krisenfrei

Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

Archive for April 2014

Steht uns das Schlimmste noch bevor?

Posted by krisenfrei - 30/04/2014

Vorstellung meines Buches „Steht uns das Schlimmste noch bevor?
Unsere Polit-Darsteller, ob in Berlin, Brüssel oder sonstwo, sind zwar der Meinung, dass das Schlimmste der Krise bereits überstanden sei, aber in Wirklichkeit steht uns das Schlimmste noch bevor. In meinem Buch versuche ich, anhand von Fakten, Zahlen, Grafiken, Videoquellen usw. dies zu belegen.
Zunächst eine kurze Zusammenfassung (Buchrücken). Danach ein kurzer Ausschnitt aus dem Kapitel II (Unterkapitel 10.3). Mit Klick auf das Buchcover gelangen Sie zum Verlag. Bitte beachten Sie die Lieferzeit (book on demand).

 Zusammenfassung

Vor einhundert Jahren (Dezember 1913) wurde die US-Notenbank Federal Reserver (FED) gegründet. Seit dem wurde Land für Land und ab 1971 weltweit ein Falschgeldsystem eingeführt, das die arbeitende Bevölkerung ausplündert und die Verteilung von Geldvermögen von unten nach oben vornimmt. Die politischen Machthaber sehen dabei zu und haben keine Skrupel.

Die Staatsschulden in Europa und den USA steigen ins Unermessliche und zwingen die Bürger zu immer mehr Abgaben. Aus dieser Schuldenfalle gibt es kein Zurück. Die Schuldenstaaten stehen vor einem Bankrott und die Leidtragenden werden die Bürger sein. Ihre Ersparnisse werden früher oder später vom Staat enteignet. Das Ganze ist seit langem geplant:

„Wir stehen am Rande einer weltweiten Umbildung. Alles, was wir brauchen ist die richtige, allumfassende Krise und die Nationen werden in die Neue Weltordnung einwilligen.“ (David Rockefeller, US-amerikanischer Bankier & Politiker)

„Um die bürgerliche Gesellschaft zu zerstören, muss man ihr Geldwesen verwüsten.“ (Wladimir I. Lenin)

„Derjenige muss in der Tat blind sein, der nicht sehen kann, dass hier auf Erden ein großes Vorhaben, ein großer Plan ausgeführt wird, an dessen Verwirklichung wir als treue Knechte mitwirken dürfen.“ (Winston Churchill)

Unser Geldsystem ist krank, sehr krank, und seine Krankheit wurde bewusst in das System eingebaut. Welcher Art diese Krankheit ist, wer sie verursacht hat und mit welchem Ziel, das wird in diesem Buch leicht verständlich und umfassend beschrieben. Der Zusammenbruch dieses Systems steht vermutlich kurz bevor. Wie dieser Zusammenbruch aussehen könnte und wie man sich vor den Folgen schützen kann, wird in diesem Buch beschrieben.

10.3 Was steht uns noch bevor?

Die US-Notenbank FED, sowie die europäische Zentralbank EZB und die Bank of Japan (BoJ) haben in den letzten Jahren Unmengen an Papiergeld herausgegeben, das angeblich früher oder später wieder eingezogen werden soll. Man muss schon Notenbanker sein, um an solche Märchen zu glauben.

Das Ziel, mit dem unendlich vielen und billigem Geld die Konjunktur anzukurbeln, wurde bislang verfehlt. Das billige Geld wurde von den Banken nicht für günstige Kredite an Unternehmen und Privatpersonen weitergegeben, sondern wurde zum Großteil in die Aktienmärkte gepumpt, so dass sich inzwischen eine gewaltige Blase an den Aktienmärkten entwickelt hat. Viele angebliche Finanz“gurus“ sehen das nicht so und prophezeien weiter steigende Kurse. Das müssen sie auch, wenn sie Bankangestellte sind und das Geld der Kleinanleger abschöpfen wollen. Am Ende gewinnt halt immer die Bank. Bestimmt wird fast jeder schon mal diese Erfahrung gemacht haben.

Eine große Börsenweisheit besagt: die Börse ist keine Einbahnstraße. Seit einiger Zeit scheint dies aber der Fall zu sein. Alle paar Tage werden neue Höchstkurse beim Dow-Jones-Index und dem Deutschen Aktien Index (DAX) verkündet.

Nicht wenige Möchtegern-Gurus erscheinen in den Medien und verkünden weiter steigende Aktienkurse, weil z.B. viele Anleger die Hausse verpasst haben und nur auf günstige Einstiegskurse warten. Die Rally geht also weiter. Na prima!

Die Weltkonjunktur brummt ja auch wie schon lange nicht mehr. Die Realität sieht allerdings anders aus. In den südeuropäischen Ländern, allen voran in Griechenland, Spanien und Portugal, herrscht tiefste Depression. Die Arbeitslosigkeit ist katastrophal.

Das viele Geld, das die Notenbanken per Knopfdruck erzeugen, fließt nicht dahin, wo es dringend benötigt wird, sondern dahin, wo schon reichlich Geld vorhanden ist. Diese Umverteilung von unten nach oben mag vielleicht noch eine Zeit lang gut gehen. Die Zahl der Lohnabhängigen, die von ihrem Einkommen kaum noch leben können, ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Die Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer. Wer kein Geld hat, kann auch nichts ausgeben. Wie soll Wachstum generiert werden, wenn kein Geld für den Konsum vorhanden ist?

Unsere Polit-Darsteller haben darauf keine Antwort. Zumindest sind sie nicht daran interessiert, dieses Problem ernsthaft anzugehen. Vielmehr ist ihr Handeln darauf ausgerichtet, die Reichen noch reicher zu machen, indem sie die Sozialleistungen kürzen und für den Steuerzahler Ausplünderungsinstrumente wie etwa den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) schaffen. Mit Stabilität in Europa hat der ESM rein gar nichts zu tun. Im Gegenteil. Er wird die Bevölkerung in Europa weiter spalten und noch mehr Unruhen hervorrufen.
Auf die spanische Bevölkerung kommen schwere Zeiten zu. Die rechts-konservative Regierung der spanischen Volkspartei, Partido Popular (PP), beabsichtigt drastische Geldstrafen einzuführen: z.B. für unerlaubte Proteste vor wichtigen Gebäuden wie etwa Flughäfen, Kernkraftwerken oder vor Häusern von Politikern. Auch auf das Fotographieren von Sicherheitskräften während ihrer Arbeit und das Verbreiten dieser Bilder können Strafen zwischen 30.000 und 600.000 Euro verhängt werden.

Im Jahr 2012 „kündigte die PP-Regierung erhöhte Ausgaben für das bei Demonstrationen eingesetzte Personal und seine Ausrüstung an, darunter 20.000 kugelsichere Westen, Gummigeschosse, Schilde, Tränengas und Schlagstöcke. Sie rief eine neue Sondereinheit ins Leben, die einige der Aufgaben der Bereitschaftspolizei übernehmen soll, darunter die Überwachung und Begleitung von Demonstrationen und andere “schwarzer Flecken”, die von den örtlichen Polizeidienststellen identifiziert werden.“(91).

Die spanische Regierung scheint wohl sehr viel Angst vor massiven Protesten zu haben, die gegen die Regierung gerichtet sind. Mit Demokratie haben solche Maßnahmen und Gesetze nur noch sehr wenig zu tun. Erst im Jahr 1976 wurde im Zuge einer Strafrechtsreform die Bildung von Parteien wieder legalisiert. Im Jahr darauf fanden dann die ersten freien Wahlen statt. Die PP existiert seit 1989, wobei erwähnt werden muss, dass sie aus der zuvor von Manuel Fraga Iribarne, einem früheren Minister der Franco-Diktatur, gegründeten Volksallianz (Alianza Popular; AP) hervorging. Die PP hat sich anscheinend von der Franco-Diktatur immer noch nicht ganz befreit.

Laut Premierminister Mariano Rajoy soll das verschärfte Gesetz die Freiheit und die Sicherheit der Bürger sichern. Die spanische Bevölkerung war von dem Gesetz überhaupt nicht begeistert. Nur wenige Tage nach Ankündigung des Gesetzes demonstrierten am 13. Dezember 2013 mehrere tausend Menschen in Madrid gegen die geplanten “Gesetze zur Sicherheit der Bürger”.

Die angeblichen Demokraten in Brüssel nehmen dieses Gesetz nicht zur Kenntnis und schweigen. Schließlich haben sie ja ähnliches im größeren Stil vor – eine EU-Diktatur. Um dieses Ziel zu verwirklichen, bietet sich das von Rajoy geplante Gesetz als Vorlage eines möglichen EU-Gesetzes geradezu an. Nur, und das ist anzunehmen, hat Rajoy die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Nicht nur, dass er und seine PP-Regierung in einem Korruptionsskandal verwickelt und inzwischen unbeliebt in der spanischen Bevölkerung ist, nein, sein geplantes Gesetz und seine menschenverachtende Politik könnte ihn letztendlich zum Rücktritt zwingen. Erstens ermittelt die Staatsanwaltschaft und zweitens wird sich die spanische Bevölkerung niemals von ihm in die Knechtschaft führen lassen. Bürgerunruhen, wie wir inzwischen in vielen Ländern erlebt haben, wird letztendlich auch in Spanien zum Sturz des rechtskonservativen Rajoy führen.

In Südeuropa brodelt es schon lange. Immer mehr Austeritätsprogramme werden dort den Bürgern von der Troika aufgezwungen. Die Suizidrate bei Menschen, die aufgrund der verheerenden Austeritätsprogramme keine Zukunft mehr sahen, ist inzwischen drastisch angestiegen. Wer letztendlich dafür verantwortlich ist, ist nicht die Frage von einzelnen Personen, sondern ist vielmehr in dem gesamten korrupten System zu finden.

Das von Korruption durchseuchte Polit-System vertritt schon lange nicht mehr die Interessen der Bürger, sondern dient nur noch der Lobby. Die Lobby befiehlt und in den Parlamenten wird nur noch abgenickt. So war es auch mit dem ESM. Die meisten Polit-Darsteller wussten nicht einmal, wofür sie ihre Volksvertretungsstimme zum ESM abgaben. Wer in der Politik ganz hoch hinaus will, musste sich diesem Koalitionszwang beugen. Immerhin hat es sich für die, die dem ESM zugestimmt haben, gelohnt. Die meisten davon sitzen jetzt mit gut ausgestattenden Posten in der Großen Koalition! Den Polit-Darstellern geht es nicht um das Wohl ihrer Wähler, sondern lediglich um ihre Pfründe, die sie von den Steuerzahlern genüsslich einkassieren.

Aber zurück zu den bevorstehenden Bürgerunruhen in Europa. In Frankreich formiert sich seit geraumer Zeit die Protestbewegung „Les Sacrifiés“ (die Opfer), die sich gegen die bevorstehende Öko-Maut für Lastwagen, sowie gegen die geplante Mehrwertsteuererhöhung mobilisiert haben. Inzwischen haben sich Handwerker aus verschiedenen Bereichen dieser Protestbewegung angeschlossen. Die soziale Unzufriedenheit in Frankreich steigt und in den deutschen staatsfreundlichen Medien wird nur selten darüber berichtet. Immerhin glauben 72 Prozent der Franzosen, dass die soziale Unzufriedenheit zu weiteren Protestbewegungen führen wird.

Im Januar dieses Jahres hat der französische Präsident Hollande verkündet, dass die Sozialausgaben um 30 Milliarden Euro gekürzt werden sollen, um die Unternehmen zu entlasten. Sollte dieses Vorhaben im französischen Parlament durchgeboxt werden, sind nicht nur Konflikte, sondern massive Bürgerunruhen vorprogrammiert. Den Franzosen könnte ein heißer Sommer bevorstehen.

In Italien sieht es nicht viel besser aus. Auch dort richtet sich der Zorn gegen die Regierung. Nicht nur Bauern und LKW-Fahrer, sondern auch Studenten haben sich mittlerweile der „Mistgabel-Bewegung“ (Movimento dei Forconi) angeschlossen. Begonnen hat dieser Protest mit den erhöhten Benzinpreisen. Im Dezember letzten Jahres wurden nicht nur Autobahnen, sondern auch einige Städte in Italien lahmgelegt. Es ist nicht der Sparkurs der Regierung, sondern auch das Spardiktat der Europäischen Union, wogegen sich die Italiener wehren. Immer mehr Arbeitslose, Kleinunternehmer, Geschäftsleute, Rentner … haben sich dieser Protestbewegung angeschlossen.

(91) http://www.wsws.org/de/articles/2013/12/07/spai-d07.html

 

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Was treibt die Bundeswehr in Slawjansk?

Posted by krisenfrei - 30/04/2014

Von Peter Schwarz (wsws)

Seit dem 25. April werden acht Militärinspekteure in der ostukrainischen Stadt Slawjansk festgehalten. Es handelt sich um drei Bundeswehroffiziere, einen deutschen Dolmetscher sowie einen tschechischen, einen polnischen, einen dänischen und einen schwedischen Militärinspekteur. Der Schwede wurde inzwischen aus gesundheitlichen Gründen freigelassen.

Deutsche Medien bezeichnen die Festgehaltenen regelmäßig als OSZE-Beobachter. Das ist falsch. Mit der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, der insgesamt 57 Staaten angehören, haben die Festgehaltenen nur insofern etwas zu tun, als ihre Anwesenheit in der Ukraine mit dem sogenannten „Wiener Dokument“ gerechtfertigt wird, das die OSZE 1992 vereinbart hatte und das seither mehrfach erneuert wurde.

Sie sind weder im Auftrag der OSZE unterwegs, noch unterstehen sie deren Kontrolle. Es handelt sich vielmehr um Militärinspekteure, die von dem Regime in Kiew angefordert wurden und direkt ihrem jeweiligen Verteidigungsministerium unterstehen.

Der stellvertretende Direktor des OSZE-Krisenpräventionszentrums, Claus Neukirch, hat das bestätigt. Nach seinen Angaben handelt es sich um eine bilaterale Mission unter Leitung der Bundeswehr und auf Einladung der ukrainischen Regierung. Solche Inspektionen werden zwischen den OSZE-Staaten selbst vereinbart.

Insbesondere haben die festgehaltenen Militärbeobachter nichts mit der OSZE-Beobachtermission zu tun, auf die sich die OSZE-Mitgliedstaaten einschließlich Russlands am 21. März geeinigt haben. Diese besteht aus 500 zivilen Beobachtern, die zunächst sechs Monate lang die Lage in der Ukraine verfolgen und direkt an die OSZE berichten. Bisher sind allerdings nur etwa hundert von ihnen im Einsatz.

Das gezielte Verwirrspiel, das die deutsche Presse um die in Slawjansk Festgehaltenen treibt, hat zwei Gründe. Erstens wird ihre Festnahme benutzt, um die Kriegshetze gegen Russland zu verschärfen. Mit der Behauptung, pro-russische Kräfte hielten eine international vereinbarte Beobachtermission fest, wird unterstellt, Moskau selbst halte sich nicht an internationale Vereinbarungen und Verträge.

Zweitens deutet einiges darauf hin, dass das Wiener Dokument der OSZE in diesem Fall von Kiew und Berlin gezielt missbraucht wurde und dass hinter dem Vorwurf der Regierungsgegner in Slawjansk, es handle sich um Spione, zumindest ein wahrer Kern steckt.

Das Wiener Dokument dient als Grundlage für vertrauensbildende Maßnahmen. Es soll den Mitgliedern der OSZE, insbesondere benachbarten Staaten, die Möglichkeit geben, sich über die Streitkräfte des anderen Landes zu informieren, und so das Risiko einer militärischen Konfrontation mindern. Zur Beobachtung gegnerischer Kräfte in einem innerstaatlichen Konflikt ist es definitiv nicht vorgesehen, schon gar nicht, wenn das Entsenderland, wie dies in der Ukraine der Fall ist, in diesem Konflikt selbst klar Partei ergriffen hat.

Der Leiter der festgehaltenen Gruppe, Oberst Axel Schneider, hatte noch am 23. April in einem Interview mit dem Bayrischen Rundfunk betont, seine Gruppe wolle sich lediglich „ein Bild davon machen“, in welchem Zustand sich die „regulären, staatsbewaffeneten Kräfte“ der Ukraine, also die offizielle Armee, befänden. Die Beobachtung Aufständischer schloss er aus: „Wir konzentrieren uns auf die Sicherheitskräfte des Landes Ukraine.“

Weshalb seine Gruppe dann nach Slawjansk fuhr, dass sich in den Händen von Aufständischen befindet und von der ukrainischen Armee belagert wird, lässt sich damit nicht erklären. Die Vermutung, hier sollten Informationen an Kiew weitergeleitet werden, liegt zumindest nahe.

Oberst Schneider, der dem Zentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr angehört und offiziell dem Verteidigungsministerium untersteht, betonte in dem Interview auch, dass er seine Arbeit „sehr eng mit dem Auswärtigen Amt“ Franz-Walter Steinmeiers koordiniere, das beim Putsch in der Ukraine eine Schlüsselrolle gespielt hatte und das Kiewer Regime voll unterstützt.

Während viele Hintergründe der Ereignisse von Slawjansk noch unklar sind, ist doch eines klar: Die Bundeswehr ist in der Ukraine bereits viel stärker engagiert, als dies öffentlich zugegeben wird.

 

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Renten-Rubel

Posted by krisenfrei - 29/04/2014

von Michael Winkler (479. Pranger)

Betrachten wir als erstes eine Minimal-Gesellschaft aus zwei Steinzeitmenschen. Fragen der Fortpflanzung klammern wir aus, es geht nur ums Geld. Ritschie soll alles Geld der Welt besitzen, 100 Zahlungseinheiten. Das können Goldstücke, Glasperlen, Kaurimuscheln oder die Panzer von Schmuck-Kakerlaken sein. Dies sind die Ersparnisse seines Lebens, denn Ritschie ist schon ein wenig angejahrt. Sein Geschäftspartner, der junge und kräftige Fleissi, handelt sehr zivilisiert, denn er benutzt nicht die Keule, sondern schließt einen Vertrag. Er bekommt die 100 Zahlungseinheiten als Kredit, und muß viermal 30 Zahlungseinheiten zurückgeben.

Da es eine sehr kleine Welt ist, kauft Fleissi mit den 100 Zahlungseinheiten Ritschie dessen Steinbeil ab. Damit steigt Fleissi zum Unternehmer und Produzenten von Bauholz auf. Da er der einzige Anbieter ist, kauft Ritschie ihm immer wieder Holz ab. Fleissi spart und zahlt termingerecht zurück. Am Ende des Zyklus hat Fleissi seine Schulden bezahlt, mit 20% Zinsen, und es sind immer noch genau 100 Zahlungseinheiten. Die Zinsen haben also die verfügbare Geldmenge nicht erhöht, es gab keine Inflation.

Dies ist eine Folge der nicht vermehrbaren Geldmenge. Die Zahlungseinheiten sind ausschließlich physisch vorhanden, greifbar, transportierbar und lokalisierbar. Dies war der Stand einer frühzeitlichen Entwicklung. Wenn Sie als Münchner bei einem Hamburger Versandhaus etwas bestellen, schicken Sie die Bezahlung als ein Säckchen voller Münzen zurück.

Die moderneren Zeiten wurden durch zwei Berufe eingeführt, dem Geldwechsler und dem Goldschmied. Der Geldwechsler hatte ursprünglich die Funktion, fremde Münze in einheimische umzutauschen. Wenn alle Händler der Stadt nur die Kölnische Mark kennen, mußten Kaufleute aus Florenz oder Venedig ihre Münzen umtauschen. Goldschmiede hingegen besaßen notgedrungen Geldschränke, um ihren Werkstoff aufzubewahren.

Geldwechsler haben mit der Zeit eine besondere Dienstleistung angeboten, das Giralgeld. Ein Kaufmann zahlte bei einem Geldwechsler in Köln seine Silbermark ein, erhielt eine Quittung und zog mit leichtem Gepäck gen Süden. Gegen diese Quittung erhielt er in Florenz den Gegenwert in Florin oder in Venedig Zechinen. Auch die Goldschmiede haben eine neue Dienstleistung angeboten, die Aufbewahrung der Ersparnisse für Personen, die sich keine Geldschränke leisten konnten. Der Goldschmied stellte für das hinterlegte Münzgeld eine Quittung aus.

Diese Quittungen erfüllten die Funktion der heutigen Banknoten. Wenn es sich ein Kölner Handelsreisender in Augsburg anders überlegte und dort ein Haus oder andere Liegenschaften erwerben wollte, brauchte er nur einen Händler zu finden, der nach Venedig wollte und ihm seine Kölner Quittung auszahlte. Und wer am Ort einem Dritten Geld schuldete, konnte dieses Geld beim Goldschmied abholen oder eben die Quittung übergeben, wodurch sein Gläubiger berechtigt war, sich dieses Geld zu holen. Damit war der bargeldlose Zahlungsverkehr erfunden.

Bisher geht alles ehrlich zu, aber da der Ehrliche der Dumme ist, haben findige Geldwechsler und Goldschmiede bald neue Erwerbsquellen entdeckt: das Kreditwesen. Das Mittelalter liegt hinter uns, die christliche Moral ist eine andere geworden. Nun durften auch ehrbare Christenmenschen das jüdische Gewerbe des Geldverleihens ausüben. Die Geldwechsler und Goldschmiede wurden zu Bankhäusern, welche die Einlagen ihrer Kunden an andere Kunden ausliehen. Die Erkenntnis, daß nur wenige Kunden ihr Geld abholten, erlaubte es diesen Bankiers, einen größeren Teil dieses Geldes gegen Zins zu verleihen.

Wir stehen hier noch vor der Schwelle. Der Goldschmied hat 10.000 Dukaten in seinem Tresor, er verleiht 7.000 Dukaten, die tatsächlich physisch vorhanden sind und schließlich physisch zu ihm zurückkehren, mit 500 neuen Geschwistern als Zinsen. Betrogen werden nur die Anleger, die für das Geld, das verliehen worden ist, Aufbewahrungsgebühren bezahlen. Anders als bei Ritschie und Fleissi kehrt das gehandelte Geld selbst nicht mehr in den Zahlungskreislauf zurück, denn das liegt fest. Nur die Zinsen kann der Bankier in den Geldumlauf zurückgeben.

Dank des Giralgelds können wir nun die Schwelle überschreiten. Der Bankier kann seinen Geldbestand mehrfach verleihen, indem er ihn nicht physisch verleiht, sondern in Form seiner „Banknoten“, also der umlaufenden Schuldscheine. Die 10.000 Dukaten bleiben im Tresor, dafür laufen 50.000 Dukaten als Papiergeld um. Bei einem normalen Geschäftsgang erhält der Verleiher schließlich die vollen 50.000 Dukaten zurück und darauf sogar noch Zinsen!

Der Bankier steht mit einem Bein im Schuldturm, er riskiert sogar die noch härteren Strafen der damaligen Zeit. Er spielt um höchsten Einsatz, aber auch um höchste Gewinne. Er verleiht sein Geld nach sorgfältiger Prüfung und gegen Sicherheiten, das heißt, im Fall der Insolvenz seines Schuldners kann er dieses Geld eintreiben. Sein Risiko ist jedoch der „Bank-Run“, der Sturm auf sein Kontor, bei dem alle Halter seiner Banknoten gleichzeitig ihr Geld zurückhaben wollen. Ein solcher „Bank-Run“ findet jedoch nur selten statt.

Ich muß an dieser Stelle eines anmerken: Der „ehrliche“ Schuldschein unterscheidet sich nicht im geringsten von einem „betrügerischen“ Schuldschein. Der Einzahler bekommt ein Papier, das ihn berechtigt, zehn Dukaten in bar ausbezahlt zu bekommen, genau wie der Kreditnehmer. Im gezeigten Fall laufen 10.000 „ehrliche“ Papierdukaten und 50.000 „erschwindelte“ Papierdukaten um. Betrachten Sie das als hoch? Banken arbeiten heutzutage mit der zehnfachen Kreditsumme! Mindestreserve und Basel-Kriterien erlauben dies.

Bei normalem Geschäftsgang wird der Bankier unverschämt reich, da das aus dem Nichts geschaffene Kapital tatsächlich erarbeitet und bei ihm eingezahlt wird. Sein Gewinn sind allerdings nicht die 50.000 neu erschaffenen Dukaten, denn die gehören jenen Leuten, die seine Banknoten besitzen. Sein Gewinn sind die Zinsen, die diese Banknoten erwirtschaften, bis die Kredite getilgt sind.

Der Bankier und seine Kollegen müssen jedoch Maß halten, wenn sie schneller neues Geld ausgeben, als der Gegenwert erarbeitet werden kann, entsteht ein Geldüberhang und schließlich Inflation. Bis 1914 gab es einen weltweiten Goldstandard, bei dem jede Banknote gegen Gold im aufgedruckten Wert eingelöst werden konnte. Der Erste Weltkrieg ließ sich jedoch nur über die Notenpresse finanzieren, das heißt, die Einlösbarkeit wurde aufgehoben und hemmungslos Geld gedruckt. Kriegsanleihen und „Gold gab ich für Eisen“ dienten ebenso wie die Warenbewirtschaftung mittels Lebensmittelkarten und Bezugsscheinen dazu, das Geld abzuschöpfen und den inflationären Druck abzumildern.

In normalen Zeiten ist die Betrugsgeldschöpfung nichts Verwerfliches. Sie als Kreditnehmer bekommen eine 100.000 Euro Hypothek. Dieses Geld wird aus dem Nichts geschaffen, 30.000 Euro erhält der Grundstückseigentümer, 30.000 Euro der Baustoffhandel, 30.000 Euro die Bauarbeiter und 10.000 Euro der Staat für seine diversen Gebühren. Das Geld fließt als Löhne und sonstige Entgelte in den Wirtschaftskreislauf. Und Sie erhalten dafür ein Haus, das Sie „abstottern“ müssen, also ebenfalls einen realen Gegenwert. Sie tilgen Ihre Schulden, und die Bank verdient sich an den Zinsen dumm und dämlich.

Obwohl die Zinsen in einem gewissen Umfang durchaus gerechtfertigt sind, denn da nicht alle Kreditnehmer ihre Darlehen zurückzahlen können, müssen die Zinsen die Kreditausfälle abdecken. Erst wenn die Gier einsetzt, entstehen Probleme. „Subprime“-Hypotheken sind Hypotheken, die an Personen vergeben worden sind, die sich diese Hypotheken nicht leisten können. Für diese Hypotheken werden hohe Zinsen verlangt, da das Ausfallrisiko ebenfalls hoch ist. Anders ausgedrückt: die wirtschaftlich Schwächsten werden gnadenlos ausgebeutet. Im Finanzkasino kann man Versicherungen für diese „Subprime“-Kredite erwerben, um das Ausfallrisiko zu minimieren. Damit wird ein Schacht abgestützt und an anderer Stelle eine Mine gelegt.

Die Gier der Banken, ihrer Aktionäre und ihrer Angestellten haben das komplette Finanzsystem in ein Kartenhaus verwandelt, das jederzeit einstürzen kann. Risiken wurden eingegangen, ohne Maß und Ziel. Eine derartige Entartung wird immer korrigiert, und die Korrektur verläuft äußerst schmerzhaft. Im heutigen Geldsystem sind Kredite der Einen die Guthaben der Anderen, und wenn die Kredite wegbrechen, weil die Schuldner nicht mehr bezahlen können, wird das Geld der Gläubiger vernichtet.

Eine radikale, höchst schmerzhafte Korrektur gab es in Deutschland 1923. Damals wurde hemmungslos neues Geld geschaffen, indem es einfach gedruckt wurde. Dieser Schwall neuen Geldes entwertete das vorhandene Geld fortwährend, es kam zur Hyperinflation. Die Menschen bezahlten mit Millionen und schließlich mit Milliarden, am Ende wurden eine Billion Inflationsmark zu einer einzigen neuen Rentenmark.

Die Kriegsgewinner haben ihr Geldproblem anderweitig gelöst, nicht weniger schmerzhaft. Im Rahmen der Weltwirtschaftskrise, in den Jahren 1929 bis 1939, wurde das Geld brutal abgeschöpft, mittels wirtschaftlicher Depression und Massenarbeitslosigkeit. Erst der Zweite Weltkrieg beendete diesen Niedergang. In der Weltwirtschaftskrise wurde die Rückkehr zum Goldstandard eingeleitet, also die Rückkehr zu den Zuständen des Jahres 1913. Das Deutsche Reich konnte diesen Weg nicht mitgehen, da es im Versailler Vertrag weitgehend ausgeplündert worden war.

Der Zweite Weltkrieg führte zum Vertrag von Bretton Woods, der eine neue Form des Goldstandards einführte: Der US-Dollar wurde ans Gold gebunden, alle anderen Währungen am Dollar bemessen. Die geliebte D-Mark definierte ihren Wert über den US-Dollar, der seinen Wert wiederum übers Gold definierte. Dieses System hielt sich bis 1971. Die USA hatten sich selbst demontiert, zu viele Ausgaben für ihr Imperium getätigt, um ihre Währung weiterhin mit Gold unterlegen zu können. Aus der Weltleitwährung wurde eine Weltreservewährung, was dem Dollar immer noch zahlreiche Privilegien verleiht, ihn aber trotzdem vom Thron des Weltherrschers geholt hat.

Bei der Leitwährung verkauft ein italienischer Autobauer seine Waren gegen einen Lire-Preis, schaut in die Tabelle, wie viel das in der Leitwährung Dollar ist, und rechnet anhand einer anderen Spalte aus, wie viel D-Mark der Käufer zu zahlen hat. Bei einer Reservewährung kann der Handel in Lire, D-Mark oder Dollar abgewickelt werden, falls sich die Geschäftspartner auf keine andere Währung einigen können. Die Leitwährung verpflichtet, die Reservewährung bietet den Kompromiß.

Seit 1971 sind die wichtigsten Währungen der Welt nur noch durch Treu und Glauben gedeckt. Wobei dies bei dem Dollar der Glaube an die Schlagkraft der US-Marines ist. Das Geld entsteht durch eine Buchung, bei der gleichzeitig Schulden und Guthaben entstehen, wobei die Schulden auch noch zinspflichtig sind.

1923 waren die Währungen zumindest nominal noch gedeckt, es wurde also so getan, als gäbe es in den Tresoren der Nationalbank genug Gold, um jede Banknote auszahlen zu können. Im Deutschen Reich war das jedoch nicht der Fall, deshalb wurde die Rentenmark durch eine neue Idee gedeckt: Durch das Vermögen des Reiches an Grund und Boden und die Arbeitskraft des Deutschen Volkes. Die Banknote wurde damit von einem Anteilsschein auf das Gold der Notenbank zu einem Anteilsschein auf die Wirtschaftskraft des Reiches.

Die alte Banknote war gewissermaßen ein Pfandbrief, ein Recht auf Gold, die neue eine Aktie, eine Beteiligung an der Wirtschaft. Die umlaufenden „Bargeld-Aktien“ erweckten genügend Vertrauen, um die Inflation schlagartig zu beenden. In den Geschichtsbüchern wird vom „Wunder der Rentenmark“ gesprochen.

Jede Bank kann Geld aus dem Nichts schaffen, doch wenn sie dies nach Lust und Laune tut, wird sie untergehen. Es gibt deshalb hohe Hürden, um eine Banklizenz zu erhalten. Wenn die Kreissparkasse Mittelmietraching Geld überweist, muß sich die empfangende Bank darauf verlassen, daß dieses Geld keine Luftbuchung darstellt, sondern konkret durch eine Kreditvergabe erzeugt worden ist. Ob die Bank nun in Kissameene, Illinois steht oder Quanimiso, Gambia – wenn sie am internationalen Zahlungsverkehr teilnimmt, ist sie berechtigt, dies zu tun.

Die Überweisung ist die Gegenleistung einer geschäftlichen Transaktion. Eine Firma in Kissameene oder Quanimiso hat etwas gekauft und schickt nun Geld. Der Verkäufer muß vorher abwägen, ob er das Risiko dieses Handels eingeht.

Wenn Sie bis jetzt Rußland vermißt haben – jetzt sind wir da angelangt. Die Tschernitschew-Werke in Tomsk brauchen Kapital. Sie nehmen einen Kredit in Rubel auf, das geht problemlos bei einer lokalen Bank. Siemens hingegen will keine Rubel, sondern Dollar oder noch lieber gleich Euro. Wenn die Tschernitschew-Werke ihre Rubel in Euro tauschen können, kommt das Geschäft zustande.

Die Russen haben das Problem, daß sie weder Euro noch Dollar drucken dürfen. Sie wickeln ihren Außenhandel in fremden Währungen ab, niemand braucht Rubel, um in Rußland einzukaufen. Der Rubel ist eine Binnenwährung, die ihren Wert aus dem Vertrauen bezieht, das seine Benutzer in den russischen Staat setzen. Wobei dieses Vertrauen in aller Regel gerechtfertigt ist, da Simbabwe gezeigt hat, daß hemmungsloses Gelddrucken sogar im 21. Jahrhundert die Wirtschaft ruiniert.

Die Situation Rußlands ähnelt jener des Deutschen Reiches zwischen den Weltkriegen. Im Rahmen der von den USA inszenierten Ukraine-Krise hat Rußland in den westlichen Propaganda-Medien an Ansehen verloren und es wurde in seiner Kreditwürdigkeit herabgestuft. Eines der reichsten Länder mit einer sehr geringen Staatsverschuldung wird als nahezu Ramsch bewertet, während die Bankrotte Republik Merkeldeutschland die höchste Bonität genießt.

Falls Sie meinen, es ginge uns in Vierzonesien doch gut: Unsere offizielle Staatsverschuldung ist neunmal höher als die Rußlands, wir werden nur deshalb nicht abgestuft, damit wir weiterhin die EU, den Euro, Israel und die USA finanzieren können. Deutschlands einziger bedeutender Rohstoff ist die Qualität seiner Bewohner, trotzdem haben wir das Schulsystem zur Idiotologie verkommen lassen, trotzdem lassen wir massenweise unqualifizierte Zuwanderer ins Land und vergraulen Jahr für Jahr 175.000 bestens ausgebildete Deutsche. Unsere Infrastruktur wird auf Verschleiß gefahren, und das Einzige, was uns von der ehemaligen DDR noch unterscheidet, ist, daß heute die Republikflucht erwünscht ist und gefördert wird.

Rußland ist ein reiches Land, reich an Rohstoffen, reich an Energie, reich an Grund und Boden und reich an Wasser. Rußland kann jederzeit einen Renten-Rubel einführen, eine durch Werte gedeckte Währung. Mit einer solchen Währung kann Rußland seiner eigenen Wirtschaft jedwedes Kapital zur Verfügung stellen, das diese Wirtschaft benötigt. Und es benötigt nur wenige Handelspartner, die diesen Renten-Rubel anerkennen. Wenn Siemens nicht liefern will, chinesische Firmen werden liefern. Und wenn Rußland seine Rohstoffe, sein Erdgas und sein Erdöl nur noch gegen Renten-Rubel verkauft, haben seine Kunden keine Wahl, sie müssen sich diese Währung besorgen oder auf die Lieferungen verzichten.

Etwas Vergleichbares hat es schon einmal gegeben, den Transfer-Rubel, die alte Leit- und Handelswährung des Ostblocks. Die neue Währung könnte ein Gold-Rubel sein, ein goldgedeckter Rubel. Aktuell beträgt der Goldkurs übrigens 46.270 Rubel für eine Unze Gold. Ein Zehn-Rubel-Goldstück aus Sowjet-Zeiten („Tscherwonez“) kostet aktuell 11.520 Rubel. Damit ergibt sich ein Kurs von etwa 31 Dollar für einen Goldrubel auf der Basis dieser Münze. Damit genug der Zahlenspielereien.

Rußland und China haben zusammen genug Wirtschaftspotential, um alleine oder gemeinsam eine neue Goldwährung auf die Beine zu stellen, die härteste Währung der Welt. Wer dann noch US-Dollar oder gar Euro akzeptiert, ist selbst schuld. Rußland bräuchte dann nur noch eines: deutsche Fachkräfte. Da trifft es sich gut, daß die Merkel-Regierung diese gerade massenweise aus dem Land treibt.

Das Wunder der Rentenmark ließe sich mit dem Renten-Rubel wiederholen. Und Länder, die kein Geld haben, um damit einzukaufen, könnten mit der neuen Weltwirtschaftsmacht Rußland in Tauschhandel treten. Für das Land der nur noch sehr begrenzten Möglichkeiten, den USA, ist das Spiel längst verloren. Nach 70 Jahren Reeducation haben wir genug vom American Way of Bad Life. Deutschland und Rußland haben immer dann am meisten voneinander profitiert, wenn sie eng zusammengearbeitet haben. Es ist an der Zeit, sich neu zu orientieren.

© Michael Winkler

 

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Währungssystem: Die Euro-Krise ist noch lange nicht vorüber

Posted by krisenfrei - 29/04/2014

Michael von Prollius (ef-magazin)

Vor Zugriff des Staates niemals gefeit

Die Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Euro-Krise sind eine Illusion. Wird die bisher praktizierte Rettungspolitik fortgeführt, ist es wahrscheinlich, dass die Krise noch Jahre währt. Zudem ist ein glimpflicher Ausgang nicht in Sicht. Die Große Depression in Amerika dauerte von 1929 bis 1945. Die Stagnation Japans währt seit 1990. Alle drei Krisen verbindet eine verfehlte Geld- und Rettungspolitik. Aus Furcht vor der erforderlichen scharfen Bereinigungskrise wird diese verschleppt und endemisch.

Zwar zeichnet sich jede Wirtschaftskrise durch Eigenheiten aus, dennoch lässt sich bei Finanzkrisen regelmäßig ein Muster erkennen, das die Österreichische Schule der Ökonomie (insbesondere Ludwig von Mises und Friedrich August von Hayek) treffend analysiert und erklärt hat. Demnach führt eine Politik des billigen Geldes der Zentralbank und der Absenkung des Zinses zu einem künstlichen, rein monetär bedingten Boom. Kapital wird fehlgeleitet, unwirtschaftliche Investitionen werden getätigt, insbesondere Vermögenspreise klettern in ungerechtfertigte Höhen. Diese Entwicklung kann nicht endlos dauern. Sobald die Zentralbank respektive die Geschäftsbanken aufhören immer noch mehr Kredit zur Verfügung zu stellen, bricht die Kreditpyramide in sich zusammen. Eine Bereinigungskrise sorgt dafür, dass die unrealistischen, unrentablen Projekte verschwinden, während die wirtschaftlich tragfähigen fortbestehen. Alle Versuche die erforderliche Bereinigungskrise zu vermeiden, sind zum Scheitern verurteilt: noch mehr billiges Geld, künstlich abgesenkte Zinsen, Konjunkturpakete und Ersatzregulierungen an Stelle des staatlich ausgehebelten marktwirtschaftlichen Sanktionsmechanismus von Gewinn und Verlust erhalten lediglich nicht tragfähige wirtschaftliche Strukturen. Die kurze, scharfe Bereinigungskrise wird zur langwierigen Strukturkrise.

Inmitten dieser langwierigen Strukturkrise steckt Europa, darüber hinaus leiden beispielsweise Japan und die USA unter dem gleichen Phänomen. Zugleich haben sich die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen verschlechtert aufgrund ökonomischer und politischer Krisen in den BRICS-Staaten und Schwellenländern wie Ägypten, Thailand und Türkei.

Warum ist ein Ende der Euro-Krise nicht absehbar? Die Krisenursachen bestehen fort und die Rettungspolitik hat nicht zuletzt die strukturelle Krise verschärft. Das lässt sich beispielhaft an folgenden Krisenfaktoren aufzeigen: Die exzessive Geldpolitik hält an und wurde sogar mit unkonventionellen Maßnahmen verschärft. Zu viel billiges Geld war bereits der Brennstoff für die verheerenden Finanzderivate und die Vermögenspreisinflation insbesondere im Immobiliensektor, aber auch bei Rohstoffen. Aktuell liebäugelt die EZB mit Anleihekäufen in Höhe von einer Billion Euro, was einer Erhöhung der Geldmenge M1 um 18 Prozent entspricht. Schattenbanken verwalten in Europa ein Vermögen von 21 Billionen Euro, weltweit sind es 51 Billionen Euro und damit doppelt so viel wie noch vor zehn Jahren.

Die Niedrig- und Nullzinspolitik der Zentralbanken hält nicht nur an, sondern hat historische Tiefstände erreicht. Längst ist der Zins als Koordinationsmechanismus für Investitionen, Sparen und Konsum sowie als Risikoanzeiger für den Zahlungsausfall von Banken und Staaten durch das künstliche Niederhalten ausgeschaltet. Der faktische Zusammenbruch der Geldmärkte und die unbegrenzte Liquiditätszufuhr durch die EZB bedingen einander. Leider diskriminiert diese Politik kleine und mittelständische Unternehmen, während sie Großunternehmen und Staaten begünstigt.

Die Bankenregulierung soll zwar künftig fast alle Probleme lösen. Man muss allerdings kein Prophet sein, um vorherzusagen was passiert, wenn die kommende Regulierung so erfolgreich wird wie die bisherige. Eine Vergemeinschaftung von Risiken als Lösung? Bereits Basel I hat die Krise verschärft. Und die zuständigen Aufsichtsbehörden beidseits des Atlantik mit ihren tausenden Mitarbeitern haben kläglich versagt. Künftig entscheidet in Europa eine Behörde, die EZB, über die Finanzierung und Schließung von Banken, neben der Geldpolitik. Die Kreditinstitute haben ihre Bilanzen nicht substantiell saniert. Der Bestand notleidender Kredite hat sich seit 2009 auf über 800 Milliarden Euro verdoppelt.

Zugleich bestehen die überkommenen Strukturprobleme unverändert fort. Einerseits sind die überalterten Wohlfahrtsstaaten seit Jahrzehnten sanierungsbedürftig. Die sozialen Systeme sind nicht tragfähig, wirtschaftliches Handeln wird erschwert. Nicht nur das Regulierungsdickicht und die Steuer- und Abgabenlast stellen seit Anfang der 1980er Jahre deutsche Reformbaustellen dar. Für Investitionsunsicherheit und Abwanderungspläne von Industriebetrieben sorgen bekanntlich auch ausufernde Energiekosten. Zugleich wurden mit Subventionen, darunter auch Abwrackprämien, unrentable Strukturen erhalten. Frankreich steht vor einem dirigistischen Scherbenhaufen. Globale Wettbewerbsfähigkeit sieht anders aus, wie Singapur, Neuseeland, Schweiz und Kanada zeigen. Andererseits bestehen die ordnungspolitischen Probleme der Euro-Tektonik fort. Ungelöst bleibt die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit der Peripheriestaaten in Verbindung mit den unterschiedlichen Wirtschaftsweisen in einem Währungsraum ohne Ersatz für die zuvor praktizierte Währungsabwertung. Die fortgesetzten Transfers verstetigen lediglich die Strukturprobleme und schüren zunehmend Spannungen. Substantielle Reformfortschritte wurden nicht erreicht. Die Masse der Staaten leidet an Überschuldung. Der Schuldenstand im Euroraum ist auf 96 Prozent der Wirtschaftsleistung geklettert – die Maastricht-Obergrenze liegt bekanntlich bei 60 Prozent. Schuldenabbau findet nicht statt.

Was tun als normaler Bürger? Was Geldanlagen betrifft, gibt es vermutlich nichts zu sagen, was gleichzeitig neu und zutreffend ist. In Krisen haben sich erfolgreiche Unternehmen nicht zuletzt in Branchen, die Grundbedürfnisse befriedigen, als geeignete Anlage erwiesen. Indes hat der Dow Jones 25 Jahre gebraucht um die Boomhöchststände von 1929 zu erreichen. Gold gilt als Risikoanlage, die in einem Vermögensanteil gehalten werden soll, der nach individueller Einschätzung dem wahrscheinlichen Vermögensverlust durch einen Crash entspricht. Wer aufmerksam die Politik des billigen Geldes beobachtet, kann kurzfristig erfolgreich spekulieren. Immobilien sind zur Eigennutzung geeignet wie überhaupt Investitionen in die alltägliche Lebensumwelt die Lebensqualität verbessern. Kenntnisreiche Anleger können kostengünstig Anbieter wie die Fondsvermittlung24.de nutzen, die Fonds ohne Ausgabeaufschlag, den Finanzinstitute regelmäßig verlangen, direkt vermittelt. Während sich Fondsvermittler auf dem Markt bewähren müssen, ist vor dem Zugriff des Staates über Steuern hinaus durch Vermögensabgaben und einen Euro-Soli niemand gefeit.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Forum Ordnungspolitik.

 

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10/17 Prof. A. Fekete: Die wahre Ursache der Arbeitslosikeit

Posted by krisenfrei - 29/04/2014

 

 

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Die Ukraine und die Kriegsgefahr

Posted by krisenfrei - 29/04/2014

Ein Video von Conrebbi, das einen sehr guten geschichtlichen Hintergrund liefert. Wenn die USA, die NATO, die EU und insbesondere die Merkel-Junta den russischen Bären zu sehr in die Enge treiben sollte, könnte halb Europa binnen weniger Stunden in Trümmern liegen. Wollen die das wirklich? Um eine NWO zu installieren, sind diese ausführenden Organe zu allem fähig.

Ich habe hier im Blog schon oft darauf hingewiesen, dass nach der EU-Wahl einschneidende Maßnahmen auf die Bürger von Europa zukommen werden. Der bevorstehende Finanzkollaps braucht schließlich einen Schuldigen. Und da bietet sich kein besserer an als der in den westlichen System-Medien verhasste Russe.

Der US-Dollar ist am Ende und deshalb braucht die US-Finanzmafia einen großen Feind, gegen den ein Krieg geführt werden muss. Nur so kann der Untergang des Falschgeldsystems an die Masse verkauft werden.

„Nie haben die Massen nach Wahrheit gedürstet. Von den Tatsachen, die ihnen missfallen, wenden sie sich ab und ziehen es vor, den Irrtum zu vergöttern, wenn er sie zu verführen vermag. Wer sie zu täuschen versteht, wird leicht ihr Herr, wer sie aufzuklären sucht, stets ihr Opfer.“ (Gustave Le Bon)

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Die Vorgänge in der Ukraine im Frühjahr 2014 sind geeignet einen größeren Krieg zu provozieren, der möglicherweise auch uns betrifft.

 

 

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ARD und Ukraine: Manipulierte Meinung

Posted by krisenfrei - 29/04/2014

Wenn gebührenfinanzierte deutsche Medien aus der Ukraine berichten, so sind das keine Lügen, aber auch meistens nicht die ganze Wahrheit. russland.RU zeigt an einer simplen Meldung der Tagesschau über ein „großzügiges“ Angebot der Euromaidan-Regierung wie das funktioniert und anhand des ZDF, woher öffentlich-rechtliche Meinungsmacher so ihre Informationen beziehen. Wir nutzen dafür auch Originalmaterial aus Charkow des dortigen Amateufilmers Wish Maker, dessen Channel Ihr hier findet und wo es viele unkommentierte Originalaufnahmen aus der Ostukraine gibt – ohne öffentlich-rechtlichen Filter.

Mehr Videos von Wish Maker http://www.youtube.com/channel/UCZf_k
Mehr Videos und aktuelle News online unter http://www.russland.ru

Übernommenes Video vom Kanal: russland.RU

 

 

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Der Fall Ukraine: Worte und ihre Wirkungen

Posted by krisenfrei - 28/04/2014

von Michael Obergfell (fortunanetz)

Konfuzius wurde einmal gefragt, was die wichtigste Tätigkeit einer Regierung und eines Politikers sei. Der meinte, das wichtigste sei die Richtigstellung der Namen und Begriffe. Er begründete dies folgendermaßen:

„Stimmen die Namen und Begriffe nicht, so ist die Sprache konfus. Ist die Sprache konfus, so entstehen Unordnung und Mißerfolg. Gibt es Unordnung und Mißerfolg, so geraten Anstand und gute Sitten in Verfall. Sind Anstand und gute Sitten in Frage gestellt, so gibt es keine gerechten Strafen mehr. Gibt es keine gerechten Strafen mehr, so weiß das Volk nicht, was es tun und was es lassen soll. Darum muß der Edle die Begriffe und Namen korrekt benutzen und auch richtig danach handeln können. Er geht mit seinen Worten niemals leichtfertig um.“ (Konfuzius, Gespräche, S. 79, Stuttgart 1998, 2003)

Derzeit erleben wir, wie wahr die Worte des Konfuzius sind, wenn wir uns die aktuelle Berichterstattung zum Fall Ukraine und dabei insbesondere zur Berichterstattung bezüglich der sogenannten OSZE-Beobachter die in Slawjansk gefangen genommen wurden, ansehen.

Seit Tagen geistert diese Behauptung durch die deutsche Presse, die Gefangenen seien im Auftrag der OSZE in der Ukraine unterwegs, auch wenn es sich dabei um Deutsche handelte.

Die OSZE ging aus der KSZE(1975), der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa hervor und umfasst insgesamt 57 Staaten dieser Erde. Sie umfasst alle Staaten des europäischen Kontinents einschließlich der Türkei, die Nachfolgestaaten der Sowjetunion und die Mongolei, sowie die USA und Kanada. Ziel und Zweck dieser sehr hilfreichen und wirkungsvollen Organisation war es, einen Mechanismus der Deeskalation im Krisenfall zu entwickeln, der in den Mitgliedsstaaten immer dann zum Einsatz kommen sollte, wenn es zwischenstaatliche Irritationen gab die zu einer Krise führen können. Die OSZE kann Beobachter beispielsweise zu Truppenbewegungen entsenden, oder aber bei der Rüstungskontrolle bzw. Abrüstung mitwirken. Gedacht war und ist die OSZE als ein Sicherheitsmechanismus im zwischenstaatlichen Krisenfall!

Seit dem 21. März 2014 gibt es in der Ukraine eine Mission der OSZE mit Beobachtern in den verschiedensten Regionen des Landes und diese Mission besteht in diplomatischen Aktivitäten und in der Beobachtung der Lage im Land. Seitdem die Krim-Bewohner in einer Abstimmung mit überwältigender Mehrheit zu Russland wollten – weil die dort lebenden Bewohner in der großen Mehrheit Russen sind – gibt es diese Mission der OSZE. Sie soll verhindern helfen, dass die vom Bürgerkrieg bedrohte Ukraine zerfällt, bzw. aus dem Bürgerkrieg ein europäischer militärischer Konflikt wird. Vor allem das Szenario eines möglichen europäischen Krieges berechtigt zum Einsatz der OSZE. Die Mission wurde daher von allen Mitgliedsstaaten der OSZE, und damit auch von Russland, beschlossen.

Nun kam es zu einem höchst irritierenden Interview mit Claus Neukirch, Vizechef des OSZE Krisenpräventionszentrums in Wien. Dieser hielt in seinem Interview fest, die dort gefangenen Personen sind KEINE OSZE Beobachter. Diese Haltung wird noch bestärkt durch mehrere Verlautbarungen der OSZE auf Twitter. Dort wird von der Organisation selbst kund getan, dass die gefangenen Personen NICHT im Auftrag der OSZE in der Ukraine tätig waren. Das kann man hier und hier nachlesen.

Verstärkt wird diese Behauptung des Herrn Neukirch dadurch, dass die Liste derjenigen Personen, die im Rahmen der OSZE Mission in der Ukraine tätig sind, öffentlich ist. Sie findet sich hier! Wir stellen dabei fest: Die derzeit in Slawjansk festgehaltenen OSZE-Beobachter stehen nicht auf dieser Liste! Daran kann man sehen, es handelt sich eben gerade nicht um OSZE-Beobachter, sondern um etwas Anderes…

Es handelt sich stattdessen um eine Gruppe von Personen, die außerhalb der OSZE im Rahmen einer zwischenstaatlichen Vereinbarung in der Ukraine tätig wurde. Auf deutsch und zum mitschreiben für Jeden: Die ukrainische Übergangsregierung und die Bundesregierung haben gemeinsam beschlossen, in der Ukraine einen Kreis von Personen dort tätig werden zu lassen. Von OSZE Beobachtern kann deshalb beim besten Willen nicht gesprochen werden, denn diese Personen sind entweder aufgrund der Vereinbarung zwischen zwei Regierungen dort tätig – und zwei Regierungen sind eben nicht die OSZE, oder sie sind im Auftrag der OSZE unterwegs, dann stehen sie auf der besagten Liste.

Nun beruft sich die Bundesregierung aber darauf, dass die Mission der Deutschen dort auf der Basis eines Dokumentes der OSZE stattfände, nämlich auf dem sogenannten Wiener Dokument. Dieses Dokument ist kein Vertrag und bedarf keiner Unterschrift. Es ist nicht bindend und niemand ist verpflichtet dieses Dokument als Basis für irgend eine Aktivität zu verwenden. Die Bundesregierung beruft sich also gänzlich aus freien Stücken auf das Wiener Dokument. Sie tut es als Alibi dafür, dass ihre entsendeten Personen nicht im Rahmen der OSZE als offizielle Beobachter tätig sind. Sie schmückt sich damit in lügnerischer Absicht mit „fremden Federn“ um so die Begrifflichkeiten zu verwirren und eine in Wahrheit bilaterale Aktion als OSZE-Aktivität aussehen zu lassen.

Dies wird noch deutlicher wenn man als Nichtjournalist das tut, was Journalisten eigentlich tun sollten, nämlich dieses Dokument auch einmal zu lesen!

Schon die Überschrift zum Dokument sollte stutzig machen:

Es geht in dem Dokument darum, wie Vertrauens- und Sicherheitsbildende Maßnahmen zwischen Staaten(!) aussehen sollen. Schon allein dieser Titel zeigt, wie schräg es ist, sich auf ein solches Dokument zu berufen. Die Kiewer Regierung lädt die Deutsche Regierung dazu ein, mit ihr Vertrauens- und Sicherheitsbildende Maßnahmen zu ergreifen. Misstraut denn die Deutsche Regierung der Regierung in Kiew? Oder ist es gar umgekehrt? Misstraut die Kiewer Regierung der Deutschen Regierung? Es ist wirklich durch und durch skurril! Seit wann plant die Deutsche Regierung die Ukraine zu überfallen und seit wann bedroht uns die Ukraine mit Waffengewalt?

Vertrauens- und Sicherheitsbildende Maßnahmen wären zwischen Russland und Kiew nötiger, aber die Russen waren ja bekanntlich zu dieser „Aktion“ gar nicht eingeladen! Und so ist die Berufung auf besagtes Dokument schon gleich mehrfach ganz erstaunlich. Auch hier sind die Begrifflichkeiten mehr als nur unscharf, wenn nicht gar bewusst irreführend verwendet worden. Dieser Eindruck verschärft sich noch mehr wenn man einmal auf Seite 15 des Wiener Dokumentes liest. Dort steht:

FREIWILLIGE VERANSTALTUNG VON BESUCHEN ZUR BESEITIGUNG VON BESORGNISSEN ÜBER MILITÄRISCHE AKTIVITÄTEN

„(18) Um Besorgnisse über militärische Aktivitäten in der Anwendungszone für VSBM beseitigen zu helfen, werden die Teilnehmerstaaten ermutigt, andere Teilnehmerstaaten einzuladen, an Besuchen in Gebieten auf dem Territorium des Gastgeberstaats teilzunehmen, in denen Grund zu solcher Besorgnis gegeben sein kann…“

Könnte es sein, dass Kiew über deutsche militärische Aktivitäten „besorgt“ ist? Kam es deshalb zu dieser Einladung? Nun ist es so, dass ja nicht auf deutschem Gebiet observiert wurde sondern auf ukrainischem. Und deshalb liegt ja auch die Vermutung nahe, dass vielmehr die deutsche Regierung auf Einladung der Kiewer Regierung in der Ukraine untersucht, inwiefern die Aktivitäten der Kiewer Regierung die deutsche Sicherheit bedrohen. Da es sich aber um ein Bürgerkriegsgebiet handelt in dem sich separatistische Kräfte tummeln, die der Kiewer Regierung den Kampf angesagt haben, fühlt sich die Kiewer Regierung zu Recht bedroht. Aber warum sollen dann Deutsche zusammen mit Mitarbeitern der Kiewer Regierung aktiv werden? Könnte es etwa sein, dass die Kiewer Regierung denkt, die Bundesrepublik würde die Kiewer Regierung durch prorussische Separatisten bedrohen? (Vorsicht Ironie!)

Wir stellen also fest: Weder bedroht die Ukraine mit der Kiewer Regierung Deutschland noch ist es umgekehrt so, dass die Deutsche Regierung prorussische Separatisten unterstützt und somit die Kiewer Regierung bedroht. Warum also soll der Gang von Oberst Axel Schneider, der nicht auf der Liste der OSZE-Beobachter steht, eine Vertrauens- und Sicherheitsbildende Maßnahme zwischen Deutschland und der Ukraine sein?

Sie sehen also, weder formal noch inhaltlich ist diese ganze Angelegenheit eine OSZE-Aktivität.

Hat Frau von den Laien, die Dame für eine familienfreundliche Bundeswehr, denn das Wiener Dokument je gelesen? Oder hat sie es gelesen und es treibt ihr dennoch nicht die Schamröte ins Gesicht?

Wir halten also fest:

Die in der Ukraine von Separatisten gefangenen Personen sind keine OSZE-Beobachter und sie stehen auch definitiv nicht auf der offiziellen Liste der OSZE-Beobachter.

Sie waren vielmehr aufgrund einer Vereinbarung zwischen Deutschland und der ukrainischen Übergangsregierung im Land tätig.

Die Vereinbarung zwischen diesen Staaten basiert angeblich auf dem Wiener Dokument der OSZE. Doch dieses Dokument beschreibt zwischenstaatliche Vertrauens- und Sicherheitsbildende Maßnahmen, um drohende militärische Konflikte zwischen betroffenen Staaten zu vermeiden. Das Ausspionieren von Separatisten und ihrer militärischen Stellungen ist aber eindeutig keine vertrauensbildende Maßnahme zwischen der Ukraine und Deutschland! Nichts von dem, was in dem Wiener Dokument beschrieben wird, passt zu den realen Aktivitäten der Deutschen in der Ukraine. Wer lesen kann ist hier klar im Vorteil.

Das alles zeigt deutlich, welche Bedeutung Begriffe haben und das zeigt auch, welche negativen Auswirkungen es hat, Begriffe falsch zu verwenden. Welche unglaubliche Zumutung die derzeitige deutsche Presse und die Äußerungen der Politik für einigermaßen klar denkende Menschen sind, zeigt zuguterletzt ein neuer Artikel des Senders n-tv zum Thema Ukraine.

Hier wird unverdrossen die Unwahrheit verbreitet, die hier angeführten Bundeswehrsoldaten und ihr Anhang seien OSZE-Beobachter. Über eine mögliche Spionage und einseitige Parteinahme Deutschlands für die Kiewer Regierung wird hier kein Wort verloren. Und dann wird noch unverblümt darüber berichtet, dass gerade dem prorussischen Bürgermeister von Charkow von „Unbekannten“ am helllichten Tag in den Rücken geschossen wurde.

Sprachlich und sachlich richtig wäre dieser Bericht eher folgendermaßen zu verfassen:

Während Deutschland der nicht gewählten Übergangsregierung in Kiew unter dem Deckmantel der OSZE bei der Spionage gegen prorussische Separatisten durch 4 Bundeswehroffiziere Unterstützung gewährte, schossen Unbekannte Gennadi Kernes dem Bürgermeister der zweitgrößten Stadt der Ukraine am helllichten Tag in den Rücken. Charkow liegt mitten Im Krisengebiet. Deutschland ist nicht neutral im Ukraine-Konflikt, sondern eindeutig Partei – auch wenn die deutsche Regierung dazu kein Mandat durch die eigene Bevölkerung hat.

Was können sie nun selbst tun?

Achten sie auf Worte und Begriffe und fordern sie klare Worte und Begriffe von Journalisten und Politikern ein.

Beteiligen Sie sich NICHT an der Pflege von Feindbildern, die Sie, ihre Familie und ihre Freunde später in einen allgemeinen Krieg zwingen können.

Befragen Sie „ihren“ Abgeordneten oder auch die Wahlhelfer, wo ihr Schamgefühl geblieben ist. Schließlich unterstützen die Meisten in der Europawahl, sofern sie für CDUCSUSPDFDPGrüne arbeiten, Parteien die dieses Treiben gut heißen und die sich ungeniert als Kriegstreiber betätigen.

Fordern Sie den Rücktritt von Frau von der Leyen, die als „Verteidigungsministerin“ einen wesentlichen Teil Verantwortung für die fatale Lage trägt, wie sie sich uns jetzt präsentiert,

meint
Michael Obergfell

 

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Deutsche Geheimdienste: Wieder nix gewusst?

Posted by krisenfrei - 28/04/2014

von Mowitz (gegenmeinung)

So langsam kann man die ersten Zusammenhänge zwischen der Eröffnungspredigt des obersten Kriegspfaffen Gauck über das Thema „Deutschland müsse wieder mehr internationale Verantwortung übernehmen”, die er zur Eröffnung der Münchner Nato-Kriegsgottesdienst-Tagung am 31. Januar 2014 hielt, und der aktuellen politischen Lage in der Ukraine, erkennen.

Nicht nur dass Deutschland sich an vorderster Front in eklatanter Weise in die inneren Angelegenheiten eines souveränen Staates einmischt, was laut UN-Charta verboten ist, und mittels eines, von langer Hand, auch von Merkels CDU-naher Konrad-Adenauer-Stiftung geplanten Putsches, den demokratisch gewählten Präsidenten, und die Regierung der Ukraine mit verbündeten ukrainischen Nazis gewaltsam absetzte um sie durch eine Junta handverlesener Marionetten der Vereinigten Staaten zu ersetzen. Ein eindeutig völkerrechtswidriger Akt der von der westlichen W(ä)rtegemeinschaft begangen wurde und schon zahlreiche Todesopfer forderte.  Weitere werden folgen. Sogar die Gefahr eines größeren bis großen Krieges ist nicht länger von der Hand zu weisen. Und endlich darf Deutschland, legitimiert durch den selbsternannten Hilfsheriff aus Übersee, wieder in Europa zeigen wo der Hammer hängt; oder wie Volker Kauder, CDU, es ausdrücken würde: „In Europa wird wieder deutsch gesprochen“. Nur, die USA wissen sehr wohl warum sie Deutschland vorschicken. Wenn es wirklich zum Schlimmsten kommen sollte, werden die Kapitalistenknechte versuchen sich auf ihre „Festung“ in Übersee zurückzuziehen und es den Europäern selbst überlassen sich abzuschlachten.

Dann bleibt immer noch Zeit genug für die Rosinenbomber um frisch erholt und braun gebrannt, aus den Trümmern Europas eine neue Geschäftsidee zu zimmern. Schließlich hat man genug Übung darin Kriege auf ausländischen Territorien zu führen und nur im Ausnahmefall zuzulassen, dass 19 Luftpiraten es schafften, in New York mit zwei Flugzeugen drei Gebäude zum Einsturz zu bringen, während in Washington ein Pilot, der noch nicht einmal eine einmotorige Cessna fliegen konnte, im Stande war, eine Boeing 757 aus 8.000 Fuß Höhe in einer 270-Grad-Spirale ganz knapp über dem Boden genau in das Rechnungsprüfungsamt des Pentagons zu steuern; darin versuchten Angestellte des Verteidigungsministeriums gerade das Mysterium zu klären, wohin die 2,3 Billionen Dollar verschwunden waren, die Verteidigungsminister Rumsfeld am Vortag, dem 10. September 2001, in einer Pressekonferenz als Fehlbestand in der Kasse des Pentagons ausgewiesen hatte. (Siehe hier)

Herresbach Politische Cartoons

Ûber einen Fortschritt der besonderen Art in der neuen deutschen, „mehr internationale Verantwortung übernehmenden” Politik, berichtete heute das transatlantische Horrorblatt, wonach die Ukraine offenbar Waffengeschäfte über Deutschland abwickelt. Halbautomatische Gewehre des Typs SKS Simonow. Einfuhr in Deutschland genehmigt und auch sonst fast alles picobello. Über die Endverbraucher der Gewehre wollen sich die dafür zuständigen Stellen in Deutschland allerdings nicht äußern. Geschäfts- und Betriebsgeheimnis, versteht sich. Punkt.

Böse Zungen glauben allerdings, dass von Deutschland aus die Waffen zum Sturz einer anderen legalen Regierung zum Einsatz kommen sollen. Die Bundesregierung hat vom Verdacht der bösen Zungen gehört, weiß aber trotzdem nichts. „Keine eigenen Erkenntnisse“, eines der beliebtesten Stereotypen hinter denen man sich immer mal gerne verschanzt, wenn man nichts gewusst haben will. Die Bundeswehr weiß nix, der Militärische Abschirmdienst auch nicht, und der Bundesnachrichtendienst weiß sowieso nie etwas.

Nur die „bösen Zungen“ haben den Verdacht, dass die Gewehre gegen die syrischen Regierungstruppen zum Einsatz kommen sollen. Die USA, Frankreich, Großbritannien, die Türkei, Saudi-Arabien, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und Israel, versuchen bereits seit März 2011 mit einem als „Bürgerkrieg“ kaschierten Stellvertreterkrieg die Regierung Assad zu stürzen. Um dieses Ziel zu erreichen scheut man sich auf Seiten der von einer zusammengewürfelten W(ä)rtegemeinschaft geführten Truppe nicht, auch mit Quaida-Banden zusammenzuarbeiten und sie zum Einsatz gegen die Regierung Assad zu führen. So wie man sich in der Ukraine der Nazi-Hilfe aus dem „rechten Sektor” bedient, die heute in der Ukraine Andersdenkende in Angst und Schrecken versetzt und terrorisiert. Assad dagegen sitzt immer noch fest im Sattel. Zu groß ist die Unterstützung des eigenen Volkes für ihre Regierung Assad und gegen ausländische Banden, welche die Interessen des Imperiums bedienen und Syrien verwüsten. Im Mai 2013 hatte sich die Zahl der Todesopfer nach UN-Angaben auf 80.000 erhöht, während eine Million Syrer aus dem Land geflohen, und vier Millionen weitere innerhalb Syriens auf der Flucht seien. Ein hoher Preis den die Syrer im Kampf für ihre Unabhängigkeit vom Wall-Street-Kapitalismus gezwungen sind zu zahlen.

Wenn Attila, Herrscher der Hunnen, schon als Geißel Gottes = (Plage/Strafe Gottes), durch die Weltgeschichte geistert wie nennt man die Plage heute? Ganz einfach: Kapitalismus! Die schlimmste Form der Diktatur und Barbarei welche die Menschheit bis heute erfunden und durchgemacht hat.

FH

 

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ARD/ZDF: wo bleibt der Bildungsauftrag?

Posted by krisenfrei - 28/04/2014

Das Ding namens „Regierung“

http://www.freiwilligfrei.info/
Ein neugieriger Außerirdischer besucht den Planeten, um sich über die Entwicklung unserer Spezies zu informieren. Er spricht mit dem ersten Menschen, dem er begegnet. Der Außerirdische stellt fest, dass die Menschen von einem Ding namens „Regierung“ beherrscht werden. Er will mehr darüber wissen. Er will verstehen, was eine „Regierung“ tut und warum sie existiert.

Original produziert und gesprochen von Graham Wright (http://www.youtube.com/watch?v=EUS1m5…), nach einem Vortrag von Larken Rose bei der „Free Your Mind Conference 2011″ (http://www.youtube.com/watch?v=2bCz9g…)

 

Einfach nur genial dieses Video. Dabei fällt mir ein, dass doch die ARD und das ZDF einen Bildungsauftrag hat, den diese verlogenen Sender leider nur in den seltesten Fällen (z.B. „Die Sendung mit der Maus“) nachkommen. Also, ihr Gebührenverschwender von der ARD und vom ZDF:

Warum klärt ihr eure Zuschauer nicht über unsere Regierung auf und zeigt dieses Video täglich vor der „Lügenschau“ (ARD) oder vor „Gestern“ (ZDF)? Geht nicht? Ach ja, ihr arbeitet ja auch im Auftrag der „Regierung“!

 

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