krisenfrei

Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

Der tiefe Sumpf der Kontrolle der Bürger

Posted by krisenfrei - 07/01/2014

Tageskommentar 05. 01. 2014: fortunato,
Der tiefe Sumpf der Kontrolle der Bürger

von fortunato (fortunanetz)

Das kleine Lettland ist zum 1. Januar 2014 in die Eurozone eingetreten. Ab jetzt bezahlen die Letten mit der „Boomwährung“ Euro. Und kaum ist das Land eingetreten, schon merken viele Letten direkt, dass das wohl ein Fehler war. Die Preise in Lettland beginnen zu steigen. Seltsam, nicht wahr? Vielleicht kennen sie das noch: Kaum war der Euro in Deutschland eingeführt, kostete die Pizza nicht mehr 5 DM sondern 6 Euro. Das Häuschen das damals 250.000 DM kostete, kostet jetzt 250.000 Euro. Und der Kleinwagen, der damals 18.000 DM kostete, kostet jetzt in der Regel fulminante 18.000 bis 20.000 Euro! Und dabei haben wir in Deutschland 1,95 DM in einen Euro umgetauscht. In der Mainstream Presse wurde damals gehöhnt, dass eben nun nicht mehr so viele Deutsche Millionäre seien, weil ja aus 1 Million DM nun gerade einmal 600.000 Euro werden würden. Und der Kaufkraftverlust ist nur gefühlt! Aber der Euro sei ja so eine tolle und stabile Währung!

Wenn man wirtschaftlich starke Länder mit wirtschaftlich schwachen Ländern zusammen wirft, hat eine gemeinsame Währung eben zur Folge, dass diese für die starken Länder eine Unterbewertung und für die schwachen Länder eine Überbewertung der neuen Währung zur Folge hat. Prof. Hankel sprach es schon die letzten Jahre deutlich aus: Für Deutschland stellte er eine bis zu 30 prozentige Unterbewertung der Währung und für schwache Euroländer eine fast entsprechende Überbewertung der neuen Währung fest. Das sind zwar nur Schätzwerte, aber der Trend dürfte stimmen.

Übersetzt heißt dies: Wir importieren Waren aus dem Raum der schwachen Eurozonenländer zu teuer – daher stiegen die Importpreise (siehe Pizza…) und wir verkaufen die in Deutschland produzierten Waren zu billig ins Ausland. Bei uns stiegen die Preise und der Billiglohnsektor wurde über die Jahre seit der Euroeinführung immer mehr ausgeweitet. Der Binnenmarkt stagniert seit der Euroeinführung, der Export wuchs an. Und nun haben sich die Letten diesem Wahnsinn angeschlossen.

Während Lettland im hohen Norden gegen die große Skepsis der Bevölkerung den Euro einführt, hat Griechenland mit der zweithöchsten Staatsverschuldung weltweit (nach Japan) gerade einmal den sogenannten Primärüberschuss erwirtschaftet. Wenn ein Land mehr Steuereinnahmen als Staatsausgaben hat, spricht man vom „Primärüberschuss“. Allerdings hat dieser die Besonderheit, dass der Schuldendienst nicht mit gerechnet werden muss. Mit anderen Worten: Derzeit kann Griechenland die Zinsen für gemachte Schulden nicht bezahlen. Hier müssen die Geberländer der Eurozone „helfen“, denn sonst wäre dieser Staat immer noch pleite. Die Banken, die griechische Staatsanleihen gekauft haben, müssten mit riesigen Ausfällen rechnen, in dem das BIP seit Jahren rückläufig ist, in dem der Binnenmarkt zum Erliegen kam, die Zahl der Firmenpleiten explodierte und in dem die Arbeitslosigkeit enorme Höhen erreicht hat, hat wenig Aussicht selbst längerfristig aus diesem Desaster heraus zu kommen.

Aber das alles ficht die derzeitige griechische Regierung nicht an. Anstatt „Danke“ zu sagen, droht diese den Geberländern! Da wird dann die Behauptung aufgestellt, ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone wäre eine Gefahr für den deutschen Steuerzahler… Deutlicher geht es doch nicht, oder? Bleiben wir Griechen drin, müsst ihr weiter bezahlen weil wir pleite sind, gehen wir raus, müsst ihr Zahlen weil ihr Verluste haben werdet… Das nennt man Erpressung!

Und der absolute Abschuss seiner Begründung ist der Satz, es gäbe eine festgelegte Ordnung von Geber- und Nehmerländern! Deutlicher geht es nicht mehr. Wir haben eine Ordnung wonach einige wenige Länder zahlen müssen und die anderen einnehmen dürfen. Basta! Wer jetzt noch nicht begreift was gespielt wird, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen!

Und dabei hat Venizelos praktisch nichts vorzuweisen, womit er diesen Horrortrip beenden will. Vielmehr hält er es für eine Lösung, dass „Zahlungsfristen verlängert“ werden, oder dass „Zinssätze gesenkt“ werden. Probieren sie das einmal bei ihrer Bank! Sie sind total pleite, sie können die laufenden Ausgaben trotz Kredit nicht mehr finanzieren, sie haben Kosten und Verpflichtungen die weitaus höher sind als ihre Einnahmen – und dann gehen sie zu ihrer Bank und fordern, dass die den Zinssatz für ihre Kredite die sie ihnen gewährt hat, senkt! Ich glaube, eine nähere Beschreibung der Reaktionen der Bank kann man sich sparen.

Und was tut in dieser Situation das GroKoDeal der Bundesregierung? Nun, Frau Merkel ist vorsichtshalber schon einmal gegen Volksabstimmungen. Das ist ja klar! Weder wurden die Letten gefragt, ob sie in den Euroraum eintreten wollen, noch sollen die Deutschen gefragt werden, ob sie aus dem Euro austreten wollen, oder ob sie per Bankenunion die unternehmerischen Entscheidungen ausländischer Banken bezahlen wollen, oder ob sie in einer Europäischen Arbeitslosenversicherung die Arbeitslosen der anderen Euroländer bezahlen wollen, oder ob sie durch künstlich niedrig gehaltene Leitzinsen entspart werden wollen. Über alles das will Frau Merkel das Volk lieber nicht befragen… Es könnte ja sein, dass das Volk ganz anderer Meinung ist wie sie.

Merkel hat es nicht mit der direkten Demokratie. Und die EU hat es nicht mit der Wahrheit. So wird mittlerweile ein „Europäischer Staatsanwalt“ gefordert, der dann Zugriff auf die Konten der Bürger haben soll… Dazu habe ich eigentlich nur eine Frage: Ist die EU ein Staat?

Die Antwort lautet ganz klar: NEIN! Die Abstimmung zu einer Europäischen Verfassung ist gescheitert. Gibt es einen Staat ohne Verfassung? Keine Verfassung, keine verfassungsgemäßen Organe! Keine verfassungsgemäßen Organe, keine verfassungsgemäße Legislative und Exekutive!

Das Europaparlament in Straßburg hat zudem kein „Initiativrecht“, d. h. die gewählten Vertreter haben keine Möglichkeit, aus eigener Machtvollkommenheit Gesetze in die Wege zu leiten. Und damit fehlt allen „Gesetzen“ der EU eine parlamentarische Legitimation.

Die EU ist kein Staat, sie ist ein Staatenbund. Sie ist und bleibt eine Gemeinschaft von Staaten. Und so stellt sich die Frage: Von welchem Staat ist der europäische Staatsanwalt der Anwalt? Und wenn es keinen europäischen Bürger und keine europäische Staatsbürgerschaft gibt (in meinem Pass steht nicht: „Europäer“), auf wessen Konten von welchen „Staats“bürgern will der „Staats“anwalt denn dann zugreifen? Fragen über Fragen! Und die werden alle von Merkel und Co. nicht beantwortet. Und „Wahrheit“ ist auch etwas anderes als die Behauptung, es gäbe einen europäischen „Staats“anwalt, weil das unterstellt, es gäbe einen europäischen Staat…

Frau Merkel will natürlich über solche Bestrebungen nicht abstimmen lassen, denn wenn die Mehrheit der Deutschen wüsste, dass es einen europäischen „Staats“anwalt ohne Staat geben soll, würden sie das genau so ablehnen wie den Krieg in Afghanistan oder Hartz IV – und zwar mit großer Mehrheit. Aber wie gesagt: Merkel will keine direkte Demokratie, sondern so weiter machen wie bisher.

Schweden hat zwar klugerweise keinen Euro, bastelt aber an einer weiteren cleveren Lösung zur Kontrolle der Menschen. Das Land hat das Bargeld „abgeschafft“, d. h. verboten. Man kann dort nur noch per „Karte“ bezahlen. Selbst eine Schachtel Zigaretten gibt’s nur noch per Karte. Und dafür setzt es auch seine Prominenz für Werbezwecke ein. Gegen die sogenannten „Eurohasser“ sind diese Leute ein Witz, denn die sind „Bargeldhasser“!

Natürlich wird mit einer solchen Regelung jeder Bürger des Landes vollständig transparent. Es wird nachvollziehbar, ob er viel Alkohol trinkt, ob er Zigaretten raucht, was er isst, wie er lebt, welche Hobbys er hat, ob er eine heimliche Geliebte hat…. was auch immer gewünscht wird, kann man auf diese Weise heraus bekommen. Die NSA-Mitarbeiter klopfen sich schon jetzt auf die Schenkel und Obama ruft: „Yes we can!“

Und das tollste an einer solchen Lösung wäre: Ein „europäischer Staatsanwalt“ könnte auf dieser Basis JEDEN der im Dunstkreis der EU lebt, einfach in ein existentielles Nichts schicken. – Er darf ja auf ihr Konto zugreifen… wenn der Bürger einmal wieder bürgen oder haften soll!

Wer jetzt glaubt, das seien Hirngespinste, der hat nicht verstanden dass alles was hier in der Presse ventiliert wird Teile von politischen Plänen sind, die schon einmal angetestet werden. Wer fordert warum einen europäischen Staatsanwalt? Tut derjenige das, weil er eine solche Forderung einfach erregend findet? Oder hat das Gründe? In Schweden wird gerade getestet, ob eine Bevölkerung eine bargeldlose Wirtschaft einfach hinnimmt, ohne sich in seiner Freiheit zu massiv eingeschränkt zu fühlen. Ein Staatsanwalt ohne Staat wird öffentlich gefordert und ein bargeldloses Leben wird in einem ganzen Land getestet. Und Frau Merkel will keine direkte Demokratie – und sie weiß warum. Mit solchen Szenarien machen sich die Eurokraten Hoffnung auf ein für sie weiterhin angenehmes (parasitäres) Leben,

meint
Michael Obergfell (aka fortunato)

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: