krisenfrei

Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

Die Krise in der Ukraine

Posted by krisenfrei - 26/02/2014

Paul Craig Roberts (antikrieg)

2004 trat Ungarn der EU bei und erwartete Straßen aus Gold. Stattdessen wurde Ungarn 2008, also vier Jahre danach, zum Schuldner des IWF (Internationalen WährungsFonds). Das Video der ungarischen Rockgruppe Mouksa Underground fasst zusammen, wie es im heutigen Ungarn aussieht, nachdem es in die Hände von EU und IWF gefallen ist:  

http://www.youtube.com/watch?v=Jg8h526sB7w&feature=youtu.be 

Der Song handelt von den enttäuschenden Ergebnissen des Wechsels von Sozialismus zu Kapitalismus, und diese sind in Ungarn in keiner Weise ermutigend. Der Titel lautet: „Die Enttäuschung mit dem Systemwechsel.“ Hier der Text:

 

Über 20 Jahre lang

Warten wir auf das gute Leben

Für den einfachen Bürger

Statt Reichtum haben wir Armut

Uneingeschränkte Ausbeutung

 

Das ist also der große Systemwechsel

Das ist es also, worauf du gewartet hast

 

Kein Dach überm Kopf, kein Essen, keine Arbeit

Aber, das wurde versprochen, würde nicht passieren

Die an der Spitze

Beuten uns aus

Die Armen leiden Tag für Tag

 

Das ist also der große Systemwechsel

Das ist es also, worauf du gewartet hast

 

Wann wird es wirklichen Wechsel geben?

Wann eine Welt, in der man leben kann?

Die endgültige Lösung wird es geben

Wenn dieses Wirtschaftssystem für immer über Bord geworfen ist

 

Das ist also der große Systemwechsel

Das ist es also, worauf du gewartet hast

 

Es gibt keine Lösung außer Revolution.

 

Wenn die Studenten in Kiew auf die ungarische Rockgruppe gehört hätten anstatt auf die NGOs Washingtons, dann würden sie verstehen, was es bedeutet, vom Westen ausgeplündert zu werden, und die Ukraine würde sich nicht in Aufruhr befinden und auf dem Weg in die Vernichtung.

 

Wie die Ministerialdirektorin des Außenministeriums Victoria Nuland in ihrer Rede im letzten Dezember und in der durchgesickerten Aufnahme ihres Telefongesprächs mit dem Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika in Kiew klar machte, gab Washington fünf Milliarden Dollar der Steuerzahler der Vereinigten Staaten von Amerika aus, um einen Putsch in der Ukraine in die Wege zu leiten, der die demokratisch gewählte Regerung stürzte.

 

Dass es ein Putsch war, wird auch unterstrichen durch die offenkundigen Lügen Obamas gegenüber der Öffentlichkeit, indem er natürlich der gestürzten Regierung die Schuld gab, und durch die völlige Falschdarstellung der Entwicklungen in der Ukraine durch die Medienhuren der Vereinigten Staaten von Amerika und Europas. Der einzige Grund dafür, die Ereignisse falsch darzustellen, liegt in der Unterstützung des Staatsstreichs und in der Verschleierung der Hand Washingtons. 

 

Es besteht keinerlei Zweifel daran, dass der Staatsstreich ein strategischer Zug Washingtons ist, um Russland zu schwächen. Washington versuchte die Ukraine 2004 mit der von Washington finanzierten „Orangen Revolution“ zu vereinnahmen, scheiterte aber. Die Ukraine war in den vergangenen 200 Jahren ein Teil Russlands, bis sie in den 1990ern die Unabhängigkeit bekam. Die östlichen und südlichen Provinzen der Ukraine sind russische Gebiete, die in den 1950ern von der sowjetischen Führung der Ukraine angegliedert wurden, um den Einfluss der Nazielemente in der westlichen Ukraine zu schwächen, die im Zweiten Weltkrieg für Adolf Hitler gegen die Sowjetunion gekämpft hatten.

 

Der Verlust der Ukraine an die EU und NATO würde den Verlust von Russlands Marinehafen am Schwarzen Meer bedeuten und den Verlust vieler militärischer Industrien. Wenn Russland eine solche strategische Niederlage akzeptiert, dann würde das bedeuten, dass Russland sich der Hegemonie Washingtons unterworfen hat.

 

Welchen Kurs die russische Regierung auch einschlägt, die russische Bevölkerung der östlichen und südlichen Ukraine wird nicht die Unterdrückung durch ukrainische Ultranationalisten und Neonazis akzeptieren. 

Die Feindseligkeit, die der russischen Bevölkerung bereits entgegengebracht wird, kann man sehen an der Zerstörung des Denkmals für die russischen Soldaten, die Hitlers Divisionen im Zweiten Weltkrieg aus der Ukraine vertrieben haben und an der Zerstörung des Denkmals für den russischen General Kutuzof, dessen Taktik Napoleons Große Armee zerschlug und zum Fall Napoleons führte, durch Ukrainer.

Die Frage zur Zeit ist, ob Washington sich verkalkulierte und die Kontrolle über den Putsch an die Neonazi-Elemente verlor, die die Kontrolle von den von Washington bezahlten Gemäßigten in Kiew an sich gerissen haben, oder ob die Washingtoner Neokonservativen seit Jahren mit den Neonazis arbeiten. Max Blumenthal behauptet letzteres:

 

Die Gemäßigten haben sicher die Kontrolle verloren. Sie können nicht öffentliche Denkmäler schützen, und sie sind gezwungen, den Versuch zu unternehmen, den Neonazis vorzubeugen, indem sie das Neonazi-Programm zum Gesetz machen. Das geknebelte ukrainische Parlament hat Maßnahmen eingeführt, um jeden Gebrauch der russischen Sprache zu verbieten. Das ist natürlich inakzeptabel für die russischen Provinzen. 

 

Wie ich in einem früheren Artikel bemerkt habe, ist das ukrainische Parlament selbst verantwortlich für die Zerstörung der Demokratie in der Ukraine. Seine verfassungswidrigen und undemokratischen Aktionen haben den Weg für die Neonazis gepflastert, die jetzt den Beispielsfall haben, die Gemäßigten auf die selbe Weise zu behandeln, in der die Gemäßigten die gewählte Regierung behandelt haben, und ihre Illegalität mit Anklagen von Verbrechen und Haftbefehlen zu verschleiern. Heute befindet sich der illegal abgesetzte Präsident Janukowitsch auf der Flucht. Wird morgen der derzeitige Präsident Oleksander Turchinov, der von den Gemäßigten eingesetzt wurde und nicht vom Volk, auf der Flucht sein? Wenn eine demokratische Wahl Präsident Janukowitsch nicht Legitimation verliehen hat, wie soll die Wahl durch ein Rumpfparlament Turchinov Legitimation verleihen? Was kann Turchinow antworten, wenn ihm die Neonazis die Frage stellen, die Lenin an Kerensky stellte: „Wer hat dich gewählt?“

 

Wenn Washington die Kontrolle über den Staatsstreich verloren hat und nicht imstande ist, die Kontrolle der Gemäßigten wiederherzustellen, die es mit EU und NATO auf eine Linie gebracht hat, dann würde Krieg unausweichlich erscheinen. Es besteht kein Zweifel, dass die russischen Provinzen Russlands Schutz suchen und auch bekommen würden. Ob Russland weiter gehen und die Neonazis in der westlichen Ukraine stürzen würde, kann man nicht sagen. Ob Washington, das anscheinend militärische Kräfte in der Region positioniert hat, die Gemäßigten militärisch unterstützen würde, um die Neonazis zu besiegen, ist eine ebenso offene Frage wie die Reaktion Russlands in diesem Fall.

 

In einer früheren Kolumne beschrieb ich die Situation mit „Wieder Schlafwandeln,“ einer Analogie dazu, wie Fehlkalkulationen zum Ersten Weltkrieg führten.

 

Die ganze Welt sollte alarmiert sein durch die rücksichtslose und verantwortungslose Einmischung Washingtons in die Ukraine. Dadurch, dass er eine direkte strategische Bedrohung nach Russland brachte, hat der besessene Washingtoner Hegemon eine Konfrontation der Großmächte in die Wege geleitet und die Zerstörung der Welt riskiert.

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