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Archive for 15. März 2014

Ukraine: Die brennende Lunte am Pulverfass der Weltfinanzkrise

Posted by krisenfrei - 15/03/2014

Webster Tarpley und Andreas Popp im Gespräch mit Michael Vogt
http://www.wissensmanufaktur.net
http://www.tarpley.net
http://quer-denken.tv

Dank einer immer effizienter werdenden Wirtschaft müssen die Menschen immer weniger arbeiten – ein „Problem“ für das Weltfinanzsystem. Soll ein Krieg gegen Rußland als Konjunkturprogramm dienen und Vollbeschäftigung herstellen?

Michael Friedrich Vogt traf sich in Kanada vor den Teilnehmern eines Seminars der Wissensmanufaktur mit dem prominenten Historiker, Autor und Kritiker der US-Regierung Webster Tarpley aus Washington DC und dem und bekannten Makroökonom, Autor und Systemforscher Andreas Popp aus Cape Breton. Zwischen den beiden Freidenkern begann eine kontroverse aber wertschätzende Diskussion über die Ursachen und Lösungen der Destabilisierung der Welt.

Da Webster Tarpley viele Jahre in Deutschland lebte, konnte die Aufzeichnung komplett in deutscher Sprache stattfinden.

 

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Putin, der Verlierer?

Posted by krisenfrei - 15/03/2014

von Gert Flegelskamp (flegel-g)

Putin ist ein Verlierer, das zumindest suggeriert uns der Spiegel mit einem Bericht des Redakteurs Nikolaus Blome:. Es wundert mich nicht, denn dieser Redakteur hat lange Zeit für die BILD gearbeitet.

Tja, Herr Blome, das ist ein Artikel würdig und ganz im Stile eines ehemaligen BILD-Redakteurs. Wenig bis keine Fakten, aber sehr viel Polemik, wie sich das beim Propaganda-Feldzug des Westens gegen Russland gehört.

Ein Blick auf Fakten. Die Westukraine war schon immer eher westlich orientiert und strebte schon länger eine Aufnahme in die EU an. Die Begeisterung der EU hielt sich allerdings in Grenzen und sie wollte es zunächst lieber in Form eines Assoziierungsabkommens verwirklichen. Die deutsche Politik in dieser Hinsicht war schon lange von den Forderungen der USA infiltriert, weil bereits die Bush-Regierung da Vorstellungen hatte, die Putin nicht gefallen konnten. Die Regierung in Washington übte über ihre Außenministerin Condoleezza Rice Druck auf Berlin aus, und dabei besonders auf den Amtskollegen Frank-Walter Steinmeier, Georgien und der Ukraine ohne Umwege den schnellen Weg in die Nato zu ermöglichen. Auf das bis dahin obligatorische Aufnahme-Vorbereitungsprogramm (membership action plan) kurz MAP genannt, sollte verzichtet werden.

Eigentlich hätte die EU und vor allem Deutschland durch die Krise in Georgien gewarnt sein müssen. Schon damals hat Putin gezeigt, wo das Ende der Fahnenstange ist. Heute wird frech und dreist behauptet, eine Aufnahme der Ukraine in die NATO sei nie geplant gewesen.

Janukowytsch hat einen Fehler gemacht. Er hat sich dahingehend geäußert, das für 2014 geplante Assoziierungsabkommen zunächst einzufrieren und einen Beobachterstatus bei der eurasischen Zollunion einzunehmen. Natürlich hatte da Putin seine Finger im Spiel, indem er der Ukraine z. B. 30% Rabatt auf die Gaspreise ermöglichte.

Aber der Westen hatte schon lange vorher begonnen, durch finanzielle Unterstützung der NGOs in der Ukraine einem solchen Weg vorzubeugen. Bekannt wurde das vor allem durch den Ausspruch der hochrangigen amerikanischen Politikerin Victoria Nuland, die mit ihrem Ausspruch „Fuck the EU“ eine etwas anrüchige Popularität erlangte. Es waren insgesamt 5 Milliarden Dollar, die sie in Vorbereitung eines Putsches investierte, falls es noch Probleme mit dem Assoziierungsabkommen geben sollte und um Stimmen zu kaufen. Und der Westen hatte schon Mitte 2013 damit begonnen, einen völlig einseitig geführten Propagandakrieg gegen Putin in der Presse zu führen. Ich glaube, die Paparazzi in Russland können horrende Summen kassieren, wenn sie ein Foto von Putin liefern, dass sich ausschlachten lässt, beispielsweise Putin mit nacktem Oberkörper auf einem Gaul. Obwohl an einem solchen Bild nun wirklich nichts Anrüchiges ist (auf Sylt sieht man solche Reiter öfter), macht man daraus im Westen ein Negativ-Image. Allerdings, würde man ein solches Foto mit Merkel, Gabriel oder Steinmeier veröffentlichen, das fände wohl auch ich abstoßend.

Das Vorhaben von Janukowytsch, dieses Abkommen zunächst einzufrieren, führte zu (lancierten) Protesten der West-ukrainischen Bevölkerung und zum Versuch des Parlaments, ihn abzuwählen. Der Versuch scheiterte, weil lt. ukrainischer Verfassung dazu 75% der Stimmen erforderlich gewesen wären, die aber nicht erreicht wurden.

Der Westen war nicht gewillt, die 2015 fälligen Wahlen abzuwarten und sorgte dafür, dass die Proteste in Kiew zu einem Sturm auf die Regierungsgebäude eskalierten. Bilder im Netz gibt es genug, die belegen, dass die „Friedlichen“ Demonstranten mit Knüppeln, Pflastersteinen, Brandbomben, Feuerbarrieren und Sprays (vermutlich Pfefferspray) gegen die Sicherheitskräfte vorgingen, ohne dass die Sicherheitskräfte in einer Form reagierten, wie wir das bei Demonstrationen in Deutschland zur Genüge kennen.

Inzwischen wissen wir, dass der Putsch im Sinne des Westens erfolgreich verlaufen ist. Janukowytsch wurde zur Flucht gezwungen und die Maidan-Putschisten setzten sich als nicht durch Wahlen legimitierte Regierung ein, deren Apologeten mehr als zweifelhaft sind und die dennoch vom Westen anerkannt wurden.

Nun sind Schlagworte wie „Völkerrecht und Menschenrechte“ längst zu Begriffen geworden, die inflationär verwendet werden. Dabei muss man sich fragen, wie viele derer, die gerne mit diesen Begriffen hantieren, denn überhaupt wissen, was sich an juristischen Formulierungen dahinter verbirgt und wer sich eigentlich daran hält. Nehmen wir das Völkerrecht. Es wurde von Schröder beim Kosovo-Krieg gebrochen (das gibt Schröder inzwischen selbst zu). Auch Gysi hat am 13.03.2014 eine bemerkensweise Rede im Parlament gehalten, mit der ich zwar nicht völlig, aber in weiten Teilen übereinstimme.

Es wurde von den USA am laufenden Band gebrochen, mehrfach in Südamerika, im Irak, in Afghanistan und von der EU zusammen mit den USA in Libyen und auch in Syrien, von Israel am laufenden Band im GAZA-Streifen usw. Es ist offenbar ein Recht, bei dem sich kaum ein Land die Mühe macht, es auch einzuhalten.

Nun stellt sich die Frage, hat Putin mit der Krim das Völkerrecht gebrochen? Ich denke, dass diese Frage unter Juristen zu einem heftigen Streit führen würde, denn wie jedes justizielle Werk kommt es darauf an, wer es wie auslegt. Janukowytsch hat Putin um Hilfe gebeten und da er nicht mit demokratischen Mitteln abgewählt wurde, müsste er völkerrechtlich, trotz der Anerkennung der Interimsregierung durch den Westen, immer noch der legitime Präsident der Ukraine sein und damit wäre Putins Eingreifen in der Krim ebenfalls legitimiert. Würde diese Frage vor einem internationalen Gerichtshof zur Verhandlung kommen, wäre ein jahrelanger Streit vorprogrammiert, weil rechtliche Interpretationen immer interessengeleitet sind und die politischen Interessen weltweit ausgesprochen divergent sind.

Was die Anerkennung der Interimsregierung (die sich selbst ins Amt gehoben hat) betrifft, ist es aus meiner Sicht ein Beispiel dafür, wie verkommen die westliche Politik insgesamt ist. Wie kann man eine Regierung anerkennen, die durch einen Putsch an die Macht gekommen ist und zu einem erheblichen Teil aus Faschisten besteht? Bei den USA wundert mich das nicht sonderlich, bei den Europäern schon, denn sie haben, teilweise weit über 1945 hinaus (Spanien mit Franco) den Faschismus zu spüren bekommen. Und in Deutschland lassen Gauck und Merkel keine Gelegenheit aus, von der „besonderen Verantwortung“ der Deutschen in Bezug auf den Faschismus zu faseln, aber im Handeln scheinen sie das vergessen zu haben. Das Russland das direkt vor der Haustüre nicht duldet, verstehe ich, denn die Russen haben das Wirken der deutschen, aber auch der ukrainischen Faschisten im 2. Weltkrieg mit Millionen Leben zahlen müssen.

Wenn der Spiegel Leuten wie Blome eine Plattform bietet, solche propagandistischen Tiraden abzusondern, hat sich der Spiegel sehr weit von dem Blatt entfernt das es einmal war. Ein weiterer Bericht im Spiegel berichtet davon dass man auf der Krim „angeblich“ eine Drohne abgefangen hat, die von den Amis von deutschem Boden aus gestartet worden sein soll.

Angeblich„, dieses Adjektiv muss sein, denn man kann ja nicht direkt zu geben, dass man selbst mit völkerrechtswidrigen Mitteln in die Krim-Krise eingreift. Dass die USA Drohnen inzwischen für eine Menge Operationen einsetzen und dabei auf Völkerrecht (Hoheitsrechte im Luftraum) und erst recht auf Menschenrechte (Killerdrohnen) verzichten, regt offenbar niemand von den Leuten auf, die ansonsten sehr schnell damit bei der Hand sind, auf Menschenrechte und auf das Völkerrecht zu verweisen.

Offenbar gibt es zweierlei Völkerrecht, eins für Länder, die sich opportun verhalten und eins für die, die dazu nicht bereit sind. Wenn es bspw. heißt, sich nicht in die Angelegenheiten anderer Länder einzumischen, gilt das eigentlich für alle, aber der Westen, speziell die USA wischen das immer mit dem Argument der „Humanität“ und dem Wunsch, andere zu ihren Vorstellungen von Demokratie zu bekehren zur Seite. Das klingt ehrenvoll, ist es aber nicht, wenn man das statt mit Diplomatie mit Bombern, Drohnen und Panzern macht, vor allem dann nicht, wenn man militärisch auch noch haushoch überlegen ist. Das ist dann ein Akt der Unterwerfung und eindeutig eine Einmischung in die Angelegenheiten dieser Länder, aber niemand außer den Angegriffenen hat dabei das Völkerrecht im Munde. Auf diese Weise haben die Amerikaner, besser die europäischen Einwanderer, den Ureinwohnern Amerikas die „christlichen“ Werte des Abendlandes gebracht, zumindest den Wenigen, die man übrig gelassen hat.

Auch mit den Menschenrechten ist das so eine Sache. Vergleiche ich die dort niedergeschriebenen Rechte jeder Person mit den Praktiken, die in der EU und speziell in Deutschland angewendet werden (als Beispiel mal nur Hartz IV), kann man die UN-Menschenrechte und auch die in der EU-Charta in den Papierkorb werfen. Man fordert sie permanent von anderen, aber leben tut sie kein Land.

Würde ich zum Sarkasmus neigen, was natürlich nicht der Fall ist, könnte ich die Chaos-Theorie bemühen. In der Chaos-Theorie heißt es, der Flügelschlag eines Schmetterlings kann an anderer Stelle in der Welt einen Sturm auslösen. Nun, dann mach ich mal den Schmetterling!

Russland ist ein freies Land!

Die Gründe?

Es ist nicht fremdbestimmt wie Deutschland durch die USA, GB und durch die EU. Die USA ist ebenfalls fremdbestimmt durch das Kapital und das dem Kapital hörige Militär. Der gesamte Westen wird durch Organisationen wie der

  • Bank für internationalen Zahlungsausgleich
  • dem Council on Foreign Relations
  • der Trilateralen Kommission
  • dem American Council on Germany
  • der Atlantik-Brücke e.V.
  • der Atlantischen Initiative e.V.
  • dem German Council on Foreign Relations
  • der G30 (auch Group of Thirty genannt)
  • den Bilderbergern
  • der Europäischen Kommission

gelenkt und gesteuert und das sind bei weitem nicht alle.

In Russland regiert die russische Regierung mit Putin an der Spitze und sonst niemand.

Die Frage ist nun, welches Volk kann sich besser auf die politischen Verhältnisse und Kräfte in seinem Land einstellen? Eigentlich nur die Russen.

 

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Macht gegen Recht

Posted by krisenfrei - 15/03/2014

Kampagne des EU-Gerichtshofs gegen das Deutsche Verfassungsgericht

Der aktuelle Freitags-Kommentar der «Schweizerzeit» vom 14. März 2014

Von Ulrich Schlüer, Chefredaktor «Schweizerzeit»

Am 14. Januar 2014 hat das Deutsche Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe den Euro-Rettungsschirm und darin insbesondere die unbegrenzten Aufkäufe von Staatspapieren bankrottbedrohter Euro-Staaten durch die Europäische Zentralbank (EZB) als rechtswidrig erklärt. Dieser Gerichtsentscheid hat in der EU einen erbitterten Machtkampf ausgelöst.

Dieser Machtkampf ist auch für die Schweiz von grosser Bedeutung. Offeriert doch der Bundesrat der EU einen die «institutionelle Einbindung» der Schweiz in die EU-Strukturen bewirkenden Rahmenvertrag, der unser Land dem EU-Gerichtshof formell unterstellen soll.

Erstaunlich, dass sich die hiesigen Medien zu diesem Machtkampf in Schweigen hüllen. Passt das, was sich derzeit zwischen EU-Gerichtshof und deutschem Verfassungsgericht abspielt etwa nicht zu jener EU-Idylle, auf welche der Bundesrat – von den Schweizer Medien nahezu unisono unterstützt – die Schweizer Bevölkerung gerne einstimmen möchte?

Die Fakten

Das deutsche Bundesverfassungsgericht mit Sitz in Karlsruhe hat in den vergangenen Jahren in mehreren, regelmässig grosses Aufsehen erregenden Urteilen mit Nachdruck darauf hingewiesen, dass auch alle Schritte und Beschlüsse, welche die europäische Integration vorantreiben sollen, die den Bürgern in ihren nationalen Verfassungen garantierten Rechte nicht verletzen dürfen. Das deutsche Verfassungsgericht habe demzufolge die Aufgabe, darüber zu wachen, dass deutsche Bürger durch Intergrationsbeschlüsse von EU-Organen nicht in ihren Rechten geschmälert würden. Im Blick auf entsprechende EU-Ziele stellte das Karlsruher Gericht denn auch klar, dass zum Beispiel die Schaffung eines Bundesstaates in Europa die vorgängige formelle Zustimmung der Bürger der EU-Staaten zu diesem Vorhaben zwingend erfordere. Automatismen an den Bürgern vorbei seien nicht rechtsgültig.

In seinem jüngsten, am 14. Januar 2014 veröffentlichten, von nicht wenigen Exponenten seither scharf kritisierten Entscheid hielt das deutsche Bundesverfassungsgericht fest, dass der von der Europäischen Zentralbank (EZB) und den hohen EU-Gremien durchgesetzte Euro-Rettungsschirm, der unter anderem den unbeschränkten Aufkauf von Staatspapieren bankrottbedrohter Euro-Staaten auf Kosten der Steuerzahler anderer EU-Länder vorsehe, keine Verfassungsgrundlage habe, also rechtswidrig sei («Brisant» berichtete darüber bereits am 14.02.2014).

Brisantes Urteil

Dieser Entscheid des höchsten deutschen Gerichts ging zurück auf eine Verfassungsklage des Münchner CSU-Bundestagsabgeordneten Peter Gauweiler. Hinter diesem steht jene Gruppe von Professoren, zu der auch Wilhelm Hankel gehört hat, der mehrfach an «Schweizerzeit»-Veranstaltungen aufgetreten, einen Tag nach ergangenem Karlsruher Urteil aber leider verstorben ist. Als Gutachter stand auch der bekannte Direktor des Münchner ifo-Wirtschaftsinstituts, Hans-Werner Sinn, auf Seiten der Kläger.

Brisanz erhielt das Urteil des deutschen Bundesverfassungsgerichts, weil es im durchgesetzten Euro-Rettungsschirm nicht bloss eine Verletzung der deutschen Verfassung (Grundgesetz) sondern auch einen EU-weit Unrecht bewirkenden Bruch geltender EU-Verträge feststellte. Diese Feststellung veranlasste das Karlsruher Gericht zur Überweisung des Falles an den EU-Gerichtshof in Luxemburg.

Dynamitgeladene Auflage

Oberflächliche Beobachter kommentierten diese Überweisung als «feige Flucht» der Karlsruher vor einem Entscheid. Sie übersahen bei ihrer vorschnellen Kritik allerdings, dass die Überweisung ans höchste EU-Gericht mit einer unmissverständlichen Auflage verbunden war.

Die Ahndung des den ganzen EU-Raum betreffenden Rechtsbruches, argumentierte das deutsche Verfassungsgericht, könne nicht Aufgabe des Karlsruher Gerichts sein. Dafür habe vielmehr der EU-Gerichtshof zu sorgen. Das deutsche Bundesverfassungsgericht erwarte allerdings dazu verfassungskonforme Entscheide des EU-Gerichtshofes – es werde sein definitives Urteil zur ihm vorgelegten Klage erst sprechen, wenn der EU-Gerichtshof seinerseits das verletzte Recht geahndet habe.

Sowohl die Leitungsgremien der Europäischen Zentralbank (EZB) als auch die höchsten EU-Funktionäre in Brüssel, die miteinander den von Karlsruhe als verfassungswidrig erklärten Rettungsschirm erzwungen hatten, werteten diese Auflage – kaum zu Unrecht – als unmissverständliche Androhung: Das deutsche Bundesverfassungsgericht werde, wenn der EU-Gerichtshof den festgestellten Bruch von EU-Recht nicht ahnde, die deutsche Regierung zum Austritt Deutschlands aus der Währungsunion, also zum Verlassen des Euro-Raumes zwingen.

Gehässige Polemik

Diese Befürchtung hat wütende, gehässige Polemik aus EZB- und EU-Chefetagen an die Adresse des Karlsruher Gerichts ausgelöst. Denn dieses Gericht hat mit seinem Entscheid zum Ausdruck gebracht, dass die Schröpfung insbesondere deutscher, aber auch anderer Steuerzahler aus anderen EU-Ländern zur Rettung überschuldeter, maroder Euro-Staaten ohne Rechtsgrundlage erfolgt sei.

Die EZB hat sofort massive Gegenattacken in die Wege geleitet. Eilig wurde ein hochrangig bestückter Workshop ins Leben gerufen. Die Idee, einen früheren Präsidenten des deutschen Verfassungsgerichts in dieses Gremium zu berufen, scheiterte an der Absage des Angefragten. Aber andere deutsche Exponenten in andern EU-Gremien haben den Kampf gegen ihr eigenes Verfassungsgericht bereitwillig aufgenommen. Allen voran Martin Schulz, derzeit noch Präsident des EU-Parlaments. Vor wenigen Tagen wurde Schulz von allen linken Parteien aller EU-Länder zum linken Spitzenkandidaten für die Europa-Wahlen von Mitte Mai und gleichzeitig zum Kandidaten für das Präsidium der EU-Kommission gekürt.

Dieser Martin Schulz fand gegen das Verfassungsgericht seines eigenen Landes folgende Worte: «Ich glaube, das (deutsche) Bundesverfassungsgericht hat nicht verstanden, wie die Demokratie auf europäischer Ebene funktioniert» («Spiegel», 11/2014, 10.3.2014).

Machtgehabe

Schulzens Argumentation dokumentiert, wie sich die EU-Granden die Schaffung von gültigem Recht vorstellen: Sie setzen völlig eigenmächtig getroffene Entscheide oder auch nur Erwartungen auf die und auf deren Erfüllung sie zwar zielbewusst hinarbeiten, kurzerhand als bereits etabliertes Recht voraus – dies im Namen eines den Mitgliedländern übergeordneten, angeblich «dynamisch» die Integration Europas anvisierenden Projekts.

Mit andern Worten: Die höchsten EU-Funktionäre erklären ihre persönliche oder auch kollektiv vertretene Vorstellung vom künftigen Idealzustand eines Vereinigten Europa zu bereits geltendem, bereits beschlossenem, überstaatlich gültigem Recht. Diejenigen, auf die dieses Recht angewendet werden soll, die Bürger der EU-Länder nämlich, wurden und werden bei dessen Beschlussfassung skrupellos übergangen. Das Recht wird ihnen – nach bekannter totalitärer Manier – von oben kurzerhand aufoktroyiert.

Der Präsident des deutschen Verfassungsgerichts, Andreas Vosskuhle, bleibt Schulz die Antwort denn auch nicht schuldig: «Keiner (der Kritiker des höchsten deutschen Gerichts) hat nur einmal das Wort „Bürger“ oder „Wähler“ erwähnt. Geht es ihnen denn nur um die eigene Macht?» («Spiegel», gleiche Ausgabe).

Selbsterteilte Immunität

Dass Vosskuhle mit dieser Frage die höchsten EU-Funktionäre an besonders heiklem Nerv trifft, resultiert nicht zuletzt aus der Immunität, die sich diese höchsten EU-Funktionäre zur Durchsetzung der Euro-Rettung selber zugesprochen haben.

Bevor seinerzeit das erste Griechenland-Hilfspaket beschlossen wurde, sicherten sich alle an diesem Beschluss Beteiligten ausdrücklich zu, dass niemand, der an den Rettungsbeschlüssen zugunsten des Euro in irgend einer Weise beteiligt sei oder in Zukunft beteiligt sein werde, für die getroffenen Beschlüsse je haftbar gemacht werden könne. Die Euro-Retter, die in schwerwiegendem Ausmass EU-Verträge – zulasten der Steuerzahler in den einzelnen EU-Ländern, zugunsten der für die Überschuldung der meisten EU-Länder Verantwortlichen – gebrochen haben, sollten damit vor jeglicher Verantwortungsklage auf alle Zeiten geschützt werden.

Und jetzt stellt das deutsche Verfassungsgericht – sich dabei ausdrücklich auf die von ihm zu schützenden Verfassungsrechte der deutschen Bürger berufend – fest, dass die Etablierung des milliardenteuren Euro-Rettungsschirms verfassungswidrig war…

Ungemütlich für die, die diese verfassungswidrigen Beschlüsse gefasst haben – auch wenn sie sich selber zuvor absolute Immunität für all ihre Beschlüsse ausgestellt haben.

Die Schweiz: Mitbetroffen?

Der Machtkampf zwischen EU-Zentrale, EZB und EU-Gerichtshof einerseits, dem deutschen Verfassungsgerichtshof andererseits muss auch die Schweiz beschäftigen. Ist es doch das erklärte Ziel der schweizerischen Landesregierung, die Schweiz mit dem von Bundesbern der EU offerierten Rahmenvertrag zwecks «institutioneller Einbindung» unseres Landes in die EU-Strukturen formell der Oberhoheit des EU-Gerichtshofs zu unterstellen.

Dass dieser Gerichtshof Machtansprüche höher einstuft als korrekte Rechtsauslegung, dürfte die darauf aufmerksam werdenden Schweizer Stimmbürger sicher beschäftigen, müsste eigentlich aber auch im Parlament zu Bern Alarm auslösen.

 

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Auch Venezuela wird vom kriminellen Regime in Washington zu Fall gebracht

Posted by krisenfrei - 15/03/2014

Paul Craig Roberts (antikrieg)

Der von Washington orchestrierte Staatsstreich in der Ukraine hat Venezuela aus den Schlagzeilen herausgehalten. 

 

Eine Konfrontation mit dem atomar bewaffneten Russland ist gefährlicher als eine mit Venezuela. Die Gewalt, die Washington gegen Venezuela nahezu gleichzeitig mit der Ukraine losgelassen hat, bezeugt Washingtons nackte Kriminalität.

 

Südamerika hat immer bestanden aus einer kleinen spanischen Elite mit all dem Geld und der Macht, die über große Mehrheitsbevölkerungen indigener Völker herrscht, die keine politische Vertretung haben. In Venezuela durchbrach Hugo Chavez dieses Muster. Ein indigener Präsident wurde gewählt, der das Volk repräsentierte und in dessen Interesse arbeitete, anstatt das Land auszubeuten. Chavez wurde zum Musterfall, und indigene Präsidenten wurden in Ecuador und Bolivien gewählt.

 

Chavez wurde von Washington gehasst und von den amerikanischen Medienhuren dämonisiert. Als Chavez an Krebs starb, feierte Washington.

Evo Morales, der Präsident Boliviens, ließ erkennen, dass er gerne dem NSA-Whistleblower Edward Snowden Asyl gewährt hätte. Folgerichtig befahl Washington seinen europäischen Hampelstaaten, dem Flugzeug von Präsident Morales die Überflugsgenehmigung auf seinem Rückflug von Russland nach Bolivien zu entziehen. In Verletzung aller diplomatischen Gepflogenheiten wurde Morales’ Flugzeug zur Landung gezwungen und durchsucht. Mittlerweile hatte Morales auch unter anderen Beleidigungen seitens der Washingtoner Verbrecher zu leiden. 

Rafael Correa, Präsident von Ecuador, machte sich selbst zur Zielscheibe Washingtons, indem er Julian Assange politisches Asyl gewährte. Auf Washingtons Befehl hat Washingtons britischer Hampelstaat Assange freie Passage verweigert, und Assange verbringt sein Leben in der ecuadorianischen Botschaft in London, gerade wie Kardinal Mindszenty sein Leben in der Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika im kommunistischen Ungarn verbracht hat.

 

Nach Chavez’ Tod wurde der indigene Venezolaner Nicolas Maduro Präsident. Maduro verfügt nicht über Chavez’ Charisma, was ihn zu einem leichteren Angriffsziel für die kleine spanische Elite macht, denen die Medien gehören.

 

Washington begann die Attacke gegen Maduro, indem es die Währung Venezuelas angriff und deren Wechselkurs nach unten trieb. Dann wurden Universitätsstudenten, unter denen viele Kinder der reichen spanischen Eliten sind, zum Demonstrieren geschickt. Die fallende venezolanische Währung führte zu Preissteigerungen und zu breiter Unzufriedenheit unter Maduros armer indigener Basis. Um die Ausschreitungen, Eigentumsbeschädigungen und Unruhen niederzuhalten, mit denen Washington einen Staatsstreich lostritt, musste Maduro die Polizei einsetzen. Außenminister John Kerry hat die Bemühungen der Regierung, die öffentliche Ordnung wiederherzustellen und einen Staatsstreich zu verhindern, als „Terrorkampagne gegen die eigenen Bürger“ bezeichnet.

 

Nachdem er die Demonstrationen orchestriert und einen Staatsstreich angezettelt hatte, schob Kerry die Schuld an der Gewalt, die Kerry entfesselt hatte, Maduro in die Schuhe und forderte Maduro auf, „die Menschenrechte zu respektieren.“ 

 

Washington geht immer nach dem gleichen Muster vor. Begehe ein Verbrechen und gib dem Opfer die Schuld.

 

Wenn Washington Maduro stürzen kann, wird das nächste Ziel Correa sein. Wenn Washington Correa loswerden und wieder eine Hampelregierung der reichen spanischen Eliten an die Macht bringen kann, dann kann Washington die Regierung Ecuadors dazu bringen, das politische Asyl zu widerrufen, das Correa Julian Assange gewährt hat. Die Botschaft Ecuadors in London wird den Befehl bekommen, Assange in die wartenden Arme der britischen Polizei hinauszuwerfen, die ihn nach Schweden senden wird, das ihn nach Washington schicken wird, wo er dann gefoltert wird, bis er alles gesteht, was Washington hören will.

 

Die armen leichtgläubigen Tölpel, die auf den Straßen Venezuelas demonstrieren, haben genauso keine Ahnung davon, was sie sich selbst und anderen antun, wie ihre Pendants in der Ukraine. Die Venezolaner haben bereits vergessen, was für ein Leben sie unter der Herrschaft der spanischen Eliten hatten. Es hat den Anschein, als wären die Venzolaner entschlossen, Washington dabei zu helfen, sie zurück in ihre Knechtschaft zu führen.

 

Wenn Washington Venezuela und Ecuador wiedererobert, wird Bolivien das nächste Land sein. Dann Brasilien. Washington hat Brasilien im Auge, weil das Land Mitglied von BRICS (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) ist und Washington die Absicht hat, diese Organisation zu zerstören, ehe die Länder eine Handelsunion einrichten können, die nicht den US-Dollar benutzt.

 

Vor nicht langer Zeit sagte ein Regierungsvertreter der Vereinigten Staaten von Amerika, dass wir (Washington), sobald wir Russland in einer Klemme haben, uns die Emporkömmlinge in Südamerika vorknöpfen werden.

 

Das Programm verläuft nach Plan.

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