krisenfrei

Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

Archive for 13. April 2014

Psychopathen benötigen viel Geld

Posted by krisenfrei - 13/04/2014

von indexexpurgatorius

Anfang Februar 2014 zeigte ich, dass Migranten neben ihren Hartz IV auch noch 2.262,50 Euro Eingliederungspauschale erhalten.
Natürlich wurden Stimmen laut, die erklärten, dass dies alles Blödsinn mit der Eingliederungspauschale sei, da diese nur Menschen nach SGB XII erhalten, die eine entsprechende Behinderung haben.
Doch oh Schreck, oh Graus, diese Behinderung haben Migranten die in Deutschland sind.

Jaja, natürlich, alles nur Hetze von verblendeten Rechten, ewig Gestrigen, Islamophoben und Rassisten gegen die armen, verfolgten und gepeinigten Flüchtlinge.
Doch dann schauen wir uns mal an, wer den Flüchtlingen diese Behinderung bescheinigt, die ihnen monatlich 2.262,50 Euro Eingliederungspauschale einbringt.

So schreibt der Bundesverband der Bekloppten, Deppen und Psychopathen… ääh ich meine natürlich den Berufsverband Deutscher Psychologen folgendes:

Ein hohes Ausmaß unter den AsylbewerberInnen und Flüchtlingen leidet nachgewiesenermaßen unter einer Posttraumatischen Belastungsstörung.

„Ein Großteil der Menschen, die in Deutschland Asyl beantragen, und viele Kriegsflüchtlinge haben traumatische Erfahrungen in den Herkunftsländern gemacht. Der Zusammenhang zwischen der Schwere und Häufigkeit der Traumatisierungen im Heimatland von Flüchtlingen und der Häufung bzw. Schwere psychischer Beeinträchtigungen ist unstrittig. (…) Aufgrund der Vorgaben des Asylbewerberleistungsgesetzes und der Anwendung dieses Gesetzes in der Praxis ist es jedoch gerade für diese Gruppe schwieriger, die notwendigen Leistungen zu erhalten, als beispielsweise für Sozialhilfeempfänger. In Bezug auf die Bedingungen der Leistungsgewährung im Krankheitsfall sollte mindestens die Verwaltungspraxis verbessert werden. (…) Psychotherapie ist nach wissenschaftlichen Leitlinien als alleinige oder kombinierte Behandlung bei einer Vielzahl psychischer Erkrankungen ohne Alternative und damit auch erforderlich und unerlässlich im Sinne der §§ 4 und 6 AsylbLG. Über konkrete Verwaltungsvorschriften könnten Auslegung und Ermessensentscheidungen der Verwaltungsbehörden verbessert werden.“

Ja da kann man nur noch Mitleid mit diesen armen Kreaturen haben, die in ihren posttraumatischen Belastungsstörungen die Menschen in ihren Gastländern meucheln, ausrauben oder vergewaltigen. Da muss man doch Rücksicht nehmen und diesen armen gebeutelten Verbrechern auch noch vor lauter Freude alles in den Rachen werfen….

Kein Wunder, dass immer mehr nach Europa wollen, in das Land wo Milch und Honig fließen und die eingeborenen Trottel auch noch freudigst zu jedem der kommt stehen…

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Milch und Honig fließen? Das war einmal! Die EU-Staaten werden ausgeplündert und Deutschland wird davon nicht verschont bleiben. Multi-Kulti ist dabei nur ein Teil dieses Plans. Verantwortlich dafür ist ein Aggressor aus Übersee, der die Weltherrschaft übernehmen will. Nikolai Starikov hat das in seinem Video gut erklärt.

Wird Deutschland zur Einwanderung gezwungen?

Claudia Roth, die Multi-Kulti-Ikone, kann gerne bei sich in ihrem Wohmzimmer alle aufnehmen und finanziell unterstützen.

Was soll’s. Höchstens noch ein paar Jahre und das korrupte Finanz- und Politsystem fliegt uns so oder so um die Ohren. 

 

 

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Auf einmal – Kiew macht Rückzieher

Posted by krisenfrei - 13/04/2014

Ausgerechnet ein Mann, von dem man es am wenigsten erwartet hätte, ist zur Besinnung gekommen – der ‚Coup-Premier‘ Arsenij Jazenjuk. Wenn er das neue Gesetz für die Föderalisierung, das Putin seit einem Monat vorgeschlagen hat, tatsächlich durchzieht, können die US-Schoßhündchen in Europa ihre Gekläffe zur Krim zu den Akten legen. Dass er auch die Ernennung der Gouverneure durch die Zentrale abschaffen will, kann auch bedeuten, dass ihm der Machtzuwachs seiner Kumpane in der Milliardärsbranche zu viel geworden ist. Unterdessen faseln die USA davon, dass ihre Russland-Sankionen „beißen“ würden. Fragt sich, wer wen beißt.

RIA Novosti (einarschlereth)
11. April 2014

Ukraine federalization supporters carrying sand sacks for building barricades around the building of the regional administration in Donetsk on April 10, 2014. (RIA Novosti)

Ukraine Anhänger der Föderalisierung tragen Sandsäcke zum Barrikadenbau um das regionale Verwaltungsgebäude herbei. (RIA Novosti)

Kurz nach Ablauf des Ultimatums von Kiew an die Demonstranten im Osten der Ukraine, die besetzten Gebäud zu räumen, hat der ernannte Premier Arsenij Jazenjuk dafür plädiert, ein Gesetz zu erlassen, um regionale Referenden zuzulassen.

Referenden zum Status ihrer respektiven Regionen war eine Hauptforderung der anti-Maidan-Aktivisten, die eine Anzahl von Regierungsgebäuden im Osten übernommen haben.
Das ukrainische Gesetz erlaubt gegenwärtig nicht den Regionen, Referenden getrennt vom Rest des Landes abzuhalten. Es war eins der Hauptargumente von Kiew, das Referendum auf der Krim im vergangenen Monat für illegal zu erklären, das mit der Abtrennung und dem Anschluss an Russland endete.

In seiner Rede in Donezk, eine der Regionen, die von anti-Kiew-Proteste ergriffen wurde, sagte Jazenjuk, seine Regierung wolle größere Autonomie für die Regionen der Ukraine, sowie die Abschaffung des Amtes der von der Hauptstadt ernannten Gouverneure.

Arseny Yatsenyuk (RIA Novosti / Grigoriy Vasilenko)

Arsenij Jazenjuk (RIA Novosti/Grigoriy Vasilenko)

Er sprach gerade, als das 48-Stunden-Ultimatum Kiews für die Demonstranten, die besetzten Gebäude zu räumen, auslief. Zuvor hatte die Zentrale gedroht, Gewalt anzuwenden einschließlich der Armee und die Demonstranten als Terroristen zu bezeichnen, wenn sie sich nicht zurückzögen.

Die Kehrtwende kommt, nachdem Ukraines Elite-Alpha-Einheit Berichen zufolge, sich geweigert hatte, dem Befehl zu gehorchen, die von Protestlern gehaltenen Gebäude zu belagern. Auf einer Sitzung mit Vertretern der ausübenden Gewalt in Donezk sagte ein Alpha-Kommandeur, dass er und seine Leute eine Streitmacht sind, um Geiseln zu retten und Terrorismus zu bekämpfen und dass sie nur entsprechend dem Gesetz handeln werden, berichteten lokale Medien.

Die unbestätigte Trotzreaktion kommt Tage nach der Belagerung eines von Demonstranten besetzten Gebäudes in Charkow durch die Polizei, was mit der Verhaftung von Dutzenden Aktivisten endete. Am Donnerstag sprach ein lokaler Polizist mit den Medien und sagte, dass er und andere Polizisten von den Kiew-Behörden hintergangen wurden. Er behauptete, dass sie geschickt wurden, das Gebäude unter dem Vorwand einzunehmen, dass es von gefährlichen bewaffneten Banditen besetzt worden wäre. In Wirklichkeit hatten die Protestler nur ein paar Knüppel und leisteten den stürmenden Truppen keinen Widerstand.

Der Polizist Andrei Chuikow sagte, er würde keine „kriminellen“ Befehle mehr entgegennehmen und gab seinen Abschied aus der Polizei bekannt und fügte hinzu, dass er sowieso von seinen Vorgesetzten entlassen würde, weil er mit den Medien gesprochen habe.

Die Unzufriedenheit mit den neuen Behörden in Kiew, die sich seit Wochen in der östlichen und südlichen Ukraine zusammenbraute, eskalierte am Montag, als Demonstranten in mehreren Städten begannen, öffentliche Gebäude zu besetzen. Proteste fanden in den Städten Donezk, Charkow und Lugansk statt und kleinere Protest-Aktionen und Zusammenstöße wurden aus Odessa und Nikolayew gemeldet.

Pro-Russian protesters hold placards during their rally outside the regional state administration building in the eastern Ukrainian city of Donetsk on April 10, 2014. (AFP Photo / Anatoliy Stepanov)

Pro-russische Demonstranten halten Schilder bei ihrer Versammlung am 10. April vor der regionalen Verwaltung in Donezk hoch. (AFP Photo / Anatoliy Steovpan)

In Donezk haben die Aktivisten noch die Kontrolle über die regionale Verwaltung, wo sie drei Reihen von Barrikaden bauten, um sich gegen eine mögliche Belagerung zu wehren. Sie haben die Donezk-Region, in der ein Zehntel der ukrainischen Bevölkerung wohnt, zur „Volksrepublik“ erklärt und haben ein Referendum über den künftigen Status verlangt. Sie erklärten auch, eine „Volksarmee“ aufzustellen als Antwort auf Gewalt-Drohungen aus Kiew.

Verhandlungen zwischen Aktivisten und den von Kiew ernannten Behörden für die Region fanden am Donnerstag bis zum Freitag morgen statt. Es wird versucht, die Spannung zu verringern, indem gemeinsame Patrouillen von Polizei und Aktivisten und ein möglicher Umzug der Demonstranten in ein nahegelegenes Gebäude angeordnet werden.

In Lugansk halten die Aktivisten ihre Besetzung des Büros des Ukrainischen Sicherheitsapparates aufrecht. Sie haben auch eine Basis der Truppen des Innenministeriums in der Nacht zum Donnerstag abgeriegelt, um ihren Einsatz für einen Schlag gegen die Demonstranten zu verhindern. Die Blockade wurde später aufgehoben.

Nach Ablauf des Kiew-Ultimatums, die besetzten Gebäude zu verlassen oder einen Sturm zu erwarten, haben die anti-Kiew-Demonstranten der Coup-Regierung ein Ultimatum gestellt. Sie verlangen ein Referendum innerhalb von 10 Tagen oder sie spalten sich ab und schließen sich Russland an.

In Charkow, wo die Polizei am Donnerstag das regionale Verwaltungsgebäude stürmte und mehr als 50 Aktivisten verhaftete, scheinen sich die Proteste nicht zu beruhigen. Am Donnerstag abend versammelten sich einige hundert Leute vor dem Gebäude, trotz eines Verbotes. Eine Massen-Versammlung ist für Sonntag anberaumt.


Hier gibt es weitere Meldungen aus zahlreichen Orten im Osten der Ukraine. In Slavyansk hat es beim Sturm auf die Demonstranten einen Toten gegeben.

Quelle – källa – source

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TTIP und westliche Propaganda

Posted by krisenfrei - 13/04/2014

von Gert Flegelskamp (flegel-g)

Der Spiegel schreibt: US-Studie: Deutsche zweifeln am Freihandelsabkommen. Das ist schön gesagt, aber richtiger wäre, die Deutschen sind gegen dieses Abkommen. Frau Merkel scheint das weniger zu interessieren, denn sie will dieses Abkommen unbedingt. Auch die Bertelsmannstiftung arbeitet lt. Artikel seit Jahren auf den Abschluss dieses Abkommens hin. Bertelsmann kämpft auch seit Jahren mit seinen Fernsehsendern und seinen Printerzeugnissen dafür, die Menschen zu primitivieren und zu verdummen und das ziemlich erfolgreich. Dummen und primitiven Menschen kann man eben viel leichter Dinge aufschwatzen, die zu ihrem Nachteil gereichen.

Die Art und Weise, mit der in der EU daran gearbeitet wird, dieses Vertragswerk auf die Beine zu stellen, fällt selbst leichtgläubigen Menschen auf. Alles spielt sich im Geheimen ab, eigentlich schon Beweis genug, dass dieser Vertrag das Licht der Öffentlichkeit scheut. Vermutlich wird dann dieses Abkommen wenige Tage vor dem Zeitpunkt der Abstimmung den Abgeordneten vorgelegt, viel zu wenig Zeit, sich damit zu befassen und sich eine wirkliche Meinung zu bilden. Aber das ist für Abgeordnete Alltag. Sie wissen nur selten, worüber sie wirklich votieren. Man sagt ihnen, wie sie abstimmen sollen und sie folgen. Wenn sie überhaupt etwas über das Abkommen lesen, dann die rechtzeitig erscheinenden Hochglanzbroschüren, in denen mit viel Geschwafel das Abkommen als Segen für alle angepriesen wird, ähnlich dem, wie es das BMWI (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) auf seiner Internetseite beschreibt. Machen wir uns nichts vor, Aussagen über Arbeitsplätze, die damit entstehen, wirken nicht nur auf Politiker wie ein Aphrodisiakum. Wenn es dann in der Realität zu massenhaftem Abbau von Arbeitsplätzen kommt, wird man vermeiden, dass mit diesem Vertragswerk in Verbindung zu bringen.

Ich denke, dieses so genannte Freihandelsabkommen wird noch wesentlich schlimmer sein, als es eine Mehrheit nun vermutet. Man wird aus meiner Sicht in diesem Vertrag Ausnahmeregelungen vorsehen, mit denen man die Gegner des Vertrages beruhigt. Und dann wird man an anderer Stelle einen Satz einfügen, der alle Ausnahmeregeln außer Kraft setzt. Irgendwo in diesem vermutlich ellenlangen Vertragswerk mit tausenden juristischen Spitzfindigkeiten, die selbst die meisten Juristen nicht mehr verstehen, wird stehen:
„Regeln im Vertrag, die gegen bestehende Regeln der GATS-Verträge oder der WTO-Verträge verstoßen, sind nichtig.“

Mag sein, dass das ein wenig anders definiert wird, aber es wird inhaltlich ein Bestandteil des Vertrages, da bin ich sicher.

Dabei muss man wissen, dass es innerhalb der WTO geschlossene Wirtschaftsräume gibt, wie die EU oder die NAFTA (Freihandelszone USA, Kanada und Mexiko). Mit dem Freihandelsabkommen werden die Wirtschaftsräume EU und NAFTA untereinander verbunden. Damit haben US-Konzerne wie z. B. Monsanto das Recht, bei der WTO zu klagen, wenn in TTIP ein Ausnahmetatbestand für genveränderte Lebens- oder Futtermittel und die dafür erforderlichen Gifte (als Düngemittel deklariert) besteht, weil damit Handelshemmnisse für den Monsanto-Konzern bestünden. Und weil die WTO rechtlich über TTIP steht, werden solche Ausnahmen als nichtig deklariert, nicht von einem Gericht, sondern von einer Schiedsstelle, in der vor allem US-Anwaltskanzleien das Sagen haben. Monsanto ist nur ein Beispiel. Wasser wäre das nächste (Nestle). Vielleicht erinnern wir uns an den Streit mit Nestle um die Wasserprivatisierung. Mit TTIP steigen die Chancen von Nestle erheblich, nicht nur altes Terrain in Frankreich wieder zu erobern, sondern sich ganz Europa einzuverleiben. Was kann man schon gegen gechlorte Hühnchen oder Hähnchen haben? Und auch eine kostenlose Hormonbehandlung durch amerikanisches Rind- oder Schweinefleisch ist doch auch nicht zu verachten, oder? Und wer weiß heute schon, welcher Bereicherungen unsere Lebensmittelindustrie durch zusätzlich erlaubte Zusatzstoffe erfahren wird und um wie viel einfacher es für den Käfer wird, sich zu entscheiden, wenn diese dummen Angaben über die Zutaten in den Produkten entfallen? Was die EU und auch unsere Regierung da treiben, ist absoluter Verrat an der Bevölkerung. Das ist das, was man in Europa und den USA als Demokratie bezeichnet, rechtlose Völker.

Aber wir sind ja europaweit bestens abgelenkt, weil die laufende Propaganda gegen Russland weiter betrieben wird. So ganz begreifen kann ich das nicht, denn die Leserkommentare in den meisten Zeitungen beweisen, dass die Leser die Propaganda auch als solche erkennen. Sind die Zeitungsverlage nicht mehr auf ihre Leser angewiesen? Oder weiß die NSA zu viel über die Besitzer und die Herausgeber? So z. B. ein Artikel in der FAZ über die

Meister der Messlatten zur Forderung des Kreml nach Neutralität der Ukraine.

Wenn ich so ein wenig darüber nachdenke, dann hat Russland die DDR ohne Wenn und Aber an Deutschland zurückgegeben, anders als die Briten und die Amerikaner. Die haben sich mittels Geheimverträgen abgesichert, dass der Besatzungsstatus trotz scheinbarer Souveränität erhalten bleibt.

Besonders deutlich wird das, wenn man die US-Stützpunkte in der BRD betrachtet, für die wir zahlen, aber sie nicht betreten dürfen. Dass wir dabei noch so nebenbei permanent gegen das Völkerrecht verstoßen, weil die Drohneneinsätze der Amerikaner (mit Wissen der Bundesregierung) von deutschem Boden aus koordiniert werden, scheint unsere Regierung wie auch unsere Atlantik-Freunde auch nicht sonderlich zu tangieren.

Auch stelle ich mir im Gegensatz zu Herrn Kohler (dem Artikelschreiber und Herausgeber der FAZ) die Frage, ob man die derzeitige und nicht gewählte Regierung der Ukraine aus europäischer Sicht überhaupt als legitim ansehen darf, was Fragen über die Souveränität der Ukraine aufwirft.

Genau genommen geht meine Frage noch weiter. Russland ist dem Verständnis nach eine Demokratie, in welcher die Regierung durch Wahlen bestimmt wurde. Natürlich habe ich auch in der westlichen Presse nachlesen können, dass die Wahlen in Russland zumindest teilweise nicht ordnungsgemäß verlaufen wären. Doch das kann man ebenso gut als Teil westlicher Propaganda werten, oder sich auch fragen, ob die westlichen Wahlen sauber über die Bühne gehen. Bei den Wahlen von George W. Bush soll es ja auch Unstimmigkeiten gegeben haben. Oder waren das doch konkrete Wahlfälschungen? Wenn ich mir Europa so ansehe, frage ich mich, ob Russland nicht vielleicht sogar demokratischer regiert wird, als das übrige Europa. Sicher, Putin kontrolliert ein wenig die Oligarchen, zumindest dann, wenn sie zu politisch werden. Das würde im Westen nicht passieren. Da wird das gemeine Volk kontrolliert, nicht aber das Kapital, das zwar ebenso zum großen Teil aus Oligarchen besteht, aber die kontrolliert man doch nicht, weil das doch das Wachstum schmälern würde. Man holt sich lieber die Handlanger des Kapitals in die Regierungen, damit sie helfen, wenn es darum geht, Gesetze abzufassen, wobei ich mich auch frage, ob Ursula von der Leyen auch die deutschen Waffenkonzerne im Boot hatte, als sie die Regierung dahin gebracht hat, den alleinigen Schießbefehl auf Flugzeuge zu bekommen, wenn Terroristen darin sitzen oder man das zumindest vermutet. Und weil unser Grundgesetz das nicht erlaubt, passt man es einmal mehr an, denn eine Verfassung ist das ja nicht, sondern lediglich ein Provisorium. Aber es ist so leicht zu ändern, vor allen jetzt mit der Groko, da kann ich schon verstehen, dass die Politik es nicht durch eine wirkliche, also echte Verfassung ersetzt haben möchte. Das könnte schließlich zu einer Katastrophe ausarten, wenn deren Verfasser auch noch auf die absurde Idee kämen, Volksbefragungen oder gar Volksabstimmungen in der Verfassung zu verankern oder sogar Verfassungsänderungen von der Zustimmung des Volkes abhängig zu machen.

Aber wenn ich so darüber nachdenke, komme ich zu dem Schluss, dass auch das Abschießen eines Flugzeuge, selbst wenn es voll von Terroristen wäre, in jedem Fall eine Völkerrechtsverletzung wäre, denn nach dem Völkerrecht sind Terroristen Verbrecher und Verbrecher einfach abzuknallen, verstößt nicht nur gegen alle Chartas, die so im Laufe der Zeit entstanden sind, sondern auch gegen deutsches Strafrecht, vor allem dann, wenn in dem Fluggerät auch noch Unschuldige sitzen, wovon man ausgehen kann.

Wenn man sieht, was unsere Regierungen alles so anstellen, völlig losgelöst von der Frage, welche Partei(en) denn nun eigentlich die Regierungsverantwortung haben, kann ich sogar die Nichtwähler verstehen, auch wenn die erheblich zur Konzentration des Machtgefüges beitragen.

 

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Patriotismus ist die erste Plattform der Dummköpfe

Posted by krisenfrei - 13/04/2014

Eric S. Margolis (antikrieg)

Vor einhundert Jahren jubelten Menschenmengen in Paris „Auf nach Berlin!“ Menschenmengen in Berlin jubelten „Auf nach Paris!“ Der Erste Weltkrieg, das unerreichte Paradebeispiel für nationalistische/militaristische Dummheit, stand gerade bevor.

Hundert Jahre später hören wir in ganz Amerika Rufe, es Moskau wegen der Aufteilung der Ukraine „zu zeigen.“ Ein Dutzend F-16 Kriegsflugzeuge der Vereinigten Staaten von Amerika werden in das Baltikum geschickt, ein Schwadron F-15s nach Polen und ein Kriegsschiff der Vereinigten Staaten von Amerika in das Schwarze Meer. Kurz gesagt, genug, um einen Krieg zu entzünden, aber sicher nicht genug, um einen zu gewinnen.

Niemand scheint daran zu denken – außer Vlad Putin natürlich – dass die etwa 50.000 Soldaten und Beamten der Vereinigten Staaten von Amerika, die derzeit in Afghanistan stationiert sind, zu einem großen Teil auf das Wohlwollen Russlands angewiesen sind, das ihre wichtigste Nachschub- und Abzugsrouten kontrolliert.

Während die Krise in der Ukraine weiter eskaliert, ist es absolut erschreckend, wenn man sich vor Augen hält, dass der größte Teil der amerikanischen Politiker und der Öffentlichkeit, die jetzt begeistert „auf nach … wie hieß das noch? … ja Charkow“ schreien, keine Ahnung hatte, wo die Ukraine liegt, von Charkow oder Luhansk gar nicht zu reden.

Ignoranz ist ein grundlegender Zündstoff für Nationalismus und Aggression. Patriotismus ist die letzte Zuflucht des Schurken, bemerkte Dr. Johnson, und der der erste Treffpunkt der Dummköpfe.

Drei Professoren der Universitäten Princeton, Dartmouth und Harvard machten gerade eine Umfrage, bei der sich herausstellte, dass nur 16% der befragten Amerikaner die Ukraine auf der Weltkarte finden konnten. Das ist eigentlich besser, als ich erwartet hatte, geht man von der notorischen Unkenntnis der Amerikaner in geografischen Dingen aus. Dass die Karte der Ukraine jeden Abend im TV gezeigt wurde, hat sicher geholfen.

Bedenklich, aber kaum überraschend stellte sich bei der Erhebung auch heraus, dass je weiter entfernt jemand die Ukraine von ihrer wirklichen Position einschätzte, dieser auch desto eher ein militärisches Eingreifen der Vereinigten Staaten von Amerika in der Ukraine befürwortete. Wenige Amerikaner konnten den Irak (wird von den meisten als Eirahk ausgesprochen), Afghanistan oder den Iran (Eirahn) auf der Landkarte finden.

„Auf gegen diese dreckigen Commies,“ so die letzte Welle von Kriegsfieber, die durch die Vereinigten Staaten von Amerika fegte, „wenn wir sie nur erwischen!“ Einige vermuteten die Ukraine in Australien oder Südamerika.

Interessant ist, dass sich bei der Umfrage herausstellte, dass die Gruppe derjenigen, die am wenigsten die Ukraine finden konnte, über 65 Jahre alt war – und eingefleischte Wähler der Republikaner.

Warum haben Amerikaner so wenig Ahnung von Geografie? Ich war in der letzten Klasse an der Diplomatenakademie der Universität von Georgetown, in der Weltgeografie unterrichtet wurde. Obwohl von wesentlicher Bedeutung für das Verständnis von internationalen Angelegenheiten und Geschichte, ist Geografie als antiquiert und bedeutungslos aus Amerikas Lehrplänen verschwunden. Das selbe gilt oft auch für Geschichte. Sogar viele gut situierte, gebildete Amerikaner haben kaum eine Ahnung von diesen Fächern.

Ein einflussreicher republikanischer Freund und ehemaliger Präsidentenberater sagte zu mir: „Wir müssen Putin davon abhalten, die Krim zu übernehmen!“

„Bevor ihr in den Krieg zieht,“ riet ich ihm, „frag deine mordsmäßigen republikanischen Unterstützer, ob sie die vier größten Städte auf der Krim kennen.“ Schweigen.

Natürlich lebt das Kriegsfieber von Ignoranz. Hätten die Mobs in Paris 1914 gewusst, dass sie im Schlamm Flanderns sterben werden, wären wenige so fanatisch für den Krieg gewesen. Alle Seiten im Ersten Weltkrieg glaubten fälschlicherweise an einen schnellen süßen militärischen Sieg. Die große französische Stimme gegen die Dummheit des Krieges, Jean Juares, wurde von Nationalisten ermordet.

„Der Anteil von Akademikern, die richtig die Ukraine finden konnten (20%), ist nur geringfügig höher als der Anteil von Amerikanern, die Pew (das bekannte Erhebungsinstitut) im August 2010 sagten, dass Präsident Obama ein Moslem ist,“ befanden die Professoren der renommierten Universitäten.

Etwa derselbe Prozentsatz von Amerikanern glaubt, dass Elvis noch lebt, oder dass in Bälde ein islamisches Kalifat Amerika beherrschen wird. Seit der Bush-Administration sind Dummheit und Ignoranz salonfähig geworden.

Führende Zeitungen in den Vereinigten Staaten von Amerika – „The Wall Street Journal“ und „New York Times“ – haben die Kriegstrommeln geschlagen. Das meistgesehene TV-Netzwerk – Fox – ist ein Sprachrohr der Kriegspartei. Millionen von Amerikanern und Kanadiern ukrainischer Herkunft sind natürlich tief besorgt aufgrund der Vorgänge dort. Israel ist jetzt in der Ukraine involviert.

Zu wenige Stimmen fordern Beruhigung und Zurückhaltung. Präsident Putin wird dämonisiert zu Amerikas führender Hassfigur. Wenige in den Medien wagen zu sagen, dass Putin im Interesse Russlands auf den idiotischen Vorstoß der NATO bis direkt an seine Grenzen reagiert.

Republikaner beschimpfen Präsident Barack Obama als feigen Schwächling. Ich mag feig und schwach, wenn es um Atomwaffen geht. Gottseidank ist Senator John McCain nicht Präsident, sonst könnten wir uns schon im Dritten Weltkrieg befinden.

 

 

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Warum die Krim dem Herzen Russlands so teuer ist

Posted by krisenfrei - 13/04/2014

aus voltairenet

Für Russland ist die Krim kein fremdes Land, das eine impulsive Stimmung dazu führte, ihren Anschluss an das Gebiet seines Nachbarn zu erbitten. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil seiner Geschichte, ohne die das heutige Russland nicht existieren würde. In einem sehr hagiographischen Stil klärt die Oriental Review ihre Leser über die organischen Verbindungen der beiden Länder auf.

JPEG - 19.8 kBAm 18. März 2014 gab Präsident Wladimir Putin eine historische Rede, in der er die Wiedervereinigung von der Krim und der Russischen Föderation begrüßte. Viele waren erstaunt über die Ergebnisse des Referendums, das zwei Tage zuvor unter Achtung der demokratischen Regeln und Grundsätze des Völkerrechts stattfand: 82 % der Wähler beteiligten sich an der Wahl und fast 97 % davon haben für die Wiedervereinigung mit Russland gestimmt. Diese Ergebnisse sind so überraschend, dass viele im Westen sich weigerten zu glauben, dass sich die Bewohner der Krim in den Tiefen ihres Seins gesehnt hätten, in den Schoss ihrer Heimat zurückkehren zu wollen. Man muss wohl zugeben, dass solch eine weit verbreitete Begeisterung irrational oder sogar künstlich erscheinen mag, für den der die heroische Geschichte dieses so reichlich mit russischem Blut getränkten Landes ignoriert.
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Symbol zur Erinnerung an die Taufe der Großfürsten von Kiew, Wladimir Swjatolawitsch (Heiliger Wladimir), in Chersones auf der Krim, im Jahre 988 unserer Zeit

Man kann nicht verstehen, warum sie diesen Entschluss gefasst hat, wenn man nicht zuerst und mit der geziemten Aufmerksamkeit das tiefe Verhältnis berücksichtigt, das die Krim immer mit Russland und umgekehrt gepflegt hat. Auf der Krim, wohin immer man den Blick wendet, egal wofür man sich interessiert, fühlt man diese gemeinsame Geschichte und diesen gemeinsamen Stolz. Es ist da, wo Chersones auf Tauris [Goethes Iphigenie auf Tauris Anm.d.Ü], die antike griechische Polis gegründet wurde, wo der Heilige Wladimir, Großfürst von Kiew, im Jahr 988 getauft wurde. Es ist nicht leicht Worte zu finden, die sagen, wie teuer dieses erlauchte Land dem Herzen Russland ist. Die Bevölkerung der Krim-Halbinsel stammt aus dem Altertum, etwa 500 Jahre vor der Geburt Christi, mit der Errichtung einer griechischen Kolonie. Man findet dort die Spuren von Sankt-Andreas, einem der ersten Jünger Jesu Christi, bekannt als „der Apostel der Gestade vom südlichen, nördlichen und östlichen Schwarzen Meer“. Die Krim ist der Ort, wo Sankt-Klemens, Schüler von Apostel Petrus, geopfert wurde, und der sein Blut im Namen Christi vergoss, und so die Rus, die das Licht der Welt erblickte, mit Christus verankerte. Es ist hier, wo die slawischen Apostel, die Heiligen Kyrill und Methodius das Evangelium gepredigt haben. Die Konversion zum Christentum und die Taufe von Prinz Wladimir in der Stadt Chersones ebneten den Weg für die Entwicklung der russischen Kultur, wodurch ein unschätzbarer Beitrag zur Weltkultur und der Geschichte der Menschheit geliefert wurde.

Im zehnten Jahrhundert gründeten die russischen Fürsten an den Ufern des Schwarzen Meer und Asowschen Meer das Fürstentum von Tmutarakan. Dieses Fürstentum dehnte sich entlang der Küste der Krim, auf der Halbinsel Kertsch aus und beinhaltet die Stadt Kertsch, heute des gleichen Namens wie die Halbinsel. Es war in dieser Übergangszeit der Geschichte, als die Slawen der Kiewer Rus sich nach und nach in der Krim ansiedelten. Die Städte, in denen die Bevölkerung slawischen Ursprungs vorherrschte, waren: Staryi Krym (wörtlich: Alte Krim), Sudak, Mangup und Chersones.

Tmutarakan, auf der Taman-Halbinsel, gegenüber Kertsch, war die Kreuzung von fast allen Handelsrouten, die die Steppe und die Meere durchquerten. Die Stadt wurde schnell der zweitgrößte Hafen der Welt, nach Konstantinopel. Mstislaw, Sohn von Großfürst Wladimir, regierte das Fürstentum von 1024 bis 1036 und erweiterte und konsolidierte die Grenzen. Was vom Königreich vom Bosporus überblieb (das von Byzanz auf Rom überging, und dann wieder von Byzanz restauriert wurde, bevor es militärisch durch die Rus von Kiew besiegt wurde) wurde dem Fürstentum Tmutarakan am Ende des zehnten Jahrhunderts einverleibt. Man sollte viel später eine Spur dieses Ereignisses auf der Taman-Halbinsel entdecken, eine Marmor Gedenktafel aus dem Jahr 1068, mit dieser gravierten Inschrift:
«Im Sommer des Jahres 6576 [seit der Erschaffung der Welt, d.h. in 1068, Anm. von Oriental Review] hat Prinz Gleb 14.000 Faden [ca. 28 km – Anm.von O.R.] gemessen, als er das eisige Meer von Tmutarakan bis Kertsch durchquerte. »

Gegen Ende des elften Jahrhunderts isolierten die wiederholten Einfälle des Kuman-Volkes in die Rus von Kiew praktisch Tmutarakan von den anderen russischen Gebieten. Das Fürstentum verliert schließlich seine Unabhängigkeit im Jahr 1094 und kam unter die Kontrolle der Kumanen und dann in Besitz von Byzanz, der Goldenen Horde, von Genua und der Türkei.

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Katherina II. von Russland

 

Am Ende des achtzehnten Jahrhunderts war die große Kaiserin Katherina II. erfolgreich, und brachte die Krim in den Schoss Russlands zurück. Es ist die Wiederherstellung der Souveränität des russischen Reiches auf dieser Erde, die die Ruinen von Chersones, Symbol der heiligen Geschichte Russlands, aus der Vergessenheit zu retten vermochte. Die Geschichte wird auch Kaiserin Katherina II. für die Gründung der Marinebasis Sewastopol erwähnen, in dem Hafen von Akhtiar (heute „die Bucht von Sewastopol“ genannt), mit der freundlichen Unterstützung von Fürst Grigori Potemkin. Die Geschichte von Sewastopol, ist mit der erstaunlichen Geschichte der tapferen russischen Armee und ihrer beispielhaften Soldaten gleichzustellen.

Balaklawa, Sewastopol, Kertsch, der Malachow-Berg und die End Linie des Sapun-Berges sind Meilensteine, die die glorreichen Taten, die Tapferkeit und den authentischen Wert der russischen Soldaten verkörpern. An allen diesen Orten ist die Erde mit dem Blut der Soldaten getränkt, die tapfer kämpften, um eine Zukunft in Frieden und Sicherheit zu verteidigen. In Russland und auf der Krim werden die 349 Tage der heroischen Schlachten für die Verteidigung von Sewastopol während des Krimkrieges (1853 – 1854) bis zum Ende der Zeit gefeiert werden und für immer in der Geschichte dieser beiden Länder und dieser beiden brüderlichen Völker graviert bleiben, wie es auch der 250 Tage lange erbitterte Widerstand gegen die Belagerung der Stadt 1941-1942 während des zweiten Weltkrieges sein wird.

Die militärische Koalition aus Großbritannien, Frankreich, der Türkei und dem Königreich Sardinien drang in die Halbinsel Krim im Jahre 1854 ein. Sewastopol, das bisher nur vom Meer kommende Angriffe konfrontieren musste, wurde am 13. September desselben Jahres belagert. Unter dem Feuer eines in Zahlen und Rüstung sehr überlegenen Feindes wurden die Befestigungsanlagen gebaut und die Batterien aufgestellt. Der Befehlshaber der Flotte des Schwarzen Meeres, Admiral Vladimir Kornilow, übernahm mit seinem Stellvertreter, Vizeadmiral Pavel Nakhimow die Leitung der Verteidigung der Stadt. Fünf Kriegsschiffe wurden am Eingang zum Hafen versenkt, um den feindlichen Zugriff auf den Hafen von Sewastopol zu verhindern. Die Schiffs-Besatzungen der Flotte verstärkten die Truppen mit ihrer Artillerie, um die Stadt zu verteidigten. Die Hartnäckigkeit und die patriotischen Inbrunst der Soldaten, Matrosen und der Bewohner der Stadt haben die Welt erstaunt. Am 5. Oktober haben die Invasoren die erste Bombardierung von Sewastopol gestartet, ohne dass viele Opfer unter den Verteidigern zu beklagen waren. Leider wurde Admiral Kornilow tödlich verwundet. Das wichtigste Einsatzgebiet wechselte dann auf den Malachow Berg. Am 28. März 1855 starteten die Invasoren einen zweiten Angriff. Zum Preis von schweren Verlusten gelang es ihnen, die russischen Stellungen zurückzudrängen. Die zwei folgenden Angriffe hatten dasselbe Ergebnis wie die vorherigen zwei, aber Vize-Admiral Nakhimow wurde während eines Artilleriefeuer-Austausches am 28. Juni getötet. Der französische General Jean-Jacques Pélissier, der die feindliche Koalition befehligte, erhielt von Kaiser Napoleon III. den Auftrag, die Festung um jeden Preis einzunehmen. Nach der fünften und ebenso erfolglosen Offensive bereiteten sich die Koalitionstruppen vor, um den halb zerstörten russischen Befestigungen einen entscheidenden Schlag zu versetzen. Der sechste und letzte Angriff startete am 27. August. Das Sperrfeuer der Artillerie der Angreifer konzentrierte das Feuer von acht französischen Divisionen, fünf britischen Divisionen und einer sardischen Brigade, das insgesamt 60.000 Soldaten mobilisierte. Ihnen gegenüber kämpften 40.000 Mann der russischen Truppen, die zum größten Teil auf die letzte Verteidigungslinie verlegt wurden. Das Ergebnis der Schlacht war lange unsicher, das Glück war manchmal dem einem, manchmal dem anderen Lager hold. Den Franzosen gelang es den Malachow Berg einzunehmen. Ihrem Oberkommandanten, General Mikhaïl Gorchakov gehorchend, setzten sich die Verteidiger, nachdem sie die Munitionsbunker in die Luft gejagt und die noch über Wasser gebliebenen Schiffe versenkt hatten, auf die südliche Flanke von Sewastopol ab. Das Misslingen aller dieser Versuche der Koalitionstruppen, Sewastopol zu besiegen, klang wie eine Niederlage, und erschütterte schließlich die Entschlossenheit und die offensiven Fähigkeiten der Invasoren. Das gegnerische Lager musste sich mit Friedensgesprächen begnügen, deren Bedingungen sich von den Erwartungen zu Beginn des Krieges sehr unterschieden. Die Verteidigung Sewastopols zeigte aufs Neue eine bewundernswerte Seite der Geschichte des Krimkrieges, zeigte Stärke, Mut und die Festigkeit der russischen Soldaten, und als die Schlacht unter den schlimmsten Bedingungen einer Belagerung hoffnungslos erschien, ihre Fähigkeit zu widerstehen.

87 Jahre später sollte die Stadt eine neue Belagerung erfahren, eine neue Seite ihrer epischen Verteidigung schreiben, und noch einmal ihre unerschütterliche Entschlossenheit, mit Widrigkeiten fertig zu werden, demonstrieren. Die Nazi-Truppen überfielen die Krim am 20. Oktober 1941. Zehn Tage später waren sie schon am Stadtrand von Sewastopol. Die Stadt war nicht auf einen Land-Angriff vorbereitet. Aber als die deutschen und rumänischen Armeen versuchten, die Stadt im ersten Sturm einzunehmen, scheiterten sie. Die hartnäckige Verteidigung der Stadt begann. Während der Kampf tobte, wurden Land-Befestigungen gebaut, obwohl der Nachschub an Mann und Materialien, sowie die Evakuierung von Verwundeten und der zivilen Bevölkerung nur über den Seeweg, unter Beschuss feindlicher Luftangriffe durchgeführt werden konnte. Am 4. November unternahmen die sowjetischen Truppen eine Gruppierung innerhalb des Perimeters der Verteidigung der Stadt. Am 11. November starteten die feindlichen Kräfte, deren Feuerkraft und Truppenstärke bedeutend höher waren, eine neue Offensive. Nach harten Kämpfen und schweren Verlusten unterbrachen die Deutschen ihren frontalen Angriff am 21. November und unternahmen die Belagerung der Stadt. Mit Unterstützung von gepanzerten Fahrzeugen wurde vom Feind am 17. Dezember eine neue, in Zahlen sehr überlegene Offensive gestartet, mit sieben deutschen Infanteriedivisionen und zwei rumänischen Brigaden. Die Angriffe wurden mit Hilfe der Artillerie der russischen Marine zurückgeworfen. Die Vorsätze des Feindes neue Einfälle durchführen zu wollen, wurden durch russische Truppen-Landungen bei Kertsch und Feodosia gestoppt. Sie zwangen die Deutschen, die 11. Armee der Wehrmacht, die die Stadt unter dem Kommando von General Erich von Manstein belagerte, auf Feodosia zu richten, und die Bataillone der regionalen Kräfte starteten dann eine begrenzte Offensive. Im März 1942 waren sie in der Lage, ihre Positionen zu festigen.

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Die Verteidigung Sewastopols (1942), Bild von Alexander Deyneka

Ab dem 27. Mai erhielt Sewastopol ein Trommelfeuer von Artillerie und Luftangriffen. Am Morgen des 7. Juni startete der Feind einen furchtbaren Angriff gegen die Kräfte der Perimeter-Verteidigungsanlagen der Stadt. Nach einem rücksichtslosen Kampf evakuierten die russischen Truppen den Malachow Berg am 30. Juni. Der Widerstand ging jedoch in der zerstörten Stadt weiter. Die Kämpfe dauerten bis zum 4. Juli, und selbst in manchen Bereichen bis zum 9. Juli. Die meisten Verteidiger der Stadt wurden getötet oder gefangen genommen. Nur wenigen gelang es, Zuflucht in den Bergen zu finden und den Partisanen beizutreten. Der 250 Tage dauernde Kampf für die Verteidigung Sewastopols, ungeachtet seines tragischen Endes, gab der ganzen Welt zu sehen, wie vorbildlich und selbstlos die russischen Matrosen und Soldaten sein konnten.

In den Köpfen und Herzen war die Krim von jeher nicht von der Russischen Föderation zu trennen. Diese durch den Wahrheits- und Gerechtigkeitsdurst unterstützte Überzeugung, ist unerschütterlich geblieben. Sie wurde von einer Generation auf die andere übertragen, ohne dass die Zeit oder die Umstände sie ändern konnten. Auch die spektakulären Umwälzungen, die Russland im 20. Jahrhundert erlebt hatte, konnten diese Gewissheit nicht antasten. Niemand konnte sich vorstellen, dass die Ukraine und Russland eines Tages unterschiedliche Staaten werden könnten. Aber die Sowjetunion ist zusammengebrochen. Alles ging so schnell, sodass nur sehr wenige damals das Maß der tragischen Ereignisse, die sich anhäuften, und die Konsequenzen, die folgen sollten, ergreifen konnten. Und als von einem Tag zum nächsten die Krim in den Besitz eines anderen Landes gelangte, hat sich Russland nicht nur getäuscht gefühlt, sondern hat sich bestohlen gefühlt. Millionen von Russen sind in einem Land schlafen gegangen und in einem anderen aufgewacht, das sich im Handumdrehen in Minderheiten aufgeteilt hatte innerhalb der sowjetischen Republiken, die bis dahin existierten. Die Russische Föderation ist daher eine der am meisten dislozierten Nationen der Welt oder sogar die größte aller geworden. Das Volk hat sich nie mit dieser eklatanten historischen Ungerechtigkeit zurecht gefunden. In all diesen Jahren haben viele Menschen und angesehene Persönlichkeiten diese Frage immer wieder gestellt, und gesagt, dass Russland auf der Krim geboren wurde und Sewastopol eine wirklich russische Stadt ist. In diesen letzten dreiundzwanzig Jahren hat die Krim ihre russische Seele bewahrt. Jeder Bewohner forderte sehnlichst, ohne jemals aufzugeben, die Rückkehr der Halbinsel zur Russischen Föderation. Und jetzt ist es passiert, zur Freude aller, in dem allgemeinen Jubel und mit Glückstränen, und reparierte die Ungerechtigkeit von einst.

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Massiver Jubel auf der Krim, nach der Wiedervereinigung mit Russland am 18. März 2014

Übersetzung
Horst Frohlich

Quelle
Oriental Review

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Parteien zur EU-Wahl

Posted by krisenfrei - 13/04/2014

Verantwortlich für den Output sind die Parteien!

 

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