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Ein Blick auf China lehrt Klugheit im Umgang mit Russland

Posted by krisenfrei - 24/04/2014

von Kishore Mahbubani* (zeit-fragen)

Niall Ferguson  hat zur Hälfte recht. Es gab eine geopolitische Verengung, aber nicht von der Art, die er meinte; es gab eine Verengung der westlichen geopolitischen Weisheit.
Hat jemand die Serie westlicher geopolitischer Fehlschläge während eines Jahrzehntes bemerkt? Trotz massiver militärischer und finanzieller Interventionen sind Irak und Afghanistan ein Misserfolg. Vor drei Jahren kündigten die USA an: «Es ist an der Zeit, dass Präsident Assad dem syrischen Volk zuliebe zurücktritt.» Er ist noch immer im Amt. Und nun steht der Westen kurz davor, China ein geopolitisches Geschenk zu machen, indem er sich Russland entfremdet.
Wie sind diese Misserfolge zu erklären? Es ist überraschend einfach. Nach zwei Jahrhunderten des Erfolges gehen die Führer der Region [des Westens] davon aus, ihre Rolle bestehe in der Aufrechterhaltung der westlichen Macht. Nicht einer von ihnen hat die neue unabweisbare Tatsache erfasst: Die wirkliche Herausforderung für den Westen besteht darin, seinen Niedergang zu handhaben.

In einer einfachen Aussage Barack Obamas zeigt sich diese fehlerhafte Geisteshaltung. Der US-Präsident verkündete, Russland sei «auf der falschen Seite der Geschichte», was so viel besagte wie, dass der Westen auf der richtigen Seite der Geschichte sei. Aber ist das so? Im Laufe der nächsten Jahrzehnte werden sich einige Trends als irreversibel erweisen. Der Anteil des Westens an der Weltbevölkerung, seine wirtschaftliche Bedeutung und zwangsläufig auch seine politische und militärische Macht werden abnehmen. Die jüngsten Rückschläge der Schwellenländer gaben Anlass zu Wunschvorstellungen, gemäss denen der Westen wieder zurück sei. Ja, vielleicht für ein oder zwei Jahre. Aber die Logik des langfristigen Trends zum Abstieg wird sich nach dieser kurzzeitigen Veränderung fortsetzen.
Wie also sollte der Westen seinen Abstieg bewältigen? Drei einfache Schritte könnten einen grossen Unterschied ausmachen. Erstens: Beendet den ideologischen Kreuzzug zur Förderung der Demokratie. In der Tat ist das ukrainische Fiasko direktes Resultat dessen, dass der Westen die Strassenproteste förderte, anstatt den politischen Kompromiss zwischen den beiden Lagern zu unterstützen. Dieses rücksichtslose geopolitische Verhalten war direkte Folge des Glaubens – in Anlehnung an den Satz des Sowjetführers Nikita Chruschtschow –, dass «die Geschichte auf unserer Seite ist». In Wirklichkeit wäre es, wie der realistische amerikanische [Ex-]Aussenminister Henry Kissinger kürzlich wohlweislich und fein betonte, unklug, vitale russische Interessen in der Ukraine zu ignorieren.

Wird sich die Demokratie nicht mehr weiterverbreiten, wenn der Westen aufhört, sie voranzutreiben? Natürlich nicht. Sie wird sich organisch herausbilden und dadurch natürlicherweise nachhaltig sein. Man blicke nur nach Indonesien, dem bevölkerungsreichsten islamischen Land der Welt. 1999 war es beinahe ein gescheiterter Staat. Fünfzehn Jahre später steht es kurz davor, Joko Widodo, weitherum als Jokowi bekannt, zu wählen, eine der kompetentesten Führungskräfte der Welt. Wie kam es dazu? Freundliche Nichtbeachtung des Westens ist eine Antwort. Präsident Obama hat Indonesien, Heimat seiner Kindheit, dreimal enttäuscht, indem er seinen Besuch dreimal absagte. Dennoch hat sich das Land weiterhin in eine positive Richtung weiterbewegt.

Zweitens: Begrüsst Russland mit offenen Armen und tut es wirklich. Die westlichen Medien haben eine Kaskade von Beleidigungen gegen Präsident Vladimir Putin und Russ­land losgelassen. Dennoch haben einige wenige darauf hingewiesen, dass der Westen Präsident Putin in die Ecke gedrängt und ihm keinen Ausweg gelassen hat. Westliche Führer haben dem Sowjetführer Michael Gorbatschow wiederholt versichert, dass die Nato sich nicht nach Osten erweitern würde. Die Zusicherungen wurden missachtet. Kann heute irgendein russischer Staatschef irgend­einer westlichen Zusicherung glauben, wonach keine Nato-Marinebasis auf der Krim errichtet werde, wenn sich Russland zurückzöge?

Eine unkluge westliche Nato-Erweiterung hat die Sicherheit des Westens nicht erhöht. Sie hat nur Russland aufgebracht. Wenn der Westen jedoch endlich aufwacht, um sich mit einem aufsteigenden China auseinanderzusetzen, würde Russland genau jene Art geopolitischen Gewichts bieten, die es bräuchte, um die Macht Pekings aufzuwiegen. In direkter Missachtung seiner eigenen langfristigen geopolitischen Interessen treibt der Westen heute Russland in Richtung China. Er kann es sich nicht verkneifen, Sanktionen gegen Russland zu verhängen. Dieser Zwang, gegen seine eigenen Interessen zu handeln, illustriert den Niedergang westlicher geo­politischer Klugheit ausgezeichnet.

Es ist nicht zu spät, aufeinander zuzugehen. Aber der Westen muss von seinem hohen moralischen Ross heruntersteigen. Eine einfache Beobachtung könnte ihm helfen, das zu tun. Hat irgend jemand in der Region registriert, dass nur wenige seinen Kreuzzug in der Ukraine befürworten? Wirklich, kann jemand ein bedeutendes nicht-westliches Land nennen, das ihn unterstützt? Die grösste Demokratie der Welt ist Indien. Die Inder, so wie viele andere auf der Welt, schauen ungläubig auf den Westen und fragen sich, wie man so destruktiv gegen seine eigenen Interessen sein kann.

Drittens sollte der Westen China beobachten und von ihm lernen. Peking hat beinahe ein geopolitisches Wunder vollbracht, indem es zur Macht Nummer zwei aufgestiegen ist, ohne die Weltordnung zu erschüttern. Wie hat es das erreicht? Es praktizierte strategische Zurückhaltung. Trotz einiger Beinahe-Missgeschicke im Südchinesischen Meer, im Ost­chinesischen Meer und an der indischen Grenze verblieb China in Frieden. In noch wunderbarerer Weise hat es einen der grössten Unruheherde der Welt, die Formosa [oder Taiwan]-Strasse entschärft.

Ironischerweise besteht bei absteigenden Mächten, nicht bei aufsteigenden Mächten, eine grössere Notwendigkeit, strategische Zurückhaltung zu üben. Wenn der Westen Chinas strategische Zurückhaltung nachahmen könnte, könnte er vielleicht sein Jahrzehnt geopolitischer Fehlschläge endlich beenden.    •

Quelle: The Financial Times vom 21.3.2014
(Übersetzung Zeit-Fragen)

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* Der Autor ist Dekan der Lee Kuan Yew School of Public Policy an der National University of Singapore und früherer permanenter Vertreter von Singapur bei den Vereinten Nationen.

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3 Antworten to “Ein Blick auf China lehrt Klugheit im Umgang mit Russland”

  1. sw said

    Hallo

    Ja, danke

    Allerdings – wenn ich folgendes lese (nur ein Beispiel)

    >Darüber hinaus besitzen die Chinesen die DONG FENG 21D. Die erste Mittelstreckenrakete mit der Fähigkeit einen Flugzeugträger in voller Fahrt zu treffen. Selbst die kinetische Energie reicht aus um einen Träger der NIMITZ-Class in zwei Hälften zu reißen.>
    Schaun wir uns den Informationsgehalt dieses Absatzes an.
    1.) Eine Anti-Schiff-Rakete MUSS ein Schiff in voller Fahrt treffen können. Vielleicht nicht mit jedem „Schuß“ aber die Rakete MUSS das Potential dazu haben. Warum wird eine normale Aufgabe als etwas besonderes dargestellt.
    2.) Anti-Schiff-Raketen wirken durch den Gefechtskopf UND den möglicherweise nicht verbrannten Treibsatz. Die Angabe das diese Anti-Schiff-Rakete einen Flugzeugträger alleine durch die kinetische Energie in 2 Hälfte reißen könnte ist reißerischer Unsinn.

    Ich versteh eh nicht was das soll denn die wirklichen Fähigkeiten der chinesichen und russischen Flügelraketen sind beeindruckend genug.

  2. nordlicht said

    Ergänzend zu dieser scharfen Analyse empfehle ich den Lesern diese auszugsweise herauskopierten Kommentare aus dem Hensel-blog:

    Andreas sagt:
    19. April 2014 um 20:47

    Das richtig schlimme ist ja, dass so viele Menschen einfach wegschauen, oder gar nicht begreifen (wollen), was weltweit gerade geschieht. Russland hat eine strikte Grenze gezogen und der Westen ist gerade dabei diese zu überschreiten. Die Amerikaner versuchen zur Zeit Europa gegen Russland aufzuhetzen, nur so könne 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden. Amerika sieht Russland und Europa als “ideologische und wirtschaftliche” Konkurrenten/Feinde.

    Und der lachende Dritte ist China

    nordlicht sagt:
    19. April 2014 um 22:06

    “Und der lachende Dritte ist China”
    Wie wahr! China ist die größte Dreckschleuder auf diesem Planeten.
    Die verantwortungslosesten Kräfte seit Menschengedenken haben das Land der aufgehenden Sonne in eine Hölle für das chinesische Volk verwandelt.

    Andreas sagt:
    20. April 2014 um 00:22

    Volksbefreiungsarmee

    Verfügbare wehrfähige Bevölkerung
    Männer (Alter: 18–49): 342.956.265
    Frauen (Alter: 18–49): 324.701.244

    Verfügbare wehrtaugliche Bevölkerung
    Männer (Alter: 18–49): 281.240.271
    Frauen (Alter: 18–49): 269.025.517

    (Durchschnittswerte aus verschiedensten Quellen)

    3000 Flugzeuge
    bis zu 26000 Kampfpanzer
    über 80000 gepanzerte Fahrzeuge, Personentransporter
    min. 50000 Artilleriegeschütze
    usw. usw.

    „Der Krieg ist nicht weit von uns, er ist die Geburtshilfe des chinesischen Jahrhunderts“

    http://www.china-intern.de/pag…..23388.html

    Ich will hier keine Angst verbreiten, sondern nur verdeutlichen, was es für uns bedeutet, sollte es zum Krieg zwischen der NATO und der SCO Shanghai Cooperation Organisation kommen.

    Russland und China können das 26fache dessen was die NATO auffahren lassen kann an die Front schicken. Die SCO war einmal nur ein Bündnis für wirtschaftliche Zusammenarbeit gegründet worden. Doch dies ist in folge der Aggression des Westens zu einem militärischen Bündnis “herangewachsen”.

    jo sagt:
    20. April 2014 um 02:46

    @ Andreas
    Mit Deinem Kommentar liegst du mitten im Schwarzen! Ein chinesischer Bekannter aus höheren Kreisen sagte mir vor 15 Jahren: “Morgen stehen 300 Mill. Chinesen im Feld, wenn es sein muss. Ohne High-Tech, nur mit schlechten AK47-Kopien, aber denkende Menschen, die sich anpassen. Wer kann dagegen halten?”
    Die marschieren alles in Grund und Boden, wenn sie wollen.
    Zwei, drei Millionen Gefallene z.B. durch Kernwaffeneinsätze sind Verlustgrößen, die dort nur Achselzucken auslösen…

    Andreas sagt:
    20. April 2014 um 15:30

    Hi Jo,

    ich kenne Chinas Rüstungsprojekte sehr gut. Konnte lange genug zusehen, wie eine Fregatte nach der anderen ins Meer gelassen wurden. Oder wie tausende Kampfpanzer produziert, getestet und anschließend eingeschweißt in einem riesigen Stollenlabyrinth eingelagert wurden. China hat die letzten Jahre min. 55000 Amphibienpanzer hergestellt. Und eine gigantische Hackerarmee wurde ebenso in’s Leben gerufen. Vor 20 Jahren war Chinas Militärtechnik hoffnungslos veraltet, doch jetzt vereint China Quantität und Qualität. Unsere asiatischen Freunde sind mittlerweile in der Lage einen Vielfrontenkrieg zu führen. Verluste spielen keine Rolle. Ganz im Gegenteil. Die Einkindpolitik hatte (meiner bescheidenen Meinung nach) nur einen einzigen Grund: Eine Armee aus jungen Männern zu schaffen, die NICHTS zu verlieren haben, als ihr eigenes Leben.

    Kommen wir zur Rüstungstechnik zurück. Der deutsche Leopard II A6 hat eine effektive Kampfentfernung von bis zu 2000 Metern. Die russischen T 90 und die chinesischen Typ 98/99 haben eine, dank 4 montierter Panzerabwehrflugkörper mit Tandemhohlladung, eine effektive Kampfentfernung von bis zu 6000 Metern. Das heißt, die Russen oder/und Chinesen könnten schon ein Großteil der Gegner unter Feuer nehmen lang bevor der “Gegner” in Reichweite für seine Geschütze ist.

    Darüber hinaus besitzen die Chinesen die DONG FENG 21D. Die erste Mittelstreckenrakete mit der Fähigkeit einen Flugzeugträger in voller Fahrt zu treffen. Selbst die kinetische Energie reicht aus um einen Träger der NIMITZ-Class in zwei Hälften zu reißen. Ich könnte ein Buch über Chinas militärischen Fähigkeiten schreiben.

    Dongfeng-21D : Ihr ausgefeiltes Steuerungssystem mache die DF-21 auf ihrem Kurs unberechenbar, ihre geringe Größe für Radar schwer auffindbar, und bei einer Geschwindigkeit von Mach 10 könne sie ihre maximale Reichweite von 2000 Kilometern in weniger als zwölf Minuten hinter sich bringen.
    http://en.wikipedia.org/wiki/DF-21

    http://www.spiegel.de/politik/…..36927.html

    Chinas Aufrüstung sorgt für Aufregung bei amerikanischen Streitkräften. Peking hat nach US-Angaben jetzt seine ballistische Rakete vom Typ “Ostwind” entscheidend weiterentwickelt – sie soll Flugzeugträger versenken können und dürfte die Machtbalance im Pazifikraum entscheidend verschieben.

    http://www.blick.ch/news/ausla…..66241.html

    Schiffskiller «Dongfeng 21 D»
    Neue China-Rakete macht US-Militärs nervös

    WASHINGTON – Aus Peking weht ein neuer Wind: Die weiterentwickelte Rakete vom Typ «Ostwind», die Flugzeugträger versenket, wühlt den ganzen Pazifikraum auf.

    China rüstet schneller auf, als dem US-Militär – dem selbsternannten Beschützer von Pekings Erzfeind Taiwan – lieb ist. Schon im Sommer warnte das Pentagon vor einer teils geheimen Modernisierung der chinesischen Armee.

    Jetzt wird Admiral Robert Willard in der «Financial Times» konkreter: China sei es gelungen, ihre Anti-Schiff-Rakete DF-21 zu verbessern. Das Waffensystem sei eine Bedrohung für US-Flugzeugträger im Pazifikraum. Dort könnte «Dongfeng 21 D» das Kräfteverhältnis deutlich verändern. 2000 Kilometer in zwölf Minuten

    Die Interkontinental-Rakete soll ihre maximale Reichweite von 2000 Kilometern in weniger als zwölf Minuten zurücklegen. Vom Land aus soll sie mit Hilfe von Satelliten, Drohnen oder Radar – selber so gut wie unsichtbar – ans Ziel finden.

    Wie beim Vorgängermodell sei der Sprengkopf gross genug, «um einen Flugzeugträger mit einem Schlag zu versenken», wie es das U.S. Naval Institute formulierte.
    Flugzeugträger-Einsätze überdenken

    Admiral Willard befürchtet, dass sich seine Schiffe gegen den «Ostwind» («Dongfeng») nicht verteidigen können. Völlig ausgereift sei die Rakete aber noch nicht. Trotzdem erklärte US-Verteidigungsminister Robert Gates bereits im September, das Pentagon müsse die Einsatzmöglichkeiten von Flugzeugträgern überdenken.

    Peking verstand das Pentagon-Papier im Sommer als «Einmischung in innere Angelegenheiten, wie «Spiegel Online» heute berichtet. Bleibt abzuwarten, wie die chinesische Führung auf die neusten Einschätzungen der US-Militärs reagiert. (dip)

    Sobald CHINA losmarschiert, wird sie niemand mehr aufhalten können.

    nordlicht sagt:
    20. April 2014 um 21:34

    @Andreas
    Danke für diese aufschlussreichen Informationen.
    Dass China nicht nur ökonomisch, sondern auch militärisch ein solches Wachstum hinlegt, wußte ich nicht.
    Die Parallelen zum Aufstieg der USA vor fast 100 Jahren sind unverkennbar. Man klaut Patente, scheffelt Unmengen an Geld bzw. Geld-Forderungen, korrumpiert eine ansehnliche Elite, hält Kriege vom eigenen Territorium fern und infiltriert nahezu heimlich die Rohstofflager des Planeten mit eigenem Personal. Und nach außen hält man die Fahne der Solidarität heraus, damals “Freiheit”, heute “Sozialismus” genannt.
    Dass der chinesische “Boom” nach der Rückgabe Hongkongs an China 1997 dann so richtig losging, ist auffällig.
    Die einst nur über Hongkong herrschende Li-Dynastie soll nach der Rückgabe maßgeblichen Einfluss in den Zentren ganz Chinas erlangt haben. Falls Du darüber Informationen hast, bitte ich Dich um Antwort. Die Familie Li soll nämlich seit Generationen eine enge Verbindung auch zu den “Einflüsterern” des sterbenden US-Imperiums haben.

    Andreas sagt:
    21. April 2014 um 00:08

    China benutzt den Kapitalismus nur um den Westen gegen die Wand zu fahren.(meiner Meinung nach) Es ist die Blauäugigkeit des Westens, die China den Sprung nach vorne erst ermöglicht. In China gibt es ein schönes Sprichwort: “Kopiere den Meister, um selbst der Meister zu werden”. Der Westen parkt seine eigene Hochtechnologie in China in der Hoffnung den Absatzmarkt dort zu kontrollieren. Der chinesische Perfektionismus beschleunigt die Entwicklung. Anfangs waren die Kopien eben nur billige Imitate. Mittlerweile sind die Chinesen im Maschinenbau, insbesondere Militärtechnologie aber mindestens auf Augenhöhe mit der europäischen Union. Ich vergleiche Amerika gerne mit dem dritten Deutschen Reich. Deutschland war damals technologisch weit überlegen, aber mittel- bzw. langfristig konnte es seinen eigenen Untergang nicht verhindern. Dummerweise, aus Sicht der Amerikaner, vereinen die Chinesen bereits beide Modelle. 1. Die Masse an Truppen und 2. fortgeschrittene Technologie zur Sicherung eigener Interessen.

    All diese Entwicklung betrachte ich neutral und nüchtern. Bin sehr gespannt, welche Groß- bzw. Supermacht sich letzten Endes durchsetzen wird. Für mich ist es aber erwiesen, dass Amerika seine besten Zeiten weit hinter sich hat und den Platz für die neue Achse Moskau-Peking räumen muss. Mittelfristig gesehen werden Moskau und Peking eng zusammenarbeiten. Wirtschaftlich wie militärisch. Langfristig gesehen wird selbst Russland den Platz für China räumen müssen.

    Der Westen versucht verzweifelt den Plan von Zbigniew Brzeziński umzusetzen. Zbigniew Brzeziński ist ausgesprochener Russlandhasser und versucht durch Stellvertreterkriege China gegen Russland aufzuwiegeln. Der Nahe Osten wird Stück für Stück an die Wand gefahren. Allein der Iran deckt 12% des chinesischen Ölbedarfs. Die Amerikaner versuchen via Syrien einen Krieg mit dem Iran auszulösen in der Hoffnung, dass der Bündnisfall zum Selbstläufer wird. Zbigniew Brzeziński versucht China nach Sibirien zu treiben. Vereinfacht ausgedrückt.

    Quelle:
    http://julius-hensel.com/2014/04/ukraine-polen-hatte-die-putschisten-zwei-monate-vorher-ausgebildet/#comments

    • krisenfrei said

      Vielen Dank Nordlicht für’s Reinstellen dieser Infos.
      In diesem Zusammenhang möchte ich gerne noch hinzufügen, dass China, Russland, Iran u.a. Länder bereits daran arbeiten, den Dollar zu Fall zu bringen. Wenn das geschieht, können die US-Kriegstreiber einpacken.

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