krisenfrei

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Archive for 19. Januar 2014

Zum Tode von Professor Wilhelm Hankel

Posted by krisenfrei - 19/01/2014

Ich kann mich der Redaktion des Kopp-Verlages nur anschließen und möchte meinerseits noch kurz etwas hinzufügen.
Vor zwei Jahren nahm ich telefonischen Kontakt mit Prof. Wilhelm Hankel auf und bat ihm um ein Interview. Nachdem ich mich vorstellte, war seine erste Frage: „Muss ich sie kennen?“ Darauf antwortete ich: Nein, aber ich kenne sie und bewundere ihre Hartnäckigkeit im Kampf um den Euro und dieses verlogene Politsystem. Daraufhin teilte ich ihm mit, dass ich mit meiner Web-Seite für Aufklärung in diesem Lande beitragen möchte und ich mich sehr über ein Interview mit ihm freuen würde und auch die draußen vor Aufklärung dürstenden Mitbürger. Er stimmte zu und bat mich um Zusendung einiger weniger Fragen, da er sehr beschäftigt sei.

Ich habe Herrn Hankel als einen aufrichtigen und ehrlichen Gesprächspartner kennengelernt. Über seinen Tod bin ich sehr traurig und hoffe, dass möglichst viele Blogger und seine Fans sein Vorhaben (Kampf gegen den Euro) in seinem Sinne weiter verfolgen. Hier nochmal das Interview (heute genau vor zwei Jahren) mit ihm und einen seiner besten Vorträge.

Interview mit Herrn Prof. Dr. Wilhelm Hankel

Vortrag Prof. Hankel in Wien

Ich danke Herrn Prof. Hankel für seine vorbildliche und unermüdliche Aufklärungsarbeit.

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Unbequeme Stimme aus der Mitte des Volkes: Zum Tode von Professor Wilhelm Hankel

Redaktion Kopp Verlag

Der Euro-Kritiker, Ökonom Professor und Kopp-Autor Wilhelm Hankel ist am vergangenen Mittwoch im Alter von 85 Jahren verstorben.

Es gibt Menschen, die laut polternd auf sich aufmerksam machen. Und es gibt feinfühlige und tiefsinnige Menschen, welche durch Intelligenz und beständiges Nachdenken Beachtung finden. Dazu zählt Wilhelm Hankel. Der deutsche Wirtschaftswissenschaftler und Währungsspezialist arbeitete in seiner Laufbahn für die Bank deutscher Länder, das Bundesministerium für

wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, das Auswärtige Amt und das Bundesministerium für Wirtschaft. In den siebziger Jahren war er Präsident der Hessischen Landesbank. Später lehrte Hankel als Professor an den renommierten amerikanischen Universitäten Harvard (Boston) und Georgetown (Washington).

Die meisten Deutschen kennen Hankel aber in ganz anderem Zusammenhang. Er war der »Erfinder« der Bundesschatzbriefe. Die wurden vor rund anderthalb Jahren in aller Stille von der Bundesregierung abgeschafft. Wachsende Zinsen und hohe Sicherheit lockten vor allem Massen konservativer Kleinanleger in diese Anlageform, weil die Mindestanlagesummen für die »Schätzchen« extrem niedrig waren. Doch aus der Sicht der Politiker wurden die »Schätzchen« für den Bund zu teuer. Den Bürgern soll jetzt schließlich möglichst viel Geld abgenommen und nicht etwa gegeben werden.

Doch genau das ist es, was den Wirtschaftsfachmann, Banker, Universitätslehrer und Währungsexperten immer wieder so wütend machte: Die Dreistigkeit, mit welcher die Politik heute wie selbstverständlich die Bürger da draußen um ihre Ersparnisse bringen will. Hankel, seit Jahrzehnten ein SPD-Mann, beschränkte seine Kritik keineswegs nur auf eine oder einige Parteien. Er sah durchweg in allen Bundestagsabgeordneten Menschen, die alles, aber ganz sicher nicht mehr Vertreter des Volkes sind. Besonders fiel ihm das auf dem Gebiet der Währungspolitik auf: Der Euro, so Hankel, war von der ersten Stunde an fatal für Deutschland. Und so wurde Hankel einer der ersten Euro-Kritiker und die Gallionsfigur der Euro-kritischen Bewegung.

Hankel sieht eine Währung in dem Moment am Ende, wo die Bevölkerung nicht mehr die eigenen Ersparnisse in ihr anlegt – und auch für den Euro ist dieser Zeitpunkt gekommen. In seinen unzähligen Vorträgen ging er auf die systemischen Probleme ein, die schon vor der Einführung des Euros bekannt waren, aber von der Politik einfach ignoriert wurden. Um den Euro herum wurde eine Welt der Fiktionen, der Vertuschung und der bewussten Lügen verbreitet. Für die Politik war Hankel problematisch, denn der Mann hatte aus eigener beruflicher Anschauung viele Insiderkenntnisse. Schließlich war Hankel in den 1960er-Jahren unter dem SPD-Wirtschaftsminister Karl Schiller in Deutschland für die Geldpolitik der D-Mark zuständig. Hankel wusste also ganz genau, wie die Europäische Zentralbank in den letzten Jahren beispielsweise die Inflation im Euro-Raum durch statistische Tricks künstlich kleinrechnete. Auch als Chefvolkswirt der Kreditanstalt für Wiederaufbau hatte er tiefe Einblicke in das System bekommen, die ihn in seiner Euro-Kritik bestärkten.

Wilhelm Hankel hat als Kopp-Autor Bücher geschrieben, welche nicht nur die Stimmung in der Bevölkerung wiedergeben (etwa »Gebt uns die D-Mark zurück!« und »Das Euro-Abenteuer geht zu Ende«), sondern auch internationale Beachtung gefunden. Und als Redner, auch beim Kopp-Kongress, war er unschlagbar. Wenn Hankel an das Mikrofon trat, dann wurde es mucksmäuschenstill, weil jedes Wort des erfahrenen und renommierten Gelehrten faszinierte. Hankel lieferte immer wieder ein flammendes Plädoyer für den Erhalt der deutschen Marktwirtschaft, des deutschen Wohlstands und des Geldes. Und dann sagte er: »Das alles wird gerade vernichtet!«

Hankel warnte in seinen zahlreichen Reden der jüngsten Vergangenheit im hohen Alter vor fehlender Freiheit in den europäischen Ländern und vor den Daumenschrauben, die vom mächtigen Brüssel aus immer fester gezogen würden: »Wer gegen den Rechtsstaat kämpft, kämpft gegen Wahrheit und Freiheit!« Die Transferunion mit dem Euro sei der Anfang vom Ende, so Hankel, man verwechsle Dynamik mit Dynamit. Der Währungsexperte schaute nicht nur besorgt nach Griechenland: Dort seien bereits über sechzig Prozent der Sparguthaben abgezogen worden. »Damit wird die Regierung gezwungen, den Kampf aufzugeben.« Es sei nur noch eine Frage der Zeit, wann die letzte Stunde des Euro geschlagen habe, so sagte uns Hankel immer wieder. Hankel warnte die Deutschen vor einem schwer angeschlagenen Mittelstand, der nun einmal auf Kredite angewiesen sei: »Dem Mittelstand geht es dreckig – doch keiner redet darüber: weder die Politiker noch die Medien«.

Der Euro-Kritiker monierte den neuen, europäischen Sozialismus: Mit der Einrichtung eines »Politbüros« in Brüssel habe dieser seinen Anfang genommen, durch die Vergemeinschaftung der Währung und durch die Übernahme der Schulden. Hankels Plädoyer: »Wir brauchen den Wettbewerb der Währungen« blieb nie ohne Reaktion: Tosender Applaus war ihm immer vergönnt.

In seinem gemütlichen Wohnhaus in Königswinter bei Bonn arbeitete er bis zuletzt in seiner Bibliothek und schockierte Besucher mit der Botschaft, dass Ersparnisse in Lebensversicherungen in Deutschland nicht mehr sicher seien. Der zuletzt schwer herzkranke Mann regte sich immer auf, wenn er auf dieses Thema kam. Der Großteil der Guthaben der Deutschen in Lebensversicherungen könne in wenigen Jahren schon nicht mehr ausbezahlt werden. Denn der Großteil dessen, was da noch auf dem Papier stehe, sei längst weg und von Politik und Banken verzockt worden. Die Politik hat Hankel für seine ehrlichen Worte mit Verachtung gestraft. Im Gedenken der Menschen da draußen aber wird er über seinen Tod hinaus mit der Ehre weiterleben, einer der wenigen zu sein, welche beharrlich Politische Unkorrektheiten offen ausgesprochen haben, weil sie der Wahrheit entsprachen. Diese Wahrhaftigkeit und Beständigkeit allen Widrigkeiten zum Trotz – und das auch noch bis zu seinem Tod im Alter von 85 Jahren – machen ihn unvergesslich. »Gebt uns die D-Mark zurück!« – dieses Stimmungsbild der Deutschen ist untrennbar mit Hankels Namen verknüpft.

 

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Professor Hankel ist verstorben

Posted by krisenfrei - 19/01/2014

Tageskommentar 19. 01. 2014: fortunato,
Professor Hankel ist verstorben

von Michael Obergfell (fortunanetz)

Nach Angaben seiner Ehefrau verstarb Prof. Wilhelm Hankel am Mittwoch, den 15.01.2014 in einer Klinik in Köln im Alter von 85 Jahren.

Dies nehme ich mit großem Bedauern zur Kenntnis. Meine Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen.

Viele kennen Professor Hankel als unermüdlichen Kritiker der Eurorettungspolitik. Er konnte aber auch auf eine lange und erfolgreiche Karriere zurück blicken. Er war Chefvolkswirt der KfW, Chef der Hessischen Landesbank und als Ministerialdirektor im Bundesministerium für Wirtschaft unter Karl Schiller einer der maßgeblicher Erfinder des Bundesschatzbriefes.

Ich erlebte Prof. Hankel als einen Menschen, dem vor allem die Geldwertstabilität am Herzen lag. Das war sicherlich eine Hauptmotivation, ab einem bestimmten Zeitpunkt gegen den Euro und die Eurorettungspolitik zu opponieren. An seinen Bemühungen, mit Hilfe des Bundesschatzbriefes Sparer am Staat zu beteiligen und auch dem „kleinen Mann“ gute und vor allem sichere Möglichkeiten zu bieten, um sein Geld zu investieren konnte man sehen, dass ihm die Sparer doch sehr am Herzen lagen. Geldwertstabilität und sicherer Vermögensaufbau waren in seinen Augen (zu Recht) wesentliche Treiber der sozialen Marktwirtschaft.

Unter den Menschen die ein sehr erfolgreiches Leben gelebt haben, gehörte Hankel zu denjenigen die sich nicht auf ihren Lorbeeren ausruhten. Sicherlich hätte er mit Beginn des Rentenalters im Garten sitzen und auf seine Leistungen zurück blicken können. Doch Prof. Hankel gab keine Ruhe als er sah, dass mit der Euroeinführung seine wichtigsten Anliegen, die Geldwertstabilität und die damit verbundene Sicherheit der Sparvermögen gefährdet waren.

Er war jahrelang bekannt dafür, dass er zusammen mit anderen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, wie z. B. Peter Gauweiler, Prof. Starbatty, Prof. Nölling und Prof. Schachtschneider und Anderen durch Klagen vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe die jeweilige Bundesregierung (egal ob CDU oder SPD) in die Schranken zu weisen versuchte. Teilweise hatte er damit auch Erfolg. Dennoch sehen wir heute, mit welcher Unermüdlichkeit die offizielle Politik die von Prof. Hankel vertretenen Werte auch weiterhin abschaffen will.

Neben den Klagen vor dem Bundesverfassungsgericht trat Prof. Hankel auch durch eine lange Reihe von Artikeln und Reden hervor, in denen er ebenso unermüdlich auf den Erhalt der Geldwertstabilität drängte, wie die Bundesregierungen diese zerstören wollten. Dabei erreichte er es immer, sein Anliegen in einer allgemein verständlichen Sprache darzustellen. Er ließ dafür eine lange Reihe von Anfeindungen über sich ergehen und nahm einen Spießrutenlauf in der Öffentlichkeit in Kauf.

Oft wurde Prof. Hankel ignoriert oder falsch dargestellt und manchmal sogar diffamiert. Doch steter Tropfen höhlt den Stein! So hat Prof. Hankel unter anderem auch mich inspiriert, in den Kampf gegen die verfehlte Eurorettungspolitik einzutreten. Mehr als 1000 Webseiten allein auf Fortunanetz sind Zeugnis dafür, dass Hankels Weckrufe nicht wirkungslos verhallt sind.

Vor allem in den letzten drei bis vier Jahren zeigte sich, dass seine Mahnungen nicht grundlos waren. Heute wissen wir, dass der Euro ganze Länder ruiniert hat, dass er die Staatsverschuldung der Staaten der Eurozone beschleunigte, die Arbeitslosigkeit beförderte und vielen Menschen die wirtschaftliche Perspektive nahm. Wir wissen auch, dass mit Bankenunion, Sparerenteignung und ständigen Erhöhungen von Steuern und Abgaben die „Rettung“ dieser Währung verbunden sein wird mit riesigen Vermögensverlusten der Sparer. Dies wird Angestellten und Selbständigen große Einkommensverluste einbringen. Doch die ersten Früchte von Hankels Aufklärung kann man in Deutschland heute auch schon sehen. Die politische Landschaft hat sich schon verändert und wird sich auch weiterhin verändern. Leider wird ihm nicht mehr vergönnt sein, die endgültigen Ergebnisse seiner Bemühungen zu erleben.

Im persönlichen Gespräch mit Prof. Hankel fiel mir vor allem sein überaus feiner und feinsinniger Charakter auf, der so gar nicht zu dem Image passt, das sich so mancher Linker von ihm zusammen gebastelt hat. Besonders gefiel mir Hankels positive Haltung zu Kant und zur Aufklärung. Für ihn stand im Mittelpunkt, dass man selbst denken und sich nicht ein X für ein U vormachen lassen soll. In der Tat wäre schon viel gewonnen, wenn jeder sorgfältig prüfen würde, was da so in puncto Eurorettung, aber auch bei anderen Themen der öffentlichen Debatte „abgesondert“ wird. Es würde dann schneller klar werden, wer da alles versucht mit Scharlatanerie die deutsche Bevölkerung auf ein Narrenschiff zu locken und mit unbekanntem Ziel auf die Reise zu schicken. Doch diese Aufgabe kann einem weder Prof. Hankel noch sonst jemand abnehmen. Selbst denken muss man schon selbst! Daran führt letztlich kein Weg vorbei.

In diesem Sinne hoffe ich, dass Prof. Hankels geistiges Erbe bei möglichst vielen Menschen weiter lebt, indem es möglichst viele „Selbstdenker“ in die Welt bringt,

meint
Michael Obergfell (aka fortunato)

 

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Nächster Hoffnungsträger der Nation: FDP-Ersatz Hans-Olaf Henkel

Posted by krisenfrei - 19/01/2014

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Der durch sein tingeln durch deutsche TV-Schwatzbudenshows nicht ganz unbekannte ehemalige Ex-BDI-Cheflobbyist Hans-Olaf Henkel, „Bildungsniveau der Teilnehmer bei AfD-Veranstaltungen befand sich weit, meilenweit über dem Durchschnitt der Bevölkerung“, will uns wohl damit sagen, dass es daran liegt, weil die Teilnehmer aus der „Mitte“ der Gesellschaft kamen.

Denn die Alternative für Deutschland, (AfD), fischt bitteschön nicht am rechten Rand der Gesellschaft. Denn, so könnte sein messerscharfer Schlusssatz sein, was mittig ist, kann niemals eine Randerscheinung sein. So nimmt man ein Bürgerbildungsniveau für sich und die Seinen in Anspuch, dass mit Namen wie Karl-Theodor zu Guttenberg und Andreas Scheuer auf „hohem Niveau“ mit Plagiaten weit, meilenweit über dem Durchschnitt der Bevölkerung liegt.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Auf Wikipedia ist zu erfahren, dass Henkel:

„weniger Staat im Staat“, gegen „Gleichmacherei“ und für „mehr Wettbewerb“ ist. Bezüglich der Globalisierung verwendet er in Vorträgen häufig das Bild eines „sympathischen Dreiecks“, dessen Seiten für Marktwirtschaft, Demokratie und Menschenrechte stehen. Er ist für die Minimierung des Sozialstaates und für die Senkung von Steuern. Die bisher angestrebte Entwicklung der europäischen Währungsunion sei der Integration Europas nicht dienlich, sondern führe seines
Erachtens eher zu einer Art „EUdSSR“.

Das sind die Floskeln mit denen man weit, meilenweit den Durchschnitt der Bevölkerung verarscht und die völlig konform mit den Vorstellungen des Bundespfaffen Gauck aus Rostock einhergehen.

Da bleibt nur zu hoffen, dass sich der „Durchschnitt der Bevölkerung“, nach dem erfolgreichen Rauswurf der FDP aus dem Bundestag, es sich nicht schon jetzt wieder antut, die nächste FDP-Nachfolgeorganisation ins Europa-Parlament zu wählen. Der Bundestag ist reichlich mit Einheits-Parteien gesegnet, die allesamt voll mit den zitierten Wikipedia-Phrasen, die Henkel zugeschrieben werden, in Einklang zu bringen sind.

Resultat: Kinderarmut, Altersarmut, Dumpinglöhne, Bildungsnotstand, Militarismus, Auslandseinsätze und politische Einheitsdenke.

Merke: wir brauchen nicht mehr vom Falschen, sondern weniger.

Quelle: FH (gegenmeinung)

 

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