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Archive for 10. März 2014

Verschwörung gegen die Ukraine von den USA bereits 1997 geplant?

Posted by krisenfrei - 10/03/2014

Wurde bereits 1997 durch die USA eine Verschwörung gegen die Ukraine geplant?

von Heiko Schrang  (macht-steuert-wissen)

Die USA als einzige Militärmacht die jemals Atombomben gegen eine Zivilbevölkerung einsetzte, und zwar in Japan mit Hundertausenden Toten, ist derzeit wieder mit ihrem Friedensnobelpreisträger Obama offiziell als „Friedensstifter“ in der Ukraine unterwegs.

Einstimmig wird in den westlichen Medien von der Verletzung des Völkerrechts und der internationaler Verträge durch Russland gesprochen. Die Putschisten werden medial-psychologisch als Kämpfer für die Freiheit und als Helden dargestellt. Russland dagegen als Aggressor, der durch seine Okkupationspolitik die Welt an den Abgrund bringen könnte. Insider haben aber das falsche Spiel der USA im Konflikt um die Ukraine längst durchschaut. Ein Sprichwort besagt nämlich: „Sage mir wer dich zum König gemacht hat und ich sage dir was für ein König du bist“.

Maßgeblicher Förderer Obamas und einer der größten Geostrategen hinter der expansiven und aggressiven Politik Amerikas der letzten Jahrzehnte ist Zbigniew Brzezinski (Berater von 5 US-Präsidenten) (Auszug aus dem vom bekannten Schauspieler Horst Janson gesprochenen Buch: „Die Jahrhundertlüge, die nur Insider kennen“, Hier die Bilder aus dem Tonstudio. Bereits in seinem 1997 erschienenen Buch „Die einzige Weltmacht: Amerikas Strategie und Vorherrschaft“, beschreibt er detailliert die politische Strategie gegenüber Russland. Brzezinski gilt neben Henry Kissinger als der führende Stratege der US-amerikanischen Außenpolitik im 20. Jahrhundert. Das Buch ist ein Plädoyer für Amerikas Vorherrschaft. Ziel der amerikanischen Politik ist die Verhinderung der „Entstehung eines eurasischen Imperiums, das Amerika an der Verwirklichung seines geostrategischen Ziels hindern könnte…“ Auf Seite 74 resümiert Brzezinski „Ohne die Ukraine ist Russland kein eurasisches Reich mehr“. Das geostrategische Ziel Amerikas ist und bleibt daher die Trennung der Ukraine von Russland, wodurch Russland zu einer „bedeutenden Mittelmacht“, mit anderen Worten nicht mehr Weltmacht degradiert würde.

Besonders hervor tut sich in diesem Zusammenhang der US-Außenminister John Kerry, der in der letzten Woche drei Fernsehauftritte hatte. Dort sagte er: „In einem ‚unglaublichen Akt der Aggression‘ habe Russland die Souveränität der Ukraine und mehrere internationale Verträge verletzt.“ Dann beklagte er in allen drei Talkshows fast wortgleich: „Man kann nicht einfach unter erfundenen Vorwänden in ein anderes Land einfallen, um die eigenen Interessen durchzusetzen.“

Daraufhin fragte die „Washington Post“ etwas beschämt: „In der Sache hat Kerry natürlich Recht, aber müssen ausgerechnet wir Amerikaner in diesem Punkt öffentlich moralische Belehrungen absondern?“ Ähnlich reagierten viele Zuschauer in diversen Internetforen. Sie erinnern sich an das kleine südamerikanische Grenada, in das Präsident Reagan 1983 das US-Militär geschickt hatte. Angeblich um die Sicherheit von ca. 500 US-amerikanischen Studenten besorgt, stürzte es die Regierung und beendete ganz nebenbei ein sozialistisches Experiment, indem der linksorientierte Premierminister Maurice Bishop von Putschisten exekutiert wurde. Die Annäherung der neuen Regierung an die Sowjetunion führte zu einer militärischen Intervention.

Doch das sind nicht die einzigen Verletzung des Völkerrechts, Angriffskriege, bzw. Stürze von demokratisch gewählten Regierungen durch die USA. Hier eine kleine Auswahl:

1947 – Griechenland
Die USA leisten, um eine kommunistische Machtübernahme zu verhindern, logistische, technische und finanzielle Unterstützung.

1950 bis 1953 – Korea
Die USA kommen, legitimiert durch die in sowjetischer Abwesenheit erfolgte Resolution 85 des UN-Sicherheitsrates, dem prowestlichen Regime in Südkorea zu Hilfe, das durch einen Überraschungsangriff des kommunistischen Nordens in schwere Bedrängnis geraten ist.

1953 – Iran
Verhandelt die USA mit dem Iranischen Premierminister Mossadegh über eine Entschädigung für die enteignete und verstaatlichte Anglo-Iranian Oil Company (Vorläufer des heutigen BP-Konzerns). Nach dem Scheitern der Verhandlungen drängt die USA den Schah Mohammad Reza Pahlavi zur Absetzung des demokratisch gewählten Premierministers. Die USA unterstützt mittels der CIA den blutigen Putsch.

1961 – Kuba
17. April 1961 – Eine von den USA finanzierte, ausgebildete und ausgerüstete Guerillagruppe aus Exilkubanern scheitert bei der Invasion in der Schweinebucht auf Kuba. Die Operation wird durch die amerikanische Bombardierung kubanischer Luftabwehrstellungen vorbereitet.

1964 – Brasilien
31. März 1964 – Mit logistischer Unterstützung durch die CIA wird der linksgerichtete Präsident João Goulart gestürzt. Es erfolgt die Errichtung einer von den USA favorisierten Militärdiktatur, die bis 1982 das Land beherrscht.

1964 bis 1982 – Bolivien
Die USA sind in eine Vielzahl von militärischen Staatsstreichen und Gegenrevolten verwickelt.

1965 – Dominikanische Republik
April bis September 1965 – Nach dem Sturz des linksgerichteten Präsidenten Juan Bosch und der Installation einer mit amerikanischer Hilfe eingesetzten Militärjunta entbrennt ein Bürgerkrieg. Die USA intervenieren mit 42.000 Marines und veranlassen Neuwahlen, aus denen Joaquin Balaguer – der zuvor 30 Jahre in Diensten der Trujillo-Diktatur gestanden hat – als Sieger hervorgeht und für die folgenden 35 Jahre eng mit den USA zusammenarbeitet.

1967 – Bolivien
Die bolivianische Armee wird in ihrem Kampf gegen die Guerilla durch die CIA angeleitet. Mit Hilfe des CIA wird der kubanische Revolutionär Ernesto Che Guevara in Bolivien aufgespürt und am 9. Oktober erschossen.

1970 – Kambodscha
März 1970 – Mit amerikanischer Unterstützung putscht sich der General Lon Nol an die Macht. Ausweitung des Vietnam-Krieges auch auf Kambodscha.

1976 – Angola
Die USA unterstützen die UNITA-Rebellen in ihrem Kampf gegen die marxistisch-leninistische MPLA-Regierung.

1977 – El Salvador
Die USA unterstützen die von ihnen eingesetzten oder gebilligten Regierungen im Kampf gegen die marxistisch-leninistische Opposition. In der Folge zerfällt das Land in einem zehnjährigen Bürgerkrieg.

1981 – Afghanistan
Die USA gewähren den Mudschahidin und anderen afghanischen Widerstandskämpfern massive finanzielle, militärische und logistische Hilfe in ihrem Kampf gegen die sowjetische Besetzung des Landes.

1985 – Nicaragua
1. Mai 1985 – Nach dem Wahlsieg der linksgerichteten Sandinisten vom 4. November 1984 verhängen die USA ein vollständiges Handelsembargo gegen Nicaragua, weil sich bei den Sandinisten sehr schnell die marxistisch-leninistischen Kräfte durchsetzen. Fortführung der Unterstützung der Opposition (Contras) zum Sturz des seit 1979 regierenden sandinistischen Regimes.

1998 – Sudan
20. August 1998 Als Vergeltung für die Terroranschläge auf die amerikanischen Botschaften in Kenia und Tansania führen die USA einen Luftangriff auf eine angebliche Giftgasfabrik durch, die sich später als die Asch-Schifa-Arzneimittelfabrik herausstellte.

1999 – Kosovo
März bis Juni 1999 Kosovokrieg – Ohne Mandat der Vereinten Nationen führt die NATO unter dem Kommando der USA umfangreiche Bombardements gegen Ziele in Jugoslawien durch, um einen Abzug serbischer Truppen und Polizei aus dem Kosovo zu erzwingen. Nach Abschluss eines Waffenstillstands wird die Provinz Kosovo von NATO-Truppen besetzt und ein Protektorat unter Verwaltung der Vereinten Nationen errichtet.

2001 – Afghanistan
In der Folge von Terrorakten, die angeblich islamische Fundamentalisten in New York und Washington am 11. September 2001 verübt haben sollen, griffen die USA Afghanistan an. Das dortige Taliban-Regime wurde zerschlagen und eine Amerika zugewandte Übergangsregierung eingesetzt.

2003 – Irak
20. März 2003 Irak – Die Koalition der Willigen) angeführt durch die USA, greift im Dritten Golfkrieg ohne UN-Mandat, den Irak an und beseitigt das Regime von Saddam Hussein.

2011 – Libyen
Frühjahr 2011 – Militärische Luftschläge sowie Marineeinsätze mit Marschflugkörpern gegen Libyen um eine Flugverbotszone durchzusetzen, um so die angeblichen Militärschläge des Machthabers Muammar al-Gaddafi gegen Zivilisten und Aufständische im Land zu verhindern.

„Der Krieg ist ein Vorgang, bei dem sich Menschen umbringen, die einander nicht kennen, und zwar zum Ruhm und zum Vorteil von Leuten, die einander kennen, aber sich nicht umbringen.“
(Paul Valéry)

Das Buch „Die Jahrhundertlüge, die nur Insider kennen“ ist jetzt auch als Kindle-E-Book, englisches E-Book und als Hörbuch, gesprochen von dem bekannten Schauspieler Horst Janson Zum Shop.

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P.S.: Ich erhebe keinen Anspruch auf Absolutheit für den Inhalt, da er lediglich meine subjektive Betrachtungsweise wiedergibt und jeder sich seinen Teil daraus herausziehen kann, um dies mit seinem Weltbild abzugleichen. Weitere Anregungen auch in unserem Newsletterarchiv unter http://www.macht-steuert-wissen.de

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Gute Nacht, Ukraine!

Posted by krisenfrei - 10/03/2014

von Niki Vogt (schildverlag)

Schon wenige Tage, nachdem die „Neue Koalition“ in Kiew ans Ruder gekommen ist, schlägt diese „prowestliche Umsturzregierung“ den Weg ein, der zu befürchten war. Das Land wird in bittere Armut stürzen und eine dramatische Verelendung erleiden. Der neue „Ministerpräsident“, der Banker Arsenij Jatsenjuk (ähnlichkeiten mit Monti, Draghi & Consorten sind rein zufällig) hat bereits verlautbart, daß er die Ausgaben des Staates um mehr ls 15% kürzen wird, um einen IWF-Kredit zugeteilt zu bekommen.

Der IWF scharrt schon mit den Hufen, um das nächste Land in s Elend zu treiben und auszplündern, wie es bereits in Asien und Südamerika erfolgreich gelungen ist. So fordert der IWF beispielsweise die Streichung der Subventionen für Erdgas. Daß das gerade die Ärmsten in der Ukraine lebensgefährlich bedroht ist ja wurscht. Dann erfrieren eben ein Paartausend mehr.
Jatsenjuk ist jetzt schon stolz auf seine grausame Politik: „Ich werde der unbeliebteste Ministerpräsident in der Geschichte der Ukraine sein“.

Eine der größten Forderungen der Bevölkerung: die Herrschaft der Oligarchen zu beenden. Genau das ist nicht passiert – und das ist typisch für die vom Westen betriebenen „Aufstäne“: Am Ende sind die verbrecherischen Oligarchen noch fester im Sattel als vorher.
Kein Wunder, daß nun nicht nur die vom Westen an die Macht geputschten Gauner und auch Klitschko verhaßt ist, sondern auch die Schwerreichen, die von der internationalen Finanzelite gehätschelt und an die Hebel der Macht gesetzt werden.

Noch schöner: Ministerposten werden an ganz offen auftretende Faschisten vergeben. Jüdische Gemeinden in der Ukraine fliehen teilweise geschlossen nach Rußland oder auf die Krim, aus Angst den ukrainischen Nazis in die Hände zu fallen und massakriert zu werden. Aber auch russisch-stämmige Ukrainer fliehen in Massen nach Rußland hinein. Etwa 150.000 Flüchtlinge sollen es jetzt sein, die fürchten, Progromen zum Opfer zu fallen.

Der Westen kann stolz sein, und die Medien lügen weiter.

 

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Wider den Zerfall Europas – Ein Plädoyer aus der Schweiz

Posted by krisenfrei - 10/03/2014

Walter Beutler (walbei)

Unter dem Titel «Der bürgerliche Pakt mit dem Nationalismus» hat Yves Wegelin in der Wochenzeitung (WOZ) eine kluge politische Analyse zur aktuellen Befindlichkeit der Europäischen Union veröffentlicht. Er zeigt darin, warum der Nationalismus in ganz Europa wieder auf dem Vormarsch ist – mit kräftiger Unterstützung aus der Schweiz – und was für ein Kraut dagegen gewachsen ist. – Eine Leseempfehlung.

Immer seltener hört man öffentliche Stimmen, die sich für ein starkes, freiheitliches und demokratisches Europa der Bürger einsetzen. Grosse KleinkrämerInnen und kleine Grossmäuler beherrschen die Szene und haben aus der ursprünglich anspruchsvollen Idee Europa, aus dem Friedensprojekt, einen Krämerladen gemacht, einen «europäischen Binnenmarkt» mit ein paar Gewinnern und ganz, ganz vielen Verlierern. Wie konnte es dazu kommen?

Wegelin holt weit aus, um aufzuzeigen, wie schon nach der Ölkrise 1973 die Regierungen vieler europäischer Länder die wirtschaftlichen Verwerfungen durch Reformen nach den ultraliberalen Rezepten von Friedrich Hayek in den Griff zu bekommen suchen: die ersten Schritte auf dem Weg zum europäischen Binnenmarkt, «in dem sich das Kapital frei bewegen konnte; in dem Firmen in jedes Land frei exportieren durften; und in dem ihnen der freie Personenverkehr Zugriff auf die nötigen Arbeitskräfte verschaffte».

In der Folge lieferten sich die Mitgliedsstaaten des Binnenmarktes einen äusserst kostspieligen und fatalen Wettlauf zunächst um Kapital – durch Senkung der Unternehmenssteuern – und dann um Firmen, unter anderem durch die Deregulierung der Arbeitsmärkte. Die Folge: Höhere Staatsausgaben wegen steigender Arbeitslosigkeit standen geringeren Steuereinnahmen gegenüber, was zu einer deutlichen Zunahme der Staatsverschuldung führte, in einigen Staaten zu einem nicht weniger deutlichen Anwachsen der Privatverschuldung, erleichtert durch eine lasche Praxis der Kreditvergabe.

Der autoritäre Geist in den Anfängen der Demokratie

Im Jahr 2008 kam dieses System an seine Leistungsgrenze. Die Schuldenblase drohte zu platzen. Doch statt das Steuer herumzureissen, wurde dasselbe Prinzip, das in den Abgrund geführt hatte, nun in verschärfter Form angewandt, um die Staatshaushalte zu stabilisieren. Wie konnten und können die Regierenden in einer Demokratie solche Massnahmen gegen die Interessen der eigenen Bevölkerung durchsetzen, «ohne von den WählerInnen weggefegt zu werden»?

Hier holt Wegelin noch weiter aus, geht zurück bis in die Anfänge der Demokratien europäischen Zuschnitts und führt uns nach meinem Dafürhalten einige grundlegende Probleme vor, die zum heutigen Demokratiedefizit und damit zum eigentlichen Schlamassel der Europäischen Union geführt haben. Da ist zunächst der «autoritäre Geist», der die ersten Schritte hin zur Demokratie beherrschte: Aus Angst, die Demokratie würde direkt in den Kommunismus führen, wandten sich die Bürgerlichen und Konservativen jener Zeit gegen die Demokratie. Damals, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, war neben den Bürgerlichen die Arbeiterschaft als weitere und erstarkende politische Kraft entstanden. Die Demokratie aber wurde zum Privileg der Besitzenden – indem die Kompetenzen der Parlamente deutlich beschnitten oder – etwa in Britannien – eine zweite Kammer mit vererbten Sitzen geschaffen wurde. In einigen Ländern waren nur jene Männer wahlberechtigt, «die einen höheren Beruf ausübten oder Eigentum besassen».

Wenn Angela Merkel eine «marktkonforme Demokratie» fordert, so atmet hier der autoritäre Geist noch heute unüberhörbar. Doch viel wirkmächtiger kommt dieser Geist in den undemokratischen Strukturen der EU und in aktuellen politischen Vorgängen zum Ausdruck – etwa im unverhohlenen Diktat der EU gegenüber Ländern wie Griechenland, Irland und Portugal, die gezwungen werden, «Staatsstellen zu streichen, Sozialleistungen zu kürzen, Löhne zu senken sowie Bahnbetriebe, Stromunternehmen oder Häfen zu privatisieren».

Nationalismus als Ablenkungsmanöver

Dieser autoritäre, undemokratische Geist der EU ist es, der in den einzelnen Ländern – auch in der Schweiz, die ja ebenso Teil des europäischen Binnenmarktes ist – antieuropäische Reflexe auslöst und nationalistische Gefühle befeuert.

Auch der Nationalismus als politische Kraft ist Ende des 19. Jahrhunderts geboren, laut Wegelin als Instrument der Bürgerlichen, um «die Massen, deren Groll sich in Revolten zu entladen drohte, als Nation hinter sich zu scharen, indem sie sie gegen ihre Nachbarn aufhetzten». Denn der reine Autoritarismus hatte in Europa seine besten Zeiten hinter sich und war kraftlos, abgeschmackt geworden. Es war hauptsächlich jener Nationalismus, der zu den beiden Weltkriegen führte und Europa zugrunde richtete. «Europas Bürgertum hatte seine wirtschaftlichen Interessen im eigenen Nationalismus ertränkt.»

Und derselbe Nationalismus wird heute wieder bemüht, um den Unmut der Menschen, die vom Abstieg bedroht sind oder in Armut versinken, in nationalistischer Manier gegen die anderen, die Fremden zu lenken – statt gegen die wahre Ursache ihres Abstiegs und ihrer Verarmung. Die bürgerlichen Politiker werden darin von den Parteien am rechten Rand vor sich her getrieben und lassen sich auf einen gefährlichen Pakt mit dem Nationalismus ein. Wegelin benennt deutlich die Logik hinter dieser bürgerlichen Politik:

«Erst hat sie den demokratischen Nationalstaat entmachtet, um die Unternehmenssteuern zu senken, die Sozialwerke zu stutzen und den Arbeitsschutz auszuhebeln. Und nun präsentieren sich die Bürgerlichen als die Kraft, die dem Staat die verlorene Kontrolle zurückgibt – als AnwältInnen der inländischen Bevölkerung, deren Arbeit, Sozialgelder und Heimat sie gegen die Migrantinnen verteidigen. Nicht mit der Absicht, die Grenzen für Einwanderer zu schliessen, sondern mit dem Ziel, ihre Arbeitsrechte zu beschneiden.»

Eine solche Stossrichtung verfolgt die Schweizerische Volkspartei (SVP) seit vielen Jahren – mit zunehmendem Erfolg. Immer wieder staunt man ja, wie sie Teile des Mittelstands und die einfachen Leute zu Anhängern einer Politik macht, die ihren eigenen Interessen klar zuwiderläuft. Laut Wegelin ist die SVP europaweit eine Wegbereiterin der oben skizzierten Politik.

Der gezähmte Kapitalismus

Die Katastrophe des Zweiten Weltkriegs bewirkte aber auch, dass der Kapitalismus in gewisser Weise gezähmt wurde. In jener Zeit, als die nationalistischen Parolen bis auf weiteres diskreditiert waren, «wollten sie [die Bürgerlichen] die Menschen gewinnen, indem sie sie am Reichtum teilhaben lassen. […] Zur Ikone dieses ‹eingebetteten Liberalismus› wurde der britische Diplomat und Volkswirt John Maynard Keynes, einer der Architekten der Nachkriegsordnung.»

Die Finanzwelt wurde an die Kandare genommen, der Kapitalverkehr verstärkt reguliert. Das Kapital sollte von nun an Diener der Menschen sein statt ihr Herr und Gebieter. Der Wohlfahrtsstaat wurde geboren – und die soziale Marktwirtschaft. Es folgten die gloriosen dreissig Jahre des wirtschaftlichen Aufschwungs und des zunehmenden Wohlstands für alle – für fast alle …

Mit der Schaffung des europäischen Binnenmarktes wurde diese Zähmung des Kapitals wieder rückgängig gemacht. Wegelin plädiert nun dafür, auf die übernationale, europäische Ebene zu heben, was sich auf nationaler Ebene bewährt hatte, bevor der Binnenmarkt die sozialen Verwüstungen anrichtete: indem Unternehmenssteuern, die Sozialwerke und der Schutz des Arbeitsmarkts europaweit harmonisiert würden, um so «der EU eine ‹soziale Dimension› zu geben […]. Mit dem Ziel, die dreissigjährige Abwärtsspirale, die sich im Wettstreit um das Kapital ergeben hat, umzukehren. Damit würde sich Europa wieder vom Autoritarismus und vom Nationalismus lösen können, die den Kontinent zunehmend bedrohen.»

Die Schweiz bräuchte nicht auf diese Harmonisierung zu warten, sondern könnte getrost vorangehen, denn sie gehört – zusammen mit Deutschland – zu den Gewinnern der Krise und könnte sich den sozialpolitischen Alleingang leisten. Wenn die wirtschaftlichen Interessen nicht wieder «im Nationalismus ertränkt» werden sollen, sind die Bürgerlichen in der Schweiz, aber auch anderswo gut beraten, mit den Linken einen Pakt einzugehen. Denn die Menschen in der Schweiz werden eine (weitere) Integration in den europäischen Binnenmarkt nur akzeptieren, wenn diese durch eine soziale Absicherung flankiert ist. «Der Pakt mit dem Nationalismus ist keine Alternative.»

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Anmerkungen:

  • Hier geht es zum Original des empfohlenen Textes von Yves Wegelin , erschienen am 20. Februar 2014 in der WOZ. Alle Zitate sind diesem Originaltext entnommen.
  • Zur Abbildung: «Europa und der Stier» von Paul Manship (1924), Bronze auf Sockel aus Marmor. Foto von cliff1066™ via flickr (CC-Lizenz). Die Skulptur zeigt Zeus in Gestalt eines Stiers und die Prinzessin Europa. Der König der Götter verliebte sich in die Prinzessin, als sie am Meer Blumen pflückte. Er näherte sich ihr in Form eines grossen weissen Stiers. Sie war zunächst erschrocken, begann aber bald mit dem Geschöpf zu spielen. Als sie schliesslich auf dessen Rücken sass, schwamm Zeus mit ihr über das Meer nach Kreta.

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Die nachgemachten und deshalb visionslosen EU-Europäer…

Posted by krisenfrei - 10/03/2014

Dr. Georg Chaziteodorou (berlin-athen)

Es sollte klar sein, dass die unter khasarisch – freimaurerischen Druck immer enger «kooperierenden» Volkswirtschaften längst nicht mehr nur dem internen Manöver ihrer jeweiligen eigenen Zentralbank unterliegen, sondern obendrein zahlreichen diese Manöver überlagerten und überlagern internationalen, bisweilen weltweiten Währungsmanipulationen größten Stils

Dr. Georg Chaziteodorou

Die EU von heute kann seine Stärke, seine Relevanz, seinen Idealismus und damit seinen Rückhalt in der europäischen Bevölkerung nur wieder gewinnen, wenn sie sich fundamental verändert und sich von der Khasaren Herrschaft befreit. Sonst bleibt sie für Alle Ewigkeiten ein Nischenspieler unter der Herrschaft des internationalen politischen Zionismus.
Bis heute sind Europas Strukturen undurchsichtig-technokratisch geblieben. Es fehlen sowohl Visionen für ein Europa von morgen als auch die demokratisch legitimierten Entscheidungsprozesse, die zu einem solchen hinführen könnten. Europa wird von nicht Europäern regiert und weiß nicht, was es will. Es ist deshalb unter Führung von nachgemachten Europäern bereits zur Provinz geworden. Weltpolitik spielt sich in den USA und zunehmend in Asien und in Russland ab. Dadurch verringern sich zunehmend die wirtschaftspolitischen Optionen Europas.

Dieses Gebilde ist bereits zum Objekt von wirtschaftlichen Entwicklungen, die nicht nur in den USA, sondern mittlerweile auch in China und Russland gestaltet werden. Die USA dominiert die Finanzmärkte, und die europäische Wirtschaft passt sich an. China macht sich auf den Energie- und Rohstoffmärkten und Indien auf den Dienstleistungsmärkten bemerkbar und Europa ist auf die Rolle eines von dem internationalen politischen Zionismus geführten Nischenspielers zurückgezogen.

Das sieht man deutlich bei der derzeitigem Ukraine-Staatsstreich khasarischer Oligarchen. All diesen Ukrainisch – khasarischen Multimilliardären, ähnlich mit ihren amerikanischen Brüdern vor und während des zweiten Weltkrieges die mit den Nazis zusammenarbeiteten, arbeiten heute auch eng mit den Nazis der derzeitigen ukrainischen Regierung zusammen.

Die europäische klein karierten Nischenspieler, im Auftrag des internationalen politischen Zionismus, haben noch nicht begriffen oder begreifen dürfen, dass hinter der USA-Bewegungen in der Ukraine, der Kampf des internationalen Zionismus steht wo es um die Herrschaft in Eurasien geht. Aus geostrategischen Überlegungen kann Russland weder von der Ukraine fernbleiben noch dieses Land den khasarischen Oligarchen auf Wunsch der europäischen «Plebs» überlassen.

Die Bezeichnung «Plebs» stammt von Rom und beschrieb die Entscheidungen die in Athener Volksversammlung von der Masse des niederen Volkes, der «Plebs» getroffen wurden. Bei den Geschworenen Gerichten während des «attischen Seebund» waren in Athen fälschliche Anklagen an der Tagesordnung. Das brachte Richtersold und Geschworenengeld und eingezogene Vermögen, wie heute auch von der USA und der EU als Sanktionen praktiziert wird.

Bei den Beamten war während der Zeit Aristophanes (er hat ungefähr zwischen 447 und 386 v. Chr. gelebt) Unfähigkeit und Bestechlichkeit (wie heute bei der EU) nicht ungewöhnliches. Die Bundesgenossen der EU heute haben viel gemeinsam mit den Bundesgenossen des attischen Seebundes. Sie sind vielfältig Unterworfene. Der Zwangscharakter der attischen Vorherrschaft im Seebund zeigte sich immer dann besonderes deutlich, wenn einzelne Bundesgenossen von Athen abfielen. Denn dann drohte nicht nur die militärische Niederwerfung, die Schleifung von Befestigungsanlagen und gegebenenfalls die Auslieferung der eigenen Flotte. Auch Versklavung und exemplarisch harte Bestrafung (z.B. Zypern von heute durch die EU) von Teilen der Bevölkerung sowie die Ansiedlung athenischer Kolonisten gleichsam als Kontrollbesatzung gehörten zu den Folgesanktionen, teils in Verbindung mit einem Umsturz des politischen Systems.

Wer von den heutigen und nachgemachten Europäern Gehirnmasse und nicht Stroh im Kopf hat, sollte die EU mit den damaligen attischen Seebund vergleichen. Wenn der internationale politische Zionismus durch die USA und der EU in China noch nicht an der politischen Entwicklung drehen kann und der Drehversuch im Iran nach dem Syrien Fehlschlag umgeplant ist, soll heute Russland ein für alle Male isoliert werden. Dieser Planungswunder aber ist zum scheitern verurteilt! Ein neo-Aristophanes wurde dieser Planungswunder der USA und der EU wieder niederschreiben, wie der alt-Aristophanes für das alte Planungswunder der Athener mit dem Titel «die Babylonier», getan hat.

Zu Erinnerung: Die Athener bekamen 428 v. Chr. an den Dionysien Aristophanes die erste politische Komödie zu sehen: Die Babylonier. Der Chor stellte in der Maske von Sklaven im harten Dienst an der Handmühle die Bundesstädte Athens (im so genannten «Attischen Seebund») vor – bei den Großen Dionysien d.h. in Gegenwart der Gesandten eben dieser Städte, was Aristophanes eine Klage vor dem Rat durch Kleon (für Thukydides der gewalttätigste Mann Athens) einbrachte. Die Klage hielt Aristophanes nicht ab, das Großmachstreben Athens (heute des internationalen politischen Zionismus mit amerikanischen und europäischen Sklaven!), die Kriegstreiberei und vor allem die Demagogen -Alle voran Kleon (heute Barack Obama und Jose Manuel Barroso)- in seiner Komödie zu geißeln.

Unter dem Einfluss des Kleon, beschloss die Ekklesia von Athen nicht nur die Exekution sämtlicher von Paches zugestellter Aufständischer sondern die Tötung der gesamten männlichen Bürgerschaft Mytilenes und die Versklavung aller Frauen und Kinder. Zwar wurden die von Paches überstellten etwas über 1.000 Hauptschuldigen der Erhebung gegen Athen auf Kleons Antrag getötet, Mytilenes Befestigungen geschleift und seine Schiffe von den Athenern übernommen. Die bereits angesetzte Aktion zur Massenhinrichtung und Versklavung der Gesamtbevölkerung Mytilenes konnte aber durch eine mit speziellen Anreizen geförderte Ruderleistung auf der mit einem Tag Rückstand gestarteten Triere bei ihrer Ankunft auf Lesbos durch die Übermittlung des geänderten Beschlusses gerade noch verhindert werden.

Etwa ein Jahrzehnt später fand ein Übergriff Athens auf die Bewohner der Insel Melos statt. In einer als Lehrstück zynischer Machtpolitik berühmt gewordenen Auseinandersetzung, dem Melier-Dialog des Thukydides, forderten die Athener ultimativ den Beitritt der Melier zum Attischen Seebund.

Die Geschichte bis heute zeigt, wie der Besuch vor kurzem des Staatspräsidenten der BRD in Athen, dass Rechtliche Rücksichten (Zahlung von Reparationskosten und Kriegskrediten) seien nur bei gleichen Kräfteverhältnissen der Kontrahenten von Bedutung (Israel bzw. die Juden könnten an der BRD diktieren was sie wollten und bekamen es auch). Ansonsten gelte das Recht des Stärkeren zu größtmöglicher Herrschaft über den Schwächeren, Der Hass der Unterworfenen unterstreiche die Stärke der Vormacht. Die athenische Belagerung konnten die Melier nicht standhalten. Nachdem sie sich der Übermacht ergeben hatten, erlitten sie gerade das Schicksal, das der Bürgerschaft Mytilenes im letzten Moment erspart geblieben war.
Der Verfasser dieser Abhandlung versucht, wie Aristophanes in seiner Komödie «die Babylonier» für den attischen Seebund getan hat, die EU von heute zu geißeln. Abhilfe für die EU kann nur eine grundlegende Neuordnung schaffen, die demokratische Mindeststandards wie politische Gleichheit und Gewaltenteilung einhält und eine «Regierung (Kommission, Rat und Parlament ohne Freimaurer und Söhne Abrahams) durch und für Bürger» ermöglicht.

Die Befreiung der Regierung von Mitgliedern der «Bündnissen» (Freimaurerlogen, Rotary-Klubs, PEN-Klubs, Bilderberg, B’nai Β’rith (söhne des Bundes), CFR, Trilateral Commission u.a.) und die Behebung der Demokratiemängel in der EU ist zwar nicht alles, aber ohne diese Befreiung und Behebung ist alles nichts. Von diesen «Bündnissen» ist die größte und unverschämte Lüge die in den feierlich proklamierten Zielen der EU steckt, entworfen worden.

Wie die neuzeitliche Ausplünderung der südeuropäische Völker zeigt, es ging bei der Proklamation der EU in Maastricht 1992 tatsächlich weder um eine «Stärkung der Solidarität» zwischen den Völker Europas noch um deren «wirschaftlichen und sozialen Fortschritt» und schon gar nicht um die «Stärkung der Identität und Unabhängigkeit Europas». Es ging und es geht ausschließlich nur um vielfältiger Unterworfenheit und um die Ausplünderung der EU-Völker ohne Krieg.

Das viel beschriebene Demokratiedefizit und die Erosion der Rechtsstaatlichkeit in der EU zeigt, dass auch die «Blinde Göttin» ist eine einäugige Prostituierte die schielt. Der Brüsseler Korpsgeist (in der Kommission, Rat und Parlament) aus Freimauern setzt sich mit allen Mitteln zur Wehr um von den vielen Mängeln und Fehlentwicklungen der EU abzulenken: Von der Überbürokratisierung, der Verschleuderung von Milliarden Euro für unsinnige Projekte und eine zweifelhafte Strukturpolitik, dem Sumpf von Betrug und Korruption, der unsinnigen Eurozone, von der total durch die private Hochfinanz kontrollierten EZB und vieles andere mehr.

Man benötigt überhaupt nicht die EZB. Man benötigt nur die nationalen Zentralbanken aber 100% im Besitz der Nationen der Mitgliedsstaaten. Die Schaffung einer vom Staat 100 % «abhängigen» und betriebenen Zentralbank befreit die Politiker von der Aufhäufung immer gewaltigerer Schulden im Staatshaushalt zu zwingen, woraus ja die entsprechend riesigen Summen an Zinszahlungen resultieren, die sonst durch permanente Steuererhöhungen durch Ausplünderung der einzelnen Familien, aufgebracht werden müssen.

Man benötigt für die EU-Wahlen am 15.05.2014 ein einheitliches und gerechtes Wahlsystem, mit Ausschluss aus den Wahllisten jedes Mitgliedstaates allen Mitglieder von den bereits genannten «Bündnisse», für ein arbeitsfähiges Europäisches Parlament. Sonst, «Verräter ist, wer für das Europa der Hochfinanz arbeitet und damit beweist, dass er seine Nation nicht liebt, seine Familie zur Ausplünderung freigibt und sich selbst an die Khasaren aufgegeben hat. Es trug dieser Verräter bei, dass die europäischen Nationen große Schafsherden geworden sind, die nur ans Fressen denken, und mit Hilfe guter freimaurerischer Hunde die khasarische Schäfer können sie führen, wohin sie wollen».

Es sollte klar sein, dass die unter khasarisch – freimaurerischen Druck immer enger «kooperierenden» Volkswirtschaften längst nicht mehr nur dem internen Manöver ihrer jeweiligen eigenen Zentralbank unterliegen, sondern obendrein zahlreichen diese Manöver überlagerten und überlagern internationalen, bisweilen weltweiten Währungsmanipulationen größten Stils.

Gezielt und im Sinne eines Herrschaftsprinzips betreibt der internationale politische Zionismus in der EU die Vereinzelung der Bundesgenossen der EU, indem sie sowohl bei der Eintreibung der Zinstribute als auch Rechtsstreitigkeiten stets einzeln sich vornehmen. Nach der Ausplünderung der DDR, Hellas, Portugals, Spaniens, Irlands wird auch die Ausplünderung der übrigen EU-Mitgliedsstaaten folgen. Bestehende steuerliche oder staatliche Zusammenschlüsse mancher Mitgliedsstaaten der EU werden zu diesem Zweck von ihnen durch die fünften Kolonnen aufgelöst oder zerschlagen.

Das beste Beispiel hierbei zeigen Hellas und Zypern. Zypern darf und wird wie Serbien (Kosovo) zerteilt werden, aber Ukraine nicht! Diesen demütigenden Zustand beschreibt ein Anhänger der vordemokratischen Gesellschaftsstrukturen Athens den Auftritt eines vor die attischen Gerichte zitierten Bundesgenossen, der dort gezwungen sei, «schön zu tun in der Erkenntnis, dass er nach Athen kommen muss, um Buße zu geben und zu nehmen…und er ist gezwungen, in den Gerichtshöfen sich auf die Knie zu werfen und, sowie einer eintritt, ihn bei der Hand zu fassen. Deshalb also stehen die Bündner (wie heute die EU-Mitgliedsstaaten) eher als Knechte des Volkes von Athen (des internationalen politischen Zionismus) da».

PD. Dr.-Ing. Georg Chaziteodorou
Bleibergweg 114, D-40885 Ratingen
Tel.+Fax: 02102 32513
E-Mail: chaziteo@t-online.de

 

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Scheinheiligkeit dieser Größenordnung verdient Respekt!

Posted by krisenfrei - 10/03/2014

William Blum  (antikrieg)

 Wenn es kompliziert und verwirrend wird, wenn Sie überwältigt sind von zuviel Information, die sich täglich ändert, von zu vielen Erklärungen, manche widersprüchlich … versuchen Sie, das in irgendeine Art von Zusammenhang zu bringen, indem Sie zurück treten und sich das größere, langfristige Bild vor Augen führen.

Die Vereinigten Staaten von Amerika streben nach der Weltherrschaft, Hegemonie wo immer nur möglich, das ist ihre Hauptbeschäftigung seit über einem Jahrhundert, das ist es, wovon sie leben. Die Vereinigten Staaten von Amerika, NATO und die Europäische Union bilden das Heilige Triumvirat. Das Heilige Triumvirat hat Tochterorganisationen, in erster Linie den Internationalen Währungsfonds (IMF), die Weltbank (WB), die Welthandelsorganisation (WTO) und den Internationalen Strafgerichtshof (ICC) … sie alle tragen dazu bei, die Regierungen auf Linie zu bringen, denen das Gütesiegel des Heiligen Triumvirats fehlt: IMF, WB und WTO drücken ihnen fundamentalistische Marktstrukturen auf Auge, während politische Führer aus Ländern, die zu unabhängig handeln, damit bedroht werden, dass sie zwecks harter Bestrafung vor den ICC gezerrt werden, während die Vereinigten Staaten von Amerika Sanktionen gegen Regierungen und ihre Anführer verhängen, wie es nur der König der Sanktionen kann, dem jeder Sinn für Scheinheiligkeit oder Ironie abgeht.

 

Und wer bedroht die Oberherrschaft der Vereinigten Staaten von Amerika? Wer kann die Hegemonie des Heiligen Triumvirats herausfordern? Nur Russland und China, wenn sie auch so imperialistisch wären wie die Mächte des Westens. (Nein, die Sowjetunion war nicht imperialistisch, das war Selbstverteidigung: Osteuropa war eine vom Westen schon zweimal für eine Invasion benutzte Autobahn, mit zig Millionen von getöteten und verwundeten Russen.)

 

Seit dem Ende des Kalten Krieges haben die Vereinigten Staaten von Amerika Russland umstellt, eine Basis nach der anderen eingerichtet, unablässig nach neuen Ausschau gehalten, darunter in der Ukraine, eine Raketenstellung nach der anderen mit Moskau in Reichweite; die NATO hat eine ehemalige Sowjetrepublik nach der anderen geschnappt. Das Weiße Haus und die unkritischen amerikanischen Mainstream-Medien haben uns versichert, dass derartige Operationen nichts mit Russland zu tun haben. Und zu Russland sagte man das Gleiche, sehr zur anhaltenden Skepsis Moskaus. „Sehen Sie,“ sagte der russische Präsident Vladimir Putin vor einigen Jahren über die NATO, „ist das eine militärische Organisation? Ja, sie ist militärisch. … Bewegt sie sich in Richtung unserer Grenze? Sie bewegt sich in Richtung unserer Grenze. Warum?“

 

Das Heilige Triumvirat würde liebend gerne die Ukraine von Moskaus Busen reißen, die russische Schwarzmeerflotte hinauswerfen und eine militärische Präsenz der Vereinigten Staaten von Amerika/der NATO an Russlands Grenze aufbauen. Kiews Mitgliedschaft in der Europäischen Union ließe dann nicht mehr lange auf sich warten, damit das Land die Freuden des Neokonservatismus genießen, die Wohltaten des standardisierten Privatisierungs-Deregulierungs-Sparprogramm-Pakets empfangen und sich Portugal, Irland, Griechenland und Spanien als verarmtes Stiefkind der Familie anschließen kann; aber kein Preis ist zu hoch, um Teil des glorreichen Europa und des Westens zu sein! 

 

Die ukrainischen Aufrührer und ihre Unterstützer unter den Mächten des Westens kümmerten sich nicht darum, wer ihre ukrainischen Verbündeten waren bei der Durchführung ihres Staatsstreiches gegen Präsident Viktor Janukowitsch im letzten Monat … Strolche, die Polizisten in Brand setzten … alles Methoden von Rechtsextremisten, unter ihnen tschetschenische islamische Militante … ein Vertreter der ultrarechten Svoboda-Partei als Mitglied der neuen Regierung, der damit droht, die Atomwaffen der Ukraine in drei bis sechs Monaten wiederherzustellen … die Scharfschützen, die auf Demonstranten schossen, die anscheinend nicht waren, was sie zu sein schienen (ein abgehörtes Telefongespräch zwischen Urmas Paet, dem estnischen Außenminister, und der Außenbeauftragten der EU Catherine Ashton enthüllt Paets Äußerung: „Es gibt jetzt immer mehr Hinweise, dass hinter den Scharfschützen nicht Janukowitsch stand, sondern jemand von der neuen Koalition.“) … Neonazi-Demonstranten in Kiew, die offen judenfeindlich auftraten, mit einer Fahne zu Ehren von Stepan Bandera, dem berüchtigten ukrainischen Nationalisten, der im Zweiten Weltkrieg mit den deutschen Nazis kollaborierte und dessen Milizen an Gräueltaten gegen Juden und Polen beteiligt waren. 

 

Die israelische Zeitung Haaretz berichtete am 24. Februar, dass der ukrainische Rabbi Moshe Reuven Azman „die Juden von Kiew anwies, die Stadt und möglichst auch das Land zu verlassen.“ Edward Dolinsky, Vorsteher einer Dachorganisation ukrainischer Juden, beschrieb die Situation der Juden in der Ukraine als „düster“ und bat Israel um Hilfe.

Alles in allem eine fragwürdige Bande von Verbündeten für eine zwielichtige Sache, welche erinnert an die Strolche der Kosovo-Befreiungsarmee, die Washington 1999 im Zuge eines damaligen Regimewechsels an die Macht gebracht und bis heute gehalten hat.

Das bereits berühmte aufgezeichnete Telefongespräch zwischen der Spitzenvertreterin des Außenministeriums der Vereinigten Staaten von Amerika Victoria Nuland und dem Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika in der Ukraine, in dem sie besprechen, welche Ukrainer Washington in der neuen Regierung haben möchte und welche nicht, ist ein Beispiel für diese Regierungswechsel-Mentalität. Nulands Wahl Arseniy Jatseniuk wurde interimistischer Premierminister.

 

Die National Endowment for Democracy (NED – Nationale Stiftung für Demokratie), eine 1983 von der Reagan-Administration gegründete Agentur zur Förderung politischer Aktion und psychologischer Kriegsführung gegen Staaten, die die Außenpolitik der Vereinigten Staaten von Amerika nicht liebt, ist Washingtons führendes nichtmilitärisches Werkzeug für die Ausführung von Regimewechsel. Die NED-Website führt 65 Projekte an, die sie in den letzten Jahren in der Ukraine finanziell unterstützt hat. Die Beschreibungen der Projekte durch die NED schweigen sich aus über die Tatsache, dass ihre Programme die grundsätzliche Philosophie vermitteln, dass arbeitenden Menschen und andere Bürgern am besten gedient ist unter einem System des freien Unternehmertums, der Klassenzusammenarbeit, gemeinsamen Verhandelns, minimaler Eingriffe der Regierung in die Wirtschaft und Gegnerschaft zu Sozialismus in welcher Form oder Erscheinung auch immer. Eine freie Marktwirtschaft wird gleichgestellt mit Demokratie, Reform und Wachstum, wobei die Vorteile ausländischer Investitionen in ihre Wirtschaft betont werden.

 

Die Idee dahinter war, dass die NED irgendwie offen das machen würde, was die CIA seit Jahrzehnten im Geheimen gemacht hat, und somit das Stigma eliminieren, das mit den geheimen Aktivitäten der CIA verbunden ist. Allen Weinstein, der beigetragen hat zur Entwicklung der Gesetze zur Schaffung der NED, erklärte 1991: „Eine Menge von dem, was wir heute machen, wurde vor 25 Jahren geheim von der CIA gemacht.“

 

Die NED bekommt praktisch ihre gesamte Finanzierung von der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika (insgesamt $5 Milliarden seit 1991), bezeichnet sich aber gerne als NGO (Nichtregierungs-Organisation), weil das im Ausland hilft, eine gewisse Glaubwürdigkeit zu behalten, die eine offizielle Behörde der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika vielleicht nicht hat. Aber NGO ist die falsche Kategorie. NED ist eine GO (Regierungs-Organisation). Ihre langfristige Intervention in der Ukraine ist so supralegal wie der russische Militäreinsatz dort. Der Journalist Robert Parry hat beobachtet:

„Für NED und amerikanische Neokonservative hielt Janukowitschs Legitimität nur so lange, als er europäische Forderungen nach neuen ‚Handelsvereinbarungen’ und strengen wirtschaftlichen ‚Reformen’ akzeptierte, die vom IMF verlangt wurden. Als Janukowitsch über diese Verträge verhandelte, wurde er gelobt, aber als er den Preis für die Ukraine als zu hoch befand und sich für ein großzügigeres Abkommen mit Russland entschied, wurde er sofort zu einem Angriffsziel für ‚Regimewechsel.’“

Somit haben wir zu fragen, was Herr Putin gefragt hat: „Warum?“ Warum hat NED 65 Projekte in einem fremden Land finanziert? Warum bereiteten Vertreter Washingtons einen Austausch Präsident Janukowitschs vor, der 2010 legal und demokratisch gewählt worden war, der angesichts von Demonstrationen die Wahlen vorverlegte, damit er aus dem Amt gewählt werden hätte können – nicht von einem Mob hinausgeworfen? Janukowitsch machte wiederholt wichtige Zugeständnisse, darunter eine Amnestie für die Verhafteten, und bot am 25. Januar an, zwei seiner Gegner zu Premierminister und Premierminister-Stellvertreter zu machen; alles vergeblich; Schlüsselelemente der Demonstranten und die hinter diesen Stehenden wollten ihren Putsch.

 

Carl Gershman, Präsident der NED, schrieb im vegangenen September, dass „die Ukraine die größte Beute ist.“ Der Mann weiß, wovon er spricht. Er hat die NED seit ihrem Beginn geführt, wobei er die Rosenrevolution in Georgien (2003), die Orange Revolution in der Ukraine (2004), die Zedernrevolution im Libanon (2005), die Tulpenrevolution in Kirgisistan (2005), die Grüne Revolution im Iran (2009) und jetzt wieder die Ukraine betreut hat. Es ist, als hätte der Kalte Krieg nie geendet.

 

Die derzeitige ungezügelte Feindseligkeit der amerikanischen Medien gegenüber Putin spiegelt ebenfalls eine alte Praxis wider. Die Vereinigten Staaten von Amerika sind so daran gewöhnt, dass Führer der Welt ihren Mund halten und nicht Washingtons Politik in dem Ausmaß kritisieren, das deren Verbrechertum entspricht, dass wenn ein Vladimir Putin daherkommt und auch nur eine relativ milde Verurteilung zum Ausdruck bringt, er zum Staatsfeind Nummer eins erklärt wird und seine Worte dementsprechend lächerlich gemacht oder ignoriert werden.

Am 2. März verurteilte Außenminister John Kerry Russlands „unglaublichen Akt der Aggression“ in der Ukraine (Krim) und drohte mit Wirtschaftssanktionen. „Man benimmt sich im 21. Jahrhundert einfach nicht wie im 19. Jahrhundert, indem man unter einem völlig erfundenen Vorwand in ein anderes Land einmarschiert.“

Irak war im 21. Jahrhundert. Senator Kerry hat dafür gestimmt. Scheinheiligkeit dieser Größenordnung verdient Respekt.

 

P.S.: Der ukrainische interimistische Premierminister gab am 7. März bekannt, dass er den NATO-Rat eingeladen hat, in Kiew eine Konferenz über die jüngsten Entwicklungen in dem Land abzuhalten. „Ich habe den Nordatlantischen Rat eingeladen, Kiew zu besuchen und dort eine Konferenz abzuhalten,“ sagte Arseny Jatsenjuk anläßlich eines Besuchs in Brüssel, wo er mit NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen und Vertretern der EU zusammentraf. „Wir glauben, dass das unsere Kooperation stärken wird.“

 

 

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Medienkrieg Ost West

Posted by krisenfrei - 10/03/2014

von Hagen Ernst (neopresse)

(he) Es kündigt eine Moderatorin im laufenden Fernsehbild und die deutschen Medien, die eher selten den englischsprachigen Sender “Russia Today” zitieren, haben ihre Schlagzeile. Eine andere Moderatorin kritisiert öffentlich den amerikanischen Sender der von russischen (Staats-) Geldern (Mit-) getragen wird. Und wieder drucken die Druckereien diese Aussage. Endlich, so scheint es, hat die deutsche Medienlandschaft ihren Ansatz der erweiterten Propaganda gefunden. Welt Online fragt elegant

Handelt es sich beim Staatssender Russia Today um eine Informations- oder eher um eine Desinformationsmaschine?

Da bei jedem Krieg die Propaganda, ganz gleich auf welchem Weg, nicht unterschätzt werden sollte, wäre es hilfreich, wenn die deutschen Zeitungen sich und ihre Leser über die Medien informieren. Wer ist also Russia Today, der sich eigentlich nur noch RT nennt?

Wikipedia sieht RT als

russische Alternative zu internationalen Kanälen wie CNN, BBC oder Euronews an deren Sendekonzepte auch das von RT angelehnt ist.

und schiebt ein:

Zahlreiche bekannte, westliche Journalisten und Persönlichkeiten arbeiteten oder arbeiten noch immer für RT, darunter Max Keiser, Thom Hartmann, Larry King oder Julian Assange.

Larry King als pro-russischer Fahnenschwinger?

RT, erst 2005 gestartet, ist aber nicht nur die russische Alternative im Bereich der Nachrichtensender. RT wurde nicht nur dadurch bekannt, dass die Redakteure die Nachrichtenlage auch aus einem anderen Blickwinkel beleuchteten und kritische Analysten und Experten einluden. Selbst Kritiker des russischen Weges wurden ins Licht gesetzt, statt, wie häufig in Deutschland, nur eine Seite, die der politischen Korrektheit, auszuleuchten. Dadurch schaffte es RT andere international ausgerichtete Propaganda-Sender hinter sich zu lassen, was die US-Außenministerin Clinton zugab, als sie 2011 vor dem Congress sagte, es drohe eine Niederlage im global info war!

Moskau wollte ein staatliches Gegengewicht schaffen zu CNN und BBC. Das ist gelungen. Inzwischen erreicht RT nach eigenen Angaben 630 Millionen Zuschauer in mehr als hundert Ländern. 24 Stunden am Tag berichten 2000 Mitarbeiter aus aller Welt über Kabel und Satellit auf mehreren Schwesterkanälen in vier Sprachen – Russisch, Englisch, Arabisch (Rusiya Al-Yaum) und Spanisch (RT Actualidad). In Großbritannien ist RT gemeinsam mit Al Jazeera der populärste englischsprachige Auslandssender (zwei Millionen Zuschauer), in den USA der zweitpopulärste nach der BBC. Auf YouTube ist RT die Nummer eins auf der Liste der meistgesehenen Nachrichtenvideos.

berichtete der Tagesspiegel im März 2013.

Ein Krieg der Medien also, in dem die Deutsche Welle, wenn überhaupt, nur ein Wasserträger ist. RT spielt in der Oberliga und ist das effizienteste Instrument der russischen Außenpolitik. Die vielen Verzweigungen des Netzwerkes erlauben dem Sender eine schnelle Berichterstattung und man nimmt die Informationspflicht sehr ernst.

Zu spät zittert man nun vor der angeblichen Gefahr, die der Tagesspiegel vor einem Jahr heraufbeschwörte:

Im globalen Informationsraum ist ein Kampf um die Köpfe der Menschen entbrannt. Der Erfolg von RT könnte auch Nachahmer finden. Wenn China Central Television erst einmal ähnlich üppig finanziert, multilingual und global loslegt, können die westlichen Demokratien endgültig einpacken.

Eine Angst, die nicht nur den deutschen Medienschaffenden den Schlaf raubt. Könnte doch der Europäer so auch andere Meldungen sehen und den Schneesturm von Amerika verpassen, der von Atomwaffenmeldungen und Raketenverschiebungen in Deutschland ablenken sollte. RT ist bestimmt nicht unabhängig, genauso wenig wie CNN es als privater Sender vorgaukelt. RT ist ebenso abhängig wie BBC World oder eben das deutsche Auslandsprogramm. Doch RT hat auch Freiheiten, die die genannten Sender nicht haben, denn RT will umfassend berichten und erklären. Hierzu braucht es mehrere Meinungen. Eine Meinungsvielfalt, die die deutschen Chefredakteure nicht mehr gewohnt sind.

PS: Im Übrigen berichtete die deutsche Medienlandschaft nur in einer Randspaltenmeldung als 2008 bei FOX-News eine Moderatorin im Programm von ihrer spontanen Kündigung erzählte. Auch deutsche Journalisten kündigten ihre Anstellung oder freiberufliche Mitarbeit, aus Gründen der Meinungseinengung. Hiervon war in den Hauptmedien nichts zu lesen. Wer also nun das Feuer auf RT richtet sollte überlegen, welchen Brandfleck er damit anrichten kann…

PPS: Für Menschen die Aufklärung wollen, empfiehlt es sich immer, beide Seiten der Medaille beleuchten zu lassen und selbst den Kopf anzustrengen.

 

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