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Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

Archive for 14. Dezember 2013

US-Massenmord im Jemen

Posted by krisenfrei - 14/12/2013

„Jetzt lernen die Jemeniten die Gesetze des Dschungels kennen, nach denen das Pentagon und das Weiße Haus handeln. Nach dem Irak und Afghanistan, wo Stanley McChrystal, der Spezialist für Aufstandsbekämpfung, seine Techniken perfektioniert hat, gehört jetzt auch der Jemen zu den Staaten, in denen das Pentagon auf diese spezielle Art Krieg führt – mit zahlreichen Massakern an Zivilisten und anderen so genannten Kollateralschäden – wie Kolumbien, Mali, Pakistan, die Philippinen, Somalia und Uganda.“ Rick Rozoff, Stop NATO, 15.12.09 [1]

Im Terrorkrieg um die Kronjuwelen Afrikas, setzte der „Sohn Afrikas“, Barack Obama, kaum hatte er die Trauerfeier für Nelson Mandela hinter sich gebracht, seine Drohnen-Luftwaffe vorgestern gegen eine bis dahin fröhlich feiernde Hochzeitsgesellschaft in Bewegung. Es endete mit einem Massaker von, laut Presseberichten, 17 Toten und über 20 Verletzten, die teilweise lebensgefährlich verletzt sind.

„Aus Sicht des US-Geheimdienstes CIA hatten die Opfer – alles Angehörige eines örtlichen Stammes – sich dadurch »verdächtig« gemacht, daß sie mit ihren elf Fahrzeugen einen Konvoi gebildet hatten. Das soll bei Hochzeiten auch schon mal in Berlin, Hamburg oder Los Angeles vorkommen.“ [2]

Der Hauptgrund für die Invasion der Vereinigten Staaten von Amerika in Afrika unterscheidet sich nicht von dem, der hinter dem Krieg gegen Vietnam stand. Es ist China, das mit seinen angehäuften 3,5 Billionen US-Dollar Devisen das Wall Street Kapital das Fürchten lehrt und seine Ölkäufe kaum noch in Petrodollars abwickelt, sondern vermehrt in den jeweiligen Landeswährungen. Das stellt nicht nur die bisherige Vormachtstellung des Dollars infrage, sondern bedroht die gesamte US-Wirtschaft.

Den Preis für die Misswirtschaft des Imperiums und seiner Vasallen, zahlen friedliche Hochzeitsgesellschaften, und Menschen in Syrien, die mit Wissen der US-Regierung dem eingesetzten Kampfgas Sarin qualvoll zum Opfer fielen, und das man vergeblich versuchte der Regierung Assad in die Schuhe zu schieben.

Seymour Hershs detaillierte Schilderung über den Kampfgaseinsatz, basiert auf Informationen von aktuellen und ehemaligen amerikanischen Geheimdienstlern und Militärs und wurde im London Review of Books veröffentlicht. Der Artikel entlarvt die Propaganda, die die Regierung mehrere Wochen lang tagtäglich verbreitet hat und die von den Medien kritiklos wiederholt wurde, als Betrug. Er sollte den Vorwand für einen Angriff auf Syrien liefern.

Wird die Regierung der USA und das hinter ihr stehende internationale Wirtschafts- und Finanzkapital jemals für ihre Verbrechen gegen die Menschlichkeit zur Rechenschaft gezogen?

FH (gegenmeinung)

Zum Thema:

[1] Gegenmeinung: Jemen: Das Pentagon führt auch auf der arabischen Halbinsel Krieg…..
[2] junge Welt: Obama richtet Blutbad an…..
[3] WSWS: Seymour Hersh entlarvt Lügen der US-Regierung über Sarin-Angriff in Syrien…..

 

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Bitcoins und „Freies Marktgeld“

Posted by krisenfrei - 14/12/2013

Happy Birthday!

von Frank Schäffler

Wenn der Chef der US-Notenbank FED, Ben Bernanke, heute 60 Jahre alt wird, dann feiert einer der mächtigsten Männer dieses Planeten Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch! Mächtig ist Bernanke deshalb, weil der US-Dollar die einzige Leitwährung auf dieser Welt ist. Alle Notenbanken, ob Bank of Japan, EZB oder Bank of England, richten ihre geldpolitischen Entscheidungen an den Entscheidungen der FED aus. Nächste Woche wieder, dann tagt der zwölfköpfige Offenmarktausschuss der Federal Reserve, der achtmal jährlich über die Zinspolitik unter dem Vorsitz unseres Geburtstagskindes entscheidet. Mit diesen Zinsentscheidungen steuert die FED das Auf und Ab der Wirtschaft – weltweit. Wenn sie sich äußert, bewegt das die Kurse an den Börsen dieser Welt. Am 18. November hatte sich Benanke zur virtuellen Währung Bitcoins geäußert: Virtuelle Währungen „können langfristig vielversprechend sein, insbesondere wenn die Innovationen ein schnelleres, sichereres und effizienteres Zahlungssystem fördert.“

Der Kurs der Bitcoins stieg anschließend bis Ende November auf über 800 €, eine Verdoppelung des Kurses innerhalb von zwei Wochen. Inzwischen hat die Marktkapitalisierung 11 Mrd. US-Dollar erreicht. Für die Kritiker sind Bitcoins ein neues Ponzi-Schema, das Spekulaten und Betrüger anzieht wie die Fliegen. Für Befürworter sind Bitcoins die Geldrevolution schlechthin. Fakt ist, der Siegeszug der 2009 von anonymen Programmierern gestarteten privaten Währung ist beeindruckend. Die Idee hinter den Bitcoins ist eine, die der Wirtschaftsnobelpreisträger Friedrich August von Hayek 1976 in seinem Buch „Entnationalisierung des Geldes” (Verlag Mohr Siebeck, 2011) formuliert hat. Hayek übertrug die Idee des Wettbewerbs und des Freihandels auf das Geld. Sein Vorschlag lief auf nicht mehr und nicht weniger hinaus, als auf die Privatisierung des Geldes und die Abschaffung des staatlichen Geldmonopols. Für Hayek war der Geldwettbewerb die einzige Möglichkeit, um den Zusammenbruch des Geldsystems insgesamt zu verhindern. Denn das derzeitige Geldsystem basiert auf der Verschuldung durch Kreditgeld, das die Banken durch die Kreditvergabe an Staaten, Unternehmen und private Haushalte schaffen und dem kein gleichwertiger Sparvorgang gegenüber steht.

Wenn der Staat anderes Geld zulassen oder tolerieren würde, dann könnte sich sukzessive gutes Geld entwickeln, das private Emittenten herausgeben. Wenn jeder dann die Möglichkeit hätte, jederzeit sein schlechtes Geld in gutes Geld umzutauschen, würde niemand schlechtes Geld halten wollen. Daher würde das schlechte Geld über kurz oder lang sich zu gutem Geld entwickeln oder vom Markt verschwinden. Dieser Grundgedanke führt dazu, dass der Staat am Ende schauen muss, dass er gutes Geld produziert, sonst verschwindet sein eigenes Geld vom Markt. Die Gefahr der Bitcoin-Währung liegt jedoch im Staat selbst. Dieser lebt mit dem derzeitigen Geldsystem seit vielen Jahren komfortabel. Durch die Zinsmanipulation der Notenbanken können immer mehr öffentliche Schuldenberge finanziert werden, ohne dass Ausgaben gekürzt oder Steuern erhöht werden müssen. Daher sind die Interessen des Staates, Bitcoin oder andere Währungen auf Augenhöhe mit den staatlichen Währungen zu behandeln, sehr begrenzt. Die ersten staatlichen Bürokraten warnen vor den kriminellen Geschäften, die mit Bitcoins abgeschlossen werden. Schon deshalb müssten Bitcoins verboten werden. Wer das fordert, hat Bitcoins nicht verstanden. Bislang werden alle kriminellen Geschäfte auf dieser Welt mit Dollar, Euro oder Yen gemacht. Deshalb kämen die staatlichen Bürokraten auch nicht auf die Idee Dollar, Euro oder Yen zu verbieten. Bitcoins muss man nicht gut finden. Wer sie nicht gut findet, muss sie nicht nutzen, das ist der entscheidende Unterschied zum staatlichen Zwangsgeld. Das müssen SIE benutzen. Aber diejenigen, die Bitcoins nutzen wollen, sollen sie im Rahmen der allgemeinen Gesetze nutzen dürfen.

Ob sie sich am Ende als allgemein akzeptiertes Zahlungsmittel durchsetzen, ist offen und wird die Zeit zeigen. Hayek glaubte daran. Er schloss sein Buch mit einem Appell: „Was wir nun brauchen, ist eine Freigeld-Bewegung, die der Freihandels-Bewegung des 19. Jahrhunderts vergleichbar ist.“

Freundliche Grüße
Frank Schäffler

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Bitcoins stehen derzeit verschärft im Fokus und hoch im Kurs. Ich persönlich habe mich mit der Bitcoin-Währung noch nicht so sehr beschäftigt, um eine detaillierte Stellungnahme dazu abzugeben. Wenn es aber darum geht, „Freies Marktgeld“ als Zahlungsmittel anstatt „Staatliches Zwangsgeld“ zuzulassen, dann gehört m.E. das virtuelle Zahlungsmittel Bitcoin genauso dazu wie z.B. Gold, Silber, Regionalgeld … usw.

Staatliches Zwangsgeld bedeutet auch „Zinszwangsgeld“, von dem insbesondere die Hochfinanz profitiert. Das immer wieder zu hörende Argument, „wie wollen sie beim Bäcker mit Gold bezahlen“, ist völlig daneben. Mit Silber in Gramm-Einheiten, oder mit Regionalgeld ließe sich auch ein Brot kaufen. Eine Gold- oder Silberunze könnte man z.B. in entsprechender Menge Regionalgeld umtauschen.

Möglichkeiten gäbe es sicherlich. Die korrupte und von der Hochfinanz gesteuerte Politik läßt aber Zahlungsalternativen in Form von freiem Marktgeld nicht zu.

 

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Ehemaliger Guantánamo-Häftling David Hicks spricht mit WSWS

Posted by krisenfrei - 14/12/2013

Von Richard Phillips (wsws)

Ende 2001 wurde David Hicks, ein 26-jähriger Australier, von der Nordallianz in Afghanistan gefangen genommen, an das US-Militär verkauft und anschließend illegal nach Guantánamo Bay verbracht. Er verbrachte fünfeinhalb Jahre eingekerkert in Militärhaft, wo er Schlafentzug, Schlägen, Einzelhaft und der Injektion unbekannter Substanzen ausgesetzt wurde.

2007 wurde Hicks nach Australien zurückgeschickt, nachdem ihm ein Angebot unterbreitet worden war, das er nicht ausschlagen konnte: entweder er bekenne sich schuldig, „dem Terrorismus materielle Unterstützung geliefert“ zu haben, oder er werde den Rest seines Lebens in Guantánamo verbringen. Die Howard- und die Bush-Regierung handelten diesen Geständnis-Deal aus, der mit einer siebenmonatigen Haftstrafe in einem südaustralischen Hochsicherheitsgefängnis, einem einjährigen Medien-Verbot und weiteren Rechtsverletzungen verbunden war. Vergangenen Monat reichte Hicks Berufung beim US Court of Military Commission Review (amerikanisches Militärberufungsgericht) mit dem Ziel ein, seine „Terrorismus“-Verurteilung aufzuheben. Vorhergegangen war im letzten Jahr die Aufhebung der „Terrorismusunterstützungs“-Verurteilung von Salim Hamdan, einem ehemaligen Guantánamo-Häftling, durch ein ziviles amerikanisches Berufungsgericht.

David Hicks

Hicks sprach im November mit der World Socialist Web Site über seine Berufung, und warum er befürchtet, dass die Angriffe auf Grundrechte und die Pressefreiheit noch zunehmen werden.

WSWS: Warum haben Sie sich entschlossen, Berufung einzulegen?

David Hicks: Ich glaube, es ist wichtig, dass so etwas keinem Australier je wieder zustößt. Gewisse Leute müssen zur Verantwortung gezogen werden, und die Regierung sollte aus den Fehlern lernen, die in meinem Fall begangen wurden. Auch sollte so etwas wie eine offizielle Untersuchung darüber stattfinden, was mir widerfahren ist. Wir haben schon mehrfach darum gebeten, doch die Regierung ist desinteressiert. Leute wie Bush, Cheney, Howard, Downer und andere müssen zur Rechenschaft gezogen werden.

WSWS: Sie sprechen von “Fehlern”.

DH: Kriegsverbrechen. Die australische Regierung hat noch nicht einmal auf die Schritte reagiert, die vor drei Jahren Professor Ben Saul, der Chef der Fakultät für Völkerrecht der Universität Sydney, im Auftrag der Vereinigten Nationen eingeleitet hatte. Er legte über neunzig Seiten vor, die Gesetzesbrüche in meinem Fall dokumentieren.

WSWS: Können Sie erklären, warum Sie sich 2007 schuldig bekannt haben, und was ein Alford-Gesuch ist?

DH: Ich war fünfeinhalb Jahre lang in Guantánamo, und wie jeder dort, wurde ich während dieser Zeit gefoltert. Jede Einzelheit des Lebens in Guantánamo ist eine Art Folter. In der Gesamtheit zielt alles darauf ab, dich in die größtmögliche Verzweiflung zu stürzen und dich soweit zu bringen, dass du alles tust oder sagst, wenn du nur wieder herauskommst. Einige wurden – neben all den anderen Arten von Misshandlungen – auf die grauenvollste Weise gefoltert, damit sie Dokumente unterzeichnen.

Nach etwa zwei Jahren wurde mir über meine Anwälte ein Zwanzig-Jahre-Haft-Deal angeboten, doch wurde nicht einmal dazugesagt, wo die Haft abzusitzen sei. Meine Anwälte lehnten ab und sagten denen geradeheraus, sie sollten verschwinden.

Im Jahr 2004 wurde ich schließlich verurteilt, doch [Salim] Hamdan, der gleichzeitig verurteilt worden war, focht das Urteil beim Obersten Gerichtshof an. Die Urteile wurden für ungültig erklärt, – das Kommissionssystem war im Grunde gesetzwidrig –, und alles fiel in sich zusammen. [Der australische Premierminister] John Howard hätte die Gelegenheit nutzen und um meine Ausweisung nach Australien bitten können, ohne „das Gesicht zu verlieren“. Aber er tat es nicht, – und ich blieb für ungefähr weitere zwei Jahre dort.

Ein Grund, warum das amerikanische Oberste Gericht die Militärkommissionen für illegal erklärt hatte, war, dass [US-Präsident] Bush dafür nicht die Zustimmung des Kongresses besaß. Also drehte man an ein paar Schrauben, die Regierung bekam die Zustimmung des Kongresses und die Militärkommissionen begannen von vorn.

Im Februar 2007 wurde ich zum zweiten Mal verurteilt, was laut meinen Anwälten bedeutete, dass ich viele, viele Jahre in Guantánamo Bay vor mir hatte. Howard sandte über einen seiner Beamten eine Botschaft an meinen Militäranwalt Michael Mori, die letztlich darauf hinauslief, dass die australische Regierung mich nur dann nach Australien holen würde, wenn ich mich für irgendetwas schuldig bekenne.

Ich war zu dieser Zeit selbstmordgefährdet. Ich hatte einen Plan und wusste schon, wie ich es machen würde. Als die Vorermittlungen begannen, und mein Vater die Erlaubnis bekam, mich zu besuchen, wollte ich ihn wissen lassen, ohne es ganz offen zu sagen, dass ich mich umbringen werde.

Als ich mit meinem Vater und meiner Schwester dasaß, kamen meine Anwälte ganz aufgeregt mit einem Papier herein gerannt. Wenn ich das unterschreibe und mich materieller Unterstützung des Terrorismus schuldig bekenne, dann säße ich keine weiteren sechzig Tage in Guantánamo, sagten sie.

Ich wollte um jeden Preis dort herauskommen. Doch mich des Terrorismus schuldig bekennen, eines Kriegsverbrechens, das ich immer abgelehnt habe, – das konnte ich nicht so einfach über mich bringen. Ich dachte darüber nach (ich wusste, dass die australischen Medien es mir niemals vergessen würden, wenn ich mich „schuldig“ bekannt hatte), und dann fragte ich meine Anwälte, ob sie es hinbekämen, dass meine Haftzeit angerechnet würde.

Als meine Rechtsanwälte zurückkamen, sagten sie, es handle sich um ein Sieben-Jahres-Urteil, wovon bereits alles, bis auf zwei Monate in Guantánamo und sieben weitere Monate in Australien, verbüßt sei. Mir wurde gesagt, ich könnte ein Alford-Gesuch einreichen. Das ist kompliziert, aber es erlaubt im Grunde, sich eines Verbrechens schuldig zu bekennen, ohne die Schuld einzugestehen.

Meine Auslieferung war für John Howard ein großes politisches Thema. Für Ende 2007 waren die australischen Wahlen angesetzt, doch Howard wollte meinen Fall vor den Wahlen vom Tisch haben. Also kam ich nach Australien, wurde in ein Hochsicherheitsgefängnis gesteckt und bekam ein einjähriges Redeverbot.

Doch es ging nicht allein darum, sich “schuldig” zu bekennen. Ich musste erklären, dass ich niemals und auf keine Weise misshandelt worden sei, weder von amerikanischem Militärpersonal noch von seinen Beauftragten. Doch wozu war das alles nötig? Doch nur, weil ich tatsächlich misshandelt worden war. Außerdem kann ich jederzeit erneut als „feindlicher Kämpfer“ verhaftet werden, sobald ich mich außerhalb der australischen Rechtsprechung befinde. Jede Verletzung des Redeverbots hätte fünf Jahre Haft nach sich gezogen. Aber dies war nicht allein ein Redeverbot gegenüber den Medien, ich durfte auch meiner Familie und meinen Freunden nichts über meine Erfahrungen in Guantánamo berichten.

Der Deal wurde ausgehandelt, als [US-Vizepräsident] Dick Cheney sich mit Howard im Hotel Shangri-La in Sydney traf. Auch ein amerikanischer Journalist war zugegen, der das damals aufgezeichnet hat und im Harpers Magazine veröffentlichte.

WSWS: Ein Teil der Medien reagiert auf Ihre Berufung mit dem Hinweis, dass alles erledigt sei und Sie „sich besser um Ihr Leben kümmern“ sollten. Was antworten Sie darauf?

DH: Für mich ist es nicht erledigt. Ich lebe immer noch physisch damit – mit meiner gebrochenen Hand und einem verletzten Rücken. Seit meiner Rückkehr nach Australien habe ich gut 10.000 Dollar für medizinische Behandlung ausgegeben. Es gab zahlreiche chirurgische Eingriffe, um zu heilen und zu korrigieren. Dann sind da die psychischen Auswirkungen – die Träume und andere Dinge sind immer noch wild und sehr eindringlich.

Aufgrund meiner fehlenden Ausbildung kann ich nur mit meinen Händen wirklich arbeiten, doch es wird unmöglich sein, das bis zum Rentenalter zu machen. Ich weiß nicht, wie lange ich so weitermachen kann, wahrscheinlich nicht mehr als die nächsten zehn Jahre.

Aber es geht nicht allein um mich. Die australische Regierung hat einen Präzedenzfall geschaffen, und wenn sie damit durchkommt, wenn sie dafür nicht zur Rechenschaft gezogen wird, dann wird sie es mit anderen genauso machen. In Wirklichkeit passiert dies bereits.

Viele, die mich unterstützt haben, unterstützen aich Julian Assange, weil es da so viele Ähnlichkeiten gibt. Die Gillard-Labor-Regierung behauptete, Assange habe das Gesetz gebrochen und sei ein Krimineller. Die Vereinigten Staaten verwenden große Mühe darauf, seiner habhaft zu werden, und sollten sie es schaffen, dann erwartet Assange wahrscheinlich nicht Guantánamo, sondern jene Art Behandlung, wie sie an Bradley Manning exerziert wurde.

Journalisten werden jetzt zur Zielscheibe und seit den Enthüllungen Edward Snowdens hat das zugenommen. Man kann dies am Fall David Miranda sehen, dem Partner von Glen Greenwald, der in Großbritannien aufgrund von Terrorismusgesetzen festgehalten worden ist. Dies ist eine gefährliche, abschüssige Bahn.

Die Leute sagen: „Ach was, mir wird so was nicht passieren, ich gehe ja nicht nach Afghanistan und mische mich in keine politischen Sachen ein“, aber das kann man nie wissen. Nach dem, was ich so lese, leben wir in einer gefährlichen Welt.

Die Regierung und die Medien wollen natürlich nicht über die Enthüllungen sprechen. Sie reagieren, indem sie die Betroffenen verteufeln. Das ist eine Taktik, die für die Regierung funktioniert und die Mehrheit der Bevölkerung beeinflusst.

WSWS: Gibt Ihnen das Auftreten von Whistleblowern wie Assange, Manning und Snowden Zuversicht?

DH: Ja. Es ist fantastisch, ein frischer Wind. Es ist wie ein Licht in der Dunkelheit.

WSWS: Wie kommentieren Sie die amerikanische Unterstützung für Al-Kaida und andere Dschihadistengruppen in Libyen und Syrien? Washington behauptet, diese Elemente würden für Freiheit und Demokratie kämpfen.

DH: Die Vereinigten Staaten kämpfen auf der ganzen Welt für Freiheit, doch es ist eine Freiheit, die ihnen erlaubt, zu tun und zu lassen, was sie wollen – Freiheit für die USA und für niemanden sonst.

Das Größte und Bedrohlichste, worüber sich Australier Sorgen machen müssen, ist die Schwerpunktverlagerung nach Asien. Damit zerrt uns unser sogenannter Freund in einen ernsthaften Konflikt hinein, in die reale Möglichkeit eines Krieges mit China, dem wichtigsten Wirtschaftspartner dieses Landes.

Die Australier sollten darüber zumindest informiert werden. Es sollte eine nationale Debatte oder eine Volksabstimmung darüber geben, ob wir wollen, dass amerikanische Soldaten in Darwin stationiert werden. Wollen wir amerikanische Luftwaffenstützpunkte? Wollen wir US-Einheiten in Perth oder sonst wo auf dem unserem Territorium?

Die Vereinigten Staaten haben detailliert ausgearbeitete Pläne für eine Seeblockade Chinas und geben Australien letztlich Anweisungen, wie es sich zu verhalten habe. Die Bevölkerung müsste darüber aufgeklärt werden und ein Wort mitreden, doch all dies geschieht hinter unserem Rücken.

 

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Die Geschichte vom ewigen Betrug – Die fiese Gerüchteratte

Posted by krisenfrei - 14/12/2013

von Susanne Kablitz

Wenn die Menschen heute die Geschichte unserer jüngeren Vorfahren bewerten, dann gibt es doch eine ganze Menge Zeitgenossen, die sich mit der ganzen Macht ihrer Moralarroganz im noch besseren Fall über die „dummen“ und „ignoranten“ Menschen der damaligen Zeiten echauffieren. „Wie konnte man all das Unrecht nur zulassen?“ oder „Warum haben die denn nichts getan?“ Auch schön ist: „Nie wieder Verhältnisse wie in der Weimarer Republik, das hat das ganze Unglück ausgelöst!“

Nun, ich stehe dann immer staunend daneben und kann mich nur wundern. Einen Kurs im Wundern erlebe ich seit nun schon geraumer Zeit in der Dauerschleife. Es ist absolut faszinierend und von erhabener Dreistigkeit, Menschen Vorwürfe zu machen, die auch nicht nur im Ansatz über unsere heutigen Möglichkeiten der Informationsbeschaffung rund um den ganzen Globusverfügen konnten und sich trotzdem stets dem Vorwurf ausgesetzt sehen, dass sie dem Treiben einfach zugesehen und „nichts“ getan haben.

Immer häufiger frage ich mich, welche Vorwürfe uns die nachfolgenden Generationen wohl machen werden, wenn sie uns in ihrer – aus heutiger Sicht – sehr unerfreulichen Zukunft bewerten werden. Welche Entschuldigungen müssen wir uns wohl einfallen lassen, damit uns die Menschen, die in der Zukunft unser Chaos beseitigen müssen, verzeihen werden?

Was aber noch viel wichtiger erscheint – welche Entschuldigungen werden wir uns für uns selbst einfallen lassen müssen, um für uns Absolution einfordern zu dürfen? Was soll da gelten? Dummheit? Einfältigkeit? Ignoranz? Vielleicht auch Ahnungslosigkeit oder Gutgläubigkeit? Oder müssen wir härter mit uns ins Gericht gehen und uns gar Faulheit und damit stillschweigende Unterstützung für das heutige Treiben von Politikern und deren „enge Freunde“ vorwerfen?

Es scheint fast so, als würden wir uns mit Begeisterung selber quälen wollen. Wir lieben es ganz offensichtlich, uns für die Herrschaften „da oben“ in den Schmutz zu schmeißen. Wir lassen uns instrumentalisieren, wenn es darum geht „Steuerhinterziehung“ als „asozial“ zu geißeln und Steuerverschwendung zu ignorieren.

Wir stimmen mit Freude zu, wenn der gutmenschliche Papst den „Kapitalismus“ durch den Kakao zieht und erklärt, dass die Armut das neue Coco Chanel ist, gleichzeitig aber vergisst, den Menschen die Kirchensteuer zu erlassen. Wir haben anscheinend kaum ein Problem damit, dass sogar inzwischen die „Mainstreampresse“ berichtet, dass unser staatliches Rentensystem ein Riesenbetrug ist.

Es stört uns auch nur wenig bis gar nicht, dass die nicht vom Volk gewählten Machthaber in Brüssel einen totalitären Polizei- und Überwachungsstaat um uns herum zusammenzimmern, um die europäischen Völker in Zukunft sozial gerecht auszupressen und verelenden zu lassen.

Merken wir nicht, dass wir im Grunde in eine Zwangswirtschaft mit lauter „Sklaven“ hineinsteuern, die sich für die Aufrechterhaltung des betrügerischen Geldsystems im Hamsterrad tot laufen und dabei zusehends ihrer Rechte beraubt wird? Dass wir geradewegs und mit fliegenden Fahnen ein Volksgefängnis herbeisehnen? Dass wir in unserem Wunsch nach noch mehr Staat genau den falschen Weg einschlagen?

Ich komme mir vor wie in einer Horror-Achterbahn, wenn vor allem Menschen, die noch keinen einzigen Tag die „Segnungen“ der sozialistischen oder gar kommunistischen Supersysteme ertragen mussten, sich genau für diese Weltanschauung stark machen. Wenn Menschen, die den Kapitalismus noch nicht einmal richtig definieren können, diesen aber für alles Elend dieser Welt verantwortlich  machen. Wenn „Experten“ die Gutgläubigkeit der Bevölkerung ausnutzen, um ihre Status Quo so zu betonieren, dass kein Mensch ihnen mehr etwas anhaben kann. Wenn Politiker vor allem im EU-Parlament die „Gier des Bankenwesens“ anprangern, selber alle Vergünstigungen abgreifen, die sie sich selber geschaffen haben.

Die fiese Gerüchteratte ist mir bei einem Spaziergang durch Berlin begegnet und sie hat ihr allergemeinstes Grinsen aufgesetzt. Leise hat sie mir folgendes ins Ohr geflüstert:

„Das massenhafte Drucken von staatlich monopolisiertem Falschgeld – angeblich um die Wirtschaft zu stützen – ist schon ein seit Jahrzenten wunderbar funktionierender Trick, um Aktien- Immobilien und Anleiheblasen zu erzeugen und damit ausschließlich den Reichtum der Menschen massiv zu vermehren, die das Geldsystem verstanden haben und vom ihm profitieren. Damit das so toll klappt, werden durch Meinungskartelle und durch die freundliche Unterstützung politischer Korrektheit die Bürgerrechte zunehmend ausgehebelt. Preis- und Zinsmanipulationen sowie die Unterdrückung echten Geldes tun ihr Übriges.

Die Regierungen lullen währenddessen die Menschen mit Phrasen, Versprechungen und Zukunftsvisionen ein, die dankbar sämtliche Warnsignale ignorieren und so tun können, als wäre alles in Ordnung. Der Betrug läuft schon ewig, aber er ist bis heute in der Masse nicht aufgeflogen.

Kein Mensch glaubt den paar armen Irren, die durch die Gegend rennen und die Missstände wie eine zunehmend marode Infrastruktur, ein katastrophales Bildungssystem und die verheerende Schuldensituation anprangern. „Umverteilen“ ist angesagt und glauben Sie mir, hier stehen wir noch ganz am Anfang, da wird sich gerade erst warmgelaufen. Übrigens – noch viel weniger will jemand Ihre kruden Theorien von echtem Geld hören – nix da, unser „Geld“ ist super! Nichts ist besser geeignet, um Ihnen in regelmäßigen Abständen alles wegzunehmen, was Sie sich aufgebaut haben.

Der „Staat“ hat immer Recht – Aus! Basta! Und kommen Sie mir nicht mit der Realität – Realität ist das, was der Staat draus macht. Wenn Sie etwas anderes mit Ihren eigenen Augen sehen, dann liegt das einzig und allein an Ihrer falschen Wahrnehmung.“

Die fiese Gerüchteratte verschwand so schnell wie sie gekommen war, es war beinahe so, als wäre sie mir nie begegnet.

Als ich an einem Kiosk vorbeikam, las ich die Schlagzeile, dass Sigmar Gabriel neuer Wirtschafts- und Energieminister wird und Andrea Nahles als Ministerin für Arbeit und Soziales vorgesehen ist.

Es ist ein bitteres Lächeln; ein Lächeln, was den zunehmend an Fahrt aufnehmenden Zug in Richtung Bankrott begleitet. Es ist anscheinend wirklich so, dass wir es nicht anders haben wollen.

http://www.youtube.com/watch?v=JzSz_yq0qcQIn

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Nachhaltig – es wird wahrlich nachhaltig sein!

Posted by krisenfrei - 14/12/2013

von Wolfgang Arnold (saarbruecker)

Nachhaltigkeit ist das Schlagwort unserer Politiker. Alles soll gefälligst nachhaltig sein: wie wir mit der Natur umgehen, mit Rohstoffen, mit der Energie, mit dem Boden, auf dem unsere Pflanzen wachsen… Dabei haben wir längst die grundlegende Voraussetzungen unserer Existenz aus den Augen verloren, über alle Parteigrenzen hinweg haben wir den Gedanken an die Nachhaltigkeit unserer Geldordnung über Bord geworfen.

Wir füttern den räuberischen Appetit unseres eingebildeten Wohlstands mit entsetzlich steigenden Kosten für unsere Zukunft. Wer, glauben wir, soll von den nach uns Kommenden den Langmut aufbringen, unsere Schulden zu bezahlen? Wer fragt danach? Weder Frau Merkel, Herr Gabriel, Herr Schäuble, die Herrschaften in Brüssel, in den Zentralbanken der ganzen Welt, niemand – auch die Mehrheit der Konsumenten nicht. Man könnte sich dann nicht mehr Konsument nennen, obwohl jeder, wir, alle in Wirklichkeit Schuldner sind. Insolvent. Pleite. Bis über die Ohren.

Es darf aber noch mehr sein. Wir füttern das Monster staatlicher Verschuldung täglich mehr. Wer regt sich eigentlich auf, wenn die GroKo demnächst die Rentenkasse plündert? Wer regt sich auf, wenn die ESM-Mega-Bank mit ihrem Obergouverneur (wahrscheinlich mit Namen Schäuble) den Deutschen Milliarden um Milliarden aufbrummt? Wer regt sich auf, wenn damit gedroht wird, Bankguthaben einzuziehen, um Spielschulden bei den Inverstmentabteilungen der Banken zu bezahlen?

Politiker sind Geschöpfe des Augenblicks, die ihre aktuellen Entscheidungen an den Aussichten auf ihre Wiederwahl orientieren. Solange die Menschen das Plündern gutheißen, wird das Plündern noch nachhaltiger werden.
Die Schulden der Stadt Saarbrücken sind seit 1991 von damals 26 Millionen Euro auf heute 830 Millionen gestiegen. Sie haben sich verdreißigfacht. Wahrlich nachhaltig! Die Oberbürgermeisterin ruft um Hilfe bei den Bundesländern und in Berlin. Die ganze Republik hat offiziell eingestandene Schulden von 2,032 Billionen Euro. Nebenhaushalte, Bürgschaften, Verpflichtungen beim ESM, EFSF, Bundesbank (Target2), soziale Verpflichtungen nicht berücksichtigt. Was erwartet also Saarbrückens Oberbürgermeisterin? Wie nachhaltig Schulden wegen der Zinseszins-Lasten werden, kann weder sie sich noch jemand anderes vorstellen. Den Menschen fehlt jedes Verständnis für das Gesetz der Exponentialität. Die Schuldenkurve ist längst in die Senkrechte übergegangen. Ökonomen versprechen uns, das Problem ließe sich mit noch mehr Schulden beseitigen. Wie blöd können Wissenschaftler eigentlich sein? Sie sind nicht blöd, sie reden nach dem Mund derjenigen, die ihre Gehälter zahlen.

Wir haben Politikern, Ökonomen, Journalisten und all den anderen Dummschwätzern vertraut. Mit einem FdH-Programm (Friss die Hälfte) ist nichts mehr zu retten. Der Schuldenberg der Deutschen beträgt in Wahrheit 180 Prozent des BIP. Das ist in 300 Jahren nicht durch FdH abzutragen. Das geht nur mit einer Fastenkur bei gleichzeitigem Einzug sämtlicher Vermögen auf Bankkonten und Grundstücken. Der Zugriff wird erfolgen. Wenn wir Glück haben, nur von deutscher Seite. Viel wahrscheinlicher aber ist, dass andere in viel größerem Stil zugreifen werden. Rechnen wir mit dem Schlimmsten. Es wird nachhaltig in der Wirkung sein. Bereiten Sie sich vor.

 

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