein, weil man schon viel erlebt hat? Ich selbst sehe mich jedenfalls nach wie vor am ehesten als Anarchisten, wenn es denn schon ein -Ismus sein soll. Und An-Archie heisst: Freiheit von Herrschaft! Für eine solidarische Welt ohne Kapitalismus, in der ein gleichberechtigtes, positives Zusammenleben von Menschen jeglicher Herkunft, Religion, Hautfarbe, Geschlecht, Identität, mit Respekt vor der Natur möglich wird…

Nach wie vor: diese Ziele bleiben mir heilig. Und dann findet sehr schnell eine Unterscheidung statt zwischen völkischen Ideologen und kritischen Friedensbewegten. Mit “Frieden für ein starkes Deutschland” kann man bei mir definitiv nicht punkten. Nicht in den 80ern und auch nicht heute. Und damals waren mir übrigens auch jene Stalin-Linken sehr suspekt, die sowjetische Atomraketen irgendwie viel besser fanden als amerikanische. Und was ist, frage ich mich, wenn Ken Jebsen wirklich Unrecht widerfahren ist, wenn er diffamiert wird, zum Beispiel wegen einer Mail, die er, wie ich es dem Netz entnehmen konnte, bestreitet geschrieben zu haben? Wie schnell ist das heute möglich!

Man sollte schon sehr, sehr vorsichtig sein, jemandem als “Antisemiten” zu stigmatisieren. Nur sehe ich dann andererseits, dass Ken Jebsen seit geraumer Zeit intensiv mit dem Herrn Elsässer kooperiert. Und das schreckt mich dann wieder ab. Denn dieser ehemalige Linke feiert von der AFD und der FPÖ bis zur Blocher-Partei in der Schweiz so ziemlich alles, was rechts ist. Er hatte kürzlich eine unsägliche homophobe Konferenz zu verantworten, auf der die brutale Verfolgung der Schwulen und Lesben in Putins Russland verharmlost und gerechtfertigt wurde. Seit Neuestem kumpelt Herr Elsässer, der sich als Chefaufklärer in Sachen NSU aufspielt, auch noch mit Karl-Heinz Hoffmann herum: ganz genau, mit dem berüchtigten Wehrsportgruppenhoffmann! Und gegen diese grausige Figur haben wir Münchner spätestens seit dem Oktoberfestattentat 1980 eine, im wahrsten Sinne: Mordswut auf dem Herzen.

Am letzten Montag hielt nun Herr Elsässer eine Rede bei der Berliner Montagsdemo. Er sprach sehr links und ausgesprochen völkerbindend, ja, wie ein waschechter Antirassist. Ich muss mich dann aber doch fragen, was da los ist, wenn derselbe Mann am 19. Februar 2013 auf seinem Blog schrieb:

“Hilfe, die Roma kommen! Die wilde Einwanderungsflut bedroht die deutschen Städte. Ganze Roma-Dörfer kommen mit Sack und Pack und lassen sich in Elendsquartieren im Ruhrpott, in Mannheim und in anderen Städten nieder. Sprachkenntnisse: null. Arbeitsplätze: null. Was machen sie dann? Jeder weiß es.”

Ist er nicht doch ein Wolf im Schafspelz? Ich will wirklich niemandem Unrecht tun. Ich höre auch, dass Ken Jebsen dem Herrn Elsässer wegen dessen Homophobie sehr öffentlichkeitswirksam die Luft aus dem Schlauch gelassen hat.

Ansonsten ist auch mir klar, dass in der aufgeheizten Atmosphäre dieser Tage laufend neue Feindbilder konstruiert werden. Das stört mich. Mir selbst wird vermutlich mit meinem neuen Buch bald auch ein starker Wind entgegenblasen, da ich es wagen werde, Spiritualität mit politischem Engagement zu verknüpfen. Und dann wird in dem Buch auch noch der „Aufruf zur Revolte“ abgedruckt sein, den ich mit Prinz Chaos II. geschrieben habe. Ich ahne jetzt schon, dass es bestimmte linke Hardcore-Kreise geben wird, denen allein schon bei dem Wort „Spiritualität“ das Kotzen kommt – sowie bestimmte bieder-bürgerliche Kreise, die bei dem Wort „Revolte“ an die Decke gehen.

So hat ein jeder auf seinem Feld sich zu beweisen und kann nur hoffen, Schulterschluss zu finden mit ein paar anderen – ohne den Falschen auf den Leim zu gehen. Und so kann ich auch diesen Text nicht mit einem abschließenden Urteil beenden, sondern nur mit der aufgewühlten Nachdenklichkeit, die an seinem Anfang stand.

Mit homophoben Rassisten für den Weltfrieden? Das kann nicht klappen. Ich will und werde aber mit jedem und jeder zusammen für den Frieden, gegen Ausbeutung und für eine bessere, würdigere Welt kämpfen, der und die ehrlichen Herzens ist. Ich wäre insgesamt sehr froh, wenn wir zu einer offenen und freundlichen Auseinandersetzung finden würden. Ich habe meine Bedenken unmissverständlich vorgetragen. Ich werde auch ohne Vorbehalte zuhören, wenn man gute Gründe vorträgt, diese Bedenken zu zerstreuen.

Sehr gut gefällt mir ein kluger Beitrag des Rappers Kaveh, den ich auf der Seite “Die Freiheitsliebe” gefunden habe. Der junge Mann schreibt nach einer sehr fundierten Analyse über die Montagsdemos:

“…dass jedoch eher unpolitische bzw. politisch nicht klar einzuordnende Bürger und Menschen aus dem sog. verschwörungstheoretischen Spektrum es schaffen, tausende von Menschen für Demos zu mobilisieren scheint relativ neu zu sein. Daher sollten sich Linke schon die Frage stellen und darüber diskutieren, ob sie in diesen mit dem politischen und wirtschaftlichen System unzufriedenen Menschen nicht strategische Verbündete sehen sollten, anstatt sie zu dämonisieren? Natürlich vorausgesetzt, diese verfolgen keine rassistischen, homophoben, antisemitischen oder andere diskriminierende Meinungen und Ziele.”

Wenn Kaveh zu Recht meint, dass viele Linke keinen Systemwechsel wollten, weil sie zu sehr mit den “transnationalen Konzernen, bürgerlichen Parteien und Mainstreammedien” verbandelt sind, muss ich ihm trotzdem widersprechen. Mich jedenfalls kann er damit nicht meinen. Ich bin nämlich durchaus der Meinung, dass nur ein Systemwechsel eine gerechtere Welt erschaffen kann. Und ich rufe weiterhin zur Revolte auf.

Euer Konstantin

PS: Wer übrigens der Meinung ist, mir wegen meines Zögerns vorwerfen zu sollen, ich würde nur nörgeln und nichts machen, darf beruhigt sein: ich renne seit ich denken kann selber auf die Straße – für Abrüstung, gegen den Kososvo/Afghanistan/Irakkrieg, gegen die Münchner „Sicherheitskonferenz“ (die eine Kriegskonferenz ist!), auf Anti-Naziblockaden in Dresden … und am 10. Mai werde ich bei der Demo in München gegen das Freihandelsabkommen dabei sein. Also, keine Sorge: ich war und bleibe auch Aktivist.

In diesem Kontext darf man auch die Äußerung von Jutta Ditfurth betrachten. Sie hat bei allerhand berechtigt vorgebrachter Kritik den Bogen deutlich überspannt und sich zum Spaltwerkzeug gemacht, sich selbst in Teilen als „Grüne Ökofaschistin“ deklassiert. Kein Grund sie deshalb auf dem Weg liegen zu lassen, sie wird eine Weile mit dem Prädikat „Jutta Shitfurth“ leben müssen.

Über eines sollte doch Einigkeit herrschen: „Gewalt ist keine Lösung, sondern nur Ursache für weitere Gewalt“. Am Ende wird auch der Blick auf die Regierung, die Abgeordneten und andere Hintertreiber uns nicht ein einziges Stück weiterbringen. Die Ursachen liegen viel tiefer (bei uns selbst) und manchmal fällt es schwer diese begreifen zu wollen, weil wir immer gerne nach Schuldigen suchen und damit gerne ein Stück Verantwortung weit von uns schieben. Wer es dennoch vertieft begreifen möchte, der kann sich den beigefügten Streifen mit Rüdiger Lenz einmal vergegenwärtigen, dann wird es etwas einfacher. Ein äußerst lohnenswerter Beitrag im Rahmen einer der letzten Montagsdemos.

 

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Jetzt mal Tacheles!

Posted by krisenfrei - 25/04/2014

Tachelesvon Patricia Heyl (netzfrauen)

Liebe Leserinnen und Leser der Netzfrauen!

Ich wende mich heute in einer, wie ich finde, ernsten Angelegenheit an Sie.

Ich bin auch eine von den Netzfrauen, da ich aber nicht so viel schreibe, wie all unsere anderen fleißigen Schreiberinnen, habe ich eher den Status eines Ehrenmitgliedes, was mir aber auch wirklich eine Ehre ist.

Wir Netzfrauen setzen uns aus allen Altersgruppen zusammen und viele von uns gehen arbeiten, haben Familie und Kinder, Haushalt, Garten oder was auch immer. Trotzdem nehmen wir uns viel Zeit für Recherchen, Übersetzungen, Schreiben, Posten und allem, was sonst noch so dazugehört, um wahrheitsgemäße, informative und aussagekräftige Artikel zu schreiben. Wir tun dies alles, um Aufzuklären, Wissen zu vermitteln und ( viele Dinge in unserer Gesellschaft betreffend) Wachzurütteln.

Wir legen Finger in Wunden, Menschen, Tiere, Natur, Umwelt, Gesundheit und Politik betreffend, über die dringend gesprochen werden muß. Gerade in letzter Zeit finden Dinge in unserem Land und in Europa statt, die sehr kritisch zu beurteilen sind. Dieser Aufgabe haben wir Frauen uns gestellt, denken Sie unter anderem an das unsägliche Freihandelsabkommen TTIP, Massentierhaltung, Fracking und die gesamte gesundheitsgefährdende Nahrungsmittelindustrie, Landwirtschaft mit Giften und Genen und das strikte Engagement für die Natur und Umwelt.

Im Moment beschäftigt uns alle sehr das Thema Frieden in Europa und weltweit, ich meine hier, wie Sie sich alle denken können, die Geschehnisse in der Ukraine.

Wir haben immer klar Stellung zu allen Themen bezogen und auch in diesem Fall. Unsere Forderungen waren stets Verhandlungen statt Sanktionen, Verhinderung von Gewalt, keine Hetzparolen, kein Anheizen der ganzen kritischen Lage und nun fordern wir nochmals im Namen aller Völker in Europa – kein Krieg auf europäischem Boden, kein Krieg in der Ukraine!!!

Angezettelt wird er von Staatsmännern – den sogenannten „Eliten“, ausbaden müssen ihn die Völker, Männer, Frauen und Kinder! Drücken wir den Kriegstreibern einen Knüppel in die Hand und setzen wir sie auf einer einsamen Insel aus, der Krieg wäre schnell beendet, sie müßten dann ja ihre eigenen Knochen hinhalten! Die Kriegstreiberei muß endlich ein Ende haben, denn wenn hier ein Krieg ausbricht, wenn wir zulassen, daß die sich hier austoben, bleibt von uns und unseren Ländern nichts mehr, gar nichts mehr!!!

Und nun komme ich zu meinem ernsten Anliegen und meiner Frage: “Wenn Sie, liebe Leserinnen und Leser, die unsere Artikel täglich lesen, uns zustimmen und uns Mut machen, jetzt nicht mit uns eins sind und sagen, wir gehen den Weg gemeinsam, dann frage ich mich wirklich für wen wir eigentlich schreiben?”

Wollen Sie Krieg, wollen Sie TTIP, wollen Sie Massentierhaltung, wollen Sie Fracking, wollen Sie weiterhin und bald noch viel mehr Chemie in den Nahrungsmitteln, Gifte und Gentechnik auf unseren Feldern, in den Mägen unserer Tiere und dann in unseren? Lesen Sie bitte dazu TTIP: Wollen wir Europäer das? – Hormonfleisch – Geklonte Tiere – Gen-Lebensmittel – Chlorhühner – Aufgeweichte Kennzeichnungspflicht?

Wollen Sie die Zerstörung unserer Natur und Umwelt, wollen Sie allen Ernstes seelenruhig zusehen, wie mit Hilfe von gleichgültigen, gewissenlosen, oft korrupten und keinerlei Interesse an unserem Wohlergehen habenden Politikern die riesigen Konzerne den Ast absägen, auf dem wir sitzen?

Wollen Sie alle das wirklich Ihren Kindern und Enkeln und auch sich selbst antun? Wollen Sie das?

Nach all dem, was sozial engagierte Menschen und somit auch wir Frauen hier für alle Menschen in unserem Land tun, müßten nicht nur ein paar Hundert oder Tausend auf den Straßen sein sondern inzwischen Millionen.

Sind Sie alle wirklich so satt, zufrieden, desinteressiert, ignorant und naiv, dass Sie nicht sehen können oder wollen, was hier auf uns zurollt? Oder sind wir Deutschen inzwischen so feige geworden, dass wir unseren Hintern nicht einmal mehr für unser Recht und unsere Umwelt und Gesundheit vom Sofa hochbekommen?

Wenn unsere Vorfahren, die oft ihr eigenes Leben riskiert hatten für eine Veränderung und Verbesserung des Lebens und der Lebensgrundlagen so gleichgültig und/oder feige gewesen wären, würden wir heute noch auf den Bäumen wohnen.

Ich schäme mich für die Gleichgültigkeit der Menschen in unserem Land und ich sage Ihnen, jetzt können wir das Steuer noch herumreißen und unseren Angestellten,( den Politikern), in unserer Regierung und in Brüssel endlich das zeigen, was sie schon lange verdienen –        die  r o t e Karte!

Schluß mit dieser bürgerverachtenden Politik, Schluß mit der Ignoranz gegenüber dem Willen des deutschen Volkes und aller europäischen Völker! Schluß mit ihrer Selbstherrlichkeit und vor allem r a u s mit allen Lobbyisten aus der Politik!

Ich bin eine 67-jährige Frau und werde am 24. Mai 2014 auf die Straße gehen und Zivilcourage beweisen für eine Veränderung der Politik in meiner Heimat, für ein friedliches Deutschland, für ein Land, in dem alle Menschen, alle Tiere, Natur und Umwelt gleichermaßen geachtet, geschützt und geschont werden, in dem die Politiker dem Bürger wieder Respekt entgegenbringen und der Wille des Volkes endlich wieder Beachtung in Form von Umsetzung findet.

Wenn alles was Beine hat in unserem Land, auf die Straßen geht, Millionen Menschen, und wir ihnen zeigen wo der Hammer hängt, können wir diesem volksverachtendem Treiben ein Ende bereiten, aber n u r dann!

MarchWenn Sie, liebe Leserinnen und Leser, die unsere Artikel täglich lesen, uns zustimmen und uns Mut machen, jetzt nicht mit uns eins sind und sagen, wir gehen den Weg gemeinsam, dann frage ich mich wirklich für wen wir eigentlich schreiben?” Bitte nehmen Sie mit uns am 24.Mai.2014 an der weltweiten Demonstration gegen Monsanto und Co. und gegen das Freihandelsabkommen teil.

Noch eine Nachbemerkung und eine Bitte an Sie alle, die Demonstrationen am 24. Mai 2014 finden in sehr vielen Städten in Deutschland und sogar weltweit statt.

Reichen Sie dieses Schreiben, diese Informationen und unsere Bitte und Aufforderung zur Demo zu gehen an alle Ihre Verwandten, Freunde und Bekannten weiter, denn noch haben wir die Hoffnung auf die Unterstützung all unserer Leser nicht aufgegeben.

Netzfrau Patricia Heyl 

>>> Weitere Infos

 

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Zur Pathologie von Kriegstreibern

Posted by krisenfrei - 25/04/2014

Moderne Kriegsführung ..

QPX4K

Quelle: volksbetrugpunktnet

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Nur Polit-Psychopathen haben zwischen ihren Ohren einen Hohlkörper, den sie mit Aggressionen ausfüllen müssen. Das perverse in unserem korrupten System ist nur, dass Psychopathen an wichtigen Schalthebeln sitzen anstatt in geschlossenen, psychiatrischen Anstalten.

Und das Wahlvieh wählt diese Kriegspsychopathen immer wieder. Dumm, dümmer. … Wähler! Wann wacht das Dummvolk endlich auf?

 

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Die Befreiung von der Politik

Posted by krisenfrei - 25/04/2014

http://www.freiwilligfrei.info/archiv…
Lässt sich Freiheit auf politischem Weg erreichen? Wenn du an diesen weit verbreiteten Irrtum glaubst oder sonst irgendwie politiksüchtig bist, dann hilft dir dieses Video. Der kanadische Philosoph Stefan Molyneux zeigt ein paar Auswege aus der Illusion, dass Politik zu mehr Freiheit führen kann. Er ruft dazu auf, alles was mit Politik zu tun hat, zu ignorieren und sich nicht an Politik zu beteiligen. Es ist sinnvoller und im Sinne der Freiheit zielführender, seine Energie auf etwas Produktiveres und Erfreulicheres zu richten.

Original:
Stefan Molyneux – Freeing Yourself from Politics
http://www.youtube.com/watch?v=kB6uQc…

Produktion, Übersetzung, Sprecher:
Peter Müller

 

 

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