krisenfrei

Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

Wer nicht protestiert, verliert

Posted by krisenfrei - 11/03/2014

Kommentar 11. 03. 2014: Michael Obergfell,
Wer nicht protestiert, verliert

von Michael Obergfell (fortunanetz)

Dass das derzeitige Schuldensystem Geld braucht ist bekannt. All die „Rettungspläne“, die in den letzten 2 bis 3 Jahren ventiliert wurden, sprechen eine wohlbekannte Sprache. Banken wie die Commerzbank werden teilverstaatlicht, Schulden der Banken werden in sogenannte „Bad Banks“ ausgelagert, damit sie nicht in den Bilanzen auftauchen. Im Bedarfsfall kann man diese dann irgendwann dem Staatssäckel zuführen und letztendlich dem Steuerzahler aufs Auge drücken – irgendwann… EFSF, ESM und Zinsgeschenke für Griechenland, Hilfen für die Südländer der Eurozone, Schuldenbremse, Bankenunion, Sparerhaftung, europäische Arbeitslosenversicherung und dann auch noch Sparerenteignung in mannigfaltigen Formen, das sind die „Modelle“ die immer wieder ventiliert werden. Und dabei sind viele Varianten der Sparerenteignung angedacht, sei es als generelle Abgabe von 10 Prozent auf alle Sparguthaben, oder gar auf das Vermögensabgabe der Bürger, als Schuldensteuer, oder auch als direkte Enteignung in Form der „Beteiligung“ von Vermögen über 100.000 Euro an der „Bankenrettung“, wenn eine der Pleitebanken nicht mehr zu retten ist.

Bei all diesen Plänen hat die Hauptpresse in Deutschland die unrühmliche Rolle übernommen, den Bürgern darzustellen, das alles sei alternativlos. Und mit diesem Trommelfeuer angeblich alternativloser Maßnahmen versuchte man die Bevölkerung sozusagen sturmreif zu schießen, in der Hoffnung, diese würden es am Ende sogar noch „einsehen“, dass sie zu bezahlen haben. Schließlich wirkt immer noch die stille Kumpanei zwischen Bürgern und Schuldenmachern, denn niemand wünscht sich einen bank run oder gar eine Zahlungsunfähigkeit des Staates. Am Ende müssten dann noch die Schulen schließen und die Polizisten müssten mangels Geld fürs Benzin zuschauen, wie Ganoven die Geschäfte der kleinen Leute ausrauben und alten Menschen ihre Taschen aus der Hand reißen. Niemand will das und so hofft man durch eine Art Schutzgeldzahlung an Staat und Banken das Schlimmste zu verhindern.

Und in dieser Situation erscheint der Bürger wie ein Käfer zwischen Baum und Borke… zwar sind die Nachrichten in Bezug auf all diese Enteignungspläne absolut deprimierend, doch ein Totalverlust des Vermögens oder ein Ende aller staatlicher Leistungen und des sozialen Friedens im Land wäre noch schlimmer. Es scheint, als hätten wir nur die Wahl zwischen Skylla und Charybdis. Und aus diesem Grund gehen die meisten lieber einkaufen, fernsehen und Rasen mähen, mangels irgendwelcher Alternativen.

Aber wie bei Asterix & Obelix gibt es ein kleines Dorf mit Leuten die einfach unverbesserlich sind und sich nicht unterkriegen lassen! Sie wehren sich, wenn das Imperium der Alternativlosen versucht, sich ihrer Ersparnisse zu bedienen. Auch Legionäre aus den Reihen der Banker und Parteien, die den Menschen einzureden versuchen, dies alles sei alternativlos, haben manchmal nichts zu lachen, wenn sie versuchen das kleine Dorf der Aufrechten zu erobern.

Sie können nämlich immer wieder etwas tun, auch wenn das so nicht in der FAZ oder im Handelsblatt oder in einer anderen Postille der Hauptmedien steht. In den Zeiten des Internet können sie beispielsweise ihren Protest gegen die Enteignungspolitik des Imperiums abgeben, auch ohne dass sie das Haus verlassen oder gar ihren Garten vernachlässigen müssen. Hund, Katze, Maus können weiterhin unbeschwert in ihrem kleinen Paradies leben und sie haben dennoch etwas getan. Beispielsweise kann man – wie auch ich es getan habe – zeigen, dass man mit einer Politik der Sparerenteignung nicht einverstanden ist. Theoretisch müssten alle Sparer in Deutschland (das dürften ca. 40 bis 50 Millionen sein) wie ein Mann aufstehen und „Nein“ sagen. Doch laut Beatrix von Storch sind es derzeit 42.000 Protestierer.

Dennoch zeigen selbst 42.000 Protestierer Wirkung. So berichtet Frau von Storch, dass sich beispielsweise der österreichische Bundeskanzler Werner Faymann von der Idee der Sparerenteignung zu distanzieren beginnt. Und auch für Jeroen Dijsselbloem wird es ungemütlich, denn selbst seine eigene Partei ist „not amused“ über diese Pläne. Und so stellen sich den „Eurorettern“ und „Enteignern“ doch Fragen, ob das kleine Dorf der Aufrechten nicht doch irgendwann ernsthaft zurück schlägt und dadurch ihre politische Karriere beendet sein könnte. Und so bröckelt jeweils an den schwächsten Stellen die Front der „Euroretter“.

Bei der letzten Bundestagswahl misstrauten ca. 2 Millionen Wähler den „Rettern“ und die FDP, die sich ja mehrheitlich bis heute hinter diese falsche Politik der Eurorettung stellt, musste dafür die Strafe bezahlen. Dazu reichten gerade einmal 2 Millionen Bürger in Deutschland – Tendenz womöglich steigend. Allein für die Anmeldung zur Europawahl sammelte die AfD 20.000 Unterschriften, obgleich sie gerade einmal 4.000 Unterschriften brauchte. Diese Hürde hat sie diesmal ebenfalls spielend geschafft. Man darf davon ausgehen, dass bei der Europawahl anders als bei der Bundestagswahl eher die Meinung der Bürger die Stimmabgabe beeinflusst und nicht so sehr parteipolitische Überlegungen. Wir dürfen alle gespannt sein, was die Europawahl als Stimmungsbild liefert. Schön wäre es, wenn die Zahl der 2 Millionen Protestwähler bei der Bundestagswahl gegen die „Eurorettung“ und Sparerenteignung überschritten werden würde.

Sicher ist aber: So wie die Euroskeptiker dem Lager der „Euroretter und Sparerenteigner“ bei der Bundestagswahl schon zusetzen konnten, werden die „Retter“ auch bei dieser Wahl ein Stück ihres Ämterkuchens abgeben müssen. Schon aus diesem Grund, nämlich den Damen und Herren von der Enteignungsfront nicht die Ämter zu überlassen und ihnen eine leicht zu bildende Einheitsfront zu ermöglichen, lohnt der Protest auf allen Ebenen. Und er lohnt sich zudem, weil jeder von ihnen erkennen kann: Wenn sich der Widerstand deutlicher formiert, fühlen sie sich auch nicht mehr so eingeklemmt zwischen Baum und Borke. Sie haben nämlich mehr als eine Alternative – egal was Frau Merkel und die Sparerenteigner ihnen einzureden versuchen. Und wenn sie sich dessen bewusst werden können, dann macht der Frühling doch gleich viel mehr Spaß,

meint
Michael Obergfell

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: