krisenfrei

Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

1.000 Euro im Monat für Jeden!

Posted by krisenfrei - 06/02/2014

Bedingungsloses Grundeinkommen: 1.000 Euro im Monat für Jeden!

von James Morris (neopresse)

1.000 Euro Grundeinkommen im Monat für jeden Menschen, unabhängig davon, ob er arbeitet oder nicht. Was zunächst als fantastische Utopie aus einem Science Fiction Roman anmutet, entpuppt sich nach genauer und reiflicher Untersuchung als logische Konsequenz im neuen Zeitalter, wo das alte Finanz- und Wirtschaftssystem nach 100 Jahren nicht nur an seine Grenzen gestoßen, sondern schlichtweg ausgedient hat. In diesem Artikel werde ich anhand von Zahlen, Fakten und Überlegungen aufzeigen, warum wir ein bedingungsloses Grundeinkommen zwingend brauchen und wie dieses eine wahre Revolution in der Welt auslösen wird: mit einem gesicherten Wohlstand für alle Menschen, sowie ungeahnten, neuen Möglichkeiten für eine nachhaltige Wirtschaft und eine Gesellschaft, die frei ist und sich endlich entfalten kann.

Es ist genug für Alle da

Wir leben in einer Welt voller Überfluss und Reichtum. Fakt. Bloß sind die Ressourcen und Reichtümer sehr einseitig verteilt, zu Lasten der arbeitenden Bevölkerung. Eine Handvoll von global agierenden Großkonzernen hat die Weltwirtschaft unter sich aufgeteilt, für die der Rest der Menschheit meist zum Mindestlohn arbeiten „darf”. Eine klassische Verteilung von arbeitend nach reich. Zum anderen haben wir unendlich viel Misswirtschaft und gehen sehr sorglos mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln um, zumeist durch gewollte bürokratische Hürden und Gesetze vorgegeben, die zugunsten der Großkonzerne rein profitorientiert ausgestaltet sind. Allein in der EU werden z.B. jährlich 90 Millionen Tonnen noch gute und essbare Lebensmittel weggeworfen. Ausreichend, um ganz Europa mehrmals ernähren zu können. Je nach Land werden dabei bis zu 50% der Lebensmittelproduktion wieder entsorgt. Allein das Ausmaß an diesem einen Aspekt aufgezeigt, ist in Worten und Gedanken kaum zu erfassen. Eines von vielen Verbrechen an Natur und Menschheit.

Bedingungsloses Grundeinkommen als Grundrecht von Geburt an

Wir sind die einzige Spezies auf diesem Planeten, die fürs (Über)leben von Geburt bis zum Tode bezahlen muss. Arbeiten nur um zu Überleben. Dies ist derart absurd, dass in 50 Jahren unsere nachfolgenden Generationen auf uns rückblickend vor lauter Unglauben den Kopf schütteln werden. Dabei steht im ersten Artikel des deutschen Grundgesetzes:

„Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlicher Gewalt.”

Allein damit wäre im Grunde schon alles gesagt. Die Artikel 3 und 22 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte untermauern den Anspruch der Menschen auf ein würdevolles Leben in sozialer Sicherheit. Selbst das Bundesverfassungsgericht hat im Februar 2010 in seinem Urteil festgehalten, dass das Existenzminimum vom Staat stets gewährleistet werden muss. Im Umkehrschluss sind daher z.B. Sanktionen seitens von Jobcentern rechtlich nicht mehr zulässig. Das Urteil sagt zudem weiterhin aus, dass das Existenzminimum somit an keine Bedingungen – außer der tatsächlich vorliegenden Hilfebedürftigkeit – geknüpft werden darf. Ein Zwischenschritt zu einem bedingungslosem Grundeinkommen. Die Realität sieht aber leider ganz anders aus. Wer keine passende Arbeit finden kann oder keine x-beliebige ihm zugewiesene annehmen will, dem wird automatisch sein (von Gesetzes wegen bestehendes Recht auf) Existenzminimum willkürlich von den staatlichen Stellen gekürzt und in vielen Fällen komplett gestrichen. Sie ignorieren bestehende Gesetze und Urteile vom höchsten Gericht des Landes. Hier hilft nur der Klageweg, und das so oft und so lange, bis da ein Umdenken in den Verwaltungen stattfindet.

„Wir sind die einzige Spezies auf diesem Planeten, die fürs (Über)leben von Geburt bis zum Tode bezahlen muss. Arbeiten nur um zu Überleben. Dies ist derart absurd, dass in 50 Jahren unsere nachfolgenden Generationen auf uns rückblickend vor lauter Unglauben den Kopf schütteln werden.”

Die echten Arbeitslosenzahlen

Das die offiziellen Arbeitslosenzahlen gefälscht sind, ist mittlerweile allgemein bekannt. Im Folgenden werden wir uns die Zahlen einmal genauer anschauen. Im weiteren Verlauf werden Sie dann verstehen, warum diese Aufschlüsselung wichtig für uns ist.

Aktuell liegt die von der BRD-Regierung veröffentlichte Arbeitslosenzahl bei rd. 3,1 Millionen

Die Zahl der Arbeitslosengeld 1 Empfänger liegt aktuell bei rd. 1 Million

Die Zahl der Arbeitslosengeld 2 Empfänger liegt aktuell bei rd. 4,3 Millionen

Zusammengezählt sind das nach Adams Riesen schon mind. 5,3 Millionen „offizielle” Arbeitslose und somit deutlich mehr als die Zahlen der Bundesagentur. Bei ca. 42 Millionen Beschäftigten in Deutschland (sofern diese Zahl noch stimmt) ist das eine stattliche Arbeitslosenquote von 12,6%. Hinzu kommen aber noch die inoffiziellen Zahlen:

Laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) gibt es in Deutschland zwischen 3,1 und 4,9 Mio Menschen, die zwar leistungsberechtigt sind, aber aus Scham oder Unwissenheit keine staatlichen Hilfen beantragen und somit in verdeckter Armut leben. Diese müssen auf jeden Fall zu den 5,3 Mio hinzugerechnet werden, wobei wir schon bei etwa 10 Millionen Menschen wären, die arbeitslos sind. Ich gehe jedoch von einer höheren Dunkelziffer aus.

Wenn wir dann noch die Geringverdiener, Kurz- und Teilzeitarbeiter hinzunehmen, die zwar aufstocken, aber aus der „offiziellen” Statistik zwecks Schönrechnung herausgenommen werden, sowie Wohngeld, Sozialhilfe- und Bafögbezieher mit berücksichtigen, dürften wir 15-20 Millionen Menschen allein in Deutschland haben, die in irgendeiner Form auf staatliche Hilfe angewiesen sind. Das ist fast ein Viertel der Bevölkerung!

Großen Dank an dieser Stelle an Reiner Dammann vom Nachrichtenspiegel für die zeitaufwendige Aufbereitung der Quellen.

Offene Arbeitsstellen in der BRD

Im nächsten Schritt schauen wir uns an, wieviele offene Arbeitsstellen es in Deutschland gibt und stellen diese dann den obigen Zahlen gegenüber.

Auch hier gehe ich von massiv geschönten offiziellen Zahlen aus. Auf der Jobbörsenseite der Arbeitsagentur sehe ich aktuell ca. 700.000 offene Stellenangebote. Auch wenn diese unrealistisch erscheinen, lassen wir sie so erst einmal stehen. Das uns bereits bekannte Statistikportal zählt 400.000 Stellen. Eines der größten Jobportale hat aktuell ca. 338.000 Stellenausschreibungen, wovon aber nur 210.000 Vollzeitstellen sind. Dabei können wir erfahrungsgemäß davon ausgehen, dass egal um welches Portal es sich handelt, ein guter Teil der inserierten Stellen bereits vergeben ist und die Karteileichen gar nicht oder sehr spät erst entfernt werden. Doch selbst wenn wir die höchste Zahl von 700.000 nehmen würden, stehen dem Gegenüber mindestens 10 Millionen arbeitslose Menschen.

Dies ist eine schier große Diskrepanz und zeigt uns, dass es einfach nicht genügend Arbeitsplätze für Alle gibt! Die Arbeitsagenturen und Jobcenter wissen das alles nur zu genau und halten die Wahrheit bewusst zurück. Wenn das nicht schon genug wäre, werden Millionen von Hilfebedürftige durch den Arbeitsmarkt „gepeitscht”, um sich auf die paar hunderttausend offenen Stellen zu bewerben (meist nur wieder im Niedriglohnsektor, von der fehlenden Qualifizierung einmal abgesehen) und ihnen das Existenzminimum gekürzt oder gestrichen, wenn diese sich nicht genügend bewerben oder sichtlich unterbezahlte Arbeit aus gutem Grund ablehnen, weil sie zum Leben gerade noch zu viel und zum Sterben zu wenig ist. Sehen Sie nun, wie absolut unmenschlich und sinnlos das ist?

In anderen westlichen Ländern wird die Lage ähnlich sein, und in den ärmeren Ländern weitaus schlimmer.

Vielen Dank für Ihre Geduld bisher. Die Situation, die wir nun erarbeitet haben, trägt maßgeblich zum allgemeinen Verständnis bei, warum wir andere Lösungen brauchen und andere Wege beschreiten müssen, wenn wir eine Zuspitzung dieses Dilemmas in Zukunft vermeiden wollen.

Technologischer Fortschritt baut kontinuierlich Arbeitsplätze ab

Seit Ende des zweiten Weltkriegs haben wir in einer relativ kurzen Zeitperiode einen enormen technologischen Fortschritt erfahren. Etappenweise ist die Entwicklung dabei exponentiell gestiegen, insbesondere in den letzten 15-20 Jahren. Viele Arbeitsplätze sind durch Automatisierung und Computerisierung weggefallen. Ein Ende ist dabei keineswegs in Sicht. Dieser Entwicklungstrend wird sich weiter fortsetzen, exponentiell natürlich. Die nächsten Technologierevolutionen im Bereich des 3D-Drucks und der alternativen Energien (kalte Fusion, freie Energie) stehen schon an, wodurch weitere Arbeitsplätze wegfallen dürften. So wie wir uns vor 20 Jahren den heutigen technologischen Fortschritt nicht vorstellen konnten, können wir uns heute kaum vorstellen, wie unglaublich weit sie in 20 Jahren wiederum sein wird. Sie wird so weit sein, dass wir kaum noch werden arbeiten müssen.

Wenn also mit stetig exponentieller technologischer Entwicklung immer mehr Arbeitsplätze wegfallen, dürfte nach meinen Schätzungen spätestens in 15 Jahren mind. die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland arbeitslos sein. Wenn wir bis dahin immer noch dasselbe Programm wie bisher fahren, wohin sollen die ganzen Arbeitslosen dann hin? Das jetzige System ist daher zum Scheitern verurteilt und bei heutigen oder morgigen Problemen können wir keine Lösungen von gestern anwenden. Es braucht hier einen komplett anderen Ansatz, welcher auf soziale Gerechtigkeit fußt und dabei die würdevolle Existenz eines jeden Einzelnen auf diesem Planeten sichert.

Die Idee des Grundeinkommens ist nicht neu

Unsere schweizer Mitbürger sind in dieser Hinsicht schon viel weiter. Sie haben bereits letztes Jahr über 100.000 Stimmen für eine Volksabstimmung zur Einführung eines Grundeinkommens in der Schweiz gesammelt, welche in den nächsten Jahren dann abgehalten wird.

Aber andere Länder dieser Welt praktizier(t)en schon in Teilen eine bedingungslose Grundversorgung. In Irak und Libyen (einst das reichste Land in Afrika) waren z.B. Strom und Krankenversicherung kostenlos, ebenso die Schulbildung, die von hoher Qualität war. Verheiratete Paare bekamen ein großzügiges Startgeld für ein Eigenheim und Bauern ein kostenloses Grundstück samt Ausrüstung, sowie kostenloses Saatgut zum Anpflanzen. Zudem gab es jeden Monat kostenlos eine bestimmte Menge an Grundnahrungsmittel für Jeden. Dies weiß ich u.a. von einem irakischen Staatsbürger, der mir dies vor Jahren einmal erzählte. Das war vor der „Demokratisierung” dieser Länder durch den Westen.

Von allen Ländern dieser Welt hat der US-Bundesstaat Alaska als erstes ein kleines Quasi Grundeinkommen bereits 1982 eingeführt. Im Rahmen des „Alaska Permanent Fund” wird einmal jährlich an jeden Bürger eine Dividende aus den Gewinnen der Erdgas-/Ölförderung ausgezahlt. Im Jahr 2008 erhielt so eine vierköpfige Familie rd. US$13.000.

Das Grundeinkommen bringt neue Chancen für Wirtschaft und Gesellschaft

Selbst Unternehmer wie Götz Werner (Gründer der dm Drogeriekette) sprechen sich immer mehr für ein bedingungsloses Grundeinkommen aus, weil sie erkannt haben, dass dies der einzig richtige Schritt ist und weitaus mehr Vorteile mit sich bringen würde:

  • Jeder kann endlich das machen, wozu er wirklich Lust hat, wo er Talente und Gaben hat, anstatt einer Arbeit nachzugehen, die ihm weder Spaß noch Freude bereitet, sondern nur gegen den Willen ausgeübt wird, zwecks Sicherung des Lebensunterhalts. Wer zur Arbeit gezwungen wird, macht die Sache nicht gut und zufriedenstellend. Arbeit, die aus Spaß und Überzeugung ausgeübt wird, erhöht die Produktivität um ein Vielfaches. Das macht sich positiv an der Qualität der Dienstleistungen/Waren etc. sowie an der Gesundheit des Angestellten bemerkbar.
  • Existenzängste gehören der Vergangenheit an. Anstatt um das Überleben zu kämpfen, kann sich nun Jeder endlich frei entfalten. Kann für sich herausfinden, was er im Leben überhaupt will. Zusätzliche Zeit für Schulung und Bildung, sofern erwünscht, ist vorhanden, um sich neuen, sinnvollen Aufgaben und Zielen im Leben widmen zu können.
  • Dadurch wird das Unternehmertum erheblich gefördert und erfährt einen noch nie dagewesenen Aufwind. Viele Leute würden sich trauen, ein Unternehmen zu gründen oder würden freiberuflichen Tätigkeiten nachgehen. Dies wirkt sich wiederum sehr positiv auf die Wirtschaft aus, weil nun endlich auch ganz neue und kreative Ideen umgesetzt werden, die bisher sonst unterdrückt wurden. Es entstehen neue Produkte und Dienstleistungen.
  • Herrschafts- und Erpressungsprinzipien in Form von Lohndumping, Hartz IV Sanktionen, Mobbing am Arbeitsplatz gehen rapide zurück. Wer ein feindliches Arbeitsklima vorfindet, kann einfach jederzeit kündigen und muss sich keine Sorgen wegen seiner Existenz machen. Niemand ist mehr von irgendwem abhängig. Das bedeutet Freiheit. Arbeitgeber und Firmen wären im Gegenzug motiviert, den Arbeitsplatz besonders lukrativ und menschenwürdig zu gestalten.
  • Die Zerrüttung von Familien gehört ebenfalls der Vergangenheit an. Die Eltern können sich besser um die Kinder kümmern und die Kinder kennen ihre Eltern nicht mehr nur von den Wochenenden. Die familiären Bindungen rücken wieder in den Vordergrund. Das Band in der Familie wird wieder gestärkt, was wichtig für die Entwicklung der nächsten heranreifenden Generationen ist.
  • Als logische Konsequenz geht die Kriminalität in der Bevölkerung deutlich zurück. Es muss keiner mehr stehlen und betrügen, um zu überleben. Kosten für Verbrechensbekämpfung gehen zurück.
  • Die Abschaffung von Armut reduziert Unmengen an Kosten im sowieso schon total aufgeblähten Verwaltungsapparat, der um 95% reduziert werden könnte.
  • Die Abschaffung von Armut sichert sozialen Frieden in der Bevölkerung.

Gerade der letzte Punkt ist mittel- und langfristig von enormer Wichtigkeit.

Die 1.000 Euro (Netto natürlich) sind hierbei eher als absolutes Minimum zu betrachten und müssten dementsprechend, gemessen an der aktuellen wirtschaftlichen Lage, fortlaufend angepasst werden, damit das Existenzminimum, sowie die gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe stets gewährleistet werden. Krankenversicherung und zusätzliche Bedarfe (z.B. für Mütter, Pflegebedürftige, Schüler, Studierende) sollten ebenfalls kostenfrei sein.

Kritik und Gegenargumente

Auf folgende Gegenargumente von Kritikern möchte ich gern eingehen und wir werden sehen, dass die meisten Argumente nicht haltbar sind.

Wer soll das finanzieren? Dazu fehlt das Geld!

Das Geld ist reichlich und im Überfluss vorhanden! Der Verwaltungsapparat im Bereich der sozialen Leistungen (Arge, Jobcenter, Städte/Gemeinden usw. ) verschlingt jedes Jahr mehrere Milliarden. Dieser Bereich könnte auf das Nötigste weitestgehend reduziert werden. Wenn die Bundesregierung jährlich hunderte Milliarden an Steuergelder für die Rettung von ohnehin maroden Banken ausgibt, sich an teuren Kriegseinsätzen im Ausland beteiligt, wo wir nichts zu suchen haben und U-Boote an andere Staaten verschenkt, dann kann sie auch jedem Bürger freilich ein Grundeinkommen zahlen. Man muss die Ausgaben nur anders und vor allem sinnvoll verteilen.

Des weiteren sollte sich der Staat die Hoheit über die Ausgabe des Geldes wieder zurückholen, anstatt es sich gegen Zinsen von den nachweislich privaten Zentralbanken (die eben nicht staatlich sind) zu leihen, wo sie im Gegenzug von den eigenen Bürgern Steuern eintreiben muss, nur um die Zinsen an die Banken zurückzuzahlen. Infolgedessen werden Zins und Zinseszins, sowie die Schöpfung des Geldes aus dem Nichts abgeschafft.

Grundsätzlich besteht also kein Finanzierungsproblem, wie wir sehen.

Dann würde ja keiner mehr arbeiten!

Ist diese Frage wirklich ernst gemeint? Wir haben auf dieser Weltkugel 7 Milliarden Menschen. Für jede Art von Arbeit wird sich stets Jemand finden, der sie verrichten möchte. Einfach aus dem Grund, weil die- oder derjenige einfach Lust auf diese Arbeit hat oder sonst wie einen Sinn darin sieht. Und sollte dies einmal für bestimmte Arbeiten wirklich nicht der Fall sein, muss der Arbeitgeber diesen Arbeitsplatz so attraktiv wie möglich gestalten (z.B. durch überdurchschnittliche Bezahlung), sodass Jemand diese Arbeit dann gern machen würde.

Der Mensch hat zudem von Natur aus einen inneren Drang, sich zu entwickeln und neue Dinge zu lernen und auszuprobieren, zu forschen und zu entdecken. Die allerwenigsten würden ihr ganzes Leben lang 24/7 nur auf der Couch liegen.

Und das Grundeinkommen bleibt auch Grundeinkommen. Wer sich ein Auto kaufen will oder eine Urlaubsreise machen möchte, der wird umso motivierter sein, sich zu dem Grundeinkommen zusätzlich etwas hinzuzuverdienen. Anreize zur Arbeit wird es immer zu Genüge geben.

Gerade das Argument, das Niemand mehr arbeiten würde, kommt häufig aus der Industrie. Anders herum würde ich den Firmen und Produzenten folgende Gegenfrage stellen: WER soll Eure Produkte überhaupt noch kaufen, wenn sie sich kaum noch Jemand leisten kann? Bei der derzeitigen Entwicklung haben die Menschen immer weniger Geld für sich, und für den Konsum schon gar nicht mehr. Da helfen auch die neuesten technischen Innovationen nicht. Gerade die Firmen sollten daher das größte Interesse an einem bedingungslosen Grundeinkommen haben! Wenn sie wollen, das ihnen in Zukunft auch weiterhin noch Irgendjemand ihre Produkte abkauft.

Solche Argumente kommen meist aus Unwissenheit, aber auch sehr häufig aus Trotz, schierer Gier und Missgunst den Mitmenschen gegenüber. Konkurrenzdenken ist in der Gesellschaft tief verankert. Wohin uns das geführt hat, sowie das Streben nach grenzenlosem Wachstum um jeden Preis, sehen wir an den obigen Zahlen und auch um uns herum in der Welt. Es ist Zeit, all diesen hinderlichen Ballast endlich über Bord zu werfen und ganz neu anzufangen.

Umdenken und Bewusstseinswandel von Nöten

Viele Menschen sind der felsenfesten Auffassung, sie müssen arbeiten, um sich den Lebensunterhalt zu verdienen. Wir haben es so von klein auf an gelehrt und vorgelebt bekommen. Wir kennen nichts anderes und neue Möglichkeiten und Ideen erscheinen uns daher oft fremd und „unrealistisch”. Dieses Muster wiederholte sich seit Generationen. Aber heute leben wir in einer Zeit, wo wir neue Wege beschreiten dürfen und auch müssen, schlichtweg weil die Herausforderungen dies verlangen.

Ein weiterer, sehr wichtiger Aspekt, der gerade beim Thema „bedingungloses Grundeinkommen” aufkommt und uns wie ein Spiegel vorgehalten wird, ist der Mangel an Selbstwertschätzung. Wenn die Menschen der Meinung sind, sie müssten sich das Überleben tatsächlich  erst verdienen, dann liegen da große Defizite an Selbstliebe und Selbstwert vor. Oder können Sie aus tiefer Überzeugung folgenden Satz zu sich selbst sagen? „Ich bin es mir wert, mit allem kostenlos versorgt zu werden, was ich zum Leben brauche.” Die meisten schaffen es nicht, diesen Satz vollständig über ihre Lippen zu bringen oder bekommen einen Kloß im Hals. Dieser Mangel an Wertschätzung zu sich selbst sieht man auch gut daran, dass die Leute sich immer weiter erpressen lassen, für immer weniger Geld zu arbeiten. Natürlich aus Angst getrieben. Aber wie tief wollen Sie sich noch aufgrund Ihrer Angst erpressen lassen? Bis Sie bald umsonst arbeiten? Sicherlich nicht, denn irgendwann wäre der Zenit überschritten und es würde gewalttätige Revolten geben. Und das wollen wir bestmöglich vermeiden. Lassen Sie daher all Ihre Ängste los. Jetzt.

So, noch einmal: Sind Sie es wert, ein Grundeinkommen ganz ohne Arbeit zu beziehen? Ja, natürlich sind Sie es wert! Es ist schließlich Ihr von Gott gegebenes Geburtsrecht! Fordern Sie es ein! Je mehr Menschen sich dieser Tatsache innerlich bewusst werden, desto eher wird das bedingungslose Grundeinkommen von der Idee zur greifbaren Realität werden. Dann entsteht hier eine Bewegung, welche Druck von unten nach oben ausübt, um positive Veränderungen herbeizuführen. Sie sind hier keineswegs alleine. Viele andere Menschen beschäftigen sich bereits mit diesem Thema, welches immer größere Kreise zieht. Darunter sind auch viele Unternehmer, Professoren, sowie teilweise auch Leute aus Politik und Wirtschaft, die an einem neuen wirklich gerechten Wirtschafts- und Finanzsystem arbeiten. Hier kann ich Ihnen wärmstens empfehlen, sich mit dem „Plan B” der Wissensmanufaktur zu beschäftigen. Und wenn es bei Ihnen dann auch „Klick” gemacht hat, erzählen Sie ruhig Ihrer Familie und Freunden davon.

Was würden Sie denn mit einem Grundeinkommen gern anfangen? Wie würde sich Ihr Leben dadurch verändern?

Weitere Quellen und Informationen:

Interview mit dm-Chef Götz Werner in der FAZ

Netzwerk Grundeinkommen

Wertvolle Vorträge der Wissensmanufaktur

 

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2 Antworten to “1.000 Euro im Monat für Jeden!”

  1. Harald Münzhardt said

    Danke für diesen Beitrag, das Thema kann nicht oft genug angesprochen werden.

    Ganz sicher würden wir alle an Lebensinhalten und Gesundheit gewinnen.

    1) Das Geld ist da, da es auf Grund des Schuldgeld-Systems lediglich von Fleißig nach Reich umverteilt wird

    2) Mit Sicherheit wird sich der Anteil von ungesund Fleißig (überlastet) nach mäßig Fleißig verschieben,
    da die Angst vor Entlassung weg fällt.

    3) Sicherlich fallen dann recht gut versorgte Angestellte im „parasitären“ (Verwaltungs-) Bereich auf das Niveau des BGE.

    4) Endlich hätte die Masse der Bevölkerung Zeit, sich aktiv an Politik
    zu beteiligen, sich einem erfüllenden Hobby zu widmen, anstatt sich müde von den Medien verschaukeln zu lassen.

    5) Die ideale Gesellschaftsform wird es niemals für jeden geben, aber das was wir jetzt haben,
    muss dringend korrigiert werden.

  2. Natürlich abeitet man auch mit Grundeinkommen. Ich verdiene jetzt auch nichts= Null € und arbeite den ganzen Tag für Null€ und es bereitet mir Freude, motiviert mich und ich kann Menschen helfen, die noch nicht das Wissen haben. Dafür verwende ich täglich zwischen 4-8 Stunden, der Rest gehört meiner Familie. Kein Hartz 4, keine Rente, keine Arbeitseinkommen, seit Unfallverletzung, weil alle Ansprüche abgelehnt. Ich lebe von dem, was mein Partner verdient und verhalte den Konsum. Zum essen und wohnen reichts und Wünsche habe ich keine mehr, jedenfalls nicht solche, die man bezahlen kann!. Arbeiten hilft mir über den Tag, etwas Nützliches zu tun und mir zu beweisen, dass ich noch lebe.

    Wer für nichts arbeitet, tut es auch, wenn er Geld dafür erhält, oder?

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