krisenfrei

Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

Archive for 28. Januar 2014

Alternative für Deutschland: Slogan von oben

Posted by krisenfrei - 28/01/2014

von Peter Boehringer (ef-magazin)

Die Basis will keine EU-Gimmicks

Die AfD-Führung rechtfertigt gegenüber ihren Mitgliedern in einem aktuellen Rundschreiben, der Slogan „Mut zu D-EU-tschland“ sei der bei einer repräsentativen Umfrage beliebteste gewesen und man habe in diesem Sinne streng „wissenschaftlich-demoskopisch“ den optimalen und von der Basis gewünschten Slogan gewählt. Dazu stelle ich nach eigener Recherche fest:

Die AfD hat bei ihrer Beratungsfirma (Insa Consulere GmbH) zwischen dem 13. und 16. Dezember 2013 folgendes nicht abfragen lassen:

a) „Mut zu D EU tschland“

b) „Mut zu D-EU-tschland“

c) „Mut zu D EU tschland“ (fettes, dominantes „EU“)

d) „Mut zu D EU tschland“ (fettes „EU“ zuzüglich EU-Sternenbanner )

Abgefragt wurde lediglich und ganz genau das völlig neutral gedruckte „Mut zu Deutschland“.

Man kann dazu zunächst festhalten: So neutral geschrieben stellt der Slogan mit etwas gutem Willen unser Land „Deutschland“ in den Vordergrund, was die 56 Prozent Zustimmung der befragten AfD-Wähler erklärt. Gewünscht von der AfD-Basis war ein klares Bekenntnis zu „Deutschland“ ohne jede EU-Gimmicks.

Die Insa Consulere hat ganz explizit nichts zu den dieses Bekenntnis völlig verändernden oben genannten Slogans und erst recht nichts zu einem niemals auch nur erwähnten EU-Logo gesagt oder auch nur sagen können.

Die komplett den Basiswunsch sinnentstellende Volte kam in einer Vorstandssitzung der AfD Mitte Januar 2014 zustande. Erst dort wurde die „Orwellianische Verdrehung“ des Slogans und die Umkehrung des Basiswillens ins Gegenteil beschlossen. Und dann dem Parteitag auch nicht etwa zur Abstimmung vorgelegt, sondern von Lucke einfach kraft Amtes verkündet.

Professor Lucke, ich habe in zehn Jahren CSU-Mitgliedschaft viel erlebt und gelernt. Sie in 33 Jahren CDU offenbar ebenfalls. Sie könnten direkt wieder dort bei der Union anfangen. Genau das sind die Methoden der Basismeinungsunterdrückung, die alle Systemparteien von schwarz bis grün seit Jahrzehnten verinnerlichen und anwenden. Die CSU hat dabei sogar noch das Motto „Näher am Menschen“ (meist ebenfalls noch mit EU-Sternenkranz) im Briefkopf. Sie können das jederzeit übernehmen. Re-integrieren Sie die AfD wieder in die Union! Sowohl die EU-philen Vorstandsvorgaben als auch die Logos, Slogans und nun sogar die orwellianischen Methoden der Basiswillen-Umdeutung sind deckungsgleich. Dreifach-Chapeau für diese „Alternative für Deutschland“.

Posted in Uncategorized | 6 Comments »

Banker fordern Zwangsabgabe zwecks Systemerhalt

Posted by krisenfrei - 28/01/2014

Deutsche Bundesbank: Chirurgische Plünderungen

von Henning Lindhoff (ef-magazin)

Banker fordern Zwangsabgabe zwecks Systemerhalt

Nach den Bankiers des Internationalen Währungsfonds halten sich nun auch die Plünderer aus der Deutschen Bundesbank nicht mehr zurück. In ihrem aktuellen Monatsbericht vom 24. Januar 2014 fordern sie ohne Umschweife eine Vermögensabgabe von Bürgern aus krisengeschüttelten Pleitestaaten der Europäischen Union. Zwischen den Seiten 52 und 54 ihres Reports gewähren sie dem um Fassung ringenden Leser tiefe Einblicke in ihr Seelenleben.

Wir beginnen zunächst mit einer simplen Beschönigung: „Unter günstigen Bedingungen könnte mit der Netto-Vermögensabgabe einmalig Vermögen zwischen privatem und staatlichem Sektor innerhalb des betroffenen Landes umgeschichtet werden, sodass der staatliche Schuldenstand relativ schnell um einen signifikanten Betrag sänke und das Vertrauen in die Tragfähigkeit der Staatsverschuldung (und deren Bedienung) rascher wiederhergestellt würde.“ Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke. Und Rauben ist Umschichten.

Als Grundlage ihrer nahenden Raubzüge dient ihnen ein überaus verdrehtes Gedankenspiel über den Staat und seine Schuldentreiberei: „Haftung und Kontrolle sollen insofern im Einklang stehen, als zunächst die Steuerzahler der Mitgliedstaaten für ihre nationalen Staatsschulden einstehen.“ Steuerzahler sollen für ihre Schulden einstehen. Ihre Schulden? Nein. Diese Schulden gehören den Regierungen und ihren Protagonisten. Bürger dürfen nur alle vier Jahre an die Wahlurnen tingeln und Kreuzchen neben den siamesischen Absplitterungen der sozialistischen Einheitspartei malen. Ein wahrhafter und sattelfester Auftrag an eine Regierung, einen Kollektivhaushalt zu verwalten und dazu gar Schulden aufzunehmen, sieht jedoch gänzlich anders aus – ganz abgesehen von der Frage, ob ein solcher Auftrag überhaupt notwendig erscheint. Der Steuerzahler wird, falls notwendig per Freiheitsentzug, dazu genötigt, Steuern zu zahlen. Er wird mit Gewalt an das staatliche System aus Schuld und Zwangsabgaben gebunden. Aus diesem Zwang nun eine natürlich gewachsene Bindung der Bürger an die staatlichen Schuldenberge zu fabrizieren, zeugt lediglich davon, wessen Geistes Kind die Autoren dieses Reports sind. Die Haftung den Bürgern anzulasten ist nicht rechtens – ganz gleich auf wie viel Gesetzespapier dies zu legalisieren versucht wird.

Der folgende Abschnitt des Bundesbank-Berichts dreht die Spirale der Verirrungen konsequent weiter: „Lassen sich Solvenzprobleme gleichwohl nicht beheben, sollen die Gläubiger der Staatsschulden herangezogen werden und so, im Einklang mit marktwirtschaftlichen Prinzipien, die finanziellen Risiken ihrer Anlageentscheidung selbst tragen.“ Die Autoren könnten nicht weiter daneben liegen. Doch was sollten sie anderes schreiben? Politiker als die verantwortlichen Schuldenmacher werden sich kaum zu Verantwortung und Haftung bekennen. Und dass die Gläubiger der Staatsschulden – Großbanken, Versicherungen und andere institutionelle Anleger – auf ihrer Forderungen verzichten werden, bleibt Wunschdenken. Sie sitzen mit der großen Politik im gleichen Boot. Und dieses ist schlicht und ergreifend „too big to fail.“ Am langen Ende bleibt nur die finanzielle Repression gegen die Bürger.

Doch hier wittern die Bundesbankiers Gefahr. Die Bürgenden könnten aufschreien. Diesmal richtig. Deshalb sollten die Raubzüge kurz und schmerzlos erfolgen. Chirurgische Plünderungen. Zuschlagen und verschwinden. In ihrem Bericht formulieren die Banker es so: „Sofern die Abgabe an Vermögen anknüpft, das in der Vergangenheit gebildet wurde, und glaubhaft einmalig ist, können die Abgabepflichtigen ihr kurzfristig nur schwer ausweichen, und die Beeinträchtigung der Arbeits- und Sparanreize durch die Abgabe hält sich, anders als bei einer laufend erhobenen Vermögens teuer, in Grenzen.“

Einmal haften, schadet nicht? Einmal für das Vaterland bluten, kann und muss der deutsche Michel verkraften können? Freuen Sie sich nicht zu früh. Denn „der Staat kann die Einmaligkeit generell nicht garantieren“, wissen die Bundesbankiers.

Die chirurgischen Schläge gegen das bürgende Individuum werden sich – einmal akzeptiert und abgenickt – womöglich zu einem Flächenbrand entwickeln. Das Ziel ist klar. Das Ziel ist absolut. Das Ziel ist alternativlos. „Die Glaubwürdigkeit des geltenden europäischen Ordnungsrahmens“ muss „gestützt“, muss um jeden Preis verteidigt werden, so der Monatsbericht der Bundesbank. Das System duldet kein Zurückweichen. „Komme, was wolle“, raunt es zwischen den Zeilen.

Für die Sozialisten in allen Parteien kommen diese Zeilen keinesfalls zu spät. Vor der vergangenen Bundestagswahl wären die Forderungen der Bundesbank zwar mit Kusshand aufgenommen und in alle Parteiprogramme von links bis rechts, von schwarz bis rosarot integriert worden. Doch den Plünderern ist auch verspätete Hilfe nur allzu recht. Schließlich weiß nicht nur Carsten Schneider, der Fraktionsvizevorsitzende der Regierungspartei SPD, was die Stunde geschlagen hat: „Ich unterstütze die Erkenntnis der Bundesbank für eine stärkere Beteiligung privater Vermögen bei der Konsolidierung der öffentlichen Haushalte.“

———————————————–

„Ich unterstütze die Erkenntnis der Bundesbank für eine stärkere Beteiligung privater Vermögen bei der Konsolidierung der öffentlichen Haushalte.“

Und ich, Herr Carsten Schneider – dies gilt selbstverständlich für alle Polit-Marionetten – fordere sofort ein Gesetz, das alle Polit-Marionetten in private Haftung nimmt, die das Geld der Steuerzahler sinnlos zum Fenster rauswerfen (z.B. S21, BER, Elbphilharmonie u.v.a. Geldverbrennungsprojekte, die nur der Lobby und deren Anteilseigner dienen). Ach ja, die EU und der Euro gehören auch zu solchen Projekten. Zudem gehören die Polit-Marionetten vor Gericht, die gegen Verträge (Maastricht-Vertrag) und gegen die Verfassung (Zustimmung zum ESM) verstoßen haben.

Und noch etwas. Ein Freihandels(Knechtschafts)abkommen mit der USA brauchen wir auch nicht! 

 

Posted in Uncategorized | Leave a Comment »

Die Lügen der Bundesrepublik (70 Jahre nur belogen)

Posted by krisenfrei - 28/01/2014

Ist unsere Presse fremdgesteuert? Wer regiert eigendlich den Reichstag wirklich? Was läuft hinter den Kulissen? Könnte es sein das man uns nur die halbe Wahrheit erzählt? Wie souverän sind wir wirklich? Die Medien lügen und vertuschen was wir nicht wissen sollen. Denn die Politik ist nicht das für das sie sich ausgibt…

 

Posted in Uncategorized | Leave a Comment »

Echter Konsens mit Methode

Posted by krisenfrei - 28/01/2014

von Alexander Scheibe (cafeliberte)

Dem geneigten Leser dieser Seite dürfte mittlerweile bekannt sein, dass unsere bundesrepublikanische Art der demokratischen Abstimmung diverse Makel aufweist.

Betrachten wir das Ergebnis der letzten Bundestagswahl, so lässt sich konstatieren, dass nur zwei (im Grunde ja doch nur eine) große Interessenvertretungsgruppen „gewonnen“ haben, wohingegen die Vertreter (und damit auch die Wähler – immerhin knapp 7 Millionen!) kleinerer Gruppierungen u.a. durch die 5%-Hürde, aber eben auch durch die Anwendung des üblichen Mehrheitsentscheids, in die Röhre schauen – sie haben die Wahl „verloren“. Die Linksgrünen und Grünlinken zähle ich mal nicht zu den Verlierern, da sie ja trotz allem an den Fleischtöpfen sitzen und nunmehr für oppositionelle Reden ohne eigene Umsetzungsverantwortung von den Steuergeldern zehren dürfen.

Dass die 5%-Hürde ein heißes Thema ist, über dessen Änderung man zumindest ernsthaft diskutieren müsste, sollte fast jedem klar sein.

Weniger klar ist den meisten Menschen jedoch, dass schon allein die Art der Abstimmung die Abstimmenden einer Wahl in Gewinner und Verlierer teilt und somit systembedingt für eigentlich abwendbare Spannungen sorgt. Der somit erzeugte Dissens blockiert das volle Potenzial einer Gesellschaft, die dadurch von einem echten Konsens und kreativer Blüte meilenweit entfernt ist.

Wäre es nicht schön, wenn es eine Abstimmungsmethode gäbe, die die Wähler eben nicht in Gewinner und Verlierer teilt und obendrein auch noch kritischen Stimmen zu Gehör verhilft? Nun, die gibt es und ich werde sie Ihnen vorstellen – das sogenannte Systemische Konsensieren (ab jetzt SK genannt).

SK macht die Widerstände gegenüber den Wahlmöglichkeiten messbar und fördert somit die Konsensfindung. Wie Sie gleich sehen werden, führt SK auf diese Art und Weise sogar zu einer Verhaltensumkehr seitens der Wahlvorschlaggeber. Nehmen wir als Beispiel eine Gruppe dreier uns wohl bekannter Protagonisten eines beliebten Demokratiestichworts – Wolf 1, Wolf 2 & Schaf 1 – und lassen diese darüber abstimmen, was es zum Essen geben soll. Mit dem üblichen Mehrheitsentscheid ist das Ergebnis schnell klar, da die Wölfe eine Koalition bilden und das heftig protestierende Schaf trotz all seiner Einwände überstimmen und verspeisen.

Eine bunt gemischte Tiergruppe mit völlig unterschiedlichen Nahrungspräferenzen (Wolf, Schaf, Ameise, Eule) hätte recht sicher so abgestimmt, dass jedes Tier nur für seinen eigenen Vorschlag stimmt (kein Konsens) oder sie hätte sich über Koalitionen und Machtkämpfe (z.B. wenn der Wolf die Ameise unterdrückt oder wenn Eule und Schaf eine Union bilden) auf eine knappe Mehrheit geeinigt (wieder kein Konsens, da 50% Verlierer).

Abstimmungsverhalten bei normalem Mehrheitsentscheid:

Tier/Essen                          Schafkeule                         Salat                      Weichkäse                         Toastbrot

Wolf                                      X

Schaf                                                                                   X

Ameise                                                                                                                              X

Eule                                                                                                                                                                    X

Die Eule, seit alters her bekannt für ihre Weisheit, hatte eine Idee. „Lasst uns doch diese neue Methode aus Österreich probieren, dieses Systemische Konsensieren. Da gibt man keine Stimme FÜR etwas ab, sondern gibt seinen Widerstandswert auf einer Skala von 0-10 (0 = keinerlei Einwand, 10 = völlig inakzeptabel) GEGEN etwas an. Der Vorschlag mit dem geringsten Gruppenwiderstand soll dann unser Ergebnis sein.“

Und schon machten sich die Tiere auf und erstellten eine neue Tabelle. Wie zu erwarten, stimmten Wolf und Schaf, die beiden alten Kontrahenten, bei dieser neuen Methode „taktisch“ ab, was zu folgendem Ergebnis führte:

Abgegebene Widerstandswerte und ermittelter Gruppenwiderstand – 1. Versuch

Tier/Essen                          Schafkeule                         Salat                      Weichkäse                         Toastbrot

Wolf                                      0                                             10                           10                                          10

Schaf                                    10                                          0                             10                                          10

Ameise                                               2                                             4                             0                                             3

Eule                                      5                                             6                             7                                             0            

Gruppenwiderstand      17                                          20                           27                                          23           

Der Wolf leckte sich schon die Zähne, die Ameise tat recht gleichgültig, denn ihr war jedes Essen recht, aber das Schaf schrie Zeter und Mordio und wollte schon die Presse ob einer unglaublichen Verschwörung gegen sich unterrichten und so sprach die Eule (der Schafkeule zwar nicht abgeneigt, wohl aber in einer Moderatorenausbildung befindlich) schließlich:

„Liebe Leute, auch das ist kein echter Konsens. Euer Eifer hat euch in die alte Taktikfalle laufen lassen, mit dem Ergebnis, dass wieder mal nicht alle mit dem Endergebnis leben können und verfeindete Lager entstehen. Stimmt doch bitte so ab, wie es euren echten individuellen Bedürfnissen entspricht.“

Unter Blöken und Knurren machten sich die Tiere also erneut an eine Abstimmung.

Abgegebene Widerstandswerte und ermittelter Gruppenwiderstand – 2. Versuch

Tier/Essen                          Schafkeule                         Salat                      Weichkäse                         Toastbrot

Wolf                                      0                                             9                             8                                             7

Schaf                                    10                                          0                             7                                             3

Ameise                                               2                                             4                             0                                             3

Eule                                      5                                             6                             7                                             0            

Gruppenwiderstand      17                                          19                           22                                          13           

Da waren die Tiere aber plötzlich erstaunt, denn es gab eine Lösung, mit der sich jeder irgendwie arrangieren konnte. Sie war zwar nicht für jeden die perfekte Lösung, sorgte aber zumindest für ein gemeinsam getragenes Ergebnis ohne Zwang und man kam voran.

Der Wolf entgegnete kurz darauf jedoch: „Jeden Tag Toastbrot mag ich aber nicht essen. Morgen will ich was mit Fleisch!“ und das Schaf sagte meckernd: „Nääää, ich will kein Fleisch!“ Die Eule, jetzt erneut die Chance für einen schlauen Satz witternd, erwiderte: „Freunde, das scheint mir doch die Stärke beim SK zu sein: Macht doch als Option morgen z.B. den Vorschlag, dass wir Schinkenbrote essen und das Schaf dem Wolf den Schinken gibt und der Wolf dem Schaf das Brot. Redet miteinander und gebt Vorschläge ab, die bereits von vornherein den größtmöglichen Interessenausgleich zum Ziel haben, denn dann ist die Gewinnwahrscheinlichkeit für euren Vorschlag extrem hoch.“

Da machte es plötzlich klick in den Hirnen und Ganglien der Tiere, denn sie erkannten, dass sie nun eine Methode gefunden hatten, um leidige Machtkämpfe zu verhindern. Und nicht nur das, nein, sie hatten sich auch ein Kommunikationswerkzeug erschlossen, welches langjährige Streitereien zur Lösungssuche auflöste! Mit dieser Erkenntnis und der daraus folgenden Verhaltensumkehr lebten sie nun glücklich bis ans Ende ihrer Tage… und wenn sie nicht gestorben sind, konsensieren sie noch heute.

Ich denke, die Moral der Geschichte dürfte Ihnen trotz biologischer Inkorrektheit und dem Fakt, dass in einem freien Markt kaum etwas leichter zu klären wäre als die Essensauswahl, klar geworden sein.

Mit dem Systemischen Konsensieren verschiebt sich der Denkrahmen bei Abstimmungen schon im Vorfeld hin zur Konfliktlösung. SK ist daher für viele Arten der Entscheidungsfindung und Abstimmung nützlich. Natürlich habe ich in diesem kurzen Text nicht alle Finessen und Einsatzmöglichkeiten des SK (Filtern über die Nulllösung, Schnellkonsensieren, Personenwahlen, Parlamentsabstimmungen mit und ohne Fraktionszwang, usw.) beleuchten können, aber vielleicht ist Ihnen nun bewusst geworden, dass man auch anders und einfach BESSER abstimmen kann.

Und wenn schon ein paar Tiere zu einer Anwendung in der Lage waren, sind wir Menschen das sicherlich auch…

Eine kleine Denkanregung zum Schluss: Stellen Sie sich nun eine Gesellschaft vor, die mit SK in Gruppen zu Lösungen findet und abstimmt. Man könnte über völlig neue Arten der Zusammensetzung bei Entscheidungsträgern in Parlamenten sinnieren (weil nicht das Parteibuch entscheidet, sondern die beste Lösung), über eine stärkere Partizipation bei Abstimmungen in Unternehmen und Kommunen und letztlich sogar über Gesellschaftssysteme, die ohne zentralistische Herrschaft auskommen (in der Tat wirkt SK sehr gut in kleineren, regionaleren Organisationseinheiten, da hier die Kommunikation im Vorfeld wesentlich leichter ist).

Nichtsdestotrotz bleibt SK allerdings immer noch eine demokratische Abstimmungsmethode (was viele Libertäre per se schon mal negativ beurteilen werden) und somit in meinen Augen gerade für viele Befürworter des üblichen Mehrheitsentscheids als Hinführung zum Denken in dezentraleren Bahnen geeignet.

Ich selbst bin überzeugt, dass SK für viele Liberale und Libertäre den Horizont stark erweitern kann – im Grunde sogar für alle Menschen. Selbst in der anarchokapitalistischsten Einsiedler- und Aussteigerkommune wird irgendwann mal eine Entscheidung als Gruppe getroffen werden müssen.

Daher mein Aufruf: Probieren Sie es einfach mal aus!

Posted in Uncategorized | 2 Comments »