krisenfrei

Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

Archive for 10. April 2014

Mario Draghi erhält den Lenin-Orden!

Posted by krisenfrei - 10/04/2014

von Susanne Kablitz

Als Mario Draghi, der Ex-Goldman Sachs Banker und nahezu unumstrittener Weltenretter der Eliten in Politik und Wirtschaft im Herbst 2012 in Potsdam dafür geehrt wurde, dass er „alles für den Erhalt des Euro tut“, war unser hochgeschätzter Finanzminister der felsenfesten Überzeugung, dass „dieser Euro eine stabile Währung ist und bleibt“. Das war der Scherz des Abends, am Morgen danach war der Mann ausgeschlafen und setzte sodann noch richtig einen drauf: „Wenn wir einmal anfangen würden, Staatsverschuldung mit der Notenpresse zu finanzieren, kämen wir auf eine schiefe Ebene.“

Soso, Herr Schäuble, was Sie nicht sagen. Die Aussage, dass „im Kampf gegen die Euro-Schuldenkrise werden keine unverantwortlichen Risiken eingegangen“ stammt auch von Ihnen und Sie haben sich noch nicht einmal auch nur ansatzweise wenigstens für wenige Sekunden in Anbetracht der wahnwitzigen Dreistigkeit Ihrer Lügen geschämt. Sie sind auch einer der „Preisverwöhnten“ und so drängt sich doch so langsam der Verdacht auf, dass diejenigen, die das Vermögen der arbeitenden Bevölkerung nachhaltig zu ihrem eigenen Vorteil zerstören, immer als die Helden in die Geschichte eingehen.

Ein gewisser Wladimir Iljitsch Lenin (1870-1924), der vor 90 Jahren starb, hinterließ der Welt folgende Weisheit: „Wer die Kapitalisten vernichten will, der muss ihre Währung zerstören.“ Nun gut, einen Kapitalismus hatten wir im Prinzip nie, aber wir hatten in gewissen Phasen ansatzweise eine Währung, die zumindest das Lebenswerk von Millionen von Menschen nicht sinnlos zerstört hat. Lenin wird heute noch verehrt, selbst vor Marx machen viele Menschen nicht Halt, obwohl genug Informationen zur Verfügung stehen, in denen der Laufbursche des Großkapitals schon längst entlarvt ist.

Die Begründung zur Vernichtung des Volksvermögens wiederholt sich beständig und so dann und wann könnte es Sinn machen, sich zu fragen, woran dies wohl tatsächlich liegt. So waren und sind die salbungsvollen Äußerungen, die die sogenannten „Kapitalismuskritiker“ mit süßer Stimme von sich gaben, stets von gleicher Art und Güte. Schaut man sich die Grundsätze des Kommunistischen Manifests von Karl Marx aus dem Jahre 1848 an, dann fällt einem selbst ohne große Anstrengung auf, dass unter Punkt 2 die Progressive Einkommenssteuer und unter Punkt 5 die Zentralisierung der Kreditvergabe, Nationalbank eingefordert wurden.

Im Jahre 1921 beschrieb der kommunistische Wirtschaftswissenschaftler Preobraschensky in seinem Buch unter dem Titel „Druckerpresse des Volkskommissars der Finanzen“ das Maschinengewehr des Geldumlaufs und Lenin nutzte die Druckerpresse, um von 1921 bis 1923 die im Umlauf befindliche Geldmenge um das fast 20 000-fache zu erhöhen. Und womit wird dieser Segen stets begründet? Nun – zählen Sie doch einfach einmal nach, wie oft in den Predigten der Heilsbringer das Wort „Gemeinwohl“ vorkommt! Sigmar Gabriel ist so ein Gemeinwohl-Junkie, wohl wissend, dass er von diesem Gemeinwohl-Gesabbele selbst nie betroffen sein wird. Er will diese Gnade Gottes nur für die Menschen, die ihm so sehr am Herzen liegen.

Schauen Sie mal nach, was im 25-Punkte-Plan der NSDAP so alles geschrieben stand – passen Sie nur auf, dass Ihnen bei der erschreckenden Ähnlichkeit zur derzeitigen Realität das Essen nicht ihm Hals stecken bleibt.
„Gemeinnutz vor Eigennutz“ ist der wohl schwerste Brocken und wiederholt sich so oder ähnlich in beängstigender Weise bei allen übergeschnappten Weltherrscheranwärtern, die nur auf diese Art und Weise ihre menschenverachtenden Programme in der Bevölkerung unterbringen konnten, dies so auch immer wieder versuchen und fatalerweise auch immer wieder schaffen.

Staaten und Banken bilden ein Syndikat; die Banken finanzieren die Staatverschuldung, dafür garantiert der Staat ihre Existenz und den gigantischen Profit. Wann war das jemals anders? Nichts hat sich zum Wahnsinn früherer Jahre verändert. Es gab stets in den Zeiten, wo Staaten ihre Macht auf ein gigantisches Maß aufgebläht haben, eine volksverarmende Geldmengenausweitung. Immer! Wie soll es denn auch anders gehen? Wo soll denn das Geld herkommen, mit dem der Irrsinn finanziert wird?

„Die Stärke des Euro sei ein Hemmschuh für die Wirtschaft“, so der neue französische Ministerpräsident Manuel Valls. Die Europäische Zentralbank fahre eine weniger lockere Geldpolitik als andere Notenbanken, obwohl die Konjunkturerholung in der Euro-Zone noch schwach sei und deshalb müsse nun endlich die Geldmenge noch sehr viel mehr ausgeweitet werden. Ein „Pakt der Verantwortung“ soll in Frankreich Unternehmen vom Staat um rund 30 Milliarden Euro entlastet werden. Im Gegenzug sind diese gefordert, mehr Personal einzustellen. Ergänzend wird ein „Pakt der Solidarität“ mitgeliefert, so dass in ein paar nicht mehr fernen Jahren alle Menschen so unwiderruflich abhängig von Staates Gnaden sind, dass sie auch gleich als „Staatssklaven“ tituliert werden können.

Das scheint aber gar niemanden zu stören und so kann der „Lenin-Orden-Drahgi“ auch vollmundig ankündigen, dass der 24-köpfige EZB-Rat einstimmig zu der Auffassung gekommen sei, „auch mit unkonventionellen Maßnahmen“ der Phase der zu langen, niedrigen Inflationsrate Herr zu werden. Na, dann ist ja alles bestens!

Also, fassen wir zusammen:
– Die Stärke einer Währung ist ein Hemmschuh!
– Eine niedrige Inflation ist ein Zeichen dafür, dass die Menschen das Vertrauen in die Stabilität der Währung verlieren.
– Eine enorme Geldmengenausweitung (die Rede ist von rund einer Billion pro Jahr) ohne einen dahinter stehenden Sachwert ist gut für die Menschen.

Und wenn wir nicht gestorben sind, dann träumen wir noch heute!

Die Modellrechnungen der EZB kommen zu dem Ergebnis, dass die neue „dicke Bertha“ die Inflationsrate lediglich um 0,2 Prozentpunkte erhöhen würde, andere Szenarien kommen auf 0,8 Prozent. Na, das reicht aber dann doch noch lange nicht, meine Herren. Dann packen sie doch noch mal ordentlich Gewicht oben drauf. Warum nicht gleich fünf Billionen oder zehn? Davon finanzieren Sie dann gleich noch das bedingungslose Grundeinkommen der Bürger von – sagen wir 2.500 Euro im Monat (alles andere ist eh für die Katz`) und schon werden sie mal wieder „Gottes Werk“ tun, wie das ja ihre Freunde bereits festgestellt haben.

Wird das nicht ein Fest für Sie? Wenn alle Menschen vom Segen des Gemeinwohls und der Illusion des Geldhahn-Wohlstands vollständig betrunken sind, dann drehen Sie den Hahn einfach ab. Punkt, Fertig, Aus! Erkundigen Sie sich da ruhig in den Handbüchern von Mao und Kollegen, die haben das spitzenmäßig hingekriegt. Denen liegen heute noch Millionen von Menschen zu Füßen.

Und weil das so ist, hat die “Gesellschaft für Volksverblödung” heute beschlossen, Ihnen – hochverehrter Herr Draghi – den Lenin-Orden zu verleihen. Verdient hätten ihn viele – aber da es nur einen zu verleihen gibt, hat die Gesellschaft sich für Sie entschieden. Kaum jemand lächelt so charmant wie Sie, während Sie die Menschen in den Ruin treiben!

 

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Naht das Ende der Vereinigten Staaten von Amerika oder das Ende der Welt?

Posted by krisenfrei - 10/04/2014

Einen von den beiden wird´s erwischen

Paul Craig Roberts (antikrieg)

Es zeichnet sich ab, dass 2014 für die Vereinigten Staaten von Amerika ein Jahr der Abrechnung sein wird.

Von zwei Seiten baut sich Druck gegen den US-Dollar auf. Einerseits nimmt das Vermögen der Federal Reserve ab, den Goldpreis zu manipulieren, da die Goldbestände des Westens schrumpfen und das Wissen um die illegalen Kursmanipulationen der Fed sich immer mehr auf dem Markt herumspricht. Die Beweise dafür, dass gewaltige Mengen von Leerverkäufen auf dem Gold-Terminmarkt in Zeiten getätigt wurden, in denen der Handel spärlicher verlief, sind unmissverständlich. Es ist offensichtlich geworden, dass der Goldpreis auf den Terminmärkten manipuliert wird, um den Wert des Dollars gegen die Auswirkungen des QE (Quantitative Easing – Drucken ungeheurer Mengen von Banknoten durch die Fed) zu schützen.

Andererseits entsteht Druck aufgrund der närrischen Drohungen des Obamaregimes mit Sanktionen gegen Russland. Andere Länder sind nicht länger bereit, Washingtons Missbrauch des Dollars als Weltwährungsreserve zu tolerieren. Washington benutzt das auf dem Dollar beruhende internationale Zahlungssystem, um den Wirtschaften von Ländern Schaden zuzufügen, die sich Washingtons politischer Vorherrschaft entgegenstellen.

Russland und China hat es gereicht. Wie ich berichtet habe und Peter Koenig berichtet, entkoppeln Russland und China ihren internationalen Handel vom Dollar. Von jetzt an wird Russland seinen Handel einschließlich des Verkaufs von Erdöl und Erdgas an Europa in Rubel und in den Währungen seiner BRICS-Partner abwickeln.

Das bedeutet einen großen Abfall bei der Nachfrage nach US-Dollars und einen entsprechenden Absturz beim Wechselkurs des Dollars.

Wie John Williams (shadowstats.com) klargemacht hat, hat sich die Wirtschaft der Vereinigten Staaten von Amerika von ihrem Absturz im Jahr 2008 nicht erholt und ist seither schwächer geworden. Die weit überwiegende Mehrheit der Bevölkerung der Vereinigten Staaten von Amerika steht unter schwerem Druck des seit Jahren fehlenden Einkommenswachstums. Da die Vereinigten Staaten von Amerika jetzt eine importabhängige Wirtschaft sind, wird ein Fallen des Dollarkurses die Preise in den Vereinigten Staaten von Amerika in die Höhe treiben und den Lebensstandard nach unter drücken.

Alle Hinweise deuten auf ein wirtschaftliches Versagen der Vereinigten Staaten von Amerika im Jahr 2014 hin, das ist die Schlussfolgerung von John Williams’ Bericht vom 9. April.

Dieses Jahr könnte auch das Zerbrechen der NATO und sogar der Europäischen Union sehen. Washingtons rücksichtsloser Staatsstreich in der Ukraine und die Drohung mit Sanktionen gegen Russland haben seine NATO-Hampelstaaten auf gefährliches Gelände getrieben. Washington schätzte die Reaktion in der Ukraine auf seinen Sturz der demokratisch gewählten Regierung und Installierung einer Hampelregierung falsch ein. Die Krim spaltete sich schnell von der Ukraine ab und ging wieder zu Russland. Weitere ehemalige russische Gebiete in der Ukraine könnten bald folgen. Demonstranten in Lugansk, Donetsk und Charkow fordern ihre eigenen Volksabstimmungen. Demonstranten haben die Volksrepublik Donetsk und die Volksrepublik Charkow ausgerufen. Washingtons Handlangerregierung in Kiew hat gedroht, die Proteste mit Gewalt niederzuschlagen. Washington behauptet, die Demonstrationen seien von Russland organisiert, aber niemand glaubt Washington, nicht einmal seine eigenen ukrainischen Handlanger.

Russische Berichte haben Söldner der Vereinigten Staaten von Amerika unter den Streitkräften aus Kiew ausgemacht, die zur Niederschlagung der Separatisten in die östliche Ukraine geschickt worden sind. Ein Mitglied der rechtsgerichteten Neonazi Vaterland-Partei hat im Parlament in Kiew gefordert, die Demonstranten zu erschießen.

Gewalt gegen die Demonstranten könnte leicht die russische Armee ins Spiel bringen und zur Rückkehr der ehemaligen Territorien in der Ostukraine zu Russland führen, die von der sowjetischen kommunistischen Partei der Ukraine angegliedert worden waren.

Während Washington allein dasteht und am laufenden Band Drohungen von sich gibt, drängt Washington Europa in zwei höchst unwillkommene Konfrontationen. Die Europäer wollen keinen Krieg mit Russland wegen Washingtons Staatsstreich in Kiew, und die Europäer haben mitbekommen, dass jegliche wirklichen Sanktionen gegen Russland, sollten sie eingehalten werden, den Europäern viel mehr Schaden zufügen würden. Innerhalb der Europäischen Union haben wachsende wirtschaftliche Ungleichheit unter den Ländern, hohe Arbeitslosigkeit und ärmeren Mitgliedern auferlegte strenge wirtschaftliche Sparmaßnahmen zu enormen Spannungen geführt. Die Europäer sind nicht gewillt, die Hauptlast eines von Washington orchestrierten Konflikts mit Russland zu tragen. Während Washington Europa Krieg und Opferbringen präsentiert, offerieren Russland und China Handel und Freundschaft. Washington wird sein bestes geben, um europäische Politiker weiterhin gekauft und bezahlt und auf der Linie von Washingtons Politik zu halten, aber der Nachteil für Europa, mit Washington weiterzumachen, ist jetzt viel größer.

Über viele Fronten hinweg stellt sich Washington in den Augen der Welt als doppelzüngig, nicht vertrauenswürdig und total korrupt dar. Der Staatsanwalt der Börsenaufsichtsbehörde (SEC) James Kidney nützte die Gelegenheit seines Ausscheidens in den Ruhestand, um zu enthüllen, dass Vorgesetzte seine Verfolgung von Goldman Sachs und anderen „Banken, die zu groß sind, um pleite gehen zu dürfen“ unterdrückt hatten, weil seine SEC-Bosse nicht die Gerechtigkeit im Auge hatten, sondern „hochbezahlte Jobs nach ihrer Pensionierung“ dadurch, dass sie die Banken vor der Strafverfolgung wegen ihrer illegalen Handlungen schützten.

Die Behörde der Vereinigten Staaten von Amerika für internationale Entwicklung wurde erwischt, wie sie versuchte, soziale Medien zum Sturz der Regierung Kubas zu benützen.

Diese waghalsige Sorglosigkeit kommt hinzu zu Washingtons Staatsstreich gegen die ukrainische Regierung, den NSA-Bespitzelungsskandal, Seymour Hersh’s Bericht, dass die Attacke mit Saringas in Syrien eine Aktion unter falscher Flagge war, durchgeführt vom NATO-Mitglied Türkei, um einen militärischen Angriff der Vereinigten Staaten von Amerika gegen Syrien zu rechtfertigen, die von Washington zwecks Durchsuchung erzwungene Landung der Präsidentenmaschine des bolivianischen Präsidenten Evo Morales, Saddam Husseins „Massenvernichtungswaffen,“ der Missbrauch der libyschen Flugverbotszone für einen militärischen Angriff, und so weiter und so fort. Im Wesentlichen hat Washington das Vertrauen anderer Länder in das Urteilsvermögen und in die Integrität der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika so schwer geschädigt, dass die Welt ihren Glauben in die Führerschaft der Vereinigten Staaten von Amerika verloren hat. Was von Washington bleibt, sind Drohungen und Schmiergelder, und immer mehr steht Washington als Tyrann da.

Die selbst zugefügten Schläge gegen Washingtons Glaubwürdigkeit haben ihren Tribut gefordert. Der schwerste Schlag von allen ist, dass es überall immer mehr dämmert, das Washingtons verrückte Verschwörungstheorie betreffend 9/11 falsch ist. Eine große Anzahl von unabhängigen Experten und über hundert Helfer vor Ort haben jeden Aspekt von Washingtons absurder Verschwörungstheorie widerlegt. Niemand, der bei Verstand ist, glaubt, dass ein paar Saudiaraber, die keine Flugzeuge fliegen konnten und ohne Unterstützung eines Geheimdienstes operierten, den gesamten nationalen Sicherheitsstaat austricksten, und zwar nicht nur alle 16 Geheimdienste der Vereinigten Staaten von Amerika, sondern auch alle Geheimdienste der NATO und Israels.

Nichts funktionierte am 9/11. Die Flughafensicherheit versagte viermal innerhalb einer Stunde, das sind mehr Ausfälle in einer Stunde, als es in den 116.232 Stunden des 21. Jahrhunderts insgesamt gegeben hat. Zum ersten Mal in der Geschichte konnte die Luftwaffe der Vereinigten Staaten von Amerika keine Abfangjäger vom Boden in den Luftraum bringen. Zum ersten Mal in der Geschichte verlor die Luftverkehrsüberwachung Flugzeuge bis zu einer Stunde lang aus den Augen und machte keine Meldung. Das erste Mal in der Geschichte verursachten kurzfristige Brände mit niedriger Temperatur auf ein paar Stockwerken, dass massive Stahlstrukturen nachgaben und zusammenstürzten. Zum ersten Mal in der Geschichte fielen drei Wolkenkratzer praktisch im freien Fall in sich zusammen, ohne dass kontrollierte Sprengungen den Widerstand von unten beseitigt hätten.

Zwei Drittel der Amerikaner fielen auf diese verückte Geschichte herein. Die Linken glaubten sie, weil diese Geschichte ihrer Meinung nach zeigte, dass die Unterdrückten gegen Amerikas bösartiges Imperium zurückschlugen. Die Rechten glaubten die Geschichte, weil für sie klar war, dass die dämonisierten Moslems das gute Amerika angegriffen haben. Präsident George W. Bush drückte die Ansicht des rechten Flügels sehr gut aus: „Sie hassen uns wegen unserer Freiheit und Demokratie.“

Aber niemand sonst glaubte das, am wenigsten von allen die Italiener. Einige Jahre davor waren die Italiener über Regierungsaktionen unter falscher Flagge informiert worden, als ihr Präsident die Wahrheit über die Geheimaktion Gladio enthüllte. Operation Gladio war eine Operation, die von der CIA und dem italienischen Geheimdienst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts durchgeführt wurde und Bomben zündete, welche europäische Frauen und Kinder töten sollten, um den Kommunisten die Schuld daran zu geben und dadurch die Unterstützung für die europäischen kommunistischen Parteien zu unterminieren.

Italiener waren unter den ersten, die Videopräsentationen produzierten, die Washingtons verrückte Geschichte des 9/11 in Frage stellten. Die größte Herausforderung bildet der 1 Stunde und 45 Minuten lange Film „Zero.“ Man findet ihn hier: https://www.youtube.com/watch?v=sheBhY7ftF0 (deutschsprachige Version).

Zero wurde als ein Film, der 9/11 untersuchte, von der italienischen Firma Telemaco produziert. Viele Prominente treten in dem Film auf, gemeinsam mit unabhängigen Experten. Zusammen widerlegen sie jede Versicherung, die von der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika in ihrer Erklärung des 9/11 abgegeben worden ist.

Der Film wurde im europäischen Parlament gezeigt.

Niemand, der diesen Film sieht, kann auch nur ein Wort der offiziellen Erklärung des 9/11 glauben.

Es wird immer schwerer, nicht zu dem Schluss zu kommen, dass Elemente der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika drei Wolkenkratzer in New York in die Luft jagten, um den Irak, Afghanistan, Libyen, Somalia, Syrien, den Iran und Hezbollah zu zerstören und die Vereinigten Staaten von Amerika in die Agenda der Neokonservativen zu bringen, auf den Weg zur Weltherrschaft der Vereinigten Staaten von Amerika.

China und Russland protestierten gegen die Zerstörung Libyens, ließen sie aber durchgehen, obwohl es zu ihrem eigenen Schaden war. Der Iran jedoch wurde zu einer roten Linie. Washington war blockiert, daher beschloss Washington, Russland in der Ukraine größere Probleme zu bereiten, um Russland von Washingtons Agenden andernorts abzulenken.

China war sich nicht sicher über die Beziehung zwischen seinen Handelsüberschüssen mit den Vereinigten Staaten von Amerika und Washingtons zunehmender Einkreisung Chinas mit Marine- und Luftwaffenbasen. China ist zum Schluss gekommen, dass China den selben Feind hat wie Russland – Washington.

Eine dieser beiden Entwicklungen ist wahrscheinlich: entweder wird der US-Dollar (als Welt-Reservewährung) abgeschafft und sein Kurs wird zusammenbrechen, was Washingtons Supermacht-Status beendet und Washingtons Bedrohung des Weltfriedens, oder Washington wird seine Marionetten in einen militärischen Konflikt mit Russland und China führen. Das Ergebnis eines solchen Krieges wäre um ein Vielfaches verheerender als der Zusammenbruch des US-Dollars.

 

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Es reicht!

Posted by krisenfrei - 10/04/2014

von Wolfgang Arnold (saarbruecker)

Nach den US-Sanktionen gegen Iran erleben wir aktuell Sanktionen gegen Russland. Iran hat seine Ölexporte auch ohne den Dollar aufrecht erhalten können, aber der Dollar hat darunter bisher nicht gelitten.

Die Sanktionen gegen Russland werden weitreichendere Konsequenzen haben. Auch auf die Gefahr, dass ich wie eine kaputte Schallplatte wirke: Die Welt-/Finanz-/Schulden-/Wirtschaftskrise hat mit den Ereignissen in der Ukraine eine neue Dimension erreicht. Der Russland-Boykott trifft den Dollar ins Mark.

Russland wird seinen Handel mit China und Iran jenseits des Dollars durchführen*). Die Entwicklung wird auf andere Länder – vor allen Dingen auf andere BRICS-Staaten übergreifen. Mit ihren Sanktionen haben die USA und Europa de facto einen Krieg gegen den größten Wirtschaftsraum der Welt begonnen – einen Krieg, den sie niemals gewinnen können. Mit diesem Wirtschaftskrieg haben sie zusätzlich die Schulden-, Finanz- und Wirtschaftskrise angeheizt.

*) Gazprom bereitet einen Vertrag mit China über die Verrechnung seiner Lieferungen in Yuan vor. Russland wird seine Waren in China mit Yuan bezahlen. Der Petro-Yuan entsteht. Mindestens 40 Zentralbanken halten bereits Yuan als Währungsreserve vor. 

Infolge dieser Entwicklung wird der Dollar seine Rolle als Reservewährung noch schneller verlieren als bislang gedacht.*) Sobald mehr als die Hälfte des Welthandels nicht mehr gegen Dollar abgewickelt wird, funktioniert die kostenlose Bereicherung der USA über ihre Dollar-Druckerpresse nicht mehr. Wohlgemerkt: Der kostenlose Wohlstand ist in den USA vorbei. Umso mehr werden sie das QE-Programm aufrecht erhalten. Die Dollarflut wirkt dann gegen die inländische Wirtschaft. Um die zwangsläufig steigenden Zinsen für ihre Treasuries bezahlen zu können, muss QE sogar ausgeweitet werden. Sobald das Programm gestoppt würde, explodierte die Blase der Zins-Derivate. Das definitive Ende der augenblicklichen Weltfinanzordnung.

*) Im Jahr 2000 wurden noch 55 Prozent der Währungsreserven in der Welt in Dollar gehalten. Inzwischen ist die Dollarquote auf 33 Prozent gesunken. Für den ehemaligen Weltbank-Chefökonomen Justin Yifu Lin steht fest: „Die Dominanz des Greenback ist die Ursache der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise“.

Für die Europäer wird es absolut nicht rosig, wenn nicht nur ihre überdimensionierten Dollar-Währungsreserven wertlos werden, sondern auch sämtliche Banken über Nacht zusammenbrechen. Deren Engagement im Derivate-Markt und ihre Verflechtung untereinander lassen ein anderes Ende nicht zu. Dem Zusammenbruch der Banken folgt der Zusammenbruch der Wirtschaft. Mit den schwindsüchtigen Steuereinnahmen bei Bund, Ländern und Kommunen könnten Polizisten und Feuerwehrleute nicht mehr bezahlt werden. Die öffentliche Ordnung löste sich auf. Ob die Europäer angesichts dieser Perspektive ihren bisherigen Schulterschluss mit Amerika beibehalten, ist offen. Denkbar wäre auch ein Heranrücken an Russland – zumindest einiger Europäer. Ein Riss ginge dann durch die EU und die Nato.

Augenblicklich (10.04.) wächst in Donezk eine „Volksarmee“ zur Befreiung des Rayon von den faschistischen Machthabern in Kiew. Rechnen wir für die nächsten Tage mit einer Entwicklung wie Anfang März auf dem Maidan.

Ob die USA – besonders den Deutschen – eine solche Politik-Rochade durchgehen lassen würden, ist mehr als fraglich und wäre mit hohen Risiken verbunden. Viel wahrscheinlicher ist, dass sich die Deutschen in bisheriger Manier bis zum letzten Cent ausplündern lassen. Auf dieses Ziel hin wurden die Deutschen nach dem Krieg umerzogen. Es gab zwar in den USA und in England schon vor dem WK II und bis zu dessen Ende laute Stimmen und sogar Staatsmänner, die Deutschland durch Bomben und Massentötungen, andere durch Zwangssterilisation und Kastration seiner Bewohner, vernichten wollten. Inzwischen aber ist man klüger geworden. Als ewige Zahlmeister sind die Deutschen viel besser zu gebrauchen. Zahlmeister in einer Welt am Abgrund des Bankrotts werden wenig zu lachen haben.

Sobald sich die Krise um das Weltfinanzsystem und die Weltreservewährung Dollar zuspitzt, dürfte die Einflusssphäre der bisherigen Hegemonialmacht zur Disposition stehen. Ein Tauziehen zwischen Ost und West um das nichtsouveräne Nachkriegs-Konstrukt BRD dürfte zwar spannend, für die Deutschen allerdings kaum lustig enden.

Zur Vorratshaltung an Lebensmitteln, Wasser, Arzneimitteln und anderen Dingen des täglichen Bedarfs gelten 4 Wochen als Minimum.  Alle Menschen zu erreichen gilt als unmöglich, da etwa 80 Prozent der Bevölkerung nicht in der Lage ist, unangenehme, bedrohliche Nachrichten zu verarbeiten.

Richtig vorsorgen, clever tauschen – das sind die ultimativen Ratschläge für die Krise, die sich laut Martin Armstrong ab 2015 abzeichnet. Jetzt ist es Zeit, sich mental und physisch vorzubereiten.

(Klick auf jedes Cover führt zu Infos u. Bestelladresse)

Eine Vision der kommenden Dinge:
Das Buch zeigt einen Weg wie die kommende Krise überlebt werden kann. Zwar konnte sich kaum einer der Protagonisten, von denen in diesem Buch erzählt wird, vorstellen, dass alles was sie durchleiden würden, immer noch eine Steigerung erfahren konnte.

Es war nichts anderes als ein Krieg gegen die Menschlichkeit, der zur Auflösung jeder öffentlichen Ordnung führte. Armut, Gewalt, Hunger, Seuchen, Tod und Krieg stürzten viele so tief ins Chaos, dass die Überlebenden zu Neujahr 2020 dem Einen dankbar zujubeln, der sie aus der finsteren Zeit erlöst.

 

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Was kann der Bürger im Konflikt zwischen dem «Westen» und Russland tun?

Posted by krisenfrei - 10/04/2014

von Karl Müller (zeit-fragen)

Ein Blick auf die Wortmeldungen zur Ukraine, zu Russland und zum «Westen» in den vergangenen Wochen hat erneut gezeigt, dass es grosse Unterschiede zwischen der veröffentlichten Meinung und der Meinung der Bürger gibt. Es gibt viele Anzeichen dafür, dass der westliche Kampagnenjournalismus gegen die russische Politik und insbesondere gegen den russischen Präsidenten allzu offensichtlich war und keine Glaubwürdigkeit besass. Die Kommentare und Berichte waren doch allzu einseitig und unausgewogen und blendeten dabei zu viele Tatsachen aus, derer sich aber viele Bürger bewusst sind.
Wie die politische Auseinandersetzung weitergehen wird, kann an dieser Stelle nicht vorhergesagt werden. Auch kann hier nicht mit Sicherheit gesagt werden, welche Taktiken und Strategien in den kommenden Wochen und Monaten verfolgt werden und worauf das alles hinausläuft. Was alles in den regierungsnahen Denkfabriken gedacht und in Konzeptionen ausformuliert wird, welche Pläne schon gemacht wurden, über die wir aber nicht informiert werden, wie welche Einflussgruppen Einfluss zu nehmen versuchen, mit welchen Manövern wir es als Bürger zu tun haben werden – das entzieht sich bislang der Kenntnis der meisten Menschen und ist wohl auch bezeichnend für einen geschichtlichen Prozess, in dem die Hauptakteure mittendrin stehen und von ganz unterschiedlichen Zielen ausgehen.
Muss der Bürger deshalb tatenlos zuschauen? Nein, das muss er nicht.

Auszug aus einem Leserbrief, der am 17. März in der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» erschienen ist: Der Leser bezieht sich auf ein Titelbild der Zeitung, auf dem verschiedene Anstecknadeln abgebildet waren und das folgende Bildunterschrift trug: «Krimskrams: Anstecknadeln auf dem Simferopoler Markt aus der Sowjet­zeit, als für Putin die Welt noch in Ordnung war.» Und er schreibt unter anderem dazu: «Ich muss­te mich nicht fragen, was die des Deutschen kundigen Russen beim Anblick des Bildes empfinden würden – Empörung, Zorn oder gar Schlimmeres. Den Deutschen sagen die Namen auf den Abzeichen nichts, und sie bedeuten ihnen auch nichts. Anders für die Russen: Der Name Nachimow, der legendäre Admiral im Krim-Krieg (1853–1856); Borodino, das russische Dorf, bei dem die Russen Napoleon das Fürchten lehrten; Bogdan Chmelnizkij, der Kosaken­hetman, der die Ukraine 1654 in das russische Reich integrierte, aber auch das Akronym CCCP, das berühmte Flugzeug und das berühmte Kriegsschiff – alles das sind Namen, die jedem Russen bekannt und heilig sind, ebenso heilig wie den Deutschen die Namen Blücher, Wallenstein, Königsgrätz, Paulskirche, Freiherr von Stein, Scharnhorst, Humboldt. Die Namen auf Ihrem Foto bilden bis heute Kristallisationspunkte der russischen nationalen Identität […]. Mit einer Verächtlichmachung russischer Heiligtümer tun wir unsererseits ein übriges, die Kluft zwischen uns und den Russen noch tiefer zu machen.»
Der Leserbriefschreiber hat einen russischen Vornamen, und deshalb kann man es ihm nicht verdenken, dass er das Bewusstsein für das Wertvolle in der Geschichte speziell in Deutschland überschätzt. Würde man auf einer Strasse in Westdeutschland Passanten nach den von ihm genannten Namen und Begriffen fragen, so wüssten die meisten wohl gar nichts damit anzufangen. Nur ein Beispiel: Es gibt sie noch, deutsche Hochschullehrer, die mit wissenschaftlicher Akribie und Leidenschaft auf Persönlichkeiten deutscher Geschichte hinweisen, an die es sich zu erinnern lohnen würde. Klaus Hornung ist ein solcher Wissenschaftler. Er hat noch einmal, in dritter Auflage und bei einem neuen Verlag, an die Zeit und an das Leben und Wirken Gerhard von Scharnhorsts erinnert.* Bislang blieb die Neuauflage noch ohne Beachtung. Sie wird totgeschwiegen. Man sagt: Das interessiert doch niemanden mehr. So gehen wir Deutschen mit den Besten unserer Geschichte und unserer Wissenschaften um. Aber das nur nebenbei.
Oder vielleicht nicht nur nebenbei. Vielleicht ist die eigene mentale Geschichtslosigkeit ein Grund dafür, warum wir in Deutschland, wir im «Westen» keine Empathie für das ausgeprägte Kultur- und Geschichtsbewusstsein anderer Länder und Völker mehr aufbringen können. In Situationen wie der gegenwärtigen kann das fatale Folgen haben.

Manch einer wird sich vielleicht noch an seinen Geschichtsunterricht erinnern und an die Kriegspropaganda aller Seiten vor und bei Beginn des Ersten Weltkriegs. In Deutschland gab es eine Abbildung mit dem Titel «Vergleichende Übersicht über die Grösse der Gemeinheit unserer Feinde». Die grösste Person war ein russischer Soldat mit Säbel, Gewehr, Pelzmütze und einer Flasche Wodka in der Hand. Das war 1914. 52 Jahre später vor dem Halbfinalspiel bei der Fussball-Weltmeisterschaft in England: Da spielte die deutsche gegen die sowjetische Mannschaft und die deutsche «Bild-Zeitung» titelte: «Auch der Iwan ist zu schlagen». Vorurteile werden geschürt und immer wieder transportiert. Wozu soll das gut sein?
In der Fernsehsendung des Westdeutschen Rundfunks «Hart aber fair» vom 17. März hat ein russischer Journalist, dem ein aus einer Rede herausgegriffenes Zitat des russischen Präsidenten vorgehalten wurde, geantwortet, es sei wenig sinnvoll, ein aus dem Zusammenhang herausgerissenes Zitat zu präsentieren, das nichts über das tatsächliche Denken des Präsidenten aussagt. Sofort unterbrach ihn der Moderator der Sendung: «Wir machen das hier nicht wie früher die ‹Prawda›, dass wir Reden russischer Politiker seitenlang zitieren.» Was soll diese Polemik?
Der namhafte Journalist und Publizist Peter Scholl-Latour hat geschrieben: «Wir leben in einem Zeitalter der Massenverblödung, besonders der medialen Massenverblödung. Wenn Sie sich einmal anschauen, wie einseitig die hiesigen Medien, von ‹taz› bis ‹Welt›, über die Ereignisse in der Ukraine berichten, dann kann man wirklich von einer Desinformation im grossen Stil berichten.» Erhard Eppler, der grosse alte Mann der SPD, hat geschrieben: «Der Westen sollte Vladimir Putin nicht verteufeln, sondern sein Verhalten in der Ukraine-Krise zu verstehen versuchen. Kein russischer Präsident würde geduldig dabei zusehen, wie eine eindeutig antirussische Regierung in Kiew versucht, die Ukraine in Richtung Nato zu führen. In der ukrainischen Regierung sitzen nun Rechtsradikale. Bei uns redet aber niemand darüber.»

Das haben auch viele Bürger so erkannt. Aber es geht um mehr. Eigentlich steht jeder Bürger in einer Demokratie und in einer Welt, die so sehr zusammengewachsen ist, vor der Aufgabe, sich seine eigene Geschichte und Kultur, die Werte seines Landes und der Menschen in seinem Land zu vergegenwärtigen, dann aber auch auf der Grundlage eines eigenen soliden Fundaments, andere Völker und Kulturen zu verstehen. Das setzt Bildung voraus, die heute gezielt abgebaut wird. Auch hier die Frage: Wozu soll das gut sein?
Es ist kein Makel, wenn ich als Bürger bislang nur wenig über ein Land wie Russland weiss. Woher sollte ich es auch wissen, wo doch niemand in den Massenmedien und kaum jemand an unseren Schulen und Hochschulen darum bemüht ist, dabei mitzuhelfen.
Aber trotzdem kann ich ab sofort was tun. Ich kann innehalten und vorsichtig werden, sobald ich auch nur den Hauch einer Unsachlichkeit spüre. Und das spürt man! Und ich kann mir vornehmen, mit dem Studium anzufangen. Ich lasse es doch nicht zu, dass in dieser Welt neue Fronten und Feindbilder aufgebaut werden und der Zugang zur anderen Kultur, zur Geschichte und zu den Werten anderer Völker, zum anderen Menschen versperrt wird.    •

* Die zweite Auflage des Buches wurde in Zeit-Fragen, Nr. 3 vom 17.1.2012 (www.zeit-fragen.ch/index.php?id=618) ausführlich besprochen.

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«Die USA sind dabei, ganz stark einen amerikanischen Block zu schmieden»

km. Der Wormser Wirtschafts- und Finanzwissenschaftler Professor Max Otte war neben Professor Eberhard Hamer vom Mittelstandsinstitut Niedersachsen einer der wenigen deutschen Ökonomen, welche die Finanzkrise und den Crash von 2008 vorhergesagt hatten. Interessant ist auch seine Antwort auf die Frage, wer in der Welt ein Interesse an einem Konflikt mit Russland und einer erneuten Blockbildung wie zu den Zeiten des Kalten Krieges hat. Max Otte äusserte sich dazu wie folgt in einem Interview mit dem Deutschlandfunk vom 21. März 2014:

«Die Krim ist ur-russisches Gebiet gewesen. Es war natürlich nach dem Zerfall der GUS-Staaten Ukraine. Aber die Situation da ist viel, viel komplexer, und Russland ist langsam eingekreist, und man hat auch im Westen versucht, Russ­land schon lange aus dem Westen rauszuhalten, aus Europa rauszuhalten. […]
Diese Blockbildung, die haben wir schon etwas länger, und das ist jetzt eine weitere Verschärfung der Blockbildung, und das kann für die Weltwirtschaft nicht gut sein.

[…] Die USA sind dabei, ganz stark einen amerikanischen Block zu schmieden, auch Europa quasi den USA anzupassen, das europäische Finanzsystem dem der USA anzupassen. Hier wird ganz stark eine neue Blockbildung betrieben.

[…] Letztlich folgen die Finanzmärkte in den Jahrhunderten des Kapitalismus immer den Finanzzentren, und in den Finanzzentren sitzen dann doch besonders mächtige Finanzhäuser, die […] dann doch tonangebend sind, wo sich dann doch auch gewisse Kommunikationsmacht ballt, wo auch gewisse Entscheidungsmacht geballt ist. Diese abstrakten Finanzmärkte, die müsste man auch mal ein bisschen disaggregieren und sich anschauen, wie die Mechanismen genau laufen und wo die Entscheidungen genau laufen.» Max Otte wird vom Interviewer gefragt, ob Deutschland dabei verliere, wenn es sich zu sehr in Richtung Washington oder der Finanzmärkte in New York anpasse? Seine Antwort darauf: «Das tun wir ja schon die ganze Zeit, und wir verlieren auch schon die ganze Zeit. […] Wir hatten in Deutschland, wie überhaupt in ganz Kontinentaleuropa, ein etwas anders strukturiertes Finanzsystem, ein kreditorientiertes System, das uns 150 Jahre lang sehr gut geholfen hat, und das geben wir auf mit Riesenschritten, und das ist nicht unbedingt nur zu unserem Vorteil.»

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