PDV will das Geldsystem demokratisch gestalten
Verfasst von: krisenfrei - 17/10/2013
Hilzingen, den 16. Oktober 2013 – Die Bundesregierung hat Bitcoins rechtlich und steuerlich als Zahlungsmittel anerkannt. Damit ist die Position der privaten Währung, die 2009 als Antwort auf die unbändige Gelddruckerei der Zentralbanken erschaffen wurde, gestärkt worden. Denn anders als der Euro oder Dollar sind Bitcoins nicht beliebig vermehrbar.
Es gibt keine Institution oder staatliche Behörde, die Bitcoin kontrolliert. Um Überweisungen zu tätigen ist nicht einmal eine Bank nötig. Der Wirtschaftsprofessor Simon Johnson glaubt, dass die Politik sich von den Banken zu Maßnahmen gegen die Internetwährung drängen lassen wird. Eine erfolgreiche Privatwährung läuft auch den Interessen der Politik zuwider. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Regierung nach einem Vorwand sucht, um Bitcoin zu regulieren.
„Ein Blick auf die Entstehungsgeschichte der Zentralbanken zeigt, dass das staatliche Geldangebotsmonopol nicht deswegen errichtet wurde, weil es sich als beste Lösung empfohlen hat, sondern weil sich bei der Organisation des Geldwesens politische Machterwägungen durchsetzten.“, schreibt der Finanzexperte Prof. Dr. Polleit in seinem Buch Geldreform.
Regierungen benötigen mehr Geld, als ihnen die Bürger freiwillig zur Verfügung stellen würden oder gar könnten. Deswegen wurden Zentralbanken mit dem Privileg ausgestattet, die Geldmenge zu steuern. Für Laien ist die Vorstellung oft verblüffend, dass auch Geschäftsbanken Geld aus dem Nichts schaffen können. Der offensichtliche Vorteil liegt darin, den Staat mit Geld zu versorgen. Es ist ein lukratives Geschäft, das den Banken sichere Zinseinnahmen beschert. Die Folgen dieser Geldpolitik sind verheerend: ausufernde Staatsschulden, Kaufkraftverlust und die schleichende Enteignung der Sparguthaben.
Zentralbanken sehen in Bitcoins zwar noch keine bedrohliche, aber prinzipiell durchaus eine Konkurrenz für „ihr“ Geld. Der Euro wurde den Menschen schließlich aufgedrängt. Niemand würde freiwillig eine Währung nutzen, die kontinuierlich an Wert verliert. Die freie Wahl des Geldes ist deshalb die wichtigste Forderung der PDV. Die Wahlmöglichkeit schafft die Grundlage für eine stabile Geldordnung, in der systemische Krisen ausgeschlossen sind. Die Propaganda “Scheitert der Euro, scheitert Europa” gehöre endlich der Vergangenheit an. Kritiker monieren häufig, dass ein demokratisches Geldwesen zu Chaos und zahllosen Kleinstwährungen führen würde. Diese Sorge ist unbegründet, wie Frank Schäffler in zahlreichen wissenschaftlichen Ausarbeitungen skizziert.
Die PDV nutzt Bitcoin, weil sie von ihrer Forderung nach einem demokratischen Geldwesen überzeugt ist. Jeder kann Bitcoin nutzen oder ablehnen. Das ist echte Freiheit!
Quelle: pdv
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„Für Laien ist die Vorstellung oft verblüffend, dass auch Geschäftsbanken Geld aus dem Nichts schaffen können.“
Die PDV unterliegt hier einem Irrtum. Wenn man schon den Begriff „Geldschöpfung aus dem Nichts“ erwähnt, sollte in diesem Kontext doch etwas genauer differenziert werden. Es muss nämlich unterschieden werden zwischem echtem Geld (Bargeld) und Giralgeld (Buchgeld). Würden Geschäftsbanken Bargeld erschaffen, wäre das Geldfälschung. Nur Zentralbanken können Bargeld in Form von Geldscheinen aus dem Nichts (Fiat Money) schaffen, das dann gegen Zinsen zum Nennwert an die Geschäftsbanken verliehen wird.
Die Geschäftsbanken können lediglich Kreditgeld, also Ansprüche auf Geld schaffen, und das fast in beliebiger Menge. Ergo: Bargeld- und Buchgeldschöpfung sind zwei wesentlich unterschiedliche Prozesse, die nicht gleichzusetzen sind mit dem Begriff „Geldschöpfung aus dem Nichts“.
Bargeld zu beschaffen, kostet den Banken Geld in Form von Zinsen und auch die Aufbewahrung ist nicht kostenlos. Ginge es nach den Banken, gäbe es schon lange kein Bargeld mehr. Die Banken arbeiten bereits mit ihren Polit-Marionetten an die Abschaffung des Bargelds. Lange wird es nicht mehr dauern. Mit der kommenden Großen Koalition ist dies schnell zu realisieren.

Silber-Engel said
„Was ist mit den vielen Annehmlichkeiten, die das moderne Finanzsystem mit sich bringt, mit bargeldlosem Geldverkehr, den Zinsen auf dem Girokonto und Online-Banking? Diese Innovationen kann ein wettbewerbliches Geldwesen sogar weitaus besser anbieten!“
„…brauchen wir einen produktiven Wettbewerb mit privaten Geldproduzenten.“
– so Frank Schäffler in seinen „wissenschaftlichen Ausarbeitungen“. Ich mach‘ dann schon mal den Drucker an, meine private Zinsmaschine…
@Dieter: Das Buch“geld“ ist „sich bewegendes“ Bargeld. Es gehört in der Quantitätsgleichung zum Faktor Umlaufgeschwindigkeit (besser: Einsatzhäufigkeit) des Bargeldes -das logischerweise vorher schon da gewesen sein muss, um es einsetzen zu können.
Die Geschäftsbanken können auch kein Kreditgeld, also Ansprüche auf Geld „schaffen“. Nur der Kontoinhaber kann es, mit freundlicher Unterstützung der Bank. Ohne ihn würde die Bank Däumchen drehen.
Keine Angst vor dem „bargeldlosen“ Zahlungsverkehr -ohne Bargeld geht auch dann nichts!