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Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

Die letzte Bastion der Freiheit

Posted by krisenfrei - 11/03/2014

von Thorben Hoffmeister (cafeliberte)

In der heutigen Zeit würde ich einem Pessimisten, einem Choleriker oder jemanden mit einem schwachen Herz nicht den Griff zur Zeitung empfehlen. Viel zu viele besorgniserregende Nachrichten erreichen uns jeden Tag. Hungersnöte in Afrika, Umweltkatastrophen in Asien, Drogenkriege in Süd- und Zentralamerika und Gewaltausschreitungen in Osteuropa.

Aber wir haben das Glück und leben in Westeuropa. Wir haben Filmfestspiele, ein Royal Baby und Hurra-Fußball vom FC Bayern. Dadurch muss man im innenpolitischen Teil der Zeitung schon ein bisschen genauer hinsehen, um die täglichen Schreckensmeldungen zu entdecken.

Unser Interesse wird dabei vor allem von Skandalen geweckt, bei denen wir im Laufe des Jahres von einem zum nächsten hetzten. Durch die Maße der Skandale rutschen die lebenserleichternden Maßnahmen und Entscheidungen aus Brüssel meist in den Hintergrund und werden nur noch von den wenigsten Menschen in Westeuropa wahrgenommen. Dabei verdienen alle Entscheidungen in der Öffentlichkeit eine Würdigung, denn ob es sich dabei um Glühbirnen, Gurken oder Staubsauger handelt: ohne diese Entscheidungen ist unser Leben kaum noch zu bewältigen.

Die meisten Bürger scheinen sich schon an dieses System gewöhnt zu haben und sie fühlen sich durch solche Nachrichten nicht mehr motiviert was dagegen zu machen, obwohl ihnen jeden Tag mehr Freiheiten genommen werden – in Deutschland erst recht nicht.

Wenn man aber nun die Überlegung anstellt, warum das so ist und dabei sein Umfeld beobachtet, dann müsste man auch als sehr kritischer Mensch eins bemerken: Den Menschen geht es trotzdem immer besser, oder optimistischer ausgedrückt: Den Menschen geht es noch zu gut.

Es klingt zunächst sehr paradox: Obwohl uns Tag-täglich mehr Freiheiten genommen werden, erhöht sich unser Lebensstandard von Jahr zu Jahr. Wie kann das sein?

Dies liegt vor allem an einem Industriezweig, den ich hier als „letzte Bastion der Freiheit“ bezeichne.

Es ist nämlich der letzte kapitalistisch geführte Industriezweig. Und bevor jetzt hier einer weg klickt, weil er das Unwort „Kapitalismus“ gelesen hat: Lesen Sie den Artikel bis zum Ende, ich werde dort kurz erklären, was Kapitalismus wirklich ist und wie er dargestellt wird.

In diesem Industriezweig kommt es von bahnbrechendem Erfolg zu bahnbrechendem Erfolg. Da der Rest hinterherhinkt, nimmt dieser Industriezweig logischer weise immer eine größere Rolle in unserem Leben ein. Kaum einer hat nicht mindestens ein Produkt dieses Industriezweiges. Der ein oder andere Linke würde jetzt wahrscheinlich sagen, dass dieser Industriezweig zum Komplott der kapitalistischen Weltelite gehört, um uns Schafe ruhig zu halten und uns noch mehr zu kontrollieren.

Es ist auch wahrscheinlich, dass die Menschen, wenn man ihnen all diese Produkte morgen verbieten oder sie massiv regulieren würde, sie spätestens übermorgen in Brüssel dagegen demonstrieren würden. Aber wenn man bedenkt, wie sehr die Entwicklungen in diesem Bereich zur Bildung beigetragen haben, dann wird einem schnell klar: Ohne das Ganze könnte man die Massen viel leichter im Dummen halten. Das hat bereits im Mittelalter und in den Oststaaten hervorragend geklappt. Dadurch ist eine Zugehörigkeit zu einem großen kapitalistischen Komplott (zumal die Weltelite sozialistisch ist und nicht kapitalistisch ist) ausgeschlossen.

Dennoch liefern die Produkte dieser Industrie den Menschen ein gewisses Gefühl von Freiheit, Selbständigkeit und Eigenverantwortung. Werte, die in unserer Welt schon längst als verloren gelten, eigentlich aber zu den wichtigsten überhaupt gehören. Immerhin hat das Fehlen dieser Werte schon häufig zu Revolutionen in dieser Welt geführt.

Man könnte also behaupten, dass durch diese Produkte die Menschen in einer Illusion leben und nur durch das entfernen dieser Produkte die Revolution gegen die vermeintliche Weltelite geführt werden kann.

Aber eigentlich will ich an dieser Stelle auf was ganz anderes hinaus:

Wenn die Menschen ein Bewusstsein dafür kriegen, was Freiheit eigentlich bedeutet, am Beispiel der Produkte dieser Industrie, wenn die Menschen ein Bewusstsein dafür erlangen, was Kapitalismus eigentlich bedeutet, am Beispiel dieses Industriezweiges und dann die Menschen ihre neu erworben Kenntnisse mit der restlichen Wirtschaft vergleichen, dann ist es möglich, die Vorteile zu behalten und trotzdem zu einem Umbruch im System zu gelangen. So muss es nicht zu gewaltsamen Ausschreitungen kommen, wie es aktuell in der Ukraine der Fall ist, wo zwei, von elitären Kreisen verblendete, Gruppen gegeneinander kämpfen und es im Grunde nur darum geht, wer am Ende Diktator spielen darf.

Aber um welche Industrie handelt es sich?

Die meisten Leser werden das wahrscheinlich schon längst wissen: Um die Computer- und EDV-Industrie. Computer, Fernseher, Handys, Internet, Soziale Netzwerke:  Alles Produkte, die größtenteils ohne Regulierungen auskommen und trotzdem hervorragend funktionieren, sich rasend schnell weiterentwickeln und dennoch den Menschen das Leben wirklich einfacher gemacht haben. Auf Missachtungen von Menschen- und Tierrechten kann hingewiesen werden, jeder hat Zugriff auf eine unglaubliche Datenbank und sogar Massenproteste in Staaten mit völliger Kontrolle wurden damit organisiert.

Hier waltet schlichtweg purer Kapitalismus und wirklich allen ist geholfen(außer Machteliten, die um ihre Stellung bangen müssen).

Es treten aber auch immer wieder Schattenseiten am Rande des Geschehens hervor, das muss man fairer Weise hier erwähnen. Die meisten werden durch den Staat hervorgerufen – siehe die NSA-Affäre. Auch haben immer wieder „normale“ Bürgern diese Schattenseiten erzeugt – siehe das, statistisch gesehen, kleine aber medial höchst wirksame Thema Kinderpornografie. Man muss sich jedoch darüber klar werden, dass es immer böse Menschen geben wird, aber ein böser Mensch unter 10.000 Gesetzestreuen ist noch lange keine Begründung für staatlich geplante Eingriffe, wie Zensur oder totale Überwachung.

Um das allgemeine Problem in unserer Wirtschaft zu erkennen, lässt sich ein einfacher, oberflächlicher Schnelltest durchführen: Fragen Sie sich einfach selbst, in welchen Industrien es in den letzten 10 oder 15 Jahren zu Fortschritten kam und sortieren Sie diese Industriezweige auf einer Liste nach dem Kriterium, wie groß dieser Fortschritt war. Vergleichen Sie danach die Anzahl von Eingriffen die Berlin und Brüssel in all diesen Industrien gemacht hat und sie können schnell erkennen, wie sich staatliche Eingriffe zum Fortschritt verhalten.

Die „letzte Bastion der Freiheit“ zeigt uns, wohin Kapitalismus und Freiheit wirklich führen und dass ein regulierender Staat im 21. Jahrhundert längst ein Auslaufmodel sein müsste. Wenn sie wissen wollen, warum wir aber immer noch in einem solchen System leben, in einem System, wo uns sogar die richtige Definition des Wortes „Kapitalismus“ oder „Freie Marktwirtschaft“ vorenthalten wird, dann schauen Sie einfach, wer von diesem System profitiert und wer in diesem System die großen Entscheidungen mitgestaltet. Machen Sie nicht den Fehler, Macht mit Geld zu verwechseln. Wirklich profitieren tun nur die Mächtigen, nicht die Reichen.

So kommen wir zurück zur Eingangsversprochenen kurzen Erläuterung von Kapitalismus:

Kapitalismus, auch Freie Marktwirtschaft genannt, heißt vor allem Freiheit, also das Wegbleiben von Zwängen. Nicht nur Zwänge von staatlicher Seite bezogen auf das Individuum oder einer Gruppe, sondern auch das Wegbleiben von Zwängen durch Unternehmen auf Individuen. Damit ist es im Kapitalismus nicht möglich, dass Unternehmen jemanden ausbeuten können. Zwänge sind Grundsätzlich immer Unrecht. Wer sich einem Zwang oder Ausbeutung ausgesetzt fühlt, hat immer die Möglichkeit sich dagegen zu wehren (z.B. Kündigung oder das Unternehmen wechseln). Damit wird es für Unternehmen zum allerhöchsten(!) Gut, zufriedene Arbeiter und Kunden zu haben.

Sobald die Arbeiter oder Kunden bei einem Unternehmen unzufrieden sind, verlassen Sie es und suchen sich ein neues. In unserem System, wo viele Unternehmen staatlich geschützt sind, braucht der Unternehmer nicht die Konkurrenz fürchten, wenn er unzufriedene Kunden oder Mitarbeiter hat. Man schaue sich einfach nur mal die Bahn an: Tägliche Verspätungen aus technischen Gründen. Selbst beim Verfassen dieses Artikels sitze ich grade in einem Zug von München noch Köln mit 30-minütiger Verspätung, ich habe aber aufgrund der Gesetzeslage keine Möglichkeiten, auf ein anderes Bahnunternehmen auszuweichen. Zudem ist der Preis pure Ausbeutung. Dies hat nichts mit Kapitalismus zu tun. Dies ist Sozialismus.

Wenn das Wort Kapitalismus fällt, haben viele Menschen heutzutage reflexartig die Angst, dass Menschen, die auf der Strecke bleiben, immer weiter nach hinten fallen und nie wieder den Anschluss an die Gesellschaft finden können. Schauen wir uns dann einfach mal das Hartz-IV-System (also ein System finanziert durch staatlichen Zwang) an:

Wer arbeitslos wird und Hartz IV beantragt, muss zunächst erst mal all seine Ersparnisse auflösen. Damit fällt auch für die Kinder von Hartz-IV-Empfängern eine gute universitäre Ausbildung flach, zudem lernen sie früh, dass sie ohnehin Geld vom Staat bekommen und so kann man sagen: einmal Hartz IV immer Hartz IV. Hier trifft also genau diese Befürchtung ein, die viele Menschen in einem Kapitalistischen System haben. Aber auch Hartz IV hat nichts mit Kapitalismus zu tun, sondern ist purer Sozialismus, da dieses System nur durch Zwang finanziert wird.

In einem Kapitalistischen System wäre es eher so, dass die Menschen sich durch freiwillige Spenden an einem fairen Sozialsystem beteiligen. Denn selbst heute ist Deutschland das Land mit den zweit meisten Spenden auf der Welt, trotz einer Steuer- und Abgabenquote von bereits 70%.  Auf Platz 1 stehen die USA, die sich diesen Platz vor allem durch die Superreichen, wie Bill Gates oder Mark Zuckerberg gesichert haben, welche in den Augen der Sozialisten als Verkörperung allen Übels gesehen werden.

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3 Antworten to “Die letzte Bastion der Freiheit”

  1. Frank said

    Das ist aber weit am Ziel vorbeigeschossen. Es ist richtig das die Menschen garnicht mehr wissen was Freiheit eigendlich bedeutet. Aber den Arbeitsplatz zu wechseln als Freiheit zu bezeichnen, kann nur als Witz gemeint sein, denn wirklich Frei wählen zu dürfen, bedeutet was gaaaanz anderes. Das die Industrie darauf achtet das es ihren AN gut geht, damit es den Kunden auch gut geht, sieht man z.Zt. bei Amazon. Alle Kunden schwören auf Amazon, aber KEINER will dort arbeiten, und die, die dort arbeiten, haben keine andere Wahl und MÜSSEN dort dort für einen Hungerlohn arbeiten und bekommen dann ausrangierte, weit überbelegte Ferienhäuser zu überhöhten Mieten angeboten und müssen auch noch den Vermieter Tag für Tag zu Überwachung reinlassen, sonst droht die Kündigung.
    Da man ein Gesetz beschlossen hat das Leiharbeiter vor Ausbeutung schützen soll, hat man aber auch gleich den AG ein neues Instrument in die Hände gelegt mit Namens „Werksverträge“ Ich will das hier nicht weiter erklären, das kann jeder selber Googeln, aber mit den „Werksverträgen“ geht es nun Lohnmäßig weiter bergab!
    Freiheit bedeutet Freiheit und lässt sich mit NICHTS gegenteiligem Addieren. So dann ich die Freiheit habe meinen AG selber auszusuchen, meinen Lohn aber nicht, kann ich nicht von Freiheit reden.
    Ich will nur eine Würstchenbude aufmachen, schon nimmt sich die Stadt die „Freiheit“ und belegt mich mit Forderungen, wo die meisten direkt aufgeben würden. Ich will mein eigenes Geld verdienen und setzte mich in mein Auto und will Fahrgäste befördern, schon nimmt sich die Taxilobby die „Freiheit“ und erzwingt Gesetze, die mich daran hindern werden. Ich will mich selbst ernähren, schon kommt die „Freiheit“ und verbietet mir das Angeln, das Jagen, das Pflücken, das Sammeln. Letztenendes, aller Versuche beraubt mich Frei am Leben zu halten, gehe ich betteln und da kommt die Stadt mit „Freiheit“ und jagt mich von einem Ort zum anderen.
    NUR wenn du deren Spielregeln einhälst, hast du die Chance etwas zu verdienen, musst aber die gleich mit bezahlen weil sie dir ja „Erlaubt“ haben diesen Job/Dienst auszuführen.
    Was ich sagen will: Wir sind NICHT Frei, noch nicht mal Frei denken dürfen wir, keine andere Meinung wird zugelassen und du darfst nur das was DIE dir freigeben— Das ist keine Freiheit, das ist Sklaventum auf sanfte Art aber das Ergebnis ist IMMER das Selbe..

    Der „Bahnbrechende“ Erfolg den wir immer zu hören und sehen bekommen, erinnert mich an die DDR, dort wurde auch nur von Erfolg zu Erfolg gelogen, was dann jeder sah, als die Imperialisten es geschafft hatten die „sanfte Revolution“ durch zu führen. Wir fahren seit ca. 120 Jahren IMMER noch den Motor vorne spazieren, der damals entwickelt wurde. Nun sind wir schneller geworden, brauchen weniger von dem, was wir heute eigendlich nicht mehr brauchen sollten, nämlich Benzin. Hier will ich auch nicht weiter erklären warum wir den immer noch brauchen.
    Computer, TV, Spieleconsole usw. Ja die sind rasant und „Bahnbrechend“, dienen aber nur der Überwachung und in Windows 8 ist sogar sowas inplementiert und kein „Virenfänger“ wird es je dedecktieren können, kommen doch alle Viren von denen, die diese Antiviersoftware schreiben.
    Scheiß Spiel, im Internet meinen Frei Surfen zu können, ja sogar zu denken das selbst dieser Tect hier, nur die trifft die es lesen sollen. Man sollte endlich begreifen daß das Internet NIEMALS vergisst und daher ALLE User in ALLER Zeit zur Rechenschaft gezogen werden können. Denn wenn DIE uns sagen das es Spionagesoftware gibt, kann der gesunde Mensch davon ausgehen das dies nur die Spitze des Eisberges ist und sich ganze Virenkulturen in den Eingeweiden des CPU´s tummeln, die letztlich nur der Spionage dienen.
    Hier ein Lobeslied auf die „letzte Bastion Industrie“ zu trällern ist in etwa so als wenn man nach der Henkersmahlzeit gefragt wird.
    Merke: NUR der Unfreie denkt über Freiheit nach, der wirklich Freie kann sich Unfrei NICHT vorstellen.

    • Bluesmann said

      Leider entspricht das der Realität derer sich die Meisten entziehen und lieber die Matrix vorziehen. Sie verschließen die Augen um nicht aus Ihrer „heilen Welt“ zu fallen … das wäre für diese ein zu großer Fall in die Tiefe welchen sie nicht glauben zu überstehen. Der Wahrheit ins Gesicht zu schauen dazu gehört Mut … aber es lohnt sich … das macht mich frei!

      • Frank said

        Ja das stimmt tatsächlich. Es währe ja was neues, die Wahrheit und weil sie NICHT wissen was die Freiheit so alles mit sich bringt, leugnen sie sie, eben zu feige dem Leben in die Augen zu schauen.
        Das kann man sehr gut an diesem so genanntem „Aktiven“ Urlaub, wo Animateure den Urlaubern alles, aber auch wirklich alles vorkauen und die Urlauber es nachmachen, mit einem Gesichtsausdruck den ich nicht zu beschreiben mag. Sollte der Animateur aber mal ausfallen, stehen diese „Dummen“ Affen wirklich da und wissen NICHTS mit sich anzufangen.
        Bluesmann, der Wahrheit ins Gesicht zu schauen, gleichzeitig zu wissen das man alleine NICHTS daran ändert, nicht aus dem „Gefängnis“ ausbrechen zu können und vor allem zu wissen das ALLES erlogen ist, das macht aber auch Krank und zwar seelich krank. Oben ist Unten, 1+1=3, Besser versklavt als Frei, auf Knien rutschen, sein Vaterland hassen, Überwacht zu werden und vor allem, zu wissen das dies nur die Spitze des Eisberges ist. Das macht wirklich Krank.
        Hoffendlich kommt bald die Zeit wieder wo ich frei und unverblümt schreiben kann: “ Ich bin Stoz auf mein Vaterland Deutschland!“ Das würde ich dann sofort in meinen Wagen hängen und hätte keine Angst mehr das er zerkratzt und demoliert wird.

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