krisenfrei

Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

Alice im Schwarzgeldland

Posted by krisenfrei - 04/02/2014

von Tomasz M. Froelich (freitum)

Alice Schwarzer ist eine der nervigsten Frauen der Bundesrepublik. In nahezu jeder Talkshow präsent, hat sie in den letzten Jahrzehnten das Monopol für Feminismus und Moral gepachtet. Nur ihre Auslegung des Feminismus gilt als die einzig wahre. Und wenn sie gegen Pornographie und Prostitution ist, dann hat man dem zuzustimmen, andernfalls gilt man als sexistisch, maskulinistisch (im Gegensatz zum Attribut ,,feministisch“ einem Vorwurf gleichkommend) und unmoralisch. Denn was ,,Moral“ ist bestimmt Alice Schwarzer, die Grand Dame des deutschen Feminismus, eine der höchsten moralischen Instanzen des Landes.

Das Land der ewig braven Steuerzahler
Und so bringt ihre Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung (Schwarzgeldkonten in der Schweiz) die Moralvorstellungen des Volkes der ewig braven Steuerzahler plötzlich ins Wanken: ,,Die hat Steuern hinterzogen? Vielleicht ist das dann gar nicht so schlimm!?“ Der Titel von Frank Plasbergs gestriger Talkshow ,,hart aber fair“ schlug jedenfalls in die gleiche, relativierende Kerbe: ,,Was, die auch – kein Recht auf Steuergeheimnis für Alice Schwarzer?“

Es wäre allemal wünschenswert, wenn sich das Verhältnis der Deutschen zur Steuerhinterziehung ändern würde. Denn derzeit sehen sie in ihr, so scheint es, eines der unmoralischsten Verbrechen, das man begehen kann (man denke nur an die Causa Uli Hoeneß). Völlig zu Unrecht, denn es ist nicht die Steuerhinterziehung, die aus moralischer Sicht verwerflich ist, sondern die Steuer selbst, die im Grunde genommen nichts anderes ist als Diebstahl. Frei nach Murray Rothbard: ,,Besteuerung ist Diebstahl, schlicht und einfach […]. Sie ist Zwangspfändung des Eigentums.“ Steuern werden nicht freiwillig eingezahlt, sondern per Zwang eingezogen. Das ist der wahre Skandal!

Eine gute Tat
Wenn Alice Schwarzer mit ihrer Steuerhinterziehung dazu beitragen sollte, dass Steuerhinterziehung künftig höchstens noch als Kavaliersdelikt angesehen wird, dann hätte sie ausnahmsweise etwas Gutes getan. Daher wäre man als Freiheitsfreund gut beraten, sich zumindest bezüglich der Steuerhinterziehung mit ihr zu solidarisieren. Sie hat lediglich ihr Geld, das sie unter anderem im Zuge ihrer Tätigkeit als Gründerin und Herausgeberin der ,,Emma“ (zu der man stehen kann wie man will) erarbeitet hat, geschützt. Schadenfreude erscheint unangepasst. Prügel ebenso.

Und dennoch: Ein bitterer Beigeschmack bleibt, nämlich die steuerfinanzierte Förderung ihrer feministischen Projekte, die sie immer gefordert hat. Man denke nur an den FrauenMediaTurm.

Es bleibt abzuwarten, ob die öffentliche Diskussion ähnlich verlaufen wird wie im Fall von Uli Hoeneß. Zu hoffen ist das Gegenteil, auch wenn das unverhältnismäßig wäre.

 

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3 Antworten to “Alice im Schwarzgeldland”

  1. Murksel said

    Wenn ich das richtig verstehe, plädieren Sie also dafür dass möglichst nur die kleinen Leute und Lohnabhängigen ( aus Mangel an Möglichkeiten zur Steuerhinterziehung) besteuert werden sollen. Die Reichen und Gutsituierten sollen hinterziehen soviel sie wollen. Und wenn dann den kleinen Leuten und Lohnabhängigen immer mehr Steuern abgeknöpft werden weil das Steueraufkommen nicht reicht, dann ist das offensichtlich ok für Sie?
    Bei dieser Einstellung kann einem nur schlecht werden.
    Dieser Artikel könnte direkt von einem der Systemlinge geschrieben worden sein frei nach dem Motto: Teile und herrsche!
    Ihre Ansicht wäre m.E. dann korrekt wenn alle, auch die Lohnabhängigen, die Möglichkeiten hätten sich der Zwangsbesteuerung zu entziehen. Denn auch die Lohnabhängigen haben ihr Geld erarbeitet und würden es gerne schützen wollen!!!

    • Klartext said

      Falsch! Der Autor schreibt doch explizit, dass Steuern Diebstahl sind und unterscheidet auch nicht weiter zwischen einem reichen Steuerzahler und einem weniger reichen Steuerzahler. Wer die Beiträge auf http://www.freitum.de öfter liest wird schnell erkennen, dass die Autoren dieser Seite grundsätzlich Steuern und Staat ablehnen oder zumindest kritisch hinterfragen und alles andere als Systemlinge sind. Tomasz M. Froelich sagt nichts anderes, als dass es ein Recht auf Eigentum und somit auch ein Recht auf Steuerhinterziehung gibt, und zwar für jeden.

  2. monopoli said

    Quatsch mit Soße, ein kleines Licht wird immer bestraft nur VIP kommen mit nem Klaps auf den Hintern davon. In Wahrheit haben wir ihre Steuern mitbezahlt und das seit 1977. Überhaupt sind wir doch die dummen die für Höneß & Schwarzer und alle anderen zahlen, daher haben sie es eigentlich an uns zurückzugeben, unzwar nicht nur 200,000 sondern alles + Strafe

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