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Sanktionen gegen Moskau: Der Bumerang-Effekt

Posted by krisenfrei - 19/03/2014

Westliche Länder behaupten, das Referendum auf der Krim sei verfassungswidrig, und sie drohen mit Wirtschaftssanktionen. Was für eine Farce. Erstens wurde die ukrainische Verfassung, die hier angeblich verletzt wird, von Victoria Nulands Marionettenregierung in Kiew außer Kraft gesetzt. Zweitens wird sich der Westen mit ernstzunehmenden Wirtschaftssanktionen selbst schaden.

Angela Merkels Argument in der Bundestagsdebatte am 13. März, Deutschland sei in der Energieversorgung ja „nur“ zu 35% von russischem Erdgas abhängig, zeigte einmal wieder, daß ihr das Wohlergehen der Bürger und des Mittelstandes in diesem Land vollkommen egal ist. Deutschland exportierte 2012 Waren für 38 Mrd. € nach Rußland und importierte für 42,5 Mrd. € Güter (im wesentlichen Rohstoffe) aus Rußland.

Rußlands zweitgrößter Handelspartner in der EU ist Italien mit Exporten von 12,8 Mrd. € und Importen von etwa 23,6 Mrd. €. Und der italienische Energiekonzern ENI ist Partner von Gasprom beim Bau der Schwarzmeer-Pipeline Southstream, die direkte Lieferungen an die EU ohne Umweg durch Drittländer ermöglichen soll.

Frankreich ist der drittgrößte Handelspartner mit 9,1 Mrd. € an Exporten und 11,9 Mrd. € an Importen. Auch die Rüstungskooperation ist umfangreich, insbesondere ein 1,3 Mrd. €-Geschäft im Bereich der Marine.

Im Finanzsektor würden Maßnahmen zur Beschlagnahme russischer Konten in nennenswertem Umfang automatisch westlichen Banken schaden. Laut Zahlen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich liegen bei US-Banken und Vermögensverwaltungen insgesamt 75 Mrd. $ aus Rußland. Auf Londoner, französischen und deutschen Banken liegen der Financial Times zufolge 140 Mrd. So sagte selbst der Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, in einem Interview mit der Wochenzeitung: „Eine Neuauflage des Kalten Krieges sollten wir unter allen Umständen vermeiden.“

Tatsächlich beschlossen USA und EU am 17.3. nur Sanktionen gegen einige ausgewählte Personen aus Rußland und der Ukraine. Schon die Androhung von Wirtschaftssanktionen löste jedoch auf beiden Seiten einen massiven Geldabfluß und Verkauf von Staatsanleihen aus. Russische Firmen ziehen Milliarden aus westlichen Banken ab, besonders in London. Und seit dem 1.3. wurden aus den Ausländer-Treuhandkonten der Federal Reserve 105 Mrd. $ an US-Staatsanleihen verkauft, die wahrscheinlich hauptsächlich Russen gehörten.

All das kann im kollabierenden globalen Finanzsystem einen größeren Schock auslösen und zusammen mit dem beabsichtigten bail-in, der Enteignung der Konteninhaber, der Zünder sein, der dieses Spekulationskasino endgültig über die Wupper schickt – unkontrolliert und chaotisch. Die Alternative? Mit Hilfe des Glass-Steagall-Trennbankensystems die Londoner City und die Wall Street nebst aller Unterabteilungen kontrolliert in den Bankrott gehen lassen und dann die Realwirtschaft weltweit wieder aufbauen.

Quelle: bueso

 

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2 Antworten to “Sanktionen gegen Moskau: Der Bumerang-Effekt”

  1. Peter said

    Ja warum nur streben mehrere kleinere Völker freiwillig zu Russland, Krim Istrien, Osetzien u.a. Die USA und EU müssen bewaffnete „Revolutionen“ anzetteln und Mirionetten einsetzen um ihre Einflußphären mit brutaler Gewalt zu erweitern. Und die nach Russland streben machen noch Volksabstimmungen, alles ganz freiwillig.. Und gegen solche Volksabstimmungen protestieren dann die USA und die EU. Wo sind wir nur hingekommen mit dieser westlichen Demokratie.
    Ich habe immer gedacht eine Volksabstimmung ist die höchste Form der Demokratie. Da muss ich mal bei Frau Merkel anfragen warum das jetzt anders sein soll.

  2. diridum said

    ein sturm im glas wasser , es pendelt sich wieder ein.
    oder es muss richtig krachen, aber das wird es nur wenn die usa keinen anderen ausweg hat dann ist kieg immer eine løsung.

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