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Wie der Westen die Krim Putin zuspielte

Posted by krisenfrei - 07/03/2014

Intellektuell können die Heuchler aus dem Westen Putin nicht das Wasser reichen. Der Nato-Generalsekretär Rasmussen ist genauso ein A…kriecher wie alle anderen US-Marionetten (EU-Kommission, Deutsche Bundesregierung …) auch. Zur widerlichen Hillary mag ich mich gar nicht äußern.

Joachim Jahnke bringt das ganze Lügentheater sehr gut auf den Punkt.

Die Krimbevölkerung wird sich wahrscheinlich am 16. März mit großer Mehrheit für die Anbindung an Russland entscheiden. Die Deutschen haben leider nicht die Freiheit, darüber zu entscheiden, ob sie den Euro und die EU wollen. Es wird ihnen einfach aufdiktiert, wie es in einer Diktatur üblich ist.

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Denn sie wußten nicht, was sie taten: Wie der Westen die Krim Putin zuspielte

von Joachim Jahnke

Spätestens als die rechtsextremen Kampftruppen neben der Bürgerrechtsbewegung auf dem Maidan aufmarschierten, als die ersten Forderungen nach Verbot des Russischen als eine der bisher zugelassenen zwei Amtssprachen aufkamen (nun von Kiew beschlossen), als Waffen aus den geplünderten Depots der Armee in der Westukraine herbeigeschleppt wurden, spätestens dann hätte der Westen wissen müssen, auf was er sich mit der lautstarken Unterstützung des Aufstands gegen den immerhin demokratisch gewählten Präsidenten einließ. Statt dessen empfing die deutsche Bundeskanzlerin mit Klitschko einen der Anführer und wurde die zänkische und auf wunderbare Weise zu Reichtum gekommenen Alt-Ikone der orangen Bewegung Timoschenko auf den westlichen Schild gehoben. Und der Westen insgesamt nahm widerspruchslos hin, daß das von Steinmeier und Konsorten mit dem Präsidenten und Vertretern des Maidan ausgehandelte Papier für einen geordneten Abgang des Präsidenten sofort von den Aufständischen zerrissen wurde und damit die folgende Amtsenthebung eindeutig illegal war. Er ließ auch zu, daß in diesen Tagen Nato-Generalsekretär Rasmussen dem Nicht-Nato-Land Ukraine die Unterstützung der Nato zusagte, als wolle man gegen Rußland Krieg führen, obwohl kein Nato-Land angegriffen wurde.

Wenn nun in der Befragung der Krimbevölkerung erwartungsgemäß eine große Mehrheit für den Anschluß an Rußland stimmen wird, hat Putin die Krim kampflos und ziemlich legal ins russische Reich zurückgeholt. Oder kommt dann die Nato? Die Krim war noch als Teil der Sowjetunion an deren ukrainischen Teil geschenkt worden, als die Moskauer Führung vom Fortbestand der Sowjetunion ausgehen konnte. Das ist nicht einmal besonders lange her. Jedenfalls war die Abtrennung von Moskau viel kürzer als die deutsche Teilung.

Auch andere Volksentscheide über die Zugehörigkeit territorialer Einheiten in Grenzlage sind vom Völkerrecht anerkannt worden. Derartige Befragungen hat es beispielsweise zum Verbleib des Saarlandes zwischen Frankreich und Deutschland gegeben oder jetzt noch in Vorbereitung zur Zugehörigkeit Gibraltars zu Großbritannien oder Spanien. Auch die Bewohner der Falklandinseln durften sich kürzlich zwischen Großbritannien und Argentinien entscheiden. Schon der Versailler Vertrag von 1919 sah vor, daß in mehreren Grenzgebieten des Deutschen Reiches Volksabstimmungen stattfinden sollten, durch die die Zugehörigkeit der Gebiete entweder zum Deutschen Reich oder zu dessen Nachbarstaaten (Dänemark, Polen, Frankreich oder Belgien) festgelegt werden sollte. Noch in diesem Jahr werden die Schotten entscheiden, ob sie weiter zu Großbritannien gehören wollen, was London nicht verhindern kann und was selbst von der britischen Regierung nicht für völkerrechtswidrig erklärt wird. Putin hat nicht einmal offen militärisch eingreifen müssen, sondern konnte sich darauf beschränken, die Volksbefragung zu ermöglichen, die Kiew sonst zu verhindern versucht hätte.

Mißt der Westen Volksentscheide anders, weil Hilary den Putin für einen neuen Hitler hält (und von Merkel Vasallentum einfordert)? Sehnen wir uns schon wieder nach dem Kalten Krieg? Schon machen sich deutsche Medien über Putin lustig, wie weiland Springers WELT nach Stürmer-Manier den Iwan nur mit Stiernacken karrikierte. Was sucht die Nato in Kiew? Oder müssen wir jetzt die Hilfs-Milliarden sichern, die wir dort in die Korruption versenken? Was sollen angebliche Sanktionen gegen Moskau, mit denen der Westen nur seine Schwäche zeigt? Wie wirtschaftlich abhängig von Rußland ist eigentlich Deutschland, das immer alles einseitig auf Exporte setzt, heute? Hat man wirklich genug Mittel, um die Ukraine auch gegen Rußland über Wasser zu halten?

 

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4 Antworten to “Wie der Westen die Krim Putin zuspielte”

  1. Wenn doch die Mehrheit der Bevölkerung vor Ort diesen Wechsel möchte warum muss den wieder der Westen eingreifen und seine Muskeln spielen lassen ? Europa steht genau in der Mitte der Beiden Streithähne und in Polen werden aktuell Kampfflugzeuge der USA platziert. Ein Krieg wegen einer so kleinen Hlabinsel lohnt doch nun wirklich nicht

  2. UBasser said

    Nachtrag!
    Muß heißen: … heißt es noch lange nicht, das die Bewohner NICHT selbst entscheiden können, wo sie den hingehören.

  3. UBasser said

    Leider ist die Betrachtung der Lage von Herrn Jahnke nur oberflächlich. Zuerst sollte man verstehen, das der Westen (EU/USA/Israel/Türkei) genau auf diese Situation seit mindestens 12 Jahren hingearbeitet haben. Sie wußten von vornherein, wem sie unterstützen. Wessen Geistes Kind die sogenannten „Rechtsextremen“ sind, sieht man an dem, was sie tun: Wohnungen werden den Leuten weg genommen, Unternehmen, welche nach ukrainischen Maßstäben gut laufen, werden einfach weg genommen, Landbesitzer werden enteignet, Sach- und Geldwerte werden gestohlen, um es dem „Staat“ zu Verfügung zu stellen.

    Kennen wir das nicht? Ich denke nur an die Reformen 1946 – 1949 in der DDR, oder die sogenannten „Reformen“ in der ehemaligen Sowjetunion. Problem bei der ukrainischen Variante ist, das sie nur russische Bürger schädigen.

    Die Trennung der Krim von Rußland wehrte immerhin 60 Jahre und die Trennung des deutschen Landes dauert bis heute, das sind immerhin 69 Jahre! Wer das anders sieht, mißachtet das Völkerrecht, denn auch für Deutschland existieren Verträge, das alle Landabtrennungen solange andauern, wie kein Friedensvertrag vorliegt. Und man nimmt in den Verträgen die Grenzen von 1937 an. Auch wenn die Abtretung der Krim an die Ukraine von Rußland im Jahre 1954 friedlich und ohne Forderungen erfolgte, da sie Chruschtschow im Alkoholrausch verschenkte, heißt es noch lange nicht, das die Bewohner selbst entscheiden können, wo sie den hingehören. Als sie die Ukraine aus der ehemaligen Sowjetunion herauslöste, wurde Jelzin gefragt, ob er die Krim zurück haben möchte, was er jedoch mit der Begründung verneinte, das es ein Vertrauensvorschuß handle, und dies in dem Sinne nicht notwendig wäre. Auch hier wurden die Bewohner nicht gefragt, jedoch ihnen wurde sofort die Autonomie angeboten.

    Aus heutiger Sicht, ist der Vertrauensvorschuß gänzlich verbraucht. Die Bewohner sollen selbst entscheiden. Der Westen hätte niemals Einfluß auf die Krim haben können – damals nicht und heute gleich recht nicht.

    Der nächste Punkt ist, das es in der westlichen Presse vollkommen falsch dargestellt wird, das russische Truppen auf der Krim für Ruhe sorgen, oder ihren Einfluß geltend machen würden. Freunde und Bekannte aus Yevpatoria haben mir berichtet, das die „Selbstverteidigungstruppen“ aus zivilen Russen und Ukrainer auf der Halbinsel für Ruhe sorgen. Ebenso haben sie einen „Grenzposten“ an der Zufahrt zur Krim errichtet, welcher schon verhindert hat, das an Putschisten Sprengstoff und Munition geliefert werden konnte! Diese Truppen sind Zivilschutz, sie tragen weder eine Länderkennung noch haben sie mit dem ukrainischen oder russischen Militär zu tun. Das russische Militär hält sich in den Stützpunkten und auf den Schiffen auf. Auf der Krim wurden die Kräfte von 2.000 Soldaten auf 16.000 aufgestockt, also verlegt. Nach den internationalen Abkommen mit der Ukraine ist Rußland erlaubt, bis 25.000 Soldaten auf der Krim zu stationieren.

    In der Ukraine haben die sich Oligarchen an die Macht geputscht, welche von Janukowitsch unten gehalten wurden. Janukowitsch ist zwar selbst auch ein Dieb, sie alle lagen in einem Bett, nur das Janukowitsch ihnen die Decke weg gezogen hatte, als er die letzte Wahl legitim gewann. Als erste wurde die Timoschenko in den Knast gesteckt, weil sie reicher war, als Janukowitsch denn sie war eine der größten Konkurrenten. Bei Timoschenko brauchte nicht großartig gesucht werden, alles war offensichtlich, das sie Staatsgelder ergaunert hatte…im Milliardenbereich!

    Es geht hier absolut nicht ums ukrainische Volk. Es geht in erster Linie um die militärisch-strategische Bedeutung der Ukraine und das Zuckerstückchen sind die Ressourcen, sowie die Möglichkeit das Schuldendrama (Vergrößerung der Geldmenge!!!) der EU weiter zu führen. Auch sind hier israelische Interessen von großer Bedeutung…darüber mehr, wenn die Leute bereit sind!

    Die EU/USA wird nicht nachgeben bei diesem „Spiel“. Zu viele Interessen werden im Fall Ukraine berührt. Rußland wird auf keinem Fall nachgeben, weil die Ukraine ein wichtiger Bestandteil der eigenen Landesverteidigung ist und in ihr fast 50 Prozent Russen die Landesbevölkerung ausmachen. Es ist also zur Hälfte ein innerrussischer Konflikt und ein Einmischen von Außen schon recht arrogant anmutet.

    …das Schlimmste jedoch, ist die Anerkennung der Putschisten in Kiew! Wer solche Leute, die Mord und Totschlag, Raub und Diebstahl ihre Politik nennen, unterstützt, ist nicht anders und verhält sich genauso! Wer diese Verbrecher für gut befindet, der haßt das ukrainische Volk und will es vernichten oder versklaven…

    Sollte dieser Beitrag gelöscht werden, sollte es mich nicht wundern 😉

    LG

  4. Cato said

    2014 = 1914? Da haben wir dann bis Ende Juli nicht mehr viel Zeit!

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