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Solidemo in Stuttgart für den Marsch der Würde

Posted by krisenfrei - 23/03/2014

Gestern fand in Stuttgart einen Unterstützungs-Demo für den Marsch der Würde statt, der am selben Tag in Madrid ankam und hunderttausende auf die Straßen brachte.

In Stuttgart waren es immerhin knapp über 30 Leute, die an der Ecke Königstraße/Eberhardstraße dem Regen und der Kälte trotzten. Die Demo war gut vorbereitet: Auf den zahlreichen Transparenten waren die Klagen und Forderungen der Demoteilnehmer zu lesen. An Passanten wurde Flugzettel mit dem Manifest des Marschs der Würde verteilt.

Organisiert wurde die Veranstaltung von Marea Granate Stuttgart (Facebook-Seite). Marea Granate Stuttgart ist ein vor wenigen Wochen gegründeter Zusammenschluss von Spanierinnen und Spaniern, die, wie sie es selbst nennen, im Exil leben. Marea Granate bedeutet “weinfarbene Flut” und bezieht sich auf die Farbe des Reisepasses. Neben dem Reisepass ist auch der Rollkoffer ein Symbol der aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit im Exil lebenden Spanier. Folgerichtig war auch ein solcher auf der Demo mit dabei.

Die Polizei ließ sich nur ein mal kurz blicken, um einen neuen Versammlungsort zuzuweisen, da der ursprüngliche angeblich einen Rettungsweg blockierte.

Fotos:

“No es aventura – es supervivencia” – “Es hat nichts mit Abenteuer zu tun, sondern mit Überleben”
Der Spruch bezieht sich auf eine Aussage von Marina del Corral Téllez, die für Migration zuständige Generalsekretärin Spaniens. Diese hatte gesagt, dass die Jugend das Land nicht wegen der hohen Arbeitslosigkeit verlassse, sondern wegen des für die Jugend typischen Abenteuergeistes.

“Precariedad o exilio – que se vayan ellos” – “Unsicherheit oder Exil – sollen sie doch gehen”

“Luchamos desde todas partes” – “Wir kämpfen von allen Seiten aus”

“Sin derechos – sin libertad – sin miedo” – “Ohne Rechte – ohne Freiheit – ohne Angst”

“No a la ley Mordaza” – “Nein zum Knebelgesetz”
Mit dem Knebelgesetz meinen die Demonstranten die geplanten Anti-Protest-Gesetze der rechten Regierung, mittels derer soziale Proteste kriminalisiert und eingeschüchtert werden sollen.

“Dignidad – 22M – Justicia. Exiliados en el mundo unidos por un futuro digno” – “Würde – 22. März – Gerechtigkeit. Die in aller Welt im Exil Lebenden vereint für eine würdige Zukunft”

“Nosotras parimos nosotras decidimos” – “Wir [Frauen] gebären, wir [Frauen] entscheiden”
Seit Monaten kämpfen Spanierinnen und Spanier gegen das geplante Abtreibungsverbot (Artikel dazu bei Der Standard).

“Sus brotes verdes son nuestro exilio. Que se vayan ellos” “Ihre grünen Knospen sind unser Exil. Sollen sie doch gehen”
Für die spanische Regierung ist die Krise überwunden oder zumindest das Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Die Spanier merken davon allerdings nichts. Wenn die Arbeitslosenzahlen stagnieren oder geringfügig zurückgehen, hat das damit zu tun, dass Arbeitssuchende in Scharen das Land verlassen.

Quelle: bodenfrost

 

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