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Archive for 3. Januar 2014

Journalismus als professionelle Auftragslüge

Posted by krisenfrei - 03/01/2014

Von Reiner August Dammann (neopresse)

Haben Sie kürzlich den SPIEGEL gelesen? Er zitierte eine bemerkenswerte Umfrage des Allensbachinstitutes.

Konjunktur robust, Arbeitsmarkt stabil, Euro-Krise abgeflaut: Angesichts der wirtschaftlichen Lage schauen viele Deutsche optimistisch aufs neue Jahr. So gut war die Stimmung seit Mitte der Neunziger nicht mehr.

Ich wohne da wohl in der falschen Ecke Deutschlands. Hier ist keiner so optimistisch, aber wenn die Bildzeitung für die gehobene Klasse dies vorgibt, wird keiner so schnell widersprechen. Schauen wir ein paar Tage später nochmal beim SPIEGEL vorbei:

“Mut zu immer neuen kleinen Anfängen”: Das forderte Angela Merkel von den Deutschen in ihrer Ansprache. Aber auch für die Kanzlerin könnte es das Motto der nächsten Monate sein. Die Euro-Krise ist längst nicht überstanden, und auch in der Innenpolitik steht ihre Koalition vor etlichen Baustellen.

Haben Sie etwas bemerkt?

Ja – die Eurokrise ist auf einmal wieder da. Für den Bürger ist sie abgeflaut, aber für die Kanzlerin ist sie eine wichtige Herausforderung. Was wir daraus lernen? Nun – könnte sein, dass der Bürger einfach zu blöde ist, die Krise richtig einzuschätzen. Es war aber der Journalist des SPIEGEL – und nicht der Bürger – der nebenbei bemerkt hat, dass die Krise bitte schön keine Rolle mehr zu spielen hat. Wir haben alle glücklich und optimistisch zu sein, weil wir sonst verschrobene Einzelgänger sind, die den Trend der Zeit, die Wirklichkeit und die Realität nicht verstehen wollen oder können.

Krise ist nur dann da, wenn sie nützlich ist – so könnte man es auch beschreiben.

Was ist das eigentlich, ein Journalist?

Das ist nicht leicht zu beantworten, denn: der Begriff ist gesetzlich nicht geschützt. Bevor wir uns jetzt in die rein akademische Diskussion stürzen wollen, was denn nun wirklich ein echter, richtiger, guter Journalist ist und welche Journalisten alle falsch und böse sind, sollte uns erstmal eins auffallen: für diesen nicht geschützten Beruf gibt es Schulen.

Seltsam, oder?

Jeder in Deutschland darf sich Journalist nennen, wenn er öffentliche Schriften verfaßt: hier gilt der Schutz der Meinungsfreiheit. Lange Zeit konnte man nur öffentliche Schriften verfassen, wenn man einen Finanzier hatte, der einem die Mittel zur Veröffentlichung zur Verfügung stellte – eine Zeitung, einen Verlag, eine Partei, eine Kirche, eine Gewerkschaft oder was es sonst noch so an gesellschaftlich etablierten Mächten gab. Heute kann das jeder – per Internet. Ist ganz leicht zu erlernen – viel leichter jedenfalls als die Kunst der Rede oder der Wahrheitsfindung.

Wozu braucht ein Beruf, der kein klares Berufsbild hat (obwohl viele Journalisten für sich selbst ein sehr klares Bild haben), eine Schule? Wozu brauche ich zur Formulierung meiner politischen Meinung in der Öffentlichkeit eine Ausbildung?

Wer zum Beispiel braucht eine RTL-Journalistenschule, die seltsamerweise auch die Landesanstalt für Medien NRW als Gesellschafter hat, die sich die Aufsicht im Internet als Aufgabe selbst gestellt hat, aber bei der Aufsicht über Sendeinhalte des RTL, welche Persönlichkeitsrechte (von Arbeitslosen) verletzen, sexuelle Handlungen deutlich abbilden oder Sendungen ausstrahlen, die einem “fragwürdig, anstößig oder kriminell” vorkommen können, offensichtlich wenig Aktivität zeigt. Sehe ich, welche Methoden RTL laut Zeitgeistmagazin anwendet, so würde ich schon sagen: da macht man den Bock zum Gärtner – mit Hilfe von Steuergeldern.

Züchtet man sich aber so – mit staatlichem Segen – seine eigenen Journalisten heran, schützt man sich hervorragend vor zukünftigen “Whistleblowern”.

Das gilt nicht nur für RTL.

Natürlich haben Parteien ihre eigenen Schulen, ebenso Kirchen und Verlage. Man erzieht gerne jene, die die Meinung des Auftraggebers vervielfältigen sollen, selber. Im Prinzip wäre also jede Journalistenschule ein Vergehen gegen die freie Meinungsbildung und Wahrheitsfindung, weil hier jeweils nur eine bestimmte Perspektive hervorgehoben wird, eine bestimmte Art der Darstellung favorisiert wird … und eine bestimmte Methode der Manipulation der Wahrheit praktiziert wird, die Pressesprecher von Parteien und Konzernen gerne zur Verschleierung unangenehmer Wahrheiten einsetzen.

Schon verstehen wir, warum man teils sehr kostenintensive Ausbildungen für einen Beruf anbietet, den man ohne jegliche Ausbildung jederzeit selbst ausüben könnte.

Journalismus.com, der “Journalisten-Treff im Web”, beschreibt deutlich, warum man diese Journalistenschulen besuchen sollte:

Die meisten Journalistenschulen in Deutschland genießen einen exzellenten Ruf. Hier lernen Journalisten das Handwerk von der Pike auf. Wer Absolvent einer Journalistenschule ist, findet in den meisten Fällen einen Job.

Wie das “Handwerk” aussieht, haben wir oben bei den zeitlich naheliegenden Artikeln des Spiegel gesehen. Wer noch ein paar handwerklich korrekte Ergüsse zum Thema “Verdrehung der Realität” haben möchte, ist bei Fietje Stegers von “Netzjournalismus.de” gut aufgehoben: dort sieht man, wie Tagesschau, Stern, Spiegel-online und andere Auftraggeber ganz verschiedene Abläufe der Konfrontation des Vaters das NSU-Täters Mundlos mit dem betreffenden Richter beschreibt.

Wirklichkeit ist halt in ihrer Beschreibung enorm dehnbar.

Was aber die Journalistenschulen auszeichnet, ist vor allem eins: man findet in den meisten Fällen einen Job.

Ach so.  So kann man auch formulieren, dass sie Vorrausetzungen für eine jener gut bezahlten und rar gesäten Stellen als bezahlter Vollzeitjournalist ist – eine angenehme Alternative zum stets hungrigen, von Obdachlosigkeit und sozialer Ausgrenzung bedrohten “freien Journalisten”, die in Deutschland steten Zulauf haben … vor allem, weil die tollen (und untereinander bestens vernetzten) Journalisten der Journalistenschulen sie aus dem Job verdrängen.

Die Henri-Nannen-Schule prahlt ganz offen mit ihren Absolventen:

Ehemalige Nannenschüler sind in rund 120 deutschen Redaktionen anzutreffen, in allen Mediengattungen. Sie produzieren im Politikressort oder Feuilleton, am Newsdesk oder in der Lifestyle-Redaktion. Sie arbeiten als Korrespondenten im Ausland, als Community-Redakteure, als investigative Reporter. Nicht wenige von ihnen sind in Führungspositionen gelangt, als Ressortleiter, Textchefs und auch als Chefredakteure.

Seit 1979 haben 631 junge Frauen und Männer unsere Ausbildung absolviert. Ende 2013 arbeiteten knapp 200 von ihnen als fest angestellte Redakteure bei G+J, dem Spiegel und der Zeit (jeweils Print und Online). Insgesamt waren bei den drei Verlagen, die die Schule tragen, in den vergangenen Jahrzehnten noch mehr Nannenschüler beschäftigt; viele von ihnen haben Verlag und Redaktion mehrfach gewechselt, typisch für die meisten Journalisten-Biographien.

Weitere rund 180 Absolventen hatten Ende 2013 einen Anstellungsvertrag bei anderen Redaktionen. Und 200 Absolventen sind als freie Journalisten tätig. Manche machen auch beides zugleich – so die Absolventen des jüngsten Lehrgangs 2012/13, die sich, ob fest angestellt oder frei, alle gemeinsam zu einer Journalistengemeinschaft zusammengeschlossen haben: www.killdarlings.de. Und 50 ehemalige Nannenschüler haben seit 1979 den Beruf gewechselt – wozu wir auch jene zählen, die nun eine Festanstellung in der PR-Branche haben.

Den gleichen Einfluß auf die Meinungsbildung in Deutschland hat auch die Berliner Journalistenschule:

Seit 1986 hat die BJS über 350 junge Journalisten zu Redakteuren ausgebildet. Viele von ihnen arbeiten heute erfolgreich in verantwortlichen Positionen, zum Beispiel als Chefredakteure, Moderatoren oder Korrespondenten.

Eine kleine Hand voll führender “Journalistenschulen” bestimmen also, welche Leute uns Nachrichten in jener Form bringen, die ihren Auftraggebern genehm ist. Zu den führenden Journalistenschulen gehört auch die Kölner Journalistenschule – ein Prunkstück der deutschen Medienwelt:

Das Sponsoringkonzept der Kölner Journalistenschule gibt Unternehmen die Möglichkeit,

  • schon während der Ausbildung Kontakt zu den angehenden Politik- und Wirtschaftsjournalisten der Kölner Journalistenschule zu knüpfen;
  • ihre Öffentlichkeitsarbeit, die Entwicklung ihrer Branche und ihre Unternehmensstrategie den Kölner Journalistenschülern vorzustellen;
  • die Ausbildung, einzelne Ausbildungselemente oder die technische Ausstattung der Kölner Journalistenschule finanziell zu unterstützen.

Hier können sich Unternehmen schon während der Ausbildung genehme Journalisten kaufen, mieten oder warm halten. Den Service nehmen folgende Unternehmen in Anspruch: Bayer, Ergo, RWE, Henkel, Telekom, BP und einige andere hochrangige Konzerne in Deutschland. Der Fettdruck wurde von der Schule selbst vorgenommen – und sagt genug aus. Hier kauft man sich als Konzern Politik- und Wirtschaftsmeinung und bestimmt, wann genau die Eurokrise jetzt abflaut oder zum Problem wird – sogar innerhalb eines einzelnen Magazins.

Man könnte darüber lächeln … wäre nicht der Journalismus im Prinzip die “Vierte Macht im Staat”, jene Macht also, die den anderen Mächten auf die Finger schauen soll. Was würden wir dazu sagen, wenn die anderen Mächte im Staat von privaten Schulen trainiert werden, um ihr “Handwerk” sinnvoll auszuführen – wobei die Reduktion des Journalismus auf “Handwerk” schon der erste Schritt ist, seine gesellschaftskritische Komponente auszulöschen.

Laut Wikipedia bestand Journalismus im “Vormärz” noch aus “geistig anspruchsvoller Flugblatt- und Zeitschriftenliteratur”, während heute das (geistlose?) “planmäßige Zusammenwirken von Nachrichtenwesen und Tagesliteratur” vorherrscht.

Wer aber schreibt den Plan dazu – den Journalisten dann handwerklich korrekt umsetzen sollen …. oder müssen, wenn sie einen Job wollen?

Was bleibt, ist der Eindruck, dass sich das “System” (in Anlehnung an das gleichnamige Buch des Verfassungsrechtlers Hans Herbert von Arnim) den Journalismus als professionellen Auftragslügner gefügig gemacht hat und damit komplett die öffentliche Meinung dirigiert – ganz nach Wunsch der Auftraggeber.

So ist zu erklären, dass Montags keine Krise ist, Dienstags aber wieder, Donnerstag jedoch nicht – ausser für die Kanzlerin.

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Ob BLÖD, SPIEGEL … oder sonstige Printmedien, oder ARD, ZDF – alle dort verbreiteten „Nach“richten werden von einigen wenigen Medienmogulen und den Politverbrechern vorgegeben, um die Masse zu verblöden. Es funktioniert – was will die Elite mehr.

Neulich hatte ich ein Gespräch mit einem Studenten, der sagte: „Wenn ich mit meinem Studium fertig bin und einen gut bezahlten Job bekomme, zahle ich gerne die Steuern, die der Staat braucht“. Ich dachte, mich trifft der Schlag. Sind unsere Unis heute schon so weit, dass sie nur noch gehirngewaschene Zombies ausbilden? 

 

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Wer nichts taugt, wird Bundesminister

Posted by krisenfrei - 03/01/2014

von jurabuch (anti-merkel)

3 Monate lang haben Funktionäre der Einheitspartei CDU/CSU/SPD an einer Regierung herumgebastelt – so lange wie noch nie zuvor bei einer Bundesregierung – und das Ergebnis ist: die meisten Kandidaten bekamen genau den Posten, für den sie am wenigsten geeignet sind. So etwa Andrea Nahles, die mit ihrem 20semestrigen (!) Literaturstudium wohl kaum Kenntnisse für das Arbeits- und Sozialministerium erworben hat. Da sie auch sonst wohl noch nie richtig in einem normalen Beruf gearbeitet hat, hätte sie besser mal ein Praktikum gemacht, um wenigstens ein bisschen Ahnung von der wirklichen Arbeitselt zu bekommen.

Eine völlige Fehlbesetzung ist Frau von der Leyen im Verteidigungsministerium, das leider immer mehr zum Kriegsministeirum wird. Zwar kann Frau von der Leyen wichtigtuerisch über alles Mögliche drauflosplappern und bei Leuten, die genauso ahnungslos sind wie selbst den falschen Eindruck erwecken, sie habe vielleicht doch eine Ahnung von dem, worüber sie gerade quasselt, aber in diesem Ministerium ist sie eine Fehlbesetzung. Dass sie ein kleiner Geist ist, zeigt sich schon daran, dass sie ausgerechnet 2 Tage nach Amtsantritt 2 wichtige Beamte aus ihren Ämtern entfernt hat, die viel Sachkenntnis hatten. Ein kluger Mensch hätte solche Leute im Amt gelassen. Aber diese plappernde Minister-Schauspielerin von der Leyen hat gerade die Tüchtigen durch zwei Leute ersetzt, sie genau wie sie auch vom Verteidigungsministeirum keine Ahnung haben. Wie erbärmlich schwach muss diese Plapper-Ursel sein, wenn sie sich mit solch albernen, dummdreisten Aktionen „Respekt“ verschaffen will ? Eine Ministerin, die nicht durch eigene Leistung Respekt erwirbt, sondern hofft, durch Erniedrigung anderer Personen sich ihn zu verschaffen, taugt offenkundig nichts. Es ist auch geradezu schäbig, dass die Wichtigtuerin von der Leyen die Entlassung der Beamten fotografieren und in einem hauseigenen Blättchen hat veröffentlichen lassen, wie die Presse berichtet. Ohnehin fällt bei von der Leyen ja schon seit Jahren auf, dass sie vollmundig über alles quasselt, aber bleibende Leistungen sind nicht erkennbar. Als völlig Ahnungslos hat sich von der Leyen übrigens auch bei der Eurokrise erwiesen, über die sie mit hochtrabenden Sprüchen („Vereinigte Staaten von Europa“) hinwegtäuschen wollte. Kurz gesagt: von der Leyen ist maßlos ehrgeizig, aber unfähig – außer bei der Selbstdarstellung. Insofern gleicht sie ihrem Vorvorgänger Guttenberg, jenem Doktorschwindler, der wie sie ein Blender war. Ebenfalls eine Fehlbesetzung dürfte die überhebliche Frau Schwesig sein, die mit ihren eher familienfeindlichen Äußerungen wohl kaum für das Familienministerium geeignet ist.

Auch die meisten anderen Ministerien sind mit Leuten besetzt worden, die dafür gerade nicht geeignet sind. Nachdem Herr Altmeyer im Umweltministerium gescheitert ist, wo er scheinbar weniger Zeit verbracht hat als im Fernsehen, darf er nun anstelle des unsäglichen Ronald Pofalla das Bundeskanzleramt organisieren. Dass Pofalla dort wegmusste, ist sicher gut, denn Pofalla ist eine Zumutung. Vielen ging er schon durch sein schleimig wirkendes Auftreten auf die Nerven. Schlimmer war, dass er offenbar nichts von innerparteilicher Demokratie hält und einem bekannt anständigen Partei“freund“ wegen dessen anderer Meinung laut Pressemeldungen gesagt haben soll „Ich kann Deine Fresse nicht mehr sehen“, womit auch gezeigt ist, wie „christlich“ dieser „Herr“ Pofalla mit Andersdenkenden umgeht. Ganz übel aber hat sich Pofalla beim NSA-Skandal verhalten, wo er dummdreist so tat, als sei doch alles ganz harmlos und die Frechheit besaß, diesen Skandal für „beendet“ zu erklären, was er ja offenkundig nicht ist. Ob aus Pofallas unglaublicher Äußerung nun Dummheit oder aber schamlose Verlogenheit spricht, sei dahingestellt. Klar ist aber, dass ein solcher Typ in einer Regierung nichts zu suchen hat. Damit ist der Fall Pofalla aber noch lange nicht erledigt, denn heute kam gerade die Meldung, er bekomme bei der Bahn einen (neu geschaffenen !) Vorstandsposten, der ihm im Jahr zwischen 1,3 und 1,8 Millionen (!!!) einbringen soll.

Laut Pressemeldungen soll Pofalla dann die Kontakte zwischen Bahn und Politik (noch enger) knüpfen – manche nennen so etwas auch schlicht Korruption. Aber auch damit ist der Pofalla-Skandal noch nicht zu Ende, denn dieser „feine Herr“ will angeblich sein gut bezahltes Bundestagsmandat behalten. Das würde also bedeuten, dass er gleichzeitig Bundestagsabgeordneter und Vorstandmitglied der Bahn wäre. Falls das zutreffen sollte, wäre es eine riesige Schweinerei und eine bodenlose Unverschämtheit gegenüber den Wählern: sich erst wählen lassen und dann schon nach kurzer Zeit sagen „Ich will zusätzlich noch ein viel höher bezahltes Pöstchen haben“. Dieser Fall zeigt, wie schon vorher der Fall Steinbrück, dass die „Nebentätigkeiten“ der Abgeordneten endlich stark eingeschränkt werden müssen. Es darf nicht sein, dass ein Abgeordneter nur einen winzigen Bruchteil seiner Zeit für seine eigentlich politische Aufgabe verwendet und im Grunde sein Mandat dazu missbraucht, als Lobbyist für irgendwelche Unternehmen oder Verbände tätig zu sein und dort ebenfalls riesige Beträge zu kassieren. Zu Pofalla passt, dass er angeblich verkündet hat, er wolle sich statt des bisherigen Ministeramtes mehr um die neue Familie kümmern. Das scheint ja auch nur Lug und Trug zu sein. Der Fall Pofalla und einige ähnliche Fälle zeigen, in welch erschreckendem Maß in der Politik Anstand und Ehrgefühl verloren gegangen sind und durch hemmungslose Gier ersetzt wurden. Für solche Politiker kann man nur Verachtung übrig haben.

 

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KEF – Die Wiege der Demokratie

Posted by krisenfrei - 03/01/2014

von Frank Schäffler

Kennen Sie die KEF? Nein, es handelt sich dabei nicht um ein schmackhaftes Milchgetränk aus der Türkei. Es steht auch nicht für ‚Kölner Eishockey Freunde’ oder eine neue EU-Institution. KEF steht für ‚Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten’. Sie schlägt vor, wie hoch der Rundfunkbeitrag für die Nutzung der öffentlich-rechtlichen Fernseh- und Radioprogramme ausfallen soll. In der Antike galt Athen als die Wiege der Demokratie, heute ist es die KEF. Denn wenn der Rundfunkbeitrag laut WDR-Chefredakteur Jörg Schönenborn eine „Demokratieabgabe“ ist, dann ist die KEF die Basis dieser Demokratie.

Kurz vor Weihnachten hat jetzt die KEF in einer Pressemitteilung uns allen ein Geschenk gemacht. Der Rundfunkbeitrag pro Wohnung und Monat soll um 73 Cent gesenkt werden – von 17,98 Euro auf 17,25 Euro. Soweit die gute Nachricht.

Die schlechte Nachricht ist, die Gebührensenkung soll erst 2015 wirksam werden und dann nur für zwei Jahre. Eigentlich könnte der Beitrag um das Doppelte gesenkt werden, jedoch will man für künftige Schwankungen der Einnahmen einen Puffer vorhalten – wie praktisch! Die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten haben zu viel Geld. Zwischen 2013 und 2016 erwarten sie Beitragseinnahmen von 30,8 Mrd. Euro. Laut KEF sind das 1,145 Mrd. Euro mehr als noch im Frühjahr 2013 angenommen. Immerhin sind das pro Jahr 7,7 Mrd. Euro für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Das System ist relativ einfach. Es funktioniert wie in einer gut geführten Planwirtschaft. Die Sender melden einen Finanzierungsbedarf an, die KEF überprüft diesen und schlägt eine Beitragsänderung den Ministerpräsidenten und Landesparlamenten vor. Die Bürger müssen anschließend bezahlen. Kein schlechtes Prinzip, zumindest für denjenigen der das Geld ausgeben darf.

Für die privaten Fernseh- und Radiosender sowie für die Beitragszahler hat das System offensichtliche Mängel. Den einen, den Medienunternehmen, weht der raue Wind der Marktwirtschaft entgegen. Je nach Konjunkturlage brechen die Werbeeinnahmen von heute auf morgen weg und sie müssen Kosten senken. Und die anderen, die Beitragszahler, können sich der Beitragszahlung nicht entziehen, auch wenn Sie kein Fernsehgerät oder Radio besitzen.

Nun muss man noch nicht gleich das „Kind mit dem Bade ausschütten“ und die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten grundsätzlich infrage stellen. Aber zuviel ist zuviel. Inzwischen werden durch die Zwangsbeiträge rund 34 öffentlich-rechtliche Fernsehprogramme und 58 öffentlich-rechtliche Radioprogramme von ARD, ZDF, arte und Deutschlandradio finanziert.

Warum braucht Deutschland zwei öffentlich-rechtliche Fernsehanstalten? Fangen wir doch damit an das ZDF in die Freiheit zu entlassen, indem wir es allen Menschen in diesem Lande zum Kauf anbieten. Das nennt man dann Privatisierung. Vielleicht wird daraus ja eine Volksaktie, quasi der Volkswagen der Fernsehsender. Gleichzeitig reduziert man den Rest auf die reine Informationsvermittlung, von mir aus auf Beitragsbasis, aber ohne Werbefinanzierung.

Wenn dann noch die Veränderungen der Beiträge durch eine Abstimmung aller Beitragszahler beschlossen werden muss, dann bin ich mir sehr sichern, was passieren wird: das Programm würde besser und die Ausgaben wären geringer.

Ein frohes und gesundes neues Jahr

Ihr
Frank Schäffler

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Yeah! Danke Herr Schäffler. Ich bin auch dafür, die staatlichen Propagandamedien ARD und ZDF sofort zu privatisieren und in eine AG umzuwandeln. Allerdings hat Ihre Partei, die FDP, stets zugestimmt, wenn es um die GEZ-Gebühren ging.

Soweit mir bekannt, gibt es nur eine Partei, die die Zwangsgebühr abschaffen will. Die PDV!

Die Aussage des WDR-Chefredakteurs Jörg Schönenborn, der Rundfunkbeitrag ist eine „Demokratieabgabe“,  war  mehr als zynisch und kam bei vielen GEZ-Kritikern überhaupt nicht gut an. Was bildet sich dieser arrogante Schönenborn überhaupt ein? Ohne Zwangsgebühren wäre er wahrscheinlich ein NICHTS. Seine Wahlprognosen sind sowieso alle getürkt. Für ein fettes Gehalt verkündet er das, was sich das Kanzleramt wünscht. Er könnte auch genauso gut bei der BLÖD-Zeitung arbeiten. 

 

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Nikolai Starikov – Der drohende arabisch-israelische Krieg

Posted by krisenfrei - 03/01/2014

Bei diesem Vortrag aus dem Jahr 2011 berichtet Nikolai Starikov, Russlands führender politischer Schriftsteller, von der Gefahr eines drohenden arabisch-israelischen Krieges. Die Revolutionen in Nordafrika wurden in genau jenen Staaten initiiert, die Ansprüche an Israel haben oder sich mit Israel in einem latenten Konflikt befinden. Der „arabische Frühling“ könnte das Pulverfass im nahen Osten zünden und in einen neuen, großen Krieg münden, der eine globale Erschütterung mit sich bringt, so Starikov.

 

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Merkels Neujahrsansprache 2014 – Die inoffizielle Version

Posted by krisenfrei - 03/01/2014

 

 

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