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Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

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Bitcoins und „Freies Marktgeld“

Verfasst von: krisenfrei - 14/12/2013

Happy Birthday!

von Frank Schäffler

Wenn der Chef der US-Notenbank FED, Ben Bernanke, heute 60 Jahre alt wird, dann feiert einer der mächtigsten Männer dieses Planeten Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch! Mächtig ist Bernanke deshalb, weil der US-Dollar die einzige Leitwährung auf dieser Welt ist. Alle Notenbanken, ob Bank of Japan, EZB oder Bank of England, richten ihre geldpolitischen Entscheidungen an den Entscheidungen der FED aus. Nächste Woche wieder, dann tagt der zwölfköpfige Offenmarktausschuss der Federal Reserve, der achtmal jährlich über die Zinspolitik unter dem Vorsitz unseres Geburtstagskindes entscheidet. Mit diesen Zinsentscheidungen steuert die FED das Auf und Ab der Wirtschaft – weltweit. Wenn sie sich äußert, bewegt das die Kurse an den Börsen dieser Welt. Am 18. November hatte sich Benanke zur virtuellen Währung Bitcoins geäußert: Virtuelle Währungen „können langfristig vielversprechend sein, insbesondere wenn die Innovationen ein schnelleres, sichereres und effizienteres Zahlungssystem fördert.“

Der Kurs der Bitcoins stieg anschließend bis Ende November auf über 800 €, eine Verdoppelung des Kurses innerhalb von zwei Wochen. Inzwischen hat die Marktkapitalisierung 11 Mrd. US-Dollar erreicht. Für die Kritiker sind Bitcoins ein neues Ponzi-Schema, das Spekulaten und Betrüger anzieht wie die Fliegen. Für Befürworter sind Bitcoins die Geldrevolution schlechthin. Fakt ist, der Siegeszug der 2009 von anonymen Programmierern gestarteten privaten Währung ist beeindruckend. Die Idee hinter den Bitcoins ist eine, die der Wirtschaftsnobelpreisträger Friedrich August von Hayek 1976 in seinem Buch „Entnationalisierung des Geldes” (Verlag Mohr Siebeck, 2011) formuliert hat. Hayek übertrug die Idee des Wettbewerbs und des Freihandels auf das Geld. Sein Vorschlag lief auf nicht mehr und nicht weniger hinaus, als auf die Privatisierung des Geldes und die Abschaffung des staatlichen Geldmonopols. Für Hayek war der Geldwettbewerb die einzige Möglichkeit, um den Zusammenbruch des Geldsystems insgesamt zu verhindern. Denn das derzeitige Geldsystem basiert auf der Verschuldung durch Kreditgeld, das die Banken durch die Kreditvergabe an Staaten, Unternehmen und private Haushalte schaffen und dem kein gleichwertiger Sparvorgang gegenüber steht.

Wenn der Staat anderes Geld zulassen oder tolerieren würde, dann könnte sich sukzessive gutes Geld entwickeln, das private Emittenten herausgeben. Wenn jeder dann die Möglichkeit hätte, jederzeit sein schlechtes Geld in gutes Geld umzutauschen, würde niemand schlechtes Geld halten wollen. Daher würde das schlechte Geld über kurz oder lang sich zu gutem Geld entwickeln oder vom Markt verschwinden. Dieser Grundgedanke führt dazu, dass der Staat am Ende schauen muss, dass er gutes Geld produziert, sonst verschwindet sein eigenes Geld vom Markt. Die Gefahr der Bitcoin-Währung liegt jedoch im Staat selbst. Dieser lebt mit dem derzeitigen Geldsystem seit vielen Jahren komfortabel. Durch die Zinsmanipulation der Notenbanken können immer mehr öffentliche Schuldenberge finanziert werden, ohne dass Ausgaben gekürzt oder Steuern erhöht werden müssen. Daher sind die Interessen des Staates, Bitcoin oder andere Währungen auf Augenhöhe mit den staatlichen Währungen zu behandeln, sehr begrenzt. Die ersten staatlichen Bürokraten warnen vor den kriminellen Geschäften, die mit Bitcoins abgeschlossen werden. Schon deshalb müssten Bitcoins verboten werden. Wer das fordert, hat Bitcoins nicht verstanden. Bislang werden alle kriminellen Geschäfte auf dieser Welt mit Dollar, Euro oder Yen gemacht. Deshalb kämen die staatlichen Bürokraten auch nicht auf die Idee Dollar, Euro oder Yen zu verbieten. Bitcoins muss man nicht gut finden. Wer sie nicht gut findet, muss sie nicht nutzen, das ist der entscheidende Unterschied zum staatlichen Zwangsgeld. Das müssen SIE benutzen. Aber diejenigen, die Bitcoins nutzen wollen, sollen sie im Rahmen der allgemeinen Gesetze nutzen dürfen.

Ob sie sich am Ende als allgemein akzeptiertes Zahlungsmittel durchsetzen, ist offen und wird die Zeit zeigen. Hayek glaubte daran. Er schloss sein Buch mit einem Appell: „Was wir nun brauchen, ist eine Freigeld-Bewegung, die der Freihandels-Bewegung des 19. Jahrhunderts vergleichbar ist.“

Freundliche Grüße
Frank Schäffler

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Bitcoins stehen derzeit verschärft im Fokus und hoch im Kurs. Ich persönlich habe mich mit der Bitcoin-Währung noch nicht so sehr beschäftigt, um eine detaillierte Stellungnahme dazu abzugeben. Wenn es aber darum geht, „Freies Marktgeld“ als Zahlungsmittel anstatt „Staatliches Zwangsgeld“ zuzulassen, dann gehört m.E. das virtuelle Zahlungsmittel Bitcoin genauso dazu wie z.B. Gold, Silber, Regionalgeld … usw.

Staatliches Zwangsgeld bedeutet auch „Zinszwangsgeld“, von dem insbesondere die Hochfinanz profitiert. Das immer wieder zu hörende Argument, „wie wollen sie beim Bäcker mit Gold bezahlen“, ist völlig daneben. Mit Silber in Gramm-Einheiten, oder mit Regionalgeld ließe sich auch ein Brot kaufen. Eine Gold- oder Silberunze könnte man z.B. in entsprechender Menge Regionalgeld umtauschen.

Möglichkeiten gäbe es sicherlich. Die korrupte und von der Hochfinanz gesteuerte Politik läßt aber Zahlungsalternativen in Form von freiem Marktgeld nicht zu.

 

Eine Antwort to “Bitcoins und „Freies Marktgeld“”

  1. Avatar von Fakten

    Fakten said

    Das freie Marktgeld gab es schon in der Geschichte. Es ist total gescheitert und endete mit der Gründung der FED.

    Die Anhänger von Hayek und Mises weigern sich beharrlich, sich mit der Geschichte des Geldes zu befassen.
    Sie wollen die Fehler wiederholen, anstatt aus ihnen zu lernen.
    Damit disqualifizieren sich diese Leute allesamt und entpuppen sich als verbohrte Ideologen.

    Es braucht kein freies Marktgeld, denn Geld ist keine Ware.
    Geld ist etwas Nicht-Materielles, es ist ein Vertrag zwischen Menschen, der durch Gesetze garantiert und geschützt ist.

    Wer Geld als Ware definiert (das tun alle Goldwährungsanhänger), hat das Wesen des Geldes nicht verstanden und kommt zwangsläufig zu falschen Schlussfolgerungen.

    Es ist auf einem Blog nicht möglich, alle Facetten des Geldes aufzuzeigen und ein gutes Geld zu beschreiben, das den Menschen dient.

    Dazu sind viele Bücher geschrieben worden.
    Eines der wichtigsten und grundlegendsten Bücher zum Thema ist das Werk von Stephen Zarlenga : Der Mythos vom Geld – Die Geschichte der Macht .

    Zarlenga widerlegt Mises und Hayek und beweist, dass sie die geschichtlichen Fakten über das Geld bewusst ausblenden und stattdessen reine Theorien als Grundlage ihrer falschen Schlussfolgerungen bemühen.
    Leider wird die PdV von Leuten gelenkt, die das Wesen des Geldes nicht verstanden haben und es auch nicht verstehen wollen, weil sie von Hayek und Mises geblendet sind.

    Ein guter Ansatz für ein besseres Geld kommt von der Vollgeld-Initiative von Professor Huber.
    http://www.monetative.de

    Wenn man dann noch die Vorschläge von Egon W. Kreutzer berücksichtigt, bekommt man schon mal ein super Geldsystem, das den Menschen dient, anstatt sie zu berauben.

    Lösungsansatz 1, das ohne Geldrevolution auskommt und hervorragende Wirkungen zugunsten der Menschen bringen würde:
    http://www.egon-w-kreutzer.de/Geld/Grundlagen7.html

    Und hier ein grundsätzlicher Lösungsansatz, der revolutionär ist und noch mehr Vorteile bringen würde:
    http://www.egon-w-kreutzer.de/Geld/Grundlagen16.html

    Bitcoin ist ein großer Unsinn, ein Blendwerk, das mit echtem Geld absolut nichts zu tun hat.
    Dass so viele Leute auf Bitcoin hereinfallen, ist kein Wunder, denn das Wissen vom Geld ist seit tausenden von Jahren in Vergessenheit geraten.

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