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Auf einem Auge blind: Referendum in Venetien

Posted by krisenfrei - 19/03/2014

von Gerhard Breunig (cafeliberte)

Dass es die Deutschen Medien mit der Berichterstattung nicht immer ganz so genau nehmen, wissen die Leser meiner Artikel vermutlich schon länger. In den letzten Wochen verstärkt sich bei mir jedoch der Eindruck, dass Presse, Funk und Fernsehen in Deutschland gezielt auf einem bestimmten Auge blind sein wollen.

Während Themen, welche die europäische Union in einem positiven Licht erscheinen lassen, ständig bis zum Erbrechen und gebetsmühlenartig über alle Kanäle verbreitet werden, legt sich über sämtliche Tatsachen, welche die schmutzigen Seiten der EU zeigen, der Mantel des Schweigens. Besonders gravierend können wir diese Medienpropaganda gerade in der so genannten Krim-Krise erleben. Während die allseits geliebten europäischen Integrationspolitiker die feindliche Übernahme der Ukraine fest im Blick haben, erdreisten sich 1,5 Millionen Russen auf der Krim, gegen die Brüsseler Beglückungspolitik zu stimmen. Zweifel an der Kompetenz und Rechtschaffenheit des Zentralorgans muss man, so habe ich zumindest den Eindruck, zum Wohle der Beglückten notfalls auch einmal medial unterdrücken dürfen.

…Schnell sind die Vereinigungseuropäer deshalb bei der Hand, wenn es darum geht, den Menschen auf der Krim das Völkerrecht auf Selbstbestimmung abzusprechen. Mit diesem unerklärlichen Wunsch der Völker auf Selbstbestimmung haben die Oberen in der EU eh wenig am Hut. Brüsseler Zentralismus und behördliches Obrigkeitsdiktat stehen nun einmal konträr zur Freiheit des Individuums, zur Freiheit der Völker und zur Eigenverantwortung der Person.

Dabei gibt es längst auch im Herzen Europas Bestrebungen, sich von der Herrschaft des Überstaates abzuspalten. Von den deutschen Medien völlig verschwiegen, findet derzeit ein Referendum über die Abspaltung der Provinz Venetien von Italien statt. Es läuft noch bis zum 21. März und die Chancen stehen gut, dass die Mehrheit der 6,5 Millionen Wahlberechtigten für eine Abspaltung von Italien stimmt. Auch in Südtirol träumt man schon vom Freistaat und auf Sizilien gibt es ähnliche Bestrebungen.

Italien steht vor dem Zerfall. Es bleibt deshalb sehr spannend, wie die Zentralregierung auf ein positives Votum der „Separatisten“ reagieren wird. Mit einer Abspaltung von Italien wäre gleichzeitig auch der Austritt aus der EU und die Abschaffung des Euro verbunden. Eine überaus prekäre Situation für die gesamte EU also. Da auf den britischen Inseln und in Spanien ähnliche Bestrebungen vorhanden sind und auch dort noch 2014 über den Austritt aus einem Staatsverband abgestimmt wird, werden wir möglicherweise bereits in Kürze Zeitzeugen eines schleichenden Zerfalls der europäischen Union.

Während die Brüsseler Clique immer noch trunken von europäischen Großmachtträumen in Selbstherrlichkeit schwelgt, zerfällt der Kern dieses feuchten politischen Traumes selbsternannter Eliten im Westen bereits sichtbar. Zurück zum eigenen Stamm wird immer öfter gefordert. Heute nur in Italien, Spanien und Großbritannien. Demnächst vielleicht auch bei uns. Statt dem erzwungenen Riesenreich ein überschaubarer Staat, der sich selbst verwaltet.

Damit der rissige Kitt, der das marode EU Gebilde derzeit noch zusammen hält, von diesen Bestrebungen nicht noch schneller heraus gekratzt wird, verschweigt man uns einfach, was im Norden und Süden der EU gerade passiert. Wir sind wieder einmal an der Stelle angelangt, von der wir glaubten, sie seit 70 Jahren überwunden zu haben.

Endsiegpropaganda.

 

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