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Archive for 24. Dezember 2013

Frohe Weihnachten

Posted by krisenfrei - 24/12/2013

Frohe Weihnachten

von Heinz Sauren (freigeistblog)

WeihnachtsbaumHeiligabend. Das Fest der Dreifaltigkeit. Drei Prüfungen warten alle Jahre wieder, auf die Jünger des Festes der Liebe. Sie zu bestehen ist der krönende Abschluss eines jeden Jahres. An ihnen bestimmt sich der Stand innerhalb der Gesellschaft, der Rang in der Familie, der Wert untereinander, letztendlich der eigene Wert überhaupt.

Die erste Prüfung beginnt spätestens mit dem entzünden der ersten Kerze, dem ersten Advent.

In guter christlicher Tradition sollen Geschenke gebracht werden und die gilt es zu kaufen. Wohl dem, der übers Jahr fleißig war oder emsig gespart hat, er geht nun aus der ersten Startreihe ins Rennen und wird auch unter dem Weihnachtsbaum die Nase vorne haben.

Weniger gut vorbereitet, also mit nicht genügendem Startkapital ausgerüstet, gilt es die Geschenke schon sorgfältig zu wählen, denn die zu erbringende Wertschätzung und damit im Grunde die erhoffte, wird schließlich noch einige Zeit als Kredit abgestottert werden müssen. Aber so ist das mit Investitionen in die Zukunft.

Übel spielt das Schicksal mit jenen, die Geschenke kaufen wollen, es aber nicht können, weil ihnen das Geld fehlt. Sie sind die heimlichen Helden der Weihnacht. Nicht weil sie ein besonderes Fest erleben, sondern schlicht weil sie es jedes Jahr aufs neue überleben, ohne an der Ausgeschlossenheit und Minderwertigkeit die ihnen das Fest der Nächstenliebe bringt, zu zerbrechen. In herzerweichenden Bildern bekommen sie pausenlos die strahlenden Kinderaugen, vor den teuren Geschenken vorgeführt. Ein Bild das in ihnen nichts mehr ,als die schmerzhafte Ohnmacht der Gewissheit beschert, das es nicht die strahlenden Augen ihrer eigenen Kinder sein werden. Noch unerträglicher wird es ihnen nur noch, wenn ihr Unvermögen, an den Wertschätzungsritualen des heiligen Abends teilzunehmen, offenbar wird. Dann geraten sie ins Visier der weihnachtlichen Wohltäter. Diese alljährlich zur Weihnachtszeit auftauchenden Gutmenschen bringen das giftigste Geschenk der Weihnacht. Boshafte Hilfe. Helfen zu wollen, die finanziellen Mittel dazu zu haben und dieses gegenüber denen zu tun, denen die finanziellen Mittel fehlen, um an einem Fest teilzunehmen, dessen Regeln ausschließlich die bestimmen, denen nichts fremder ist als, die finanziellen Mittel nicht zu besitzen, erklärt die Arroganz ihrer Wohltaten die sie bescheren ohne auch nur im Ansatz zu verstehen, welche kränkende Hilflosigkeit sie damit hinterlassen. Ein Ablasshandel mit dem sich der Betuchte sein Gewissen erleichtert. Um wie viel mehr wäre ein solches Gewissen zu erleichtern, wenn es nur den zehnten Teil dessen geben würde, von dem was verschenkt wird, dies aber dann täte wenn kein Kalender ihn dazu aufruft und kein Dank zu erwarten ist. Doch diese Geißel der Gutmenschlichkeit verschwindet zuverlässig am Tag nach Weihnachten, sobald die moralische durchwirkte Weihnachtsstimmung nicht mehr einen solchen Hilfsaktionismus zur Gewissensberuhigung erzwingt.

Die Verlierer der Weihnacht sind jedes Jahr die gleichen. Ganz normale Menschen, die wie der Großteil aller, dem Glanz und der Bedeutsamkeit des Weihnachtsfestes erlegen sind, aber in dem Maße wie sie es für mindestens Notwendig halten, nicht daran teilnehmen können. Sie stellen jedes Jahr, das in der Adventszeit anwachsende Heer, der verzweifelten Verbrecher, die Banken und Tankstellen ausrauben, oder Ladendiebe werden. Sie sind die Weihnachtsopfer, deren Verzweiflung vor der herannahenden Weihnacht so groß ist, das sie bereit sind dafür ihre Freiheit, ihre Familie und ihr gesamtes bisheriges Leben zu riskieren. Wer außer sie kann erahnen wie bedrohlich Weihnachten sein kann.

Etwas deplatziert scheinen in der Zeit des Einzelhandelskonjunkturprogramms der Vorweihnacht, die wenigen, verstörend erscheinenden Traditionalisten, mit ihren Forderungen nach einer besinnlichen und bescheidenen Weihnacht und ihrem feierlichen und anachronistischem Brauchtum. Ihnen werden Shopping begleitende Unterhaltungsbereiche zugewiesen, in denen sie die X-Mess Konsumaktivisten in Augenblicken der Besinnlichkeit, die wissenschaftlich verifizierte, emotionale Tiefe des Konsumrausches verleihen sollen und zu neuer Kaufleistung motivieren. Die unausweichliche und zum heiligen Abend, zunehmend komprimierende Anzahl an Teilnahmen themenbezogener Kauf- und Geschenkveranstaltungen, steigern kontinuierlich die Konsumbereitschaft bis zu ihrem Zenit, dem letzten verkaufsoffenem Wochenende.

Wem es gelingt den vorweihnachtlichen Konsumterror, ohne Schaden an Leib, Leben oder Geist zu überstehen, sieht sich vor der zweiten Prüfung.

Weihnachten, das Fest der Besinnlichkeit. Wie viel Besinnlichkeit lässt sich erwarten, in einer Zeit in der alle beseelt sind ihr bestes zu geben? Das Beste zu geben führt alle Jahre wieder,viele an den Abgrund des Verlustes der Kreditwürdigkeit und verurteilt dazu, all jene zu ertragen, deren Existenz das ganze Jahr von wertloser Selbstverständlichkeit war. Das Beste zu geben heißt auch der Beste sein zu wollen. Das schönste Geschenk oder das Wertvollste, wer hier zu Punkten weiß, empfiehlt sich zu Größerem unter seines gleichen, mit denen er das Fest der Nächstenliebe feiert und alles tut, dass seine Nächsten ihn lieben werden. Hier der primus inter pares zu sein, der erste unter gleichen, wird die Stellung innerhalb der eigenen sozialen Gemeinschaft mitbestimmen und das Hochamt des – ich habe alles richtig gemacht – Selbstverständnisses ist die Bescherung am heiligen Abend.

Der heilige Abend ist ein Balanceakt höchster Diplomatie, die bis zum Selbstverrat reicht und der Leidensbereitschaft, auch den verachtenswertesten Zeitgenossen das Beste zu wünschen und höflich zu danken, sofern er sich nur im Kreis der Schenkenden und Beschenkten befindet.

In dieser Schlacht, am Rande des aufrichtig ertragbarem, sind die Geschenke die Waffen, die wie kleine zwischenmenschliche Tretminen unter dem Weihnachtsbaum drapiert werden. Diese Sprengfallen des Kalküls um den eigenen Vorteil, zünden immer, allein die wohlkalkulierte Wirkung geht manchmal fehl. Ein Schlachtfeld der wohlgemeinten Enttäuschungen über das erhaltende Geschenk als untrüglichem Beweis der mangelnden Wertschätzung an einem selbst, oder die Enttäuschung über den fehlenden enthusiastischen Effekt des verschenkten Wertes, als Türöffner für das erhoffte zukünftige Verhältnis. Einziges Hilfsmittel zu einer richtigen Reaktion, im Sinne dieses leicht perfiden Gesellschaftsspiels und in Bezug auf die erhaltene Wertschätzung, ist allzu oft nur noch die Mimik eines Schauspielers und eine Orientierung an dem allgemein anerkannten Glücksbarometer der Nullen, am besten in Dezimalschritten und Euro. Wer Wertschätzung mit drei Nullen vor dem Komma schenkt, beweist vermeintlich zwingend eine höhere Wertschätzung, als ein nur zwei Nullen hinter dem Komma Schenkender, insbesondere anlässlich des größten Konsum-Events des Jahres.

Der heilige Abend beantwortet die Fragen, die das ganze Jahr an der sich beständig entfremdenden Gesellschaft nagen, mit bestechender Einfachheit. Wer ist es Wert das höchste Fest des Jahres mit mir zu verbringen und wem bin ich es? Wer ist in meiner Rangliste eine B Person, mit der ich nur den Tag danach verbringe und für wen bin ich es? Wem weise ich den 2.ten Weihnachtstag zu, dem bitteren Ehrenplatz der Moral nicht verletzen zu wollen und wer tut das mit mir? Weihnachten werden Antworten gegeben, bewusst oder unbewusst, aber in jedem Fall bestimmend für die nähere Zukunft. Es gilt sich zu positionieren.

Die dritte Prüfung ist die Zeit. Einige Stunden im Ausnahmezustand der Selbstdarstellung, mit Menschen, die Gleiches mit gleicher Inbrunst betreiben ist schwer. Menschen die man ein ganzes Jahr ignoriert hat zu hofieren ist Selbstbetrug. Aber noch schwerer ist es zu ertragen, an den Gesichtern, über enttäuschende Geschenke und inhaltslose Höflichkeitskonversationen, zu erkennen, wie wenig man über die Menschen weiß, mit denen man diesen Tag verbringt und das ganze Jahr verbracht hat. 60 Stunden Weihnachten sind mehr, als so manch einer ertragen kann. Nicht umsonst, ist die Selbstmordrate am heiligen Abend, die höchste im ganzen Jahr. Zu keinem anderen Zeitpunkt verzeichnen Polizei und Rettungskräfte, mehr körperliche Übergriffe innerhalb von Familien und zu keinem anderen Zeitpunkt im Jahr fassen so viele Menschen den Entschluss sich von ihrem Partner zu trennen.

Vor langer Zeit, als der Coca-Cola Weihnachtsmann noch nicht Santa Claus hieß und er das Christkind noch nicht in die Verbannung geschickt worden war, war vieles anders. Manche können sich vielleicht noch daran erinnern, oder haben es geschafft ein wenig davon zu erhalten.

Die meisten jedoch sind zu willigen Opfern der Verkaufsstrategen, Marktanalysten und Marketingexperten geworden und sie wurden dazu, weil sie sich auf die Bauernfängertricks, subversive Bevormundungen und plumpen Werbestrategien, nur zu gerne eingelassen haben. Es ist halt um vieles einfacher zu Weihnachten einmal ein Geschenk zu kaufen, als sich ein ganzes Jahr mit einem Menschen zu beschäftigen. Weihnachten ist die Quintessenz unserer Gesellschaft. Eine Gesellschaft deren Nächstenliebe nicht nur unerträglich geworden ist, sondern für immer mehr Menschen zunehmend eine Bedrohung wird.

In der Weihnachtszeit, der unschuldigsten aller Jahreszeiten, verpulvern wir zweimal soviel Energie und produzieren dreimal soviel Müll, wie in anderen Monaten. Zu keiner Zeit begeben sich mehr Menschen in eine ruinöse Abhängigkeit von Banken über Kredite. Gleichzeitig schnellen Gewinne in die Höhe und die Börsen boomen. Alle Jahre wieder. Wir, die wir ein christliches Fest feiern, dessen Grundsätze auch darin bestehen die Schöpfung zu wahren, haben in unserer arroganten Sichtweise auf alles Leben, das nicht menschlich ist, noch einen weiteren Höhepunkt in den weihnachtlichen Kalender gepackt. Zu keiner Zeit ist der Handel mit Tieren so zahlreich. Wir missachten die Würde des Lebens so sehr, das wir es kaufen und verschenken. Kein Ereignis im Kalender ist so folgenschwer der Auslöser für unzähliges Leid an Tieren, die als ungeliebte Geschenke erschlagen, ertränkt oder ausgesetzt werden. Zumeist für das kurzweilige Strahlen eines Kindes,das uns zu Weihnachten soviel wichtiger ist, als das Schicksal eines Tieres.

Je nach Schätzung werden jedes Jahr zu Weihnachten, bis zu 35 Millionen Weihnachtsbäume geschlagen. Vollwertige Bäume von denen jeder Einzelne eine Bereicherung für das Ökosystem wäre, gefällt um ein paar Tage als Dekoration zu dienen. Nicht abgeholzt und jedes Jahr um 35 Millionen dadurch erweitert könnte damit in nur einem Jahrzehnt die Fläche des Saarlandes bewaldet werden.

Weihnachten ist Teil unserer Kultur und hatte zu jeder Zeit einen symbolischen Charakter für das, an das die Menschen glauben. Glauben ändern sich und manchmal werden sie widerlich. In diesem weihnachtlichen Spiegel, einen mikrokosmischen Blick auf die Menschen zu werfen, ist eine Sichtweise, die wohl nur dem einen Gott gebührt, sofern es ihn denn gäbe. Der christliche Mythologie nach, die ja immerhin auch die Grundlage dieses Festes ist, ist Gott häufiger erzürnt über das Treiben der Menschen, was ihn schon einmal veranlasste uns aus dem Paradies zu vertreiben.

Es ist nur einmal im Jahr Weihnachten, Gott sei Dank.

Allen denen es geglückt ist, sich eine besinnliche, bescheidene und glückliche Weihnacht zu erhalten, wünsche ich ein schönes und glückliches Fest

Heinz Sauren

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Von der Leyen geht, Arbeitslose kommen wieder

Posted by krisenfrei - 24/12/2013

Von der Leyen geht (zur Bundeswehr), Arbeitslose kommen wieder (in die Statistik)

Kampf Bundesadler new german power

von WiKa (qpress)

Bundes-Baller-Burg: Klar doch, das muss alles so sein. Die erste Amtshandlung für eine/n neue/n Kriegsminister/in besteht traditionell darin die Front zu inspizieren, in diesem Fall die Bereisung der aktuellen deutschen Kriegsgebiete, zuvorderst Afghanistan. Damit wird die erste Verteidigungslinie Deutschlands, am Hindukusch, sogleich zum „leyenhaften“ Aufmarschgebiet des ersten Propagandafeldzuges der neuen Kriegsministerin. Alles sorgsam inszeniert, müssen sogar die Fotografen in die Hocke gehen, damit die „Mini-Ste(he)rin“ vor den strammen Jungs nicht zu klein erscheint. Besser noch sie fotografieren gleich aus einer sicheren Deckung heraus, aus dem Schützengraben.  Dank Ihrer Betonfrisur kann sie locker auf einen Helm verzichten.

Natürlich wird hier niemand von Fehlbesetzung reden wollen, das wäre ja übelster Nachruf. Wer gebürtig dem politischen Erbadel entspringt, wie beispielsweise der Familie Albrecht aus Niedersachsen, der/diejenige hat Anspruch auf eine angemessene Position, wenn es um die erbliche Wahl-Vertretung des Volkes geht. Wer ein millionenfaches Arbeitslosenheer managen kann, ist locker befähigt auch eine wenige 100.000 Mann starke Truppe zu befehligen. Wer darüber hinaus noch dem bundesdeutschen Grusel-Kabinett angehört kann einfach alles, da gibt es nur Helden. Ob die Jungs an der Wumme auch so glücklich über die neue Chefin sind (wie sie selbst) werden wir wohl kaum erfahren, denn der Gehorsam gebietet es, dazu in einer Art und Weise zu schweigen, wie sich die Ursula das auch von ihren Arbeitslosen erträumt hätte. Maul halten und folgen! Das dieser Vorgang bei der Bundeswehr zu einer Identitätskrise führen kann ist nicht ausgeschlossen. Zwar fällt der Truppe kein Zacken aus der Krone aber vielleicht das „h“ aus der „Wehr“ und dann hätten wir auch schon so einen hilflosen Bundes-Geier oben gezeigt.

Da kommt die aktuelle Nabelschau für die fesche Ursula zu einem nicht ganz so genehmen Zeitpunkt. Es war die Fraktion der Linken, die im Wege einer Anfrage im Bundestag etwas über den Verbleib ihrer Zöglinge aus ihrer vorherigen Dienstherrschaft in Erfahrung bringen wollte. Konkret ging es um das Thema „Bürgerarbeit“, ein Programm welches im Jahre 2010 auf ihrem Misthaufen gewachsen ist. Die Ergebnisse dazu fielen recht ernüchternd aus, wie besagte Anfrage offenbarte.

Insgesamt wurden von dieser Maßnahme rund 87.000 Erwerbslose erfasst. Fast 50.000 von ihnen wurden sogenannte Bürgerarbeiter und bekamen Jobs als Vorleser in Altenheimen, als Gärtner oder Straßenfeger und wurden so mit einer 30 Stundenwoche und einer Bezahlung von rund 900 Euro brutto ausgebeutet gefördert. Jetzt interessierte sich die Linke dafür, was aus diesen Menschen im Verlauf der Zeit geworden ist. Der Rapport, für den Betrachtungszeitraum Juli 2010 bis November 2012, besagt, dass 40 % von ihnen danach wieder in der Arbeitslosigkeit landeten. Nur 20-25 Prozent konnten sich aus dieser Startposition in eine reguläre sozialversicherungspflichtige Arbeit weiterentwickeln. Interessant ist die Verlustquote. 23 Prozent Gefallene an der Arbeitsfront. Von Ihnen fehlt jede Spur. Schlimmes ist zu befürchten. Sollte sie in ihrem neuen Job eine ähnlich hohe Verlustquote aufzuweisen haben, sähe es ziemlich trübe aus.

Tatsächlich verschwanden auf diese Art und Weise rund 20.000 Menschen aus der Statistik. Sie sind einfach weg, nicht mehr da! Weder in einem gemeldeten Beschäftigungsverhältnis, noch als Arbeitslose registriert, wie vom Erdboden verschluckt. Ob man auf diese Art und Weise auch Soldaten verschwinden machen kann? Dann droht der Truppe unter ihrer Regentschaft größte Gefahr, wenn der Schuss nach hinten losgeht. Man weiß zwar, dass sie mit PatronenWorthülsen gut umgehen kann, echte Geschosse werden ihr weniger vertraut sein. In jedem Falle scheint das weniger schmerzhaft zu sein und viel weniger spektakulär. Oder plant sie derlei nur mit dem Feind? Das wäre ja dann ein wahrer Segen und wir wären alsbald unseren aufgeschwatzten 9/11 Erzfeind, die Taliban, mit dieser neuen „leyenhaften“ und todsicheren Kriegslist los.

Aber freuen wir uns nicht zu früh. Vielleicht hat die Ursula nur „Untote“, (also Zombies) produziert. Dann müssen wir ernstlich mit der Wiederauferstehung dieser Statistik-Leichen rechnen, wo Ursula doch jetzt weg ist und selbige nicht mehr in Schach halten kann. Oder verbirgt sich noch eine ganz andere Strategie dahinter, die wir bislang nicht durchblickt haben?

Vielleicht ist beabsichtigt, die vielen Nasen aus ihrem vorherigen Arbeitslosenheer, in einer Art kostenschonender Nachverwendung, dem Bestand des Kanonenfutter zuzuschlagen oder selbige gar als Schattenkrieger in geheimen Missionen zu verheizen. Darüber wird natürlich vornehm geschwiegen, vermutlich ein militärisches Geheimnis. Aber eine Innovation wären die Ein-Euro Soldaten allemal, hat es doch zu allen Zeiten schon ausgereicht wenn die hohe-Qualifikation im Ministerium sitzt, auch wenn es nur ein abgebrochener Meter ist. Und bereits heute lässt sich sagen, dieses Kriegsminister-Weibsbild wird in jeder Hinsicht ein Novum für die Truppe werden und wohl deutlich mehr als nur ein Brechmittel Pin-Up für den Spind der ganz hart(z)en Jungs.

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Raketen und „Schild“ über Europa

Posted by krisenfrei - 24/12/2013

Manlio Dinucci (voltairenet)

Die Bereitstellung des sogenannten US-„Anti-Raketen-Schilds“ verursachte die erste klare Antwort von Russland gegen diesen aggressiven Waffen-Komplex: Das in Stellung bringen von Iskander-Raketen in Kaliningrad, d. h. mit Berlin in Schuss-Bereich. Manlio Dinucci erklärt hier die Bedeutung dieser neuen Eskalation.

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Die von der deutschen Tageszeitung Bild gegebene Neuigkeit, wonach Russland nuklear-fähige Iskander-Raketen in der Enklave Kaliningrad als Reaktion auf den „Raketenschild“ in Stellung bringt, fällt in ein Informations-Vakuum, das sie für die meisten Leute unverständlich macht [1]. Wenn sie wahr ist, warum dann diesen „aggressiven Schlag von Putin? Warum will Russland nicht, dass die USA ihre europäischen Verbündeten mit ihrem «Schild» schützen? Und dann, hat Obama nicht auf den von Bush geplanten «Schild» verzichtet?

In Washington behauptet man, der „Schild“ in Europa sei nicht gegen Russland gerichtet, sondern gegen iranische Raketen. In Moskau gilt er als Versuch, einen entscheidenden strategischen Vorteil über die Russischen Föderation zu erwerben: Die USA könnten unter Berufung auf die Fähigkeit des „Schildes“, die Auswirkungen der Vergeltung zu neutralisieren, einen ersten nuklearen Angriff starten. Obama hat einen neuen Plan vorgesehen, wonach sich eine größere Anzahl von Raketen nahe dem Gebiet der Russischen Föderation befinde. Weil es aber die USA sind, die sie kommandieren, kann niemand wissen, ob es Abfangraketen oder Kern-Raketen sind. Und die neuen Radare in nächster Position gestatten dem Pentagon, das russische Territorium besser zu überwachen; nachdem Washington den Vorschlag eines Co-Managements zusammen mit Russland des Qabala Radars in Aserbaidschan abgelehnt hatte, beschleunigte es den Aufbau des „Schildes“.

Im März dieses Jahres wurde bestätigt, dass die USA 24 SM-3 Raketen in Polen und genauso viele in Rumänien entfalten werden, und dazu eine unbestimmte Zahl von Aegis-Raketen an Bord der Mittelmeer Fregatten, die durch das super leistungsfähige, in der Türkei installierte Radar und von mobilen Radargeräten, die schnell in „vorgeschobene Position“ gebracht werden können, kontrolliert werden. Gleichzeitig hat Polen angekündigt, dass es 33,6 Milliarden EUR ausgeben wird, um einen eigenen „Schild“ (mit US-Technologien) aufzubauen und ihn dem der USA/NATO einzuverleiben.

Lockheed Martin Corporation kündigte im Mai an, in einem Jahr vier erfolgreiche Tests des Aegis Flugkörpers der zweiten Generation getan zu haben und dass die 27 damit ausgestatteten Kriegsschiffe auf 32 im Jahr 2014 steigen werden. Im Oktober wurde auf dem Deveselu Flugstützpunkt in Rumänien der erste Spatenstich der Arbeiten für die Boden-Installation der Aegis Rakete unternommen, dem Stützpunkt, der durch das Pentagon mit 100 Millionen Euro finanziert wird und im Jahr 2015 betriebsbereit sein wird: er wird formell unter rumänischer Führung stehen, aber die Installation von den Raketen wird von 500 US-Soldaten verwaltet werden.

Im November begann die gemeinsam von den USA, Italien und Deutschland durchgeführte Endprüfung des MEADS (Medium Extended Air Defense System): eine Art mobile „Schildkröte“, die durch ein hoch entwickeltes Raketensystem die Streitkräfte schützt, die ein feindliches Territorium angreifen. Die USA ziehen sich nach 2 Milliarden Dollar Ausgaben von dem Programm zurück, um sich auf andere Systeme zu konzentrieren, aber Italien und Deutschland (die bzw. 15 % und 25 % der Kosten übernommen haben) werden MEADS kaufen und wahrscheinlich Polen miteinbinden, um die Mehrausgaben zu teilen. MEADS wird den „Schild“ stärken, den die USA und ihre europäischen Verbündeten durch Ausgaben von zig Milliarden Dollar in den kommenden Jahrzehnten entwickeln wollen.

Im November noch bestätigte das Pentagon, dass die Hunderte von den Vereinigten Staaten in Europa (einschließlich Italien) stationierten B61-11 Atombomben, sich in B61 – 12 verwandeln werden, die auch als Bunker Buster-Bomben einsetzbar sind. Offiziell werden sie als „taktische“ Kernwaffen eingestuft, aber da sie in Europa bereitgestellt und daher leicht dem russischen Territorium zugänglich sind, sind sie de facto strategische Waffen (diese Kategorie umfasst Waffen deren Reichweite mehr als 5500 km beträgt): sie kommen zu den 2150 US-strategischen und zu den mehr als 500 französischen und britischen startbereiten Atomsprengköpfen hinzu, gegen die 1800 der Russen. Sofort danach hat Lockheed Martin den Test des zweiten Muos Satelliten (im Juli gestartet) auf Umkreis vollstreckt, der „dem strategischen Kommando für den operationellen Einsatz gewidmet ist“, das das Kommando über Kernkräfte mit den Raum-Operationen vereint.

In dieser Situation ist es nicht wunderlich, dass Putin die Arbeitsgruppe aufgelöst hat, die im Jahr 2011 gebildet wurde, um Formen der Zusammenarbeit mit der NATO im Verteidigungssektor durch Raketen zu finden. Gleichzeitig wurde bekannt, dass andere russische Einheiten mit Iskander-Raketen und ballistischen, mobilen Interkontinental-Raketen der neuen Generation Yars bewaffnet werden, die bis zu 10 Atomsprengköpfe transportieren können.

Europa ist jetzt, dank der USA, „sicherer“.

Manlio Dinucci

Übersetzung
Horst Frohlich

Quelle
Il Manifesto (Italien)

[1] „Russland fähig, den „Anti-Raketen-Schild“ der NATO zu zerstören“, Voltaire Netzwerk, 17. Dezember 2013.

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Wenn der EU (das sind die Diktatoren, die die Befehle aus Washington entgegennehmen und ausführen) etwas an den europäischen Menschen liegen sollte, dann wäre es sinnvoll, sofort aus der NordAtlantischen TerrorOrganisation (NATO) auszusteigen. In der NATO haben die europäischen Länder gar nichts zu sagen. Wenn die Kriegsmaschine der Amis Befehle erteilt, stehen alle Staatsmänner/-frauen in Europa stramm. Die Anti-Russland-Propaganda aus Washington ist nur noch widerlich. 

 

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