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Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

Archive for 4. Dezember 2013

Professor Dr. Hans J. Bocker auf der Edelmetallmesse 2013

Posted by krisenfrei - 04/12/2013

Prof. Dr.Hans J. Bocker, Edelmetallmesse 2013, Rettung Gold Silber, Finanzkrise, Crash Vorsorge

Professor Dr. Hans J. Bocker spricht über die momentane Situation.
Rettungsanker Gold und Silber, Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten.
Finanzstatus und Analyse möglicher Entwicklungen.
Was ist Bankokratie und was haben die Medien und Politiker damit zu tun.

Sehr amüsant.

 

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Die Geschichte vom ewigen Betrug – Morbus Ignorantia

Posted by krisenfrei - 04/12/2013

von Susanne Kablitz

Das Wort Ignoranz ist im Deutschen auf das lateinische Substantiv ignorantia – „Unwissenheit“ zurückzuführen. Das Verb „ignorieren“ wurde aus ignorare – „nicht wissen“, „nicht kennen wollen“ abgeleitet. Des Weiteren zählen die Wörter zur Wortfamilie von lateinisch noscere = „erkennen, kennenlernen“. Ignoranz oder ignorieren bedeutet also, dass eine Person einer Tatsache unkundig ist oder sich absichtlich nicht mit dieser befassen möchte. (Quelle: Wikipedia)

Im Duden findet man unter dem Suchbegriff „Ignoranz“ die folgenden Beschreibungen: Unwissenheit, Uninformiertheit, Unkenntnis, Ahnungslosigkeit, Nichtwissen und Unwissen. Und man liest dort etwas, das ich ganz besonders interessant finde – nämlich das aus dem Lateinischen kommende Docta ignorantia, die „gelehrte Unwissenheit“.

„Docta ignorantia“ klingt irgendwie charmant; wenn man es allerdings in sein deutsches Pendant übersetzt, fragt man sich, was der Quatsch soll. Gelehrte Unwissenheit – gibt es das überhaupt?

Sind wir nicht nahezu alle der festen Überzeugung, dass das, was uns in Schulen, Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen beigebracht wird, richtig ist? Dass das, was in den Schulbüchern steht, korrekt ist? Dass staatliche Bildungsträger uns nicht belügen würden, wenn es um die Ausbildung der beschützenswerten Kleinen geht? Sind wir nicht in großen Teilen der Bevölkerung davon überzeugt, dass das, was in der Zeitung steht oder in den 20-Uhr-Nachrichten im deutschen Staatsfernsehen gesendet wird, der Wahrheit entspricht?

Und sind wir nicht auch der Meinung, dass wenn ein Wirtschaftsnobelpreisträger honorige Worte zu formulieren weiß oder Berufspolitiker uns zum wiederholten Male von blühenden Landschaften, historisch niedriger Arbeitslosigkeit und grandiosen Zukunftsaussichten vorschwärmen, doch da „irgendetwas dran sein muss“? Wenn prämierte Historiker unsere Vergangenheit „aufbereiten“ und sie für alle Zeiten jeder nachfolgenden Generation auf die gleiche Weise als einzig gültige, politisch korrekte Wahrheit, präsentieren?

Im Grunde unseres Herzens wissen wir zwar, dass die Geschichten von den „Siegern“ geschrieben werden und zum einen Papier geduldig ist und zum anderen Worte meist vor dem Morgengrauen schon wieder vergessen sind. Aber aus einem berufenen Mund – der zudem im besten Falle noch im Gesicht eines eng mit dem Staat Verbundenen zu verorten ist – saugen wir fast alles als nicht zu hinterfragende Tatsache auf und tragen dies munter in die Welt hinaus.

So gibt es Menschen, die allen Ernstes wahrlich glauben, dass die “Kapitalisten” schuld daran sind, wenn eine Wirtschaft zusammenbricht. Ist das nicht eine lustige Vorstellung? Die, die von den derzeitigen „Märkten“ angeblich am meisten profitieren, sollen diese absichtlich zerstören? Mal abgesehen davon, dass nirgendwo auf der Welt ein Kapitalismus existiert, wer würde denn so verrückt sein und seinen Wirt bewusst ermorden?

Es gehört schon eine Menge Gehirnakrobatik dazu, so zu argumentieren und dafür auch noch Zuhörer zu finden, die sich diesen Schmarrn nicht nur anhören sondern auch noch glauben. Die echten Schuldigen – diese zentralplanerischen Irren, die ohne jede Ahnung von Wirtschaft an allen möglichen Stellschrauben herumkurbeln, vernichten – während noch auf den Kapitalismus eingedroschen wird – den letzten Rest freier Märkte und damit Millionen von Arbeitsplätzen.

Als Profiteure und Funktionäre faseln sie beständig von „Raubtierkapitalismus“, von brutalen Ausbeutermethoden und verarmenden Massen. Sie vernebeln die Gehirne der Menschen, indem sie diesen erzählen, dass die Schere zwischen arm und reich immer weiter auseinandergeht und aus diesem Grunde endlich ordentlich „umverteilt“ werden muss. Endlich alle gleich – ja, das ist das Motto!

Alle gleich – aber (und das wird so eher nicht formuliert) sie selbst sind natürlich gleicher. Es geht nicht darum, den Menschen etwas Gutes zu tun, es geht darum, das Eigentum der Menschen in deren Eigentum zu überführen.

Dieses ganze Umverteilungsgeplapper hat nur den Sinn, die „normalen“ Menschen mit salbungsvollen Worten zu enteignen. Ohne dieses Gemeinwohlgesabbele würde kein klar denkender Mensch so mit sich umspringen und sich den letzten Cent aus der Tasche ziehen lassen. Es ist ein so erbarmungswürdiges Theater und das schlimmste daran ist, dass das Publikum begeistert in die Hände klatscht.

Die gelehrte Unwissenheit macht aus Sicht der davon Profitierenden durchaus Sinn – sie haben einen echten Mehrwert. Die wahre Quelle des Elends auf dieser Welt ist unser Geldsystem, ein Geldsystem, von dem diese Leute massiv profitieren und dass sie unter allen Umständen verteidigen. Dieses Geldsystem ist geradezu dazu prädestiniert, von Arm zu Reich „umzuverteilen“. Dies ist der Plan!

Niemals, absolut niemals würde jedoch nur ein „Experte“ dieses System auch nur ansatzweise zur Sprache bringen, geschweige denn kritisieren. Niemals – absolut niemals würde auch nur mehr als eine Handvoll Politiker diesem ewigen Betrug zu Leibe rücken. Niemals!

Alles wird angeführt, jeder Grund wird gesucht und gefunden, jede noch so haarsträubende Erklärung wird aus den tiefsten Tiefen der Lügen-Jauchegrube herausgefischt, um bloß nicht das Kind beim Namen nennen zu müssen. Es würde sich auch gar nicht hübsch anhören, wenn den Menschen bekannt würde, wie dreist sie seit Ewigkeiten belogen und ausgenutzt werden.

Die Kombination aus Finanzderivaten, absurder „Lockerung“ der Geldmenge und verrückt niedrigen Zinsen hat es möglich gemacht, dass all unsere Märkte länger manipuliert und verfälscht werden, als jeder normal denkende Mensch dies für möglich gehalten hätte. Diese Planwirtschaftler basteln in dilettantischer Art und Weise an einem System herum, von dem sie keine Ahnung haben, aber sie werden den Teufel tun und sich unter gar keinen Umständen von ihrer Weltherrschermanie verabschieden.

Sie werden alles tun, damit ihr diabolisches Spiel den breiten Massen nicht offenbar wird. Sie werden dieses Spiel bis zum bitteren Ende spielen; so lange, bis bei den Massen nichts mehr da ist und die wenigen Profiteure sich vollgesaugt haben. Damit das auch weiterhin so gut gelingt, müssen für die miesen Machenschaften andere Bezeichnungen her, um das ausbeuterische „aus dem Nichts geschaffene“ Funny-Money weiter zu legitimieren; da wird Orwell´sches Neusprech rausgehauen, dass die Scharte kracht.

Soziale Gerechtigkeit kommt da wie gerufen; neuerdings garniert mit den Errungenschaften der Energiewende und felsenfest abgesichert durch einen Maulkorb namens politscher Korrektheit – so wird das gemacht! Wenn man den Menschen erst einmal jahrzehntelang die Lügenmärchen in deren Gehirne implementiert hat, dann haben sogenannte „Experten“ kaum noch etwas zu befürchten.

So ist es durchaus nachvollziehbar, wenn diese Profiteure die gelehrte Unwissenheit wieder und wieder in den Schulbüchern verewigen, wenn sie publikumswirksam Pseudogründe für die kaum noch aufzählbaren Verwerfungen anführen, damit sich die Menschen auf Nebenkriegsschauplätzen die Köpfe einschlagen und sie selbst als Helden in die Geschichte eingehen.

Die Frage ist allerdings, was die Menschen, die vom Morbus Ignorantia befallen sind, davon haben. Warum machen sie bei diesem unwürdigen, unmoralischen Spiel mit? Warum erzählen mir Menschen, die andere über diese Machenschaften aufklären wollen, dass sie verhöhnt, ausgelacht und verspottet werden? Heute schrieb mir ein Bekannter, dass er es aufgegeben habe, Informationen weiterzugeben, so frustrierend seien die Ergebnisse.

DAS ist wirklich bedenklich! Wenn die, die es betrifft, die Wahrheit nicht hören wollen; wenn die, die es betrifft; belogen werden wollen; wenn die, die es betrifft, lieber noch „bequem“ leben wollen als sich unangenehmen Fragen zu stellen, dann ist es vielleicht wirklich das Beste, wenn es irgendwann „knallt“!

Fortsetzung folgt….

Die Geschichte vom ewigen Betrug – Die fiese Gerüchteratte

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In der Rating-Oper

Posted by krisenfrei - 04/12/2013

Tageskommentar 04. 12. 2013: fortunato,
In der Rating-Oper

von fortunato (fortunanetz)

Als die amerikanischen Rating-Agenturen damit begannen, Griechenland, Spanien und Portugal in ihrer Bonität teilweise bis auf Ramschniveau herunter zu stufen, gab es in der deutschen und europäischen Öffentlichkeit einen Aufschrei des Entsetzens. ‚Die bösen Amerikaner!‘, wurde da gerufen. Jeder schimpfte über die Rating-Agenturen. Und dann kam ein unglaublich produktiver Vorschlag aus der Politik: ‚Wir gründen eine europäische Rating-Agentur!‘ Das sollte dann sozusagen ein Gegen-Rating sein. Wenn also eine US Rating-Agentur Portugal auf C stufte, dann würde in Europa irgendwo an einem illustren Ort eine illustre Gruppe von Experten dem ‚hohen C‘ aus den USA ein Stakkato-artiges ‚AAA plus‘ dagegen singen und es käme dann nur darauf an, wer lauter singt. Das wäre dann ein akustisch schönes Arbeitsbeschaffungsprogramm geworden, vorausgesetzt man hätte gut singende Finanzexperten gefunden.

Aber Merkel und Steinbrück mussten feststellen: Singen ist kein Bestandteil der volkswirtschaftlichen Ausbildung! Und schon allein aus diesem Grund wurden wir alle von Merkels und Steinbrücks ‚Rating-Oper‘ verschont. Fortunanetz-Leser waren aber schon damals schlauer und wussten, was wirklich der Grund dafür war und ist, dass eine europäische Rating-Agentur in dieser Lage keinen Sinn macht: In den USA gibt es aufgrund der vielen Wirtschaftspleiten seit langem ein Gesetz, wonach jedes Land und jedes Unternehmen sich einem Rating unterziehen muss, wenn es in den USA Geld besorgen will. Jede Ausgabe von Aktien und Firmenanleihen, sowie jede Emission von Staatsanleihen ist ein solcher Vorgang. Und um den amerikanischen Markt vor ‚unsoliden‘ Emittenten zu schützen, wurden eben diese Ratings eingeführt. Hat der Emittent einer Anleihe eine schlechte Bonität, muss er mehr Zinsen bezahlen, wenn er am amerikanischen Kapitalmarkt Geld beschaffen möchte. Je schlechter das Rating, desto höher seine Zinszahlung auf seine Schuldpapiere. Das schützt den Gläubiger vor dem möglichen Ausfall seines verliehenen Geldes und es zwingt den Schuldner zu soliderem wirtschaften.

Schon aus diesem Grund war eine europäische Rating-Oper a la Merkel nur eine dümmliche Ausrede oder im schlimmsten Fall sogar eine Ausgeburt der Allmachtsphantasien mancher Euroretter, die immer noch davon träumen, dass ein zentralistisch geeintes und geführtes Groß-Europa eine globale Macht sein könnte, die den anderen Groß- und Supermächten dieser Welt einmal so richtig zeigt, was eine Harke ist! Mangels singender Volkswirte haben wir uns aber zum Glück einmal weniger blamiert.

Heimlich, still und leise haben nun die US Rating-Agenturen wieder zu geschlagen. Diesmal traf es die Niederlande. Die Niederlande? Den Musterschüler? Das stabile, kleine Ländchen an der Nordsee mit den vielen fleißigen Niederländern, die immer gelobt wurden, weil sie alles besser machten als die Deutschen? Die, die der Nordsee das Land abgetrotzt haben? Ja genau diese Niederländer sind gemeint!

Der interessierte Leser erfährt, dass die Niederlande eine Immobilienblase haben, die nun geplatzt ist. Das klingt erst einmal recht ‚amerikanisch‘, denn auch in den USA wurde ja die Krise von 2007/2008 genau durch eine solche ‚Immobilienblase‘ die geplatzt ist, ausgelöst. Stehen wir nun vor einer neuen Krise? Diesmal einer Krise die aus den Niederlanden kommt?

Da können sie aus mehreren Gründen beruhigt sein. Erstens ist der niederländische Immobilienmarkt (angeblich) nicht groß genug um eine solche Erschütterung auszulösen. Zweitens ist die Krise nicht neu. Es ist immer noch die alte Krise, nämlich die von 2007/2008.

Aber warum haben die Niederländer eine Immobilienblase? Auch hier gibt es Parallelen zur Immobilienblase in den USA. Da die EZB den Leitzins künstlich niedrig hält, um den Pleitestaaten der Eurozone eine weitere Verschuldung ohne zu hohe Zinsen zu ermöglichen, haben die Niederländer dieselben Probleme wie wir Deutsche und wie damals die US-Amerikaner. Bei niedrigen Zinsen herrscht Anlagenotstand. Aktien steigen oder sind schon gestiegen, denn niedrige Zinsen erzeugen auch Blasen am Aktienmarkt. Die Hauspreise steigen, weil die Anleger nicht entspart werden wollen, sondern in ‚Sachwerte‘ flüchten. Neue Anleihen haben niedrigste Zinsen. Sparbücher lohnen sich gar nicht. Am liebsten möchte man dann einfach sein Geld ausgeben. Sparen wird ja eh schon bestraft und die neuen ‚Regeln‘ um Sparer zu enteignen sind auch kein Anreiz dafür, das Geld zur Bank zu bringen. Niedrige Zinsen erzeugen Blasen, auch im Immobilienmarkt. Und in den Niederlanden gab es diese Immobilienblase schon lange, eben weil die Niederländer nicht wissen, wohin mit ihrem Geld. Und Draghi’s wilde Träume, auch einmal den Negativ-Zins für Sparer auszuprobieren um diesen so richtig zur Kasse zu bitten, machen die Sache nicht besser, sondern verstärken den aktuellen Trend zu Blasenbildungen noch. Die Eurorettung wird auf diese Weise zum Problem!

Überteuerte Immobilienmärkte brechen meistens dann zusammen, wenn die Immobilienbesitzer ihre Kredite nicht mehr bezahlen können, weil zum Beispiel ihre Geschäfte in der realen Welt nicht mehr so funktionieren wie geplant. Und genau das ist den Niederländern jetzt passiert. Da hilft auch kein Fleiß und keine Stabilität und keine Marktorientierung. Wer das Geld nicht mehr hat um seine Immobilienkredite zu bedienen, muss letztlich verkaufen. Und da hilft es auch nicht, ganz laut ‚AAA plus‘ zu singen,

meint
fortunato

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Ja, die Blasenbildung in fast allen Bereichen ist schon weit vorangeschritten. Mit Inflation hat das selbstverständlich nichts zu tun. Die EU-Propagandamedien weisen ja ständig daraufhin, dass die Inflation in der EU bei etwa zwei Prozent liegt. Die Asset-Inflation aber liegt weit im zweistelligen Bereich, wie wir bei Aktien, Immobilien, Energie, Lebensmittel … sehen. Irgendwo muss das viele Geld ja schließlich hin.

Nicht selten ist man gut beraten, wenn man das kauft, was keiner haben will – wie z.B. zurzeit Gold und Silber. Diese Sachwerte (echtes Geld) sind von einer Blasenbildung noch weit entfernt.

=>Think Tank warnt vor steigender Inflation

 

 

 

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Weimarer Verhältnisse

Posted by krisenfrei - 04/12/2013

von Michael Winkler (462. Pranger)

Anders als die Bonner Republik wurde die Weimarer nicht wirklich von Weimar aus regiert. In den Wirrungen nach dem verlorenen ersten Weltkrieg mußten sich die Volldemokraten zeitweise aus Berlin zurückziehen. Der Ort des Exils war besagtes Weimar, dort wurden wichtige Dinge ausgehandelt, wie zum Beispiel die Gehälter der Regierungsmitglieder. Die Herren Volldemokraten – Damen gab es damals in der Regierung noch nicht – schätzten ihren Wert außerordentlich hoch ein, erst Hinweise darauf, daß das Volk den Wert dieser Herren völlig anders beurteilte, brachte sie dazu, sich mit dem ursprünglich geforderten Monatsgehalt als Jahresgehalt zufrieden zu geben.

Die Weimarer Republik bestand nur 14 Jahre, sie war die ungeliebte Nachfolgerin des Kaiserreiches, hat aber zu keinem einzigen Zeitpunkt dessen Kultur, Stabilität, Prosperität und Identifikation der Bevölkerung mit ihrem Staat erreicht. Die Republik war fortwährend den Begehrlichkeiten der Linksparteien ausgesetzt, vor allem der SPD, der USPD, der KPD und der NSDAP. Wobei allerdings die SPD nie gewußt hat, was sie wirklich wollte, und im Zweifel immer mit der Obrigkeit auf die Arbeiter geschossen hat.

Die Weimarer Republik stand unter dem Fluch des Versailler Vertrages, eines beispiellosen Machwerks eines Sieger- und Gewaltdiktats, das vor allem das Ziel hatte, das Deutsche Reich per fortwährender Ausplünderung zu Grunde zu richten. Frankreich und Belgien haben Deutschland als Selbstbedienungsladen angesehen, in den man nach Belieben einmarschieren und rauben konnte. Gegen die Gallier der 1920er Jahre nahm sich das „Vae victis!“ eines Brennus wie ein harmloser Partyscherz aus.

Die Schulden des Weltkriegs und die Reparationen hätten nur einen Staatsbankrott ausgelöst, die geradezu kindliche Unwissenheit der Volldemokraten führte zu einem weitaus größeren Desaster: Die Herrschaften haben einfach die Notenpresse angeworfen, immer mehr und noch mehr Geld gedruckt und so die wichtige, staatstragende Mittelschicht in absolute Armut gestürzt. Vermögen, die über Generationen angehäuft worden waren, lösten sich in der Hyperinflation in Nichts auf. Die Zwanziger Jahre waren nur für einige wenige Kriegsgewinnler golden, für geschickte Spekulanten und eine neue Klasse durchgeknallter Künstler, welche die Grenze ihres Wachstums längst erreicht hatten und sich nur noch über ihr Publikum erheben konnten, indem sie es für dumm verkauften.

Kunst war einst das, was dem Auge gefällt, das Ohr umschmeichelt. In dieser Zeit wurde Kunst elitär, erklärungsbedürftig, dem größeren Teil der Bevölkerung nicht mehr zugänglich. Egal ob die Kunst an der Wand hing, figürlich im Raum stand, sich auf der Bühne abspielte oder mit Instrumenten dargeboten wurde, sie entglitt dem Volk. Abgehobene, entrückte Kunst war zu allen Zeiten ein Zeichen der Dekadenz, eines Kulturkreises, der seinen Höhepunkt überschritten hatte und dem Untergang zustrebte.

Mit der Rentenmark gab es eine kurze Scheinblüte, die mit dem Schwarzen Freitag an der Wall Street zu Ende gegangen ist. Einige wenige Jahre hatten die Menschen der Weimarer Republik ihr Auskommen, ihr zwar karges, aber tägliches Brot. Das war nicht das Verdienst der Volldemokraten, sondern ein zeitweises Ausbleiben weiterer Krisen. In dieser Phase gelang es der Republik, die Linken in Schach zu halten, nicht durch überlegene Staatskunst, sondern durch Lohn und Brot für die Mehrheit des Volkes.

Die Deutsch-Nationalen, die rechten Kreise, die den Kapp-Putsch und die Freicorps organisiert hatten, waren in dem 1920ern ruhig und stellten keine Gefahr für die ungeliebte Republik dar, allenfalls Ludendorfs Beteiligung an Hitlers Marsch auf die Feldherrenhalle könnte man als Ausnahme gelten lassen.

Für uns Heutige, die ein exportstarkes Merkeldeutschland gewohnt sind, die seit EWG-Zeiten Freihandelszonen kennen, ist die Isolation des Deutschen Reiches schwer vorstellbar. Außenhandel, Export war damals ein extrem schweres Geschäft. Das Reich konnte sich die dringend benötigten Devisen und das als internationale Leitwährung dienende Gold kaum verdienen. Deutsche Wissenschaftler waren von der Teilnahme an internationalen Kongressen ausgeschlossen. Wo das Kaiserreich in allen Belangen führend gewesen war, wurde die Republik zurückgedrängt, ausgestoßen, verbannt.

Politisch stabil war die Weimarer Republik nicht, denn die Volldemokraten waren eine Zusammenarbeit nicht gewohnt. Kleine Gruppen und Gruppierungen bekämpften sich gegenseitig, Kanzler und Minister wechselten häufig. Die einzige feste, verläßliche Größe waren die Reichspräsidenten, zunächst Ebert und schließlich Hindenburg. Der Feldmarschall galt als die Person gewordene Erinnerung an frühere, an bessere Zeiten, er war der Ersatzkaiser, der die Sehnsucht des Volkes stillte, aber nicht befriedigte.

Was heute als Weimarer Verhältnisse bezeichnet wird, betrifft die Spätphase der Republik, vor allem die Jahre 1931 und 1932, in der sich die weltweite Depression auf Deutschland verheerend auswirkte. Der Republik ging das Geld aus, und ihre Reaktion darauf war das eiserne Sparen. Banken brachen zusammen, Millionen Menschen verloren ihre Arbeit. Hunger, Not und Elend der frühen Dreißiger ließen die Zwanziger als bessere Vergangenheit erscheinen.

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