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Archive for 14. März 2014

Schulden, Schulden und noch mal Schulden

Posted by krisenfrei - 14/03/2014

von Frank Schäffler

Das Buch von Carmen Reinhart und Kenneth Rogoff „Dieses Mal ist alles anders“ (Finanzbuchverlag) hat bei seinem Erscheinen 2010 Furore gemacht. Die beiden Amerikaner stellten die These auf, dass Ländern mit einer öffentlichen Verschuldung von mehr als 90 Prozent zu ihrer Wirtschaftsleistung mit einer dauerhaften Schwächung ihres Wachstums zu rechnen haben. Diese These ist auf den ersten Blick einleuchtend. Denn, wenn der Staat immer mehr für Zinszahlungen ausgeben muss, dann fehlt es bei den öffentlichen Investitionen. Schulen und Universitäten vergammeln, Straßen werden nicht repariert oder erst gar nicht gebaut. Genau dies werden Unternehmen und private Haushalte in ihre Planungen einbeziehen. Sie werden weniger investieren und konsumieren. Anschließend schwächelt das volkswirtschaftliche Wachstum. Reinhart und Rogoff untersuchten dafür die Finanzkrisen der vergangenen 800 Jahre in 66 Ländern. Blöd war nur, dass der Student Thomas Herndon im September 2012 im Rahmen einer Hausarbeit die Zahlen nachrechnete und Fehler fand, die die These von Rogoff und Reinhart zum Einstürzen brachte.

Jetzt vertreten Ökonomen wie Moritz Schularick von der Universität Bonn eine andere These. Sie glauben, dass nicht die Höhe der öffentlichen Schulden entscheidend ist, sondern die private Verschuldung viel wichtiger für die Beurteilung von kommenden Finanzkrisen und Rezessionen sei. Er und seine Kollegen untersuchten die Finanzkrisen in 17 Industrienationen seit 1870 und fanden heraus, dass einer steigenden privaten Verschuldung in der Regel eine Finanzkrise folgte. Je schneller dieser Anstieg der privaten Verschuldung war, desto länger dauerte die Finanzkrise und die Wachstumsschwäche einer Volkswirtschaft.

Wahrscheinlich sind beide Thesen richtig. Denn die aktuelle Finanzkrise ist eine Verschuldungskrise von Staaten, Banken und privaten Haushalten. Nahezu alle aktuellen Überschuldungssituationen von Staaten in Europa (vielleicht mit Ausnahme Griechenlands) gehen auf den Immobiliensektor zurück. Das größte Problem befindet sich in Spanien. Dort sollen rund 1,5 Millionen Immobilien leer stehen oder unvollendet sein. Auf alle Fälle gibt es keine Käufer. Dabei wurden diese Immobilien alle von Banken finanziert. Diese mussten inzwischen auf Druck der spanischen Bankenaufsicht Wertberichtigungen für Hypothekenkredite von 87 Mrd. Euro vornehmen. Ende 2013 waren mehr als 5 Prozent der spanischen Hypothekenkredite notleidend. Für 2014 rechnet die spanische Refinanzierungsberatung AFES mit einem Anstieg auf 6 Prozent. 2007, ein Jahr vor dem Zusammenbruch des Immobiliensektors in Spanien, lag der Anteil noch bei 0,7 Prozent. Die spanische Notenbank berichtete im Februar 2014 sogar von einem neuen Höchststand an „zweifelhaften Krediten“ (Doubtful Loans) in den Bilanzen der spanischen Banken von mehr als 197 Mrd. Euro. Dies entspricht 13,6 Prozent des ausstehenden Kreditvolumens an den Privatsektor (Querschuesse, 18.2.2014). Geht man davon aus. dass bereits 50,5 Milliarden Euro an faulen Krediten an die spanische Bad Bank SAREB ausgelagert wurden, sind also fast 250 Mrd. Euro im Feuer.

Als die Blase in Spanien 2008 platzte, reagierten die Banken mit der Refinanzierung der Kredite verbunden mit Laufzeitverlängerungen. Die Hoffnung war, man könne die Krise aussitzen. Doch die Häuserpreise sind seit 2007 um 40 Prozent gefallen, die Beleihungswerte der Immobilien sinken und die Arbeitslosigkeit beträgt inzwischen 26 Prozent. Der Wohnungsbau und das Baunebengewerbe sind völlig zum Erliegen gekommen. Die Verschuldung Spaniens stieg innerhalb weniger Jahre von 382 Mrd. Euro (2007, 36,3 %/BIP) auf 958 Mrd. Euro (2013, 91,8 %/BIP), ein Anstieg um 150 % innerhalb von 6(!) Jahren. Einher geht dies mit einer tiefen und andauernden Rezession. Auch in diesem Jahr ist in Spanien kein Wachstum in Sicht.

Vor der Krise stand die rapide Geld- und Kreditmengenausweitung in der Eurozone. Geld und Kredit waren billig. Investitionen unbegrenzt möglich. Zwischen 2000 und 2008 ist die Geldmenge (M3) im Euroraum pro Jahr um 10,2 % gestiegen. Die EZB hat diesen Prozess gesteuert und befördert. Wie den Drogenabhängigen hat sie Unternehmen, Banken, private Haushalte und Staaten angefixt und immer mehr Geld auf den Markt geschmissen. Jetzt schreien die Junkies nach noch mehr Geld und Kredit, weil sie das süße Gift lieben. Aber eine Krise, die auf Kreditexpansion und Fehlinvestition beruht, lässt sich so nicht überwinden. Die Korrektur der perversen “Übertreibungen” hin zu normalen Zuständen wird stattfinden – besser früher als später. Zu Beginn einer Drogentherapie steht immer eins: der kalte Entzug.

Freundliche Grüße
Frank Schäffler

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Die anderen Nachrichten

Posted by krisenfrei - 14/03/2014

Aktuelle Meldungen: Die Scharfschützen am Maidan waren Insider! Gazprom könnte auf Kommando Putins den Gashahn zudrehen! EU-Parlament will Gerhard Schröder zum Schweigen bringen! Merkel will Krieg mit Russland? Neun russische Militärflugzeuge in Weißrussland eingetroffen! Angeblich gehackte E-Mails enthüllen False-Flag-Operation gegen die Russische Föderation!

 

Schwarz/Grün will Redeverbot für Gerhard Schröder verhängen? Vielleicht sollten Claudia Roth, Katrin Göring-Eckardt und Cem Özdemir einfach mal die Klappe halten und der Hosenanzug ebenfalls.

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„Wir haben eine multikulturelle Gesellschaft in Deutschland, ob es einem gefällt oder nicht […] Die Grünen werden sich in der Einwanderungspolitik nicht in die Defensive drängen lassen nach dem Motto: Der Traum von Multi-Kulti ist vorbei.“ (Claudia Roth)

„Es geht einerseits darum, sind wir ein Land, was für Migrantinnen und Migranten offen ist, was Leute anzieht. Die wir übrigens dringend brauchen. Nicht nur die Fachkräfte, sondern weil wir, weil wir auch Menschen hier brauchen, äh, die, äh, in unseren Sozialsystemen zu Hause sind und sich auch zu Hause fühlen können.“ (Katrin Dagmar Göring-Eckardt)

„In zwanzig Jahren haben wir eine Grüne Bundeskanzlerin und ich berate die türkische Regierung bei der Frage, wie sie ihre Probleme mit der deutschen Minderheit an der Mittelmeerküste in den Griff bekommt.“ (Cem Özdemir)

„Man kann sich nicht darauf verlassen, daß das, was vor den Wahlen gesagt wird, auch wirklich nach den Wahlen gilt, und wir müssen damit rechnen, daß das in verschiedenen Weisen sich wiederholen kann.“ (Angela Merkel)

 

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Russland ist nicht der Aggressor

Posted by krisenfrei - 14/03/2014

von Marco Maier (neopresse)

Die mediale Hetze gegen Russland in den deutschsprachigen Medien gleicht in vielen Bereichen jener Propaganda, die vor den beiden Weltkriegen die Zeitungen der Hauptteilnehmer fluteten, um die “öffentliche Meinung” entsprechend der “veröffentlichten Meinung” zu manipulieren. Betrachtet man sich die Ereignisse der Jahre seit dem Zusammenbruch des Ostblocks, müsste eigentlich Russland mehr Angst vor dem Westen haben als umgekehrt. Denn die Fakten sprechen allesamt dafür, dass die Kalten Krieger im Westen sitzen.

Für die deutschsprachigen Massenmedien scheint Russland das Reich des Bösen und Vladimir Putin dessen Herrscher zu sein. Es gibt nur wenige negative Attribute, die man dem russischen Präsidenten noch nicht angehängt hat. Doch was erwarten die willfährigen Helfer der transatlantischen Strategen in ihren Redaktionsräumen überhaupt? Seit dem Ende der Sowjetunion hat sich Russland immer an die Verträge und das Völkerrecht gehalten, während USA und NATO sich einen Dreck darum kümmerten.

Man nehme nur einmal das Beispiel Deutschland. Russland hat seine Besatzungstruppen abgezogen, während sich die Westalliierten nach wie vor im Land breit machen. Oder was ist mit der Ausdehnung der NATO nach Osten? Hieß es nicht ursprünglich, dass die Oder die Ostgrenze sein soll? Zug um Zug wurde das Militärbündnis um osteuropäische Länder erweitert, und mit einem Beitritt der Ukraine wäre Moskau nur noch 500 Kilometer von der nächsten NATO-Raketenabschussrampe entfernt. Unterstützte deshalb der Westen – angefangen von den USA über die EU, hin zu diversen Parteistiftungen wie der CDU-nahen “Konrad-Adenauer-Stiftung” den Putsch in der Ukraine?

Selbst als es um die nukleare Abrüstung ging, machte Russland stets den ersten Schritt, während sich USA nicht im Traum daran dachten, ihr nukleares Arsenal massiv zu verkleinern. Ganz im Gegenteil sind heute US-Nuklearwaffen in der Türkei stationiert – und wahrscheinlich längst schon auch in Deutschland. Was soll man davon halten?

Eigentlich wäre es ganz verständlich, wenn sich Russland wie ein waidwundes, in die Ecke gedrängtes Tier verhalten würde. Doch Präsident Putin zeigte ein staatsmännisches Verhalten, indem er nach wie vor einen konstruktiven Weg der Kooperation suchte. Selbst als die mit Russland eng verbundene Ukraine durch westliche Hilfe in die Hände von antirussischen Nationalisten fiel, und diese auf sämtliche Vereinbarungen pfiffen indem sie sich an die Macht putschten, anstatt bis zu den vorgezogenen Wahlen eine Regierung der nationalen Einheit zu bilden, setzte Putin nach wie vor auf einen politischen Ausgleich. Als Dank dafür agiert die deutsche Presse wie eine NATO-Lobbyvereinigung mit Hassartikeln und Schmähsendungen.

Nicht Putin beschwört einen neuen Kalten Krieg herauf, sondern der Westen unter der Führung von kriegsgeilen transatlantischen Strategen. Moskau will keinen Krieg mit dem Westen, doch wenn diese gnadenlose Hetze so weiter geht, wird es wohl die ausgestreckte Hand Pekings annehmen. Russlands Rohstoffe und chinesische Technologie, zusammen mit einem enormen militärischen Potential vereint als antiwestlicher Block, gegen uns, die wir unseren Rohstoffbedarf nicht einmal annähernd aus eigener Kraft decken können.

Wollen wir wirklich lieber mit den kriegslüsternen Amerikanern verbündet bleiben, die ihre militärische Macht mit Schulden und inflationär gedruckten Dollars aufrecht erhalten? Oder sollten wir vielleicht nicht besser unsere Bündnispolitik nach Osten ausrichten und unser technisches Know-how mit dem Rohstoffreichtum Russlands verbinden?

Sicher, Putins Reich im Osten ist kein Friede-Freude-Eierkuchen-Land. Doch wo gibt es das schon? Schlussendlich haben Staaten keine Freunde, sondern Interessen. Russlands berechtigtes Interesse ist es, die NATO-Zone nicht zu nah an Moskau heranrücken zu lassen. Ebenso ist es legitim, wenn sich Russland den Schwarzmeerhafen auf der Krim nicht von einer westhörigen Ukraine unter NATO-Kommando abnehmen lassen will. Denn: die wahren Aggressorer sitzt im Westen – in Washington und in Brüssel.

 

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Zyniker und Ignoranten

Posted by krisenfrei - 14/03/2014

von Wolfgang Arnold (saarbruecker)

Geschichte wiederholt sich selten, aber Menschen wiederholen häufig ihre Fehler.

Schon zwei Mal wurde Deutschland über die Konfrontation mit Russland (resp. Sowjetunion) in einen Weltkrieg gestürzt. Jetzt ist zu befürchten, dass sich die Bundesregierung von Kräften, die unsere Kanzlerin sehr genau kennt, in die nächste Konfrontation mit Russland geführt wird.

Es begann mit den Schüssen von den Dächern um den Maidan – vermutlich von westlichen Diensten gelenkt und gesponsert.

Die himmlische Hundertschaft: Gespräch mit Ashton über die Scharfschützen vom Maidan.

Ashton-Interview war keine 5 Min. in der ARD zu sehen.

Noch ein Bericht über das Ashton-Interview.

Nach wenigen Tagen bürgerkriegsähnlicher Unruhen in Kiew war die Regierung Janukovitsch am Ende – das Land schon vorher!

Mit einem Bruttoinlandsprodukt von knapp 1.400 € pro Jahr und Einwohner ist die Ukraine eines der ärmsten europäischen Entwicklungsländer (zum Vergleich: Deutschland erwirtschaftet ein Bruttoinlandsprodukt von rund 27.000 € pro Jahr und Einwohner). Schäuble darf bald die Kasse öffnen.

Den ganzen Komplex der westlichen Ukraine-Politik hier im Interview mit Christoph Hörstel. Hörstel: Die Verwicklung in der Ukraine-Krise ist der Offenbarungseid Europas. Europa hat noch nie in dieser Deutlichkeit dokumentiert, dass es neben hahnebüchener alles zerfressender Korruption seiner Regierungen in irgendeiner Form in der Lage war eine pro-europäische Entscheidung zu treffen…In Russland zündelt die Nato mit dem Feuer, das Europa abfackeln könnte…Wie eine Naturkatastrophe kommt die Nato über die Welt.

Der Zeitpunkt, die Ukraine der EU und damit der Nato einzuverleiben, war eiskalt kalkuliert, die zynische Provokation Russlands ebenfalls.

Es waren die letzten fröhlichen Tage in Sotschi.

Nach Schluss der Winterspiele sollte die Welt ein anderes Gesicht bekommen, und Russland wurde in die Wand gedrängt.

Folgende Schritte glaubten die Weltstrategen richtig eingeleitet zu haben:

+ Die Ukraine tritt der EU und der Nato bei.

+ Über Sewastopol wird die Flagge der Nato gehisst.

+ Russlands Schwarzmeerflotte verliert ihren Hafen.

+ Raketenstellungen werden künftig direkt an der russischen Grenze stationiert.

Schon vor dem Ereignis lief in unseren Qualitätsmedien die Propagandamaschine dafür an. Dann ging es Schlag um Schlag.

+ Desavouierung der russischen Anstrengungen für ein großartiges olympisches Schauspiel.

+ Desavouierung Putins als ruhmsüchtigen Angeber.

+ Desavouierung der staatlichen Ordnungskräfte auf dem Maidan.

+ Desavouierung des geflüchteten Regierungschefs durch Bilder seiner Luxusvilla bei Kiew.

Janukovitsch war sicher kein Demokrat. Versuchen wir uns vorzustellen, all die Kiewer Ereignisse der letzten Wochen wären in Berlin, in Paris oder Washington passiert, die Reaktionen der dortigen Entscheider wären keinen Deut anders gewesen – auch keinen Deut anders, wären solche Ereignisse in nur einem Teil ihrer Herrschaftssphäre geschehen.

Erreicht wurde, dass am kommenden Donnerstag in einer Notmaßnahme der Pleitestaat Ukraine der EU und Nato beitreten wird. Das Geld dafür ist in Deutschland anhand seiner kreditfinanzierten Exportüberschüsse „reichlich“ vorhanden, für Herrn Schäuble kein Problem. His masters voice:

Neueste Nachricht: Brzezinski fordert massive deutsche Aufbauhilfe für die Ukraine.

Sogar die Zustimmung der Bürger zur Merkel-Politik steigt (die bald explodierenden Energiepreise können die Stimmung gegen Russland weiter anheizen). Begeisterung über den „Sieg“ gegen die „machtbesessenen“ Russen, denen es unsere „Größte Politikerin aller Zeiten“ so richtig zeigen wird.

Merkel über die Saktionsdrohung gegen Russland: Um absolut klar zu sein, keiner von uns will, dass es zu solchen Maßnahmen kommt, aber wir sind alle bereit und entschlossen, wenn sie unvermeidbar sind. (Regierungserklärung vom 13.03.2014)

Wer ist hier eigentlich machtbesessen?

Putin, der einen Pachtvertrag für seine Flotte bis zum Jahre 2035 zu verteidigen sucht?

Oder:

Nato und EU, die sich mit einem lancierten Putsch eines der Kernländer für ihre NWO einverleiben suchen?

Letzteres gehört zum lange bekannten Einkreisungsplan gegen Russland.

Die Drahtzieher hinter den Scharfschützen auf den Dächern um den Maidan wussten, welche rote Linie sie überschreiten würden.

Wimmer: Die USA wollen den Krieg nach Europa bringen.

Nach dem der Islam als Weltübel aufgebaut wurde, wird jetzt wieder Russland zum Reich des Bösen gepuscht. Spiegel: Russen stürmen ukrainische Militärbasis auf der Kirm).

Kriege – so lernen wir aus dem ersten Krimkrieg von 1854 – entstehen nicht nur aus der Laune psychopathischer Tyrannen, nein, manchmal ist es auch eine Kette von diplomatischen Fehlern, Missverständnissen und Feindvorstellungen. Daran sollte man sich erinnern. (Quelle)

Vor kriegerischen Auseinandersetzungen war es allezeit üblich, dem Gegner zuvor zu unterstellen, er habe eine rote Linie überquert. Die Bevölkerung wurde daraufhin auf scharfe Reaktionen eingestimmt. Wenn die Stimmung erst aufgeputscht ist, fällt der nächste Schritt umso leichter. Am Ende wird euphorisch in den Krieg gezogen.

Wer möchte, kann leicht die Bilder jubelnder Soldaten im Internet finden, die lachend aus den Eisenbahnwaggons winken, mit denen sie 1914 an die Front gefahren wurden.

Ewald Stadler: Russland ist der Haupthandelspartner der Ukraine. Die Ukraine kann ohne russisches Gas nicht existieren. Ein Heer von ukrainischen Gastarbeitern verdient in Russland sein Auskommen. Wer das alles zerstört, macht aus der Ukraine ein Armenhaus – ein gefährliches Spiel, das jederzeit in eine heiße Auseinandersetzung eskalieren kann.

Neun Zehntel aller Katastrophen, die der menschlichen Rasse zugestoßen sind, haben keinen anderen Ursprung als die Vereinigung von hoher Intelligenz mit niederen Zielen.
(Thomas Babington Macaulay)

Die Vorgänge um die Ukraine könnten zwar den US-Dollar in Trümmer legen, zuvor aber den Euro. Wenn letzterer derzeit steigt, ist das vermutlich die perfekte Bullenfalle, mit der die Spekulanten auf dem falschen Fuß erwischt werden sollen. Zum gleichen Bild passt die Entwicklung beim Bund-Future. Wer zwei Tage vor dem Krim-Referendum noch an steigende deutsche Anleihekurse glaubt, dem ist nicht zu helfen.

Für Russen und Ukrainer war der 1. Krimkrieg 1855 ein traumatisches Erlebnis. (Panorama-Gemälde des damaligen Schlachtens).

Sobald sich die Krise nach dem Anschluss der Krim an Russland zuspitzt, womöglich weitere Regionen der östlichen Ukraine ein Referendum über ihre Staatszugehörigkeit fordern, die Nato die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine erhöht, Russland seinerseits seine Grenzen sichert und sich die Nato in den baltischen Staaten und in Rumänien weiter sichert… der abgründigen Fantasie sind kaum noch Grenzen gesetzt.

Der Goldpreis könnte schon am Beginn der kommenden Woche das kommende Desaster vorwegnehmen.

Wir sind buchstäblich Zeugen der Geschichte. Wir gehen durch einen Wendepunkt, und der Westen ist verzweifelt, weil er nicht in der Lage ist, die Dinge aufzuhalten. Eine dramatische Machtverschiebung von West nach Ost werden wir erleben. Es wird das Ende der westlichen Dominanz sein. Was wir jetzt sehen, ist das letzte Aufbäumen dieser sterbenden dominanten Kräfte. (sinngemäß  nach dieser Quelle)

Wer angesichts dieser Entwicklung keine Kraftstoffreserven vorhält, um bei Zuspitzung der Krise für dringende Autofahrten (Arztfahrten z.B.) gerüstet zu sein, und wer nicht wenigstens für 4 Wochen alles was er zum Leben braucht  bevorratet, dem ist nicht zu helfen.

Richtig vorsorgen, clever tauschen – das sind die ultimativen Ratschläge für die sich abzeichnende Krise ab Herbst diesen Jahres und dann 2015.

Martin Armstrong sieht das Ende des finsteren Zeitalters nicht vor dem Jahr 2020.

Was wird aus einer zivilisierten Gesellschaft, wenn die Weltfinanzordnung zusammenbricht?  Der Leser erlebt auf packende Weise die Kaskaden der Krise. Mit jedem weiteren Absturz verschärft sich die Existenznot. Kranke werden nur noch für Gold- oder Silbermünzen behandelt, kein Sozialsystem sorgt für die Bedürftigen. Menschenrechte und Moral sind Fremdworte. In diesem Chaos versuchen dreizehn Menschen auf dem Weyerhof zu überleben.

Deutschland ist durch seine eingeschränkte Souveränität der Willkür fremder Interessen gnadenlos ausgeliefert. Wenn in der weltweiten Krise Milliarden Menschen Not leiden, wird man sich dort bedienen, wo kein Widerstand geleistet werden kann.

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Merkel prostituiert sich für Washington

Posted by krisenfrei - 14/03/2014

Das Versagen der deutschen Führung

Merkel prostituiert sich für Washington

Paul Craig Roberts (antikrieg)

Mit Hilfe seiner folgsamen, aber dummen NATO-Hiwis treibt Washington die Situation in der Ukraine näher an den Krieg. 

 

Die deutsche Kanzlerin hat gegenüber ihrem Land, gegenüber Europa und gegenüber dem Frieden auf der Welt versagt. Deutschland ist die Stärke der EU und der NATO. Hätte Merkel „Nein“ gesagt zu Sanktionen gegenüber Russland, so wäre das das Ende der Krise gewesen, die Washington zusammenbraut, einer Krise, die kaum zu Ende gehen dürfte, ohne dass es zu einem Krieg kommt.

 

Aber Merkel hat die Souveränität des deutschen Staates abgetreten und das Schicksal Deutschlands als einer Provinz im amerikanischen Weltreich besiegelt. Dadurch haben Merkel und die deutsche Führung die Welt dem Krieg ausgeliefert. Nachdem ihm bereits die Schuld am Ersten und am Zweiten Weltkrieg zugeschoben wurde, wird Deutschland jetzt auch für den Dritten Weltkrieg verantwortlich gemacht werden.

 

Washingtons vermurkster ukrainischer Staatstreich hat Washington die Krim gekostet, auf die Washington es in erster Linie abgesehen hatte, um Russland seiner ganzjährig nutzbaren Marineanlagen am Schwarzen Meer zu berauben. Zusätzlich droht der vermurkste Sturz einer gewählten Regierung in der Ukraine auch den Verlust der russischen Städte der östlichen Ukraine mit sich zu bringen. Wie die Krim besteht die östliche Ukraine aus ehemals russischen Gebieten, die Chrustschow in den 1950ern der Ukraine angeschlossen hat.

 

In einem eindeutig fruchtlosen und sinnlosen Versuch, die Krim zurückzubekommen, verlangt Washington, dass Russland auf der Krim dazwischenfährt und die Krim davon abhält, sich von der Ukraine abzuspalten. Für den Fall, dass sich die russische Regierung weigert, Washingtons Anordnungen zu befolgen, hat Washington angekündigt, es werde „verheerende Sanktionen“ gegen Russland verhängen. Anfänglich drückten EU-Länder ihren Unwillen aus, mit Washington mitzumachen, aber mit Bestechung und Drohungen hat Washington Merkel und seine europäische Hampelpartie auf Linie bei der Befolgung seiner Befehle gebracht.

 

Washington weiß, dass wirtschaftliche Sanktionen für Russland eine weitaus geringere Drohung darstellen als der Verlust seiner Marinebasis am Schwarzen Meer. Washington weiß auch, dass Putin die Millionen Russen in der östlichen und südlichen Ukraine nicht einfach der Gnade des antirussischen und nicht gewählten Regimes ausliefern kann, das Washington in Kiew istalliert hat. Wenn Washington weiß, dass seine Drohung mit Sanktionen inhaltslos ist, warum hat Washington sie dann gestellt?

 

Die Antwort lautet, um die Krise in den Krieg zu treiben. Washingtons neokonservative Nazis habe schon seit langer Zeit den Krieg gegen Russland propagiert. Sie wollen eines der drei verbliebenen Hindernisse (Russland, China, Iran) für Washingtons Weltherrschaft beseitigen. Washington will die BRICS (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) aufbrechen, ehe diese Länder einen eigenen Währungsblock bilden und den US-Dollar links liegen lassen. 

 

Russland wird entsprechend auf Washingtons Sanktionen reagieren. Die europäischen Völker und westliche Banken und Konzerne werden Verluste erleiden. Es würde mindestens zwei oder drei Jahre dauern, bis Washington die Struktur errichtet hat, um Erdgas aus den Vereinigten Staaten von Amerika, das durch Fracking und die Verseuchung der Wasserversorgung der Vereinigten Staaten von Amerika gewonnen worden ist, nach Europa zu liefern, um die Einstellung der Energieversorgung für Europa durch Russland auszugleichen. 

 

Die westlichen Medienhuren werden die russische Reaktion auf die Sanktionen dramatisieren und Russland dämonisieren, während sie verschweigen, wer den Kampf begonnen hat, und dadurch Washington helfen, die Amerikaner auf Krieg vorzubereiten. Da keine Seite sich leisten kann, den Krieg zu verlieren, werden Atomwaffen benützt werden. Es wird keine Sieger geben.

 

Alles das ist völlig klar, gerade wie es das offenkundige Ergebnis des Gangs der Ereignisse war, die zum Ersten Weltkrieg geführt haben. Wie damals besitzen auch jetzt die Menschen, die das Ergebnis absehen, nicht die Macht, diese Entwicklung zu stoppen. Die Täuschung herrscht. Arroganz und Überheblichkeit fließen über. Erklärungen und Handlungen werden immer unbesonnener, und mit der Hölle muss dann bezahlt werden.

 

Wenn die Amerikaner und Europäer eine Ahnung hätten, würden sie gewaltsam auf den Straßen gegen den kommenden Krieg protestieren, in den die wahnsinnigen Verbrecher in Washington die Welt treiben.

 

Stattdessen lügen die deutsche Kanzlerin, der französische Präsident, der britische Premierminister und die westlichen Medienhuren weiterhin: Es war legitim für den Westen, Kosovo von Serbien und die Regierung der Ukraine zu stehlen, aber es ist nicht legitim für die russische Bevölkerung der Krim, ihr Recht auf Selbstbestimmung auszuüben und zu Russland zurückzukehren. Washington und seine EU-Hampelmänner haben sogar die Unverfrorenheit, fälschlich zu beteuern, nachdem sie eine gewählte Regierung in der Ukraine gestürzt und eine nicht gewählte installiert haben, dass die Selbstbestimmung der Krim gegen die ukrainische Verfassung verstößt, welche keine Gültigkeit mehr hat, weil Washington sie zerstört hat. 

 

Die kriminell verrückte Regierung in Washington hat den russischen Bären in ein Eck gedrängt. Der Bär wird nicht klein beigeben.


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