krisenfrei

Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

Archive for 26. März 2014

Ein großer Fehler!

Posted by krisenfrei - 26/03/2014

Präsident Putins Sicht ist verständlich

von Prof. Dr. John J. Mearsheimer* (zeit-fragen)

Präsident Obama hat beschlossen, gegenüber Russ­land härter vorzugehen, indem ihm Sanktionen auferlegt werden und die Unterstützung für die neue Regierung der Ukraine erhöht wird. Das ist ein grosser Fehler. Diese Reaktion beruht auf derselben falschen Logik, welche dazu beitrug, die Krise herbeizuführen. Anstatt den Konflikt zu lösen, wird dies zu weiteren Problemen führen.
Die Sicht des Weissen Hauses, welche von den Beltway-Insidern [Personen und Institutionen im Umkreis Washingtons, wie Bundesbeamte, Lobbyisten, Auftragnehmer und Medienkommentatoren] weitgehend geteilt wird, ist, dass die Vereinigten Staaten keine Verantwortung an der Verursachung der Krise tragen. In ihren Augen ist alles der Fehler Präsident Vladimir Putins – und seine Motive sind illegitim. Das ist falsch. Washington hat beim Herbeiführen der gefährlichen Situation eine Schlüsselrolle gespielt, und Putins Verhalten ist durch dieselben geo­politischen Betrachtungen motiviert, die alle grossen Mächte beeinflussen, auch die Vereinigten Staaten.

Die Pfahlwurzel der aktuellen Krise ist die Nato-Erweiterung und Washingtons Engagement, um die Ukraine der Einflusssphäre Moskaus zu entziehen und in den Westen zu integrieren. Die Russen haben eine bedeutende Nato-Expansion zwar abgelehnt, aber unter anderem den Beitritt Polens und der baltischen Staaten toleriert. Aber als die Nato 2008 ankündigte, Georgien und die Ukraine «werden Mitglieder der Nato werden», erklärte Russland, dass damit eine nicht zu akzeptierende Grenze überschritten würde. Georgien und die Ukraine sind nicht einfach Staaten in Russlands Nachbarschaft; sie liegen vor seiner Haustür. Tatsächlich war Russ­lands energische Reaktion in seinem Krieg gegen Georgien 2008 zu einem grossen Teil durch Moskaus Anliegen bestimmt, Georgien davon abzuhalten, der Nato beizutreten und sich in den Westen einzufügen.

Blenden wir kurz zurück in den letzten November, als es schien, dass Präsident Viktor F. Janukowitsch ein Abkommen mit der Europäischen Union unterzeichnen würde, das darauf angelegt war, die Einbindung der Ukraine in den Westen zu vertiefen und Moskaus Einfluss dort in hohem Masse zu reduzieren. Als Antwort darauf bot Putin der Ukraine einen besseren Handel an, den Janukowitsch annahm. Diese Entscheidung führte zu Protesten in der Westukraine, wo eine starke prowestliche Stimmung und viel Feindschaft gegenüber Moskau herrscht.
Die Regierung Obama beging damals einen fatalen Fehler, indem sie die Protestierenden unterstützte, was zu einer Eskalation der Krise beitrug und schliesslich zum Sturz von Präsident Janukowitsch führte. Eine pro-westliche Regierung übernahm dann die Macht in Kiew. Der Botschafter der Vereinigten Staaten in der Ukraine, der die Protestierenden ermutigt hatte, nannte das «einen Tag für die Geschichtsbücher».

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Griechisches Roulette – Wie Athen und Brüssel Steuermilliarden verzocken

Posted by krisenfrei - 26/03/2014

Seit fast vier Jahren versuchen EU, EZB und IWF, Griechenland vor der Staatspleite zu retten. Politiker in Athen und Europa verbreiten Optimismus und verweisen auf erste bescheidene Erfolge, zum Beispiel ein erwartetes Wachstum nach vier Jahren tiefer Rezession.

Doch wie sieht die Wirklichkeit hinter solchen Botschaften aus? Der Film zeigt, dass die von der EU geforderten Strukturreformen kaum vorankommen, weil die alte Machtelite Griechenlands die Reformen ausbremst, auch wenn sie auf dem Papier schon beschlossenen sind.

Die Reporter sind mit Hilfe griechischer Kollegen der Frage nachgegangen, warum nach wie vor viele reiche Steuersünder ungeschoren davon kommen, obwohl die griechische Steuerfahndung Namen und mögliche Vergehen kennt.

 

 

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WIE WÄR’S MIT SANKTIONEN GEGEN USA?

Posted by krisenfrei - 26/03/2014

WESTEN TROMMELT ZUM KRIEG – ASSAD HÄLT WORT UN OBAMA? – JIMMY CARTER NUTZT SCHNECKENPOST WEGEN NSA – WIE WÄRS MIT SANKTIONEN GEGEN USA?

von Einar Schlereth
26. März 2014
Hier fand ich einen Artikel von Ulrich Rippert, der sich in aller Schärfe mit den deutschen Medien beschäftigt. Er schreibt: „Speziell sogenannte liberale Medien wie die Süddeutsche Zeitung, die SPD-nahe Zeit und die Grünen-nahe TAZ reagieren auf die Verschärfung der Krise in der Ukraine mit einer vehementen Kriegshetze. Als hätten sie ihre Ausbildung in Goebbels Propagandaministerium gemacht, verteidigen einige Kommentatoren offen faschistische Parteien, glorifizieren antisemitische Milizen als Freiheitskämpfer und fordern einen Militärschlag gegen Russland.“ (das deutsche Original liegt hier) Die Ähnlichkeit unserer Medien mit der Speichel spuckenden Samantha Powers und Goebbels ist ja auch schon The Saker aufgefallen. Natürlich passt deren Vergleich Putins mit Hitler auch ins Bild. Und auch dass Julijas NAZI-Hasstirade nur von einem einzigen deutschen Blatt kommentiert wurde, passt ebenfalls ins Bild.
Prof. Frencis Boyle sagt in seinem Interview mit Russia Today: „Putin hat Recht, die Hysterie des Westens und seine Provokationen zu ignorieren“ (Putin Right Ignoring West’s Hysteria Over Crimea As They Provoke Russia). Er betont auch, dass Putin und Lawrow vernünftige Vorschläge für eine Diskussion unterbreitet haben, die jedoch von Obama ignoriert wurden. Dessen Forderung von Putin, mit den NAZI- Verbrechern in Kiew zu verhandeln, nennt er eine Unverschämtheit. Boyle schließt sich der Meinung Putins an, dass erst die Wahlen im Mai abgewartet werden müssen, um zu sehen, ob in Kiew eine verhandlungsfähige Regierung zustandekommt.
Eine weitere Ungeheuerlichkeit ist, dass US/NATO weiter Truppen und Waffen aller Art nach Osteuropa verlegen zum ohrenbetäubenden Mediengeheule, dass DIE RUSSEN MASSIV AN DEN GRENZEN TRUPPEN ZUSAMMENZIEHEN (siehe den Bericht von Patrick O’Connor). Nicht nur ziehen die Russen keine Truppen zusammen – sie luden sogar Ukraine-Vertreter ein, mit ihnen die Grenze abzufliegen, was diese ablehnten, wohl wissend, dass es da nichts zu sehen gibt – sondern die einzigen, die Truppen zusammenziehen, nur die Amerikaner sind zusammen mit der NATO, und zwar nicht an IHREN Grenzen, sondern an den Grenzen Russlands. Sind die Menschen inzwischen so dämlich, dass sie sich nicht die einfache Frage stellen können, wo Russland Truppen und riesige MILITÄRBASEN unterhält? Außer auf dem kleinen Flottenstützpunkt Tarsus in Syrien? Dass es die Amis sind, die seit 70 Jahren immer noch Europa besetzt halten? Das diese großen Freunde die europäischen Staaten als Puffer und Kanonenfutter benutzen wollen?

Ständig will man das Volk auch glauben machen, dass Putin in der Welt isoliert ist. Es ist zum Lachen. Umberto Pascali sagte: „Im Grunde ist es genau umgekehrt … Tatsächlich sind es die wahren Förderer des Coups und der Gewalt in der Ukraine, die nicht nur moralisch sondern auch strategisch isoliert sind.

Und es ist Putin, der erste Staatsmann, der die Strategie der Weltherrschaft widerstanden und sie zunichtetemacht hat, der die begeisterte Unterstützung seines Volkes und die zunehmende Bewunderung in der Welt erfährt. … Ohne zu übertreiben, kann man diesen Widerstand vergleiche mit dem gegen Napoleon und Hitler … Nur wenige wissen, wie gefährlich die Situation wirklich gewesen ist. Wie nahe einem wirklichen Krieg. Die inkompetenten Führer der ‚internationalen Gemeinschaft haben den Verstand verloren …“

Nicht nur die BRICS-Staaten (mit fast der Hälfte der Weltbevölkerung und 40 % der Wirtschaft) unterstützen die feste Haltung Putins, sondern auch immer mehr Menschen in ‚unserem‘ Westen und sogar in den USA!

Pascali meint auch, dass jede weitere Sanktion des Westens den Russen nur hilft, ihre bereits engen wirtschaftlichen und politischen Bindungen mit den BRICS-STAATEN, und da vor allem mit China weiter und noch schneller auszubauen. Schaut euch hierzu den Bericht von Russia Today über das kürzliche Treffen der BRICS-STAATEN an, der auch festhält, dass dies am Ende Europa und den USA am meisten schaden wird.

Der langjährige Aktivist und preisgekrönte Verfasser Andy Piascik hat auf Globalresearch die Frage aufgeworfen, wie es denn wäre, den Spieß mal umzudrehen und die USA mit Sanktionen zu belegen. Ausgehend von den weltweiten Umfragen, welches Land von den Menschen auf der Welt am destruktivsten und gefährlichsten angesehen wird,  bei denen die überwältigende Mehrheit NICHT den Iran, nicht Nordkorea, nicht Syrien, Kuba, Venezuela oder Russland sondern die USA nennt, meint Andy Piascik, dass die USA nicht viel anders als die Apartheid-Ära in Südafrika sind und „vielleicht internationale Sanktionen angebracht wären, um die USA in einen Pariah-Staat zu verwandeln und diplomatische Isolation vielleicht helfen würden, dem gefährlichsten Staat der Welt eine Dosis an Zivilisation zu verabreichen“.

Selbst Jimmy Carter ist der Meinung, dass etwa die NSA dem Land mehr Schaden als Nutzen gebracht hat. Er sagte wörtlich: „Amerika hat keine funktionierende Demokratie mehr.“ Er hat außerdem zugegeben, dass er für wichtige Briefe nicht mehr ein Email benutzt, sondern die Schneckenpost, weil er sicher ist, dass auch er ausspioniert wird. Und wie man hört, hält das auch Putin so.

Nun noch etwas zu Syrien. Dr. Franklin Lamb berichtet auf Counterpunch vom Fortgang des Abtransports und der Unschädlichmachung des Chemiewaffen in Syrien. Er zitiert die zuständige internationale Behörde OPCW, dass ’so gut wie die Hälfte der Chemiewaffen das Land bereits verlassen hat und wahrscheinlich 100 % der Lager neutralisiert wurden“. Lamb fährt selbst fort: „In Zusammenarbeit mit Iran hat Russland riesige Container und gepanzerte Fahrzeuge geliefert zur Verladung im Hafen von Latakia, während China 10 Ambulanzen und Überwachungskameras schickte und Finnland ein Notfallteam für mögliche Unfälle. Dänemark und Norwegen haben Frachtschiffe für den Transport in dem Containerhafen Gioia Tauro in Italien geschickt.“

Doch, so schreibt Lamb weiter, haben zwar Bashar al-Assad und der iranische Ayatollah Khamenei ihr Versprechen gehalten, aber von den Versprechungen der USA, die Sanktionen aufzuheben, vor allem für lebenswichtige Medikamente und medizinische Ausrüstung ist noch so gut wie nichts zu merken. Im Gegenteil wird ein amerikanischer Bürger vor Gericht gestellt, der lebensrettende MRI Ausrüstung in den Iran schicken wollte. Würde es irgendjemanden wundern, wenn die ständig von Menschenrechten quasselnden und ach so humanen Amerikaner ihren Teil der Versprechungen nie einhalten werden?

Angehörige der zum Tod verurteilten Menschen

Noch ein kurzer Blick auf Ägypten. Wie wir wissen hat dort ja eine Staatsstreich der Armee stattgefunden, der laut Washington kein Staatsstreich war, weil ja der gute alte Freund General Sisi der Anführer gewesen ist. Der hat den gewählten Präsidenten Morsi von der Moslembruderschaft vom Stuhl gefegt, ihn eingebuchtet und macht ihm nun den Prozess. Den hat man erst einmal aufgeschoben und stattdessen, wie Amnesty International berichtet, erst einmal 529 Anhänger seiner Partei bei einer einzigen Anhörung zum Tode verurteilt wegen ihrer Beteiligung bei der Gewalt, die dem Coup folgte.
Amnesty nennt es ein „groteskes Urteil“, wie es in dieser Größe kaum jemals vorgekommen ist. Auch hier liegt der Fall natürlich gerade umgkehrt. Die Armee hat großenteils friedliche Demonstranten zu tausenden niedergemäht, viele tausend mehr eingekerktert und auf bewährte Weise gefoltert. Ein EINZIGER Offizier ist zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden, weil er 37 Leute zu Tode folterte. Diese Art Justiz stellt mühelos die äußerst brutale Diktatur von Mubarak in den Schatten. Man muss die Moslembrüder nicht mögen, um laut und deutlich zu sagen, dass dies ein gigantisches Verbrechen ist. Von Washington hat man noch keinen Protest gehört. Wenn einer kommt, wird er so leise sein, dass ihn keiner hört.

 

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Die positive Theorie des Goldes

Posted by krisenfrei - 26/03/2014

05/17 Prof. A. Fekete: Die positive Theorie des Goldes

Erfahren Sie ökonomische und gesellschaftliche Zusammenhänge, welche Ihnen die Erfinder des gegenwärtigen Geldsystems vorenthalten wollen.

 

 

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Putins Schachmatt: Rückkehr zum Goldrubel

Posted by krisenfrei - 26/03/2014

André F. Lichtschlag (ef-magazin)

Was, wenn auch die Chinesen mitmachen?

Die Rhetorik der führenden westlichen Politiker und ihrer medialen Helferkaste gegenüber Russland und seinen Präsidenten ist brachial in diesen Tagen. Ist es die Trotzreaktion von Kindsköpfen, die sich kurz vor dem Sieg im Frontstaat Ukraine wähnten und dann plötzlich feststellen mussten, dass sie gerade eine Partie verloren hatten? Sicherlich auch.

Aber galt nicht Wladimir Putin bereits vor den Demonstrationen auf dem Maidan in der hiesigen Presse als personifizierter Beelzebub? Wurde nicht bereits vor der Olympiade von Sotschi die westliche Propaganda auf Pussy-Riot-Modus hochgeschaltet?

So oder so – die Mischung aus Brachialrhetorik, gekränkter Eitelkeit und wilden Drohungen kann sich verselbständigen und wechselseitig hochschrauben. Schon möchte „der Westen“ Russland „durch Wirtschaftssanktionen in die Knie zwingen“. Ein jetzt eben notwendiger Feldzug könnte das werden, mit anderen Mitteln geführt, ein „Wirtschaftskrieg“ eben. Und den könne „Russland sich nicht leisten“, da „Putins Reich“ ökonomisch vom „westlichen Bündnis“ stärker abhängig sei als umgekehrt, glauben deutsche Journalisten zu wissen. Wobei auch das eigene Volk längst auf Opfer eingestimmt wird: Kostspielig könnte es nämlich auch für uns alle werden, wenn Exporte nach Russland einbrechen und Rohstoffe aus dem Osten sich verteuerten. Aber die marode russische Wirtschaft werde zuerst zusammenbrechen – Prösterchen Brüderchen.

Das riecht nach verbrannter Erde, zumindest nach Blut, Schweiß und Tränen – und das nur, weil die große Mehrheit der Bewohner einer Halbinsel im Schwarzen Meer wieder zu ihrem Mutterland gehören will? Ist das der Grund?

Oder muss ein äußerer Widersacher und ein neuer Krieg (mit anderen Mitteln) den ohnehin drohenden Zusammenbruch des Weltfinanzsystems nur verklären helfen? Würde das neue, alte Feindbild deshalb jahrelang so sorgsam aufgebaut? Es wäre nicht der erste Krieg in der Geschichte, der aus dem Grund der Ablenkung von irgendwann unvermeintlichen wirtschaftlichen Korrekturen geführt wurde.

Was, wenn es nicht bei der Rhetorik und ein paar Einreiseverboten bleibt? Und auch nicht bei gesperrten Konten, die ohnehin nur einmal mehr verraten, was „westliche Politiker“ über Eigentumsrechte Dritter denken. Die zunehmende Interventionsspirale nach innen und außen ist eigentlich kein Wirtschaftskrieg, sondern wie jeder Krieg vielmehr ein Krieg gegen die freie Wirtschaft. Was, wenn all das sich weiter verselbständigt und nicht mehr zu stoppen ist?

Weil alle – und vorneweg die deutschen Journalisten mit ihrem Kriegsgeschrei und Russenhass – irre geworden sind oder so tun (siehe oben, es ginge ja um gezielte Ablenkung)? Dann stellt sich dringend die Frage, wie der somit mehr und mehr in die Enge getriebene Wladimir Putin sich noch wehren könnte. Was kann er tun, wenn die europäischen Abnehmer der russischen Rohstoffe plötzlich ausbleiben, wenn westliche Investoren sich aus Russland zurückziehen und der Rubel weiter an Wert verliert?

Viel kommt auf die Chinesen an. Werden sie die Verluste teilweise ersetzen, indem sie mehr Öl und Gas aus Russland beziehen, den Rubel stützen und dort investieren? Einiges deutet genau darauf hin. Geopolitisch und historisch sind Russland und China natürliche Gegner. Werden sie jetzt durch die aggressiven Weltmacht im Westen zur östlichen Partnerschaft veranlasst? Ein chinesisches Abfedern der russischen „Kriegsverluste“ wäre das gemütlichere Szenario, solange Obama, Hollande, Merkel und Co. nicht China auch noch mit Sanktionen drohen.

Hat Putin noch einen anderen Trumpf in der Hand? Russland ist dank der im letzten Jahrzehnt stark gestiegenen Rohstoffpreise eines der wenigen Länder, das keine nennenswerten Staatsschulden hat. 2013 betrugen die russischen Schulden nur noch zehn Prozent vom Bruttosozialprodukt, im Jahr 2000 waren es noch 60 Prozent. Die USA dagegen hatten 2000 noch eine Staatsschuldenquote von 55 Prozent, 2013 dagegen bereits von 112 Prozent. In Griechenland liegt dieser Wert bei 182 Prozent, in Japan sogar bei 245 Prozent. Während „der Westen“ Schulden anhäufte, baute die russische Zentralbank wie die chinesische in den letzten Jahren riesige Goldreserven auf. Der „Spiegel“ und die Nachrichtenagentur Bloomberg verkündeten im Februar 2013, dass die Bank Rossii alleine im vergangenen Jahrzehnt 570 Tonnen Gold im Ausland orderte. Damit war Russland unabhängig von den zusätzlichen eigenen Fördermengen der größte Goldimporteur der Welt. Nun raten Sie mal beim Knabbern an einem chinesischen Glückskeks, wer der zweitgrößte Goldimporteur war und ist…

Putin und die chinesische Führung hätten, erklärt Bloomberg, systematisch eine klare Goldstrategie verfolgt, um sich gegenüber den stark inflationierten Währungen Dollar und Euro abzusichern. Aber was, wenn mehr dahintersteckt?

Was, wenn Russland und vielleicht auch die Chinesen ihre Währungen wieder mit Gold decken? Wenn der Goldrubel tatsächlich zurückkehrt, der seit Jahren als „Gespenst“ in Insiderdebatten auftaucht? Bereits 2009 sagte Arkadi Djorkewitsch als Chefberater des Kremls, dass Russland eine neue durch Gold gedeckte Reservewährung begrüßen würde: „Wir könnten uns bei diesem System auch eine effektivere Verwendung von Gold vorstellen.“

Haben Russland und China lange schon erkannt, dass das Fiat-Money-System des ungedeckten Papiergeldes keine tragfähige Zukunft mehr hat? Haben sie sich über lange Jahre intensiv vorbereitet auf das längst überfällige Scheitern eines brüchigen westlichen Systems aus immer nur noch mehr Schulden und billigem Geld (auch die Milliarden-Summen zum Kauf der Ukraine sind tatsächlich nur als Luftbuchungen vorhanden)? Haben sich die Chinesen und Russen gülden gerüstet für die jetzt offenbar beginnenden unruhigen Zeiten und plötzlich angezettelte „Wirtschaftskriege“?

Stellen wir uns vor, eines schönen Tages, vielleicht schon in diesem Sommer, verkündet Wladimir Putin, dass der Rubel von nun an durch Gold in der Menge x gedeckt sei, was jederzeit von jedermann bei der Zentralbank eingelöst werden könne. Sitzt der chinesische Staatspräsident Xi Jinping neben ihm und verkündet zeitgleich auch den an Gold gebundenen Renminbi? Was geschieht am nächsten Tag? Flüchteten die Menschen panikartig zu Millionen aus Dollar und Euro? Würden sie Schlange stehen vor den Banken in den USA und in der EU? Zerbräche in kürzester Zeit das westliche Finanzsystem zu Staub?

Natürlich würde all das auch der russischen Wirtschaft (und den Chinesen) sehr schaden. Weshalb man auch so lange gewartet hat. Aber schädigte es Russland (und die Chinesen) in den Wirren eines erbittert geführten „Wirtschaftskrieges“ mehr als den Westen? Wirklich?

Es wäre nicht das erste Mal, dass „der gute Schachspieler Putin“ seinen überraschten Gegnern einen Zug voraus ist.

 

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Peak Dept

Posted by krisenfrei - 26/03/2014

von Michael Winkler (475. Pranger)

Gehört haben Sie bestimmt schon mal den Ausdruck „Peak Oil“, ich habe auch schon „Peak Gold“ und „Peak Food“ gelesen. Bei diesen „Gipfeln“ bzw. „Spitzen“ handelt es sich um den Höhepunkt der jeweiligen Förderung oder Produktion. Dieser wird üblicherweise erreicht, wenn die Hälfte des vorhandenen Vorkommens abgebaut worden ist. Im Ruhrgebiet mußte man ursprünglich nur zwei Handbreit Erde wegkratzen und schon konnte man Kohle fördern, und wer in Texas an der richtigen Stelle mit der Spitzhacke in den Boden schlug, hatte eine Ölquelle entdeckt. Kohle und Öl mußten zunächst noch ihre Abnehmer finden, bald benötigte man mehr davon, und der Aufwand für die Förderung wuchs ständig an. An der Ruhr fördert man seit 150 Jahren Kohle, inzwischen in tiefen Bergwerksschächten. Das ist mittlerweile so teuer geworden, daß chinesische Kohle am Zechenausgang billiger verkauft wird als heimische Förderung, weshalb ein Bergwerk nach dem anderen stillgelegt wurde.

Peak Debt ist im Privaten die Spitze der Verschuldung, bei einem Staat der Höhepunkt der Schuldenaufnahme. Bei einer Privatperson läßt sich Peak Debt leicht ausrechnen: Ein junger Ingenieur, der gerade ins Arbeitsleben einsteigt, bekomme ein Nettogehalt in Höhe von 2.500 Euro. Fürs tägliche Leben benötigt er 1.000 Euro, also kann er 1.500 Euro für Zinsen aufbringen. Das sind im Jahr 18.000 Euro, bei einem Zinssatz von sechs Prozent wären das 300.000 Euro an möglichen Schulden. Das reicht für eine Wohnungseinrichtung, ein neues Auto, ein Segelboot und einen Luxusurlaub. Vermutlich möchte die Bank, daß die Schulden getilgt werden, deshalb sind 200.000 Euro die realistische Obergrenze.

Bei einem Staat sieht die Rechnung anders aus. Staaten gelten, obwohl die Geschichte das Gegenteil beweist, als infallible Schuldner. Das heißt, ein Staat kann trotz hoher Verschuldung in aller Regel weitere Schulden aufnehmen. Damit ähnelt die Verschuldung der Öl- oder Kohleförderung. In der ersten Phase ist die Förderung bzw. die Verschuldung einfach, in der zweiten Phase muß man in der Erde oder bei den Banken tiefer bohren. Wenn der Gipfelpunkt der Förderung bzw. Schuldenaufnahme erreicht ist, steigt der Aufwand in der dritten Phase immer weiter an, bis schließlich in der vierten Phase die Öl- und Finanzquellen soweit ausgelaugt sind, daß kaum noch etwas herauszuholen ist.

Ich muß an dieser Stelle ein wenig ausholen, aber da das, was ich jetzt abhandele, schon früher auch von mir ausgiebig beschrieben wurde, fasse ich mich kurz. Der Handel unter Menschen hat als Tauschhandel begonnen, Ware gegen Ware, bei der sich beide Seiten darauf geeinigt haben, daß sie gleiche Werte austauschen. Dies wurde später durch eine Art Universalware ersetzt, die wir noch heute als Geld bezeichnen. Der Bäcker verkauft sein Brot gegen Geld, und mit diesem Geld kann er selbst beim Metzger, Schuster oder Tischler einkaufen. Als Geld können Muscheln, Glasperlen oder Hosenknöpfe dienen, durchgesetzt haben sich jedoch Gold und Silber.

Gutes Geld erfüllt zwei Funktionen: Tauschmittel und Schatzmittel. Das heißt, Sie können mit Ihrem Geld sofort losziehen und einkaufen, und Sie können dieses Geld irgendwo lagern, um in einem Jahr loszuziehen und einzukaufen. Für eine Münze, ob nun „Sesterze“ oder „Deutsche Mark“ darauf geprägt ist, erhalten Sie heute drei Pfund Brot, und wenn Ihre Enkel in 50 Jahren damit einkaufen, bekommen auch sie dafür drei Pfund Brot. Zugegeben, Miß- oder Überschußernten habe ich dabei nicht berücksichtigt, aber ich wollte mich ja kurz fassen.

Im Lauf der Zeit haben die Menschen etwas erfunden, das sich Staat nennt. So ein Staat erfüllt nützliche Aufgaben, er verschenkt Unterseeboote an Israel, unterstützt arbeitsunwillige Zuwanderer, beschäftigt Frauenbeauftragte und setzt sich für die Rechte Homosexueller ein. Dafür benötigt der Staat Geld, das er in Form der Steuern von jener Bevölkerung eintreibt, die er auch sonst bei jeder Gelegenheit benachteiligt. Bei fast allen Staaten der Welt werden weniger Steuern eingenommen, als der Staat ausgibt. Die Differenz leiht sich der Staat bei den Banken, das sind besagte Schulden.

Schulden sind vorgezogener Konsum, also Geld, das man bereits ausgegeben, aber noch gar nicht verdient hat. Nehmen wir den Ingenieur von vorhin. Er heiße weder Rothschild noch Gates, er bekommt von seinen Eltern keine platinfarbene Kreditkarte zum bestandenen Uni-Abschluß. Seine Ersparnisse reichen für die Mietkaution, er könnte sich eine gebrauchte Matratze vom Sperrmüll holen und darauf im Jugendherbergs-Schlafsack nächtigen. Oder eben „kaufe jetzt, zahle später“ praktizieren, also seine Wohnung auf Kredit einrichten. Da er nach einer Übernachtung in einem richtigen Bett erholter zur Arbeit kommt, darf er das ruhig als Investition ansehen. Die alte Schrottmühle aus Studententagen bleibt schon mal liegen, mit einem zuverlässigen Neuwagen kommt er immer pünktlich zur Arbeit…

Es gibt immer Begründungen für Schulden, ob privat oder öffentlich. Ob der junge Mann etwas bescheidener einsteigen sollte, möchte ich hier nicht diskutieren. Für einen Staat sieht es anders aus. Da läuft die Schuldenaufnahme auf zwei grundlegende Ursachen hinaus: Erstens Wiederaufbau. Wenn die Infrastruktur in Trümmern liegt, hat der Staat keine Wahl, um seine Wirtschaft in Gang zu bringen, muß er Geld in die Hand nehmen, und das ist gerechtfertigt. Wobei die Regierung durchaus in einem Fertigteilbau aus Waschbeton arbeiten kann, Marmorfließen und goldverzierte Eingangstüren sind absolut unnötig.

Der zweite Grund für Verschuldung sind Wahlgeschenke. Lassen Sie sich durch diesen Begriff nicht täuschen, Wahlgeschenke kommen in den unterschiedlichsten Verkleidungen daher. Immer, wenn der Staat „Gerechtigkeitslücken“ entdeckt, ist das ein Wahlgeschenk, weil er durch das Schließen derselben die Dankbarkeit der Begünstigten erringen will. Das Verteilen der Wahlgeschenke ist ein notorisches Fehlverhalten in einer Demokratie. Dabei werden Wechsel auf die Zukunft ausgestellt, um in der Gegenwart Stimmen zu kaufen. Wechsel, die fällig werden, wenn der Aussteller längst nicht mehr im Amt ist. Die vorgezogene Wohltat sichert so seinen Nachruhm in der Geschichte.

Der Verschuldungsstaat ist übrigens eine recht neue Entwicklung. Das hat 1694 mit der Gründung der Bank von England begonnen. Früher haben sich Staaten und Fürsten ebenfalls Geld geliehen, beispielsweise bei den Fuggern. Doch dieses Geld hat zuvor schon existiert. Erst die Bank von England erhielt das Recht, eigene Banknoten herauszugeben, umlaufende, als Geld dienende Schuldscheine. Solche Banknoten waren lange Zeit noch in Gold und Silber einlösbar, erst 1973 wurde das letzte Relikt dieser Einlösbarkeit aufgehoben. (Beim Schweizer Franken, beim Dollar bereits 1971)

Der Staat legt fest, mit welchen Zahlungsmitteln er seine Steuern einkassiert. Muscheln, Glasperlen und Hosenknöpfe haben sich als unpraktisch erwiesen, heute heißen diese Zahlungsmittel Dollar, Euro oder Rubel. Diese Zahlungsmittel könnte der Staat selbst herausgeben – in der Weimarer Republik hat er das noch getan. Aktuell entsteht Geld, indem sich der Staat dieses Geld bei den Banken leiht. Eine Milliarde Euro, die sich der Staat leiht, ist zugleich eine Milliarde Euro Guthaben der Bank, das heißt, auch diese Milliarde geht in Umlauf. Dieser Prozeß läßt die Geldmenge exponentiell anwachsen und führt schließlich zum Zusammenbruch des Finanzwesens.

Im anderen Fall, wenn der Staat selbst die Hoheit über die Gelderzeugung ausübt, erleben wir das, was 1920 bis 1923 in Deutschland geschehen ist: Es wird immer mehr Geld gedruckt, und dieses gedruckte Geld verliert rapide an Wert. Demokraten verhalten sich hier nicht anders als afrikanische Despoten, wie wir jüngst in Simbabwe gesehen haben. Wenn Ihnen Scheine mit sehr, sehr vielen Nullen darauf gefallen, überlassen Sie der Regierung das Gelddrucken, die bekommt das in überschaubarer Zeit hin. Das Schuldgeld der Banken bremst dieses Anwachsen, denn die Regierung muß für das geliehene Geld Zinsen bezahlen.

Damit sind wir wieder beim Peak Debt angelangt. Die USA haben 1980 zeitweilig für 30jährige Staatsanleihen über 15% Zinsen bezahlt. Das heißt, Sie haben für 10.000 Dollar, angelegt 1980 in einer Nullkuponanleihe, 2010 über 660.000 Dollar zurückbekommen. Wir sprechen hier nicht von Simbabwe-Dollar, sondern von den Vereinigten Staaten von Amerika, der Weltleitwährung. In den 1990ern haben Sie auch im wiedervereinigten Vierzonesien problemlos Anleihen mit neun und mehr Prozent Zinsen bekommen. Der Peak Debt läßt sich nicht genau festmachen, angesichts der Zinsentwicklung war er irgendwann 1990 plus/minus zehn Jahre.

Wir reden von Geld, und heutiges Geld hat eine Eigenschaft, die es als Schatzmittel unbrauchbar werden läßt: Es verfällt im Wert. Die D-Mark, der Dollar, sogar der Schweizer Franken, sie alle verlieren an Kaufkraft. Die D-Mark lebt dabei als Zombie im Euro fort, auch wenn der sich zunehmend als italienische Lira entpuppt. Das heißt, der Peak Debt läßt sich nicht an der Höhe der Verschuldung ablesen. Setzen wir den Punkt auf die Ende der Amtszeit George Bushs des Älteren, so konnten trotzdem Bill Clinton, George Bush der Jüngere und Barack Obama jeweils so viele Schulden aufnehmen wie alle Präsidenten vor ihnen. Die Schulden haben sich also seit Bush Senior verachtfacht.

Wieso setze ich trotzdem den Peak Debt so früh an? Wegen der Zinsentwicklung! Die heutigen, extrem niedrigen Zinsen zeigen deutlich, wie schwierig die Kreditgewinnung geworden ist. Staaten zahlen Schulden nie zurück, sie schulden nur um. Die obige 10.000-Dollar-Anleihe aus der Amtszeit Jimmy Carters wurde von der Regierung Obama mit 660.000 Dollar bezahlt, die diese sich zuvor geliehen hatte. Diese Altschulden stehen also noch immer in den Büchern, nur eben nicht mehr mit über 15%, sondern nur noch zu zwei oder drei Prozent verzinst. Konnten sich die USA 1980 noch leisten, für 10.000 geliehene Dollar 650.000 Dollar zu bezahlen, können sie heute keine 15.000 Dollar mehr aufbringen.

Im Rahmen der Euro-Krise wurden immer wieder Zinskurven für spanische und italienische Anleihen gezeigt. Die Problemzone lag dabei bei sieben Prozent, die immer als bedrohlich und in der Nähe des Staatsbankrotts bezeichnet worden sind. Die EZB hat darauf reagiert, indem sie die Anleihen gefährdeter Staaten aufgekauft hat, in unbegrenzter Höhe. Damit sind die Zinsen niedriger geworden, also die Gelderzeugung einfacher. Trotzdem zeichnet sich das Ende ab, denn die natürliche Grenze der Zinsen sind die Null Prozent. Bei negativen Zinsen wird das Geldsystem obsolet, denn welcher Anleger verleiht Geld in der Absicht, weniger dafür zu bekommen? Vom Sparbuch-Besitzer einmal abgesehen, denn der zahlt auf Zinsen unterhalb der offiziell eingestandenen Inflationsrate sogar noch Steuern…

Als Herbert Frahm unter dem Kampfnamen Willy Brandt Bundeskanzler geworden ist, hat er vorgeführt, wie segensreich sich Schulden auswirken. Da wurde „die Belastbarkeit der Wirtschaft“ getestet, das Wort „Reformen“ hatte einen magischen Klang, verhieß es doch Wohltaten für alle. Das Prinzip ist ganz einfach: Ein voller Kühlschrank reicht für sieben Tage auskömmlicher Ernährung, oder eben für ein Festgelage und sechs Tage Hunger. Schon unter Frahms Nachfolger Schmidt brachen kargere Zeiten an – und an Frahms Übeltaten, die stark gestiegenen Gehälter im öffentlichen Dienst und den „Familiennachzug“ für Gastarbeiter, leiden wir heute noch. Demokraten beseitigen nur sehr selten die Wahlgeschenke ihrer Vorgänger, insbesondere, wenn dies ihnen Stimmen kostet. Adenauers Rentenreform des Jahres 1957 gilt noch heute, obwohl jeder weiß, daß damit die Rentenversicherung in den Ruin getrieben worden ist.

Finanzminister Stoltenberg hat den Peak Debt in der BRD hinausgezögert, er wurde unter Theo Waigel erreicht. In der Folgezeit haben die Finanzminister mehr oder weniger ungeschickt das Tafelsilber verkauft, um den Zusammenbruch des Systems zu verhindern. De facto wurde dabei sogar die Bundeswehr aufgelöst, denn das, was dort heute noch unter Waffen steht, taugt allenfalls, eine Invasion des Bündnisses aus Österreich und Liechtenstein abzuwehren. Sollte uns dann noch Luxemburg in einen Zwei-Fronten-Krieg verwickeln, wäre es besser, gleich zu kapitulieren.

Die Großprojekte, die Merkeldeutschland zum Gespött der Weltnachrichten werden lassen, Elbphilharmonie, Großflughafen Berlin und Untergrundbahnhof Stuttgart 21 sind nicht nur der Unfähigkeit der Politiker, sondern auch dem Peak Debt geschuldet. Ohne diese Kreditklemme hätte man von Anfang an mehr Geld in die Hand genommen und die Probleme aus dem Weg gekauft. Hartz IV und die Gängelung der deutschen Empfänger sind ebenfalls dem Peak Debt geschuldet. An den Deutschen wird das eingespart, was den Damen und Herren Zudringlingen aus politischen Gründen – und dank Frahms fehlerhafter Weichenstellung – noch immer zugeschanzt wird.

Der römische Kaiser Nero hat einen ganz schlechten Ruf, dabei war das ganze Imperium über seinen Amtsantritt begeistert. Nero war ein großer Mäzen, er hat ganz Griechenland von den Tributen an Rom befreit. Dann ging dem kunstsinnigen Mann das Geld aus. Damals gab es keine EZB, die ihm Baumwolle bedruckt hätte, also hat er es bei seinen reichen Landsleuten eingetrieben, indem er sie zum sozialverträglichen Frühableben überredet hat – mit der Vorgabe, ihr Vermögen dem Kaiser zu vererben.

Es ist leicht, mit einem gut gefüllten Geldspeicher den Wohltäter zu spielen. Als Politiker, vor allem als demokratischer Politiker, spielt man den Wohltäter mit dem Geld anderer Leute. Die Regierungskunst des Dauerkanzlers Helmut Kohl bestand darin, auf alle Probleme solange Geldsäcke zu werfen, bis diese darunter begraben und vergessen waren. Nebenbei, eine Angela Merkel hat das von ihrem Lehrmeister übernommen, weshalb Vierzonesien mehr an die EUdSSR bezahlt als jemals zuvor. Trotzdem gehen ihr die Geldmittel aus, denn Peak Debt wurde überschritten.

Die Probleme der EUdSSR, die Probleme des Euro sind eine Folge der angehäuften Schulden. Jeder heutige Regierungschef ist ein neuer Nero, der seinen Höhepunkt als Wohltäter überschritten hat und nun überall Geld herauspressen muß, wo er oder sie nur kann. Zu Neros Zeiten gab es noch Warengeld, also Gold und Silber. Heute gibt es nur das Schuldengeld. Wenn die Regierung die Hälfte der heutigen Vermögen einzöge, also ungefähr 2,5 Billionen Euro, würde das nicht ihre Kassen füllen, sondern nur Guthaben und Schulden vernichten, also den gesamten Betrag aus dem Geldumlauf entfernen. Das Ergebnis dieser Geldvernichtung wäre eine Deflation, die zum deflationären Zusammenbruch führt. Dagegen wird mittels Gelddrucken vorgegangen, worauf sich die übrig gebliebenen Vermögensreste auflösen.

Dies ist die Folge einer eingebauten Erbsünde im Fiat-Money-System, die Basis wurde bereits 1694 mit der Gründung der Bank von England gelegt. Schuldengeld entsteht aus dem Nichts, durch Paarbildung als Guthaben und Schulden, und verschwindet am Ende ins Nichts, durch Paarvernichtung, weil Schulden, die zurückgezahlt werden, das Guthaben vernichten. Uneinbringbare Schulden sind zugleich Guthaben der Bank, müssen diese abgeschrieben werden, verschwindet das gegengebuchte Guthaben ebenfalls.

Der „Point of no Return“, jener Punkt, an dem das Schuldensystem unumkehrbar wird, ist unmittelbar nach dessen Einführung. Das Schuldgeldsystem ist ein Kettenbrief, der solange läuft, bis er alle und jeden in sich aufgesogen hat. Es ist ein Schneeballsystem, bei dem es gleich ist, ob es mit einer Ein-Zentimeter-Murmel oder einer Zehn-Meter-Kugel beginnt, es wird sich immer zu einer zerstörerischen Lawine auswachsen.

Das Schuldgeldsystem sorgt zudem für internationale Ungerechtigkeiten und Ausbeutung. 1944, als das jetzige Weltwährungssystem aufgesetzt wurde, verfügten die USA über 65% der weltweiten Industriekapazität. Europa und Teile Asiens lagen in Trümmern, große Teile der Welt waren Kolonien, Ostasien rückständig und ohne wirtschaftliche Bedeutung. Mit ihrem Sieg im zweiten Weltkrieg fuhren die USA die größte Beute aller Zeiten ein, die Erkenntnisse und die Patente des Deutschen Reiches. Das damals weltweit benutzte Zahlungsmittel Gold wurde durch den Dollar ersetzt.

Damals wurde die Währung eines einzigen Landes zur Leitwährung der ganzen Welt, allerdings mit einem festen Verhältnis zum Gold. Bis 1971 war der Dollar so sicher wie die Bank von England… Seither wird der Dollar in unbegrenzten Mengen gedruckt, während gleichzeitig das Land, das diese Währung ausgibt, unaufhaltsam absteigt. Das industrielle Zentrum der Welt liegt längst in Ostasien, die Kolonien sind unabhängig, Europa ist wieder aufgebaut. Noch ist der US-Dollar die Ölwährung, noch schafft es das US-Militär, jene Staaten, die aus dem Öl-gegen-Dollar-Gebot ausscheren, zu erobern und auf die Linie zurückzuzwingen. Doch dies läßt sich nicht mehr lange durchhalten, da der Wert des Dollars dahinwelkt.

Die USA können weder Rußland noch China dazu zwingen, weiterhin in Dollar abzurechnen. Wenn russisches Gas nur noch gegen Rubel geliefert wird, wenn die Chinesen ihre Spielzeugentchen, Seidenhemden und Computerteile nur noch gegen Renminbi herausrücken, dann müssen die USA hilflos zusehen. Die westliche Propaganda im Zusammenhang mit der Ukraine und der Krim zeigt deutlich, daß die USA jedes Maß verloren haben. Wo früher der allmächtige Dollar gewirkt hätte, saugt Peak Debt den Amerikanern jegliche Kreativität aus den Knochen. Das Imperium steht auf tönernen Füßen, und es steckt tief im Sumpf der eigenen Schulden.

Gibt es eine Abhilfe? Gibt es eine Möglichkeit, dem Schuldengeld zu entgehen, wenn nach einem Zusammenbruch das Finanzsystem neu aufgesetzt wird? Oh ja, die gibt es, allerdings bedarf es dazu Menschen, die gottgleiche Integrität besitzen. Und selbst, wenn es gelingt, einen Heiligen für den Neuanfang zu gewinnen, wird es geradezu unmöglich, einen gleich qualifizierten Nachfolger zu finden.

Theoretisch könnte eine papierene Reichsmark die Aufgaben des Geldes erfüllen, solange der Staat keine Schulden aufnehmen darf. Der Heilige bestimmt, wie viel Geld in den Umlauf gelangt, und nimmt das wieder aus dem Verkehr, was überzählig geworden ist. Er sitzt an einer Stelle, an der er sich selbst hemmungslos bereichern kann, und er hat jene Position, von der ein Rothschild einst gesagt hatte, daß es dann egal sei, wer die Gesetze des Landes bestimme.

Ohne solche Heilige bleibt uns nur das, was sich über die Jahrhunderte bewährt hat: Warengeld aus Gold und Silber. Der Staat muß von Anfang an einen Juliusturm anlegen, einen Goldspeicher, aus dem Mittel für Notfälle entnommen werden – und in den der Überschuß zurückgeführt wird, wenn die Not zu Ende ist. Die Gedanken sind nicht neu, das ist John Maynard Keynes. Statt eines Juliusturms hatte der Schulden empfohlen, das haben sämtliche Politiker getreulich beachtet. Allerdings hatte Keynes auch bestimmt, daß diese Schulden getilgt werden, wenn die Not vorüber ist. Diesen Teil seiner Lehre haben sämtliche Politiker ebenso getreulich ignoriert.

Wer in der Schuld ist, wird niemals frei sein. Deshalb ist jedes Land, das den allerersten Pfennig Schulden aufnimmt, für immer Schuldsklave der Banken. Das Deutsche Reich hat unter Adolf Hitler sein eigenes, bankfreies Geld herausgegeben, und es hat international den Tauschhandel betrieben, Ware gegen Ware, ohne Gold und Geld der Bankmacht der Hochfinanz. Dieser Versuch war derart gefährlich, daß ein Weltkrieg begonnen wurde, um ihn zu beenden. Selbst heute sind diese Ideen noch derart gefährlich, daß es verpönt ist, heute in Merkeldeutschland darüber zu sprechen. Wie lange können wir uns dies noch leisten, jetzt, wo wir den Peak Debt längst überschritten haben?

© Michael Winkler

 

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Heilsbringer

Posted by krisenfrei - 26/03/2014

von Gerhard Breunig (cafeliberte)

Die grüne Ideologie hat sich in unseren Köpfen dermaßen festgefressen, dass es viele Menschen schon längst aufgegeben haben, die darauf begründeten Maßnahmen auch nur ansatzweise zu hinterfragen. So berichteten vergangene Woche beispielsweise regionale Tageszeitungen darüber, dass eine „Expertenkommission“ geprüft habe, wo man überall Windräder zur Stromproduktion in der Ballungs-Region Rhein Neckar aufstellen kann. Man kam auf die wahnwitzige Zahl von 300 Windkraftanlagen. Und das in einem windschwachen Gebiet, in dem bereits 85 zum größten Teil unwirtschaftliche Anlagen stehen, die nur dank immenser Fördermaßnahmen überhaupt betrieben werden können.

Statt einem kollektiven Aufschrei in der Bevölkerung, gab es bis heute selbst in den Online Ausgaben der Zeitungen keinen einzigen kritischen Leserkommentar, der dazu in irgend einer Form Stellung bezogen hätte.

Anscheinend sind wir inzwischen in Deutschland so weit abgestumpft, dass sich bekloppte Lokal-Politiker gegenseitig und ungestört dabei überbieten können, unsere Landschaft mit diesen unsinnigen „Mahnmalen für die scheiternde Energiewende“ zu bepflastern. Im benachbarten Kreis Bergstraße ist seit Jahren ebenfalls von „nur“ 180 dieser Windmühlen die Rede. Dort baut man schon fleißig .„Kleinanlagen mit Zufallsleistung“ und zockt dabei reihenweise „vergrünte Investorenschafe“ ab. Der Katzenjammer wird groß sein, wenn die Ideologie-Blase Windkraft endlich platzt. Dabei wäre es für jeden normal gebildeten Menschen leicht möglich, die immer gleichen Propagandalügen zu erkennen, die hinter dem ganzen Konzept der Energiewende stehen.

Mit Begriffen wie „Erneuerbare Energien sind sauber“ oder „Sonne und Wind schicken keine Rechnung“ streut man uns Sand in die Augen. Worte wie „nachhaltig“ oder „schütze das Klima und schone die Umwelt“ sind nichts weiter als Schlagworte, die uns von bestimmten Interessengruppen per ständiger Wiederholung permanent eingeimpft werden. Man hat es auf diese Weise über die Jahre geschafft, solche und ähnliche Schlagworte in unseren Köpfen positiv erscheinen zu lassen. Doch was ist dran, an diesen Begriffen und Aussagen?

Sie sind alle durch die Bank schwammig und nichtssagend. Worthülsen, die Politik und interessierte Kreise erfunden haben um sie mit ihrer kranken Ideologie zu füllen. Es sind Worte, die unser Denken beeinflussen, uns vom klaren Denken abhalten und bestimmte Gefühle in uns wecken sollen. Klares Denken erfordert klare Begriffe. Deshalb wollen wir oft benutzte Worthülsen einmal nach ihrem Sinn analysieren und auf den Prüfstand stellen. Räumen wir unseren Kopf auf und denken wir nach.

Beginnen wir mit dem „Klimaschutz“:

Hinter der Bezeichnung Klima versteckt sich eine simple Statistik. Klima ist per Definition die statistische Erfassung von Wetterdaten über 30 Jahre. Klimaschutz bedeutet demnach eigentlich nur, dass wir eine Statistik über das Wetter schützen sollen. Die politische Interpretation ist allerdings eine völlig Andere und soll uns zu bestimmten Handlungen zwingen. Warum spricht man nicht offen und ehrlich von „Wetterschutz“, wenn es doch die Wetterstatistik ist, die man beeinflussen will? Vermutlich wohl, weil beim Wort „Wetterschutz“ sofort jeder den üblen Trick erkennen würde. Da das Märchen vom Klimagas CO2 ebenfalls längst widerlegt ist, kann man die Aussage das „Klima zu schützen“ bei genauer Betrachtung nur noch als esoterische Spinnerei betrachten.

Auch der so genannte „Umweltschutz“ ist nur eine Worthülse, eine idealisierte und abstrakte Sphäre. Das Grundübel bei diesem Begriff ist, dass man beim „Umweltschutz“ keine konkrete Gefahr benennt, sondern immer sehr vage bleibt. Was genau schützt beispielsweise eine Umweltschutzgruppe? Was genau in Gefahr sein soll, bleibt beim Begriff Umweltschutz völlig im Dunkeln. Grundsätzlich können wir jedoch als politisch eingeimpft ansehen, dass die Umwelt ohne Menschen stets am besten ist. Nur selten ist sie mit Menschen überhaupt „umweltverträglich“. Sobald der Mensch jedoch beginnt, die „Umwelt“ zu verändern oder irgendwo einzugreifen, besteht immer große Gefahr. Man hat ein einfaches gut-böse Wort geschaffen, das man je nach Zweck zur Beeinflussung der Menschen einsetzen kann.

Wie tief diese stillschweigend eingeführte Ideologie unser Werturteil beeinflusst, können wir leicht anhand der üblichen Propaganda sehen. Je nach Bedarf spielt man uns die Stücke „Robben Baby, Eisbär, Atom, schmutzige Kohle oder Hurrikan“ vor. Mit diesen „Umwelt“ Themen, werden in uns bestimmte Handlungsweisen hervorgerufen. Die Produzenten der Theaterstücke spielen „Umwelt“ mit uns um bestimmte Ziele zu erreichen. Gerade bei Kindern verfängt diese Methode hervorragend. Ein „Umweltverein“ singt mit unseren Kindern auf seinen Propagandaveranstaltungen in Grundschulen sogar das „Eisbär-Lied“.

Dabei entscheidet stets der angestrebte Zweck, was umweltfreundlich ist und was nicht. Die Ästhetik einer Landschaft ist „Umwelt“, wenn ein Transrapid, ein Flughafen oder eine Autobahn gebaut werden soll. Geht es allerdings um den Bau eines Windparks, ist die gleiche Landschaft plötzlich nicht mehr Umwelt. Die Umweltschützer tauchen einfach ab oder trommeln für „erneuerbare Energien“. Denn die schonen ja die Umwelt und das Klima.

Auch Solaranlagen, die Tellur und Cadmium enthalten oder Energiesparlampen mit Quecksilber schonen die Umwelt, bestehen aber aus hochgiftigen Stoffen. Wer kümmert sich um die Entsorgung, wen kümmert es, wie diese Inhaltsstoffe gewonnen werden? Während Monokulturen die „Artenvielfalt“ gefährden, werden ganze Landstriche mit Mais bepflanzt, aus dem man „Biosprit“ herstellt. Überall schweigen die „Umweltschützer“. Besonders pervers wird es beim „Klimagas Nr. 1“ dem CO2. Die Nahrung unserer Pflanzen wird dank umweltschützender Medienpropaganda zum Umweltgift abgestempelt. Das kann man nur eines rufen: „Herr lass Hirn regnen!!!“.

Unter dem Begriff „Nachhaltigkeit“ verstehen wir, dass wir die Lebensgrundlage kommender Generationen bewahren. Aber was heißt das eigentlich? Der Begriff „Nachhaltigkeit“ ist nämlich genauso eine Worthülse wie die „Umwelt“. Das Wort wurde durch langjährige Werbung und Propaganda positiv belegt. In einer politischen Diskussion kann der Wortführer nun beliebige Inhalte in die Worthülse füllen und somit jede Aktivität als „nachhaltig“ oder „nicht nachhaltig“ bezeichnen. Früher nannte man so etwas „gottgefällig“. “Nachhaltigkeit” hat für die Grüne Ideologie heute in etwa die gleiche Bedeutung wie “gottgefällig” für die damals allmächtige Kirche.Man leiert den Gläubigen damit viel Geld aus der Tasche.

Auch der Begriff „Erneuerbare Energie“ ist blanker Unsinn. Energie kann weder erneuert noch gewonnen werden. Das ist einfache Physik. Man kann Energie nur umwandeln. Die so genannten grünen oder erneuerbaren Energien wandeln die Energie aus Wind und Sonne in elektrischen Strom um. Wer für diese Anlagen einen realistischen Oberbegriff finden möchte, muss zunächst die gemeinsamen objektiven Merkmale ermitteln. Hilfreich bei der Beurteilung sind hier besonders die Größenordnung der Leistung oder die Einspeisecharakteristik der Anlagen.

Ein modernes Kernkraftwerk verfügt beispielsweise über eine Leistung von 1500 MW. Sehr große Windräder leisten jedoch maximal 1-5 MW und sind damit Leistungsmäßig im Verhältnis sehr klein. Solaranlagen leisten noch viel weniger. Da sowohl Windkraft- als auch Solaranlagen keinen planbaren Strom liefern, beruht die Produktion dieser Anlagen auf der zufälligen Wettersituation des Augenblicks. Korrekt wäre daher für Windkraft- und Solaranlagen die Bezeichnung „Kleinanlagen mit Zufallsleistung“.

All diese hohlen Vokabeln und Worthülsen wirken, so lange grüne Ideologen die Deutungshoheit über diese Begriffe haben. Der Kampf um die Deutungshoheit bestimmt letztendlich das Schicksal unseres Landes. Sie entscheidet letztendlich über der zukünftigen Wohlstand unseres Landes. Ich werde mich der grünen Deutung dieser Begriffe ab sofort strikt verweigern und sie konsequent aus meinem Sprachgebrauch verbannen.

Machen Sie mit?

 

 

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