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Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

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Wie lange noch geht der Betrug?

Verfasst von: krisenfrei - 11/10/2013

aus: Lustige Naturgeschichte von Wolfgang Arnold (saarbruecker)

Was die Notenbanken treiben ist ein Ponzi-Schema.

Bernie Madoff wurde verurteilt, weil er die Gelder seiner Auftraggeber veruntreute. Die traumhaften „Renditen“ seines Geschäftsmodells bezahlte er von einem Teil der Anlagegelder neuer Kunden. Der größere Teil jedes Anlegervermögens wanderte auf ein Privatkonto des Finanzmaklers. Ein solches Betrugssystem nennt sich nach dessen Erfinder Carlo Pietro Giovanni Guglielmo Tebaldo Ponzi kurzPonzi-Schema.

Mit einem Ponzi-Schema werden angebliche Renditen für frühere Anleger durch Aquisition neuer Investoren erzeugt. Ponzi versprach seinen Geldanlegern 50% Rendite in 45 Tagen oder die Verdoppelung des angelegten Geldes in 90 Tagen. Weil das Geschäft so blendend lief – er zahlte, wenn jemand seinen Gewinn sehen wollte –, forderten die vertrauensseligen Kunden ihre Einkünfte nicht ein und ließen ihre „Gewinne“ wieder reinvestieren. Viele Menschen verpfändeten Haus und Habseligkeiten, um nach der Ponzi-Methode reich zu werden. Zu seinen Glanzzeiten nahm er täglich eine Million Dollar ein.

Der Treasury-Bond-Markt der USA ist ein Ponzi-Schema. Die Menge ausstehender Schulden wächst mit zunehmender Geschwindigkeit. Zweimal pro Monat werden bei den Treasury-Auktionen Schulden aufgenommen, um alte Schulden abzuzahlen und zusätzlich noch mehr Schulden zu machen. Weil sich schon länger nicht mehr genügend Bieter finden, bietet die US-Notenbank Fed bei diesen Auktionen fleißig mit und kauft im Schnitt 70 Prozent der Treasuries. Das Geld dafür lässt die Fed drucken – Papier ohne jeden Wert. Im vergangenen Haushaltsjahr wurden die Staatsschulden um über $ 1000000000000 (1 Billion) erhöht, allein um fällige Treasuries auszuzahlen. Ein riesiges Geschäft für die Herren der Wall Street.

Es ist das größte Ponzi-Schema in der Menschheitsgeschichte. Der Betrüger Bernie Madoff sitzt wegen eines dagegen winzigen Ponzi-Betrugs hinter Gittern. Sein Pech: Er hatte keine Dollar-Druckmaschine.

Die Herren der Wall Street werden keinem Präsidenten erlauben, dieses – auch „Schneeball-System“ genannte Prinzip – zu beenden. Solange Japaner, Chinesen und Europäer auf dem Weltmarkt ihre Importe und Exporte mit Dollar abrechnen, werden die Druckmaschinen der Fed weiter rotieren. Jeder Streit zwischen Republikanern und Demokraten Capitol ist ein Bühnenspektakel, um der Welt den Anschein von Verantwortungsbewusstsein vorzugaukeln. Die aufgebrachten Kontrahenten werden sich immer wieder auf einen Kompromiss verständigen bis die übrige Welt nicht mehr bereit ist, ihrer Komödie zu glauben und weiterhin Rohstoffe und Fertigprodukte für Dollars herzugeben. Der Zeitpunkt dürfte nicht allzu fern sein.

In der Zwischenzeit lässt sich die Welt von der Bank of Japan und der Europäischen Zentralbank auf gleiche Weise betrügen. Während die Bank of Japan ungeniert unvorstellbar hohe Summen für Staatsanleihen bereitstellt, kauft die EZB den Banken der Euro-Länder in großem Stil Staatsanleihen ab, die diese zuvor bei den Auktionen ihrer Regierungen erworben haben – ein kleiner Umweg, um die Regeln von Lissabon und Maastricht zu umgehen.

Warum schreit niemand STOPP?

Vermutlich gibt es vier Gründe:

Die Gewinner des Systems wollen weiter Gewinne einstreichen.

Die Anderen sind ein wenig beunruhigt, habe jedoch keinen Schimmer von dem, was „die da oben“ wirklich treiben.

Eine kleine Gruppe Wissender fürchtet die Folgen des Zusammenbruchs.

Eine winzige Gruppe ganz Wacher findet kein Gehör.

Wenn auch kein oberstes Gericht, keine sonstige staatliche Institution gegen den schändlichen Missbrauch des Geldsystems Einspruch erhebt, so wird es dennoch enden, weil Gesetze der Ökonomie und Mathematik sich nicht betrügen lassen. In allen großen Währungszonen der Welt steigen Geldmenge und Verschuldung auf exponentielle Weise. Spiegelbildlich dazu fällt der Wert jeglicher Arbeitsleistung dramatisch.

Das eine Prozent der Reichen häuft gigantische Papiervermögen an, während 99 Prozent der übrigen Menschheit für immer weniger Lohn oder doppelt so viel Zeit arbeiten muss. Der Faden, der Gesellschaften zusammen hält, ist bis zum Zerreißen gespannt.

Er wird reißen.

In der Euro-, Yen- und Dollar-Welt wird das einem Erdbeben gleichen.

Seien Sie vorbereitet! 

 

3 Antworten to “Wie lange noch geht der Betrug?”

  1. „Das eine Prozent der Reichen häuft gigantische Papiervermögen an…“
    Zum Glück für den Wald ist das falsch. Es handelt sich lediglich um Geld-ANSPRÜCHE -ein Kontoauszug reicht für jede beliebige Summe…

    „Warum schreit niemand STOPP?“ – Weil das nicht helfen würde. Was nicht bedeutet, dass es keine Abhilfe gäbe. Mehr Info’s gern…

  2. Avatar von wtshtf

    wtshtf said

    Meiner Meinung nach soll das System endlich zusammenbrechen. Die Masse ist so beschränkt und erfasst die Wirklichkeit eh nicht mehr. Hauptsache Bier und Kartoffelsalat….
    Tja dann sollen Sie halt scheiße fressen. Ich weiß, dass hört sich zynisch an, aber ich will auch keine Leute mehr aufwecken. Man eh wird nur als Nazi oder Verschwörungsspinner tituliert… wtshtf auf geht’s.

  3. Ich hoffe, dieses Tauziehen ist bald vorbei und nach dem Beben wird aufgeräumt. Besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende, wenn es denn schon unvermeidlich ist.
    Mich wundert sowieso, dass noch alles hält bei dieser Last! Handelt es sich um Stunden, Tage Wochen Monate, die Gurus sind uneins.Einig sind sie nur darin, dass das unvermeidliche eintrifft, ausser bei Mainstreams, da ist die Krise kein Thema! Wie immer, wenns ans Eingemachte geht!

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