krisenfrei

Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

Applaus, Applaus…

Posted by krisenfrei - 03/03/2014

von Susanne Kablitz (cafeliberte)

Die Herrschaften sind nervös, sowas von nervös! Es ist erheiternd zu erleben, mit welcher ohrenbetäubenden Lautstärke das Empörungs-Geschnatter in den heiligen Hallen der selbsternannten Elite zu vernehmen ist.  Alle stehen sie da – die Verfechter der Demokratie. Einer Demokratie, die möglichst abgeschafft werden sollte, nachdem sie selbst an den Futtertrögen der Macht Platz genommen haben. Da bekommt doch dieser zentralistisch-despotische EU-Superstaats-Moloch möglicherweise Konkurrenz aus den Reihen, die zwar das Volk durchaus zu schätzen weiß, aber sie selbst natürlich nicht.

„Die Hauptaufgabe einer jeden Regierung ist die Nation auszuplündern“ – so wusste es schon Jean Baptiste Colbert (1619-1683), Finanzminister des Sonnenkönigs Ludwig XIV und daran hat sich bis heute nichts geändert. Unter sich will man sein! Man kennt sich  – man schätzt sich!

Blöd ist nur, dass jetzt ein paar dazustoßen könnten, die dem Establishment möglicherweise ganz böse auf die Füße treten und lautstark propagieren werden, dass repressive Kontrolle und Einschüchterung beim „Fußvolk“ nicht ganz so gut ankommen, wie dies in Elfenbeintürmen gemeinhin so angenommen wird. Möglicherweise sickert sogar durch, dass Menschen sich keine Zugehörigkeit aufzwingen lassen – sondern dass Menschen sich diese selbst suchen.

Kein Pseudo-Weltverbesserer ist dazu auch nur im Entferntesten notwendig. Die „Eliten“ rufen sich eben nur selbst dazu auf! Irgendjemand rührt diesen Schaumschlägern beständig etwas in den Kaffee, so dass sie davon überzeugt sind, dass die Welt auch nur einen Einzigen von diesen Clowns ernsthaft braucht.

27 Prozent haben noch Vertrauen in unsere Parteien. Ich finde diese Zahl beängstigend – wären wir keine umerzogenen Schlafschafe, so müssten da Null Prozent stehen. Was sind das für Menschen, die nach all dem Irrsinn tatsächlich noch glauben, dass auch nur ein Berufspolitiker etwas zum Wohle des Volkes tut?

Wir brauchen ein vollständiges Umdenken in diesen Zeiten! Wer in die Politik geht, darf von ihr nicht abhängig sein. Wer in die Politik geht, muss auch jederzeit wieder zurück können. Wer von Pöstchen und Persönchen abhängig ist, wird immer den untersten Weg gehen, wenn es darum geht, den Status Quo – und mag er noch so unwürdig sein – zu behalten.

Schauen Sie sich nur diesen Martin Schulz an. Mal ehrlich! Kein klar denkender Mensch würde diesem charmanten und bescheidenenen Sympathieträger auch nur eine Kfz-Versicherung abkaufen. Aber 500 Millionen Menschen sollen diesem Mann folgen, der in seiner Heimat noch nicht einmal einen popeligen Hallenbadbau gescheit auf die Reihe gekriegt hat.

Klar, dass dieses Genie nun alles dafür tun wird, nicht auch nur einen Mini-Fitzel von seiner Macht abzugeben oder sich gar mit anderen Ansichten und Meinungen auseinanderzusetzen. Was soll der arme Kerl denn machen, wenn alle Welt feststellt, dass da jemand am Werk ist, der sonst nirgendwo auch nur einen Hauch einer Chance auf Anerkennung hat? Solche Typen sind es aber, die etwas von Demokratie faseln und davon, dass genau diese in angeblicher, höchster Gefahr schwebe, wenn nun bisher kleine Parteien die schon sicher geglaubten, angewärmten Sitzplätze für die eigenen Freunde für sich in Anspruch nehmen.

Unerhört, einfach unerhört!

Was mich nur wundert ist, dass keiner, der die SPD wählt oder sich ihr geistig verbunden fühlt, sich an dieser Gehirnakrobatik stört. Was ist denn bitte Demokratie? Also im eigentlichen Sinne? Und sollte man als Mensch mit Rückgrat und Anstand es nicht aushalten, ja sogar einfordern, dass andere Meinungen und Ansichten – sofern sie niemandem schaden – gehört und wahrgenommen, ja sogar ernst genommen werden?

Was sind das für menschenverachtende Kreaturen, die sich „enttäuscht ein anderes Ergebnis“ gewünscht hätten, nur weil es nun unbequemer werden könnte? Weil man auf einmal ein paar Leuten mehr erklären muss, warum man viele Millionen Menschen in Europa zu ihrem Glück zwingen will?

Ja, so ist das. Es läuft halt nicht immer nach Plan und manchmal muss man eben doch mehr Schwierigkeiten überwinden als dies zunächst den Anschein hatte.

„Splitterparteien“ und „extreme“ Parteien seien nun zu befürchten. Ja, auch diese haben in einer Demokratie Rederecht, wenn es auch höchst unangenehm für unsere Weltherrscher ist, die der Meinung sind, dass sie die Weisheit mit Löffeln gefressen haben und glauben, dass sie die Einzigen sind, die die Welt zur Glückseligkeit braucht.

Was sind das nur für selbstherrliche, selbstgerechte und überhebliche Selbstbeweihräucherer, die sich in der Tat das Wissen anmaßen, über das Wohl und Wehe vieler Millionen Menschen urteilen und entscheiden zu können?

Daher – Applaus, Applaus! – es wird hoffentlich richtig rund gehen im Mai! Ein paar Sitze sollten nun hoffentlich anders verteilt werden. Wenn auch die Europawahl keine direkten Auswirkungen auf uns haben mag – ein Zeichen setzt sie in jedem Fall. Und das ist gut so!

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2 Antworten to “Applaus, Applaus…”

  1. thomram said

    @Autorin Susanne
    Ja, wahr und dann noch süffig geschrieben. Danke dir!

    Ich stolpere allerdings über deinen Schlusssatz. Gut gemeint von dir, und wir sind uns, so vermute ich, darin einig, dass wir die bessere Welt nicht mit Revolution, sondern von innen heraus und von unten her Schritt für Schritt schaffen und schaffen werden.
    Doch lässt dein Schlusssatz vermuten, dass von der EU Diktatur vielleicht irgendwann mal etwas Gutes kommen möge. Das ist ein Irrtum. Das EU Parlament ist ein gesteuertes Instrument. Es werden ein paar echte Menschen zugelassen, welche wahre und donnernde Reden gegen die abartige EU Krake halten – aber das ist auch nur Kalkül. Sie sollen erwachende Menschen in eben gerade dem falschen Glauben wiegen, „es würde sich schon etwas ändern“. In der EU Diktatur wird sich definitiv nichts ändern. Die EU Diktatur wird ohne zu zucken alle STricke eng und enger schnüren.

    Wer sich nicht mehr und mehr innerlich und möglichst auch äusserlich vom bestehenden System abzuwenden versteht wird mehr und mehr gewürgt, fühlt sich mehr und mehr gezwungen, im Hamsterrad zu irren und wird mehr und mehr noch verblödet, indem er mehr und mehr in den Glauben gelockt wird, dass Handy und Flachbild und Fastfress ihm Glück bringen können.

    Wir sind gerufen, Einrichtungen wie die Eu Diktatur genau zu beobachten. Wir sind aber primär gerufen, neue Wege zu denken und zu begehen. Damit wenden wir uns vom System ab, werden unsichbar und unangreifbar.

  2. ewald1952 said

    Hat dies auf Der Geist der Wahrheit.. rebloggt und kommentierte:
    Sehr gut erkannt 🙂

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