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Zalando? Nein Danke!

Posted by krisenfrei - 15/04/2014

Miese Arbeitsbedingungen: Zalando unter Beschuss

Reportage kritisiert Textilriesen für Akkordarbeit und Überwachung

Düsseldorf (pte025/15.04.2014/13:55) – Der Online-Textilversand Zalando http://zalando.de gerät wegen schlechter Arbeitsbedingungen massiv in die öffentliche Kritik. Einem RTL-Bericht zufolge sollen die Mitarbeiter des Unternehmens nicht nur auf Schritt und Tritt überwacht worden sein, sondern seien mit Wegstrecken von bis zu 27 Kilometern am Tag auch an die Grenzen der körperlichen Belastbarkeit gebracht worden.

Laufwege künstlich verlängert

Reporterin Caro Lobig schleuste sich undercover als sogenannter „Picker“ – also ein Mitarbeiter, der die Waren aus den Regalen holt – in das Unternehmen ein. Obwohl über die Recherchemethode nun ein Rechtsstreit tobt, liegen Fakten aus dem erlebten Arbeitsalltag auf dem Tisch. Zu Fuß musste Lobig pro Tag zwischen 15 und 20 Kilometer zurücklegen, an ruhigen Tagen sollen die Wege laut der Journalistin künstlich verlängert worden sein.

Auch das Pausenmanagement ist in der Kritik. Denn erst mit einem akustischen Signal hätten die vereinbarten Pausenzeiten begonnen. „Wir müssen picken, bis die Hupe geht“, wird ein Mitarbeiter in dem Bericht zitiert. Erst nach dem Signal hätten die Mitarbeiter den Weg zu den Pausenräumen antreten dürfen. Erholung habe sich nicht eingestellt. „Sitzen ist generell unerwünscht“, erzählt Lobig. Anderenfalls drohe ein Gespräch mit dem Teamleiter.

Verzichtserklärung bei Kollaps

Arbeitsrechtler sehen die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers verletzt. Der Hintergrund: Reporterin Lobig hat während ihrer Arbeit bei Zalando stressbedingt einen Kreislaufzusammenbruch erlitten. Doch anstatt medizinischer Versorgung präsentierte man ihr eine Verzichtserklärung. Vor allem in den Sommermonaten seien Fälle wie diese an der Tagesordnung. Auch soll ein Mitarbeiter auf der Toilette des Logistiklagers an einem Herzinfarkt verstorben sein.

Der Konzern zeigt sich indes „erschüttert über den Bericht“. Zalando-Sprecher Boris Radke betont jedoch, dass der betroffene Mitarbeiter in seiner Wohnung verstorben sei. Auch habe eine Abordnung des Unternehmens an der Beerdigung teilgenommen und mit dem Team einen Kranz niedergelegt. Radke verweist in diesem Zusammenhang auch auf einen Betriebsarzt, der pro Schicht eingesetzt werde und sich um etwaige Beschwerden kümmere.

Quelle: pressetext

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Was Amazon kann, können wir auch, dachte sich die Führungsspitze von Zalando. Zalando soll Mitarbeiter massiv unter Druck setzen. Und was unternehmen unsere Berufslügner (Polit-Darsteller) dagegen? Nichts! Halt, da war doch was. Im letzten Jahr wurde bekannt, dass Zalando trotz Milliardenumsatz 3,3 Mio. Euro an Subventionen in den Rachen gesteckt wurde. Sind unsere Berufslügner nicht fürsorglich, um Arbeitsplätze unter miesen Bedingungen zu subventionieren? Die fakebook-Gemeinde muss schon eine seltsame Spezie sein. Rund 700.000 gefällt (?) Zalando.

Wo ist eigentlich die alte Arbeiterpartei SPD geblieben? Gibt es die noch? Schade, dass es die SPD nicht mehr gibt. Sklavenarbeit hätte die SPD in Deutschland nämlich nicht geduldet. Arbeiten in lohnt nicht mehr. Seit über zehn Jahren sind die Reallöhne rückläufig. Berufslügner müsste man sein. Die genehmigen sich auf einen Schlag mal eben zehn Prozent oben drauf.

 

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Eine Antwort to “Zalando? Nein Danke!”

  1. Dominik said

    Ich habe mir gerade die Reportage angesehen, die Aussagen der Mitarbeiter sind wirklich erschreckend und veranlassen zum Nachdenken. In welchen anderen Firmen und Fabriken herrschen ähnliche Arbeitsbedingungen vor, wo werden die kritischen Aufschreie der Arbeitnehmer noch überall unterdrückt? Welche Arbeitgeber nutzen ihre Mitarbeiter auch auf so ausbeuterische Art und Weise auf, mit dem Druckmittel Arbeitslosigkeit bei Gegenwehr?
    Wenn solche Lohnsklaverei bei so großen Unternehmen stattfinden kann, wie sieht es dann bei kleineren Unternehmen aus, die vielleicht nicht so sehr unter Kontrolle stehen? Ich finde die Reportage sehr gut, auch wenn teilweise nicht ganz objektiv berichtet wurde und die Quote im Vordergrund stand. Dafür wurde aber eine längst überfällige Diskussion los getreten, und dem mehr oder weniger wehrlosen Arbeitnehmern wird Gehör verschafft.

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