krisenfrei

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Der Kampf um die Deutungshoheit in der BRD

Posted by krisenfrei - 30/01/2014

Tageskommentar 30. 01. 2014: fortunato,
Der Kampf um die Deutungshoheit in der BRD

von fortunato (fortunanetz)

Markus Lanz hat sich als Moderator blamiert. Nun ist er so unbeliebt wie der frühere Moderator Johannes-Baptist-ex-Gutfried-Wurst-verkaufende-Kerner. Auch Frank-Sie-haben-entartet-gesagt-Plasberg hat sich in die hall of fame der ideologisch agierenden „Moderatoren“ eingetragen. Die Reihe jener Moderatoren, die selbst den Menschen auf der Straße immer unangenehmer auffallen, wird immer länger. Der Putz der wohligen TV-Welt bröckelt langsam und unter dem abgebröckelten Putz kommt die Wahrheit ans Licht. Das ist ein Teil der Krise, in der wir weiterhin leben.

Allerdings muss man zur „Ehrenrettung“ dieser Personen sagen: Teile der Bevölkerung sind da auch nicht besser, sie kommen nur nicht ins Fernsehen, sie werben nicht für Würste, sprechen nicht mit Frau Wagenknecht und verdienen auch nicht so viel Geld. Kürzlich war ich in ein Gespräch mit mehreren Menschen involviert und bei der Wohnsitzbeschreibung einer Person fragte ich: „Hast du von deinem Wohnzimmerfenster aus einen Blick auf den kleinen Buchenwald?“ Daraufhin wurde ich von einem anderen Gesprächsteilnehmer darauf hingewiesen, dass ich „Buchenwald“ gesagt habe.

Nun gab es in der fraglichen Gegend einen Wald, der eben aus Buchen besteht. Und ich fragte diesen Gesprächsteilnehmer nur, wie er denn einen Wald benennen möchte, der aus Buchen besteht. Daraufhin schwieg er betreten.

„Was sind das für Zeiten, in denen ein Gespräch über Bäume ein Verbrechen ist?“ textete Bert Brecht in der Weimarer Republik. Gesinnungsterror ante portas, ganz so wie damals. Lucke hat „entartet“ gesagt und ich habe „Buchenwald“ gesagt. Das ist dann schon die halbe NSDAP. Und der Johannes-Baptist-ex-Gutfried-Wurst-verkaufende-Kerner lächelt im Hintergrund und sagt sich: Und Eva Hermann hat „traditionelle Familie“ gesagt….

Markus Lanz ist also in bester Gesellschaft, nur dass er sein Spielchen nicht mit einem sogenannten „Nazi“ getrieben hat, sondern mit einer Kommunistin. Aber das ist ja eigentlich egal, oder? Schließlich war man sich in der Runde schon fast einig: Die Linke und die AfD, beide argumentieren doch gleich. Die mögen die Eurorettung nicht! Alles Nazis oder was? Oder ist es nicht vielmehr die Geschichte vom Geisterfahrer im Auto? Lanz am Steuer hört Radio. „Achtung, Achtung, ihnen kommt ein populistischer Geisterfahrer entgegen!“ Und Lanz dann:“Wieso ein Geisterfahrer? Es sind hunderte.“ Und Jörges als Beisitzer pflichtet ihm da heftig bei.

Dass das Fass so langsam überläuft und sich bei dem einen oder anderen (wir sprechen von ca. 2 Millionen die die „AfD“ und nochmals doppelt so viele die „Die Linke“ wählten. Wir sprechen also von insgesamt gut 6 bis 7 Millionen systemkritischen Menschen) sich Widerspruch regt, sieht man an der Online-Petition gegen Geisterfahrer Lanz. Derzeit hat diese Petition ca. 231.000 Stimmen, Tendenz steigend. Die Unterzeichner fordern die Entfernung von Lanz. Dabei darf die Petition noch 46 Tage weiter laufen bis sie endet… 200.000 Stimmen wären als Minimum nötig gewesen. Und nun darf sich Lanz‘ Arbeitgeber das Desaster dann anschauen.

Lanz kann sich womöglich bald mit dem Johannes-Baptist-ex-Gutfried-Wurst-verkaufenden-Kerner am Kamin zusammen setzen und einen Wein trinken. Und dann sagt der Kerner, während das Feuer am offenen Kamin prasselt: „Sie hat traditionelle Familie gesagt“. Lanz nickt, nippt am Glas und sagt: „Und mein Gast hat behauptet, dass die Eurorettung eine Bankenrettung sei.“ Und so hören dann beide beim Wein etwas klassische Musik – und wenn sie nicht gestorben sind, dann nicken sie noch heute….

Doch aus den Tiefen des Internet kommen neue, anonyme Nachrichten, von denen man nicht so recht weiß, was man davon halten soll. Unklar ist, ob so viel Blödheit im Lager der Euroretter wirklich wahr ist.

Passend zur Skandalsendung berichtet ein anonym bleibender Informant einem Journalisten, dass mittlerweile Moderatoren extra geschult werden um systemkritische Talkshow-Gäste schlecht aussehen und ihre Meinung nicht offen zutage treten zu lassen. Wenn dies wahr sein sollte, was mich nicht wundern würde, zeigt dies nur: Bei Fachfragen wie z. B. der Eurorettung, geht dieser Schuss nach hinten los. Und was sagt uns das? Lass nie einem Kritiker der sich in Volkswirtschaftslehre oder auch nur in Politischer Ökonomie auskennt, in eine Talkshow. Der Moderator sieht dann meistens alt aus. Das merkt man bei Wagenknecht und Lucke deutlich.

Bei solchen Sendungen wie auch beim Fernsehen insgesamt, oder auch bei Zeitungen, geht es um die Erhaltung der Deutungshoheit in der öffentlichen Debatte. Dumm nur im Falle der Europolitik und der Eurorettung, dass die meisten Koryphäen aus der Volkswirtschaftslehre nicht auf der Seite der Regierung Merkel stehen. Das ist Fakt. Bisher gab es gegen einen Lucke oder Hans-Werner Sinn keinen VWL Fachmann der es wagte, im Fernsehen in einer Talkshow gegen die Kritiker aufzutreten. Und warum ist das so?….

Da holt man sich lieber einen „gut geschulten“ Lanz oder auch einen Plasberg und hofft, mit rhetorischen Tricks und schmierigen Attacken ohne sachlichen Inhalt den Zuschauern Sand in die Augen streuen zu können. Lanz, Plasberg, Kerner, das sind alles Personen die aufgrund ihrer Fehlleistungen belegen: Es gibt eine orchestrierte Presse und die tonangebenden Personen schwingen im Hintergrund den Taktstock – und in ihrer Verzweiflung greifen sie womöglich auch noch zu solchen „Kursen“, damit sie die Deutungshoheit behalten können.

Bisher waren sie dabei doch recht erfolgreich.

In der Mainstream Presse haben es folgende Meldungen noch nicht in die Titelzeilen geschafft:

Wahrheit 1: Die Eurorettung ist in Wahrheit eine Bankenrettung

Wahrheit 2: Die Eurorettungspakete sind in Wahrheit Geschenkpakete. Das Geld wird von den Pleitestaaten nicht zurück bezahlt werden.

Wahrheit 3: Die Geschenkpakete bezahlen SIE (Steuerzahler und Sparer), also diejenigen welche die Geschenke nicht beschlossen haben.

Und solange diese einfachen Wahrheiten nicht als Titelzeilen in der Mainstream Presse stehen und die Deutungshoheit errungen haben, so lange müssen Markus Lanz und Co. den Kurs: „Wie mache ich einen Eurokritiker mit unlauteren rhetorischen Mitteln fertig“, immer wieder belegen. Die Kursgebühren bezahlen übrigens auch SIE, denn sie entrichten die GEZ Gebühren zwangsweise, meint

Michael Obergfell (aka fortunato)

 

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Eine Antwort to “Der Kampf um die Deutungshoheit in der BRD”

  1. Murksel said

    Zitat:
    Wahrheit 2: Die Eurorettungspakete sind in Wahrheit Geschenkpakete. Das Geld wird von den Pleitestaaten nicht zurück bezahlt werden.
    Zitat ende
    Den Artikel finde ich gut.
    Aber den Satz s.o. kann ich nicht so stehen lassen.
    Die Geschenkpakete werden zum größten Teil nicht nur von den Staaten sondern dann auch von den Banken weitergereicht an die Finanzoligarchen, die Plutokratie.
    Die anstehenden Verluste der Finanzoligarchen werden einfach dem europäischen Steuerzahler aufs Auge gedrückt. Und schon wird aus den Verlusten für die Plutokratie, ein Gewinn auf Kosten der Steuerzahler.
    Eine gigantischen Umverteilungsmaschinerie von leistungsbringend und trotzdem arm zu leistungslos reich!

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