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Syrien – Eine Pflichtlektüre

Posted by krisenfrei - 27/01/2014

Der Auftakt zu den als »Genf-2« bezeichneten Verhandlungen zu Syrien, an der

die Aussenminister von fast 40 Staaten und Regionalorganisationen teilnahmen, fand bekanntlich am 22. Januar in Montreux statt. Bei diesem Anlass hielt der syrische Aussenminister Walid al-Muallim eine längere Rede, die, soweit ich feststellen konnte, bislang lediglich von der stets aktuell informierten US-website Global Research aufgegriffen wurde. Vermutlich ging sie im Getriebe des WEF in Davos unter, wo die Journalisten damit beschäftigt waren, sich wie jedes Jahr redlich abzumühen, um die dort versammelten Häupter als Elite erscheinen zu lassen, obgleich die weltweit rasant ansteigende Armut nicht mehr zu überdecken ist, so dass diese lorbeerbehaftete Verbrämung wahrlich nicht länger dazu angetan ist, als zutreffend akzeptiert zu werden. Die Rede stellt eine schwere Anklage gegen den Westen dar, somit auch gegen die EU. Und dies mit voller Berechtigung. Die Veröffentlichung trägt den Titel: »The West Publicly Claims to Be Fighting Terrorism, Whilst It Is Covertly Nourishing It«  –  Der Westen behauptet öffentlich, den Terrorismus zu bekämpfen, während er diesen auf verdeckte Weise alimentiert. Insofern habe ich es mir angelegen sein lassen, die wesentlichen Feststellungen und Gedanken zu übersetzen, denn dieser Vortrag wirft ein für alle wissenswertes Licht auf die Vorgänge, die die Zerstörung Syriens eingeleitet haben, und die wir regelmässig auf politonline aufzuzeigen versucht haben, dies insbesondere in aller Ausführlichkeit in dem Aufsatz »Syrien – Die programmierte Zertrümmerung« auf  http://www.politonline.ch/index.cfm?content=news&newsid=1994

Meine Damen und Herren,
ich spreche hier im Namen der arabischen Republik Syrien mit ihrer geschichtsträchtigen, siebentausend Jahre umspannenden Vergangenheit, und die stolz ist auf ihr panarabisches Erbe, trotz der vorsätzlich begangenen Aggressionen angeblich brüderlich gesinnter arabischer Staaten. Im Namen einer Republik, gegen die einige von Ihnen, die in diesem Raum sitzen, den Versuch unternommen haben, in mittelalterliche Zeiten zurückzuwerfen. Nie zuvor habe ich mich in einer ähnlich schwierigen Lage befunden: Auf meiner Delegation und mir selbst lastet das Gewicht von drei Jahren des von meinen Landsleuten erduldeten Elends. Heute ist der Moment der Wahrheit, die viele systematisch versucht haben, in einer Serie von Kampagnen von Falschinformationen, Täuschung und Lügenmärchen, die zu Mord und Terror führten, zu beerdigen. Eine Wahrheit, die sich weigerte, begraben zu werden, und die für alle klar sichtbar ist: Die Delegation der arabischen syrischen Republik, die das syrische Volk, die Regierung, den Staat, die Armee und den Präsidenten Bashar al-Assad repräsentiert.

Es ist bedauerlich, meine Damen und Herren, dass hier in diesem Raum unter uns Vertreter der Länder sitzen, die das Blut von Syrern an ihren Händen haben, von Ländern, die den Terrorismus exportiert haben, dies gleichzeitig mit der Nachsicht gegenüber den Übeltätern, als ob es ihr Gott wäre, dem das Recht eingeräumt ist, zu bestimmen, wer in den Himmel und wer in die Hölle Eingang findet. Es sind dies Länder, die verhindert haben, dass Gläubige ihnen heilige Andachtsstätten aufsuchen können, während sie Terroristen begünstigten, finanzierten und unterstützten. Länder, die sich selbst das Recht einräumten, anderen die Legitimität zuzugestehen oder zu verweigern, ganz so, wie sie das für sie als passend erachteten, und die nie einen Blick auf ihr eigenes archaisches Glashaus warfen, bevor sie Steine auf befestigte Türme warfen. Länder, die uns ohne Scham in Sachen Demokratie, Entwicklung und Fortschritt belehren, während sie in ihrer eigenen Ignoranz und mittelalterlichen Normen ertrinken. Länder, die sich daran gewöhnt haben, dass sie ausschliesslich von Königen und Prinzen besitzt werden, denen das alleinige Recht zusteht, den Reichtum des Landes zu verteilen, wobei sie die mit ihnen Verbündeten bedenken, dies aber denjenigen, die in Ungnade gefallen sind, verweigern. Und sie belehrten Syrien über Ehre. Nach all diesen Anstrengungen und den darauf folgenden Fehlschlägen fiel ihnen jedoch die Maske vom Gesicht, so dass ihre perversen Ambitionen sichtbar wurden: Der Wunsch, Syrien zu destabilisieren und zu zerstören, indem sie ihr nationales Produkt exportierten, den Terror. Sie haben ihre Petrodollars zum Kauf von Waffen und zur Rekrutierung von Söldnern eingesetzt, aber auch zur Beeinflussungder Medien, um ihre ohne Verstand durchgeführten Brutalitäten mit Lügen zu decken, dies unter dem Vorwand der sogenannten syrischen Revolution, die die Ziele der syrischen Bevölkerung erfüllen würde. Wie kann ein Tschetschene, Afghane, Saudi, Türke oder sogar französische und englische Terroristen zur Erlangung dieser Ziele beitragen, und mit was? Etwa ein islamischer Staat, der nichts über den Islam weiss, den perversen Wahhabismus ausgenommen? Und wer hat überhaupt dekretiert, dass die Syrer danach streben, in einer Zeit zu leben, die Tausende von Jahren in der Vergangenheit liegt?

In Syrien wird der Schoss von Frauen, die ein Kind erwarten, geschlachtet und der Fötus getötet; Frauen werden vergewaltigt, tot oder lebendig, dies unter Umständen, die derart abscheulich, widerlich und abstossend sind, dass man sie lediglich einer perversen Doktrin zuordnen kann. In Syrien werden Männer vor ihren Kindern im Namen der Revolution abgeschlachtet; wie können sogenannte Revolutionäre das Herz eines Mannes zum Kannibalen machen und gleichzeitig behaupten, Freiheit, Demokratie und ein besseres Leben zu fördern? Unter dem Vorwand der Grossen Syrischen Revolution werden Zivilisten, Kirchenleute, Frauen und Kinder getötet; Opfer werden ungeachtet ihrer politischen Einstellung oder ihrer Ideologie in Strassen und Gebäuden  wahllos in die Luft gesprengt, Bücher und Bibliotheken werden verbrannt, Gräber aufgerissen und Kunstgegenstände gestohlen. Im Namen dieser Revolution werden Kinder in ihren Schulen gemordet, Studenten in den Universitäten, Frauen werden im Namen des jihad al-nikah dazu gezwungen, von ihrer Konfession abzufallen, Moscheen werden bombardiert, während die Gläubigen darin ihre Gebete verrichten, Köpfe werden abgehackt und in den Strassen aufgehängt, und Menschen werden lebendig verbrannt, dies in einem wahrhaften Holocaust. In Adra, von dem Sie sicherlich nichts gehört haben, das jedoch von denselben ausländischen Monstern angegriffen wurde, hat sich ein Familienvater mit den Seinen in die Luft gesprengt, um die fremden Eindringlinge daran zu hindern, bei ihm einzufallen. Auch dort ist gemordet, geplündert, geköpft, geschlachtet, vergewaltigt und Menschen lebendig verbrannt worden. Und immer ist dabei der blutige Finger auf die syrische Armee und die syrische Regierung gerichtet worden. Das ist es, was ihre Meister ihnen aufgetragen haben.

Von diesem Podium aus vernehmen Sie jetzt laut und deutlich, und Sie wissen das genauso wie ich, dass sie nicht mit Syrien aufhören werden, das wissen sogar einige von Ihnen, die hier im Saal sitzen und sich weigern, dies zu bestätigen oder sich in dieser Hinsicht als unangreifbar betrachten. Was Sie hier hören, wäre nicht möglich gewesen, wenn sich die Länder, die an uns angrenzen, als gute Nachbarn erwiesen hätten. Davon waren sie leider weit entfernt: Im Norden befinden sich solche, die uns in den Rücken fallen, im Westen finden sich Nachbarn, die sich im Angesicht der Wahrheit schweigsam verhalten, dann haben wir einen schwachen Süden, daran gewöhnt, dem Gebot anderer nachzukommen; hinzu kommt der müde und erschöpfte Osten, der noch von den  Komplotten erschüttert ist, ihn zusammen mit Syrien zu zerstören. Das Elend und die Zerstörung, die Syrien verschlingen, ist auch der Entscheidung von Erdogans Regierung, die kriminellen Terroristen vor ihrem Eindringen in Syrien einzuladen und in der Türkei zu beherbergen, geschuldet. In Nichtbeachtung der Tatsache aber, dass sich Magie zuletzt klar gegen den Zauberer selbst richtet, beginnt diese inzwischen, die sauren Früchte dessen zu erleiden, was sie gesät hat. Denn der Terrorismus kennt keine Religion und ist nur sich selbst gegenüber loyal. Einige dieser Nachbarn legten innerhalb von Syrien Feuer, während andere die Terroristen rund um den Globus rekrutierten; diesbezüglich sind wir mit einer schockierenden Farce an Doppelstandard konfrontiert: Insgesamt sind es 83 Nationalitäten, die in Syrien kämpfen, was von niemandem angeprangert und verurteilt wird; niemand unterzieht die Lage einer Neubeurteilung; hingegen wird auf impertinente Weise damit fortgefahren, das Ganze als glorreiche Revolution zu bezeichnen. So brach auch die Hölle los, als einige junge Widerstandskämpfer die syrische Armee an einigen Orten unterstützten und dies urplötzlich zu einer ausländischen Intervention erklärt wurde.

Ich beteuere, dass Syrien als souveräner und unabhängiger Staat weiterhin alles Notwendige unternehmen wird, um sich zu verteidigen, unter Einsatz aller Mittel, die hierfür als erforderlich erachtet werden, ohne dem von anderer Seite erfolgten Aufschrei sowie den Verleumdungen, Erklärungen oder Einstellungen auch nur die geringste Aufmerksamkeit zu schenken. Die Syrer sind dennoch standhaft geblieben, mit dem Resultat, dass unsere Nahrungsmittel, so auch die Milch für unsere Kinder, mit Sanktionen belegt wurden. Gleichzeitig sind Fabriken geplündert und angezündet worden, um die Nahrungsmittelherstellung sowie die pharmazeutische Industrie des Landes lahmzulegen. Es erfolgte die Zerstörung von Krankenhäusern und Gesundheitszentren; unserer Eisenbahnlinien und Stromleitungen wurden sabotiert. Als all dies nichts bewirkte, drohte die USA, Syrien anzugreifen. Hierzu fabrizierte sie zusammen mit ihren westlichen und arabischen Verbündeten die Story über den Einsatz von Chemiewaffen, was allerdings fehlschlug, da sie ihre eigene Öffentlichkeit nicht zu überzeugen vermochte, geschweige denn die unsrige. Und dann entstanden plötzlich die Freunde Syriens; von diesen verkörpern vier autokratische, repressive Monarchien, die nichts von Demokratie verstehen, während die anderen dieselben Kolonialmächte darstellen, die Syrien vor weniger als hundert Jahren besetzten, plünderten und aufteilten. Diese sogenannten Freunde beraumen jetzt Konferenzen an, um ihre Freundschaft mit dem syrischen Volk öffentlich kundzutun, während sie insgeheim die Wege erleichtern, die das Elend dieses Volkes vergrössern und ihren Lebensunterhalt zerstören. Während sie ihre Empörung über das humanitäre Elend der Syrer öffentlich vortragen, täuschen sie die Internationale Gemeinschaft über ihre Mittäterschaft. Wenn Sie sich wirklich über die humanitäre Situation Sorgen machten, würden Sie Ihren Würgegriff, der Syriens Wirtschaft erstickt, von unsere Land nehmen, die Sanktionen sowie das Embargo aufheben und zusammen mit der syrischen Regierung die Sicherheit stärken, indem Sie das Eindringen von Waffen und Terroristen bekämpften. Nur wenn das geschieht, versichere ich Ihnen, wird es dem Land wieder gutgehen wie zuvor.

Einige der hier Anwesenden fragen sich womöglich, ob es allein die ausländischen Kräfte sind, die die Vorgänge in Syrien bewerkstelligen. Nein. Diejenigen sich hier befindlichen Syrer, die  von fremden Kräften legitimiert wurden, haben eine Rolle gespielt, die zu dem Ganzen beigetragen hat, indem sie dazu dienten, hierzu notwendige Massnahmen zu erleichtern und umzusetzen. Sie taten dies auf Kosten syrischen Bluts und des Volkes, dessen Bestrebungen sie zu vertreten behaupten, während sie unter sich Hunderte von Malen zerstritten waren und während einige ihrer Führer die Flucht antraten. Sie verkauften sich an Israel, indem sie zur Zerstörung Syriens zu dessen Augen am Ort des Geschehens wurden und zu dessen Finger am Abzug. Und als auch dies fehlschlug, intervenierte Israel direkt, um die Kapazität der syrischen Armee zu reduzieren und so sicherzustellen, dass sich die Implementierung ihres Jahrzehnte alten Plans für Syrien fortgesetzt. Dennoch erheben sie noch immer Anspruch darauf, im Namen des syrischen Volkes zu sprechen.

Was habt ihr, die ihr behauptet, für das syrische Volk zu sprechen, geleistet? Wo ist eure Vision für dieses grosse Land? Wo sind eure Ideen und euer politisches Manifest? Was sind eure Agenten vor Ort anderes als bewaffnete kriminelle Banden? Ich bin sicher, dass ihr nichts aufzuweisen habt, was in den Gegenden, die eure Kriegsknechte besetzt haben, nur zu offensichtlich ist, auch wenn ihr sie als befreit bezeichnet. Habt ihr die dortige Bevölkerung befreit oder sie überfallen, um ihrer einfachen Lebensweise eure radikalen und repressiven Praktiken aufzuzwingen? Habt ihr ein Entwicklungsprogramm eingeleitet, um Schulen und Gesundheitszentren zu bauen? Nein, ihr habt sie zerstört und es zugelassen, dass die Poliomyelitis, die wir in Syrien ausgerottet hatten, zurückgekommen ist. Habt ihr Syriens Kunstschätze und Museen beschützt? Nein, ihr habt unsere nationalen Stätten für euren Profit ausgeraubt. Habt ihr bezeugt, dass ihr euch für die Justiz und die Menschenrechte einsetzt? Nein, ihr habt öffentliche Hinrichtungen und Enthauptungen erzwungen. Kurz gefasst: Ihr habt nichts getan, ausser die Schande auf euch zu nehmen, Amerika darum zu bitten, Syrien anzugreifen. Nicht einmal die Opposition, zu deren Führer und Hüter ihr euch selbst ernannt habt, erkennt euch oder eure Methoden an, mit denen ihr eure eigenen Geschäfte handhabt, geschweige denn die Staatsangelegenheiten.

Niemand, der für Syrien sprechen möchte, kann ein Verräter der Sache des syrischen Volkes oder  ein Agent seiner Feinde sein. Diejenigen, die für Syrien sprechen wollen, sollten dies innerhalb des Landes tun, in den zerstörten Häusern leben und ihre Kinder morgens zur Schule schicken, ohne zu wissen, ob diese sicher und unerreicht von Minenwerfern nach Hause zurückkehren; sie sollten  ebenso die Eiseskälte des Winters ertragen, die hier infolge des Mangels an Heizöl  herrscht, desgleichen stundenlang anstehen, um Brot zu kaufen, da die Sanktionen verhindern, dass wir Weizen importieren, den wir zuvor exportierten. Und jeder, der im Namen Syriens zu sprechen wünscht, sollte zuvor drei Jahre Terrorismus erlitten haben. Die arabische syrische Republik hat ihre Pflicht als Staat und Volk erfüllt. Sie hat Hunderte von internationalen Journalisten willkommen geheissen, ihren Zutritt erleichtert und ihre Bewegungsfreiheit und Sicherheit geschützt. Und diese haben ihrerseits die Realität des Horrors, dessen Zeuge sie wurden, ihren Lesern aufgezeigt und somit eine Wirklichkeit dargestellt, die viele westliche Medienorganisationen, die es nicht ertrugen, ihre Propaganda und Berichterstattung auf diese Weise aufgedeckt und widersprochen zu sehen, betroffen zurückliess. Wir haben es internationalen Hilfsorganisationen ermöglicht, ins Land zu kommen, aber die klandestinen Agenten bestimmter hier ansässiger Gruppen haben sie daran  gehindert, diejenigen zu erreichen, die die Hilfe dringend benötigten. Diese Helfer waren wiederholt den Attacken der Terroristen ausgesetzt, während wir ihnen Schutz boten und ihre Arbeit erleichterten. Wir erliessen zahlreiche Amnestien und liessen Tausende von Inhaftierten frei, von denen sogar einige Mitglieder bewaffneter Gruppen waren, dies zum Missfallen der Familien ihrer Opfer. 

Ich frage Sie, wo befinden sich die vagen moderaten Gruppen, hinter denen Sie sich verstecken? Sind es die gleichen alten Gruppierungen, die militärisch und öffentlich vom Westen unterstützt werden, und die jetzt ein noch hässlicheres Facelift erhielten, in der Hoffnung, uns davon überzeugen zu können, dass sie den Terror bekämpfen? Wir alle wissen, dass gleich wie massiv ihre Propaganda versucht, ihr Image im Namen der Mässigung aufzubessern, der Extremismus und der Terrorismus dieselben geblieben sind. Sie wissen  – wie wir alle –  dass unter dem Vorwand, erstere Gruppen zu unterstützen, al-Kaida und seine Verbündeten in Syrien, im Irak und in anderen Ländern unserer Region bewaffnet werden. Das ist die Realität. Wachen Sie auf und begreifen Sie die nicht zu leugnende Tatsache, dass der Westen einige arabische Länder unterstützt, um die Lieferung von tödlichen Waffen an al-Kaida zu bewerkstelligen. Der Westen erklärt öffentlich, den Terrorismus zu bekämpfen, während er diesen in Tat und Wahrheit auf verdeckte Weise nährt. Jeder, der diese Wahrheit nicht erkennen kann, ist entweder ignorant und blind, oder willentlich blind, damit das zu Ende gebracht wird, was der Westen in die Wege geleitet hat.

Ist es dieses Syrien, das Sie wünschen? Der Verlust Tausender für ihre Überzeugung Geopferter und der Verlust unserer nationalen Sicherheit, die sich durch apokalyptische Verwüstungen ersetzt sieht. Sind dies die Bestrebungen der Syrer, die Sie zu erfüllen wünschen? Keineswegs. Syrien wird nicht in diesem Zustand verharren, und deswegen sind wir hier. Wir sind hierher gekommen, um Syrien zu retten: um die Enthauptungen zu stoppen, die Kannibalisierung und das Abschlachten zu beenden. Wir sind hier, um den Zivilstaat und die der Aufgeschlossenheit verpflichtete Form unseres Staates zu schützen, und ebenso, um den Marsch der Tataren und Mongolen quer über unsere Region aufzuhalten. Wir sind hier, um den Zusammenbruch des gesamten mittleren Ostens zu verhindern, um die Zivilisation, die Kultur und die Diversität zu schützen und den Dialog der Kulturen im Geburtsland der Religionen zu bewahren. Wir sind  hier, um dem toleranten Islam, der verdreht wurde, Schutz zu bieten und um die Christen in der Levante zu beschirmen. Wir sind hier, um unseren sich im Ausland befindlichen Syrer zu sagen, dass sie nach Hause kommen sollen, denn woanders werden sie überall Fremde sein. Wir sind hier, um den Terrorismus zu beenden und zu erklären, dass nur ein Dialog zwischen Syrern die Lösung sein kann. Wir sind verfassungsmässig verpflichtet, unsere Bürger zu verteidigen, und wir werden damit fortfahren, den Terrorismus, der die Syrer, gleich welcher politischen Zugehörigkeit, attackiert, zu bekämpfen. Wir sind hier, um die Anstifter zur Verantwortung zu ziehen, denn solange bestimmte Nationen den Terrorismus weiterhin unterstützen, wird diese Konferenz keine Früchte tragen. Politischer Pluralismus und Terrorismus können in ein und demselben Land nicht nebeneinander existieren. Die Politik kann nur dann gedeihen, wenn sie den Terrorismus bekämpft, sie kann nicht in dessen Schatten entfalten.  

Wir richten diese Botschaft an alle, die hier versammelt sind und an alle, die die Vorgänge weltweit beobachten: Wir kämpfen in Syrien gegen einen Terrorismus, der ausschliesslich Zerstörung erzeugt hat und fortfährt, zu zerstören. Lasst uns daher alle zusammenstehen, um ihm gemeinsam entgegenzutreten, damit seine schwarze, Horror erzeugende und verdunkelnde Ideologie zum Erliegen kommt. Und danach sollten wir Syrer vereint bleiben, um Syrien wieder zu unserem Mittelpunkt zu machen und das soziale Netz sowie die materielle Struktur des Landes wieder aufzubauen. Wir sind hier als Vertreter des syrischen Volkes und des syrischen Staats. Dass es allen klar sei: Niemand hat das Recht, dem Präsidenten des Landes, der Regierung, der Verfassung, den Gesetzen oder irgendeiner Syrien betreffenden Angelegenheit die Legitimität zu verleihen oder abzusprechen, ausser die Syrer selbst. Dies ist ausschliesslich ihr eigenes konstitutionelles Recht resp. ihre Pflicht. Daher wird jegliche Einigung, die hier erzielt wird, einem Referendum unterstellt werden. Uns ist die Aufgabe gestellt, die Wünsche unseres Volkes vorzutragen, und nicht die, ihr Schicksal zu bestimmen; und nur die Syrer sind dazu berechtigt, ihre Regierung, ihr Parlament und ihre Verfassung zu wählen. Alles andere ist Gerede ohne Bedeutung.

Indessen zeichnet sich in diesem dunklen Bild noch eine andere Seite ab. Am Ende des Tunnels scheint ein Licht, das die Entschlossenheit und Standhaftigkeit des syrischen Volkes, die Tapferkeit der syrischen Armee, die sich im Schutz der Bürger zeigt, und die Unverwüstlichkeit sowie die Beharrlichkeit des syrischen Staats zeigt. Während all dem, was sich ereignet hat, gab es Staaten  – und gibt sie noch –  die uns echte Freundschaft erwiesen haben, ehrliche Staaten, die inmitten des Unrechts auf der Seite des Rechts stehen. Im Namen des syrischen Volkes möchte ich Russland und China dafür danken, dass sie die Souveränität und die Unabhängigkeit Syriens achten. Russland hat sich auf der internationalen Bühne als ein wahrer Verfechter der die Souveränität der Staaten respektierenden Gründungsprinzipien der UNO erwiesen, nicht nur in Worten, sondern auch in Taten. Desgleichen haben China, die BRICS Staaten, der Iran, der Irak und andere arabische und muslimische Staaten  – zusätzlich zu afrikanischen und lateinamerikanischen Staaten –  die Ziele des syrischen Volkes echt geschützt und nicht die Ambitionen, die andere Regierungen für Syrien hegen. Wie ich bereits dargelegt habe, ist der Dialog der Grundstein zu diesem Prozess. Dennoch beteuern wir  – dies trotz der Dankbarkeit, die wir unserem Gastland gegenüber hegen – dass ein echter Dialog zwischen den Syrern auf syrischem Boden und unter syrischem Himmel stattfinden sollte. Es ist genau ein Jahr her, dass die syrische Regierung ihre Sicht zu einer politischen Lösung vorgebracht hat. Bedenken Sie, wieviel unschuldiges Blut wir retten können hätten, wären einige Länder zur Vernunft zurückgekehrt anstatt zu Terror und Zerstörung. Ein ganzes Jahr hindurch haben wir einen Dialog verlangt; dessen ungeachtet hat der Terrorismus den syrischen Staat, unser Volk und seine Institutionen ohne Aussetzung angegriffen.

Heute ergibt sich für dieses Zusammentreffen arabischer und westlicher Mächte eine einfache Wahl: Wir können den Terrorismus und den Extremismus entweder zusammen bekämpfen und eine neue politische Entwicklung einleiten, oder Sie können damit fortfahren, den Terrorismus in Syrien zu unterstützen. Lassen Sie uns die schwarzen Hände und die falschen Gesichter, die öffentlich lächeln, aber im Geheimen die terroristische Ideologie alimentieren, zurückweisen und in die Isolation verbannen. Heute attackiert der Terror Syrien, aber letztlich wird er sich ausbreiten, um alle zu infizieren. Dies ist der Moment der Wahrheit und des Schicksals; stehen wir auf, um uns der Herausforderung zu stellen. 

Quelle:
http://www.globalresearch.ca/geneva-ii-syrian-foreign-minister-the-west-publicly-claims-to-be-fighting-terrorism-whilst-it-is-covertly-nourishing-it/5365833  22. 1. 14
Geneva II – Syrian Foreign Minister: »The West Publicly Claims to Be Fighting Terrorism, Whilst It Is Covertly Nourishing It«

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Quelle: politonline

 

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No Women, no Cry…

Posted by krisenfrei - 27/01/2014

von Susanne Kablitz

“Sehr geehrter Herr Bundesminister, Dekane, Präsidenten, Direktoren und Vorstände!

Die Zukunft der Medizin ist weiblich. Heute sind mehr als 60 Prozent der Studierenden im Fach Medizin Frauen. Auf den Führungspositionen der Medizin stagniert die Quote von Ärztinnen seit Jahren unter 10%, an der Spitze stehen über 90% Männer. Erst wenn auch Ärztinnen an entscheidenden Stellen tätig sind und Therapiekonzepte und Strukturen gestalten, werden wir den Gegebenheiten und Anforderungen unseres Gesundheitswesens gerecht – denn auch mehr als die Hälfte unserer Patienten sind weiblich!

Es ist Zeit etwas zu ändern.

Wir fordern, dass Führungspositionen in Universitätskliniken und Krankenhäusern und in allen Gremien der Universitäten und der ärztlichen Selbstverwaltung im Laufe der nächsten fünf Jahre zu 40%, bis 2023 zu 50% mit Frauen besetzt werden – und zwar auf allen Hierarchiestufen.

Wir freuen uns auf eine baldige Antwort von Ihnen, die wir auf unserer Website veröffentlichen möchten.“

Als ich den Brief der Damen, der von Wissenschaftlerinnen, Studentinnen und sonstigen Mitgliederinnen der Heilberufe geschrieben wurde, gelesen habe, dachte ich zunächst, dieser sei ein Scherz. Weil ich als Frau ja besonders neugierig bin, habe ich mich dann auf der Homepage der vernachlässigten Mitglieder unserer Gesellschaft ein wenig näher umgesehen und bin schon ganz zu Beginn bei den Worten einer dort näher Genannten hängen geblieben.

„Es ist bedauerlich, dass wir Frauen um FAST alles kämpfen müssen“ ist dort zu lesen! Und weiter geht´s mit: „Es ist gut, dass wir nicht nachlassen, genau das zu tun. Der Anteil von Frauen in Führungspositionen in Universitätskliniken und Krankenhäusern – auf allen Ebenen – könnte lange schon mehr als 40 % betragen. Wir wollen es gesetzlich verankert bis spätestens 2018 umgesetzt wissen.“

Ich habe mich schon immer gefragt, was das eigentlich für Frauen sind, die sich nicht scheuen, diesen absurden Geschlechterkampf öffentlich zu führen und sich im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte offensichtlich nicht zu schade sind, sich selber dermaßen der Lächerlichkeit preiszugeben. Was sind das für Frauen?

Ich kenne keine Einzige in meinem Umfeld, die bei einer solchen Art der Lektüre nicht beschämt in Anbetracht ihrer eigenen Weiblichkeit das Gesicht verzieht und mit deutlichem Missfallen zum Ausdruck bringt, wie sehr uns diese angeblich so Benachteiligten jeglichen Anspruch auf Gleichberechtigung  versagen.

Wo bleiben die vielbeschworenen Menschenrechte, wenn diese Emanzipationswunder viel lieber Gruppenrechte einfordern? Wo bleibt die Fairness, wenn permanent die Frauenquote für Führungspositionen eingefordert wird, das Geschrei bei der Gleichberechtigung jeglicher unangenehmer Aufgabenerfüllung jedoch vollständig ausbleibt? Wo bleibt die Gleichheit vor dem Recht – übrigens die einzige Gleichheit, die einem freiheitlich gesinnten Menschen gut zu Gesicht steht – wenn die Gleichheit im Ergebnis vorgezogen wird?

Als Alice Schwarzer vor vielen Jahren diesen Geschlechter-Irrsinn begann und den Frauen permanent einredete, was sie doch für bemitleidenswerte Opfer seien, die sich unbedingt gegen die verachtenswerte Männerbrut zu wehren haben, so war das schon damals eine peinliche Angelegenheit. Absolut sehenswert ist das Video, das „Frauenrechtlerin“ Schwarzer mit der Buchautoren Esther Vilar im Februar 1975 führte und damit eindrucksvoll belegte, wie „hässlich“ innerlich und äußerlich verbitterte Frauen aussehen.

Wundert es da irgendjemanden, wenn Männer schreiend weggerannt sind und ganz selbstverständlich nicht auch nur eine Sekunde lang darüber nachdenken wollten, ob sie an ihrer bis dahin in vielen Bereichen noch omnidominanten Stellung in der Gesellschaft etwas ändern sollten?

Ich finde es – gelinde gesagt – zum Würgen, wenn Frauen sich nur einseitig bereichern wollen.

Führungspositionen? Ja, unbedingt! Auch dann, wenn kein anderes Qualitätsmerkmal vorzuweisen ist als ein abgeschlossenes Studium und die angebliche Benachteiligung durch das männliche Geschlecht.

Mitarbeit bei der Müllabfuhr? Nö – auf gar keinen Fall! Für so eine stinkende und schwere Arbeit sind unsere zarten, manikürten Händchen nicht geeignet – hier brauchen wir keine Gleichberechtigung.

Unterhalt nach einer Scheidung? Aber sicher doch! Im besten Fall mehr als wir jemals in der Lage und willens gewesen wären selber zu verdienen.

Es ist eine Schande für all die Frauen, die aus eigener Kraft und mit all den notwendigerweise in Kauf genommenen Entbehrungen und Kompromissen ihre Karriere gemeistert haben. Die Frauen, die aufgrund ihrer Kompetenzen in einem Unternehmen einfach die beste Wahl waren und dafür gearbeitet haben, dass sie dahin kommen, wo sie jetzt sind. Die Frauen, deren Stolz es ihnen verbietet, auf gesetzliche Regelungen pochen zu müssen, weil sie sonst keinen Fuß auf den Boden bekommen.

Eine Frauenquote verweigert Frauen prinzipiell ihren Status als unabhängige, selbstverantwortliche und selbstständig entscheidende Individuen und ist daher bezeichnend für eine Gesellschaft, die sich dem Kollektivismus und Sozialismus vollkommen unterwerfen will. Was soll das für ein „Dienst an der Frau“ sein, wenn man ihnen ständig einredet, sie seien erbarmungswürdige Opfer, die dringend fremder Hilfe bedürfen? Die durch wahllose Gesetze beschützt werden müssen, weil sie zum Selbstschutz zu schwach sind?

Bei dem wilden Geschlechterkampf werden keine Gefangenen gemacht – wer als Frau nicht mitzieht, wird beschimpft und beleidigt. Wer als Frau den Einspruch einlegt, dass es durchaus Geschlechtsgenossinnen gibt, die ihre Rolle als Mutter und Hausfrau lieben und dies eine unbedingt zu respektierende Haltung ist, gilt bestenfalls als rückschrittlich, im schlimmsten Fall als Feindin der Selbstverwirklichung der Frau.

Liebe Damen, Ihr Weltbild ist ver-rückt! Ganz offensichtlich werden Sie von der Männerwelt im Privaten oder im Beruflichen Ihren eigenen Ansprüchen nicht entsprechend gewürdigt. Das ist bitter, bedarf aber einer näheren Betrachtung der möglichen Gründe. So sicher Sie sich alle sind, dass das von Ihnen wahrgenommene Manko unbedingt in der männlichen Außenwelt und unter gar keinen Umständen in Ihrer Person zu verorten ist, stellt sich die Frage, ob Sie vielleicht einem Trugschluss unterliegen.

Kann es daran liegen, dass viele Frauen gar keine Führungspositionen anstreben? Sie deshalb nicht anstreben, weil das höhere Gehalt in der Regel auch mit einem erhöhten Arbeitsaufwand verbunden ist und die Damen dies nicht leisten wollen oder auch gar nicht können?

Kann es daran liegen, dass Ihre Kompetenzen für die angestrebte Stelle schlichtweg nicht ausreichen sind und Sie sich vollkommen überschätzen?

Ist es möglicherweise auch so, dass manche Frauen gerne die Mutterrolle übernehmen und sie sogar ohne schlechtes Gewissen gerne genießen würden? Potz Blitz – das wäre ja eine Katastrophe! Wie sollen dann nur die ganzen Kitas gefüllt werden, wenn nicht mehr genügend Frauen da sind, die ihre Kinder kurz nach dem Abstillen in gesetzliche Obhut geben wollen und sogar müssen? Wenn unser Finanzsystem endlich wieder auf robuste Beine gestellt und ein nicht enteignendes Steuersystem eingeführt würde? Wenn ein Hauptverdiener in der Familie tatsächlich den Unterhalt leisten und somit freiwillig ein Lebensmodell gewählt werden könnte, das alle Beteiligten sogar zufrieden macht?

Kann es vielleicht auch so sein, dass Sie einfach intolerante und verzweifelte Frauchen sind, die den Männern nun unbedingt mal zeigen wollen, wo der Hase lang läuft? Dass Sie den harten Weg über Ihre Leistung nicht gehen wollen, wenn der Weg an die Spitze auch viel bequemer möglich ist? Ein Spitzenplatz, den Ihnen niemand mehr wegnehmen kann, auch wenn Sie vollkommen inkompetent sind, weil Ihnen stets die Erfüllung der Quote hilfreich zur Seite steht? Weil Sie von allem nur das Beste wollen ohne den notwendigen Preis bezahlen zu müssen?

Was ist los mit Ihnen? Wie kann eine angeblich intelligente Frau so etwas von sich geben: “Erst wenn auch Ärztinnen an entscheidenden Stellen tätig sind und Therapiekonzepte und Strukturen gestalten, werden wir den Gegebenheiten und Anforderungen unseres Gesundheitswesens gerecht – denn auch mehr als die Hälfte unserer Patienten sind weiblich!“

Ja, genau, wenn ich demnächst ärztliche Hilfe benötige, werde ich sicherstellen, dass mein weiblicher kranker Körper nur von weiblichen gesunden Händen wieder in Ordnung gebracht wird. Es ist ein medizinisches Wunder, dass ich die Behandlung durch männliche Ärzte bis jetzt überlebt habe – wahrscheinlich war das aber einfach nur pures Glück. Wie werde ich nur meine weiblichen Kopfschmerzen los, wenn ich einen solchen Schmarrn lese?

Man kann diesen Quark aus dem Gesundheitsbereich auf alle anderen Bereiche nur mit dem ganzen zur Verfügung stehenden notwendigen Sarkasmus ertragen; ernst nehmen sich die jammernden Frauen nur selbst!

http://www.youtube.com/watch?v=y24CRiaOly8

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Ukrainische Opposition und der Westen spielen mit dem Feuer

Posted by krisenfrei - 27/01/2014

Ukrainische Opposition und der Westen ‚spielen mit dem Feuer, indem sie sich mit extremen Nationalisten zusammentun’

RT / Mark Almond / Nicolai N. Petro (antikrieg)

Es besteht die Gefahr, dass die ukrainische extreme Rechte dem politischen Zweck der angeblich gemäßigten Führer dient, die in Wirklichkeit einen Umsturz wollen, sagte Mark Almond, Professor für Geschichte in Oxford zu RT.
Almond glaubt, dass die sogenannte gemäßigte Opposition im Laufe der Ausschreitungen einen Anstieg des Nationalismus wünschte. Die Orange Revolution 2004-05 ging deswegen schief, weil die Massenproteste friedlich waren, sie führten zu einer Wiederholung der Wahlen, aber obwohl Janukowitsch verlor, „verlor er sehr knapp und blieb ein starker politischer Faktor mit einem sehr großen Unterstützungspotenzial, und gewann natürlich die Wahl 2010.“ Janukowitschs Gegner kommen daher jetzt drauf, dass „wenn du einfach neue Wahlen erzwingst, änderst du nicht grundsätzlich das politische System.“

„Sie wollen Janukowitsch und seine Partei der Regionen an den Rand drängen, seine Unterstützer. Man braucht also einen nicht verfassungsmäßigen Umsturz. Denken Sie daran, dass eine der TV-Stationen der Opposition jetzt unter Station der Revolution läuft,“ sagte Almond zu RT.
Als ein Beispiel erwähnte er Klitschkos Rhetorik.

„Virali Klitschko sprach mit gespaltener Zunge: wenn er auf Englisch oder Deutsch für die Medien spricht, redet er von der Notwendigkeit friedlicher Proteste, der Notwendigkeit von Neuwahlen, aber dann sagt er zu seinen Anhängern, dass Janukowitsch ist wie Ceausescu und Gaddafi. Wenn man sagt, dass der Präsident der Ukraine ist wie Gaddafi, dann sagt man, dass er ein Diktator ist, der gelyncht werden sollte wie Gaddafi Ende 2011,“ sagte Almond.

„Es besteht also die Gefahr, dass die extreme Rechte, die es da gibt, die extremen Nationalisten und in der Tat nahezu Nazi-Elemente in Wirklichkeit den politischen Zwecken der anscheinend gemäßigten Führer dienen. Man kann sagen, dass sie den bestehenden Staat über den Haufen werfen wollen, sie trauen Wahlen nicht, weil sie fürchten, dass sogar wenn sie die Wahlen gewinnen, ein ausreichend großes Unterstützungspotenzial für Janukowitsch und seine politische Bewegung überleben und wieder an die Macht kommen würde, wie es nach dem Scheitern der Orangen Revolution der Fall war,“ fügte er hinzu.

„Die so genannten Liberalen und Gemäßigten spielen daher mit dem Feuer,“ folgert Almond und sagt, dass der extremisitische Mob, der jetzt auf der Straße mit der Polizei kämpft, auch gegen sie losgehen könnte. „Es ist eine sehr instabile Situation, und ich denke, dass Vitali Klitschko, Jatsenjuk, Parschenko – diese Anführer, die der Westen umwirbt – mit dem Feuer spielen, und das macht auch der Westen,“ glaubt Almond.

„Sie wollen einen Zusammenbruch der Regierung Janukowitsch, eine Art Revolution. Sie wollen natürlich dann sicher in das Amt des Präsidenten gleiten und in die Sessel der Macht, aber sie werden von dem groben Mob abhängig gewesen sein, diesen extremen Nationalisten der Ukraine, die antirussische Parolen brüllen, antijüdische Parolen, und die natürlich Blut geleckt haben und sich, wenn sie imstande sind, Janukowitsch zu stürzen, als die Leute sehen werden, die die Revolution zusammengebracht haben,“ sagte er zu RT. „Und natürlich haben wir in der Vergangenheit gesehen, dass, sobald man sich von Wahlen als Grundlage der politischen Macht fortbewegt zu der Menge auf der Straße und zum Sturm auf die Regierungsgebäude, das außer Kontrolle geraten kann: die Leute, die heute denken, dass sie die Führer sind, könnten sich an den Rand gedrängt finden, die Leute, die heute bereit sind, zum Gebrauch von Gewalt aufzufordern, indem sie die derzeitige Regierung als Tyrannen denunzieren, könnten sich morgen von den selben Leuten angegriffen finden, die Molotowcocktails werfen.“

Mark Almond weist auch darauf hin, dass die Situation „ein böses, zynisches Machtspiel um die Ukraine ist, das Auswirkungen hat auf das Funktionieren der Verfassungen der westeuropäischen, auf das Funktionieren unserer eigenen Demokratie.“
„Ich denke, dass es ein ziemlich unheimliches Zeichen nicht nur für die Ukraine ist, dass die demokratischen Länder der Europäischen Union und die Vereinigten Staaten von Amerika, ihre Regierungen und demokratischen Institutionen in Brüssel sich zusammentun mit einem aufrührerischen Mob in den Straßen,“ sagte er.
„Janukowitschs Regierung weigerte sich, das Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union zu unterzeichnen – das entzündete den Protest. In anderen Worten, Janukowitsch hat eine negative Bewertung bei der Europäischen Union und Amerika, er hat nicht gemacht, was wir wollten. Was wenn eine Regierung innerhalb der Europäischen Union auch anfangen würde zu sagen, dass wir diesem oder jenem nicht ganz zustimmen, würde die auch eine angeheuerte Menge auf den Straßen sehen, würden sie auch in einem Land in der Europäischen Union eine Bedrohung der verfassungsmäßigen Ordnung sehen, wenn sie nicht der Linie folgen, die die Bürokraten in Brüssel festgelegt haben?“ sagte Almond zu RT.

Die ukrainischen Behörden sollten den Faschismus ernster nehmen

Die Regierungen in Westeuropa und in den Vereinigten Staaten von Amerika und genauso auch die ukrainischen Behörden müssen sich mehr der Gefahren des Faschismus bewusst sein, glaubt Nicolai N. Petro, Professor für Politikwissenschaft an der Universität von Rhode Island.

„Welche edlen Absichten diese Demonstranten auch gehabt haben mögen, sie wurden von sehr bösen und finsteren Mächten gekapert und übernommen, und es ist traurig zu beobachten, wie die Regierungen jenseits der Grenze, in Westeuropa und in den Vereinigten Staaten von Amerika die Gefahren des Faschismus für eine Regierung nicht erkennen, die gespalten und nicht willens ist, entschlossene Maßnahmen zu ergreifen,“ sagte Petro zu RT.

„Sie nehmen diese Ideen nicht sehr ernst. Faschismus scheint für sie eine Art historische Fußnote zu sein, sie verstehen nicht, dass diese Art von Ereignissen sich wiederholen könnte, besonders bei Regierungen wie der der Ukraine, die nicht eine lange Tradition einer stabilen demokratischen Poolitik haben,“ fügte er hinzu.
Petro sagt, dass die ukrainische Regierung bei ihrem Vorgehen gegen extremistische Demonstranten entschlossener sein hätte sollen.

„Es gibt eine Schwelle, an der Behörden entscheiden, dass die Rechte auf politischen Protest in einen Bereich eingedrungen sind, in dem sie die Lebensgrundlage der Gemeinschaft gefährden, und wenn diese Entscheidung getroffen ist, schränkt die Regierung die aggressivsten Kräfte ein und versucht, die politische Aktivität zurück in den verfassungsmäßigen Rahmen zu verlagern. Das ist etwas, was die derzeitige ukrainische Regierung bis jetzt nicht geschafft hat, und ich denke, dass das eine der größten Schwächen und der destabilisierendste Aspekt der derzeitigen Proteste ist – die Ineffiktivität der Regierung. Die Ineffiktivität der rechtmäßigen Regierung, sollte ich sagen,“ schloss Petro.

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„Alternative für Dummies“

Posted by krisenfrei - 27/01/2014

Der Totentanz der Hoffnungen

von Susanne Kablitz (cafeliberte)

Ein Sprichwort aus Russland besagt, dass die Hoffnung ein Seil ist, auf dem viele Narren tanzen. In einem früheren Beitrag habe ich geschrieben, dass die Hoffnung etwas ist, das im Gegensatz zum Glauben am Ende sogar stirbt.

Bis der Tag der Wahrheit jedoch gekommen ist, vergeht in der Regel sehr viel Zeit und es wird nahezu jede auch noch so fadenscheinige und armselige Begründung aus dem Ärmel gezogen, um der Hoffnung neue Nahrung zu geben und diejenigen, die auf dem Weg sind, der Wahrheit ins ungeschminkte Gesicht zu sehen, von diesem Weg möglichst schnell und vor allem dauerhaft wieder abzubringen.

Wer sich mit der Aufrechterhaltung von Hoffnung gut auskennt, kann zweifellos als Menschenzauberer in die Geschichte eingehen. Es waren immer die Hoffnungsträger, die von Ruhm zu Ruhm geeilt sind und deren Masken erst in dem Moment vom Gesicht gezogen wurden, wo sie selbst nichts mehr zu verlieren hatten und die den Hoffnungsträgern auf den Leim Gegangenen in die Röhre guckten.

Unsere gesamte heutige Politikerkaste baut auf diesem System auf; es sind nicht die Realisten und die Verfechter der Wahrheit, die zu verdienter Anerkennung kommen. Nein, es sind die, die die Menschen auf infame Weise belügen, ausrauben, bedrohen und deren Hoffnungen, die bis zum Untergang genährt werden, in der Stunde der Wahrheit mit roher Gewalt zertreten.

Es ist absolut nachvollziehbar, dass in unserem seit vielen Jahren herrschenden Klima der „Alternativlosigkeit“, die von unseren mit Preisen überschütteten Volksverrätern mit aller Macht verteidigt wird, verzweifelt nach „Erlösern“ aus diesem Elend gesucht wird. Zweifellos sind viele Menschen zu verängstigt, wahlweise zu faul, möglicherweise auch einfach zu desinteressiert, um am bestehenden System mit offenem Protest etwas ändern zu wollen oder zu können.

In einem solchen Umfeld ist es dann umso willkommener, wenn sich – wie herbeigesehnt – Alternativ-Parteien bilden, wo man mit besserem Gewissen und dem Anschein echten Revoluzzertums, endlich sein Kreuzchen an der vermeintlich richtigen Stelle machen und sich danach bequem zurücklehnen kann.

Die Piraten waren so ein erstes Phänomen – angetreten mit dem Anspruch, der Freiheit in Deutschland wieder ein Gesicht zu geben. Nach den ersten frenetisch umjubelten Anfangszeiten folgte dann in kürzester Zeit ein ebenso schneller Abstieg. Die ehemals liberal anmutenden Piraten stecken inzwischen so dermaßen tief im Sumpf des Kollektivismus und Konformismus fest, dass man sich nur noch mit Grausen abwenden kann.

Wesentlich vielversprechender erscheint da im Moment die Alternative für Deutschland (AfD), die im Februar des letzten Jahres gegründet wurde und nur knapp (wenn man den Zahlen glauben schenkt!) den Einzug in den Bundestag verpasst hat.

Die zu Beginn Euro-skeptische AfD hat den Nerv der Menschen getroffen; ein sympathischer Mann an der Spitze – überdurchschnittlich gut gebildet, eloquent in der Sprache, souverän im Auftreten, in der Wirkung bescheiden und bürgernah. Eben so ganz anders als die, die wir aus dem Affenzirkus bereits kennen und die wir in ihrer unerträglichen Arroganz kaum noch ertragen können und wollen.

Es ist kein Wunder, dass die AfD einen enormen Zulauf hatte und diesen laut eigener Aussage täglich ausbaut.

Der Euro wird bei vielen Menschen inzwischen als die Wurzel allen Übels angesehen. Wer dagegen ist, hat gute Chancen, als echte Alternative wahrgenommen und entsprechend honoriert zu werden. Es ist daher leider umso bedauerlicher, feststellen zu müssen, dass die Menschen schon wieder und diesmal mit dem schlauen Namen „ Alternative für Deutschland“ im Gepäck in den Abgrund laufen.

Denn hier wird gar nichts verändert – nichts, nada, gar nix! Wenn in der AfD wirklich etwas geändert werden sollte, dann müssten die Herrschaften endlich den Mut haben, die Wahrheit zu sagen. Die ganze Wahrheit, die reine Wahrheit und nichts als die Wahrheit und nicht dieses weichgespülte Gewäsch, das niemanden verschrecken soll – außer natürlich die Rechtspopulisten!

Die AfD spricht keines der Ursachen unserer Probleme aufrichtig an – er hält eine Rede, die von vielen Menschen als „grandios“ bezeichnet wird. Da kann man mal sehen, wie gering unsere Ansprüche inzwischen schon geworden sind. Was hat er denn gesagt? Dass der Euro SO nicht tragbar ist, dass er die Wahlplakate der anderen Parteien doof findet und dass die AfD im Europawahlkampf offen angegriffen werden wird.

Ach was Herr Lucke, Sie werden nicht angegriffen, nicht wirklich. Sie sprechen weder unser zerstörerisches Falschgeldsystem an noch wollen Sie der EU ans Leder, die nur mit diesem Betrugsgeld finanzierbar ist. Sie wollen doch im Kern gar nichts ändern – würden Sie dies wollen, müssten Sie den Menschen sagen, dass mit dem Euro auch das ganze Projekt EU scheitern wird. Dass mit diesem Scheitern zunächst grausame finanzielle Verwerfungen über Deutschland hereinbrechen und dass es für die Menschen für eine gewisse Zeit enorm unbequem werden wird.

Genau das tun Sie aber nicht! Sie verschleiern die ganze Situation genauso wie das die bekannten Blockparteien tun. Sie sorgen dafür, dass die Fallhöhe noch größer wird. Sie sind nicht gewillt, die Dinge beim Namen zu nennen, Sie prangern nicht die dreisten grundsätzlichen Rechtsverstöße an, die seit Jahren an der Tagesordnung sind.

Ihr Problem – Herr Lucke – ist, dass auch Sie im Einheitsbrei untergehen werden. Letztlich systemtreue Mitläufer haben wir in Hülle und Fülle sowohl in Deutschland als auch in Brüssel. Was wir brauchen, ist ein zweiter Nigel Farage; einen Menschen von Format und Unerschrockenheit, der die unschöne aber unumgängliche Wahrheit ausspricht und die Menschen dazu auffordert,  sich nichts vormachen zu lassen sondern eigenverantwortlich und autark gegen jegliche Aufoktroyierung ihrer Lebensverhältnisse durch selbsternannte Kommissare “von oben” mutig aufzubegehren.

Dass Sie und Ihre AfD davon meilenweit entfernt sind, haben Sie in erhabener Weise auch optisch überaus anschaulich präsentiert.

Meinen Glückwunsch zu dieser Meisterleistung – wer jetzt noch nicht aufwacht, dem ist nicht mehr zu helfen!

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Lucke und Co. wollen doch nur an die fetten Fleischtöpfe in Brüssel. Statt sich für die EU-Bevölkerung einzusetzen, schieben die Eurokratten in Brüssel eine ruhige Kugel und unternehmen alles, um die Lobby zufriedenzustellen. Zum Glück erkennt das Wahlvolk immer mehr, wie es von diesen Lobby-Marionetten ausgeraubt und für dumm verkauft wird. Das dumme Gefasel von diesem Martin Schulz (SPD) gegen die EZB ist nichts anderes als Wahlpropaganda.

Nach der EU-Wahl geht alles genauso weiter wie bisher. Ich habe es schon mal gesagt, die „Alternative für Dummies“ (AfD) ist nichts anderes als ein Haufen frustrierter ehemaliger CDUler und FDPler. Frau Kablitz, Sie haben vollkommen Recht, die AfD spricht „…weder unser zerstörerisches Falschgeldsystem an noch wollen Sie der EU ans Leder, die nur mit diesem Betrugsgeld finanzierbar ist.“
Sollte die AfD in das EU-Parlament einziehen, wird Hans-Olaf Henkel, ehemaliger BDI-Präsident, schon dafür sorgen, dass die Lobby mit Hilfe der AfD in Brüssel nicht zu kurz kommt.

 

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Rainer Rupp – Wie Medien Kriege mental möglich machen

Posted by krisenfrei - 27/01/2014

Rainer Rupp (ehemaliger Mitarbeiter im NATO-Hauptquartier, heute u.a. junge Welt-Autor) – XIX. Internationale rosa luxemburg Konferenz – http://www.rosa-luxemburg-konferenz.de – Mehr Infos über Rainer Rupp: „Der Mann der die NATO verriet – Topspion Topas“ http://youtu.be/s5Lqv1ipaV8

 

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