krisenfrei

Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

Archive for 25. Dezember 2013

Evo Morales als Vorreiter für Kinderarbeit

Posted by krisenfrei - 25/12/2013

von Xavier Granja Cedeño (qpress)

Quito, Ceremonia de entrega de las "Llaves de la Ciudad"Heiße Eisen: Wie jetzt? Sie finden Kinderarbeit nicht gut! Selbstverständlich folgt jetzt reflexartig und wohlstandsbedingt die Reaktion: „das geht doch gar nicht“! Nur auf die Resultate der vielfältigen Kinderarbeit aus aller Herren Länder möchten wir natürlich alle nicht verzichten. Ob es die billigen Jeans sind, die netten kleinen Spielzeuge für unsere eigene Brut oder der tausendfache andere Nippes den wir aus Asien, Afrika und Südamerika unentwegt importieren. Selbstverständlich schützen wir unsere Kinder vor derlei Erscheinungen und feiern es als Modernisierung unserer doch so zivilisierten Gesellschaft. Das war es dann auch schon, danach kommt wieder die Doppelmoral.

Jetzt macht der bolivianische Staatschef, Evo Morales, von sich reden, indem er gegen ein generelles Verbot von Kinderarbeit votiert und diese auch nicht grundsätzlich für verwerflich hält. Wie zu erwarten, ist das weltweite Protestgeschrei jetzt groß. Zu seiner eigenen Entwicklungsgeschichte muss man anfügen, dass er selbst einst als Kinderarbeiter tätig war (oder sein musste), er weiß also durchaus wovon er redet. Viel interessanter für diese Debatte sind die sozialen Aspekte, die sich ergeben, wenn man versucht ein wenig tiefer in seine Argumentation einzusteigen. Gleiches gilt für die in Südamerika diskutierte Altersgrenze für die Kinderarbeit von 14 Jahren, die er ebenso infrage stellt. Und gleich vorweg setzt er die Prioritäten an einer anderen Stelle, indem er sagt, dass die arbeitenden Kinder angemessen zu behandeln sind, was immer wir uns jetzt darunter vorstellen mögen. Er verbindet es mit dem Gedanken, dass Kinder grundsätzlich „nicht ausgenutzt“ werden sollen.

Weiter betont er in der Debatte, dass der Staat die angemessene Behandlung und den Schutz der Kinder sicherzustellen habe. Dies impliziert auch Regelungen für Not leidende Familien, die gezwungen sind ihre Kinder zur Arbeit zu schicken, weil alles weitere mit Blick auf eine soziale Sicherung der Familien dort nicht gegeben ist. Bolivien zählt übrigens zu den ärmsten Ländern Südamerikas, dessen erster indigene Präsident Evo Morales ist. Spätestens an dieser Stelle dürfte dem Leser klar werden, dass in solchen Ländern die Uhr generell anders tickt, als hier bei uns im wohlhabenden Europa und wir dementsprechend unseren Blick ein wenig den Realitäten anpassen müssen.

In Bolivien ist derzeit das Parlament mit einer Neuregelung der entsprechenden Gesetze befasst, um diese mit den Bestimmungen der ILO[Internationale Arbeitsorganisation] in Einklang zu bringen. Auch diese Organisationen verfolgt nicht das Ziel der generellen Abschaffung von Kinderarbeit, wohl aber eine Altersgrenze von 14 Jahren dafür vorzusehen. In Bolivien sollen nach offiziellen Angaben rund 850.000 Kinder zur Arbeit statt zur Schule gehen. Nach Schätzungen der ILO  geht es 168 Millionen Kindern weltweit ähnlich.

Jetzt hat Morales die Diskussion um ein weiteres Argument bereichert, indem er sagte, dass frühes Arbeiten das soziale Gewissen fördere. Diese Aussage ist natürlich absoluter Reizstoff für viele „Laissez-faire-Eltern“ hierzulande, die sich jetzt genötigt sehen könnten für ihre „hart geschonten Kinder“ und zur Rechtfertigung ihrer eigenen Erziehungsmethoden auf die Barrikaden zu klettern. Die Frage bleibt im Raume stehen, ob wir nicht doch einen völlig falschen oder gar verklärten Blick auf die sozialen Umstände in anderen Ländern haben. Dagegen erscheint Morales mit seinen Vorstellungen geradezu als Realist, mit einem Realismus den man bei vielen unserer Politiker gar nicht erst zu suchen braucht.

Aber auch hier könnte der Blick in unsere eigene Vergangenheit sehr viel weiterhelfen. Es gibt noch genügend lebende Beispiele, auch hier bei uns in Deutschland, die wissen wie es im Kindesalter war auf dem Bauernhof, wie selbstverständlich, mitzuhelfen … tagtäglich, ohne Ansehen von Wochenende, Fest- und Feiertagen. Und wieder andere werden sich daran erinnern, als Kind und Jugendliche diverse andere Tätigkeiten gegen (Taschen)Geld ausgeführt zu haben. Vielleicht müssen wir einfach nur mal die Betroffenen fragen, welchen Schaden sie davongetragen haben. Die Auskünfte werden durchwachsen ausfallen. Dort wo niemand zur Arbeit geprügelt wurde, dürfen die Erinnerungen daran häufig positiv sein.

Nicht nur den südamerikanischen Ländern, sondern auch vielen asiatischen oder afrikanischen Ländern, die hart an der Armutsgrenze oder darunter wirtschaften, keine sozialen Sicherungssysteme kennen, werden in einer ähnlichen Weise das Thema Kinderarbeit handhaben müssen. An der Stelle muss man dem Evo Morales zustimmen, dass sich der Staat darauf beschränken muss, sicherzustellen, dass die Kinder bei der Arbeit angemessen und anständig behandelt werden und eben nicht der Gedanke der Ausbeutung, der Ausnutzung oder gar Gewalt das Geschehen vor Ort diktiert.

Ein weiterer Aspekt der hinzukommt und der auch uns hier in Europa alsbald wieder einholen dürfte, ist das absehbare Zusammenbrechen der hiesigen sozialen Sicherungssysteme (schon mal nach Griechenland sehen), das anhaltende Lohndumping, bei dem Facharbeiter heute teilweise schon Hartz-IV Zuschüsse beantragen müssen um die Familie durchzubringen. Vielleicht sollten wir den Mund nicht ganz so weit aufreißen wenn es um Südamerika oder andere Länder geht, sondern uns vordringlich darum kümmern, dass wir es uns auch weiterhin leisten können unsere Kinder nicht arbeiten schicken zu müssen. Ginge es nach den Profitinteressen mancher Konzerne, so wäre es ihnen völlig egal ob die ganze Familie fürs Überleben schuften muss oder nur ein Teil von ihnen. Profitabler ist es wenn alle dafür schuften müssen, weil dann die einzelne Arbeitskraft stets billiger zu haben sein wird … auch für Revolutionen bleibt weniger Zeit. Hoch lebe der Profit!

Posted in Uncategorized | 1 Comment »

2013 gab’s Fortschritt in Richtung Frieden, aber dunkle Wolken bleiben

Posted by krisenfrei - 25/12/2013

Ron Paul (antikrieg)

Es ist die Zeit des Jahres, in der wir uns froh und optimistisch gestimmt fühlen. Wir bereiten uns vor auf die Feiertage und freuen uns darauf, Zeit mit unseren Familien und Freunden zu verbringen. Wenn wir heuer zurückblicken, dann sehen wir einige Entwicklungen, die uns optimistisch stimmen.

Ein Angriff der Vereinigten Staaten von Amerika auf Syrien wurde weitgehend dadurch abgewendet, dass das amerikanische Volk keinen weiteren Krieg im Mittleren Osten wollte. Der öffentliche Druck war so groß, dass Präsident Obama gezwungen war, einen Rückzieher von seinen Drohungen zu machen, Syrien aufgrund einer angeblichen Attacke mit Chemiewaffen durch die syrische Regierung mit Raketen zu beschießen. Erst vor kurzem haben wir herausgefunden, dass die Behauptungen der Vereinigten Staaten von Amerika zu der damaligen Zeit auf höchst manipulierten „Geheimdiensterkenntnissen“ beruhten. Der Präsident vermied nur knapp ein weiteres Debakel wie im Irak, wo die Vereinigten Staaten von Amerika aufgrund von Lügen und Fälschungen in den Krieg zogen. Dieses Mal waren die Menschen Amerikas viel skeptischer. Das sind gute Neuigkeiten!

Ein Angriff der Vereinigten Staaten von Amerika auf Syrien hätte uns einen Schritt näher gebracht an das ultimative Ziel der Neokonservativen, nämlich einen Angriff auf den Iran. Die Entscheidung der Administration, vom Rand des Abgrunds zu Syrien zurückzutreten, hat in der Folge das Tor geöffnet zu einem historischen diplomatischen Dialog der Vereinigten Staaten von Amerika mit dem Iran.

Ja, die Neokonservativen haben heuer eine Reihe von Niederlagen erlitten, wofür wir jeden Grund haben, dankbar und optimistisch zu sein. Es wäre allerdings dumm zu glauben, dass ein paar Niederlagen ihrer Besessenheit von amerikanischem Exzeptionalismus, von Krieg und der weltweiten Herrschaft der Vereinigten Staaten von Amerika ein Ende bereiten werden. Obwohl die Neokonservativen verschiedene Rückschläge einstecken mussten, werden sie ihre Bemühungen fortsetzen. Und da stehen einige dunkle Wolken am Horizont, auf die wir genau achten sollten.

Der Senat zum Beispiel scheint entschlossen zu sein, den weihnachtlichen Geist – eine Zeit, in der die Christen die Geburt des Friedensprinzen feiern – mit neuen Drohungen gegen den Iran zu verderben, obwohl Diplomatie das erreicht hat, was Jahrzehnte lange Sanktionen nicht erreichen konnten.

Während Bemühungen des Senats der Vereinigten Staaten von Amerika, neue Sanktionen gegen den Iran in das Nationale Verteidigungs-Ermächtigungsgesetz (NDAA) für 2014 hinein zu schreiben, erfolglos geblieben sind, haben diejenigen, die auf mehr Sanktionen gegen den Iran sogar inmitten eines diplomatischen Tauwetters gedrängt haben, nicht aufgegeben. Letzte Woche brachten 26 Senatoren – gleichviele von jeder Partei – das Nuclear Weapons Free Iran Act (Gesetz für einen atomwaffenfreien Iran) ein, das strenge neue Sanktionen gegen den Iran und gegen Länder, die mit dem Iran Geschäfte machen, verhängen würde.

Vielleicht schlimmer, das Gesetz stellt fest, dass es dem Willen des Kongresses entspricht, dass im Fall, dass Israel den Iran angreift, der Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika:

„Den Einsatz militärischer Gewalt und diplomatische, militärische und wirtschaftliche Unterstützung für die Regierung Israels bewilligt zu deren Verteidigung ihres Territoriums, ihrer Bevölkerung und ihrer Existenz.“

Wenn auch eine „Willenserklärung des Kongresses“ keine Gesetzeskraft hat, sind es diese Art von Blankoschecks, die zu Weltkriegen führen. Obwohl nicht bindend, soll eine Sprache wie diese für einen längeren Zeitraum eine Politik der Vereinigten Staaten von Amerika etablieren, sodass im Fall, dass Israel den Iran angreift, ausreichend Senatoren bei der Hand sein werden, die die Beteiligung der Vereinigten Staaten von Amerika so unterstützen, dass sie sich verpflichtet fühlen, für den Krieg zu stimmen. Dieses Spiel haben sie mit der Gesetzgebung in Bezug auf den Irak länger als ein Jahrzehnt getrieben.

Der Gesetzesantrag im Senat wird wahrscheinlich nie Gesetz werden, aber auch wenn er es würde, hätte er keinen Erfolg. Die Forderung, dass die gesamte Welt aufhören soll, Geschäfte mit dem Iran zu treiben, gerade wo der Iran so große diplomatische Flexibilität gezeigt hat, würde wahrscheinlich ignoriert.

Der Kongress – unter dem Einfluss der Israel- und Saudi-Lobbies – versucht die diplomatischen Anstrengungen der Obama-Administration mit dem Iran entgleisen zu lassen. Aufgrund der Schritte in Richtung Frieden in diesem vergangenen Jahr können wir optimistisch sein, aber wir sollten wachsam bleiben. Die Kriegslobby wird nicht so leicht aufgeben.

 

Posted in Uncategorized | Leave a Comment »

Schurkenstaat Deutschland gewährt Kriminelle Asyl

Posted by krisenfrei - 25/12/2013

Aus der Reihe die Verheißungen des Kapitalismus – Heute: Als der Oligarchen-Heiland des Kapitals zur Weihnachtszeit im Hotel Adlon abstieg

von Mowitz (gegenmeinung)

Nachdem der Kapitalismus die Sowjetunion besiegt hatte: Mit wertlosen „Transferrubeln“ zum Milliardär.

Hans Dietrich Genscher (86), „Jürgen, besorg mir den Friedensnobelpreis„, narzisstischer Selbstdarsteller deutscher Außenpolitik, war an Chodorkowskis Seite als dieser aus allen Wolken auf Berlin herabfiel und im Hotel Adlon Quartier bezog.

Der zu 13,5 Jahren Gefängnis wegen Steuerhinterziehung und planmäßigen Betrugs von einem ordentlichen Gericht verurteilte Oligarch Chodorkowski ist und war auch nicht, wie von westlichen Konzernmedien in die Welt gesetzt wurde, ein politischer Gefangener, der für einen Kampf für mehr Freiheit in Russland seine Strafe absaß. Wie auch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte im September 2011 bestätigte, waren alle Verfahren der beteiligten Behörden in Russland völlig legal, um die Vorgaben der Europäischen Menschenrechtskonvention zu erfüllen.

So viel zur jahrelangen Kampagne des internationalen Finanz- und Großkapitals und seiner gekauften Medien gegen Russland und seinem Versuch Russland zu übernehmen und sich so die Verfügungsgewalt über seine Reichtümer anzueignen. Somit ist Chodorkowski nur als ein rechtmäßig verurteilter Wirtschaftskrimineller zu betrachten, der bei der Wahl seiner Methoden, die Vermehrung seines materiellen Reichtums noch mehr zu beschleunigen, nicht zimperlich war. So wie andere Oligarchen es auch nicht waren. Dabei wurde er erwischt, was zu einem ordentlichen Gerichtsverfahren führte und mit einem rechtskräftigen Urteil endete. Dennoch gibts für kriminelle Milliardäre immer luxuriöse und warme Zufluchtsorte im neokonservativen Deutschland. Für wirkliche Menschenrechts- und Freiheitskämpfer, wie Edward Snowden, nicht.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Der rasante Aufstieg des ehemaigen Komsomolsekretärs Chodorkowski beruhte auf einem speziellen Privileg, das der kommunistischen Jugendorganisation KOMSOMOL zu Beginn der Perestroika gewährt wurde. Als einzige Organisation durfte Komosomol Transferrubel in Bargeld umtauschen und konnte damit Riesenprofite erzielen. Chordorkowski war einer der Hauptprofiteure des Wildwest-Kapitalismus der 90er Jahre in Jelzins Russland und im Jahre 2003 verhandelte Chodorkowski auch über den potentiell größten Deal der russsichen Geschichte. Der US-amerikanischer Mineralölkonzern Exxon, größter Ölkonzern der Welt, sollte 40% an Yukos Oil übernehmen….

Detaillierte und umfassende Informationen zur kriminellen Übernahme von Russlands Volksvermögen und seines Ressourcenreichtums unter Jelzin, siehe hier >>> Rußlands große Vermögen.

Das Chodorkowski gerade im wirtschaftlich stärksten Land Europas, dem marktradikalen Deutschland, mit großem Presse-Bahnhof und in Begleitung eines ehemaligen FDP-Außenministers, dessen Partei letztens aus dem Bundestag flog, empfangen wurde, sollte bei Deutschlands Ambitionen seine Führungsrolle in der EU zu nutzen um die Grenzen von NATO und EU in Richtung Russland auszuweiten, nicht wirklich erstaunen.

Man wolle in Zukunft entschlossener als bisher „die internationale Politik mitgestalten“ und dabei „eine starke eigenständige Rolle wahrnehmen“, heißt es im Koalitionsvertrag von Union und SPD. Dabei setze man auch auf die EU, die ihre „zivilen und militärischen Instrumente“ für weltweite Interventionen enger verknüpfen müsse. gfp

In der Ukraine läuft z. Z. ganz aktuell das Schmierenstück der „Zweiten Orangenen Revolution“, angeführt von Kräften, die EU-deutsch/amerikanische Kapitalinteressen bedienen. Als die demokratisch gewählte Regierung der Ukraine es ablehnte ein Assoziierungsabkommen mit der EU abzuschließen und sich für verbesserte Wirtschaftsbeziehungen zu Russland entschied, war die Wut der vom internationalen Finanzkapital beherrschten USEU riesig und man ließ eine manipulierte Masse von der Kette, die zu glauben scheint, sie würde für Freiheit, Demokratie und Wohlstand kämpfen.

Anscheinend hat sie niemand darüber aufgeklärt, dass es sich dabei ausschließlich um die Freiheit des Kapitals handelt, Mensch und Natur gnadenlos auszubeuten. Und der über alle anderen Ziele stehende Glaubenssatz in einer privatkapitalistischen Wirtschaftsordnung ist das höchste Unternehmensziel; das der Profitmaximierung. Kapitalinteressen und Volksinteressen sind eben im Kapitalismus nicht kompatibel. So wie die Totalüberwachung der Bürger über die Snowden uns aufklärte, auch nicht im Interesse des Volkes liegt. Na ja! Wenns denn zum Wohle der „Demokratie“ ist.

God Jul und frohe Weihnachten!

FH

——————————————————–

Das ist mal wieder typisch für das US-hörige Deutschland. Ein abgehalfteter und profilneurotischer Genschman empfängt höchstpersönlich einen Kriminellen und kommt sich dabei sehr wichtig vor. Helmut Schmidt konnte ihn noch nie leiden und sagte im August 1981 einem Journalisten auf die Frage, warum er seinen Urlaub abgebrochen habe: „Soll ich den noch länger regieren lassen?“

Gut ein Jahr später wechselte Genscher mit einem Mißtrauensvotum das Lager und machte Helmut Kohl zum Kanzler. Ein Verräter und ein Krimineller verbinden eben gewisse Sympathien. Deutschland muss endlich wieder souverän  und darf nicht länger von Washington aus regiert werden!

 

Posted in Uncategorized | 2 Comments »

«Washington Post», Amazon und CIA im Dreierpaket

Posted by krisenfrei - 25/12/2013

Christian Müller (infosperber)

Die Freude an der Übernahme der «Washington Post» durch Amazon-Gründer Jeff Bezos ist vorbei. Bezos kooperiert mit der CIA.

Als im August 2013 der Gründer des weltweit grössten Online-Shops amazon.com, der Multimilliardär Jeff Bezos, für lächerliche 250 Millionen US-Dollar die neben der «New York Times» bekannteste und wichtigste US-amerikanische Tageszeitung «Washington Post» übernahm, wurde dies vielerorts als neue Hoffnung für die Medienbranche gesehen: Wenn ein so fähiger und cleverer Typ wie Bezos eine Tageszeitung kaufe, so argumentierte man, dann sei das ein klares Signal, dass den Tageszeitungen die letzte Stunde noch nicht geschlagen habe. Offensichtlich gebe es auch für Zeitungen eine Zukunft, sonst würde jemand wie Bezos da kein Geld investieren.

Die NZZ etwa schrieb am 7.8.2013: «Bezos ist in erster Linie ein aussergewöhnlich begabter und erfolgreicher Unternehmer. Und als solcher kennt er sich so gut wie wenige aus mit dem, was den Zeitungen zu schaffen macht: dem Internet. Und davon kann die ‚Washington Post’ nur profitieren. Wie wenige andere hat er gezeigt, was Kundenfokus im Internet bedeutet und wie man eine Wertschöpfungskette aufstellt, die diesen generiert. Überdies wird Bezos eine grosse Neugier zugesprochen. Er ist ein passionierter Leser und sucht den Austausch mit Denkern und Lenkern in den unterschiedlichsten Gebieten. Mit seinem Privatvermögen finanziert Bezos denn auch nicht nur eine Reihe vielversprechender junger Technologieunternehmen wie den Transportdienst Uber und das soziale Netzwerk Twitter, sondern auch allerlei bemerkenswerte, abseits des Alltäglichen stehende Projekte.»

Doch was konkret wird Bezos mit der «Post» nun machen? Nochmals die NZZ vom 7.8.2013: «Wohin die Reise gehen wird, das weiss er (Bezos) selbst nicht. ‚Es gibt keine Landkarte, und es wird nicht einfach, einen Weg aufzuzeigen. Wir müssen erfinderisch sein, was bedeutet, wir müssen experimentieren’, erklärte Bezos am Montag. Über seine Ambitionen kann nur spekuliert werden.»

Bezos arbeitet für die CIA

Kaum sind nun ein paar Monate ins Land gegangen, weiss man mindestens etwas: Bezos’ amazon.com arbeitet intensiv mit der CIA zusammen. Amazon gewann eine Ausschreibung für eine technische Kooperation mit der CIA in Höhe von 600 Millionen US$. Frage: Wird die «Washington Post», die Bezos gehört, unabhängig und kritisch über die CIA und andere US-amerikanische Nachrichtendienste berichten – berichten dürfen –, wenn Bezos’ Hauptgeschäft, die Firma Amazon, mit der CIA eng zusammenarbeitet?

Linke US-Amerikaner reiben sich die Augen

Die in Sachen Überwachung so ziemlich unsensibeln US-Amerikaner zeigten sich über diesen Deal allerdings nicht geschockt. Was Geld bringt, ist für die «Amis» in aller Regel ok. «It’s just money making; es ist zum Geld-Verdienen», denken sie, «dafür leben wir ja».

Immerhin: Eine kleine Gruppe von Intellektuellen hat nun doch auf der Website RootsAction.org eine Petition lanciert und verlangt von der «Washington Post» Transparenz. Bis heute haben etwas über 20’000 Personen unterschrieben. Allerdings getrauen sich nicht alle, ihren Namen zu nennen. Noch gibt es sie, die meinen, nicht überwacht zu werden…

* * * * *

Wie im Amazon-Konzern Menschen ausgebeutet werden, war ebenfalls schon Thema im Infosperber.

————————————————————————————————

Wer kauft denn schon bei amazon? Ach ja, Geiz ist geil! Niemals werde ich auch nur einen Cent bei amazon lassen. Dieses Ausbeuterunternehmen werde ich nicht unterstützen.

>>> amazon? Nein Danke!

>>> Boykottiert endlich diesen Sklavenhändler !

 

Posted in Uncategorized | Leave a Comment »