krisenfrei

Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

Archive for 9. Dezember 2013

Papiergold lügt

Posted by krisenfrei - 09/12/2013

Ist der Goldmythos zerstört?

Beitrag von Robert Hartmann – Geschäftsführer von pro aurum

Zum ersten Mal seit 2001 wird der Goldpreis in US-Dollar 2013 wohl im Minus abschließen. Einige Analysten unken bereits, dies sei der Beweis dafür, dass der Mythos als unkaputtbare Währung zerstört sei. Eines steht fest: Anleger, die Anfang Dezember 2012 eine Unzenmünze Krügerrand kauften, haben bis heute knapp 30 Prozent an Kursverlusten hinzunehmen. Richtig ist aber auch, dass Privatanleger ihrem sicheren Hafen in 2013 in überwiegender Zahl treu geblieben sind, während institutionelle Anleger massenhaft Gold auf den Markt geworfen haben und somit die starken Korrekturen verursacht haben. In der Beratung hören wir vom Gros der Privatkunden, dass jetzt ein günstiger Zeitpunkt sei, Edelmetalle nachzukaufen. Aus diesem Grund sind noch immer 90 Prozent auf der Käuferseite. Mit den sinkenden Kursen nimmt die Nachfrage tendenziell zu.

Ist die Goldhausse beendet?
In fast allen entwickelten Ländern und in vielen Schwellenländern haben wir jetzt schon eine negative Realverzinsung am Geldmarkt – der Nominalzins liegt in diesen Ländern also unterhalb der Inflationsrate. Das bedeutet faktisch die schleichende Enteignung derjenigen, die Geldvermögen besitzen. Das hat System, denn in einem stark verschuldeten globalen Umfeld können sich die Schuldner hierdurch real entlasten. Vor diesem Hintergrund wird Gold seinen Trumpf als sicherer Hafen unter den Anlageklassen weiter ausspielen. Die Nachfrage nach Edelmetallen wird ungeachtet der jüngsten Preiskorrekturen langfristig steigen. Aus meiner persönlichen Sicht ist die Goldhausse also keinesfalls beendet.

 Wie geht es weiter mit dem Goldpreis?
Ich bin überzeugt, dass sich der Goldpreis angesichts des Verschuldungsgrades der Staaten langfristig positiv entwickeln wird. Nach einer großen zyklischen Korrektur könnte der Goldpreis noch ein paar Monate vor sich hindümpeln und einen Boden ausbilden. Nach dem Ausbrechen der nächsten großen Probleme wird Gold meiner Einschätzung nach eine große Erholungsphase beginnen.

Wie wahrscheinlich sind weiter fallende Kurse?
Der Goldpreis notiert noch immer fast dreimal so hoch wie vor zehn Jahren. Seit 2003 hat sich Gold durchschnittlich um elf Prozent pro Jahr verteuert. Korrekturen gehören – so schmerzhaft sie für den Einzelnen auch sein mögen – zu einem langfristigen Aufwärtstrend dazu. Der Goldkurs wird meiner Einschätzung nach jedoch nicht längere Zeit unter die Produktionskosten sinken können – und die liegen bei ca. 1100 Dollar pro Feinunze.

Welche Edelmetalle sind derzeit besonders stark nachgefragt?
Die größte Nachfrage entfällt auf die Barrengrößen 50 Gramm Gold, 100 Gramm und 250 Gramm sowie den Krügerrand.

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Eigentlich hat der Goldmythos noch gar nicht so richtig begonnen. Die Deutschen besitzen ca. fünf Prozent der weltweiten Goldmenge. Dabei ist das Gold der Deutschen Bundesbank nicht eingerechnet. Die Goldmenge, die in New York lagert, kann sowieso abgeschrieben werden. Weder die BuBa noch irgendein Politiker kann den vorhandenen Bestand (1536 Tonnen) bestätigen. Die weltgrößte Verbrecherbank lehnt jegliche Prüfung ab. Die Schweizer besitzen pro Kopf (ca. 134 Gramm) das meiste Gold. Die Chinesen gerade mal 0,8 Gramm und die Inder lediglich 0,5 Gramm pro Kopf. In diesen Ländern gibt es auf Jahre sicherlich noch ein enormes Kaufpotential. Außerdem liegen die Produktionskosten, die hier mit 1.100 US-Dollar je Unze angegeben werden, viel höher:

„Die Earth Resource Investment Group vermeldete zudem, dass derzeit die mittleren globalen Gesamt-Förderkosten von Gold bei 1.530 US$ liegen, d.h. weit über dem aktuellen Kursniveau. Nick Holland, Chef von Goldfields wird im Handelsblatt zitiert, dass auch seine Firma 1.500 US$ pro Unze benötigen würde. Lange kann der Preis nicht unter diesem Niveau sein, ohne dass die Förderung sinkt weil unrentable Minen nicht weiter betrieben werden können. Der weltweit größte Goldförderer China, heisst es von Stephen Leeb, fördere im Augenblick sogar bei Gesamtkosten zwischen 2.000 – 2.500 US$ je Unze, wobei dieses chinesische Gold gar nicht auf den Weltmarkt kommt.“ (Quelle)

Anhand dieser Zahlen steht außer Frage, dass der physische Goldpreis mittels Papiergold (Derivate) von wenigen kriminellen Banken massiv manipuliert wird. Und dann noch das:

„Mit gerade einmal 665.000 Unzen an registriertem Gold im Lager ist der Bestand an lieferfähigem Gold auf ein neues Rekordtief gesunken. Was aber nicht in einen Zusammenhang mit einer rückläufigen Anzahl an Lieferansprüchen zu bringen ist, im Gegenteil: Wenn man die Anzahl der offenen Kontrakte durch die Anzahl der derzeit lieferfähigen Goldunzen teilt, kommt man auf 57mal höhere Lieferansprüche, als derzeit im COMEX-Lagerhaus vorgehalten werden. Die Gold-Cover-Ratio liegt also bei 57. Stellen Sie sich einfach 57 Investoren vor, die um einen Goldbarren streiten…“ (Quelle)

Artikel oder Berichte, die den Goldpreis in den Keller schreiben wollen, kann man getrost in die Tonne werfen. Alles Unsinn. Sie dienen nur dazu, den Leuten das physische Gold aus den Taschen zu ziehen. Papiergold lügt! Wer an Papiergold glaubt, glaubt auch diese Lügen:

„Scheitert der Euro, scheitert Europa“.
Oder:
„Das Schlimmste in der Eurokrise ist überstanden“.

Na, haben Sie erkannt, von welchen Lügnern diese letzten beiden Zitate stammen?

 

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EU: Die Erpresser Union

Posted by krisenfrei - 09/12/2013

Tageskommentar 09. 12. 2013: fortunato,
Die Erpresser Union: Millionen Griechen und EU-Bürger in Sippenhaft genommen für die Schulden des Staates. Wer sich nicht in Haft nehmen lassen will, wird dazu erpresst.

von fortunato (fortunanetz)

In Deutschland feierten in den letzten Monaten einige Schreiber in den Mainstream-Medien den ‚Erfolg‘ Griechenlands bei seinen Reformbemühungen. Der griechische Finanzminister gab zur Mitte des Jahres die Parole aus, dass Griechenland in diesem Jahr einen Primärüberschuss erwirtschaften werde. Der Ankündigung folgten im November diesen Jahres ein paar Artikel im deutschen Blätterwald, in denen dann gefeiert wurde, dass Griechenland in diesem Jahr tatsächlich einen Primärüberschuss erwirtschaftet hat.

Dabei ist dieses griechische Glas nicht halb voll, wie man meinen könnte, was eine optimistische Variante wäre. Es enthält ein oder zwei Tropfen Wasser am Boden. Diese werden gefeiert, weil bisher die EU mit Transferzahlungen in das leere Glas Tropfen hinein träufelte, die dann sofort an die Banken gingen, die Griechenland vor langer Zeit das Wasser geliehen haben. Gefeiert wird jetzt, dass mit dem Primärüberschuss den Griechenland erwirtschaftet, diese Tropfen nicht mehr von der EU, sondern vom Kapitalmarkt eingeträufelt werden können – zumindest theoretisch.

Der Primärüberschuss bezeichnet ein Plus im griechischen Staatshaushalt. Die Steuereinnahmen sind höher als die Haushaltsausgaben. Dabei werden aber die Zinszahlungen für die Staatsschulden herausgerechnet! Von Tilgung der Schulden ist an dieser Stelle noch nicht die Rede, von einer Reduktion der Neuverschuldung ebenfalls nicht. Es geht beim Primärüberschuss ausschließlich darum, dass – mit allen Tricks und Finten gerechnet – mehr Steuern eingenommen als Geld für den laufenden Unterhalt des Staatsapparates ausgegeben werden. Und nun feiert die griechische Regierung diesen Erfolg geradezu frenetisch mit einem ‚Wir haben es geschafft!‘. Und dabei benötigen sie immer noch Geld, weil mit dem Primärüberschuss keine Zinsen bezahlt werden müssen. Griechenland benötigt immer noch Transferzahlungen, um die laufenden Zinsen auf die Schulden bezahlen zu können!

Dabei ist nicht betrachtet worden, dass das BIP Griechenlands auf dem Niveau von 1978(!) liegt. Die gesamte positive wirtschaftliche Entwicklung nach dem Ende der Militärdiktatur in Griechenland ist damit vernichtet. Griechenland hat seit der Einführung des Euro eine Deindustrialisierung erlebt. Die Werftindustrie ist weg, die Textilindustrie ebenfalls. Neue Industrien konnten sich nicht ansiedeln. Lediglich ein überdimensionierter Bankensektor hat sich im Land breit gemacht. Was die wirtschaftliche Verfassung anbetrifft lässt sich Griechenland mittlerweile fast schon mit einem Land wie Ägypten vergleichen, das ebenfalls nur wenig Landwirtschaft hat und vor allem im Tourismus und im Bankensektor brilliert. Immerhin: Griechenland hat noch eine gewählte Regierung, was man von Ägypten nicht behaupten kann. Ob das angesichts der prekären wirtschaftlichen Lage etwas besser macht, darf bezweifelt werden.

Die bittere Wahrheit ist: Arbeitslose und Pensionäre sind in Griechenland in der Mehrheit. Die Gruppe der leistungslosen Einkommensbezieher beim Staat und bei Verbänden ist in dieser Betrachtung noch gar nicht dabei. Die sogenannte arbeitende Bevölkerung ist die absolute Minderheit im Land. In dieser Lage ist es doch klar, dass Griechenland es ‚geschafft‘ hat und es ist auch klar, dass dieses Land ganz außerordentlich gute Aussichten hat, dass diese Minderheit der arbeitenden Bevölkerung über Jahrzehnte täglich arbeiten geht, nur um das Land wieder auf Vordermann zu bringen.(Ironie Ende!)

Und deshalb fordert die EU-Troika noch weitere Einsparungen im sozialen Bereich, bei Löhnen und Gehältern, fordert die Privatisierung staatlicher Betriebe und will, dass der griechische Staat 2014 ca. 15.000 Beamte entlässt. Alle diese Forderungen werden natürlich den griechischen Binnenmarkt weiterhin belasten, denn die Leute haben kein Geld mehr das sie ausgeben könnten. Gekauft wird das Notwendigste zum Leben und das war es dann. Die Leute haben keine Euros mehr, aber Griechenland ist in der Eurozone!

Vor diesem Hintergrund von einem ‚Erfolg in Griechenland‘ zu sprechen ist nicht nur Schönfärberei, es ist der reinste Hohn.

Natürlich wollen die Griechen nicht nur sparen, sie wollen auch ihr Land wieder auf die Beine stellen. Gegen den Sparkurs einer EU-Troika gibt es eine breite Front des Widerstands. Niemand sieht gerne der Zerstörung seines Landes zu, egal ob er Arbeit hat oder nicht. Und deshalb wuchs in den letzten Monaten auch der Druck auf die griechische Regierung, keinen weiteren Kahlschlag am Arbeitsmarkt und bei den Sozialleistungen durch ‚Sparen‘ zu produzieren.

Offensichtlich ist der Druck der Öffentlichkeit schon so groß, dass die griechische Regierung sich lieber dem Druck der Troika nicht beugt und keine weiteren Reformen will. Die griechische Regierung hat zudem bei ihren Abstimmungen über den Sparkurs eine nur hauchdünne Mehrheit: Von den 300 Abgeordneten haben bei der letzten Abstimmung 153 Abgeordnete für die von der Troika geforderten Einsparungen votiert. Es sind 3 Abgeordnete in dem Land, die den Sparkurs der Troika letztlich entscheiden, denn diese 3 sind die Mehrheit der Regierung!

Das ist der aktuelle Stand der Dinge. Als Reaktion auf die Weigerung zu noch mehr Einsparungen friert nun die EU-Troika Transferzahlungen in Höhe von 1 Milliarde Euro ein. Nach Aussagen der griechischen Regierung kann das Land nun bis Ende Januar 2014 auch ohne Hilfszahlungen auskommen! Und danach? Danach braucht das Land das Geld, das im Moment von der Troika ‚eingefroren‘ wurde. Und daran sieht man einfach auch, dass Griechenland wirklich auf dem Pfad der Besserung ist! Das Land kommt genau 1,5 Monate alleine zurecht, danach eben nicht mehr.

Der ganze hässliche Vorgang der sich da vor unseren Augen ausbreitet zeigt, wohin die Reise geht – nicht nur in Griechenland. Eine Minderheit von Arbeitsplatzbesitzern soll gerade stehen für die Schulden die der Staat gemacht hat. Und dafür ist man auch bereit, praktisch per Gesetz jeden mit in Sippenhaft zu nehmen, auch jene, die das Desaster gar nicht zu verantworten haben. Frau Merkel behauptet immer, dass sie Griechenland retten wolle. Aber die Nöte in diesem Land sprechen eine andere Sprache. Die Transferleistungen der EU gehen nicht in das Land, sie gehen an jene Banken, die noch vor einiger Zeit dem griechischen Staat Geld geliehen haben. Die Arbeitsplatzbesitzer werden das bezahlen müssen, auch wenn sie die Minderheit sind. Das wird genau dann sichtbar, wenn die Einsparpotentiale in Griechenland erschöpft sind. Und dann? Dann kann alles das nur noch von jenen bezahlt werden, die eine Arbeit haben. Woher sollte es denn sonst kommen?

Ach ja, es könnte von der EU kommen, meinen sie? Und woher hat das Geld ‚die EU‘? Sie hat es von den Steuerzahlern die ebenfalls noch Arbeit haben und die ebenfalls in Sippenhaft genommen werden um die Schulden zu bezahlen. Das betrifft auch jetzt schon nicht nur griechische Arbeitsplatzbesitzer, das betrifft auch Sie und mich, es betrifft uns alle, denn jeder zahlt Steuern. Auch Rentner, Studenten die Jobben, Aufstocker, und Kleingewerbetreibende. Unser Staat hält überall die Hand auf. Kaufen sie einen Kaffee? Oder ein Weihnachtsgeschenk? Dann haben sie Steuern bezahlt. Und damit wurden sie in Sippenhaft dafür genommen, die Schulden Anderer zu bezahlen.

Bin ich denn auf die Welt gekommen um nur für die Schulden Anderer zu arbeiten – auch wenn ich selbst gar keine Schulden gemacht habe?

Und wie ist dazu die Position der EU in Gestalt der Troika? Sie erpresst Griechenland, das in Schulden versunken ist und schon aufgrund realwirtschaftlicher Daten aus dieser Lage nicht mehr heraus kommt. Der Inhalt dieser Erpressung lautet: Nehmt mehr Griechen in Sippenhaft. Streicht ihre Arbeitsstellen, kürzt ihre Ansprüche, lasst sie bluten für die Schulden des griechischen Staates. In Wahrheit ist die EU nicht das Kürzel für ‚Europäische Union‘, sondern für ‚Erpresser Union‘,

meint
Michael Obergfell (aka fortunato)

 

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Barcelona: Mit Kreditkarte gegen den Hunger

Posted by krisenfrei - 09/12/2013

von Angelika Giese (spanienleben)

Der Hunger und die Verwaltung dafür, ist so groß  in der Stadt Barcelona, das dringend eine Lösung gefunden werden musste. So wurde ein neues Projekt, das schon seit Juli in Arbeit war, in Form einer Lebensmittelkarte, die wie eine normale Kreditkarte aussieht und von der Bank Caixa (Sparkasse) ausgestellt wird, erstellt. 
Es ist eine Solidarität-Karte für Lebensmittel, die an Bedürftige ausgegeben wird, um sich frische Lebensmittel kaufen zu können. Der Rat der Stadt  erstellt diese Lebensmittelkarte, die die Übertragung der Ünterstützung effektiver macht, um die Nahrungsmittelbedürfnisse der Armen zu decken. Der stellvertretende Bürgermeister, Maite Fandos, erklärt so die Möglichkeit für Lebensqualität. 

Er präsentierte diese Karte, die kommunale soziale Dienste verteilen. Es gibt aktuell 3.500 Karten die ausgegeben werden, mit denen die Bedürftigen in jedem Lebensmittelgeschäft einkaufen können. Fandos erklärte, dass die Geldkarte “ würdevoller und weniger den Benutzer als „arm“ ausweist „, zudem werden so die  Menschen-Schlangen an den Punkten der Solidaritätmärkte für Nahrungsmittelverteilung verhindert, weil diejenigen, die sie nutzen werden, sich in der ganzen Stadt verteilen und Essen kaufen können, wenn sie es brauchen, unabhängig von den Öffnungszeiten der Sonderstellen von Lebensmittelausgaben.

In einer Pressekonferenz, mit Vertretern der Food Bank, die Caritas und das Rote Kreuz wurde die Karte für 176 Anlaufstellen der Solidarität für Nahrungsmitteln benannt, wovon  46.000 Menschen eine Hilfe zur Nahrung erhalten. Die Stadt Barcelona hat 234 Unternehmen, die Nahrung, vor allem aus der Lebensmittelbank oder Rote Kreuz bisher verwaltet, und in einigen dieser Verteilungspunkte war es unmöglich das alle Lebensmittel bekamen, weil es lange Warteschlangen gab. Das neue Modell wird auf die Zusammenführung verschiedener Unternehmen basieren, mit dem Projekt DISA ( Solidaria -Distributionen d‘ Aliments ) wo sich Supermärkte in neuen Stadtteilen verpflichten, die Karte anzunehmen, in die Zusammenarbeit mit der Stadt akzeptieren. Der Rat mit seinen Organisationen sorgt für die Verteilung von Nahrungsmitteln, wenn sich die Supermärkte verpflichten, diesen Service anzubieten.

 

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Mega-Pleite, USA und Konsorten verlassen Afghanistan als Loser

Posted by krisenfrei - 09/12/2013

Karzai discusses plans for NATO transition at NMAA graduationvon WiKa (qpress)

Kabul/Teheran: Nun waren sie schon über ein Jahrzehnt im Krieg, angeblich gegen den Terror, vermutlich ging es aber doch mehr um Geld, Einfluss und Rohstoffe. Neben den USA fanden sich viele weitere willige Streiter, die Afghanistan gerne auf die Seite der vermeintlichen „Moderne“ gebombt hätten. Der ganze Akt war auch aus völkerrechtlicher Sicht höchst bedenklich, aber wen interessiert das schon? Wenn man Weltpolizist ist und das Recht in die eigene Hand nimmt, dann ist alles kein Problem. Und jetzt das, so eine Mega-Pleite. Afghanistan sucht den Schulterschluss mit dem Iran, was insbesondere für die USA eine doppelte Ohrfeige ist. (Bild: Karzai übt schon fürs Abschiedswinken)

Die USA liefen und laufen immer noch einem entsprechenden Abkommen mit Afghanistan hinterher, wonach ca. 8.000 Soldaten weiterhin dort die Besatzung garantieren sollen. Der Streit entbrannte schon vor Monaten über das dann für die Besatzer geltende Recht. Der afghanische Präsident, Hamid Karzai[Wikipedia], wollte alle verbleibenden Soldaten dem afghanischen Recht unterstellen, was dem Grunde nach verständlich ist. Dagegen wehrte sich insbesondere die USA mit Händen und Füßen. Sie wollte für ihre Soldaten eine eigene Gerichtsbarkeit in Afghanistan aufrechterhalten und drängte massiv auf den Abschluss eines Sicherheitsabkommens mit entsprechenden Sonderrechten.

Dazu wurde eigens in Afghanistan eine Loja Dschirga[Wikipedia] vgl. Volksversammlung einberufen, die letztlich auch grünes Licht für ein entsprechendes Abkommen mit den USA gab. Demnach hätte der Präsident das bereits fertige Abkommen unterzeichnen können, allerdings tat er dies nicht und verzögerte weiter. Er begründete sein Zögern mit dem Ende seiner zweiten Amtszeit. Sein Nachfolger wird erst Mitte 2014 gewählt und Karzai hielt es nicht für opportun eine so weitreichende Entscheidung seinem Nachfolger ohne dessen Beteiligung als Hypothek in die Wiege zu legen. Letzteres könnte man als weitsichtig bezeichnen, denn das instabile Afghanistan hätte womöglich darunter sehr zu leiden gehabt.

Chuck Hagel den Besuch in Afghanistan verhagelt

die_weltpolizei_klaert_auf_chemische_waffen_agent_orange_weisser_phosphor_uranmunition_qpressEine schöne Ironie der Geschichte ist es, wenn große Staatsmänner unangemeldet zu Besuch kommen, aus Sicherheitsgründen, versteht sich. Da kann es vorkommen, dass niemand zuhause ist. Genauso erging es dem amerikanischen Außenminister Chuck Hagel, als er am letzten Wochenende unangemeldet in Afghanistan eintraf, um den Präsidenten Karzai weiter in dieser Sache zu kneten, wie Spiegel-online hier vermeldet. Es wurde nichts darüber berichtet wie viel Geschenke oder Schmiergeld Hagel im Gepäck führte. Den Präsidenten traf er jedenfalls nicht an, dieser weilte zur selben Zeit in Teheran. Dort verhandelte er über weitere Details zu einem umfangreichen Sicherheitsabkommen mit dem Iran. Man munkelt, Karzai habe den rechts abgebildeten Flyer, ein Auszug aus dem Dienstleistungsangebot des Weltpolizisten im Zusammenhang mit der geplanten Syrientournee, versehentlich in die Finger bekommen.

Damit dürfte er nicht nur Chuck Hagel einiges verhagelt haben, nein, das sieht nach einem direkten Schlag ins Gesicht aus. Es kommt einer schallenden Ohrfeige für die selbsternannten „Befreier“ gleich. In dieselbe Reihe dürfen sich nun die Alliierten stellen, auch abgewatscht. Das gilt auch für Deutschland und die Bundeswehr. Wurde diese Aktion anfangs noch als „Humanitäre Mission“ mehr schlecht als recht verteidigt, wandelte sich der „humanitäre Einsatz“ unter Theodor von und zu Guttenberg tatsächlich zu einem echten Kriegseinsatz. Seither wurde die Freiheit Deutschlands am Hindukusch verteidigt, allein um den von den USA angezettelte Irrsinn noch weiter begleiten zu dürfen.

Was bedeutet die Allianz Afghanistans mit dem Iran

Aus Sicht der USA, respektive aus Sicht der Nord Atlantischen Terror Organisation kurz NATO, ist das alles ein sehr unschönes Ereignis. Damit geht eine über Jahre verteidigte Bastion im mittleren Osten verloren und das ausgerechnet an den Iran, der schon seit Jahren auf der US-Tourneeliste für gewaltsame Befriedung ganz oben steht. So eine Schmach. Russland, China und diverse andere Nachbarn mögen diesen Schritt begrüßen und darin ein weiteres Stück Stabilität für die Region erblicken.

Ob Afghanistan mit dem neuen Verbündeten Iran tatsächlich das Maß an Frieden finden wird, welches sich die Akteure erhoffen, das steht noch völlig in den Sternen. Inzwischen sollte sich herumgesprochen haben in welcher Art und Weise der Weltpolizist seine Pfründe verteidigt. Hier genügt ein Blick nach Syrien und den dort angeblich tobenden Bürgerkrieg, der keiner ist. Ohne das kräftige Zutun westlicher Gutmenschen hätten die dort importierten Söldner, die unzähligen fremden Nationen entstammen, keinerlei Chance. Vielleicht muss sich Afghanistan darauf einrichten, dass man Al-Qaida wiederbelebt (bekanntermaßen eine Gründung der US Geheimdienste) und nicht wie damals gegen die russische Besatzung in Afghanistan antreten lässt, sondern direkt gegen die afghanische Regierung. Alles in allem ist Afghanistan damit dem Teufel immer noch nicht von der Schippe gesprungen, auch wenn es aus Sicht der Afghanen ein Schritt nach vorne sein mag.

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