krisenfrei

Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

Archive for 24. April 2014

NASA: Zivilisationskollaps unausweichlich

Posted by krisenfrei - 24/04/2014

von Gerhard Spannbauer (krisenvorsorge)

Während allenthalben darüber spekuliert wird, ob es in Europa oder weltweit zum Finanzcrash kommt, haben mathematische Berechnungen einer von der NASA finanzierten Forschergruppe die Frage schon mit demonstrativer Gewissheit beantwortet: es kommt nicht nur zum weltweiten Finanzcrash, sondern zum umfassenden Kollaps der westlichen Zivilisation. Die Gruppe der Universität Maryland um den Mathematiker Safa Motesharrei drückt sich deutlich aus: der totale Untergang lässt sich noch verzögern, aber nicht mehr verhindern. Die Frage ist nur, wann dieses Ereignis eintritt.

Eines der 32 verwendeten Beispiele für untergegangene Reiche dürfte uns ziemlich bekannt vorkommen: nachdem im 18. Jahrhundert das französische Königreich zum Weltreich geworden war, geriet irgendwann das kollosal aufgeblähte Haushaltsdefizit außer Kontrolle, was dazu führte, dass man sich massiv verschuldete, die Währung immer schneller entwertete und sich an Kriegen im Ausland beteiligte. Der folgende Zusammenbruch der französischen Wirtschaft mündete dann in eine mehrere Dekaden dauernde Phase von Hyperinflation, Bürgerkrieg und Genozid.

Für die Berechnung ihrer apokalyptischen Prognose verwendeten die Forscher ein etwa 100 Jahre altes Räuber-Beute-Modell. In der modernen Gesellschaft stellen die Menschen die Räuber dar, die Beute sind die natürlichen Ressourcen. Fünf Faktoren sind es, mit denen wir uns laut Studie bald selbst den Garaus machen:

  • Bevölkerungswachstum
  • Klimawandel
  • Wasserversorgung
  • Landwirtschaftsentwicklung
  • Energieverbrauch

Manche dieser Probleme bestehen zwar zum Teil aus künstlich aufgebauschter Hysterie, die dazu dient, schwer durchsetzbare politische Maßnahmen der Bevölkerungskontrolle oder enorm lukrative Geschäftsmodelle wie den CO²-Zertifikatehandel zu implementieren. Doch dass die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen und die ungleiche Verteilung des Reichtums wie im Modell vorhergesagt zum totalen Kollaps der Zivilisation führen dürfte, ist keine Hysterie. Bei anhaltend falscher Ressourcenallokation wie bisher ist ein Zusammenbruch mit anschließender langer Phase von wirtschaftlichem Verfall und kulturellem Rückschritt unvermeidlich.

Laut Studie findet das dringend notwendige Umlenken auch deshalb nicht statt, weil die Reichen und Superreichen die negativen Auswirkungen wie Dürren, Fluten und Hungersnöte nicht spüren und ihr Verhalten deswegen nicht verändern. Stattdessen würde nur versucht, durch „neue“ Technologien wie das Fracking weitere Energieressourcen zu erschließen, womit der Untergang zwar hinausgezögert, nicht aber verhindert werden könne.

Es geht uns offenbar nicht anders als den Mesopotamiern, Römern oder den alten Han in China – auch die waren allesamt auf je ihre Weise zu komplexen Hochkulturen angewachsen. Und sie waren durchaus in der Lage, vorauszuschauen und es besser zu wissen. Man hätte ihnen – genau wie uns heutzutage – durchaus zutrauen können, nicht blind ins eigene Verderben zu rennen. Doch bloßes Wissen um die eigene Verwundbarkeit und Begrenztheit genügt eben nicht, um eine überlebensfähige Zivilisation zu schaffen – zumindest ist das der Eindruck, der sich seit Jahrtausenden nicht verändert hat. Motesharrei hält fest, dass so gut wie alle Zivilisationen der letzten 5000 Jahre an dem ewig gleichen Mix aus Überlastung der ökologischen Tragfähigkeit und extremer sozialer Ungerechtigkeit zerbrochen sind.

Da sollte man meinen, die Menschheit könnte doch mal auf die Idee kommen, sich dass dahinter stehende Phänomen der Gier einmal näher anzuschauen. Und zwar nicht bloß in der akademisch abstrahierten Form, die es längst zur Genüge gibt, sondern auf der direkten Erfahrungsebene des einzelnen Menschen an sich selbst. Doch das passiert nach wie vor in viel zu geringem Maße. Zwar lassen sich heutzutage zum Glück immer weniger Menschen weismachen, hinter all den immergleichen Überlebensproblemen steckten bloß ein Mangel an technischer Kompetenz oder ein paar technische und organisatorische Defekte, doch die entsprechenden Reaktionen auf der Handlungsebene sind immer noch viel zu schwach, um den nächsten Kollaps aufzuhalten.

Zwar haben mittlerweile Viele den Eindruck, dass hinter den vielen Problemen vor allem geistige Prinzipien und Haltungen der Menschheit stehen, die man verändern muss, doch bei unseren offiziellen Weltenrettern in ihren supranationalen Organisationen ist das noch längst nicht angekommen: deren (tatsächliche oder vorgeschobene) Bemühungen, den wahrscheinlichen Untergang abzuwenden, sind weiterhin stur auf technische und organisatorische Verbesserungen und „Lösungen“ ausgerichtet. Dabei ist längst offensichtlich geworden, dass verbesserte Ressourcennutzung allein aufgrund der grenzenlosen Natur der nicht-transzendierten menschlichen Gier nur zu höheren Verbrauchsmengen und Ausweitung der Ressourcenexploration führt. Auf diese und ähnliche Weise holt sich jeder nur oberflächliche Fortschritt selbst wieder ein.

Der wirkliche Schlüssel liegt jedoch in einer Kombination aus dem, was unter dem Stichwort „Bewusstseinswandel“ zusammengefasst wird, und aus technologischem und organisatorischem Wandel. Da die Autoren der Studie selbst eher aus dem Lager der Rationalisten, Ingenieure und Bastler stammen, die dem menschlichen Bewusstsein bekanntermaßen eher keine großen Sprünge zutrauen, ist die grundlegend pessimistische Haltung verständlich.

Um dem abschließend wenigstens einen Schuss Optimismus entgegenzusetzen: wir sind vielleicht noch nicht an der Kreuzung vorbei, an der wir entscheiden können, ob sich die Geschichte einmal mehr wie in einer hängenden Schallplatte wiederholt oder ob der menschlichen Zivilisation dieses Mal ein Quantensprung gelingt. Unruhige Zeiten kommen jedoch auch ohne völligen Zusammenbruch auf uns zu. Denn allein die Befreiung der Realwirtschaft und anderer Lebensbereiche aus der Fuchtel der Finanzwirtschaft wird – wenn sie denn noch rechtzeitig gelingt -, schmerzhaft und turbulent werden. Doch das ließe sich mit einer soliden Krisenvorsorge soweit abfedern, dass Sie und Ihre Familien ohne bleibende Blessuren bis zum hoffentlich erfolgreichen Neustart durchkommen könnten.

 

Posted in Uncategorized | 1 Comment »

Feldzug der Wahnsinnigen: Ein Plädoyer für Meinungsfreiheit

Posted by krisenfrei - 24/04/2014

von Gerhard Breunig (cafeliberte)

Eine stetig wachsende Gruppe von Meinungsideologen übernimmt derzeit ähnlich wie vor acht Jahrzehnten in Deutschland die Deutungshoheit über Recht und Gesetz. Unterstützt von gleichgeschalteten, willfährigen Medien nimmt sich diese Gruppe das Recht heraus, jeden Widerstand gegen die selbst formulierten Dogmen ihrer Ideologie mit der alt bewährten Nazikeule nieder zu prügeln. Betroffen sind davon aber gerade nicht die Unverbesserlichen und ewig Gestrigen, sondern in großer Zahl unbescholtene, rechtschaffene Bürger, die nichts weiter tun als eine eigene, noch nicht gleichgeschaltete Meinung zu haben.

Immer wieder finden sich Einzelpersonen oder Gruppen zusammen, die außer einer rechten und einer linken Schublade nichts mehr im Kopf haben. In bewährter Blockwart Mentalität spät man Menschen aus und denunziert sie dann im Internet. Das klar geformte Weltbild des Schubladendenkens lässt bei diesen Menschen keine anderen Reaktionen mehr zu, wenn es gilt, die selbst definierten Gegner als Nazis zu bekämpfen. Die Auswahlkriterien sind dabei beliebig und die Hürden für eine öffentliche Zwangsverurteilung wurden der Einfachheit halber besonders niedrig gehalten. Laut Gruppen eigener Definition ist man bereits ein Nazi, wenn man als Vater oder Mutter Kampagnen gegen Kindesmisshandlungen unterstützt oder wenn man sich gegen den Euro ausspricht. Mit Äußerungen zur Multi-Kulti Gesellschaft, gegen die EU oder gegen die unmittelbar bevorstehende Klimakatastrophe sollte man ebenfalls sehr vorsichtig sein, will man nicht als „Verdachtsfall“ behandelt werden. Eine dieser „menschenfeindlichen Gesinnungen“ reicht bereits aus, um in das Mahlwerk der selbsternannten Gesinnungsjäger zu geraten. Was das genau für eine menschenfeindliche Gesinnung ist, entscheidet natürlich die „Jagdgesellschaft“. Nur eines scheint immer eindeutiger. Die Keule schlägt schneller zu als sie glauben.

Wer sich gegen die Meinung der „Gesinnungsjäger“ stellt, muss im günstigsten Fall mit einem Shitstorm rechnen. Man kann aber mit Sicherheit davon ausgehen, dass der Ruf im Internet schon durch eine kleine unbedachte Äußerung, sehr schnell massiv gefährdet ist. Meinungsfreiheit war gestern. Heute zählt nur noch die Einheitsmeinung der Schubladenkaste, die von oben, wo immer das auch sein mag, vorgegeben wird. Wer diese Meinung nicht teilt oder teilen will, wird eben zwangsbeglückt und niedergeknüppelt. Derzeit noch mit Worten. Aber Forderungen nach der Todesstrafe für „Klimaleugner“ gab es schon und gewaltsame Übergriffe bei Demos häufen sich.

Familienväter, die sich beispielsweise gegen die Bildungsideologie der baden-württembergischen Landesregierung zur Wehr setzen, geraten schnell ins Fadenkreuz der linksgrünen Sturmtruppen. Und das nur, weil sie für sich den Rechtsanspruch erheben, die Erziehung ihrer Kinder selbst bestimmen zu wollen. Was eigentlich eine natürliche Angelegenheit ist, wird so zum „Verbrechen gegen die Inquisition der Staatssozialisten“.

Wer das Falschgeld der Eurozone ablehnt oder seiner Besorgnis um seine Heimat Ausdruck verleiht, muss immer öfter damit rechnen, ausgegrenzt und benachteiligt zu werden. Dem Internet sei Dank, bleiben neben den eigenen Aussagen auch die Anfeindungen des neuen Ku-Klux-Klan der Sozialisten für alle Zeiten verfügbar. Allein die Opfer sind heute nicht mehr schwarz sondern eher bürgerlich deutsch. Das Feindbild befindet sich hauptsächlich im Mittelstand, dort wo die Bildung noch immer nicht so tief gesunken ist, dass man kranke Ideologien und gesellschaftliche Fehlentwicklungen nicht mehr erkennt. Wie lange wird es wohl dauern, bis die neuen Fanatiker jeden rechtschaffenen Menschen in unserem Land über das Internet zum “Nazi” abgestempelt haben? Es herrscht inzwischen eine bedrückende Form von inflationärer Kollektivierung in dieser Richtung.

Genau diese Situation hatten wir schon einmal vor etwa 80 Jahren. Damals zogen ebenfalls ideologisch verblendete SA Gruppen durch die Städte und verprügelten Andersdenkende. Dabei war es ihnen völlig egal, welche Gedanken der willkürlich ausgewählte Gegner hatte. Wenn er nicht die gleichgeschalteten Gedanken der Nationalsozialisten dachte, gab es eben kein Pardon. Kommunisten, Sozialisten, Gewerkschafter und Juden waren die ersten Opfer damals. Sind jetzt die Liberalen, Libertären und Konservativen an der Reihe? Selbst völlig unpolitische Menschen geraten in die angelaufene Maschinerie. Die Auswahlkriterien erscheinen beliebig, die möglichen Opfer zahlreich. Die Methoden jedenfalls sind immer noch die gleichen.

Was unterscheidet die selbsternannten Gesinnungsjäger eigentlich von den damaligen SA Truppen? Ich glaube, da gibt es keinen wirklichen Unterschied. Es geht wieder nur um die Unterdrückung einer anderen Meinung. Es geht wieder nur um das gewaltsame Niederhalten der freien Meinungsäußerung durch Gruppen, die sich einbilden, die Herrschaft über Meinung und Moral gepachtet zu haben. Es geht wieder um eine Form von sozialistischem Gedankengut, dieses mal nur rot und grün statt braun. Es geht wie immer um die unbeschränkte Macht über Andere. Die Meinung, uns mit irgendetwas besonderem „beglücken“ zu müssen, stirbt wahrscheinlich nie aus in Deutschland. Die Leidtragenden sind wieder einmal wir, die normalen Bürger, die eigentlich nur eines wollen. Unser Recht auf ein selbstbestimmtes und menschenwürdiges Leben. Der Sozialismus und seine Schergen kennen keine Gnade. Vor 80 Jahren genauso wenig wie heute.

Es ist schon erstaunlich, mit welcher Selbstverständlichkeit manche Menschen selbst die unsinnigsten Behauptungen als Gegeben hinnehmen. Dabei lassen sich diese Behauptungen bei näherer Betrachtung leicht als Propagandalügen entlarven. Durch das ständige Wiederholen bestimmter „Fakten“ in Presse, Funk und Fernsehen wird den für diese Thesen besonders empfänglichen Menschen dabei suggeriert, dass die Behauptungen der Ideologen einer begründeten Tatsache entsprechen. „Qualitätsmedien“ sind sich nicht zu schade, diesen Thesen eine großzügige Plattform zu bieten. Wo bleibt da die angebliche Verantwortung? Wo bleibt die Ausgewogenheit der selbsternannten 4. Gewalt im Staat? Mit viel Brimborium werden den anfälligen, oft verzweifelten Menschen die kranken sozialistischen Ideologien unter die inhaltsleere Hirnschale geimpft. Sie glauben schließlich alles was sie sehen und hören ohne weiteres Hinterfragen. Und schon kann sie beginnen, die moderne Form der Hexenjagd.

Die selbsternannte Inquisition der Nazijäger agiert dabei noch subtiler als die früheren SA Truppen. Versteckt hinter Pseudonymen wird mit erstaunlicher Brutalität vorgegangen. Zwar müssen die Gejagten derzeit noch nicht um Leib und Leben fürchten. Aber wer garantiert, dass die Situation nicht genauso aus den Fugen gerät wie vor 80 Jahren? Schließlich hat die heutige Jagdgesellschaft große Teile der Politik und der Medien hinter sich.

Die Schuld an dieser äußerst prekären Situation tragen überwiegend machtgeile Politiker, meist aus dem linksgrünen Spektrum und verantwortungslose Ideologen, die sich dieser verblendeten Gruppen gerne bedienen. Völlig egal ob man den Klimawahn, Multi-Kulti, den Gender-Irrsinn oder den perversen Pädo-Sexkult ablehnt. Man ist schnell im Fadenkreuz der Nazi-Inquisition und wird sofort als Ketzer abgestempelt. Freie Meinung, die das Grundgesetz eigentlich garantieren sollte, war gestern. Wer Recht bei diesem Thema erwartet, wird sehr oft enttäuscht.

Wollen wir wieder darauf warten, dass diese Leute eine neue Kristallnacht in Deutschland veranstalten und gewaltsame Strafaktionen mit Andersdenkenden durchziehen? Wollen wir noch einmal darauf warten, dass sie wieder bestimmte Gruppen von uns abholen? Lange wird es sicher nicht mehr dauern. Nicht jeder, der wegen seines Glaubens ans Kreuz genagelt wurde, war so erfolgreich wie Jesus Christus. Die meisten Gekreuzigten kannte schon nach einer Woche keiner mehr. Ich möchte nicht mehr zulassen, dass in diesem Land die freie Meinung von irgendwelchen Gruppen mit selbst gezimmerter Scheinmoral unterdrückt wird. Niemand hat das Recht, anderen seine Meinung oder seine Ideologie durch Gewalt oder Gewaltandrohung aufzuzwingen. Schon üble Nachrede ist heute eine Form der Gewalt, da in Zeiten des Internet Informationen überall sofort verfügbar sind. Üble Nachrede ist subtil aber sehr wirksam im Land der obrigkeitshörigen Angsthasen.

Stehen wir gemeinsam auf und machen diesen verblendeten, Ideologie geschädigten Menschen heute noch klar, dass wir solche Methoden in Deutschland nicht mehr zulassen werden. Rot-Grüne Sturmtruppen, die sich so menschenverachtend verhalten, wie die angeblich bekämpften „Vorbilder“ vor 80 Jahren, braucht dieses Land genauso wenig, wie die ewig Gestrigen aus der braunen Ecke. Und Medien, die Meinung in eine bestimmte Richtung lenken wollen, braucht ebenfalls kein Mensch.

 

Posted in Uncategorized | Leave a Comment »

Nur noch Tage oder Stunden?

Posted by krisenfrei - 24/04/2014

von Wolfgang Arnold (saarbruecker)

Die Lage in der Ost-Ukraine spitzt sich dramatisch zu.

Gold und Silber testen vor dem aktuellen Verfallstermin ihren Tiefspreis. Sollten wir danach einen dramatischen Anstieg erleben, könnte das Signal für die kommenden Ereignisse deutlicher nicht sein:

Die Stadt Slawjansk (118.000 Einwohner) im Oblast Donezk in der Ost-Ukraine befindet sich fest in der Hand prorussischer Separatisten. Sämtliche wichtigen öffentlichen Gebäude (Geheimdienstzentrale, Polizei, Stadtverwaltung) sind besetzt. Jeder Forderung zur Aufgabe begegnen die sogenannten Terroristen mit der Gegenforderung: Erst müsse die „Marionetten-Regierung“ in Kiew zurücktreten. Das ukrainische Innenministerium räumt ein, die Situation in der Stadt derzeit nicht mehr unter Kontrolle zu haben.

Seit heute Morgen haben ukrainische Panzer, Schützenpanzer und Spezialkräfte die Stadt eingeschlossen. Reuters berichtet, ukrainische Truppen hätten sich außerhalb der Stadt eingegraben. Es wird von Schießereien an Kontrollpunkten berichtet, von ersten Toten und Verwundeten, Schulen, Kindergärten und die meisten Geschäfte sind geschlossen. Noch sind offenbar die Kontrollposten an den Einfallsstraßen fest in der Hand der „Aufständischen“. Klaus Zillikens, Leiter der OSZE-Mission in der Ost-Ukraine, erklärt, es lägen keine Beweise dafür vor, dass russische Streifkräfte beteiligt seien.

Um die Entwicklung nicht auf andere Teile der Ost-Ukraine überspringen zu lassen, wagt Kiew den ganzen Einsatz. Große Kolonnen mit Panzern, Schützenpanzern und Infanterie bewegen sich auf der Autobahn M-4 in Richtung Donezk, der Hauptstadt des gleichnamigen Oblast mit überwiegend russischer Bevölkerung zu. Auch Kampfhubschrauber wurden gesichtet. Eine gefährliche Eskalation nachdem am österlichen Gründonnerstag in Genf von De-Eskalation die Rede schien.

Der Volksbürgermeister von Slawjansk, Ponomarjow dränt Russland Friedenstruppen zum Schutz der Bevölkerung zu schicken.

Noch hält sich Wladimir Putin zurück, droht jedoch: „Die Anwendung von Gewalt in der Ukraine wäre ein schweres Verbrechen, das Folgen haben wird“. 

Bisher hat die Genfer Diplomatie den Aufstand im Osten nicht eindämmen können. Die Teilung des Landes wird wahrscheinlicher.

Soeben wird gemeldet: Russische Panzer sind auf wenige Meter zur Grenze herangerückt.

Der ukrainische Außenminister Danylo Lubkivsky bittet die USA und Europa um militärischen Schutz: „Die rote Linie ist überschritten. Lassen Sie es nicht bei Worten!“

Ukrainischer Außenminister stellt Russland Ultimatum. Russland soll binnen 48 Stunden den Sinn der Militärübungen unmittelbar hinter der Grenze erklären, sonst will die Ukraine angreifen. Dennoch klingt der Text des Ultimatums in sich widersprüchlich.

Wie wird die Nato reagieren, wenn russische Truppen die Grenze zur Ukraine überqueren?

Die Lage erinnert stark an die letzten Tage im August 1939 bevor nach heftigen Attacken gegen die deutsche Minderheit in Polen die deutsche Wehrmacht in Polen einmarschierte, worauf am 3. September 1939 England und Frankreich Deutschland den Krieg erklärten.

Sobald in der Ukraine russische und Nato-Waffen sprechen, werden das todkranke Weltfinanzsystem, der Dollar und der Euro ihr Waterloo erleben. Bei der zwangsläufig folgenden Schulden-Bereinigung werden die Deutschen erkennen, auf welchem Treibsand aus Target2-Krediten, Bürgschaften, ESM-Verpflichtungen ihre Wohlstands-Fata-Morgana ruht und was auf sie zukommt, sobald die EZB ihre Müllhalde aus Schrottpapieren offenlegen muss.

Eine Vorratshaltung an Lebensmitteln, Wasser, Arzneimitteln und anderen Dingen des täglichen Bedarfs für 4 Wochen dürfte dann kaum ausreichen. 

Richtig vorsorgen, clever tauschen – das sind ultimative Ratschläge für die Krise, die sich laut Martin Armstrong für mehrere Jahre abzeichnet. Höchste Zeit, sich mental und physisch vorzubereiten.

(Klick auf jedes Cover führt zu Infos u. Bestelladresse)

Eine Vision der kommenden Dinge:
Das Buch zeigt einen Weg wie die Krise überlebt werden kann. Die Menschen, von denen in diesem Buch berichtet wird, konnten sich nicht vorstellen, dass alles was sie durchleiden würden, immer noch eine Steigerung erfahren sollte.

Armut, Gewalt, Hunger, Seuchen, Aufruhr und Bürgerkrieg stürzten viele so tief ins Chaos, dass die Überlebenden zu Neujahr 2020 dem Einen dankbar zujubeln, der sie aus der finsteren Zeit erlöst.

 

Posted in Uncategorized | 2 Comments »

Paul Craig Roberts: Hoffnung und Chaos

Posted by krisenfrei - 24/04/2014

Hubert Milz (ef-magazin)

Er springt zu kurz

Mein Freund Johannes Maruschzik hat in den ersten Monaten des Jahres 2012 das Buch „The Failure of Laissez Faire Capitalism and Economic Dissolution of the West“ von Professor Doktor Paul Craig Roberts aus dem amerikanischen Englisch ins Deutsche übersetzt und den passenden Titel „Wirtschaft am Abgrund“ gewählt.

Bei diesem Buch handelt es sich zweifelsohne um ein wichtiges und gutes Buch – Johannes Maruschzik hat dem Buch in seiner Rezension bei Amazon auch fünf Sterne gegeben. Obwohl ich den Sorgen und dringlichen Warnungen von Prof. Roberts in der Summe eigentlich nicht widersprechen will: Bei ein paar wichtigen Details bin ich anderer Ansicht als Professor Roberts und vergebe somit nur vier Sterne, dies schon einmal vorweg angemerkt.

Unter Präsident Ronald Reagan war Roberts „Assistant Secretary of the Treasury” im US-Finanzministerium. Diese Stellung umfasst in etwa den Verantwortungsbereich des bundesdeutschen Wirtschaftsministeriums. Alexander Hamilton – einer der Gründerväter der USA – war der erste „Assistant Secretary of the Treasury” und Craig Roberts der letzte; nach dem Ausscheiden von Roberts wurde das US-Finanzministerium von der „Wallstreet“ okkupiert. Die Schilderungen im Buch geben hierzu einen gut unterfütterten Eindruck. Es findet sozusagen durchgehend eine Rochade zwischen Wallstreet und US-Finanzministerium statt – Politiker machen in der Finanzindustrie Karriere und Finanzmanager in der Politik und wieder umgedreht:

– Heute Wallstreet-Manager und morgen hochrangiger Politiker im US-Finanzministerium.

– Heute hoher Politiker im US-Finanzministerium und morgen Spitzenmanager der Wallstreet.

– Zwischenzeitlich ein durch Wallstreet finanzierter Dozent an einflussreichen Hochschulen, danach wieder in der Wallstreet oder in der Politik aktiv.

Eine ekelhafte und gefährliche Symbiose zwischen „Big Government“ und „Big Business“ wird dargestellt; eine Schilderung, die einen Einblick in die plutokratischen Strukturen der (politischen und ökonomischen) Machtverhältnisse der USA vermittelt.

„Big Government“ und „Big Business“ agieren gemeinsam gegen die Interessen der US-Bürger. Eigentum, Vermögen und Rechte der Menschen der USA sind ein Spielball der Partikularinteressen der Mächtigen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Ohne zwingende Gründe werden mehr oder weniger ganze Industriezweige aus den USA verlagert, das heißt die US-ökonomische Basis erodiert, und gleichzeitig werden imperiale politische Spielchen rund um den Globus vorangetrieben. Hierzu nutzen die Machtpolitiker der USA jedwede Chance, so auch die Möglichkeiten, welche die Nato und andere supranationale Organisationen bieten, um zum Beispiel die „dummen“ Europäer für das US-Imperium kämpfen und bluten zu lassen.

Im Jahre 1776 wagten die amerikanischen Kolonisten ein Experiment, sie sagten sich von einem fernen König, der ihre Interessen nicht berücksichtigte, los, um sich selbst zu regieren. Heuer scheint es, als ob dieses Experiment fehlgeschlagen sei, denn die USA werden nun von Interessengruppen beherrscht, deren Mitglieder nur eigene Interessen kennen und an den Schaltstellen der Zentralregierung in Washington beziehungsweise an den wichtigen Hebeln der verschiedensten Wirtschaftszweige – insbesondere in der Wallstreet –  sitzen und dort das Sagen haben.

Die Ideale eines Thomas Jefferson zur Begrenzung der Macht der Zentralregierung bilden nur noch Stoff für Feiertagsreden, die Realität sieht anders aus. Seit dem Sezessionskrieg hat die Zentrale in Washington jede Situation genutzt, um mehr an Macht und Verfügungsgewalt an sich zu reißen. Dabei waren die Sezession der Südstaaten und die „Rechte der Einzelstaaten“ zweifelsfrei durch die US-Verfassung legitimiert. Abraham Lincoln bestritt dies und ebnete den Weg dazu, dass immer mehr Macht und Gewalt bei der Zentralregierung konzentriert wurde und wird. Es bleibt nur zu hoffen, dass die US-Bürger sich auf ihre Rechte und Stärken besinnen und das Ruder noch herumreißen können und auch werden.

In Professor Roberts Brust scheinen nach meinen Eindruck jedoch zwei Herzen zu schlagen:

– Einerseits bekräftigt er eindrucksvoll die Rechte von Regionen und die Rechte der Bevölkerung zur Selbstbestimmung, befürwortet demnach auch die „Rechte der Einzelstaaten“;

– andererseits hegt Professor Roberts starke Sympathien für die US-Handelspolitik des 19. Jahrhunderts; eine Politik, welche eine wesentliche Ursache des Sezessionskrieges gewesen ist.

Der Süden wollte zollfreien Handel mit England, also die landwirtschaftlichen Produkte gegen die britischen Industrieprodukte tauschen.

Der Norden wollte seine nicht wettbewerbsfähige Industrie mittels Zollpolitik vor der britischen Konkurrenz schützen, so dass die Zentralregierung in Washington die Wertschöpfung der Südstaaten sozusagen mittels Zoll konfiszierte.

Diese Politik, die Abraham Lincoln noch verschärfen wollte, führte zum Sezessionskrieg. Der Süden wollte und brauchte reibungsfreien Handel mit England und die Nordstaaten betrieben Schutzzollpolitik. Die Sklavenfrage war dem Norden im Grunde egal, Sklavenhaltung hätte der Norden weiterhin akzeptiert, „Freeports“ aber nie und nimmer – in den Worten Lord Actons: „Die Sklaverei war nicht der Grund der Sezession, aber der Grund für ihr Scheitern!“

Und Professor Roberts sympathisiert mit den Verfechtern der „Staatenrechte“ und andererseits schlägt sein Herz für den „nordstaatlichen Schutzzoll“. Dieser Widerspruch ist nicht aufzulösen.

Bei einer derartigen Analyse der USA belässt Professor Roberts es nicht. Er zeigt auch sehr prägnant auf, dass die Wirtschaftspolitik der US-Plutokratie mittel- und langfristig nicht nur den ökonomischen Niedergang der USA bewirken wird, sondern auch den politischen. Gewinner werden Staaten wie China und Indien sein, diese werden die USA als imperiale Macht verdrängen. Ergo schadet sich die US-Plutokratie letztlich langfristig selbst. Mitbeschädigt und mitgerissen in den Abwärts-Strudel der USA wird dadurch auch Europa; denn die Europäer lassen sich wie die „freiwilligen Knechte“ in die Politik der US-Plutokratie einspannen. Roberts warnt vor einem Brüsseler EU-Zentralstaat, der nur die pulsierende europäische Vielfalt, die Schönheiten Europas zerstören kann. Natürlich treiben die US-Plutokraten das Werden eines europäischen Zentralstaats im Rahmen ihrer Möglichkeiten voran, da ein „einzelner europäischer Zentralstaat“ – ein Vielvölkerstaat, mit vielen Sprachen, gegenläufigen Interessen und kulturellen Unterschieden – leichter zu manipulieren sein wird als die europäische Staatenvielfalt.

Craig Roberts empfiehlt den Europäern, sich auf ihre Stärken zu besinnen und die Brüsseler Eurokraten fortzujagen. Insbesondere empfiehlt er Deutschland aus dem Euro-Verband und der EU auszutreten. Deutschlands ökonomische Stärke solle dazu genutzt werden, mit den ostmitteleuropäischen Staaten, mit Skandinavien und nach Möglichkeit auch mit Russland einen Wirtschaftsraum zum Nutzen und Vorteil der Völker zu schaffen. Der Irrweg in den europäischen Zentralstaat hingegen bringe nur Nachteile: Armut, Not und Elend für die Bevölkerung – ausgenommen davon sind dann nur ein paar privilegierte Bonzen.

Soweit der kurze Überblick zu den wesentlichen Aussagen des Buches, wobei von mir schon ein paar kurze kritische Splitter eingeflossen sind.

Nun zu den übrigen wichtigen Details, bei denen meine Ansicht von der Meinung Professor Roberts abweicht.

Die Differenzen zwischen Roberts und mir, beruhen wesentlich auf der unterschiedlichen wirtschaftstheoretischen Basis, von welcher aus die Situation betrachtet wird.

Professor Roberts vermerkt, dass das „Grundgerüst jeder theoretischen Ökonomie“ auf Adam Smith, David Ricardo, Alfred Marshall, John Maynard Keynes und Milton Friedman beruht.

Nun, Alfred Marshall hat die marginalistisch-subjektivistische Revolution, die in den 1870er Jahren einsetzte, im angelsächsischen Raum in Gleise gelenkt, die in Richtung objektive Ökonomie zeigen. John Maynard Keynes und Milton Friedman sind Verfechter des papierenen Scheingeldes und stark mitverantwortlich für die Massen an Scheingeld, mit denen der Globus überschwemmt ist und wird. Ohne diese Fluten von Scheingeld wäre es der US-Plutokratie nicht möglich gewesen, ihr Spiel derart unverschämt, rücksichtslos und auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung durchzuziehen.

An verschiedenen Passagen des Buches ist es gut ersichtlich, dass auch Professor Roberts in wichtigen Punkten dem keynesianischen Lehrgebäude und dem Monetarismus Milton Friedmans folgt.

Nun, während meines Studiums vor mehr als drei Jahrzehnten hatte ich mich auch vorwiegend, durch den an der Hochschule dominierenden Lehrstoff, mit den Theorien derer von Keynes, Friedman und ihrer Gefolgsleute zu befassen. Einen persönlichen Erkenntnisfortschritt sah ich insbesondere im keynesianischen Lehrgebäude nicht. Ergo suchte ich Alternativen, die mir Wirtschaft und Gesellschaft theoretisch fundierter erklären konnten. Fündig wurde ich schließlich bei der „Wiener Schule der Ökonomie“, in den Werken von Carl Menger, Eugen von Böhm-Bawerk, Ludwig von Mises, Friedrich August von Hayek und Wilhelm Röpke. Daraus folgt, dass mein wirtschaftstheoretisches Verständnis enorm vom ökonomischen Grundgerüst Professor Roberts – also dem ökonomischen Mainstream – abweicht, und zwar insbesondere bei der Kapitaltheorie, der Geldtheorie und der Konjunkturtheorie.

Mittels der „Konjunkturtheorie der Wiener Wirtschaftsschule“ und des Subjektivismus dieser Schule ist es den Vertretern dieser Schule in den letzten 100 Jahren immerhin gelungen, die Krisen und Katastrophen des „verdammten 20. Jahrhunderts“ richtig zu prognostizieren.

Dieses Kunststück gelang dem ökonomischen Mainstream nicht, vielmehr dienten dessen Theorien in der politischen Praxis dazu, die produktiv arbeitende Bevölkerung um den Lohn ihrer Leistung zu bringen.

Es ist jetzt hier nicht der Platz, um meine Meinung komplett zu diskutieren, deshalb werde ich mich auf ein paar plakative Bemerkungen beschränken.

Vor der Gründung des „Federal Reserve Systems“ (FED), der US-amerikanischen Notenbank – zum Jahreswechsel 1912/13 – war der US-Dollar – wie alle übrigen wichtigen Währungen der Welt – mit einer bestimmten Parität ans Gold gebunden. Der Dollar hatte durch die Goldbindung einen intrinsischen Wert, heutzutage ist der US-Dollar an nichts Realem gekoppelt, er ist ein durch gesetzlichen Zwang durchgesetztes Zahlungsmittel – reines Zeichengeld; ein Zeichengeld, das unbeschwert und leichtfüßig vermehrt werden kann. Und genau dies ist seit Gründung des FED auch ständig geschehen.

Es gibt Berechnungen, die den durchschnittlichen Jahreslohn eines US-amerikanischen Industriearbeiters aus 2010 in Goldunzen umrechnen. Dieser Goldlohn wird dann mit dem natürlichen Goldlohn aus 1910 verglichen und man stellt fest, dass der durchschnittliche amerikanische Industriearbeiter kaum – je nach Branche auch keine – Lohnsteigerungen verbuchen kann, die über den Produktivitätszuwachs der letzten 100 Jahre hinausgehen.

Dieses Ergebnis zeigt mir, dass die hohen Löhne in Papierscheingeld tatsächlich nur „Schein“ sind und den produktiv Tätigen zu Gunsten der Plutokratie etwas vorgaukeln. Die sogenannte expansive Geld- und Fiskalpolitik – mitunter auch Wachstumspolitik genannt – nutzt nur den Plutokraten, deshalb wurden Zentralbanken gegründet. Paul Adolph Volcker, Alan Greenspans Vorgänger als Chef des FED, sagte Anfang der 1980er Jahre bei einer Anhörung vor dem US-Senat nichts anderes: Zentralbanken sind nur gegründet worden, um im Notfall systemrelevante Banken mit dem Geld des Steuerzahlers vor dem Bankrott zu retten.

Die Zentralbanken lieferten und liefern die profunden Instrumente, die nötig sind, damit die Plutokratie genau die Spielchen treiben kann, die Professor Roberts richtigerweise in seinem Buch aufs Korn nimmt; leider wählt er für seine Analyse eine in die Irre führende wirtschaftstheoretische Basis.

Ohne Zentralbanken, ohne Teilreservebanken und ohne Papiergeld würden wir mit echtem Geld unseren Handel zu treiben haben:

– Dann wären die Preise, insbesondere die Preise für den Faktor Arbeit, weltweit nicht so verzerrt.

– Dann wären die Transaktionskosten nicht so widersinnig.

– Dann könnte man komparative Kostenvorteile im internationalen Handel auch richtig nutzen – Ricardo würde „leben“. Denn nur durch die Verzerrungen des „Scheingeldes“ sind scheinbar diese absoluten Kostenvorteile, die Craig Roberts anmeiert, gegeben.

In diesem Zusammenhang sind auch Anmerkungen zu einem sehr wichtigen Stichwort von Roberts zu machen; dass die Wirtschaftswissenschaften, die auf einer „Leere-Welt-Ökonomie“ aufbauen, nicht in der Lage sind, die Probleme der heutigen Zeit, nämlich die Probleme einer „Volle-Welt-Ökonomie“, zu lösen.

Nun, nach meinem Dafürhalten wird in der Wirtschaftstheorie keinesfalls mit einer „Leere-Welt-Ökonomie“ argumentiert, sondern das Gebäude der Wirtschaftstheorie fußt auf den Grundgedanken des rationellen und sparsamen Umgangs mit sämtlichen vorhandenen Ressourcen, die alle knapp und eben nicht unbegrenzt vorhanden sind.

Der Gegensatz zwischen „Leere-Welt-Ökonomie“ und „Volle-Welt-Ökonomie“, der in Professor Roberts Buch einen zentralen Aspekt darstellt, erinnert mich sehr stark an das Opus Magnum „Die Grenzen des Wachstums“ des Club of Rome von 1972.

Die wichtigste Ressource des Menschen, nämlich seine Kreativität, wurde vom Club of Rome nicht nur unterschätzt, sondern geradezu ignoriert. Und ich glaube, dass auch Professor Roberts die menschliche Kreativität erheblich unterschätzt.

Kurz und knapp: Freihandel, Kreativität und Globalisierung wären zum Vorteil der Völker nutzbar und nicht zum Nachteil, wie dies leider Roberts genauso unterstellt wie der Club of Rome.

Den Grad an internationaler Verknüpfung der Volkswirtschaften, den die Welt vor der Urkatastrophe 1914 erreicht hatte, den haben wir heute nämlich noch nicht wieder erlangt. Die Globalisierung ist im Zustande des Scheiterns, hier stimme ich Professor Roberts zu, aber aus anderen Gründen als Professor Roberts. Ich denke, dass die Verwerfungen durch das papierene Scheingeld die Volkswirtschaften in den Abgrund treiben werden.

Ein weiterer Punkt, bei welchem meine Meinung von den Ansichten Professor Roberts abweicht, ist seine Empfehlung, dass Deutschland die Euro-Zone und die EU verlassen sollte und mit den ostmitteleuropäischen Staaten und Russland so etwas wie eine Freihandelszone beziehungsweise einen polit-ökonomischen Raum bilden sollte. Es ist eine Empfehlung, dadurch die Chancen zu nutzen, um für diesen Großraum mehr Wohlstand allgemein und für jedermann mehr an persönlicher Wohlfahrt zu schaffen.

Dieser Gedanke ist mir zwar sehr sympathisch – doch ich stufe diesen Gedanken als unrealistisch ein; denn mit Blick auf die Geschichte der letzten 150 Jahre habe ich sehr große Zweifel an der Realisierbarkeit solcher Ideen:

– Würden unsere Nachbarn – die Franzosen an erster Stelle, aber auch die Briten und Italiener – nicht wieder über einem „Deutschen Sonderweg“ lamentieren?

– Würden unsere „Freunde“ nicht die Gefahren eines „Vierten Reiches“ heraufbeschwören und alle Ängste und Ressentiments der Polen und anderer Ostmitteleuropäer vor einer deutsch-russischen Hegemonie schüren?

– Würden die deutschen Nachbarn, hier wieder insbesondere die Franzosen und Briten, nicht versuchen, dies zu unterbinden?

– Nicht zu vergessen die USA, auch diese würde eine solche Konstellation keineswegs wohlwollend als Zuschauer verfolgen!

– Und die Russen? Würden die Russen einen Wirtschaftsraum unter deutsch-russischer Führung akzeptieren oder lieber unter russisch-deutscher Führung präferieren?

Ich persönlich glaube eben nicht daran, dass unsere westlichen „Freunde“ unsere Freunde sind. Alle anti-deutschen Ressentiments schlummern nur und brauchen von geschickten Agitatoren nur geweckt zu werden, wie die sogenannte Euro-Staatsschulden-Krise dies auch zeigt. Die anti-deutschen Nachrichten aus dem Mittelmeerraum zeigen dies doch mehr als nur deutlich.

Craig Roberts Empfehlungen bezüglich der EU und Europa praktisch umgesetzt, würde dazu führen, dass es dann wieder, wie vor 1914, heißen wird: „Ceterum censeo Germaniam esse delendam“: „Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Deutschland zerstört werden muss.“

Abschließend noch eine Anmerkung zum Zoning und den Immobilienentwicklern. Ich meine, dass Prof. Roberts hier die Freimarktler, die zu kurz springen und nur die angeblichen Eigentumsrechte der Immobilienentwickler sehen, berechtigt angreift. Aber ich sage bewusst „die Freimarktler, die zu kurz springen“. Denn auch Prof. Roberts springt von der anderen Seite her zu kurz.

Wer hat die Gebiete, die durch die Immobilienentwicklern in ihren Strukturen vernichtet werden, entwickelt und kultiviert? Politiker und Regierungen? Sicher nicht, sondern die Familien, die dort seit Generationen leben. Nichtsdestotrotz haben Regierungen und Politiker die Eigentumsrechte in Sachen Infrastruktur an sich gerissen, okkupiert und usurpiert; Rechte, die jenen Familien zustehen!

Bei richtig definierten Eigentumsrechten müsste ein Immobilienentwickler jedem einzelnen der Anwohner die Rechte abkaufen. Ich denke, dass dann sehr viele der von Professor Roberts angesprochenen Wahn-Projekte wegen Unwirtschaftlichkeit nicht durchgeführt werden könnten, wie das von ihm angeführte Beispiel aus Georgia. Dort ist es dem Immobilienentwickler nur gelungen, die Wasser- und Wegerechte zu erhalten, weil er staatliche Behörden für sich instrumentalisieren konnte, also einen Staat einbinden konnte, der unrechtmäßig die Infrastruktur sein eigen nennt. Dieser Aussage werden auch die Freimarktler zustimmen; außerdem zeigt dies, dass auch hier „die Politik Teil des Problems ist – und nicht die Lösung“, wie dies die Argumentation von Professor Roberts impliziert.

Leider sind die Eigentumsrechte eben nicht korrekt definiert und leider in den Händen von Politikern. Und leider spült das System, also die Art und Weise der Organisation unserer sogenannten Liberal-Demokratien, die Negativeliten an die Spitze. Diese Negativeliten verfolgen eben eigene Interessen. Es verbünden sich zwangsläufig ähnliche Kreaturen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu einer Plutokratie, die zum Schaden dessen agiert, was unter Allgemeinwohl zusammengefasst werden kann.

Soweit die Anmerkungen zu meinen abweichenden Ansichten zum Inhalt des Buches von Professor Roberts.

Trotz dieser in wichtigen Punkten abweichenden Meinungen, empfehle ich, das Buch sorgfältig zu lesen. Das Buch enthält eine Fülle von Gedanken, die den Leser zum Selberdenken anregen, geradezu zum Mitdenken zwingen.

Die Probleme, die in dem Buch angesprochen werden, gehören zu den zwingenden Problemen der Gegenwart und nahen Zukunft. Ich persönlich hoffe, dass sich gerade die amerikanischen Bürger auf ihre Traditionen und Stärken besinnen und die herrschende plutokratische Vereinigung hinwegfegen werden. Bezüglich Europa und hier insbesondere Deutschland bin ich pessimistisch; Ferdinand Lassalle soll gesagt haben: „Die Deutschen sind Bedienstete, die kann man frei herum laufen lassen!“ Von daher erwarte ich aus Deutschland keinen Aufbruch zu neuen Ufern, vielmehr: Der größte Teil der Deutschen wird sich mit der „freiwilligen Knechtschaft“ abfinden und versuchen, sich in dieser so gut wie möglich „bequem“ einzurichten – getreu dem Spruch: „Uns geht es ja noch gut!“

 

Posted in Uncategorized | Leave a Comment »

Fotos der New York Times zur Ukraine als Propaganda entlarvt

Posted by krisenfrei - 24/04/2014

Von Alex Lantier (wsws)

Einen Tag nach der Veröffentlichung eines Leitartikels der New York Times unter der Schlagzeile „Fotos zeigen Verbindung der vermummten Männer in der Ostukraine zu Russland“ hat sich dieser Bericht als plumpe Fälschung herausgestellt. Die Times druckte Bilder von ukrainischen Kämpfern in niedriger Auflösung, die russische Abzeichen an ihrer Kleidung zeigen – dieselben, die sie angeblich schon in Georgien getragen haben sollen. Die Fotos suggerieren, es seien die gleichen Männer, und sollen die Behauptung untermauern, in der Ukraine würden russische Spezialkräfte intervenieren. Dies fußt auf einem platten Trick, wie zuerst ein Kommentator auf der Internetplattform Reddit bemerkte. Bei den Fotos der Times handelt es sich um verkleinerte Formate von hochauflösenden Bildern, die im Internet kursieren und zeigen, dass es sich bei den Fotos um unterschiedliche Männer handelt.

Innerhalb weniger Stunden wurde damit der angebliche Beweis der Times für ihre Behauptung, russische Soldaten würden die Proteste in der Ostukraine gegen das prowestliche Regime in Kiew anheizen, als völliger Unsinn entlarvt.

Die BBC verglich die hochauflösenden Bilder der zwei bärtigen Männer, die die Times fälschlicherweise der gleichen Person zuwies, und kam zum Schluss: „In den Fotos von 2014 scheint der ergrauende Bart des Mannes schwarz zu sein, während der schlanker aussehende Mann vor sechs Jahren in Georgien einen roten Bart hat.“

Die BBC bemerkte zudem, dass die Abzeichen der russischen Spezialkräfte auf den Uniformen, die die Times als Beweis für ihre Zugehörigkeit zu russischen Truppen anführt, „im Internet für weniger als 5 $ erworben werden können.“

Auf die Frage, ob die Bilder „irgendetwas beweisen“, antwortete BBC: „Es kann nicht mit Sicherheit gesagt werden, dass es sich tatsächlich um russische Spezialkräfte handelt, wie die Ukrainer erklären.“

Die Times hat bei der Veröffentlichung ihrer falschen Behauptungen eng mit der US-Regierung zusammengearbeitet, die die Bilder von der selbsternannten Kiewer Regierung erhalten, sie abgezeichnet und weitergereicht hat. Bei einer Pressekonferenz gab die Sprecherin des US-Außenministeriums Jen Psaki, die die New York Times auch in ihrem Bericht zitiert, zu verstehen, dass sich die Regierung über den Mangel an Beweiskraft dieser Fotos sehr wohl bewusst war.

Auf Nachfragen, ob sie denn sicher sei, dass die Bilder Personen zeigen, die mit Russland in Verbindung stehen, antwortete Psaki: „Was wir auf diesen Fotos wieder einmal sehen können, wie allgemein bekannt in internationalen Medien, auf Twitter und in der Öffentlichkeit, ist das Auftreten von Individuen, denen man die Beziehung zu Russland ansieht. Wir haben unzählige Male darauf öffentlich verwiesen. Ich lasse Sie selbst Ihre Schlussfolgerungen ziehen, ob diese Individuen so ähnlich aussehen wie bei anderen Ereignissen.“

Ein Journalist bei der Pressekonferenz widersprach ihrer Auffassung, dies könne als „Beleg“ gelten. Er fragte: „Glauben Sie, dies würde als Beweis in einer gerichtlichen Verhandlung anerkannt?“

Psaki antwortete: „Ich denke nicht, dass es rechtlich relevant ist – wir machen aus der Sache hier keinen Fall für ein Gerichtsverfahren. Wir zeigen nur, dass hier ein fotografischer Beleg für die Verbindung vorliegt, über die wir schon seit Wochen reden.“

Der Journalist hakte nach: „Glauben Sie, dies ist ein Beweis für eine solche Verbindung, oder ist es, bzw. behaupten Sie, es ist nur ein weiterer Hinweis darauf?“ Psaki antwortete: „Es ist ein weiterer Hinweis.“

In Wahrheit hat die Times ihre Leser mit unkritisch zusammengeschusterten Fotos zu verwirren versucht, die sie durch ihre Kontakte zum State Department erhalten hat. Washington hat diese Bilder der Times absichtlich und wohlwissend, dass sie nicht das Geringste beweisen können, überlassen, um die Propaganda über die bisher unbewiesene Intervention Russlands in der Ostukraine erneut anzustacheln. Die Obama-Regierung konnte sich auf die Times verlassen, dass sie die Bilder veröffentlichen und damit die Medienkampagne gegen Russland anfachen würde, ohne ihrer journalistischen Sorgfaltspflicht nach Überprüfung des Materials nachzukommen.

Vor einem Jahrzehnt war es Times-Journalistin Judith Miller, die die Rolle übernahm, Lügen über den Irak und dessen angebliche Massenvernichtungswaffen zu verbreiten und eine riesige Medienkampagne zur Vorbereitung der amerikanischen Invasion im Irak loszutreten.

Heute könnten die Lügen, die die Times als Nachrichten verkauft, einen Krieg mit der Atommacht Russland provozieren. Mit gefälschten Beweisen über eine russische Intervention in der Ostukraine liefert die Zeitung politische Munition für die Rufe der westlichen imperialistischen Mächte und der Ukraine nach militärischer Niederschlagung der Proteste in der Ostukraine mit ihrer großen russischen Bevölkerung. Dies könnte zur Intervention Moskaus und zum Zusammenstoß zwischen Russland und der Ukraine führen, der die westlichen Mächte hineinziehen würde.

Die Fälschungen der Times sollen zudem verschleiern, dass der Konflikt durch Washington und seine europäischen Verbündeten herbeigeführt wurde, die den Sturz der früheren russlandfreundlichen ukrainischen Regierung im Februar durch einen von Faschisten geführten Putsch unterstützt haben. Die selbsternannte prowestliche Regierung in Kiew ist jetzt mit einer heftigen Opposition der Bevölkerung in den prorussischen Regionen der Ostukraine konfrontiert. Es ist die agressive Politik der westlichen Mächte, die die explosive Lage in der Ostukraine selbst geschaffen hat.

Die Redakteure des Times-Artikels sind, wie Judith Miller vor ihnen, Teil einer zunehmenden Integration der Medien in den Staat. Henry Kissinger, Außenminister unter Präsident Richard Nixon, hatte sich vor vier Jahren persönlich für ein Visum des leitenden Autors Andrew Higgins für China eingesetzt. Higgins durfte seit 1991 nicht mehr einreisen, weil er nach seiner Berichterstattung über das Massaker am Tianmen-Platz mit chinesischen Regierungsdokumenten in seinem Reisegepäck gefasst und des Landes verwiesen worden war.

Higgins heutige Berichte über die Ukraine zeichnen sich durch Verharmlosung der faschistischen Kräfte aus, die Washington und die europäischen Verbündeten in Kiew an die Macht gehievt haben, und durch Dämonisierung Russlands. Ein besonders abstoßendes Beispiel veröffentlichte er am 8. April: „Ukraines Juden: Größere Sorge ist Putin, nicht Pogrome“. In diesem Artikel wischt er die Sorge beiseite, dass die faschistischen Gruppen irgendeine Gefahr für die ukrainische jüdische Bevölkerung darstellen würden.

Die Milizen des Rechten Sektors und der faschistischen Swoboda-Partei besetzen Schlüsselpositionen des Kiewer Regimes. Sie glorifizieren die Faschisten des Zweiten Weltkriegs wie die OUN (Organisation Ukrainischer Nationalisten) von Stepan Bandera, die mit den Nazis während des ukrainischen Holocausts kollaboriert hatten. Dennoch, so Higgins, seien diese Kräfte weniger gefährlich für das ukrainische Volk als die russische Regierung.

„Sogar der Rechte Sektor, eine Koalition von ultranationalistischen und in manchen Fällen neo-faschistischen Organisationen, ist bemüht, sich vom Anti-Semitismus zu distanzieren“, schrieb Higgins. „Ende Februar hat sich ihr Führer Dmytro Jarosch bei einem Treffen mit dem israelischen Botschafter in Kiew verpflichtet, alle Formen des Rassismus zu bekämpfen.“

Higgins Versuch, den rechten Charakter des Kiewer Regimes zu beschönigen, geht Hand in Hand mit den gegenwärtigen fabrizierten Denunziationen Russlands in der Times, die schamlos einer imperialistischen Intervention in der Ukraine den Weg bereiten.

 

Posted in Uncategorized | 1 Comment »

Ein Blick auf China lehrt Klugheit im Umgang mit Russland

Posted by krisenfrei - 24/04/2014

von Kishore Mahbubani* (zeit-fragen)

Niall Ferguson  hat zur Hälfte recht. Es gab eine geopolitische Verengung, aber nicht von der Art, die er meinte; es gab eine Verengung der westlichen geopolitischen Weisheit.
Hat jemand die Serie westlicher geopolitischer Fehlschläge während eines Jahrzehntes bemerkt? Trotz massiver militärischer und finanzieller Interventionen sind Irak und Afghanistan ein Misserfolg. Vor drei Jahren kündigten die USA an: «Es ist an der Zeit, dass Präsident Assad dem syrischen Volk zuliebe zurücktritt.» Er ist noch immer im Amt. Und nun steht der Westen kurz davor, China ein geopolitisches Geschenk zu machen, indem er sich Russland entfremdet.
Wie sind diese Misserfolge zu erklären? Es ist überraschend einfach. Nach zwei Jahrhunderten des Erfolges gehen die Führer der Region [des Westens] davon aus, ihre Rolle bestehe in der Aufrechterhaltung der westlichen Macht. Nicht einer von ihnen hat die neue unabweisbare Tatsache erfasst: Die wirkliche Herausforderung für den Westen besteht darin, seinen Niedergang zu handhaben.

In einer einfachen Aussage Barack Obamas zeigt sich diese fehlerhafte Geisteshaltung. Der US-Präsident verkündete, Russland sei «auf der falschen Seite der Geschichte», was so viel besagte wie, dass der Westen auf der richtigen Seite der Geschichte sei. Aber ist das so? Im Laufe der nächsten Jahrzehnte werden sich einige Trends als irreversibel erweisen. Der Anteil des Westens an der Weltbevölkerung, seine wirtschaftliche Bedeutung und zwangsläufig auch seine politische und militärische Macht werden abnehmen. Die jüngsten Rückschläge der Schwellenländer gaben Anlass zu Wunschvorstellungen, gemäss denen der Westen wieder zurück sei. Ja, vielleicht für ein oder zwei Jahre. Aber die Logik des langfristigen Trends zum Abstieg wird sich nach dieser kurzzeitigen Veränderung fortsetzen.
Wie also sollte der Westen seinen Abstieg bewältigen? Drei einfache Schritte könnten einen grossen Unterschied ausmachen. Erstens: Beendet den ideologischen Kreuzzug zur Förderung der Demokratie. In der Tat ist das ukrainische Fiasko direktes Resultat dessen, dass der Westen die Strassenproteste förderte, anstatt den politischen Kompromiss zwischen den beiden Lagern zu unterstützen. Dieses rücksichtslose geopolitische Verhalten war direkte Folge des Glaubens – in Anlehnung an den Satz des Sowjetführers Nikita Chruschtschow –, dass «die Geschichte auf unserer Seite ist». In Wirklichkeit wäre es, wie der realistische amerikanische [Ex-]Aussenminister Henry Kissinger kürzlich wohlweislich und fein betonte, unklug, vitale russische Interessen in der Ukraine zu ignorieren.

Wird sich die Demokratie nicht mehr weiterverbreiten, wenn der Westen aufhört, sie voranzutreiben? Natürlich nicht. Sie wird sich organisch herausbilden und dadurch natürlicherweise nachhaltig sein. Man blicke nur nach Indonesien, dem bevölkerungsreichsten islamischen Land der Welt. 1999 war es beinahe ein gescheiterter Staat. Fünfzehn Jahre später steht es kurz davor, Joko Widodo, weitherum als Jokowi bekannt, zu wählen, eine der kompetentesten Führungskräfte der Welt. Wie kam es dazu? Freundliche Nichtbeachtung des Westens ist eine Antwort. Präsident Obama hat Indonesien, Heimat seiner Kindheit, dreimal enttäuscht, indem er seinen Besuch dreimal absagte. Dennoch hat sich das Land weiterhin in eine positive Richtung weiterbewegt.

Zweitens: Begrüsst Russland mit offenen Armen und tut es wirklich. Die westlichen Medien haben eine Kaskade von Beleidigungen gegen Präsident Vladimir Putin und Russ­land losgelassen. Dennoch haben einige wenige darauf hingewiesen, dass der Westen Präsident Putin in die Ecke gedrängt und ihm keinen Ausweg gelassen hat. Westliche Führer haben dem Sowjetführer Michael Gorbatschow wiederholt versichert, dass die Nato sich nicht nach Osten erweitern würde. Die Zusicherungen wurden missachtet. Kann heute irgendein russischer Staatschef irgend­einer westlichen Zusicherung glauben, wonach keine Nato-Marinebasis auf der Krim errichtet werde, wenn sich Russland zurückzöge?

Eine unkluge westliche Nato-Erweiterung hat die Sicherheit des Westens nicht erhöht. Sie hat nur Russland aufgebracht. Wenn der Westen jedoch endlich aufwacht, um sich mit einem aufsteigenden China auseinanderzusetzen, würde Russland genau jene Art geopolitischen Gewichts bieten, die es bräuchte, um die Macht Pekings aufzuwiegen. In direkter Missachtung seiner eigenen langfristigen geopolitischen Interessen treibt der Westen heute Russland in Richtung China. Er kann es sich nicht verkneifen, Sanktionen gegen Russland zu verhängen. Dieser Zwang, gegen seine eigenen Interessen zu handeln, illustriert den Niedergang westlicher geo­politischer Klugheit ausgezeichnet.

Es ist nicht zu spät, aufeinander zuzugehen. Aber der Westen muss von seinem hohen moralischen Ross heruntersteigen. Eine einfache Beobachtung könnte ihm helfen, das zu tun. Hat irgend jemand in der Region registriert, dass nur wenige seinen Kreuzzug in der Ukraine befürworten? Wirklich, kann jemand ein bedeutendes nicht-westliches Land nennen, das ihn unterstützt? Die grösste Demokratie der Welt ist Indien. Die Inder, so wie viele andere auf der Welt, schauen ungläubig auf den Westen und fragen sich, wie man so destruktiv gegen seine eigenen Interessen sein kann.

Drittens sollte der Westen China beobachten und von ihm lernen. Peking hat beinahe ein geopolitisches Wunder vollbracht, indem es zur Macht Nummer zwei aufgestiegen ist, ohne die Weltordnung zu erschüttern. Wie hat es das erreicht? Es praktizierte strategische Zurückhaltung. Trotz einiger Beinahe-Missgeschicke im Südchinesischen Meer, im Ost­chinesischen Meer und an der indischen Grenze verblieb China in Frieden. In noch wunderbarerer Weise hat es einen der grössten Unruheherde der Welt, die Formosa [oder Taiwan]-Strasse entschärft.

Ironischerweise besteht bei absteigenden Mächten, nicht bei aufsteigenden Mächten, eine grössere Notwendigkeit, strategische Zurückhaltung zu üben. Wenn der Westen Chinas strategische Zurückhaltung nachahmen könnte, könnte er vielleicht sein Jahrzehnt geopolitischer Fehlschläge endlich beenden.    •

Quelle: The Financial Times vom 21.3.2014
(Übersetzung Zeit-Fragen)

———————————————————–

* Der Autor ist Dekan der Lee Kuan Yew School of Public Policy an der National University of Singapore und früherer permanenter Vertreter von Singapur bei den Vereinten Nationen.

Posted in Uncategorized | 3 Comments »

EU-Wahl: massive Proteste danach sind vorprogrammiert

Posted by krisenfrei - 24/04/2014

Griechenlands Rückkehr an den Kapitalmarkt: Ich sehe was, was du nicht siehst

von TF (opni)

Mit Griechenland ist Anfang April auch der letzte Euro-„Krisenstaat“ an den internationalen Kapitalmarkt zurückgekehrt. So weit, so gut. Die Frage ist nur – für wen?

Es kommt selten vor, dass eine sozialwissenschaftliche Theorie in der Lage ist, gesellschaftspolitische Phänomene und Problemstellungen passgenau zu erklären. Im Falle der öffentlichen Berichterstattung über die Rückkehr Griechenlands an den internationalen Kapitalmarkt bedarf es jedoch nicht einmal eines gesamten Theoriegebäudes. Es genügt das Konzept der „symbolischen Gewalt“ des französischen Soziologen Pierre Bourdieu.

Unter „symbolischer Gewalt“ versteht Bourdieu „[…] jene Gewalt, die, indem sie sich auf die ‚kollektiven Erwartungen‘ stützt, auf einen sozial begründeten und verinnerlichten Glauben, Unterwerfungen erpreßt, die als solche gar nicht wahrgenommen werden”[1]. Symbolische Gewalt ist gekennzeichnet durch die Anerkennung und gleichzeitige Verkennung von Herrschaftsverhältnissen.[2] Sie manifestiert sich in der Alltagssprache, den Kommunikationsbeziehungen sowie mittels spezifischer Sinn- und Bedeutungszuschreibungen und stellt eine “inkorporierte Form des Herrschaftsverhältnisses”[3] dar.

In seinen Arbeiten identifiziert Bourdieu den neoliberalen Diskurs als Mechanismus „symbolischer Gewalt“, da in ihm Herrschaftsbeziehungen in Sinnbeziehungen verkehrt werden. Dabei gibt sich der neoliberale Diskurs den „Anstrich einer Befreiungsbotschaft“[4]. Begriffe wie „dauerhaftes Wachstum“, „Vertrauen in Investoren“, „Wettbewerbsfähigkeit“ oder „Produktivität“ werden innerhalb des Diskurses positiv besetzt und in den „Erwartungshorizont“ der politischen Akteure, Journalisten und Bürger eingepasst (vgl. ebd.: 185).

Im Schatten “symbolischer Gewalt”: Die Bericherstattung zur vermeintlichen “Greecovery”

Nahezu idealtypisch zeigt sich dieser Mechanismus der Naturalisierung von Herrschaftsverhältnissen in der öffentlichen Berichterstattung über die Rückkehr Griechenlands an den internationalen Kapitalmarkt Anfang April 2014. Die Berichte der deutschen Qualitätsmedien folgten dabei alle einem ähnlichen dramaturgischen Muster: Zunächst wurde die Rückkehr Griechenlands an den Aktienmarkt als Erfolg dargestellt, um sodann Zweifel an der Signalwirkung und Nachhaltigkeit der Maßnahmen zum Ausdruck zu bringen.

Diese Zweifel liegen in den wirtschaftlichen Fundamentaldaten begründet, die Griechenland heute noch schlechter dastehen lassen als im Frühjahr 2010. So sank die Wirtschaftsleistung von 233,2 Mrd. € (2008) auf 181,7 Mrd. € im Jahr 2013. Im gleichen Zeitraum stieg die Staatsverschuldung von 112,9 % auf 177,3 % des BIP. Zudem liegt die Arbeitslosenquote in Griechenland derzeit bei einem EU-weiten Rekordhoch von 26,7 %. Mit anderen Worten: Die wirtschaftlichen Realdaten geben keinen Anlass dazu, dass die Rendite für die griechischen Anleihen im April 2014 nur mehr bei knapp 5 % liegt, während der Risikoaufschlag vor einem Jahr noch rund 21 % betrug.

Dass es sich bei dem Vorstoß Griechenlands in erster Linie um einen Scheinerfolg handelt, zeigt allein der Vergleich mit den Renditen für die Staatsanleihen anderer Euro-Länder. Demnach kann Griechenland  zwar sehr viel billiger Staatsanleihen emmitieren als noch vor ein paar Monaten, jedoch sind die Kosten für die Rückkehr an den Kapitalmarkt noch immer sehr hoch – vor allem für die griechische Bevölkerung.

Für diese bedeutet der vermeintliche Coup zusätzliche Staatsschulden, da Griechenland die benötigten Milliarden auch aus der jüngst genehmigten Kredittranche der Troika hätte erhalten können und dies zum Nulltarif. Anstatt dessen wählt die griechische Regierung unter Premier Antonis Samaras den teuren Umweg über die Finanzmärkte, auch – so die Argumentation –, um sich wieder unabhängiger von der Troika und der durch sie überwachten Austeritätspolitik zu machen. Ernst nehmen kann man diesen Versuch aktuell jedoch kaum, denn es ist ein offenes Geheimnis, dass die Investoren nur aus zwei Gründen in griechische Staatsanleihen investieren: Erstens ist die Rendite weitaus höher als bei vergleichbaren Staatsanleihen anderer Euro-Länder und zweitens haben die Märkte noch immer EZB-Chef Mario Draghi im Ohr, der im Juli 2012 sein Versprechen gab, alles zutun um den Euro und die Eurozone in ihrer derzeitigen Konstellation zu retten. Dies bedeutet: Die EZB und Euro-Staaten, die über den Rettungsfonds ESM einen Großteil der griechischen Schuldtitel besitzen, würden bei einer Zahlungsunfähigkeit Griechenlands die entstandenen Verbindlichkeiten begleichen und zwar – so hat Bundeskanzlerin Merkel mehrmals bekräftigt – ohne eine Beteiligung privater Gläubiger wie beim ersten Schuldenschnitt im Jahr 2012.

Die Perspektivfrage als Machtfrage

Die Rückkehr Griechenlands an den Kapitalmarkt stellt für die griechischen und europäischen Bürger somit keine realwirtschaftliche Kehrtwende, sondern eine teuer erkaufte Werbekampagne um Investoren im Vorfeld der Europawahlen dar. In dieser Deutlichkeit werden die Sachverhalte in den Qualitätsmedien jedoch nur selten dargestellt. Vielmehr überwiegt ebenjene neoliberale Rhetorik, die Bourdieu in seinen Analysen als Form „symbolischer Gewalt“ identifizierte. Beispielsweise, wenn der Ökonom Prof. Martin Hellmich (Frankfurt School of Finance), in einem auf tagesschau.de veröffentlichten Interview, Griechenland ein „attraktives Risikoprofil“ für Anleger attestiert und bilanziert, dass die Finanzmärkte wieder dazu bereit seien, den südeuropäischen Ländern zu „attraktiven Konditionen“ Geld zu leihen. Es ist die Perspektive der Investoren, die hier dominiert und nicht der Blick auf die möglichen Konsequenzen für die europäischen Bürger.

Auch der Kommentar von Ellen Ehni für die “Tagesthemen” bleibt, trotz der Bezugnahme auf die Ambivalenz hinter den Anleihekäufen und die mit diesem Schritt verbundenen Risiken für die öffentlichen Gläubiger, im Duktus des neoliberalen Diskurses gefangen. Denn auch bei Ehni tritt der Souverän lediglich in Form des Steuerzahlers in Erscheinung. Im Mittelpunkt steht die Leistungsbilanz eines Staates, der noch immer nicht wettbewerbsfähig genug sei und dessen Bürger weiterhin durch eine „miese Steuermoral“ glänzen würden. Diese Einschätzung, so zutreffend sie auch sein mag, muss sich für die griechische Bevölkerung wie ein weiterer Schlag ins Gesicht anfühlen, denn selbst die als wirtschaftsliberal geltende OECD bescheinigte Griechenland 2013 eine noch nie gesehene Rekordkonsolidierung der öffentlichen Finanzen. Doch davon ist in dem Kommentar keine Rede. Unterm Strich bleibt der Eindruck bestehen, dass Griechenland seine Anstrengungen weiter erhöhen muss, da es sonst „Europa“ noch teuer zu stehen kommen wird.

Wirklich entlarvend ist das Interview des Investmentbankers Andrew Bosomworth auf Zeit Online. Darin stellt Bosomworth in einer wünschenswerten Deutlichkeit dar, für wen und in welchem Sinne sich die Austeritätspolitik als Erfolg erwiesen hat:

„Und sollte es trotz alledem noch einmal zu einem Schuldenschnitt [in Griechenland, Anm. TF] kommen, wird es höchstwahrscheinlich auch nur die öffentlichen Geldgeber –also letztlich die Steuerzahler – treffen. Das Risiko der privaten Investoren ist deshalb überschaubar.“

Die griechische Krise, die wir kaum sehen

Immerhin attestiert Bosomworth der griechischen Bevölkerung, einen “hohen Preis” für die Strukturanpassungen bezahlt zu haben. Wie hoch dieser Preis ist, hat der griechische Journalist und Autor Nick Malkoutzis in einem Blog-Beitrag („The Greek crisis we don’t see“) zusammengetragen:

„According to the latest figures from the Hellenic Statistical Authority (ELSTAT), 34.6 percent of the population was considered to be living at risk of poverty or social exclusion in 2012. This is the highest proportion in the European Union. This figure stood at 27.7 percent in 2010, when the crisis broke out. […] Greek household disposable income has dropped by more than 30 percent since the crisis began. […] Demand for mental health services has increased by more than 100 percent. According to a study by the University of Athens, 12.3 percent of Greeks are suffering from clinical depression at the moment, compared to just 3.3 percent in 2008.“

Man würde der deutschen Berichterstattung Unrecht tun, wenn man behaupten würde, dass sie die sozialen und politischen Kosten der Schuldenkrise völlig ignoriert. Portraits von Einzelschicksalen gibt es immer wieder. Dies scheint auch der einzig gangbare Weg, denn das Jonglieren mit Zahlen und Statistiken im Milliardenbereich ist selbst für die politisch Verantwortlichen kaum mehr in die eigene Lebenswelt zu überführen. Das menschliche Vorstellungsvermögen muss vor dem Abstraktionsgrad der Krise schlichtweg versagen. Denn wer kann wirklich beurteilen, welche Wirkung eine Jugendarbeitslosigkeit von ca. 60 % auf die Psyche einer ganzen Generation hat? Oder imaginieren, was es für das Schicksal eines Landes heißt, wenn die Staatsverschuldung bei 303,9 Mrd. € liegt?

Das Europaparlament als zentrales Korrektiv

Im Sinne des Bourdieu’schen Konzepts der „symbolischen Gewalt“ ist die hier punktuell dargestellt Kritik an der medialen Berichterstattung in eine generelle Kritik des neoliberalen Diskurses zu übersetzen, die sodann in der eigentlich sehr simplen Frage mündet: Wem nützt der jetzige Gang Griechenlands an die Kapitalmärkte denn wirklich?

Im Europäischen Parlament nahmen sich dieser Frage zuletzt indirekt gleich zwei Ausschüsse – der ECON-Ausschuss und EMPL-Ausschuss – an. In den von den Ausschüssen vorgelegten Berichten wurden einerseits die makroökonomischen und andererseits die sozial- und beschäftigungspolitischen Auswirkungen der von der Troika überwachten Anpassungsprogramme  untersucht. Das Fazit der beiden Berichte ist, man kann es kaum anders sagen, vernichtend. Sie decken die zerstörerischen Auswirkungen der „vertrauensbildenden“ Reformpolitik auf und zeigen wie nachhaltig die soziale und wirtschaftliche Substanz nicht nur in Griechenland, sondern auch in den anderen vier Programmstaaten (Spanien, Irland, Portugal und Zypern) beschädigt wurde. Die Empörung der EU-Parlamentarier über das Ausmaß der sozialpolitischen Selbstamputation Europas klingt auf Seite 25 des EMPL-Ausschussberichts hörbar nach, wenn es in einer der zentralen Empfehlungen heißt:

„Die Troika und die Mitgliedstaaten werden aufgefordert, die Programme schnellstmöglich zu beenden und Mechanismen zur Krisenbewältigung einzurichten, mit denen die Transparenz bei der Entscheidungsfindung verbessert wird und die es den Organen der EU, einschließlich des Parlaments, erlauben, die in den Verträgen und der Europäischen Sozialcharta sowie den Kernnormen der IAO enthaltenen sozialen Ziele zu erreichen, und es wird darauf verwiesen, dass die mangelnde Einhaltung einen Verstoß gegen das Primärrecht der EUdarstellt, dem abgeholfen werden muss, in dem die individuellen und kollektiven Rechte uneingeschränkt wieder eingesetzt werden.“

Man sollte allen EU-Bürgern diese Empfehlung per Briefpost nach Hause, per Email auf den Computer oder als Twitter-Nachricht auf das Smartphone senden. Ein besseres Argument für die existenzielle Bedeutung des Europäischen Parlaments und die hochgradige Relevanz der aktiven Beteiligung an der Europawahl kann und wird es bis zum 25. Mai 2014 nicht geben.


[1] Bourdieu, Pierre (1998): Praktische Vernunft: Zur Theorie des Handelns, Frankfurt a. M.: Suhrkamp, S. 174.

[2] Vgl. Moebius, Stephan/Wetterer, Angelika (2011): Symbolische Gewalt, in: ÖSZ 36, S. 2 f. URL: http://download.springer.com/static/pdf/739/art%253A10.1007%252Fs11614-011-0006-2.pdf?auth66=1398112979_dde0a2527279b58eafc00373941dde8c&ext=.pdf (21.04.2014)

[3] Bourdieu, Pierre (1997): Die männliche Herrschaft, in: Irene Dölling und Beate Krais (Hrsg.): Ein alltägliches Spiel: Geschlechterkonstruktionen in der sozialen Praxis. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, S. 164.

[4] Bourdieu, Pierre (2007): Das Modell Tietmeyer, in: Joseph Jurt (Hrsg.): Absolute Pierre Bourdieu, Freiburg: Orange-Press, S. 186.

———————————————————————————-

Danke an den Autor für die präzise Analyse zum Pleitestaat Griechenland. Jedoch muss in diesem Kontext erwähnt werden, dass die Insolvenzverschleppung schon seit mehreren Jahren stattfindet. Die „Geldverbrennungsmaschine EU“ muss Griechenland – koste es, was es wolle – unbedingt am EU-Tropf halten, um einen Domino-Effekt zu verhindern. Je länger sich die Insolvenzverschleppung von Griechenland hinzieht, desto fürchterlicher die Konsequenzen der griechischen Bevölkerung.

Die Griechen haben es versäumt, die jetzige und vorherige Regierung zum Teufel zu jagen und einen Neuanfang ohne EU und Troika zu wagen. Der Zug ist bereits abgefahren. Das griechische Volk wird in Zukunft in Armut und Elend leben. In Zukunft wird dies allerdings auch für die restlichen EU-Mitgliedsstaaten zutreffen.

Es ist nicht auszuschließen, dass die letzte EU-Wahl in wenigen Wochen, Ende Mai, stattfinden wird. Der EU-Diktator Herman Van Rompuy hat sich dazu klar geäußert. Stellen Sie sich schon mal darauf ein, dass es nach der EU-Wahl zu massiven Austeritätsprogrammen und zu heftigen Bürgerprotesten kommen wird. 

 

 

Posted in Uncategorized | 1 Comment »